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Ideenpreis Im|Puls Oststadt: Preisträger steht fest

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Ideen für ein nachhaltiges Stadtleben: mit dem Ideenpreis Im|Puls Oststadt war das Quartier Zukunft mehrere Wochen lang auf der Suche nach der besten Idee, um dem Projektgebiet Karlsruhe-Oststadt Impulse für seine Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit zu geben. Wir freuen uns, den Preisträger nun bekanntgeben zu dürfen. Mit dem Ideenpreis Im|Puls Oststadt wird die „Selbsthilfewerkstatt und Radverleih für Flüchtlinge – Bikes Without Borders“ ausgezeichnet. Wir gratulieren den kreativen und engagierten Köpfen hinter der Projektidee, Tobias Boßmann und Tobias Fleiter, zur Auszeichnung.

BWB-vision

Die Visualisierung der Werkstatt mit Aussicht vor dem Menschenrechtszentrum ©Michael Wald, Lorenz del Chin, Max Mütsch

Über die Projektidee

Unter dem Titel „Bikes Without Borders“ werden seit 2012 erfolgreich Fahrräder repariert und an Flüchtlinge verliehen. Die nächste Etappe ist der Bau einer Werkstatt, um auch im Winter und bei schlechtem Wetter aktiv sein zu können. Dies ist der Kern der Projektidee, die nun mit dem Ideenpreis ausgezeichnet wird. Wir haben Tobias Boßmann und Tobias Fleiter zu Ihrem Konzept einige Fragen gestellt: Um welche Art von Projekt handelt es sich? Unter dem Titel „Bikes Without Borders“ reparieren und verleihen wir seit 2012 Räder an Flüchtlinge. Nach den ersten 2 Jahren hat sich gezeigt, die Idee funktioniert: Es gibt eine sehr große kontinuierliche Nachfrage nach Rädern seitens der Flüchtlinge, das Ausleihen funktioniert und die Flüchtlinge gehen behutsam mit den Rädern um. Nachschub an alten Rädern gibt es mehr als die notwendigen Räumlichkeiten um die Räder unterzustellen und zu reparieren. Die Reparaturen finden bisher im Freien statt. Mittelfristig soll eine Werkstatt errichtet werden, welche auch Arbeiten bei schlechtem Wetter und Dunkelheit gestattet. Gemeinsam mit Architektur-Studenten des KIT wurden bereits erste Entwürfe für eine Werkstatt erstellt. Um das Potenzial solch einer Werkstatt vollends zu nutzen, möchten wir sie gerne über die Arbeit mit den Flüchtlingen hinaus, den Bürgern Karlsruhes und insbesondere der Oststadt zur Verfügung stellen. So kann sie nicht nur Einzelpersonen ermöglichen, ihr Fahrrad zu reparieren, sondern ist gleichzeitig ein Treffpunkt für Karlsruher wie auch Flüchtlinge. Es hat sich bereits vielfach gezeigt, wie das gemeinsame Reparieren von Fahrrädern kulturelle Hürden überwinden kann. Was möchten Sie mit dem Projekt erreichen? Mit dem Projekt verfolgen wir die folgenden Ziele:

  • Dem Projekt Bikes Without Borders eine bessere Grundlage zu geben, um mehr Flüchtlinge zu erreichen und dieses effektiver zu tun.
  • Eine Plattform zu bieten, die Karlsruhern ermöglicht gemeinsam Fahrräder zu reparieren und in Kontakt mit Flüchtlingen zu kommen.
  • Damit zu mehr Nachhaltigkeit in den Bereichen Soziales und Verkehr beizutragen.

Ist es eine einmalige Aktion oder eine dauerhafte Einrichtung?

Bikes Without Borders wurde im Juli 2012 ins Leben gerufen. Seitdem wurden etliche Räder repariert und an Flüchtlinge verliehen und verschenkt. Die Zahl der Ehrenamtlichen ist von 2 auf ungefähr 10 angestiegen, sodass das Projekt jetzt auf soliden Beinen steht. Das Projekt und die Werkstatt sind als dauerhafte Einrichtung konzipiert. Sieht Ihr Projekt die Zusammenarbeit mit anderen Personen oder Gruppen vor? Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis Asyl e.V. umgesetzt. Der Freundeskreis Asyl ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein, der sich seit 1987 für die Rechte und die menschenwürdige Behandlung von Asylsuchenden und Flüchtlingen im Raum Karlsruhe einsetzt. Auch das Mennonitische Hilfswerk unterstützt das Projekt. Beide Vereine unterstützen den Bau der Werkstatt.

Quartier Zukunft ist überzeugt

Die Idee eines Fahrradverleihs mit offener Werkstatt für Flüchtlinge und Oststädterinnen und Oststädter, Karlsruherinnen und Karlsruher hat uns überzeugt, da es sehr viele verschiedene Themen und Aspekte von Nachhaltigkeit zusammenbringt und geschickt miteinander kombiniert. Sie unterstützt zum einen die Integration der Flüchtlinge in den Quartiersalltag, fördert die gegenseitige, interkulturelle Begegnung und das gegenseitige Lernen, baut eine metaphorische Brücke zwischen Flüchtlingen und Quartiersbewohninnen und -bewohnern. Zum anderen betont sie Fahrradfahren als gesundheitsfördernde sowie umweltfreundliche Mobilitätsform und führt zu Ressourcenschonung durch Reparieren. In der Bewertung wirkt sich auch die Problemorientierung der Projektidee im Hinblick auf die Landeserstaufnahmestelle für Flüchtlinge im Quartier Oststadt, kurz LEA, und der lokale Bezug aus. „Die Projektidee ‚Selbsthilfewerkstatt und Radverleih für Flüchtlinge‘ bringt verschiedene Akteure aus dem Projektgebiet zusammen und hat das Potential, sich zu einem Treffpunkt für Karlsruher und Flüchtlinge zu entwickeln“, sagt Quartier Zukunft Projektleiter Dr. Oliver Parodi.

Vielfältigkeit der eingereichten Ideen

Neben Bikes Without Borders haben uns elf weitere sehr ansprechende Projektideen erreicht. Sie greifen allesamt wichtige Aspekte der nachhaltigen Stadtentwicklung auf und möchten Impulse für eine nachhaltige Karlsruher Oststadt geben. Hier möchten wir Ihnen die Projektideen in Kürze vorstellen. Wenn Sie auf den jeweiligen Titel klicken, gelangen Sie zu einer ausführlicheren Beschreibung der Projektidee.

  • Abendmarkt: Mit der Idee der Initiierung eines Abendmarktes soll vor allem „Normalberufstätigen“ die Möglichkeit gegeben werden, sich mit frischen Lebensmitteln aus der Region zu versorgen. Da dabei vorzugsweise regionale Erzeuger ihre selbst produzierten Waren anbieten können, soll mit dem Abendmarkt die lokale/regionale Wirtschaft gestärkt werden.
  • Um den hausübergreifenden Austausch innerhalb der Karlsruher Oststadt zu fördern, setzt sich die Projektidee Oststadt-Nachbar.de das Ziel, eine Austauschplattform für generationsübergreifende Nachbarschaftshilfe zu schaffen. Die Vernetzung der Nachbarn soll digital sowie durch persönliche Kontakte erfolgen.
  • Die Idee Transportfahrrad für die Oststadt greift die Ziele der umweltfreundlichen und schnellen Fortbewegung und des Transportierens von Lasten auf. Die Herstellung der Transport-Fahrrädern soll aus alten Fahrrädern erfolgen.
  • Die Idee Fächergärtner Oststadt – urban, offen, gemeinschaftlich will das gemeinschaftliche Gärtnern in der Karlsruher Oststadt aktivieren. Durch die Gestaltung des eigenen Stadtteiles entsteht gelebte Bürgerbeteiligung. Bürgerinnen und Bürger werden mit lokalem Obst, Gemüse und Kräutern versorgt.
  • Freiraum statt Werbung: Diese Projektidee sieht die Eindämmung von Werbung im öffentlichen Raum vor. Werbeflächen sollen genutzt werden, um Themen darstellen zu können, die für die Bürgerinnen und Bürger wichtig sind.
  • KAOS – Die Verwirklichung einer Karlsruher Oststadt Broschüre: Aus projektorganisatorischen Gründen wurden wir von den Bewerbern darum gebeten, keine Einzelheiten über diese Projetidee bekannt zu geben.
  • Mehrwegtaschen statt Plastik: Diese Idee sieht die Fertigung von textilen Taschen aus Stoffresten vor. Durch Kooperationen mit dem örtlichen Einzelhandel soll vereinbart werden, den Verkauf der textilen Taschen statt Plastiktüten zu unterstützen.
  • Von Hinterhöfen zu Lebenswelten: Diese Idee greift die Gestaltung von Innenhöfen in der Karlsruher Oststadt auf. Hierbei sollen engagierte Bürger zusammenfinden und die Entwicklung und Umsetzung von Ideen zur nachhaltigen Gestaltung ihres unmittelbaren Lebensraumes in eigener Verantwortung vorantreiben. Als erster Impuls soll speziell ein Hinterhof in der Karlsruher Oststadt saniert werden.

Die Auswahl des Preisträgers fiel uns bei den 12 eingereichten, sehr guten Projektideen alles andere als leicht. Alle Ideen zusammen spiegeln die Vision des Quartier Zukunft in seiner Vielfältigkeit sehr gut wieder. Wir haben uns über jede einzelne eingereichte Idee gefreut, auch deshalb, weil es schön ist zu sehen, wie viel Kreativität, Energie und Zukunftsgeist in der Oststadt herrschen. Wir würden uns wünschen, dass die Ideen als Impulse weiterverfolgt und im besten Fall umgesetzt werden. Vielen Dank für Ihr tolles Engagement! Wir freuen uns auf die Entwicklung des Quartier Zukunft, gemeinsam mit Ihnen.

Preisverleihung

Die Preisverleihung wird am 26.05. um 18:30 Uhr im Pizzahaus in der Oststadt stattfinden. Dort wird nicht nur der Preisträger geehrt. Alle wertvollen Projektideen sollen zudem kurz vorgestellt werden. Direkt im Anschluss findet turnusgemäß der Quartier Zukunft Stammtisch statt. Wir laden alle Interessierten herzlich ein!

Über die Auslobung des Ideenpreises Im|Puls Ostststadt

Anfang Februar hat das Quartier Zukunft seinen ersten Ideenpreis unter dem Titel Im|Puls Oststadt ausgelobt. Gesucht wurden Projektkonzepte, die einen Impuls hin zu einem lebenswerten, zukunftsgerechten und nachhaltigen Leben in der Oststadt leisten. Die Auslobung des Ideenpreises richtete sich an all diejenigen, deren Ziel es ist, Nachhaltigkeit in der Oststadt spürbar und erlebbar zu machen. Der Ideenpreis ist mit 2.000 Euro dotiert. Detailierte Informationen hält der Artikel Ideenpreis Im|Puls Oststadt ausgelobt bereit.

Weiterführende Links

Webpräsenz Bikes Without Borders

  1. Hans Keller

    Hallo,
    ich hätte gerne nur diesen Artikel
    „Ideenpreis Im|Puls Oststadt: Preisträger steht fest“ ausgedruckt.
    Leider ist dies nicht vorgesehen.
    Ein Ausdruck über den Browser würde 19 Seiten „produzieren“!
    Dies macht m.E. keinen Sinn.
    Vielleicht denk man neben den sozialen Netzwerken auch mal an so etwas.
    Dank im voraus.
    Hans Keller

    • Alexandra Quint

      Alexandra Quint

      Lieber Herr Keller,

      vielen Daak für diesen Hinweis. Ich nehme diesen gerne in die Evaluation unserer Website auf. Vielleicht aber mussen Sie diesen Artikel gar nicht ausdrucken und können ihn im Sinne der Ressourcenschonung am Bildschirm lesen. Ganz nach dem Motto „Save a paper, save a tree. Think before your print!“.

      Herzliche Grüße
      Alexandra Quint

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