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  1. Wir feiern zwei Jahre Podcast „Labor Zukunft“

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    In unserem Podcast Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel geben wir jetzt schon in mehr als 20 Folgen Einblicke in unsere Forschung und Praxis zu einem guten und nachhaltigen Leben in Karlsruhe. Wir entdecken mit euch zusammen Transformationsprozesse vor Ort, geben einen Überblick über unsere Arbeit und stellen euch weitere Projekte und Initiativen vor, die sich für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Dabei zeigen wir: Angewandt forschen ohne Kittel oder Schutzbrille, mitten im wirklichen Leben, das geht!

    Unser monatlicher Podcast ist eine Kooperation von Quartier Zukunft und dem Campusradio Karlsruhe und bietet Einblicke in die transdisziplinäre Arbeit rund um unser Reallabor Quartier Zukunft sowie die Nachhaltigkeitsforschung. Auch Gastbeiträge über andere spannende Initiativen und Projekte sind dabei. In den Folgen werden neue Projekte vorgestellt, Transformationsprozesse vor Ort entdeckt oder wissenschaftliche Expertinnen und Experten sowie Praxisakteure zu aktuellen Nachhaltigkeitsthemen befragt, manchmal auch alles zusammen. Unser Podcast will Denkanstöße liefern und praxisnah zeigen, wie alle mithelfen können, die eigene Stadt zukunftsfähig(er) zu machen.

    Nach knapp zwei Jahren Podcast ist es Zeit, das gehörte Revue passieren zu lassen. Was haben wir bereits kennengelernt, wohin hat uns der Podcast schon mitgenommen?

    Die ersten Schritte von Labor Zukunft

    In der ersten Folge „Quartier Zukunft und Nachhaltigkeit“ ging es los mit einer kleinen Vorstellungsrunde. Was ist das Quartier Zukunft überhaupt? Wir nehmen euch mit ins Quartier, zeigen euch den Zukunftsraum und sprechen über Nachhaltigkeit. Das Thema Nachhaltigkeit nehmen wir dann auch in der zweiten Folge, „Nachhaltigkeit – Konzept für ein besseres Morgen“ genauer unter die Lupe, treffen uns mit Expertinnen und Experten und feiern eine Kleidertauschparty, bei der Nachhaltigkeit gelebt und umgesetzt wird.

    In unserer „Energiewende für alle!“ dreht sich dann alles um die Energiewende und vor allem darum, die Energiewende nachhaltig zu gestalten. Im Fokus steht dabei unser Projekt Energietransformation im Dialog.

    Wenn ihr euch schonmal gefragt habt, was eigentlich ein Reallabor ist, seid ihr in Folge vier „Reallabore für eine nachhaltigere Zukunft“ genau richtig. Wir stellen hier das Konzept vor und holen Forscher*Innen vors Mikro, die von Anfang an dabei waren.

    Einblicke in unsere Projekte

    Im Sommersemester 2020 wurden wir von Studierenden des Studiengangs Wissenschaft – Medien – Kommunikation des KIT unterstützt, die mit uns gemeinsam im Zuge ihres ein Audiowerkstatt-Seminars hatten mehrere Folgen produziert haben. Wie sich das anhört? Etwa so: Raus aus der Stadt, rein in den Garten – habt ihr schonmal etwas von naturnahem Gärtnern gehört? Im Rahmen unserer Kampagne „Naturnah gärtnern – Für Mensch, Tier und Klima“ des Projektes GrüneLunge nehmen Studierende etwa das Thema naturnahes Grün in der Stadt genauer in den Fokus („Naturnahes Gärtnern – Was Mensch, Tier und Klima gut tut!“). Vielleicht bekommst ja auch du Lust, mal wieder ein bisschen zu gärtnern?

    Mit einer Freizeitbeschäftigung geht es dann auch direkt weiter: am Spieleabend nicht nur Spaß haben, sondern auch noch etwas lernen – das ist der Gedanke von „Serious Gaming-Nachhaltigkeit Spielend leicht lernen„. Wir zeigen, wie diese Art des Gesellschaftsspiels auch in der Forschung eingesetzt werden kann, etwa als Werkzeug der Szenariomethode.

    In der nächsten Doppelfolge dreht sich dann alles um den Klimaschutz. Im ersten Teil schauen wir hinter die Kulissen unseres Projektes Klimaschutz gemeinsam wagen! und bekommen Tipps von Klimacoaches, wie man Klimaschutz auch im Alltag ganz einfach umsetzen kann. In Teil zwei werfen die Studierenden einen genaueren Blick auf die Nachhaltigkeits-Selbstexperimente, die im Zuge des Projekts angeboten und durchgeführt werden.

    Schonmal etwas vom Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT) gehört? In der Weihnachstfolge 2020 werfen wir in „Das Karlsruher Transformationszentrum: Mehr Raum für Nachhaltigkeit“ einen Blick auf unsere Visionen des KAT und betrachten, wie es mit dem Quartier Zukunft verknüpft ist. Den Bildungsaspekt nehmen wir dabei genauer unter die Lupe. genauer unter die Lupe. Die Folge spiegelt den aktuellen Planungsstand wieder, wie das KAT nun wirklich aussieht, könnt ihr hier sehen.

    Wir feiern die 10. Folge und ein Jahr Podcast

    In unserer Jubiläumsfolge nehmen wir euch Anfang 2021 mit zu den Frühlingstagen der Nachhaltigkeit, die jedes Jahr vom KIT ausgerichtet werden. Hier werden viele Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit beantwortet und viele spannende Workshops angeboten.

    Im Fokus der nächsten Folge „Wasser, Klima und Gerechtigkeit“ steht dann eine Ressource, der wir um Alltag meistens kaum Beachtung schenken: Wasser. Wir erkennen, wie viel die Nutzung von Leitungswasser als Trinkwasser zum Klimaschutz beitragen kann, sprechen mit a tip:tap, die das Wasserquartier in Karlsruhe voranbringen und mit Vertreter*Innen von Viva con Agua.

    Weiter geht es dann mit dem Thema Solarenergie. Wir stellen Projekte vor und gehen der Frage nach, welche Möglichkeiten Photovoltaik für die Energiewende bietet. Auch in Folge 13, „Sonnenstrom das kannst du auch!, bleiben wir beim Thema Energie: in einer englischen Sonderfolge sprechen mit der US Wissenschaftlerin Jenny Stephens über das Thema Energiegerechtigkeit für alle und klären die Frage, wie Sozialwissenschaften und Politik mit Wissenschaft und Technik verknüpft werden müssen. Neugierig geworden? Dann hört rein in „Diversifing power – wie ist das möglich?„!

    Du willst wissen, was man unter personaler Nachhaltigkeit versteht? Auch dieses Thema haben wir unter die Lupe genommen! In „Personale Nachhaltigkeit – eine achtsame Perspektive“ wird auf aus einer ganz persönlichen Perspektive auf Prozesse eingegangen, die in zwischenmenschlichen Beziehungen oder im Menschen selbst ablaufen und es kommen einige Teammitglieder zu Wort.

    In Folge 15 wird’s (R)evoltunionär! Wie sieht die Zukunft der Mobilität aus? Wie kann Straßenraum anders genutzt werden? was ist eigentlich ein Parking Day? In „(R)evolution Mobilität“ sprechen wir mit einem Experten des Instituts für Verkehrswesen, stellen euch die Ergebnisse einer Befragung in der Oststadt vor und besuchen den Park(ing)Day vor Ort. Vom Parking Day in der Oststadt geht es dann in der nächsten Folge „Komm ins Stadtviertel KAmpus“ direkt weiter auf den KIT-Campus Süd, der das Herzstück des Unilebens am KIT bildet. Wie gut sind die Stadt und der Campus verknüpft? Welche Synergieeffekte ergeben sich daraus? Welche Verbindungen bestehen zwischen Wissens- und Stadtgesellschaft? Die Antworten darauf liefert uns unsere Interviewpartnerin Hanna Jäger, die dazu ihre Doktorarbeit schreibt, sowie engagierte Studierende ihres Seminars Campus in der Stadt: #Elfenbeinturm oder #Stadtviertel?!

    Blick in die Zukunft und Nachhaltigkeit im Alltag

    Im Herbst 2021 nehmen wir euch in zwei Folgen mit in die Zukunft. In dem von uns organisierten Kreativwettbewerb FutureFiction gingen haben wir junge Menschen gefragt, wie eine positive, nachhaltige Zukunft in zehn bis zwanzig  Jahren aussehen könnte. Die Antworten der Gewinnerinnen und ihre Zukunftsutopien sind in den beiden Folgen „Geschichten für die Zukunft I + II“ zu hören.

    Zurück in der Realität, statten wir dem ReparaturCafé Karlsruhe in der Folge „reparieren statt neu produzieren“ einen Besuch ab. Das ReparaturCafé hat sich der Aufgabe verschrieben, kaputte Gegenstände gemeinsam mit Besuchenden wieder instand zu setzen und somit unnötige Entsorgungen zu vermeiden. Wir finden: Ein Besuch lohnt sich definitiv. 

    Ein ähnliches Konzept verfolgt auch das leih.lokal in Karlsruhe, das wir in Folge 20 vorstellen. Sharing is caring – und bietet eine tolle Möglichkeit, etwas für den eigenen Geldbeutel und nebenher auch noch für die Umwelt zu tun. Wir sprechen mit den Betreibern über die Ziele und Ideale des Projektes und probieren das Ausleihen auch selbst mal aus.

    Nach diesen eher alltagsnahen Umsetzungen von Nachhaltigkeit wird es in der nächsten Folge nochmal theoretischer: In „Nachhaltig studieren“ stellen wir das Begleitstudium Nachhaltige Entwicklung vor, das vom ZAK / Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaft und Studium Generale am KIT angeboten wird.

    Und dann geht es auch schon wieder zurück in den Alltag. Wir finden in „Einkaufen – einmal nachhaltig bitte!“ für euch heraus, wie man seinen Lebensmitteleinkauf besonders nachhaltig gestaltet.

    Und weil das ziemlich hungrig macht, dreht sich in der nächsten Folge, die am 31. Mai erscheinen wird, alles um die nachhaltige Mittagspause. Du hast mittags nur wenig Zeit und schaffst es nicht zu kochen? Dann hör doch mal rein, was für Möglichkeiten wir entdeckt haben!

    Und das war noch nicht alles: Wir freuen uns, auch in Zukunft viele spannende Folgen produzieren und mit euch teilen zu dürfen!

    Im Juli stellen wir euch etwa unser Projekt „Karlsruher Reallabor nachhaltiger Klimaschutz“ (KARLA) und dessen Transformationsexperimente vor. Hört rein!

    Neugierig geworden? Jeden letzten Dienstag im Monat erscheint eine neue Folge, live on air um 20 Uhr auf 104,8 UkW oder im Stream des Campusradio Karlsruhe. Danach sind alle Folgen auf Spotify und in der Campusradio Mediathek abrufbar.

    Wenn du Anregungen oder Fragen zum Podcast hast, wende dich gerne an: helena.trenks@kit.edu

    Labor Zukunft ist eine Kooperation von Quartier Zukunft und dem Campusradio Karlsruhe.


  2. Das „Klimapuzzle“- Wir haben die Karten in der Hand!

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    Der Klimawandel ist komplex und manchmal ist es gar nicht so einfach alles zu verstehen. Durch den Überfluss an wissenschaftlichen Informationen ist es schwierig den Überblick zu behalten. Dokus, Podcasts oder Nachrichtenkanäle sind zwar hilfreiche Medien, um die Klimakrise besser zu verstehen, oft gehen dabei jedoch die Zusammenhänge verloren. Das willst du ändern oder willst anderen dabei helfen Verknüpfungen des Klimawandels zu entdecken? Warum probierst du dann nicht mal das Klimapuzzle aus? Egal ob online oder vor Ort – hier lernst du Zusammenhänge besser verstehen und es macht obendrein auch noch Spaß!

    Wir stellen euch das Klima-Puzzle hier vor:

    Dieser Beitrag wurde das erste Mal auf der Website unseres Projekts „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ veröffentlicht.

    Ein Gastbeitrag von Laurine Basler

    Wie können wissenschaftliche Informationen didaktisch sinnvoll und pädagogisch wertvoll vermittelt werden, fragte sich Cédric Ringenbach und entwickelte unter dem Namen „La Fresque du Climat“ (deutsch: Klimapuzzle; englisch: climate fresk) eine Methode, die seither in über 50 Ländern dafür genutzt wird, Bewusstsein für die Klimakrise zu schaffen.

    Um die Idee weiter zu verbreiten, gründete er 2018 den Verein „La Fresque du Climat“. Seitdem haben schon über 325.000 Menschen auf 35 verschiedenen Sprachen an diesen Workshop teilgenommen. Auch wir haben es ausprobiert und berichten euch von unseren Erfahrungen!

    Doch wie funktioniert das „Klimapuzzle“ überhaupt?

    Das „Klimapuzzle“ ist ein partizipativer, interaktiver Workshop, der in einer Gruppe gespielt wird und durch das aktive Mitwirken jedes Spielteilnehmenden das Lernen fördert. Die Aufgabe aller Teilnehmenden besteht darin nach und nach 42 Informationskarten, die die verschiedenen Komponenten der Klimakrise veranschaulichen, auf dem Spielfeld zu platzieren und sie kausal miteinander zu verbinden. Die dargestellten Informationen basieren auf dem aktuellen IPCC-wissenschaftlichen Bericht und werden mit Grafiken und Bildern anschaulich und verständlich visualisiert. Weiterführende Informationen sind auf der Rückseite enthalten. Das Spiel kann außerdem auf das jeweilige Alter und den Wissensstand der Teilnehmenden angepasst werden. Ihr müsst also kein:e Klimaexpert:in sein, um hier mitzumachen! Wie so eine Infokarte aussehen kann, seht ihr hier:

    Infobox:

    Das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) ist ein zwischenstaatliches Gremium aus Wissenschaftler:innen, die regelmäßig den neusten Kenntnisstand zu globalen Klimaänderungen zusammenfassen und die Auswirkungen und Risiken der Klimakrise bewerten. Die Berichte dienen dabei als Grundlage der politischen Entscheidungstragenden und ebenfalls schlagen Optionen zur Anpassung Eindämmung der Klimakrise vor.

    Erst kürzlich wurden zwei der drei Teilberichte aktualisiert veröffentlicht:

       –  Naturwissenschaftlichen Grundlagen: aktualisiert im August 2021

       –  Folgen, Anpassung und Verwundbarkeit: aktualisiert am 28.02.2022

       –  Minderung des Klimawandels: wird für April 2022 erwartet

    Wie läuft so ein Workshop eigentlich ab? – In drei Phasen durch das globale Klimageschehen

    Die drei Stunden Spielzeit werden in folgende 3 Phasen eingeteilt:

    Verstehen:
    Keine Sorge, es wird nicht mit allen 42 Karten auf einen Schlag gepuzzelt! Die Infokarten sind in verschiedene Sets eingeteilt und werden schrittweise an die Teilnehmenden ausgeteilt. Angeleitet wird der Workshop von ausgebildeten Moderator:innen, die zwar jederzeit für Fragen zur Verfügung stehen, sich aber während den Einordnung der Karten im Hintergrund halten, um der Gruppe die Führung zu überlassen. Nach der Bearbeitung jedes Sets, werden die dargestellten Ursache-Wirkungsbeziehungen kurz wiederholt und die neu eingeordneten Komponente der Klimakrise begründet. So wächst euer Puzzle (und euer Wissen) Stück für Stück, bis sich am Ende ein Bild des großen Ganzen bildet.

    Kreative Phase:
    Nachdem alle Infokarten eingeordnet und die verknüpften Komponenten der Klimakrise miteinander verbunden sind, beginnt die Kreativphase. Nun darf die Collage mit Titel, Zeichnungen und zusätzlichen Bilder versehen werden. Dieser Visualisierungsschritt ist ein starkes Ausdrucksmittel für persönliche Assoziationen und Gefühle.

    Denn zugegeben, auch unsere Stimmung war etwas gedrückt, als wir das Gesamtbild der frustrierenden Fakten und den offensichtlichen Auswirkungen der Klimakrise direkt vor uns hatten, da hilft eine Kreativphase als Ausgleich.

    Reflexion:
    Um diesen Gefühlen Raum zu geben und aus ihnen heraus ins Handeln zu kommen, besteht die letzte Phase des Klimapuzzles darin, gemeinsam zu diskutieren und zu reflektieren, um schließlich personelle und kollektive Lösungsmöglichkeiten zu sammeln. Was bei uns für Ideen zusammengetragen worden sind, seht ihr auf Bild 4. Dabei wird deutlich, dass die Klimakrise ein globales, systematisches Problem verkörpert und man auf allen Ebenen handeln muss, um sie zu bekämpfen, denn es hängt alles zusammen – wie ein Puzzle.

    Unser Fazit:

    Das Klimapuzzle schafft es Teambuilding mit Klimabildung zu verknüpfen und das in einem spielerischen, lockeren Lernumfeld.

    In unseren Augen ist das Klimapuzzle eine tolle Methode, um das eigene Wissen über die Klimakrise zu erweitern, Bewusstsein für Klimawissenschaft zu verschaffen und Menschen für die Veränderung zu sensibilisieren!

    Von uns eine klare Empfehlung, den Workshop einmal selbst mitzuerleben!

    Du bist neugierig und möchtest gerne selbst an einem Klimapuzzle-Workshop teilnehmen? Dann kannst du dich entweder direkt an das Karlsruher Team unter klimapuzzle-aps@posteo.de wenden oder dich auf der Website von „Climate Fresk“ bei den offiziellen Terminen für geplante Workshops umschauen.

    Am 22.07 wird wieder im Zukunftsraum gespielt! Die Teilnahme an diesem Workshop gibt einen Überblick über den Klimawandel, schärft das Bewusstsein für die Komplexität dieses gewaltigen Problems und liefert die Schlüssel zu dessen Verständnis um wirksames Handeln zu ermöglichen.

    Links für weitere Informationen:

        – Interesse an mehr Informationen? Dann schaue dich auf der offiziellen Website des Vereins „Climate Fresk“ um.

        – Es gibt sogar eine Weltkarten-Übersicht, bei der du einen Überblick bekommst wie viele Personen weltweit in welchen Ländern an einem
          Klimapuzzle-Workshop teilgenommen haben.

        – Du möchtest in den aktuellen IPCC-Bericht reinschauen, dann klicke hier.

        – Es gibt übrigens auch einen spannenden Sonderbericht des Weltklimarates über die Folgen einer globalen 1,5°C-Erderwärmung

  3. einBLICKE 04/22 | Frühlingstage, Pflanzentausch, KAT und mehr

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    Willkommen zu einer neuen Ausgabe von einBLICKE!

    Ein bunter Frühling steht vor der Tür und mit ihm viele Neuigkeiten aus dem Quartier Zukunft. Bei uns hat sich mal wieder einiges getan und wie immer freuen wir uns, euch auf dem Laufendem zu halten.

    Viel Spaß beim Lesen!


     

    Pflanzentauschbörse im Zukunftsraum

    Am Sonntag, den 8. Mai findet von 14-17 Uhr im Zukunftsraum nach zweijähriger Coronapause endlich wieder eine Pflanzentauschbörse statt!

    Die Vielfalt der Natur in den eigenen Garten bringen und das auch anderen ermöglichen, sich austauschen und vernetzten – das ist das Ziel der Pflanzentauschbörse. Ableger, Setzlinge und Samen können hier verschenkt oder getauscht werden. Zusätzlich wird es einen kleinen Gartenflohmarktbereich geben, in dem alles Rund um den Garten, etwa Fachliteratur Töpfe oder Werkzeug neue Besitzer finden kann.

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    Tagung: Reallabore in der Transformation

    Am 02. und 03. Juni 2022 findet die Tagung „Nachhaltig wirken – Reallabore in der Transformation“ in Karlsruhe statt. Nach knapp zehn Jahren Reallabor-Forschung, beleuchtet sie Fragen, wie zum Beispiel, wo stehen wir heute? Welche konzeptionellen oder methodischen Fragen gibt es? Erfahrungen aus der Wissenschaft und der Praxis stehen dabei im Fokus.
    Neben Vorträgen werden auch Workshops und ein Transformationsatelier als ständige Ausstellung angeboten. Weitere Informationen kannst du auf der Seite vom ITAS finden.

     

     
    Quartier Zukunft nun auch auf Instagram!
     
     Quartier Zukunft und Klimaschutz gemeinsam wagen haben sich am Valentinstag zusammengetan. Quartier Zukunft hat den Instagram Account des KiA-Projekts übernommen und ist ab sofort auf Instagram aktiv.

    Du findest uns unter quartier_zukunft.
    Dort findest du jede Woche Neuigkeiten aus der Nachhaltigkeitssphäre, praktische Alltagstipps und du wirst über anstehende Veranstaltungen in Karlsruhe, Deutschland oder international informiert.
    Weiterhin sind wir wie gehabt auf Twitter und Facebook aktiv. Wenn du nichts verpassen willst, dann schau auf unseren Kanälen oder der Webseite vorbei und ab sofort auch auf Instagram.

     

     FutureFiction – ein Online-Buch ist geplant

     

    Abschließend zum FutureFiction Kreativwettbewerb wird voraussichtlich im Frühjahr  ein Online-Buch mit allen Beiträgen erscheinen. Alle Texte und Videos über eine positive, nachhaltige Zukunft können dann digital gelesen und angeschaut werden.
    Wer eine kleine Auszeit braucht und in utopische Zukunftsvorstellungen über Magnetschwebebahnen, Zeitkapseln und Zeppeline abtauchen möchte, sollte unbedingt mal reinschauen.

     

     
     Die Frühlingstage der Nachhaltigkeit am KIT

     

    Vom 28. – 31. März 2022 fanden im Rahmen der Frühlingstage der Nachhaltigkeit am KIT wieder Vorträge, Workshops und Exkursionen zu Nachhaltigkeit und Wissenschaft statt.
    Was verbirgt sich hinter den Begriffen Nachhaltige Entwicklung und Nachhaltigkeitsforschung? Was kann Wissenschaft zur ökologischen, sozialen und technischen Transformation beitragen?

    Diese Fragen und mehr wurden beantwortet.

     

    MobiLab: Projektideen von Studierenden

    Das Begleitstudium Nachhaltige Entwicklung des ZAK bot im Wintersemester 2021/22 das transdisziplinäre Projektseminar „Klimaschutz partizipativ – Konzeptentwicklung für die Nutzung des Mobilen Partizipationslabors“ an. Studierende wurden mit dem MobiLab vertraut gemacht und entwickelten daraufhin Ideen, wie man Klimaschutz in die Gesellschaft bringen kann.
    Vier Gruppen erarbeiteten Konzepte in den Bereichen Solarfachkräfte, nachhaltige Baustoffe, Energieeffizienzoptimierung von Gebäuden und nachhaltige Ernährung. Die Konzepte werden unter anderem bei den Frühlingstagen der Nachhaltigkeit vorgestellt.

     

    Karlsruher Transformationszentrum gegründet!

    Am 02.02.2022 wurde das Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT) ins Leben gerufen. Wir gratulieren ganz herzlich! Nach langer Planungszeit ist das ein großer Schritt für uns, denn das KAT wird unserem Reallabor Quartier Zukunft ein neues Dach geben.
    Mehr Infos findest du in unserem neuen Blogartikel.
    Was das Karlsruher Transformationszentrum alles vorhat, kannst du hier in voller Länge nachlesen.

     

    Labor Zukunft – Neue Podcastfolgen

    Hört doch mal in die neuen Folgen des Labor Zukunft-Podcast rein:

    Wie umsetzbar ist nachhaltiges Einkaufen? Ist ein Studium zur nachhaltigen Entwicklung das richtige für mich? Müssen wir jeden Gegenstand neu kaufen und besitzen, um ihn nutzen zu können?

    Ob „Einkaufen – einmal nachhaltig bitte!„, „Nachhaltigkeit studieren“ oder „Leihläden – Nutzen statt Besitzen„: beim Labor Zukunft Podcats ist für jeden etwas dabei.

         

    Kurzfilm über das Quartier Zukunft

    Letztes Jahr verlieh uns die Gips-Schüle Stiftung den Joachim-Reutter Preis für soziale Innovation! Wir freuen uns riesig! Im Zuge dessen ist auch ein toller Kurzfilm über unser Projekt entstanden. Schaut gerne mal rein!
       
       
         
  4. Studentische Hilfskraft im Bereich Textarbeit & Kommunikation gesucht

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    Du kannst schreiben und hast Lust auf einen kreativen Job, der die Nachhaltige Entwicklung voranbringt? Dann bewirb dich jetzt beim „Quartier Zukunft – Labor Stadt“. 

    Ab Juni 2022 wollen wir unser Team um eine studentische Hilfskraft mit Arbeitsschwerpunkt im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit erweitern. Die Stundenanzahl sollte zwischen 30 und 40 Stunden/Monat betragen.

     

    Die Aufgabenschwerpunkte:

    – Content Management der Website (WordPress): Webtexte, insbesondere Blogartikel, verfassen, vor- und aufbereiten sowie redaktionell überarbeiten

    – Pflege des Veranstaltungskalenders

    – Betreuung der Social Media Kanäle

    – Redaktion und Management des Newsletters (Versand per MailChimp)

    – Mitwirkung bei der Erstellung von Medien (Texte für Broschüren, Flyer, Präsentationen, Poster, etc.)

    – Unterstützung bei der Veranstaltungsorganisation sowie bei deren Umsetzung

     

    Allgemeine Anforderungen:

    – (Erste) Erfahrungen im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (online/offline)

    – Stilsicheres Verfassen von Texten

    – Erfahrungen im Umgang mit WordPress und/oder MailChimp

    – Sicherer Umgang mit den Social Media Kanälen (Facebook, Twitter und Instagram)

    – Sehr gute, gezielte Recherchefähigkeiten

    – Zuverlässige, strukturierte und eigenständige Arbeitsweise

    – Organisatorisches Geschick und Teamfähigkeit

     

    Wünschenswert sind:

    – Einschlägiger Bachelor-Abschluss oder Vordiplom

    – Kenntnisse im weboptimierten Schreiben

    – Erfahrung mit Citavi

     

    Wir bieten eine frische Arbeitsatmosphäre, einen kreativen Gestaltungsraum und die Mitarbeit in der
    inter- und transdisziplinären Projektarbeit. Arbeitsorte sind das ITAS in der Karlstraße 11, 76133 Karlsruhe sowie der Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft in der Rintheimer Str. 46, 76131 Karlsruhe. Je nach Corona-Situation ist auch Homeoffice möglich.

    Die Tätigkeit wird nach dem am KIT üblichen Stundensatz für studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskräfte vergütet. Eine längerfristige Tätigkeit ist erwünscht.

    Sollten wir dein Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf deine aussagekräftige Kurzbewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, gerne auch Arbeitsproben). Bitte sende diese elektronisch bis zum 01.05.2022 an Annett Winkle unter annett.winkle@kit.edu.

  5. Wieder Krieg in Europa

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    Ein persönliches Statement von Oliver Parodi

    Es ist wieder Krieg in Europa. Fassungslosigkeit, entsetzte Gewissheit – und dann eine Mischung aus Trauer, Wut, Ohnmacht und Angst, so ging es mir Ende Februar, als Russland den Krieg gegen die Ukraine eröffnete. Und so geht es mir noch. Dazwischen immer wieder der Wunsch nach Frieden, die Hoffnung, es möge bald enden, der Albtraum möge vorbei sein.

    Es ist wieder Krieg. Aber dieses Mal ist es anders. Dieser Krieg geht uns nahe, ist uns näher als viele andere, und das in mehrerlei Hinsicht. Zunächst geografisch: Dieser Krieg findet auf dem Europäischen Kontinent statt, nicht wie die letzten Jahrzehnte weit weg, in Arabien, Afrika oder Asien. Daran hatten wir uns gewöhnt.

    Verstärkt wird diese geografische Nähe über eine militärische, denn zum einen findet er in unmittelbarer Nachbarschaft der NATO statt. Würde diese Grenze verletzt, würde es auch Deutschland in diesen Krieg hineinziehen. Zum anderen verfügt Russland über Massenvernichtungswaffen, die binnen kürzester Zeit auch uns treffen könnten. Der Krieg ist uns auch in seinem Gewaltpotenzial nahe gerückt.

    Was aber vielleicht das wichtigste Momentum für unsere Betroffenheit durch diesen jungen Krieg sein dürfte, ist die kulturelle Nähe: Putins Russland greift frontal ein autonomes, demokratisches, europäisches Land an. Ein diktatorisches System, das Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Meinungsfreiheit verachtet, das Individualität einschränkt, Gewalt gegen Andersdenkende und -lebende ausübt und so ziemlich alles mit Füßen tritt, was sich Europa seit der Aufklärung erkämpft und erarbeitet hat, greift um sich, möchte sich ein Land ‚wie unseres‘ einverleiben.

    Der Krieg in der Ukraine ist ein Frontalangriff auf das Ideal der Freiheit und Selbstbestimmtheit – und damit ein Angriff auf die Moderne und unsere tiefsten Überzeugungen. Dieser Krieg trifft uns in unser kulturelles Mark.

    Und über seine innenpolitischen und wirtschaftlichen Folgen betrifft uns der Krieg in der Ukraine ganz direkt, jetzt schon. Preise von Benzin, Öl, Gas aber auch von Nahrungsmitteln steigen, Lieferengpässe bei Rohstoffen und Zulieferteilen, drohende Knappheit der Energieversorgung – die wirtschaftlichen Folgen sind auch für uns kaum absehbar, wahrscheinlich wird es uns ökonomisch härter treffen als die Corona-Krise. Und dann politisch: Angesichts des Krieges hat die deutsche Bundesregierung eine „Zeitenwende“ verkündet – und in diesem Zuge etablierte politische Überzeugungen und Gewissheiten über Nacht hinweggefegt. Diese Zeitenwende ist ein Kind des Krieges, das sollte uns klar sein.

    Putins Krieg hat darüber hinaus eine weitere, zutiefst verstörende Dimension. Es ist ein Krieg zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Realität und Täuschung. Das war und ist sicher jeder Krieg, aber dieser ist es in besonderer und besonders zynischer Weise. Über unsere Bildschirme erfahren wir, wie Putin tausende Ukrainer töten lässt und gleichzeitig seinem eigenen Volk voller Inbrunst verkündet, die russischen Soldaten würde die ukrainischen Brüder mit ihrem eigenen Leben schützen. Wie zynisch. Putin ist ein Lügner. Aber können wir das glauben? Können wir den westlichen Medien trauen? Ja. Putin lügt seinem Volk ins Gesicht. Das ist die Wahrheit. Und die überwiegende Mehrheit der Russen glaubt ihm, auch das ist eine Wahrheit (mal sehen, wie lange noch). Aber in der Berichterstattung über, im Deutungskampf um diesen Krieg lauern auch Fake News, Verschwörungsglaube und Spaltung. Und letztlich offenbaren sich darin auch die zusammenbrechenden Gewissheiten einer globalisierten Moderne.

    Dieser Krieg bringt uns auch das Fremde wieder nahe. In Zügen und Bussen kommen hunderttausende Flüchtlinge aus der Ukraine zu uns. Neben den logistischen Herausforderungen, der Anstrengung und Überforderung von Kommunen, Entscheidern und unzähligen ehrenamtlichen HelferInnen, werden wir dabei – wieder einmal – mit der eigenen Angst vor dem Fremden konfrontiert. Das Fremde macht Angst, per se. Das hört erst auf, wenn uns das Fremde nicht mehr fremd ist, wenn wir uns wirklich, wirklich als Menschen unter Menschen sehen, fühlen und wohlfühlen.

    Und auch unsere Geschichte tritt wieder in Erscheinung. Nie zuvor habe ich so viele Vergleiche mit den Verhältnissen vor und im Zweiten Weltkrieg gehört. Vergleiche mit Hitler, seinen Angriffskriegen, Nazideutschland, den Befreiungsmächten, und den sozialen, ökonomischen und politischen Verhältnissen vor dem Weltkrieg. Mögen diese Vergleiche zutreffen oder nicht – die kriegerische und menschenverachtende Geschichte jener Zeit ist uns auf einmal wieder sehr nahe.

    Der Krieg geht uns nahe.

    Es ist gut, dass uns der Krieg in der Ukraine nahe geht. Dass wir das Leid dort nicht ignorieren, die Menschen und deren Schicksale uns nicht egal sind. Es ist gut, dass wir helfen, dass wir Geflüchteten Unterkunft gewähren, humanitäre Hilfe leisten. Mangelnde Empathie, Beziehungslosigkeit und die Nichtwertschätzung anderer sind Kriegstreiber und ermöglichen letztlich ungeheuerliche Gräueltaten – auch das lehrt uns die Geschichte, und die Gegenwart.

    Es ist gut, dass uns der Krieg nahe geht. Offenbart er doch in seiner Andersartigkeit uns selbst. Nehmen wir doch vor seinem Hintergrund unsere eigenen Errungenschaften wieder deutlich wahr: Angesichts des Schreckens, der Brutalität und des existenziellen Leids in der Ukraine werden wir uns des Wertes unseres friedlichen, sicheren Lebens und des Wohlstandes hierzulande bewusst. Und angesichts des Unrechts, der Ignoranz, der Menschenverachtung, der Demokratiefeindlichkeit und Autokratie, der Diskriminierung und Gewalt, mit der Putin Russland und seine Nachbarstaaten überzieht, schätzen wir unsere eigenen Errungenschaften seit der Aufklärung – und können für sie einstehen.

    Dadurch, dass dieser Krieg uns in vielerlei Hinsicht so nahe geht, macht er uns auch große Angst, mir zumindest. Es ist wichtig, dies zu erkennen und für sich selbst anzuerkennen. Ich habe Angst, vor dem Krieg, seiner Gewalt, vor den Erschütterungen, die er mit sich bringt, vor der Ungewissheit der Zukunft. Dieser Krieg ist in vielerlei Hinsicht bedrohlich, Angst zu bekommen eine völlig natürliche und adäquate Reaktion. Uns von dieser Angst aber leiten zu lassen, ist keine gute Idee. Sie führt zum Erstarren oder zu noch mehr Gewalt. Es ist wichtig, sich die eigenen Ängste ein- und zuzugestehen, sie anzuerkennen, damit sie einen nicht unbewusst leiten und wir sie nicht an andere weitergeben, vermehren. Angst kann auch zum Kriegstreiber werden.

    Es ist aber auch gefährlich, dass uns der Krieg nahe geht. Oder anders gesagt, der Krieg geht uns gefährlich nahe. So droht uns, immer stärker mit hineingezogen zu werden. Nicht unbedingt gleich in militärische Handlungen aber in seine Dynamik und polarisierende Logik: hier Gut dort Böse, hier schützen dort vernichten, hier die Ukraine dort Russland, hier Opfer dort Täter. Die Dynamik des Krieges reicht viel weiter als wir meinen, reicht in unsere Köpfe, spiegelt sich in unserem Denken und Fühlen. Sie hat uns bereits ergriffen. Es ist die polarisierende Dynamik des Krieges, die uns auf die Seite der Guten spült, der Verteidiger, der Unterstützer – dieses Mal. Der Krieg ist bereits bei uns angekommen, in den Köpfen, im politischen System, im Diskurs. Dessen sollten wir uns bewusst sein.

    Auch Selenskyj ist natürlich Teil des Krieges, und versucht – in der Dynamik des Krieges gefangen – uns und die ganze Welt mit in das Schicksal des ukrainischen Volkes zu ziehen. Wenn es ihm gelänge, würden wir uns in einem dritten Weltkrieg wiederfinden. Und Putin? Wenn man die Perspektive wechselt, kann man erkennen, dass Putin nicht (nur) der individuelle Aggressor ist, sondern ebenfalls eingebunden in die Dynamik des Krieges, die sich, wenn man in die Geschichte Russlands und der Ukraine blickt, über Jahrzehnte und Jahrhunderte entwickelt hat.

    Wir sind also aufgefordert, uns der polarisierenden Dynamik des Krieges bewusst zu werden – um uns dann so weit möglich gegen diese abzugrenzen. Nur so können wir den Krieg nicht noch größer machen. Der Krieg ist ein Faktum, es gibt ihn, aber Krieg ist nie eine Lösung, er trägt nur Gewalt, Destruktion, Spaltung und Leib über Generationen in die Zukunft.

    Frieden.

    Frieden dagegen ist eine Lösung. Aber Frieden ist nicht einfach, er will erarbeitet und aufrechterhalten werden, ökonomisch, politisch, sozial aber auch geistig. Um den Frieden geistig aufrechtzuerhalten – oder wie zurzeit wiederzugewinnen – ist wichtig: Wenn wir uns jetzt, der Nähe wegen, mit den Ukrainern solidarisieren, dann dürfen wir die Russen nicht vergessen, auch nicht jene, die sich diesem Krieg anschließen. Wirkliche Friedensarbeit heißt auch, die Täter nicht auszugrenzen, sie als würdige Menschen zu sehen, und in letzter Konsequenz, mit ihnen in ihrem Menschsein solidarisch zu sein – so schwer das auch fällt und so sehr wir uns auch moralisch im Recht zur Ausgrenzung fühlen. Erst wenn die Täter wieder dazugehören, wenn sie in unseren Augen keine Täter mehr sind, sondern Menschen, herrscht Friede. Das ist eine, unsere spirituelle Aufgabe. Wir haben sie uns, wie den Krieg, nicht ausgesucht. Aber sie ist da.

     

    Das aktuelle Geschehen in der Ukraine lässt auch uns vom Quartier Zukunft nicht unberührt. Der Krieg zeigt bereits jetzt schonungslos seine erkennbaren Folgen. Wie wirkt sich all das auf die Welt, auf Europa, auf unser Zusammenleben heute und in Zukunft aus? Wie können wir mit der Ohnmacht, Sprachlosigkeit und Angst umgehen und was bedeutet der Krieg für unsere Nachhaltigkeitsbemühungen? In unseren nächsten Blogbeiträgen wollen wir uns damit beschäftigen.

    Lesen Sie auch „Energie ist ein wichtiger Schlüssel zum Frieden“, ein persönliches Statement von Volker Stelzer.

  6. Einblicke in das Forschungsprojekt „Gesellschaftliche Folgen der Corona-Pandemie“

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    Die Corona-Pandemie bringt bislang nicht gekannte Einschnitte in unser alltägliches Leben mit sich. Kontaktverbote, Home-Office, Reiseeinschränkungen oder die Maskenpflicht sind nur einige Beispiele hierfür. Viele soziale, wirtschaftliche, politische und auch kulturelle Folgen für unsere Gesellschaften sind bisher kaum absehbar. Daher sind viele Menschen nicht nur unsicher, wie sich ihre eigene persönliche Situation verändert, sie wollen auch wissen: Welche Folgen hat die Corona-Krise für unsere Gesellschaft langfristig? Was kann und muss die Politik tun? Um Antworten auf diese Fragen zu finden, wurden im Rahme des Projekts „Gesellschaftliche Folgen der Corona-Krise – eine Zeitstudie“ an unserem Heimatinstitut am KIT, dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) zwei Online-Umfragen durchgeführt. Erste Ergebnisse stellen wir euch hier vor.

    Dieser Beitrag wurde das erste Mal auf dem Forschungsblog des KIT Zentrums „Mensch und Technik“ veröffentlicht.

    Ein Beitrag von: Nevin Karademir, Nora Weinberger und Surya Ruff 

    Krise wird im Chinesischen mit weiji 危机 übersetzt, Chance mit jihui 机会. Beiden gemeinsam ist also das Zeichen ji 机, das unter anderem Gelegenheit bedeutet“ (ZEIT Online, 2003)

    In dem Projekt wurden Zukunftsforscherinnen- und Forscher, also Personen, die sich beruflich mit möglichen zukünftigen Entwicklungen befassen, befragt. In der ersten Umfragerunde 2020 sollten 21 Thesen zu möglichen Folgen der Corona-Krise nach drei Kriterien (Eintrittswahrscheinlichkeit, politische Relevanz sowie Wirkungsdauer) bewertet werden. Darüber hinaus konnten die Befragten ihre Bewertungen in einem Kommentarfeld begründen. Eine zweite Umfrage mit einer Auswahl von 11 Thesen wurde im Sommer 2021 durchgeführt, um herauszufinden, ob und wie sich die Einschätzung der Expertinnen und Experten durch ein Jahr Pandemieerfahrung verändert hat. In beiden Umfragen ging es um unterschiedlichste Themenbereiche, wie zum Beispiel die Akzeptanz von Corona-Maßnahmen, Solidarität in der Gesellschaft oder die Rücknahme klimaschützender Maßnahmen durch die Corona-bedingte Rezession. Beispielhaft zeigen wir hier die Ergebnisse zu der folgenden These:

    Wissenschaftliche Erkenntnisse und Forschende erfahren eine gesellschaftliche Aufwertung. Das Vertrauen der Öffentlichkeit in die Kompetenz von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und die Relevanz von Wissenschaft zur Lösung gesellschaftlicher Probleme werden steigen.

    Das Umfrageergebnis zeigt, dass eine knappe Mehrheit (54,6 %) der Befragten annimmt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse und Forschende durch die Corona-Pandemie eine gesellschaftliche Aufwertung erfahren werden. Als Gründe dafür werden z.B. genannt, dass sich „wissenschaftliche Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie […] weniger leicht zu Glaubensfragen umetikettieren [lassen] als andere Themen“. Ein anderer Kommentar dazu lautete: oder auch „[…] Wissenschaft [war] immer Grundlage unseres Lebens, oft unbewusst (wer stellt schon infrage, sich täglich die Zähne zu putzen?), doch erst durch Corona ist dieses evidenzbasierte Handeln wieder erkennbar geworden“. Dementsprechend könnte die Tatsache, dass die Bevölkerung erstmals fast ‚live‘ über wissenschaftliche Prozesse und Erkenntnisse informiert wurde, zu einem neuen positiven Bewusstsein und einer wahrgenommenen „Relevanz von Wissenschaft“ geführt haben. Eine „gute Wissenschaftskommunikation“, die zur „Kernmethode jeglicher wissenschaftlicher Ausbildungen“ gehören sollte, sei, laut eines Kommentars, entscheidend.

    45,4 % der Befragten halten jedoch andererseits eine Aufwertung der Wissenschaft durch die Corona-Pandemie für unwahrscheinlich. Diese Einschätzung begründen einige interessanterweise auch wieder mit der „Glaubensfrage“, die durch folgenden Kommentar zusammengefasst wird: „Der Wissenschaft wird eher immer weniger geglaubt. Es werden eigene Denkkonstrukte und Wahrheiten verfolgt (z.B. Impfgegner, Corona-Gegner)“. Zudem wird ein Spannungsverhältnis zwischen „rationalen Argumentationen der Wissenschaft gegenüber emotionalen Meinungen, die schnell und öffentlichkeitswirksam über digitale Kanäle veröffentlicht werden können“ wahrgenommen. Nicht überraschend war ein großes Thema in Bezug auf die These auch die Zunahme „alternativer wissenschaftlicher (Pseudo)Fakten„, „fake facts“, „fake truth“ etc., welche „kein guter Nährboden für Vertrauen in Wissenschaft und Technik“ seien. Durch sie würde „die Kompetenz von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Frage“ gestellt. Daher müsse in der Öffentlichkeit dem existierenden Bild eines „wahr und falsch“ von Forschung entgegengewirkt werden und verdeutlicht werden, dass „Forschung plural [sei] und Auseinandersetzung bedeute“.

    Ausblick – wie geht es weiter?

    Ziel des Projektes ist es, gesellschaftliche Folgen der Pandemie abzubilden, zum Diskurs anzuregen und mögliche Zukunftsperspektiven auf Grundlage der Pandemieerfahrungen zu entwickeln. Daher sollen die Ergebnisse der Umfragen und dort geäußerte Lösungsansätze in Workshops mit der Bürgerschaft, Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Karlsruhe und vielen anderen Akteuren diskutiert werden. Außerdem ist geplant, die finalen Erkenntnisse sowohl für den weiteren wissenschaftlichen Diskurs aufzubereiten als auch (politischen) Entscheiderinnen und Entscheidern zugänglich zu machen.

    Mehr Infos zu dem Projekt kannst du hier finden: https://www.itas.kit.edu/projekte_paro20_gesfolcor.php

    Quellen: ZEIT Online: Krisenzeichen. Eine Kolumne von Drösser. ZEIT Online. Nr.36 vom 23. August 2003.; online abrufbar unter: https://www.zeit.de/2003/36/Stimmts_Chin__Schriftzeichen

  7. Karlsruher Transformationszentrum eröffnet!

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    Nach langer Planungs-und Vorbereitungszeit hat unser Team am 02.02.2022 das „Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel“ (kurz: KAT) gegründet! Ein großer Tag für uns, denn das KAT wird unserem Quartier Zukunft ein neues Dach geben und unsere Arbeit bereichern. Welche Ziele das Karlsruher Transformationszentrum verfolgt und wie das Quartier Zukunft darin eingebettet ist, erfahrt ihr hier.

    Warum ein Karlsruher Transformationszentrum?

    Unsere Gesellschaft steht vor vielfältigen und tiefgreifenden Wandlungsprozessen. Dabei geht es um eine Transformation unserer Lebens- und Wirtschaftsweise hin zu Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit in allen Lebensbereichen. Um diese Herausforderung anzugehen sind wir mit dem Quartier Zukunft in der Oststadt angetreten und haben gemeinsam mit euch einen Raum zum Austausch,  Experimentieren und Mitmachen geschaffen. Sei es zum Thema Freiraumqualität, Klimaschutz oder Energie, in verschiedensten Projekten mit Nachhaltigkeitsbezug waren wir aktiv und haben, gemeinsam mit euch, im Quartier gearbeitet und geforscht.

    Das Thema Nachhaltigkeit ist in den letzten Jahren verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, was uns sehr freut! Die Projekte wurden immer vielfältiger und größer, gleichzeitig haben uns verstärkt Anfragen und Angebote aus dem Bildungs-oder Beratungssektor erreicht, die über das Quartier Zukunft Kerngeschäft in der Oststadt hinausgehen. Wir haben gespürt, der Bedarf ist da, Veränderung passiert gerade an vielen verschiedenen Ecken und wir können dabei unterstützen.

    Motor für zukunftsfähige Entwicklungen

    Mit dem KAT erweitern wir daher unseren Auftrag und schaffen einen passenden Rahmen, um neben transformativer Nachhaltigkeitsforschung und Reallaborarbeit auch entsprechende Bildung, Beratung und Prozessbegleitung etwa für Unternehmen, Bildungsinstitutionen oder Kommunen anbieten zu können. Unser Herzstück, das Reallabor „Quartier Zukunft – Labor Stadt“, betreiben wir unter dem Dach des KAT selbstredend weiter!

    „Mit dem KAT schaffen wir eine Institution des Wandels und bringen Themen wie Klimaschutz, Energiewende und eine Kultur der Nachhaltigkeit auf eine praktische Ebene“, bringt es unser Projektleiter Oliver Parodi auf den Punkt.

    Das Karlsruher Transformationzentrum gibt unserer Arbeit im Quartier Zukunft also einen größeren Rahmen und will unseren Ansatz, Wissenschaft und Praxis zu verbinden, ausbauen. Dazu nimmt es sieben Handlungsfelder in den Blick.

    Die Handlungsfelder des KAT

    Aktion und Innovation

    Das KAT stößt Wandel an, entwickelt und erprobt kooperativ soziale, technische, ökonomische, u.a. Beiträge nachhaltiger Entwicklung in allen Lebensbereichen.

    Experimentierraum
     

    Das KAT eröffnet, erschließt, unterhält und berät Räume des Experimentierens. Karlsruhe bleibt mit unserem „Quartier Zukunft“ zentraler Experimentierraum, aber es werden auch andernorts Akteure beim Eröffnen von Experimentierräumen unterstützt.

    Forschung

    Das KAT betreibt Nachhaltigkeits-, Transformationsforschung und transformative Forschung. Es erforscht langfristig Wandlungsprozesse sowie Bedingungen für eine gelingende große Transformation und bindet das anwendungsnah erworbene Wissen wieder an die Grundlagenforschung an.

    Bildung

    Das KAT betreibt – in Kombination mit weiteren Akteuren und (Bildungs-)Einrichtungen – Bildung für Nachhaltige Entwicklung im Universitätsbereich, für Schulen und die breite Öffentlichkeit.

    Beratung

     Mit seinen Kompetenzen und Reallabor-Erfahrungen berät das KAT andere Einrichtungen, transdisziplinäre Projekte, Initiativen und Akteure (insb. aus Wissenschaft, Kommunen und Zivilgesellschaft).

    Verständigung und Vernetzung

    Es betreibt die Vernetzung von unterschiedlichsten Akteuren (z.B. technischen und sozialen Pionieren des Wandels) in vielgestaltigen Kooperationen (Scientific-Public-Private-Partnerships).

    Reflexion und Kontemplation:

    Das KAT bietet in einer ruhelosen und immer schneller getakteten Welt auch Denk- und Rückzugsräume, ein Refugium für Pioniere des Wandels. Entschleunigung und Resonanz sind wesentliche Anliegen des KAT.

    Zudem widmet sich das Karlsruher Transformationszentrum auch explizit einer „inneren Kultur der Nachhaltigkeit“ innerhalb des eigenen Teams, um so ein authentische und attraktive Organisation für seine Mitarbeiter zu bleiben.

     

    Was das Karlsruher Transfromationszentrum für Nachhaltigkeit du Kulturwandel alles vorhat, könnt ihr hier nachlesen: www.transformationszentrum.org

    Gemeinsam feiern wird nachgeholt!

    Eine richtige Gründungsfeier für das KAT ist im Rahmen der Tagung „Nachhaltig wirken – Reallabore in der Transformation“ am 2. und 3. Juni 2022 im Südwerk Karlsruhe geplant.  Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen sind herzlich eingeladen. Mehr Infos zur Tagung gibt es hier

  8. Von der Wegwerfgesellschaft zu Reparaturheld*innen

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    Heutzutage scheint Online-Shopping zum Alltagsprogramm dazuzugehören. Ein paar Klicks im Internet und schon steht ein Postbote mit Päckchen vor der Tür. Konsum ist einfach, bequem und praktisch. Gerade, weil es so einfach ist, denken wir bei einem Defekt oft nur an den Neukauf, nicht an eine mögliche Reparatur und so besitzen wir mit jedem Tag mehr und mehr Gegenstände. Aber müssen wir wirklich immer alles neu kaufen? Welche Alternativen bieten sich an, wenn Objekte kaputt gehen? Wie können wir von einer Wegwerfgesellschaft zu Reparaturheld*innen werden?

    Langlebigkeit. Dieser Begriff ist heutigen Produzenten von Massengütern wahrscheinlich ein Fremdwort. Hightech-Handys werden teuer verkauft, enthalten dann aber Teile die schnell verschleißen oder so verbaut sind, dass sie nicht ersetzt werden können. So wird die Lebensdauer der Gegenstände schnell verkürzen. Ein kaputter Akku, ein funktionsuntüchtiger Kopfhörer, ein defektes Display… Und dann? Lohnt es sich wirklich den Akku austauschen zu lassen bzw. ist das überhaupt möglich, oder kaufe ich mir doch lieber das neuste Modell mit besserer Kamera? Bei dem heutigen Angebot scheint es verlockend und einfacher zu einem neuen Produkt zu greifen und das Alte auf den Weg in die Mülltonne zu befördern. Gibt es dafür auch eine Alternative?

    Bedeutet defekt gleich Mülltonne?

    2019 produzierte in Deutschland jede*r Einwohner*in ungefähr 609kg Siedlungsabfall, also z. B. Papier, Kunststoffe, Glas, oder auch Sperrmüll. Damit liegt Deutschland deutlich über dem Durchschnitt der EU. Zudem stieg während dem Corona-Jahr 2020 die Zahl der Haushaltsabfälle pro Person. Zusätzlich produziert jede Person aktuell 20 kg Elektroschrott pro Jahr.

    Die hohe Müllproduktion könnte aber reduziert werden, indem wir z. B. mehr teilen, Altes spenden, oder indem wir Kaputtes reparieren.

    Eine Reparatur bringt viele Vorteile mit sich. Im besten Fall schafft man es, den Lebenszyklus eines Produkts zu verlängern und kann es somit weiter nutzen. Besonders liebgewonnene Alltagsgegenstände, die man ungern ersetzten möchte, können somit weiter verwendet werden. Im Internet kann man, nach schneller Recherche, Anleitungen oder Erklärvideos finden, die einem einfache Reparaturen erklären. Somit kann man selbst neue Fertigkeiten erlernen und diese möglicherweise auch weitergeben. Eine Reparatur ist in den meisten Fällen günstiger und erspart unnötige Ausgaben für neue Ersatzgegenstände. Allgemein trägt man zudem zu einer nachhaltigeren Lebensweise bei und reduziert seinen Ressourcenverbrauch.

    Von Selbsthilfe zu Expert*innen-Wissen

    Ist ein Mechanismus jedoch etwas komplexer, oder komplizierter hilft manchmal das beste Video nicht weiter. Wenn selbst die Oma die Lieblingshose nicht mehr nähen kann, oder die Freund*innen beim kaputten Fahrrad ratlos sind, helfen letztendlich nur noch Expert*innen. Vor allem an Elektronik, wie etwa modernste Mikrotechnologie in Laptops, trauen sich die wenigsten ran.

    Das wäre aber wünschenswert, denn eine Reparatur ist fast immer nachhaltiger und in den meisten Fällen auch billiger. Über die Hälfte der Flachbildfernseher, die 2012 ersetzt wurden, waren nicht kaputt. Die Herstellung neuer Geräte verbraucht Ressourcen und verursacht meist mehr CO2 als neue, energieeffiziente Geräte einsparen. In einen neuen Akku zu investieren, kann somit energieeffizienter und günstiger sein als ein Elektrogerät wegzuschmeißen, wenn man es dann noch länger nutzen kann. Ein*e Reparatur-Expert*in kann in solchen Fällen eine ideale Beratung sein, aber wo finden?

    In Reparatur-, oder Repair-Cafés gibt es die Möglichkeit kaputte Gegenstände reparieren zu lassen. Dabei bist du selbst an der Reparatur beteiligt und lernst die Funktionsweise deiner Alltagsgegenstände etwas besser kennen. Für weitere Reparaturen, oder um deinen Freunden zu helfen, bist du dann schonmal mit Grundwissen gewappnet. Inzwischen existieren in vielen Städten Deutschlands zahlreiche solcher Cafés. Die Website des Netzwerks Reparaturinitiativen listet über 1.500 aktive Initiativen in Deutschland auf, weitere befinden sich aktuell in der Gründungsphase.

    Komm zum Reparaturcafés Karlsruhe!

    Auch in Karlsruhe gibt es seit 2013 ein Reparaturcafé. Initiiert wurde es vom Quartier Zukunft, aber mittlerweile ist das Reparaturcafé Karlsruhe ein eigenständiger Verein mit über 30 Mitgliedern.

    Dort können beschädigte Haushaltsgegenstände, wie Kleinmöbel, Fahrräder, oder Radios gemeinsam repariert werden. Dazu dienen vier Reparaturbereiche: die Nähwerkstatt und Elektrowerkstatt, sowie Holz-, Keramik- und Metallwerkstatt. Zusätzlich gibt es eine extra Fahrradwerkstatt.

    Monatlich findet im Leih.lokal in der Karlsruher Oststadt ein Reparaturcafé statt, wegen Corona aktuell leider nur mit limitierter Besucher*innenzahl. Also gleich anmelden! Alle drei Monate steigt dann ein großes Reparatur-Café im Kinder-und Jugendhaus.

    Termine für die nächsten Reparatur Cafés in Karlsruhe sind folgende:

    Samstag, 19.02.2022 (14-17 Uhr im Leih.lokal) 

    Mittwoch 16.02.2022 ( 19 – 20 Uhr Online-ReparaturCafé)

    Donnerstag, 24.03.2022 (18-21 Uhr im leih.lokal)

    Samstag, 23.04.2022 (18-21 Uhr im leih.lokal)

    Sonntag 22.05.2022 (12-18 Uhr im Kinder-und Jugendhaus Oststadt)

    Mehr Informationen findest du auch auf der Webseite des Reparaturcafés Karlsruhe:  https://www.reparaturcafe-karlsruhe.de/

    Reparatur-Café zum hören

    Für alle, die nicht zu einem der nächsten Termine kommen können oder pandemiebedingt nicht wollen, ihr könnt euch auch so einen Eindruck verschaffen! In der Dezemberfolge unseres Podcasts Labor Zukunft- Forschung ohne Kittel stellen wir euch das Reparatur-Café Karlsruhe vor, interviewen Reparateur*innen und sind live bei einem Event dabei. Wenn du mehr dazu wissen möchtest, dann höre unbedingt in die Folge rein!

    Reparatur-Held*innen

    Ein gemeinsames Reparieren fördert unsere Gesellschaft. Einander zu helfen und Wissen weiterzugeben kann einen selbst bereichern und das Bewusstsein für die Gemeinsamkeit stärken. Man lernt vielleicht seine Nachbarschaft besser kennen, oder allgemein neue Leute. Zudem lernen wir einen sensibleren Umgang mit Konsumgütern. Wir können die Lebensdauer unserer Lieblingsgegenstände verlängern und ihnen etwas mehr Langlebigkeit verleihen. Vielleicht merkt der ein oder andere dabei auch, dass Kaufen und Konsumieren nur kurzfristig materielle Befriedigung auslösen können, Gemeinschaft aber ein wichtiges Gut ist, was uns langfristig glücklicher machen kann.

    Etwas mehr Langlebigkeit, etwas mehr Glücksgefühle, etwas mehr Gemeinschaft und das mit Hilfe von Reparatur? Ob das wirklich möglich ist? Probiere es doch einfach aus, indem du dir einen kaputten Gegenstand schnappst, oder einfach mal im nächsten Reparatur-Café vorbeischaust.

    Du willst mehr wissen?

    Quellen und weiterführende Infos über Reparatur: 

    Wissenschaftliche Publikationen & Studien:

    Paper:

    • Waitz, Colette, und Sarah Meyer-Soylu. „Das ReparaturCafé als Transformationselement im urbanen Raum“. TATuP – Zeitschrift für Technikfolgenabschätzung in Theorie und Praxis 25, Nr. 2 (1. August 2016): 22–28. Link: https://tatup.de/index.php/tatup/article/view/395/656.
    • Boos, Adrian, Tobias Brönneke, und Andrea Wechsler, Hrsg. Konsum und nachhaltige Entwicklung: Verbraucherpolitik neu denken. 1. Auflage. Schriftenreihe des Instituts für Europäisches Wirtschafts- und Verbraucherrecht e.V, Band 40. Baden-Baden: Nomos, 2019.
    • Schulz, Christoph. Nachhaltig leben für Einsteiger: Schritt für Schritt den Unterschied machen. München: mvg Verlag, 2019.

     Studien:

     

  9. Winterpause | Für den Zukunftsraum schon ab 01.12!

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    Die Tage werden kürzer, der erste Schnee hat es bis zu uns geschafft, der Winter ist da! Dieses Jahr gehen wir in eine frühere Winterpause als gewöhnlich und schließen den Zukunftstraum bereits ab dem 01.Dezember.

    Wir sammeln neue Kräfte, nehmen uns Zeit für uns und unsere Familien und halten Winterschlaf. Daher ruhen in unserer Winterpause von 20.12.2021 bis 09.01.2022 unsere Kommunikationskanäle und das Team ist nur eingeschränkt erreichbar.

    Coronabedingt geht unser Zukunftsraum bereits früher in den Winterschlaf! Ab 01.Dezember ist der Zukunftsraum geschlossen und bleibt das erst Mal bis 16.01.2021. Anpassungen können je nach Corona-Situation erfolgen, wir informieren euch hier darüber!

    Update: Ab dem 17.01 ist der Zukunftsraum wieder zu den gewohnten Zeiten Mi-Do 14-18 Uhr geöffnet. Leider sind im Moment jedoch keine externen Veranstaltungen im Zukunftsraum möglich. Einzeltermine können nach vorheriger Absprache stattfinden. Vor Ort gilt die 2G+-Regel.

    Wir blicken zurück auf ein sehr turbulentes Jahr 2021. Viele tolle Sachen sind passiert, wie etwa der Start unserer  Projekte KARLA oder Dein BalkonNetz, der Erhalt des Joachim Reutter Preises, und der FutureFiction Kreativwettbewerb, sowie viele, tolle Veranstaltungen aus unseren laufenden Projekten! Aber Corona hat auch einige schwierige Entscheidungen erfordert, wie etwa den Zukunftsraum lange Zeit geschlossen zu halten. Trotzdem ist einiges passiert, das könnt ihr in unseren diesjährigen EinBLICKE Blogartikeln nachlesen (Vol. 1, Vol.2, Vol.3 findet ihr bereits online). Wenn ihr unseren Newsletter abonniert (auf unserer Startseite ganz nach unten scrollen), bekommt ihr zusätzlich vier Mal im Jahr alle Updates aus dem Quartier von uns!

    Aktuell fordert uns die 4.Coronawelle erneut heraus. Die Konsequenz, den Zukunftsraum früher als gewöhnlich zu schließen, ist uns nicht leichtgefallen, aber erforderlich. Wir bitten alle Gruppen um Verständnis.

    Wir bedanken uns für eure tatkräftige Unterstützung und euer Engagement in diesem herausfordernden Jahr! Wir hoffen, 2022 wieder gemeinsam mit euch durchzustarten.

    Bis dahin wüschen wir euch Gesundheit und Gelassenheit, ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Euer Quartier Zukunft-Team

  10. Positive Zukunftsvisionen im Zukunftsraum | FutureFiction

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    Nachrichtensender berichten häufig von Horrorszenarien, wenn es um die Zukunft geht. Die Klimakrise macht es einem aber auch wirklich nicht einfach, eine rosige Vorstellung der Zukunft zu entwickeln. Noch haben wir als Gesellschaft die Möglichkeit etwas zu ändern. Wir gestalten die Welt von morgen. Wie könnte diese Welt aussehen, wenn wir es schaffen die Klimaschutzmaßnahmen doch noch rechtzeitig umzusetzten und die Erderwärmung zu bremsen?

    Eine positive, nachhaltige Zukunft in 10 – 20 Jahren? Wie würde  diese Welt aussehen? Mit dieser Frage haben sich die Teilnehmenden des FutureFiction-Kreativwettbewerbs beschäftigt. Anhand von Videos und Texten konnten sie ihre Ideen einer nachhaltigen Zukunft bei uns einreichen. Die Teilnehmenden waren zwischen 13 und 23 Jahre alt. Insgesamt erhielten wir knapp 60 Beiträge und das nicht nur aus Deutschland. Unter anderem nahmen Jugendliche aus Italien, Norwegen und der Schweiz teil. Anschließend begutachtete eine Jury die Texte und Videos.

    Am 10.07.2021 war es dann endlich soweit. Die sieben Gewinnerbeiträge wurden bei der Preisverleihung im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) in Karlsruhe vorgestellt. Die Gewinner*innen erhielten Siegerurkunden und Preise. Zudem wurden die Beiträge in einer Pop-up Ausstellung im ZKM präsentiert.

    Mehr spannende Details könnt ihr im Blockartikel über die Preisverleihung nachlesen.

    Die Ausstellung der Gewinnerbeiträge wurde nun in den Zukunftsraum, in der Rintheimer Straße 46 in Karlsruhe, verlegt. Alle Texte könnt ihr dort durchlesen und natürlich auch die Filme übers Tablet anschauen. Zudem könnt ihr in den Steckbriefen der Gewinner*innen mehr über die Ideen und die Motivationen hinter den Beiträgen erfahren.

    Alle, die nicht kommen können, haben die Möglichkeit die Beiträge auf der FutureFiction-Webseite zu lesen bzw. einzusehen oder den Film über die Gewinnerbeiträge auf Youtube anzuschauen. Auf der Webseite findet ihr zusätzlich zu den Gewinnerbeiträgen alle Einsendungen, die wir erhalten haben. Könnt ihr also nicht genug bekommen von positiven Zukunftsutopien, solltet ihr dort unbedingt vorbeischauen :)!

    Wenn ihr als Gruppe oder Schulklasse vorbeikommen wollt, ist das natürlich möglich. Dann bitten wir euch nur euch davor bei uns anzumelden.  Gerne geben wir euch dann auch noch ein paar Hintergrundinformationen zu dem Wettbewerb. Allgemein sollten natürlich die 3G-Regel und allgemeine Hygiene-Maßnahmen, wie das Einhalten von Abständen, Tragen einer medizinischen Maske, etc. beim Besuch im Zukunftsraum beachtet werden.

    Solltest du also genug haben von Horrorgeschichten über deine Zukunft…

    …dann gönne dir eine Auszeit, komm zum Zukunftsraum und begebe dich auf eine Reise von fliegenden Zeppelinen, über Magnetschwebebahnen, bis zu hin Pelikanen, Zeitreisen und anderen Wundern und Innovationen in einer positiven, nachhaltigen Welt!

     

     

     

  11. einBLICKE 11/21 | MobiLab, Wiedereröffnung und Ausstellung im Zukunftsraum& vieles mehr!

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    Willkommen zu einer neuen Ausgabe von einBLICKE!

    Nach einem verregneten Sommer starten wir in einen wunderbar sonnigen Spätherbst! 🙂 

    Im Quartier Zukunft hat sich einiges getan und wie immer freuen wir uns, euch über die einBLICKE auf dem Laufenden zu halten.

    Viel Spaß beim Lesen!

     


     

     Zukunftsraum wieder offen!

    Nach einem langen Corona-Dornröschenschlaf öffnet der Zukunftsraum ab dem 25. Oktober wieder zu den   gewohnten Öffnungszeiten seine Türen, also von Dienstag bis Donnerstag von 14-18 Uhr.

    Für mehr Infos und Raumanfragen für Treffen und Veranstaltungen könnt ihr euch als ab jetzt wieder an helena.trenks@kit.edu oder  info@quartierzukunft.de wenden. 

    Wir freuen uns, bald wieder gemeinsam in der Oststadt aktiv zu sein :)! 

     

     
     
     
    Es war wieder Par(king) Day!
     

    Am 17. September 2021 zeigte ganz Karlsruhe beim Park(ing)Day unter dem Motto „Die Stadt ist für die Menschen, nicht für die Autos“ wieder, wie Parkraum anders genutzt werden kann. Auch wir waren dieses Jahr wieder in der Oststadt mit dabei.

    Alle Infos findet ihr auf dem Park(ing)Day Facebook Kanal.

    Es war auf jeden Fall ein voller Erfolg und wir danken allen fürs vorbeikommen!

     

     

     

    Neues aus dem Balkonnetz 

    22 Testpersonen haben im Rahmen des Projekts „Dein Balkonnetz“ kleine Photovoltaik- Balkonmodule erhalten, um diese ein Jahr in ihrem Alltag zu testen.

    Wir begleiten das Experiment forscherisch. Updates dazu findest du immer wieder bei uns und auf der Website von Energietransformation im Dialog. Um diesen Austausch zu fördern, haben wir das Mitmachforum https://deinbalkonnetz.de/ ins Leben gerufen, in dem sich auch weitere Balkon-PV Besitzer*innen oder Interessierte anmelden und austauschen können.

     

     
     
     
    Unser MobiLab wurde eröffnet

     

     
    Gemeinsam mit dem KIT-Zentrum Mensch und Technik haben wir anlässlich der deutschen Nachhaltigkeitstage unser mobiles Partizipationslabor „MobiLab“ öffentlich vorgestellt und feierlich eingeweit. Auf dem Campus Süd kamen Menschen zum Ausprobieren, Feiern und zum Austausch über Nutzungsideen vorbei. Danke dafür! Weitere Infos könnt ihr hier finden: www.mensch-und-technik.kit.edu

     

     

     

     

    FutureFiction kommt ins Quartier Zukunft

    Die Teilnehmer*innen des FutureFiction Kreativwettbewerbs haben uns gezeigt, dass wir an eine positive, nachhaltige Zukunft glauben können und für diese auch kämpfen sollten. Nun ist ein tolles Video entstanden, in welchem die Gewinnerbeiträge vorgestellt werden.

    Es lädt dazu ein, sich auf eine Reise in verschiedene Zukunftsvorstellungen zu begeben. 
    Auch eine Ausstellung, in der alle Gewinner-Beiträge zu sehen sind, ist ab jetzt im Zukunftsraum zu sehen. Infos dazu findet ihr bald auf unserer Website.

    Alle Texte und Videos sind jetzt schon auf der FutureFiction-Website zu finden.

     

     

     

    Wir freuen uns über den Joachim-Reutter Preis

    Die Gips-Schüle Stiftung verlieh uns am 19.10 den Joachim-Reutter Preis für soziale Innovation! 

    Das Preisgeld möchten wir für die Förderung unserer Projekte verwenden, um Gastaufenthalte von Forschenden aus dem Ausland zu ermöglichen und transdisziplinäre Methodensets zu entwickeln

    Es ist auch ein toller Kurzfilm über das Quartier Zukunft entstanden. Schaut rein!
     
     

     

     

    KiA-Lastenräder können geliehen werden!  

    Mobilität ist aus unserem Alltag nicht wegzudenken. Unser Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ möchte es euch mit seinem Fahrradverleih erleichtern, eine klimafreundliche Alternative im Alltag auszuprobieren. Einzige Voraussetzung ist: Ihr wohnt/arbeitet in der Oststadt, vermeidet durch die Nutzung Autokilometer und dokumentiert eure Fahrten für uns.

    Alle Infos findet ihr in der neuen Broschüre.

     

         

     

    Labor Zukunft – Neue Podcastfolgen  

    Langeweile beim Weg zur Arbeit, Großputz oder Spaziergang? Hört doch mal in die neuen Folgen des Labor Zukunft-Podcast rein:


    In den neuen Folgen (R)Evolution Mobilität erfahrt ihr einiges über nachhaltige Mobilität, in Komm ins Stadtviertel KAmpus beleuchten wir unseren KIT Campus Süd genauer und in der Episode Personale Nachhaltigkeit werfen wir einen Blick auf uns selbst.

    Zudem ist der erste Teil einer Doppelfolge über den FutureFiction Wettbewerb rausgekommen. Einige der Gewinnerbeiträge werden dabei vorgestellt.

     

     

     

     

    Wärmewende Video  

    Es gibt ein neues Erklärvideo unseres Projekts „Energietransformation im Dialog“!

    Diesmal zum Thema Wärmewende und warum wir diese als Gesellschaft brauchen. Schaut rein

     

     

     

     

    Interview Reallabore  

    „Reallabore sind ein Schulterschluss zwischen Forschung und Praxis“ meinte Oliver Parodi, als er er über die Idee hinter Reallaboren für den Forschungsblog der Helmholtz Gemeinschaft interviewt wurde.

    Das ganze Interview könnt ihr hier nachlesen.

     

     
     
     
     
    Lastenräder, die SUVs der Zukunft – Nachhaltig mobil in Karlsruhe
      

    In dieser Online-Veranstaltung wurden Impulse zum Thema (E-)Lastenräder und ihren Einsatzmöglichkeiten gegeben. Das Thema wurde in kurzen Impulsvorträgen von mehreren Seiten beleuchtet. Abschließend gaben zwei Karlsruher Lastenradfahrer Einblicke in ihre bisherigen Erfahrung mit dem neuen Gefährt.

    Die Veranstaltung kann hier auf Youtube angeschaut werden.

     

     
  12. Wir freuen uns über den Joachim-Reutter Preis!

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    Es gibt tolle Nachrichten! Für unsere Arbeit im Quartier Zukunft hat uns die Gips-Schüle Stiftung den Joachim-Reutter Preis für soziale Innovation ausgezeichnet. Wir freuen uns riesig! 

    Wie können wir heute und morgen gut leben – und dabei Mitwelt, Umwelt und Nachwelt achten? Diese Frage steht im Mittelpunkt unserer Arbeit im Quartier Zukunft. Seit fast einem Jahrzehnt suchen und erforschen wir gemeinsam gemeinsam mit euch, den Bürgerinnen und Bürgern aus Karlsruhe, darauf Antworten.

    Durch die vielfältigen Partizipationsmöglichkeiten in unserem Reallabor wollen wir als Schnittstelle zwischen Gesellschaft und Wissenschaft fungieren und Raum schaffen für Nachhaltigkeit und Nachhaltigkeits-Experimente im Alltag. Unser Ansatz ist nicht alltäglich in der deutschen Forschungslandschaft. Umso mehr freuen wir uns über die Anerkennung die uns mit diesem Preis für unsere Vorreiterrolle im Bereich der Reallabore zuteil wurde.

    Im Vorfeld der Preisverleihung ist auch dieser tolle Kurzfilm über das Quartier Zukunft entstanden:

    Preisgeld unterstützt unsere Forschungs-, Praxis- und Bildungsziele 

    Der Sonderpreis für soziale Innovationen der Stuttgarter Gips-Schüle-Stiftung wird alle zwei Jahre verliehen und ist dieses Jahr zu Ehren Joachim-Reutters benannt.

    An 19. Oktober 2021 war es dann soweit, im Friedrichsbau Varieté in Stuttgart wurde uns im Rahmen einer Gala die Auszeichnung verliehen. Sie ist mit einem Preisgeld von 15.000 Euro dotiert. Dieses möchte wir nutzen, um gleichermaßen die Forschungs-, Praxis- und Bildungsziele unserer Projekte zu fördern.

    Konkret sollen etwa Gastaufenthalte von an Nachhaltigkeitsthemen interessierten Forschenden aus dem Ausland unterstützt werden. Auch die Entwicklung transdisziplinärer Methodensets ist geplant, mit denen wir die Erfahrungen aus unserem Reallabor auch in die Arbeit von Unternehmen und Kommunen einfließen lassen können. 

    Wir möchten uns ganz herzlich bei euch, allen Gruppen und unseren Projektpartnerinnen und -Partnern bedanken, die den „Transformations-Weg“ in den letzten Jahren mit uns gegangen sind. Wir hoffen auf ein weiteres erfolgreiches Jahrzehnt zusammen, in dem wir Nachhaltigkeit in Karlsruhe und darüber hinaus voranbringen werden!

    Weiterführende Links:

    Website der Gips-Schüle-Stiftung

    Pressemitteilung (PDF) zur Preisvergabe

     

  13. Schlau mit (Balkon-)PV! Zwei Familien erzählen…

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    In Karlsruhe verwandeln seit diesem Sommer 22 kleine Solarpanele des Projekts Dein BalkonNetz-Energie schafft Gemeinschaft  Sonnenenergie in elektrischen Strom. Zwei Projektbeteiligte berichten, wie ihre kleine Energiewende zuhause vorankommt und wo es hakt.

    Dieser Beitrag erschien bereits auf der Website unserer Kollegin Paula Bögel hier unter dem Titel: „Die Energiewende daheim – zwei Erfahrungsberichte“

    Seit Juli steht bei Familie Hauth ein Solarmodul im Garten und liefert Strom. „Ich bin positiv überrascht, dass das technisch so gut funktioniert,“ so Thomas Hauth, der sich als Elektrotechniker schon mit Photovoltaik (PV) beschäftigte, als die Technik noch in den Kinderschuhen steckte. Anfangs sei es gar nicht möglich gewesen 24V Gleichstrom aus PV-Anlagen ins allgemeine Stromnetz einzuspeisen, weil die Synchronisation mit den 230V und 50 Hertz Wechselstrom nicht gelang. Inzwischen lösen Wechselrichter das technische Problem. Also begann Herr Hauth, sich nach einer geeigneten PV-Anlage für den Privatgebrauch umzuschauen. Das Projekt Dein BalkonNetz kam da gerade recht. Als er in den Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) von dem sozialökologischen Experiment las, mussten seine Frau und er nicht lange nachdenken und meldeten sich bei den Organisator:innen am ITAS-KIT. Sie hatten Glück. Das Forschungsteam nahm das Ehepaar in den Kreis derer auf, die für ein Jahr ein aus Projektmitteln gesponsortes PV-Modul ausprobieren dürfen.
    Auch bei Familie Gschwend ist eine kleine Photovoltaikanlage eingezogen und prangt nun am Balkon. Frau Gschwend ist sehr angetan von dieser „modularen“ Energiewende in ihrem Eigenheim. Als sie vor vielen Jahren in ihr Haus einzogen schien eine nachhaltigere Energieversorgung für ihr Haus nämlich schlichtweg nicht praktikabel. Mit einem Energieberater spielten die Gschwends verschiedene Möglichkeiten durch und scheiterten an den Kosten. Ihr Haus auf Fernwärme, Blockkraftheizwerk oder Solar umzurüsten, hätten aufwändiger Umbauten bedurft, etwa einen Umzug der Therme vom Dachstuhl in den Keller. Nun zeigt das BalkonNetz- Projekt, dass es auch anders geht. Frau Gschwend ist positiv überrascht, „dass es so einfach geht“ und ganz ohne Umbau.

    Es könnte so einfach sein…
    Selbst die Installation der Solaranlage fand Frau Gschwend dank eines „super Aufbau-Workshops“ am KIT sehr anwenderfreundlich und „kinderleicht“. „In 15 Minuten war alles zusammengebaut“. Doch dann folgte ein kompliziertes und aufwändiges Anmeldungsverfahren bei den Stadtwerken und beim Marktstammregister. „Ein Haufen Papierkram“, erinnert sich Frau Gschwend, „das hat mich richtig geärgert.“ Schließlich weiß sie, dass es andernorts auch flotter geht. Ihre Tante in Holland konnte sich mit ihrer PV-Anlage völlig unproblematisch ans niederländische Stromnetz anschließen. Frau Gschwend musste dagegen erst warten, bis die Stadtwerke ihr einen neuen Zweirichtungszähler installierten.
    Andere Projektteilnehmer haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Im Projektforum finden sich zum „Papierkram“ mehrere Fragen und Antworten. „Der Antrag war sehr aufwendig, da muss man irgendwie durch,“ berichtet auch Herr Hauth. Die Energieerzeuger seien „nicht die Fixesten“ – sie behielten sich bis zu sieben Wochen Beantragungszeit vor und spielten insgesamt „noch nicht so mit, wie sie sollten.“ Schließlich müsse das Netz ja ausgelastet sein und Strom verkauft werden. Dabei seien die Stadtwerke Karlsruhe noch recht kooperativ. Andere Energieanbieter hätten Projektteilnehmern mit rechtlichen Schritten gedroht, falls sie vorhätten Solarstrom ins Netz einzuspeisen. Die Stadtwerke bestehen lediglich auf einen Zähleraustausch in den BalkonNetz Haushalten, auch wenn die Projektbeteiligten ihren Solarstrom gar nicht gegen finanzielle Vergütung ins Stromnetz einspeisen werden. Der Zweirichtungszähler werde kostenlos installiert, koste aber eine geringe Jahresmiete. „Die Sonne schickt uns keine Rechnung“ (Franz Alt), die Energieversorger schon.

    Das Solarmodul der Familie Gschwend mit Befestigung am Balkon


    „Madame Soleil“ macht sich gut
    Inzwischen sind die bürokratischen Hürden überwunden und die Module speisen über die Steckdose munter Strom ins Haushaltsnetz ein. Die Module produzieren sogar Strom, wenn die Sonne nicht scheint, das zeigen die grün blinkenden LEDs an der PV Anlage.
    „Wir haben unser Solarmodul ‚Madame Soleil‘ getauft,“ erzählt Herr Hauth. Inzwischen hätten sich auch die Vögel, die sich in seinem Naturgarten tummeln, an die „Madame“ gewöhnt. Nach anfänglichem Zögern, kämen „die Spatzen jetzt wieder massenhaft angeflogen.“
    Der Alltag in den beiden Vierpersonenhaushalten hat sich mit der Installation der PV-Anlagen wenig geändert. Wenn Familie Hauth die Einspeisung der Sommermonate hochrechnet, sparen sie etwa zehn Euro Stromkosten monatlich. Die Frage, ob sie ihre Waschmaschinen jetzt nur noch anschalten würden, wenn die Sonne scheint, verneinen beide Interviewten: „Das können Sie bei 300 Watt nicht machen. Ich verhalte mich gar nicht anders,“ so Herr Hauth. Frau Gschwend winkt nur ab: „Ein Mini-Solarmodul für vier Personen ist ja ein Witz.“ Da komme man mit Sonnenenergie beim Waschen nicht weit. Für sie stünde im Vordergrund, das „einfach mal ausprobieren und zu sensibilisieren,“ so Frau Gschwend. „Ich denke, dass wir an exponierter Stelle wohnen und, dass die Nachbarn das auch mitkriegen.“

    Solarmodul „Madam Soleil“ der Familie Hauth in ihrem Garten


    Über die Balkonbrüstung und die Nachbarschaft hinaus?
    Tatsächlich wecken die Solarmodule Neugier und Interesse. Frau Gschwend hat bereits ihren Nachbarn vom Projekt und dem Panel an ihrer Balkonbrüstung berichtet. Herr Hauth hat die Fragen interessierter Kollegen beantwortet. Am meisten interessiert dabei die Frage: Wie viel Stromkosten lassen sich sparen? Frau Gschwend hat hierauf keine präzise Antwort, aber eine klare Meinung: „Es kostet nicht die Welt, alle können dazulernen.“ Herr Hauth kann sich vorstellen, „Madame Soleil“ durch eine eigene Anlage zu ersetzen, falls die PV-Module aus Forschungsgeldern nach der Projektlaufzeit zurückgegeben werden müssten.

     

    Mehr Informationen zu dem Projekt „Dein BalkonNetz – Energie schafft Gemeinschaft“ findet ihr hier, auf der Website unseres Projekts „Energietransformation im Dialog“.

  14. Zukunftsraum wieder geöffnet!

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    Nach einem langen Corona-Dornröschenschlaf öffnet der Zukunftsraum ab dem 25. Oktober wieder zu den gewohnten Öffnungszeiten seine Türen!

    Das heißt, wir sind zu den gewohnten Öffnungszeiten Dienstag bis Donnerstag 14-18 Uhr wieder für euch da.

    Zudem kann der Raum, unter Auflagen, auch wieder von Gruppen für Treffen und Veranstaltungen genutzt werden.

    Für mehr Infos und Raumanfragen könnt ihr euch als ab jetzt wieder an helena.trenks@kit.edu oder  info@quartierzukunft.de wenden. 

    Die aktuelle Regelung ist immer eine Momentaufnahme, bei Bedarf müssen Anpassungen zu geränderten Corona-Verordnungen vorgenommen werden. In dem Fall werden wir euch natürlich umgehend informieren.

    Wir freuen uns, bald wieder gemeinsam in der Oststadt aktiv zu sein :)!

     

  15. Wie geht achtsam und nachhaltig? Ein Erfahrungsbericht

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    „Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“

    Das ist ein berühmter Satz von Albert Einstein und kann in Betracht gezogen werden, wenn es darum geht, wie wir als Menschen versuchen den Klimawandel anzugehen. Was genau ist damit gemeint?

    Inzwischen wird die Wissenschaft und die Industrie mit Lösungsansätzen überflutet. Überall lesen wir Artikel mit Tipps und Tricks oder sehen neue ökologische Produkte in den Einkaufsregalen. All das ist natürlich wichtig und ein wunderbarer Fortschritt. Prozesse, die im Menschen selbst ablaufen, werden dabei aber wenig berücksichtigt. Meistens werden Lösungen für Probleme gefunden aber nicht die Wurzel des Problems untersucht und ganzheitlich behoben. Das Denkmuster bleibt das Gleiche. Wenn der Klimawandel vom Mensch gemacht ist, dann muss es auch etwas mit unserem Inneren zu tun haben, richtig?

    In diesem Artikel hat sich unsere unsere ehemalige studentische Hilfskraft Fabiana deshalb Gedanken zum Thema personale Nachhaltigkeit gemacht 🙂 Viel Spaß beim Lesen!

    Ein Gastbetrag von Fabiana Ferro

    Ein Grundbestandteil der personalen Nachhaltigkeit ist die Achtsamkeit. Doch was genau kann man darunter verstehen? Und warum ist das in Bezug auf ein nachhaltiges Leben so wichtig? Personale Nachhaltigkeit kann sehr individuell und unterschiedlich ausgelegt werden. In diesem Artikel präsentiert euch Fabiana, was sie sich genau unter dem Thema vorstellt und hat einige tolle Ideen für euch.

    Nun, die Achtsamkeit wird seit tausenden Jahren gelehrt. Einst Hauptbestandteil alter Uhrvölker, muss sie vor allem in unserer westlichen Welt heute neu erlernt werden. Durch Achtsamkeit kehren wir den Fokus in uns hinein. Also richten wir den Fokus auf unsere Gefühlswelt und auf unsere Bedürfnisse, um so wiederum bewusster und harmonischer mit der Außenwelt interagieren zu können. Indem wir achtsamer durch den Tag gehen, schaffen wir mehr Balance. Das heißt auch mal nein zu sagen und bewusst mit deinen Gedanken und Emotionen umgehen zu können. Denn ich glaube, erst wenn wir uns um uns selbst kümmern, können wir uns um unsere Mitmenschen oder um größere Ereignisse, wie den Klimawandel kümmern. Im Grunde gilt hier das gleiche Prinzip wie in der „Pre-flight safety Instruction“: Ziehe erst dir selbst die Sauerstoff-Maske an und helfe dann einem Mitmenschen!

    Wie sieht nun Achtsamkeit im Alltag aus?

    Ein achtsamer Tag startet bei mir am besten mit einer soliden Morgenroutine, damit die ersten Stunden des Tages nur mir gehören. Wie du diese gestaltest, ist völlig dir überlassen, solange du dich gut und entspannt fühlst. Viele machen gerne morgens Yoga, gehen raus joggen oder lesen ein gutes Buch. Tagsüber ist es wichtig, immer wieder in dich reinzuhören, um Stress vorzubeugen.

    Fühlst du dich gut und freudig? Super!

    Fühlst du dich traurig, frustriert oder gestresst? Dann überlege dir was du brauchst.

    Ein großes Glas Wasser? Etwas zu essen oder möchtest du dir die Beine vertreten? 

    Abends kann es von Vorteil sein dir aufzuschreiben, wie der Tag für dich gelaufen ist, um dir nochmal bewusst zu machen was dir guttut und was nicht. Das sind natürlich nur ERSTE Ansätze für eine achtsame Gestaltung deines Alltags. Im Internet findest du unzählige Artikel und Videos zu diesem Thema. 🙂 Jeder Weg in die personale Nachhaltigkeit ist individuell und einzigartig. Lass dich nicht aus der Ruhe bringen, wenn dir etwas nicht guttut oder nicht in deinen Alltag passt. Was jemand anderem guttut, bedeutet nicht, dass es dir genauso taugen muss.

    In Bezug auf Umweltschutz beutet Achtsamkeit in meinen Augen Folgendes: Es kann keinen gesellschaftlichen Wandel geben, ohne den Wandel des Individuums. Somit wird jeder Einzelne als Dreh- und Wendepunkt gesehen, was wiederum eine große Auswirkung auf das Kollektive hat. Genau dafür ist personale Nachhaltigkeit dann wichtig. Wenn du die eigene Lebensweise hinterfragst, kannst du neue Sichtweisen auf das Thema Umweltschutz erhalten und somit zu einer ganzheitlichen Lösung in der Gesellschaft beitragen. Dabei tust du dir selbst und der Gemeinschaft etwas Gutes, denn:

    Unterm Strich bedeutet es, das Verhältnis zu sich selbst und zur Umwelt und Natur „wieder“ zu entdecken.

    Du willst mehr erfahren? Dann hör rein…

    Vor dem Sommer kam  mit „Personale Nachhaltigkeit – eine achtsame Perspektive“ eine neue Folge von unserem Podcasts „Labor Zukunft- Forschung ohne Kittel“ raus, in der  es um das Thema personale Nachhaltigkeit ging und warum sie wichtiger Bestandteil einer Nachhaltigkeitstransformation ist. In dieser Folge  erklärt Oliver Parodi was er genau unter „personaler Nachhaltigkeit“ versteht. Um das Thema weitgehend zu beleuchten, geht es auch um intra- und interpersonale Aspekte von Nachhaltigkeit. Es wird also auf Nachhaltigkeit und Prozesse, die in zwischenmenschlichen Beziehungen oder im Menschen selbst ablaufen eingegangen. Zusätzlich hören wir auch die Sichtweise von zwei studentischen Hilfskräften aus dem Quartier Zukunft. Sie erzählen uns wie ihr Alltag aussieht und liefern uns viele Inspirationen!

    Hör rein über die Campusradio Mediathek oder Spotify

  16. 10 nachhaltige Zukunftsutopien: die Gewinnerbeiträge des FutureFiction Wettbewerbs jetzt auch als Film

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    Die Vorstellung einer positiven und nachhaltigen Zukunft wird heutzutage des Öfteren von Horrorszenarien und düsteren Dystopien verdrängt. Die Teilnehmer*innen des FutureFiction Kreativwettbewerbs haben es aber geschafft uns zu zeigen, warum wir an eine positive Zukunft glauben können und für diese auch kämpfen sollten.

    Im letzen Blogartikel über den Wettbewerb haben wir euch bereits über die Preisverleihung berichtet. Um euch jedoch ein besseres Bild über die Geschichten zu geben, haben wir uns etwas überlegt.

    In Kooperation mit dem ZKM-Videostudio und mit Hilfe der Teilnehmenden haben wir ein Video produziert, in welchem die 10 Text- und Videobeiträge der Gewinner*innen vorgestellt werden. Es lädt dazu ein sich auf eine Reise in unterschiedliche innovative und kreative Zukunftsvorstellungen zu begeben. Dabei erhaltet ihr tolle Einblicke in die Ideen der Gewinner*innen und ihre Motivation!

    Die Ausstellung, in der alle Beiträge des FutureFiction Wettbewerbs zu sehen sind, öffnet im Herbst im Zukunftsraum. Alle Texte und Videos findet ihr jetzt schon online auf der FutureFiction-Webseite. 

     

  17. Unterstützung im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Marketing gesucht

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    Unser Team sucht Unterstützung!

    Zum Aufbau unseres “Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel“ haben wir eine Stelle im Bereich Marketing/Öffentlichkeitsarbeit zu besetzen.

    Du bist nachhaltigkeitsbewegt und kannst schreiben? Hast Lust darauf, Brücken zu bauen zwischen Nachhaltigkeitsforschung und Stadtbevölkerung? Kannst Dir vorstellen, lebendig, nahbar über verschiedene Kanäle über Projektideen, die wissenschaftliche Arbeit des Forschungsteams und Themen der nachhaltigen Entwicklung zu berichten? Du hast ein abgeschlossenes Hochschulstudium (Diplom (Uni)/ Master) der Fachrichtung Marketing, Medien- und Kommunikationswissenschaften oder Betriebswirtschaft mit mehrjähriger Berufserfahrung im Marketing und der Öffentlichkeitsarbeit am besten im Bereich Nachhaltigkeit?

    Dann bewirb dich noch bis 12. September!

    Die Ausschreibung findest du hier.

    Wir freuen uns, auf deine Bewerbung :)!

    P.S: Bitte nur über die online-Maske bewerben!

  18. FutureFiction: Ausstellung und Preisverleihung im ZKM

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    Was wäre, wenn die Klimaerwärmung gebremst oder sogar aufgehalten werden kann? Was wäre, wenn die Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden? Was wäre, wenn das die Zukunft ist? Wie sieht diese Zukunft aus?

    Nach fast einem Jahr der Planung und Organisation fand am 10.07.2021, die Abschlussveranstaltung des FutureFiction Kreativwettbewerbs im ZKM in Karlsruhe statt. An diesem Abend wurden die Gewinnertexte und -videos des Wettbewerbs der Öffentlichkeit präsentiert und die Gewinner*innen erhielten Siegerurkunden und Preise. Da die Veranstaltung aufgrund der Corona-Hygienevorschriften begrenzt war, wurde das Event auch über den FutureFiction-Instagram Kanal als Livestream ausgestrahlt und konnte somit auch vom Sofa aus verfolgt werden.

    Durch den Abend wurde das Publikum von Gunnar Schmidt geführt. Mit seiner langen Schauspielerfahrung, unter aktuell am Badischen Staatstheater, sorgte er für eine motivierte und ausgelassene Stimmung im Publikum. Volker Stelzer, der Initiator des Wettbewerbs, begann den Abend mit einigen Worten über den Ursprung der Idee und über die Kooperation mit den Scientists4Future Karlsruhe und den Parents4Future Bruchsal. Annika Fricke und Helena Trenks, die Organisatorinnen des Wettbewerbs und jeweils Koordinatorinnen für die Kategorien Text und Film kamen auf die Bühne, um über die Einreichungen zu berichten und den Auswahlprozess mit der Jury zu erläutern. Die Jury meldete sich via Videobotschaften über die Leinwand zu Wort und erzählte, wie es ihnen bei der Entscheidung erging.

    Als Highlight des Abends wurden die Gewinner-Beiträge vorgestellt. Erst wurden die drei Texte der jüngeren Gewinner*innen vorgelesen, dann die drei Gewinnerfilme gezeigt und letztendlich die Texte der älteren Kategorie präsentiert. Abschließend wurde noch ein Text prämiert, welcher als Sonderkategorie für eine besonders originelle und kreative Geschichte gewonnen hat. Die Texte wurden teilweise von den Gewinner*innen selbst und teilweise von Gunnar Schmidt vorgetragen. Zusätzlich wurden den Gewinner*innen einige Fragen gestellt, z. B. über Hintergründe oder Ideen ihrer Geschichte. Hierdurch hat das Publikum tiefere Einblicke erlangen können über die Utopien, Vorstellungen und auch Wünsche der Jugendlichen. Abschließend thematisierte Gunnar Schmidt noch den Fakt, dass nur 10% der Einreichungen von männlichen Verfassern kam und entließ das Publikum mit der Frage, ob es für einen grünen ökologischen Wandel nicht auch einen strukturellen gesellschaftlichen Wandel brauche.

     

    Parallel fand im ZKM eine Ausstellung statt, in der die Ergebnisse des Wettbewerbs angeschaut werden konnten! 

    Ab Herbst wird die Ausstellung bei uns im Zukunftsraum zu sehen sein.  Lass dich inspirieren und schau vorbei 🙂 

    Du möchtest mehr über die eingereichten Beiträge  oder die Gewinnerinnen erfahren? Dann schau auch hier auf der Homepage und auf Instagram vorbei.

  19. Ausstellung „Takeaway ohne Verpackungsmüll“ im Zukunftsraum

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    Nachdem die Wanderausstellung unseres Projekts „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ über Mehrwegverpackungen für Essen zum Mitnehmen ab Mai 2021 zunächst im Café Intro zu sehen war, zieht sie nun in den Zukunftsraum um. Dabei zeigen wir Dir mit Kopf, Hand und Herz anhand ganz unterschiedlicher Ausstellungsstücke…:

    • warum Du und die Gastronomiebetriebe Deiner Wahl Mehrwegverpackungen für Essen zum Mitnehmen verwenden solltet und welche Wirkung das für den Klimaschutz hat.
    • welche verschiedenen Mehrwegmöglichkeiten es für Essen zum Mitnehmen gibt, die auch in Deinem Lieblingslokal angeboten werden könnten, falls das noch nicht der Fall ist.
    • wo Du in der Karlsruher Gastronomie bereits Mehrweglösungen für Essen zum Mitnehmen angeboten bekommst und welche das dann jeweils sind
    • was Du in deinem Alltag sonst noch tun kannst, um Verpackungsmüll zu vermeiden und dadurch das Klima zu schützen.

    [Platzhalter für Bild: Zukunftsraum von Außen]

    Mehrweg wird zum Muss und schafft Mehrwert fürs Klima

    Es tut sich was in Sachen Müllvermeidung und Klimaschutz. Auch die Gesetzgebung kommt dabei langsam in Bewegung. Am 03.07.2021 tritt (als nationale Umsetzung der Einwegkunststoffrichtlinie der EU) die sogenannte Einwegkunststoffverbotsverordnung (EWKVerbotsV) in Kraft. Infolgedessen werden unter Anderem kunststoffhaltige Trinkhalme, Rührstäbchen, Einwegbecher, Einwegbehälter und Einweggeschirr verboten. Nähere Informationen zur neuen Rechtslage gibt es auf der Internetseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

    Diese in Kürze geltende Gesetzesänderung haben wir zum Anlass genommen, mit unserer Ausstellung zu zeigen, welche praktischen Mehrwegalternativen es zu Einwegverpackungen für Essen zum Mitnehmen gibt, welche positiven Auswirkungen damit für Mensch und Umwelt verbunden sind und was Du darüber hinaus in Deinem Alltag tun kannst, um Müll zu vermeiden.

    Viele Wege führen zum Ziel: Diese Mehrwegmöglichkeiten gibt es für Essen zum Mitnehmen

    Grundsätzlich lassen sich als Alternativen zum Problem der Vermeidung von Einwegverpackungen für Essen zum Mitnehmen die vier folgenden Mehrweglösungen unterscheiden:

    • Befüllung eines mitgebrachten Behälters durch den/die Kund:in
    • Befüllung eines mitgebrachten Behälters durch das Restaurant  
    • Betriebseigenes Mehrwegsystem
    • Kommerzielles Mehrwegsystem

    Wie diese Alternativen jeweils genau funktionieren, was dabei zu beachten ist und welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind, zeigen wir Dir in der Ausstellung mit verschiedenen Anschauungsstücken und Infomaterialien. Auch auf unserer Homepage haben wir unter dem Titel „ Essen To go, ohne Müllberge!“ eine ganze Reihe von Informationen zu diesem Thema für Dich zusammengestellt.

    Mehr Orte für Mehrweg in KA: Unsere interaktive Mehrwegkarte für Karlsruhe

    Bereits heute kannst Du in Karlsruhe in vielen Gastronomiebetrieben Essen zum Mitnehmen in einer umweltfreundlichen Mehrwegverpackung bekommen. Einen Überblick darüber, welche lokalen Gastronomiebetriebe schon Mehrweglösungen anbieten und welche das sind, bietet Dir unsere „interaktive“ Mehrwegkarte. Auch diese ist Teil unserer Ausstellung. Interaktiv ist die Karte deshalb, weil Du sie entweder vor Ort oder aber online ergänzen kannst. Du kennst einen Gastronomiebetrieb, der Mehrwegverpackungen für Essen zum Mitnehmen anbietet, aber noch nicht auf unserer Karte verzeichnet ist? Super, dann teil uns das mit und wir ergänzen dann die Karte: Trag Dein Wissen entweder in die Liste ein, die bei der Ausstellung ausliegt oder schreib uns eine E-Mail an: janos.siegle9@kit.edu. Die Mehrwegkarte gibt es übrigens nicht nur als Exponat in der Ausstellung, sondern auch hier im Netz: Essen in Mehrweg in Karlsruhe.

    [Platzhalter für Bild/Screenshot: Mehweggkarte]

    Mach Dir selbst ein Bild vor Ort

    Wenn Du Dir selbst ein Bild machen willst, kannst Du Dir unsere Ausstellung im Zukunftsraum in der Rintheimer Straße 46, 76131 Karlsruhe anschauen. Die Ausstellung ist als „Wanderausstellung“ konzipiert. Als nächstes ist sie bei „Tante M“ zu sehen. Wir würden uns freuen, falls noch weitere Gastronomiebetriebe Interesse daran haben, diese bei sich zu zeigen. Interessierte können sich gerne per E-Mail an sarah.meyer@kit.edu bei uns melden.

    [Platzhalter für Bild: Zukunftsraum mit Ausstellung]

    Selbst aktiv werden, selbst Verpackungsmüll vermeiden, Selbstexperiment starten

    Die Thematik des Verbots von Einwegverpackungen und die damit verbundene Umstellung auf Mehrwegverpackungen für Essen zum Mitnehmen verweist auf die Bedeutsamkeit der Vermeidung von Müll für den Schutz der Umwelt und die Erhaltung des Klimas. Deshalb beinhaltet unsere Ausstellung auch einen Abschnitt, der sich damit beschäftigt, was Du sonst noch in deinem Alltag tun kannst, um Müll zu vermeiden. Somit stellen wir Dir unser Selbstexperiment „Zero Waste“ vor. Dabei analysierst Du zunächst, wie viel Müll Du wodurch alltäglich verursachst. Anschließend überlegst Du Dir Verhaltensweisen, die dabei helfen können Müll gar nicht erst entstehen zu lassen und probierst diese ganz bewusst aus.

  20. Perspektiven auf neue Mobilität und Lebensqualität in der Karlsruher Oststadt

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    Kannst du dir vorstellen, was passiert, wenn alle in deiner Nachbarschaft ihr Auto aufgeben würden? Welche anderen Transportmöglichkeiten würden dadurch entstehen? Und was würde mit all den leeren Parkplätzen passieren? Kannst du die Plätze dann nutzen, um einen Garten anzulegen, mit Freunden zu grillen oder um einen Spielplatz für die Nachbarskinder zu bauen? Die Möglichkeiten sind endlos!

    In dem Vorhaben Profilregionen Mobilitätssysteme Karlsruhe, Teilprojekt Urbane Mobilität im Wandel arbeiten Forscher*innen von KIT und Fraunhofer ISI an neuen und transformativen Mobilitätsformen für Städte in der Zukunft. Ziel ist es besser zu verstehen, wie die Anzahl und Nutzung privater Pkws in einem Stadtteil reduziert werden kann, um die Umweltverschmutzung und Staus zu verringern, ein nachhaltigeres Mobilitätssystem zu schaffen sowie Parkplätze für andere Zwecke umzugestalten. Bei Veränderungen muss es jedoch immer Kompromisse geben. Die Forschenden wollen also herausfinden, ob dieser Mobilitätswandel genügend positive Auswirkungen hat, um die Nachteile aufzuwiegen, die durch eine Störung der Alltagsroutinen der Menschen entstehen. Es gibt viele Hürden, um diese Umstellung zu erreichen, die des Projekts Schlüsselfragen sind daher: Unter welchen Bedingungen sind Menschen dazu bereit, ihr Verhalten zu ändern, ihr Auto weniger zu benutzen und restriktivere Maßnahmen für die Autonutzung zu akzeptieren? Um bei der Beantwortung dieser Fragen zu helfen, haben die Forscher*innen einige Interviews mit den Bewohner*innen der Karlsruher Oststadt geführt. Die Teilnehmer*innen wurden gefragt, wie neue Mobilitätsdienstleistungen in ihren Alltag passen und wie die Umgestaltung von Parkplätzen in ihrer Nachbarschaft es leichter machen könnte, eine Reduzierung des Pkw-Verkehrs zu akzeptieren.

    Mögliche Vorher-Nachher Bilder der Oststadt. Quelle: KIT-Institut Entwerfen von Stadt und Landschaft/Daniel Grenz

    Umfrageergebnisse

    Die Ergebnisse aus den Interviews zeigen, dass die Einstellung zu neuen Mobilitätsangeboten grundsätzlich positiv war. Einige Teilnehmer*innen nutzen bereits Car-Sharing, andere können sich vorstellen, ihr persönliches Fahrzeug in Zukunft aufzugeben und stattdessen Car-Sharing zu nutzen. Dabei wurde aber betont, dass ein gut funktionierendes öffentliches Verkehrssystem benötigt wird, um diesen Wandel zu verwirklichen und zu stabilisieren. Während den Interviews wurden auch Bilder mit Vorschlägen gezeigt, wie Parkflächen für verschiedene Zwecke umgestaltet werden könnten, um die Lebensqualität im Quartier zu verbessern. Ein Beispiel solcher Bilder ist oben aufgeführt. 

    Solche städtebaulichen Umgestaltungen kamen bei den Befragten überwiegend gut an und wurden mit einer gesteigerten Lebensqualität für die Bewohner verbunden. Allerdings gab es unterschiedliche Vorstellungen, wie Verkehrsflächen umgenutzt werden sollte, z.B. ob eher Grünflächen oder Spielplätze angebracht sind. Breites interesse Bestand an Flächennutzungen, die generell nachbarschaftliche Begegnungsräume bieten. Als weiteren Schritt möchten die Forscher*innen diese Möglichkeiten in Zukunft untersuchen. Allerdings wurde die Idee nicht ausnahmslos gut aufgenommen. Einige der Befragten sahen besonders die Reduktion von Parkflächen eher kritisch. Interessanterweise betonten auch einige Menschen ohne eigenes Auto, dass man denen, die das Auto für ihr tägliches Leben brauchen, auch Parkplätze anbieten müsse. Ein möglicher Kompromiss könnte darin bestehen, Parkhäuser an den Rändern des Stadtteils anzubieten. Dadurch können die Bewohner ihre Autos zwar noch parken, es würde aber im Stadtteil Platz für andere Verkehrsmittel und/oder andere Nutzungen geschaffen.

    Die Forscher*innen konnten einige wichtige Erkenntnisse aus der Umfrage mitnehmen. Die Teilnehmer äußerten sich generell positiv über die Möglichkeit, Car-Sharing und neue Mobilitätsdienste zu nutzen, die es ihnen ermöglichen würden, ihr eigenes Auto weniger zu benutzen. Außerdem wurde erkannt, dass die Umgestaltung von Parkflächen für viele zusätzliche Vorteile bringen und die Lebensqualität erhöhen kann. Durch diese Vorteile könnten auch die entstehenden Einschränkungen attraktiver wirken. Die potenzielle Umgestaltung würde nicht nur der Oststadt zugute kommen, indem Staus reduziert und neue Begegnungsräume geschaffen würden, sondern auch der Umwelt, indem die Umweltverschmutzung reduziert und Begrünung geholfen würden. Klingt nach einer Win-Win-Situation!

    Du willst mehr zum Thema Mobilität wissen? 

    Mehr über dieses Projekt kannst du in dem Artikel auf der KIT-ITAS-Website lesen. Außerdem dreht sich die kommende Folge des Podcasts Labor Zukunft um das Thema Mobilitätswende. Die neue Folge erscheint am 29. Juni und enthält unter anderem ein Interview mit Jens Schippl, einem der Forscher aus dem Projekt. Den Podcast kannst du entweder ab 20:00 Uhr live auf 104,8 UKW oder im Livestream auf Campusradio Karlsruhe hören, später ist er auch auf Spotify und Anchor.fm zu finden.

    Du bist von den Möglichkeiten der Umgestaltung von Parkflächen genauso begeistert wie wir? Dann werde kreativ, erzählen uns von deinen Ideen und nutze am Park(ing) Day im September einen Parkplatz in deiner Nachbarschaft neu! Um herauszufinden, wie sich klimafreundliche Mobilitätsmöglichkeiten in dein eigenes Leben einfügen könnten, kannst du im Rahmen unseres Projekts Klimaschutz Gemeinsam Wagen! beim Selbstexperiment „Mein Auto hat Pause“ mitmachen.

  21. einBLICKE 05/21 | Balkonstrom, Klimaschutz, Quartierskino und vieles mehr!

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    Willkommen zu einer neuen Ausgabe von einBLICKE!

    Ein Jahr Corona aber wir Produzieren immer immernoch fleißig nachhaltigen (online) Content für euch 🙂 

    Damit ihr weiter auf dem Laufenden seid, geben wir euch in unserem einBLICKE Format aktuelle Infos zu unseren Projekten und Veranstaltungen.

    Viel Spaß beim Lesen!

     


     

    Kreativwettbewerb FutureFiction

     

    Was wäre, wenn die Klimaerwärmung gebremst oder sogar aufgehalten werden kann? Was wäre, wenn die Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden? Wie sieht diese Zukunft dann aus?

    Der FutureFiction Kreativwettbewerb richtet sich an Personen zwischen 13 und 23 Jahren, die in einem Text oder Video darstellen möchten, wie ihre positive Vorstellung einer Zukunft aussieht, in der die Klimaschutzbemühungen erfolgreich waren. Der Wettbewerb soll Menschen inspirieren und motivieren, sich gegen die Klimaerwärmung und für eine bessere Welt einsetzen möchten.  Einsendeschluss war am 16.05.2021.

    Uns haben Zahlreiche tolle Projekte erreicht! Wir richten einen großen Dank an Alle die ihrer Kreativität freien lauf gelassen haben um diese mit uns zu teilen 🙂

    Nun geht es an die Vorbereitung der Preisverleihung am 10.Juli!

     

     

    KARLA ist gestartet
     
     

    Unser neues Projekt „Karlsruher Reallabor Nachhaltiger Klimaschutz (KARLA) ist diesen März gestartet!

    Dieses Projekt will die globale Herausforderung Klimaschutz hier vor Ort in Karlsruhe anpacken. Ganz nach dem Motto: „think global, act local“. Was alles geplant ist erfahrt ihr auf unsere Website.

     

     

    Dein Balkonnetz 

     

    Du möchtest einen Beitrag zur Energiewende leisten und nachhaltigen Strom selbst erzeugen? Dann ist unserer neues Projekt „Dein BalkonNetz – Energie schafft Gemeinschaft“! etwas für dich.

    Bis Mai konnten sich Experimentierende, die PV-Balkonmodule in ihrem Alltag testen wollen bewerben. Die Teilnehmenden bekommen die Balkonmodule von uns zur Verfügung gestellt und werden von uns forscherisch begleitet.

    Wir freuen uns sehr über die große Resonanz bei unseren Infoveranstaltungen und auf ein spannendes Projekt mit euch 🙂 

    Mehr Infos online.

     

     

    Essen To Go ohne Verpackungsmüll
     

     

    Ihr seid in der Gastro tätig und fragt euch, welche Alternativen es für herkömmliche Verpackungen beim Takeaway gibt?  Am 4.3.21 zeigten unsere Kolleg*innen von „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ euch, wie Essen To Go ganz bequem und ohne Verpackungsmüll funktioniert!

    Mehr Infos dazu findet ihr hier

     

     

    Quartierskino in Karlsruhe 

     

    Seit März organisiert die Kinemathek Karlsruhe das Quartierskino in Karlsruhe. Jede Woche erhält ein Quartier im Raum Karlsruhe 7 Tage „Sendezeit“. Die Stadteile haben sich eine Film rausgesucht der dessen jeweilige Charakteristik wider geben soll.

    Bist du auch gespannt?

    Vom 30.03-05.04 war die Oststadt dran und es wurde der Film „Von Bienen und Blumen“ gezeigt. Unsere Quartier Zukunft-Kollegin*innen Helena und Marius waren bei der zugehörigen Live-Show dabei. Hier könnt ihr reinschauen.

    Hier kannst du sehen, welche Filme noch gezeigt werden.

     

     

    Mehrwergkarte online   

     

     Auf der Website von Klimaschutz gemeinsam wagen! Findet ihr ab sofort eine Mehrwegkarte mit Gastro-Betrieben aus Karlsruhe, die Mehrweglösungen für to-go Essen anbieten. Diese möchten wir immer auf dem neusten Stand halten, deswegen sammeln wir weiterhin alle Orte, die klimafreundliche Lösungen für Takeaway anbieten. Wenn du also einen Betrieb kennst oder selber einen besitzt dann melde dich beim janos.siegle9@kit.edu

     

     

    Lastenrad-Flotte ist komplett !   

     

    Unser Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ hat neue Lastenfahrräder erhalten. Diese können auch bald ausgeliehen werden. Mehr Infos werdet ihr in Kürze auf der Projektwebsite finden.

     

         

    Video Fairplay Energiewende

     

    Die Umgestaltung unseres Energiesystems ist in aller Munde, besonders vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung. Doch wie sieht es eigentlich mit der Gerechtigkeit bei der Energiewende aus?

    Unsere Kolleg*innen von „Energietransformation im Dialog“ geben dazu Antworten im Video „Fairplay Engeriewende“.

     

     

    Vortrag Nachhaltige Geldanlagen

     

    Im Februar organisierte “Klimaschutz gemeinsam wagen!“ einen Online-Vortrag mit Finanzexperte Philipp Achenbach. Dabei ging es darum, welche Wirkung eine nachhaltige Geldanlage entfalten kann.

    Eine Aufzeichnung des Vortrags könnt ihr hier finden.

     

     

     

    Nachhaltige Versicherung – kann meine Versicherung dem Klima helfen?

     

    Was machen nachhaltige Versicherungen anders? Und was haben sie mit Klimaschutz zu tun? Findet es heraus und schaut euch die Aufzeichnung dieses weiteren Themenabends an 🙂

     

     

     

    Solarstrom vom eigenen Balkon – wie funktioniert das?

     

    Du hast dich schon immer einmal gefragt, wie du selbst Solarstrom produzieren kannst? Dazu hatte „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ im März einen Onlinevortrag organisiert. Dort stellte euch Karina Romanowski von der Karlsruher Energie-und Klimaschutzagentur alles Wissenswerte rund um Balkonmodule vor und beantwortete all eure Fragen rund um Modellauswahl, Installation und Nutzung.

    Die Aufzeichnung des Vortrags findet ihr auf Youtube. 

     

  22. Solarenergie auf dem eigenen Balkon – Auftaktveranstaltungen von Dein BalkonNetz

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    Fragst du dich, wie du schneller zur Energiewende beitragen kannst? Mit sogenannten Balkonmodulen geht das! 

    Solarenergie auf dem eigenen Balkon? Klingt das für dich zu utopisch? Nein! In Karlsruhe probieren wir mit unserem Projekt „Dein BalkonNetz – Energie schafft Gemeinschaft“ genau das aus 🙂

    Los ging’s mit drei Infoveranstaltungen im April. Alles wissenswerte dazu erfährst du in unserem Bericht:

    Am 15.04., 17.04. und 23.04.2021 fanden die virtuellen Auftaktveranstaltungen unseres Projekts Dein BalkonNetz statt. Im Kern geht es darum, ein Netzwerk für Klimaschutz und Gemeinschaft zu schaffen. Hier erhalten 22 und weitere Haushalte in und um Karlsruhe die Möglichkeit, ein Jahr lang die Stromproduktion vom eigenen Balkon oder Garten gemeinschaftlich auszuprobieren. Das Projekt wird durch regelmäßigen Austausch, Workshops und Forschungsaktivitäten begleitet.

     

    Ziel der drei Abende war es, Dein BalkonNetz sowie den Projektverlauf vorzustellen und Wissenswertes zu kleinen Balkon-Solar-Anlagen zu vermitteln. Zudem zeigten wir die unterschiedlichen Beteiligungsmöglichkeiten auf: Ob jemand bereits ein Balkonmodul sein oder ihr Eigen nennt, sich selbst eines zulegen möchte oder sich um eines von 22 Kleinkraftwerken bewirbt – alle Interessierten sind eingeladen, Teil des Netzwerks zu werden. Darüber hinaus bekamen die Anwesenden die Möglichkeit, ihre Fragen einzubringen.

     

    Der nächste Meilenstein im Projektverlauf folgt schon bald: Im Juli sollen unsere Balkon-Module dann ans Netz gehen und das Netzwerk durchstarten.

    Die Auftaktveranstaltungen stießen auf großes (überregionales) Interesse. Wir sind von der Resonanz begeistert und bedanken uns bei rund 220 Teilnehmenden! Nun blicken wir gespannt auf die kommenden Wochen.

    Geplanter Ablauf

    BeteiligteProjekte: „Seeds for SEETS – Neue Ansätze für eine sozial-ökologische Energiewende“, Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH (KEK), Energietransformation im Dialog

  23. Wir lieben Wasser! Und zwar plastikfrei und ressourcensparend

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    Wusstet ihr: Wenn man alle Plastikflaschen (die in einem Jahr in Deutschland verbraucht werden) aufeinander stapeln würde, dass der Stapel 15 mal von der Erde bis zum Mond reichen würde?

    Welche Lösung gibt es für dieses Müllproblem? Ganz einfach: Leitungswasser trinken! Dafür setzt sich die Organisation a tip: tap e.V. (ein Tipp: Leitungswasser) ein, die auch in Karlsruhe aktiv ist. Unsere Hiwine Fabiana Ferro hat ein Interview mit Eva Wendeberg geführt, die sowohl bei uns im Quartier Zukunft als auch bei a tip: tap als lokale Aktionskraft für Karlsruhe aktiv ist.

    Im Interview erfahrt ihr wie und warum wir auf Leitungswasser umstellen sollten und was es mit dem Wasserquartier in der Oststadt auf sich hat!

    Eva Wendeberg liebt ihr Leitungswasser!

    Fabiana: Was ist die Idee hinter a tip: tap?

    Eva: a tip: tap ist ein gemeinnütziger Verein, der sich für Leitungswasser und gegen Plastikmüll einsetzt. Den Verein wurde in Berlin gegründet und gibt es jetzt schon rund zehn Jahre. In unserem aktuellen Projekt „Wasserwende – Trinkwasser ist Klimaschutz“ sind wir bundesweit in 14 Wasserquartieren aktiv. Diese reichen vom Wasserkiez in Berlin bis Sylt im Norden und Ammersee im Süden und natürlich auch hier in Karlsruhe. Das Projekt ist vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) gefördert, und zwar im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative.

    Warum wollt ihr Menschen motivieren von Flaschen auf Leitungswasser umzusteigen?

    Da gibt es einige Gründe. Das Klassische, woran man sofort denkt, ist Plastik sparen. Das ist eins der Hauptgründe.  Wenn man auf Leitungswasser oder Trinkwasser statt Flaschenwasser umsteigt, dann spart man eine ganze Menge Plastik und Ressourcen ein. Zudem spart man auch eine ganze Menge CO2. Den Flaschenwasser muss man erst im Supermarkt besorgen, wenn man es haben möchte. In den Supermarkt kommt es auch nicht so geflogen, sondern es muss erst aus der Quelle hochgepumpt und dann zum Supermarkt transportiert werden. Diese Transportstrecke ist der Knackpunkt für die CO2-Emissionen, die bei einer Flasche Wasser dahinterstecken.

    Wenn man Leitungswasser anschaut, da sind die Schritte um einiges kürzer. Leitungswasser kommt aus der Region. Das heißt hier in Karlsruhe wird zum Beispiel das Grundwasser aus den Stadtwäldern, also in den jeweiligen Wasserschutzgebieten, die streng eingegrenzt sind, um die herum zum Beispiel keine Landwirtschaft stattfinden darf, hochgepumpt und in dem jeweiligen Wasserwerk aufbereitet und gelangt dann in das riesige Rohrsystem und dann ganz bequem zu dir nach Hause.

    Jetzt haben wir schon zwei Gründe für Leitungswasser. Ein weiterer, ganz praktischer Grund ist, dass man auch eine ganze Menge Geld sparen kann. Hier ein Beispiel, wie viel denn eigentlich eingespart werden kann: Wenn man eine Familie mit Kind nimmt, zum Beispiel drei Personen, die trinken jeweils ungefähr 1,5 Liter pro Tag. Diese kann, wenn sie auf Leitungswasser umstellt, ungefähr 1100 Euro pro Jahr sparen. Das ist schon eine ganze Menge. Das hängt damit zusammen, dass Flaschenwasser um einiges teurer ist pro Liter als Leitungswasser. Leitungswasser kostet pro Liter nur ca. 0,005 Euro. Wir wünschen uns, dass Menschen auch viel mehr die Wertschätzung dafür zurückerlangen, dafür, dass wir so sauber und bequem Trinkwasser aus der Leitung bekommen. Das ist schon ein Privileg, das wir hier in Deutschland zum Beispiel haben. Lasst uns diese Wertschätzung auch wieder zurückgewinnen, für dieses Trinkwasser, es auch unterstützen und auch selbst nutzen.

    Warum ist es denn deiner Meinung nach so, dass so viele Menschen heutzutage immer noch Wasser aus Flaschen Trinken?

    Ich denke, dass das ganz viel mit Gewohnheit zu tun hat. Wassertrinken ist eine Alltagshandlung, die wir tagtäglich tun und tagtäglich werden wir bewusst oder unbewusst mit Werbung konfrontiert. Es gibt einige Werbung für Flaschenwasser in ganz verschieden Arten, wie im Radio, im Fernsehen oder auf Plakaten. Für Leitungswasser gibt es kaum oder gar keine Werbung. Und so ist den Menschen oft auch gar nicht bewusst, dass sie Wasser aus der Leitung auch trinken können. Sie haben es jahrelang schon so gemacht, also ist auch die Skepsis hoch, etwas anders zu machen. Das ist auch einfach, weil wir Gewohnheitstiere sind. Das merken wir in vielen Teilen des Lebens. Und manchmal spielt da auch Unsicherheit, was die Qualität des Wassers angeht mit rein, was hauptsächlich auf Unwissenheit beruht. Unser schnelllebiger Lebensstil und die Wegwerfkultur tragen auch dazu bei. Es ist für uns oft bequemer, in den Supermarkt zu gehen und eine Flasche zu kaufen, anstatt daran zu denken, sich eine Flasche von zu Hause mitzubringen. Aber ist das wirklich so? Ist das wirklich bequemer? Wir hinterfragen oft nicht, was diese Gewohnheit eigentlich für Konsequenzen hat.

    Die Karlsruher Oststadt ist eins von den inzwischen 14 Wasserquartieren in Deutschland. Was bedeutet das genau?

    In unseren Wasserquartieren möchten wir die Wasserwende voranbringen. Wir haben die Wasserquartiere auch so ausgesucht, dass wir auch Unterstützung bekommen, das heißt, wir haben in den jeweiligen Wasserquartieren Partner*innen, die uns unterstützen, zum Beispiel auch das Quartier Zukunft und das Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen“ und motivieren uns gegenseitig. Und natürlich ist auch unser wichtigster Partner, die Stadtwerke Karlsruhe, mit dabei, die uns mit ganz viel Informationen und auch Kapazität unterstützen können.

    Wie möchten wir Menschen für Leitungswasser begeistern? Das machen wir, indem wir Bildungsprojekte anbieten. Das können ganz klassisch Workshops sein an Schulen oder auch Kitas, jetzt aktuell auch online. Ein weiterer Punkt ist, dass wir Unternehmen beraten, auf Leitungswasser umzusteigen. Das heißt wir bieten Umstiegsberatungen an, wie diese Unternehmen, Organisationen oder Initiativen Schritt für Schritt auf Leitungswasser umsteigen und unterstützen sie auf diesem Weg.

    Was ist denn im Wasserquartier Oststadt bereits passiert und was ist noch geplant?

    Wir haben eine ganze Menge im letzten Jahr schon umsetzen können, trotz Corona. Zum Beispiel waren wir im Kinder- und Jugendhaus und haben dort bei der Ferienbetreuung ein paar Workshops durchgeführt.

    Was sind denn deine Tipps, um die Umgewöhnung auf Leitungswasser einfacher zu gestalten?

    Ich würde dir raten, einfach mal diese Gewohnheitsänderungen in deinen Alltag langsam reinzulassen. Das heißt, einfach mal auszuprobieren, eine Woche lang aktiv keine Flasche zu kaufen, sondern dir vielleicht eine alte Flasche, die du noch zu Hause hast, aus Glas am besten, zur Hand nehmen, neben dich hinstellen und immer wieder auch auffüllen. Das erste Mal ist es vielleicht ein komisches Gefühl, einfach ein Glas unter den Wasserhahn zu halten, aber das muss es eigentlich gar nicht. Es ist wirklich nur für dich wahrscheinlich eine Veränderung in deinem Alltag. Also wichtig ist, dass du eine Flasche dabeihast. Da gibt es auch, wenn du in der Stadt unterwegs bist, sogenannte „Refill- Stationen“, an denen du deine Flasche auffüllen kannst. Und wahrscheinlich hast du davon noch gar nicht gehört, aber hier in Karlsruhe hat es auch einige Trinkbrunnen. Die sind dann im Frühling wieder aktiv, zum Beispiel auf dem Lidellplatz gibt es einen Trinkbrunnen, die über Trinkwasser angeschlossen sind und dadurch, dass sie vor allem auch die ganze Zeit laufen einen Durchfluss haben, sodass sich da keine Bakterien ansammeln, sondern es kann ganz bequem Wasser gezapft werden.

     

    Wenn du merkst, dass du gerne Wasser mit Kohlensäure trinkst, ist es vielleicht gut, dir einen Wassersprudler anzuschaffen. Das ist auch für den Übergang ganz schön, da es nah an dein Wasser aus Flaschen mit Kohlensäure rankommt. Das heißt, da ist es dann ein weniger großer Schritt, als direkt auf stilles Wasser umzusteigen.

    Und ein weiterer schöner Tipp ist, wenn dir das Wasser einfach nicht so gut schmeckt und du einen Unterschied wahrnimmst, dann kannst du auch gerne dein Lieblingsobst, -gemüse oder auch bestimmte Kräuter mit ins Wasser geben. Das ist das sogenannte „Pimp my Leitungswasser“. Da gibt es auch verschiedene Varianten von Ingwer hin zur Gurke oder Zitrone. Das kann man natürlich auch saisonal betrachten, also saisonales Obst und Gemüse nehmen. Das ist dann auch noch mal ein bisschen klimafreundlicher.

    Das sind sehr motivierende Tipps, Eva. Vielen Dank für das sehr interessante Gespräch!

     

    Ihr findet die Arbeit von a: tip tap gut? Dann schaut auf ihre Website und werdet aktiv! Dort findet ihr auch interessantes Material, das zum Beispiel für eigene Bildungsaktionen genutzt werden kann: https://atiptap.org/bildung/bildungsmaterial/

    Wenn ihr mehr über das Thema Wasserverbrauch erfahren wollt, dann hört in unseren Podcast Labor Zukunft rein, in der Folge „Wasser, Klima und Gerechtigkeit“ dreht sich alles um unsere wichtigste Ressource. Hier erfahrt ihr auch mehr über a tip: tap und die Organisation „Viva con Agua!“ Viel Spaß beim reinhören 😉

     

     

  24. Stellenangebote

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    Der Bewerbungszeitraum wurde bis 28. Mai verlängert!

    Zur Unterstützung unserer Projekte „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ und „Energietransformation im Dialog“ sowie für das gerade anlaufende Projekt „Karlsruher Reallabor nachhaltiger Klimaschutz“ suchen wir Unterstützung für unser Team am KIT!

    Projektassistent*in

    Zur Unterstützung der beiden Projekte Klimaschutz gemeinsam wagen! und Energietransformation im Dialog suchen wir eine Projektassistenz in Teilzeit (70%-Stelle)

    Entgeltgruppe 06 / befristet bis September 2022 /   Bewerbung bis 28. Mai.

    Alle Infos zu der Stellenausschreibung findet ihr hier!

     

    Nachhaltigkeitswissenschaftler*in

    Zur Verstärkung unseres Reallaborteams, vorranging im Projekt Karlsruher Reallabor Nachhaltiger Klimaschutz sowie „Dual mode participation – window of opportunity for inclusive Real-world labs“ suchen wir eine promovierte Nachhaltigkeitswissenschaftler*in mit sozialwissenschaftlichem Schwerpunkt.

    Entgeltgruppe 13  /  befristet auf 2 Jahre  /  Bewerbung bis 28. Mai.

    Alle Infos zu der Stellenausschreibung findet ihr hier!

    Die Stellenausschreibung als pdf. gibt es hier.

    Wir freuen uns auf eure Bewerbungen!

     

  25. Kreativwettbewerb Future Fiction verlängert!

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    Der Kreativwettbewerb Future Fiction sucht Geschichten, die eine positive Zukunftsvision in einem Jahr zwischen 2030 und 2040 darstellen.  Jugendliche und junge Erwachsene können ihre Vorstellung einer Welt, in der die Klimaschutzmaßnahmen erfolgreich umgesetzt worden sind, in Form eines Textes oder eines Videos einreichen.

    Der Einsendeschluss wurde bis zum 16. Mai verlängert!

    Was wäre, wenn die Klimaerwärmung gebremst oder sogar aufgehalten werden kann? Was wäre, wenn die Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden? Was wäre, wenn das die Zukunft ist? Wie sieht diese Zukunft aus?

    Stellen wir uns kurz vor: wir befinden uns in einem Jahr zwischen 2030 und 2040. Es wurden viele Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt und wir haben es geschafft, die Erderwärmung zu stoppen.

    Wie sieht die Welt nun aus?

    Diese Frage möchten wir mit dem Kreativwettbewerb „Future Fiction“ beantworten. Dafür suchen wir Menschen zwischen 13 und 23 Jahren, die ihre Vorstellung in einem Text oder Video darstellen möchten. Die Geschichte soll zeigen, wie die Welt aussieht, wenn unsere Klimaschutzbemühungen erfolgreich umgesetzt werden.

    Wieso wurde der Wettbewerb ins Leben gerufen?

    Der Mensch hat eine Klimaerwärmung mitverursacht, die viele negative Auswirkungen auf die ganze Umwelt hat. Die Ausmaße dieser Katastrophen werden immer dramatischer werden, wenn die Entwicklungen einfach so weitergehen wie bisher und damit auch ein immer größeres Problem für die meisten Menschen darstellen. Wir sind überzeugt davon, dass es notwendig und auch möglich ist, diese Entwicklungen aufzuhalten und möchten dazu beitragen, auch andere Personen davon zu überzeugen. Der Wettbewerb soll zum Handeln motivieren und inspirieren. Geschichten prägen unsere Vorstellung, unser Denken. Sei es geschrieben, in Form von Texten, oder gedreht als Video. Wir sind überzeugt: Es sind Geschichten über eine positive Zukunft, die unser gegenwärtiges Handeln verändern können. Oder anders gesagt: wir schreiben heute die Geschichte von morgen!

    Wie kann man teilnehmen?

    An dem Wettbewerb teilnehmen können alle zwischen 13 und 23 Jahren. Die Geschichte kann entweder als Text oder als Video eingereicht werden. Texte müssen entweder als Word oder als ODF (Open Document Format) eingereicht werden und dürfen nicht mehr als 7.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) umfassen. Videos müssen in einem Format eingereicht werden, das mit den gängigen Videoplayern (VLC, Media Player, Windows Player) abgespielt werden kann und dürfen nicht länger als 5 Minuten sein. Die minimale Videoauflösung sollte 1280 x 720 Pixel betragen, wir empfehlen jedoch eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Die Rate sollte max. 6 Mbit/s betragen. Einsendeschluss ist der 18.04.2021.

    Der Wettbewerb dient als Sprachrohr, um die Geschichten in der Welt zu verbreiten. Die Bewertung erfolgt durch eine qualifizierte Jury, die sich aus Personen verschiedener Fachgebiete zusammensetzt. Dadurch soll eine faire Bewertung ermöglicht werden, die möglichst viele verschiedene Blickwinkel abdeckt. Die Gewinner-Beiträge werden im Rahmen eines Abschlussevents im Sommer 2021 in Zusammenarbeit mit dem ZKM  | Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe geehrt und der Öffentlichkeit präsentiert.

    Unterstützt wird FutureFiction von Vertreter*innen von lokalen Gruppen der Fridays4Future, Scientists4Future und Parents4Future.

    Das Organisationsteam des Future Fiction Kreativwettbewerbs

     

    Weitere Informationen zur Teilnahme, dem Wettbewerb allgemein und Hintergrundinformationen findet ihr unter https://www.futurefiction-wettbewerb.de/

  26. Praktikant*in für Kreativwettbewerb gesucht

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    Für das Projekt „Future Fiction“ sucht unser Partnerprojekt „Energietransformation im Dialog“ eine Praktikantin/einen Praktikant im Bereich „Grafik und Gestaltung“.

    Im Zuge des Future Fiction Kreativwettbewerbs ist ab Juli 2021 ein Praktikumsplatz mit Arbeitsschwerpunkt Grafische Gestaltung eines digitalen Gewinnerbandes (E-book) und gestalterische Begleitung des Kreativwettbewerbs zu besetzen.

    Aufgabenschwerpunkte

    • Grafische Aufarbeitung der Gewinnerbeiträge (Text und Film) sowie von Begleittexten in Form eines E-Books
    • Mitwirkung an der Erstellung einer zugehörigen Werbestrategie und entsprechender Materialien (Poster, Flyer, Social Media content usw.)
    • Unterstützung bei der Kommunikation mit Verlag und ggf. weiteren Partnern
    • Mitwirkung an der Ausarbeitung eines Ausstellungskonzepts zur ansprechenden Präsentation der Beiträge im Zukunftsraum
    • Unterstützung bei der Durchführung der Preisverleihung
    • Allgemeine organisatorische Unterstützung des Projekts

    Allgemeine Anforderungen

    • Interesse an Nachhaltigkeitsthemen
    • Sicherer Umgang mit Bildbearbeitungs- und Gestaltungsprogrammen (InDesign, Illustrator, Photoshop)
    • Zuverlässige, strukturierte und eigenständige Arbeitsweise

    Wünschenswert sind

    • Erfahrungen im Bereich Grafikdesign
    • Erfahrungen im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (digital/analog)
    • Erfahrung mit Social Media-Kanälen
    • erste Erfahrungen im Ausstellungswesen
    • erste Erfahrung mit Kurzfilmen

    Wir bieten eine frische Arbeitsatmosphäre im Team, einen kreativen, selbstständigen Gestaltungsraum und die Mitarbeit in der inter- und transdisziplinären Projektarbeit.

    Arbeitsorte sind das ITAS in der Karlstraße 11, 76133 Karlsruhe sowie der Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft in der Rintheimer Str. 46, 76131 Karlsruhe.

    Die Tätigkeit wird nach dem üblichen Praktikumssatz des KIT vergütet. Ein Praktikum für 3 Monate ist erwünscht.

    Sollten wir Dein Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf Deine aussagekräftige Kurzbewerbung! (Anschreiben, Lebenslauf, gerne auch Arbeitsproben). Bitte sende diese elektronisch bis zum 16.05.2021 an helena.trenks@kit.edu.

    Infos zum Wettbewerb gibt es hier: https://www.futurefiction-wettbewerb.de/  

    Die Ausschreibung als pdf findet ihr hier.

     

     

  27. Karlsruher Reallabor für nachhaltigen Klimaschutz gestartet!

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    Im März 2021 startet unser neues Projekt Karlsruher Reallabor Nachhaltiger Klimaschutz (KARLA)! KARLA will die globale Herausforderung Klimaschutz hier vor Ort in Karlsruhe anpacken. Mit dabei sind über 30 Praxispartner. Was alles geplant ist und wie ihr euch einbringen könnt, erfahrt ihr in diesem Blogartikel.

    KARLA will Klimaschutz und Nachhaltigkeit vereinen

    Nach langem Zögern in Sachen Klimaschutz geht es langsam voran, wie etwa Gesetzvorhaben der Bundesregierung, der angestrebte Umschwung weg von Verbrennungsmotoren in der Automobilindustrie oder das Ausrufen des „Klimanotstandes“ in vielen Kommunen zeigen.

    Blicken wir auf die aktuelle Klimaschutzpolitik, wie etwa den Klimaschutzplan der Bundesregierung (BMU 2016), stellen wir fest, dass das Augenmerk stark auf der Reduktion von Treibhausgasen und den wirtschaftlichen Folgen liegt. Das ist natürlich ein wichtiger Aspekt! Aber, nachhaltiger Klimaschutz, wie wir ihn fordern – und in KARLA fördern wollen -, geht noch einige Schritte weiter und bringt auch soziale Aspekte und Verteilungsgerechtigkeit mit ein.

    Drei Handlungsfelder um nachhaltigen Klimaschutz in Karlsruhe zu fördern

    KARLA will nachhaltigen Klimaschutz in Karlsruhe fördern. Um das zu erreichen nimmt es drei Handlungsfelder in den Blick.

    Klimaschutz nimmt Fahrt auf – was bleibt auf der Strecke?

    In Karlsruhe wurde im April 2020 wurde das „Karlsruher Klimaschutzkonzept 2030“ vom Gemeinderat verabschiedet.

    Ausgewählte Klimaschutzmaßnahmen des Karlsruher Klimaschutzkonzeptes wollen wir im Handlungsfeld 1 Nachhaltigkeitsbewertung genauer anschauen. Gemeinsam mit Expert*innen in Sachen Nachhaltigkeit werden in KARLA die aktuell geplanten Klimaschutzmaßnahmen beforscht, bewertet, begleitet – und versucht, gegebenenfalls noch ein Stück nachhaltiger zu machen.

    Kein Labor ohne Experimente!

    Herzstück von KARLA ist die Initiierung, Erprobung und Erforschung von konkreten Klimaschutzmaßnahmen mit beteiligten Akteur*innen – echte Experimente also, sogenannte Transformationsexperimente (Handlungsfeld 2). Ziele dabei sind, sowohl Wissensgewinn – auf allen Seiten – als auch konkrete Beiträge zum Klimaschutz zu liefern. Im Sommer letzten Jahres haben wir hierzu eine Umfrage bei Karlsruher BürgerInnen und KIT-WissenschaftlerInnen durchgeführt, welche Klimaschutzaktivitäten für Karlsruhe denn am sinnvollsten gehalten werden. Ihr erinnert Euch vielleicht? Nach diesen Ergebnissen werden nun gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe und Partnern aus Zivilgesellschaft, Kultur und Verbänden Maßnahmen erarbeitet, initiiert und getestet. Ihr seid jetzt schon herzlich eingeladen mitzuwirken!

    Konkret geht es um die Themengebiete:

    • Klimaschonendes berufliches Reisen
    • Nachhaltiger Klimaschutz im Bauwesen
    • Fachkräfte für den Klimaschutz
    • Klimafreundliche Kantinen
    • Automobilfreiere Mobilität (optional)

    Von klimafreundlichen Dienstreisen über den Ausbau der Ausbildung in der Installation von Solartechnik und der Betrachtung von Nachhaltigkeitsaspekten in den Mensen und Kantinen Karlsruhes werden also ganz vielfältige Ziele verfolgt, bei denen KARLA auf einen starken Dialog baut.

    Der „Klimapakt“ soll Wissenschaft und Politik in Karlsruhe vernetzen

    Karlsruhe mit seinen Hochschulen strotzt nur so vor Wissen zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit – muss aber auch erst lernen, dieses Wissen auf die einzelnen Organisationen anzuwenden. Höchste Zeit hier für eine Vernetzung zu sorgen, von den Hochschulen untereinander sowie mit der Stadt Karlsruhe. Einen solchen Klimapakt zu bilden ist ebenfalls ein Ziel von KARLA und Handlungsfeld 3.

    Wie geht es nun weiter?

    Am Do 25.März findet von 18 bis 19 Uhr eine öffentliche Infoveranstaltung (online) statt, in der wir das Projekt genauer vorstellen werden, Eure Fragen dazu beantworten und auch gerne hören möchten, welche Aktivitäten es vielleicht bei Euch gibt, die man sinnvoll mit KARLA kombinieren könnte. Anmeldungen für die Veranstaltung bitte an: lea.herfs@kit.edu, dann bekommst Ihr die Zugangsdaten.

    Auch Du bist eingeladen, wir halten Dich natürlich auch hier auf unserer Website auf dem Laufenden!

    Projektbeschreibung KARLA auf ITAS Website

    KIT-Pressemeldung

    ITAS-Pressemeldung

     

  28. Reallabore sind en vogue!

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    In den letzten Jahren sind viele neue Reallabore und Reallabor-Förderlinien entstanden. Das „Quartier Zukunft“ war dabei ein Vorreiter und ist immer noch ein Vorbild. Mit der Zahl an neuen Reallaboren wächst dementsprechend auch der Bedarf an Austausch und Orientierung, insbesondere zur praktischen Umsetzung: Welche Methoden, die in Reallaboren zum Einsatz kommen haben sich bisher bewährt? Inwiefern sind Arbeitsweise und Ergebnisse aus Reallaboren auf andere Kontexte übertragbar? Und wie sieht es eigentlich mit der tatsächlichen Wirkung von Reallaboren aus? Um diese und weitere Fragen zu diskutieren, hat das Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit eine neue Veranstaltungsreihe „Herausforderung Reallabor“ ins Leben gerufen. Einen Bericht des ersten Treffens findet ihr hier.

    Ein Bericht zum Auftakt der Veranstaltungsreihe „Herausforderung Reallabor“

    Reallabore sind Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen, in denen Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen forschen und arbeiten. Sie sollen zur Nachhaltigkeitstransformation beitragen und widmen sich damit einer herausragenden Aufgabe unserer Zeit. So sind in den letzten Jahren eine Vielzahl unterschiedlicher Reallabor-Projekte und -Förderlinien entstanden. Man kann also mit gutem Gewissen sagen: Reallabore sind en vogue!  

    Übersicht über Mitglieder im Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit

    Die neue Veranstaltungsreihe „Herausforderung Reallabor“ des Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit, die wesentlich vom Team des Quartier Zukunft mitgestaltet wird, möchte einen Raum für Austausch und Orientierung für „alte“ und neue Reallabor Projekte schaffen. Eröffnet wurde die Reihe am 18.02.2021 mit der Fachtagung „Herausforderung Reallabor: Methoden|Übertragbarkeit|Impact“. Zielgruppe waren sowohl erfahrene Reallaborant*innen als auch Neulinge und Interessierte im Feld. Knapp 100 Teilnehmer*innen diskutierten auf der eintägigen Veranstaltung aktuelle Fragestellungen rund um Reallabore.

    Methoden im Reallabor – vielfältig und bunt

    Nach einer kurzen Begrüßung durch Christine Ahrend, Vizepräsidentin der TU Berlin, bildete Oliver Parodi den Auftakt mit seiner Key Note „Quo vadis Reallabor?“. Dort ging er auch auf die Geschichte des Quartier Zukunft ein, welche eng mit der Entwicklung der Reallaborforschung verbunden ist, und zeigte Perspektiven zur Weiterentwicklung von Reallaboren auf. Es folgte ein kurzer Überblick über die fast 40 Reallabore, die durch die Teilnehmenden an der Tagung vertreten waren.

     

    Bereits hier zeigte sich die Vielfalt an Themen, Perspektiven und Herangehensweisen, die an diesem Tag zusammentrafen. Im Zentrum der Tagung standen die Themen: Methoden im Reallabor – sowohl aus konzeptioneller Hinsicht als auch unter Partizipationsgesichtspunkten –, die Möglichkeiten und Grenzen der Übertragbarkeit (insbesondere im internationalen Kontext) und der Impact von Reallaborarbeit, also was Reallabore bewirken können und wie sich diese Wirkung auch nachweisen lässt. Diese drei Themenfelder wurden in Form von kurzen Spotlights eingeführt.

    Antonietta Di Giulio und Rico Defila (Universität Basel), die bereits mehrere Bücher zu Reallabor-Methoden herausgegeben haben (u.a. eine Methodensammlung), zeigten unterhaltsam Möglichkeiten aber auch Fallstricke bei der Entwicklung und Anwendung von Methoden bei der Reallaborarbeit auf. Kern der Tagung bildeten zehn parallele Sessions, bei denen in kleineren Gruppen dann intensiv über bestimmte Fragestellungen diskutiert wurde. Bereits im Vorfeld der Tagung konnten die Teilnehmer*innen Ihre Fragen an die Veranstalter richten – was sie auch in großer Zahl taten.

    Fazit

    Insgesamt hat uns bei der Tagung die große Anzahl an Forschungsvorhaben und Reallaboren überrascht, die noch in den Startlöchern stehen oder gerade erst begonnen haben. Hier wird in den kommenden Jahren also noch viel zu hören sein. Des Weiteren wurde immer wieder die besondere Rolle von Kunst und Kreativität in den Vordergrund gestellt.

    Nach der Tagung ist vor der Tagung: Nach dem offiziellen Veranstaltungsteil wurden die Teilnehmenden eingeladen, sich bei einem virtuellen Kaffeeplausch untereinander auszutauschen oder mit uns zukünftige Veranstaltungen zu planen. Wir freuen uns über das große Interesse, weitere Veranstaltungen zu Reallaboren durchzuführen und blicken bereits gespannt auf die kommenden Monate!

    Eine ausführliche Dokumentation der Tagung ist online erhältlich. Termine für weitere Veranstaltungen rund um Theorie und Praxis von Reallaboren sind auf der Website des Netzwerks zu finden.

    WEITERE INFORMATIONEN:

    Dokumentation zum Nachlesen hier auf der Website des Netzwerks „Reallabore der Nachhaltigkeit“.

    Nächste Termine:

    28.04.2021, 12:00-13:00 Uhr: Reallabor Lunch – Das Reallabor „MobiliSta“ stellt sich vor

  29. Dein BalkonNetz – Energie schafft Gemeinschaft

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    Viele von uns Denken bei dem Wort Energietransformation in erster Linie an die damit einhergehenden technischen Hürden, die einem Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien im Weg stehen. Doch Windräder und Algorithmen allein machen keine Energiewende, wichtig ist der Zuspruch in der Bevölkerung und die Verknüpfung von Energiethemen mit dem Alltag der Menschen.

    Und an dieser Stelle kommt unser neues Projekt „Dein BalkonNetz – Energie schafft Gemeinschaft“ ins Spiel.  Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss aus unseren Projekten „Seeds for SEETS“ und Energietransformation im Dialog.

    In diesem Projekt wollen wir der Frage nachgehen, wie eine soziale und ökologische Energiewende aussehen kann, und zwar ganz praktisch, indem kleine Solaranlagen im Alltag getestet und die Erfahrungen dokumentiert werden. Neben den technischen Aspekten spielen vor allem Chancengleichheit und Gemeinschaftsbildung eine wichtige Rolle. So nehmen wir insbesondere die Rolle von Frauen bei der Energiewende in den Blick und möchten ausprobieren, inwieweit gemeinschaftliches Gärtnern und Solarenergie zusammengebracht werden können. Hierzu nutzen wir kleine Solaranlagen, die auf Balkonen und Terrassen installiert werden können – sog. Photovoltaik-Balkonmodule.

    Balkonmodule – saubere Energie vom eigenen Balkon

    Bei den Photovoltaik (kurz PV)-Balkonmodulen – oder einfach nur ‚Balkonmodulen‘ – handelt es sich um kleine, kompakte Photovoltaikanlagen, die in der Anschaffung günstiger sind, als herkömmliche Anlagen. Im Vergleich zu herkömmlichen PV-Anlagen sind sie zudem sehr einfach zu installieren, denn sie können direkt mittels eines gewöhnlichen Steckers an den Stromkreislauf angeschlossen werden. Dank dieser Eigenschaften ist es möglich, Photovoltaik im kleinen Stil zuhause auszuprobieren. Wer mehr zu den Balkonmodulen erfahren möchte, kann sich gerne das Erklärvideo „Balkonmodul – Solarenergie zu Hause“ anschauen.

    22 Balkonmodule suchen…DICH und deine Nachbarinnen und Nachbarn!

    Um die PV-Module im Alltag zu testen suchen wir ab jetzt Bürger*innen, die Lust haben diese auszuprobieren. Personen, die als Experimentierende mitmachen, bekommen die Balkonmodule von uns zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmenden werden dann forscherisch über einen längeren Zeitraum von uns begleitet und können sich mit den anderen Teilnehmenden über ihre Erfahrungen austauschen. Und gerade zu Coronazeiten ist die Gemeinschaft und der Austausch untereinander wichtig!

    Das Projekt zielt deshalb auch darauf ab, das Miteinander in Nachbarschaften zu unterstützen. Die Experimente drehen sich dabei nicht nur um Technik, es geht um die Verbindung mit ökologischen und sozialen Aspekten wie etwa sozialen Zusammenhalt, Gemeinschaftsbildung, naturnahe Stadtbegrünung und viele mehr. Auf diese Weise soll ein Netzwerk entstehen und engagierte Personen zusammenfinden.

    Dabei geht es uns um zweierlei: Zum einen möchten wir mit euch Erkenntnisse darüber gewinnen, wie man mit Nischentechnik unkompliziert einen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Zum anderen möchten wir wissen, wie solche gemeinsamen Aktivitäten einen Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Gesellschaft unterstützen können. Wenn ihr also Interesse an Nachhaltigkeitsthemen und insbesondere an Solarenergie habt und ihr euch praktisch einbringen möchtet, dann ist unser Projekt genau richtig für euch!

    Infotermine im April

    Alle Interessierten können sich bei Informationsveranstaltung schlau machen. Sucht hierzu einfach einen Termin aus den nachfolgenden Terminoptionen aus und schreibt eine kurze Mail mit dem Betreff „Anmeldung“ an info@dialog-energie.de

    Infoveranstaltungen von „Dein BalkonNetz – Energie schafft Gemeinschaft“

    15.04.2021:       18:30 – 20:00 Uhr

    17.04.2021:       18:30 – 20:00 Uhr

    23.04.2021:       18:30 – 20:00 Uhr

    Die elektronischen Zugangsdaten erhalten ihr nach der Anmeldung.

    Warum eine sozial-ökologische, nachhaltige Energiewende?

    Die Energiewende ist nichts Geringeres als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, eine Transformation. Wir sind der Auffassung, dass die Energiewende nur dann zu einem echten Wandel beitragen kann, wenn sie weite Bereiche des gesellschaftlichen Lebens und Alltags erfasst und nicht rein technische oder wirtschaftliche Aspekte in den Blick genommen werden.  Dann birgt die geplante Neugestaltung der Energieversorgung Chancen für einen gesellschaftlichen Wandel für uns alle.

    Die Art und Weise wie wir mit Energie umgehen ist eng verknüpft mit gesellschaftlichen Themen wie Chancengleichheit und Gleichberechtigung und nicht zuletzt mit der Frage, wer unter welchen Bedingungen Zugang und Mitbestimmungsrechte zu Energie hat. Wird die Neugestaltung des Energiesystems nämlich auch dazu genutzt um Energiearmut, struktureller Benachteiligung oder Ungleichbehandlung entgegenzuwirken, hat sie weit größeres Potential einen gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit zu bewirken.

    Eine naturverträglich gestaltete Energiewende bietet zudem die Möglichkeit, zu den drängenden Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes ganzheitlich beizutragen.  Die Energiewende sollte mit Umwelt-, Arten-, und Klimaschutz zusammengedacht sowie geplant werden, und diesen nicht entgegenstehen. Hierzu braucht es frische Ideen und Tatkraft von ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, um unsere Natur und unser Leben in unserem Sinne zu gestalten.

  30. Campus und Stadt: Gemeinsam einsam oder zweisam exzellent?

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    Der Universitätscampus liegt mitten im Herzen von Karlsruhe. Nur selten liegt ein großer Universitätscampus so zentral mitten im Stadtgebiet. Doch ist der Campus Süd des KIT ein Quartier wie jedes andere und wie lebt es sich in seiner Nachbarschaft? Was schätzen die Anwohnenden an dieser Nachbarschaft, welche Erfahrungen haben sie gemacht und wo sehen Sie Verbesserungsmöglichkeiten? Das KIT wurde als Exzellenzuniversität ausgezeichnet, aber wie steht es um die baulichen und sozialen Qualitäten des Campus? Diesen Fragen geht Hanna Jäger nach.

    Hanna Jäger möchte in ihrer Promotion genau diese Fragen beantworten. Dafür befragt die Geographin die Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Stadtteile Oststadt und Innenstadt-Ost, die an den Campus Süd des Karlsruher Institut für Technologie angrenzen. Hier gibt sie uns einen kleinen Einblick in Ihre Arbeit.

    Karlsruher Schloss © Copyright by Karlsruher Institut für Technologie/Markus Breig

     

    Ein Gastbeitrag von Hanna Jäger

    Ziel meiner Arbeit ist es, die Verhältnisse zwischen Campus und Stadt in Karlsruhe darzustellen. In einer empirischen Studie sollen durch Befragungen und Beobachtungen eine aktuelle Bestandsaufnahme zur Wirkung und Wahrnehmung des Campus in der direkten Nachbarschaft durchgeführt werden. Dabei möchte ich zeigen, welche Verbindungen bereits zwischen der Wissensgesellschaft, also dem Campus, und der Stadtgesellschaft, also den umliegenden Wohnquartieren, bestehen. Aus den Ergebnissen möchte ich die Effekteexc  entdecken die eine Campus-Öffnung hin zur Stadt mit sich bringt. Wobei entstehen hier wertvolle Begegnungsstätten, Synergieeffekte und andere Vorteile, sowohl für die Stadt- als auch für die Campus-Angehörigen? Und welche Öffnung wird überhaupt von Seiten des Campus und der Stadt angestrebt? Spiegelt dies die Bedürfnisse von Studierenden, Forschenden, Mitarbeitenden und Anwohnenden des Universitätscampus wider? Um diesen Fragen auf die Spur zu kommen, habe ich bereits in meinem ersten Promotionsjahr Interviews mit wichtigen Akteuren der Campus- und Stadtentwicklung geführt und mich mit Anwohnerinnen und Anwohnern der beiden Stadtviertel getroffen. Aus diesen wertvollen Gesprächen konnte ich mein Erhebungsinstrument – einen Fragebogen – entwickeln, den ich nun am 01. März gemeinsam mit meinem Team in den Stadtvierteln Oststadt und Innenstadt-Ost verteilen werde.

    Meine Arbeit ist Teil des Projekts „Daheim unterwegs: informiert und nachhaltig leben und mobil sein“, das in der Abteilung Humangeographie des Instituts für Geographie und Geoökologie von Prof. Dr. Caroline Kramer gemeinsam mit der Kollegin Prof. Kerstin Gothe (Architektur, KIT) durchgeführt und durch den Präsidialfonds des KIT gefördert wird.

    Campus Süd. © copyright by Karlsruher Institut für Technologie/Markus Breig

    Um zudem den besonderen Einfluss von Covid-19 auf das Leben und den Alltag auf dem Campus und den umliegenden Nachbarschaften zu untersuchen, wird die Forschungsarbeit durch Studierende des IfGG unterstützt,, die im Rahmen des Projektseminars „Campus in der Stadt: #Elfenbeinturm oder #Stadtviertel?“ eine eigene Untersuchung zum Thema „Alltag auf dem Campus“ durchführt.

    Ab dem 01.März werden dazu die Studierenden ausschwirren und rund um und auf dem Campus mündliche Befragungen durchführen. Falls ihr also angesprochen werdet, nehmt euch bitte ein paar Minuten Zeit und unterstützt mein Vorhaben Und falls ihr in der Oststadt wohnt und einen entsprechenden Brief in eurem Briefkasten findet, freue ich mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt an meiner Umfrage teil zu nehmen.

    Übrigens, die Ergebnisse der Studierenden werden am 27.07.2021 im Architekturschaufenster Karlsruhe vorgestellt und in der Juli Ausgabe des Podcasts „Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel“ zu hören sein.

    Wer Interesse hat: Ich stelle meine Arbeit und meine ersten Ergebnisse bereits am 09.03. im Rahmen der Vortragsreihe „Forscherdrang“ des Architekturschaufensters vor. Der Vortrag wird online stattfinden und ist für jeden Interessierten zugänglich. 

    Ansonsten erfahrt ihr Neuigkeiten über das Projekt auch immer über die Projekt-Homepage und falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr euch gerne unter: hanna.jaeger@kit.edu  bei mir melden.

     

  31. Praktikumsstelle mit Sinn und Solar !

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    Wirft man einen Blick auf Deutschland, so stellt man fest, dass bereits viel Wissen über den Einsatz von Solarenergie vorhanden ist. Zudem sind die technischen Potenziale von Solaranlagen und die Amortisationszeiten (also wann es sich rechnet) bekannt. Trotzdem wird das zur Verfügung stehende Potenzial in vielen deutschen Städten bisher nur zu einem Bruchteil genutzt.

    Vor diesem Hintergrund geht ein gesellschaftliches Bündnis rund um die Karlsruher Initiative „Faktor2“ der Frage nach, wie der Solarausbau in deutschen Städten signifikant gesteigert werden kann – und zwar mithilfe eines Wettbewerbformats. In Kooperation mit dem Projekt Energietransformation im Dialog soll dieses Wettbewerbsformat forscherisch begleitet werden. Für diese spannende Aufgabe suchen wir dich!

    Für die Mitarbeit in der Forschungsgruppe „Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Transformation“ ist am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT in Kooperation mit dem Projekt „Energietransformation im Dialog“ ab sofort ein Praktikumsplatz zu vergeben!

    Aufgabenschwerpunkte

    • Wissenschaftliche Begleitung des Wettbewerbsprozesses durch die Anwendung geeigneter Methoden
    • Einordnung der Ergebnisse hinsichtlich ihres Beitrags für die Motivation der Teilnehmenden und der Umsetzung einer nachhaltigen Energiewende
    • Austausch mit den eingebundenen Partnern aus Wissenschaft und Praxis, auch durch die Teilnahme an Sitzungen und Projekttreffen
    • Unterstützung bei der Öffentlickeitsarbeit von Energietransformation im Dialog und den damit verbundenen Aufgaben im Bereich des Wissenstransfers
    • Allgemeine organisatorische Unterstützung des Projekts

    Allgemeine Anforderungen

    • Interesse an den Themen, Klimaschutz und/oder Energiewende sowie Nachhaltige Entwicklung
    • Erste Erfahrungen in der Durchführung eigener Forschungsaktivitäten, beispielsweise durch entsprechende Projektseminare, Praktika oder Forschungsaufenthalte während des Studiums
    • (Erste) Erfahrungen im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
    • Interesse an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft
    • Zuverlässige, strukturierte, eigenständige Arbeitsweise und Teamfähigkeit

    Wünschenswert sind

    • Interesse und fachliche Kompetenzen für die Erhebung, Analyse und Auswertung von qualitativen und quantitativen Daten
    • Ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen für die Belange der eingebundenen Partner
    • Sicherer Umgang mit gängigen Office Anwendungen (Word, Excel, Power Point, Outlook)
    • Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
    • Erfahrung im Umgang mit außerwissenschaflichen Akteuren wie Vereine oder NGOs.

    Wir bieten die Möglichkeit, eine in der Klimaschutzbewegung deutschlandweit viel beachtete Aktivität forscherisch in den Blick zu nehmen und diese Aufgabe mit eigenen wissenschaftlichen Interessen zu verbinden. Des Weiteren bieten wir eine frische Arbeitsatmosphäre im Team, einen kreativen, selbstständigen Gestaltungsraum und die Mitwirkung in der inter- und transdisziplinären Projektarbeit, sowie eine wertschätzende Betreuung.

    Arbeitsorte sind das ITAS in der Karlstraße 11, 76133 Karlsruhe sowie der Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft in der Rintheimer Str. 46, 76131 Karlsruhe. Je nach epidemiologischer Lage ist auch mobiles Arbeiten möglich bzw. verpflichtend.

    Die Tätigkeit wird nach dem üblichen Praktikumssatz des KIT vergütet. Ein Praktikum für 2-3 Monate ist erwünscht.

    Sollten wir dein Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf deine aussagekräftige Kurzbewerbung! Bitte senden diese elektronisch bis zum 14.03.2021 an lea.herfs@kit.edu

  32. Positive Zukunftsvisionen gesucht!

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    Der Kreativwettbewerb Future Fiction sucht Geschichten, die eine positive Zukunftsvision in einem Jahr zwischen 2030 und 2040 darstellen.  Jugendliche und junge Erwachsene können ihre Vorstellung einer Welt, in der die Klimaschutzmaßnahmen erfolgreich umgesetzt worden sind, in Form eines Textes oder eines Videos einreichen.

    Was wäre, wenn die Klimaerwärmung gebremst oder sogar aufgehalten werden kann? Was wäre, wenn die Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden? Was wäre, wenn das die Zukunft ist? Wie sieht diese Zukunft aus?

    Stellen wir uns kurz vor: wir befinden uns in einem Jahr zwischen 2030 und 2040. Es wurden viele Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt und wir haben es geschafft, die Erderwärmung zu stoppen.

    Wie sieht die Welt nun aus?

    Diese Frage möchten wir mit dem Kreativwettbewerb „Future Fiction“ beantworten. Dafür suchen wir Menschen zwischen 13 und 23 Jahren, die ihre Vorstellung in einem Text oder Video darstellen möchten. Die Geschichte soll zeigen, wie die Welt aussieht, wenn unsere Klimaschutzbemühungen erfolgreich umgesetzt werden.

    Wieso wurde der Wettbewerb ins Leben gerufen?

    Der Mensch hat eine Klimaerwärmung mitverursacht, die viele negative Auswirkungen auf die ganze Umwelt hat. Die Ausmaße dieser Katastrophen werden immer dramatischer werden, wenn die Entwicklungen einfach so weitergehen wie bisher und damit auch ein immer größeres Problem für die meisten Menschen darstellen. Wir sind überzeugt davon, dass es notwendig und auch möglich ist, diese Entwicklungen aufzuhalten und möchten dazu beitragen, auch andere Personen davon zu überzeugen. Der Wettbewerb soll zum Handeln motivieren und inspirieren. Geschichten prägen unsere Vorstellung, unser Denken. Sei es geschrieben, in Form von Texten, oder gedreht als Video. Wir sind überzeugt: Es sind Geschichten über eine positive Zukunft, die unser gegenwärtiges Handeln verändern können. Oder anders gesagt: wir schreiben heute die Geschichte von morgen!

    Wie kann man teilnehmen?

    An dem Wettbewerb teilnehmen können alle zwischen 13 und 23 Jahren. Die Geschichte kann entweder als Text oder als Video eingereicht werden. Texte müssen entweder als Word oder als ODF (Open Document Format) eingereicht werden und dürfen nicht mehr als 7.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) umfassen. Videos müssen in einem Format eingereicht werden, das mit den gängigen Videoplayern (VLC, Media Player, Windows Player) abgespielt werden kann und dürfen nicht länger als 5 Minuten sein. Die minimale Videoauflösung sollte 1280 x 720 Pixel betragen, wir empfehlen jedoch eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Die Rate sollte max. 6 Mbit/s betragen. Einsendeschluss ist der 18.04.2021.

    Der Wettbewerb dient als Sprachrohr, um die Geschichten in der Welt zu verbreiten. Die Bewertung erfolgt durch eine qualifizierte Jury, die sich aus Personen verschiedener Fachgebiete zusammensetzt. Dadurch soll eine faire Bewertung ermöglicht werden, die möglichst viele verschiedene Blickwinkel abdeckt. Die Gewinner-Beiträge werden im Rahmen eines Abschlussevents im Sommer 2021 in Zusammenarbeit mit dem ZKM  | Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe geehrt und der Öffentlichkeit präsentiert.

    Unterstützt wird FutureFiction von Vertreter*innen von lokalen Gruppen der Fridays4Future, Scientists4Future und Parents4Future.

    Das Organisationsteam des Future Fiction Kreativwettbewerbs

     

    Weitere Informationen zur Teilnahme, dem Wettbewerb allgemein und Hintergrundinformationen findet ihr unter https://www.futurefiction-wettbewerb.de/

  33. einBLICKE 12/20 | Ein Jahr Podcast und vieles mehr!

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    Willkommen zu einer neuen Ausgabe von einBLICKE. 

    Inzwischen ist das neue Jahr schon voll im Gange und wir haben uns inzwischen an die aktuelle Situation angepasst und eine Menge Online-Veranstaltungen für euch auf die Beine gestellt 🙂 Davor hatten wir im September mit den „OsTräumen“ am Park(ing)Day aber doch noch die Möglichkeit eine Veranstaltung vor Ort zu machen 🙂

    Online-Formate werden uns aber noch weiterhin begleiten. So finden die Frühlingstage der Nachhaltigkeit dieses Jahr komplett digital statt Veranstaltungen im Zukunftsraum sind weiterhin nicht gestattet. Das es aber trotzdem viel zu erleben gibt, könnt ihr hier lesen.

    Viel Spaß beim Lesen!

     


    Kreativwettbewerb FutureFiction

     

    Was wäre, wenn die Klimaerwärmung gebremst oder sogar aufgehalten werden kann? Was wäre, wenn die Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden? Wie sieht diese Zukunft dann aus?

    Der FutureFiction Kreativwettbewerb richtet sich an Personen zwischen 13 und 23 Jahren, die in einem Text oder Video darstellen möchten, wie ihre positive Vorstellung einer Zukunft aussieht, in der die Klimaschutzbemühungen erfolgreich waren. Der Wettbewerb soll Menschen inspirieren und motivieren, sich gegen die Klimaerwärmung und für eine bessere Welt einsetzen möchten.  Einsendeschluss ist der 18.04.2021.

     

    Vortrag nachhaltige Geldanlage

     

    Der Finanzexperte Philipp Achenbach gibt eine Einführung in das Thema „Nachhaltige Geldanlagen“. Passend zum Selbstexperiment „Mein Geld fürs Klima“ gehen wir der Frage nach, wie unser Geld dem Klima helfen kann. Schaut am 18.Februar 2021 online um 18:30-20:30 Uhr vorbei!

     

    Film zu personaler Nachhaltigkeit entsteht

     

    Habt ihr schon einmal was von personaler Nachhaltigkeit gehört? Oder praktiziert ihr diese eventuell in eurem Alltag schon? Unser Team liegt sehr viel an diesem Thema und so sind wirdabei einen Film über Personale Nachhaltigkeit zu entwickeln. Eine Vorpremiere hat im Rahmen des Indo-German Dialoge bereits stattgefunden. Nun basteln wir an der Finalisierung.

    Sobald dieser fertig ist, bekommt ihr natürlich davon mit 🙂

     

    Ein Jahr Podcast! 

     

    Anfang letzten Jahres ging unser Podcast „Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel“  an den Start. Inzwischen haben wir 9 Folgen produziert.

    Wir hatten viel Spaß und freuen uns auf viele spannende Themen im nächsten Jahr! Labor Zukunft verschafft euch Einblicke aus unserer Forschung und Praxis zu einem guten und nachhaltigen Leben. Gemeinsam entdecken wir Transformationsprozesse und geben Denkanstöße, wie man ein Quartier nachhaltig und zukunftsorientiert gestalten kann. Hört gerne mal rein!

     

    Frühlingstage der Nachhaltigkeit im März 2021
     

     

    Bei den Frühlingstagen der Nachhaltigkeit am KIT vom 23. bis 25. März 2021 werden Expert*innen und Teilnehmer*innen den Fragen nachgehen ,was sich hinter den Begriffen wie „Nachhaltige Entwicklung“ und „Nachhaltigkeitsforschung“ tatsächlich verbirgt. Teilnehmende haben die Möglichkeit, in Vorträgen, Workshops und Exkursionen kritische Sichtweisen auf gesellschaftlich relevante Fragen und persönliche Verhaltensweisen einzunehmen und kontroverse Themen zu diskutieren.

    Auch unser Team wird dort einige Workschops anbieten! Weitere Infos zu den Frühlingstagen gibt es auch in unsere Podcast  Labor Zukunft !

     

    GrüneLunge bei Effekte Karlsruhe   

     

     Innerstädtische Bäume und Wälder versorgen die Menschen mit Sauerstoff, mildern durch kühlende Verdunstung die Belastung durch Hitze, reinigen die Luft, binden Kohlenstoff und bieten vielfältige Ökosystemdienstleistungen. Doch auch Stadtbäume werden durch die Folgen des Klimawandels beeinträchtigt. Daher geht das Projekt „GrüneLunge“ am 02.03.21 der Frage nach „Welche Baumarten sind robuster hinsichtlich der Klimawandelfolgen?“ 

    Der Abend ist Teil der Effekte Reihe Karlsruhe.

     

    Video zu Balkon-Solarmodulen

     

    Ein neues Info-Video aus unserem Projekt „Energietransformation im Dialog“ ist da! Diesmal geht es um die Frage, wie Solarenergie auf dem eigenen Balkon genutzt werden kann. Dies ist insbesondere für Mieter*innen eine tolle Möglichkeit! 

     

     

    News über Klimaschutz gemeinsam wagen!
     

     

    Unser Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen“ hat jetzt nicht nur einen eigenen Instagram Account, sondern auch Regenhosen zum Leihen, für alle Menschen die unser Selbstexperiment „Mein Auto hat Pause“ machen wollen.

    Bei Interesse gerne melden: sarah.meyer@kit.edu  

     

     

    News über Energietransformation im Dialog

     

    Unser Projekt Energietransformation im Dialog ist fleißig dabei, hilfreiche Informationen zur Energienutzung von heute und morgen aufzubereiten und über unsere Social-Media-Kanäle zu teilen. Passend zur aktuellen Jahreszeit werden wir uns in den nächsten Wochen dem Heizen widmen. Dabei wollen wir auch zeigen, wie jeder von uns mit kleinen Tricks eine Menge Energie sparen kann. Ihr folgt uns noch nicht auf Instagram oder Facebook? Dann schaut doch mal vorbei!

       
  34. Digitales Frühlingserwachen am KIT

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    Bald ist es wieder soweit! Die Frühlingstage der Nachhaltigkeit läuten am 22.-25.03.2021 wieder den Karlsruher Frühling ein. Dieses Jahr jedoch Digital! Du willst noch mehr zur Nachhaltigkeit in Wissenschaft, Studium, Beruf und Alltagswissen erfahren? Weitere Informationen findest du hier.

    Die „Frühlingstage der Nachhaltigkeit“ werden vom ZAK und in Kooperation mit der Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit durchgeführt. In insgesamt vier aufeinander folgenden Projekttagen teilen Expertinnen und Experten auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit ihr Wissen in den Bereichen Wissenschaft, Studium, Beruf und Alltag mit allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern. In diesem März finden die „Frühlingstage der Nachhaltigkeit“ bereits zum vierten Mal statt. Eins ist klar, nachhaltige Entwicklung ist einfach ein aktuelles Thema und in aller Munde. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Frühlingstage der Nachhaltigkeit“ werden durch ihre Beteiligung an dieser Veranstaltung genauer erfahren, wie man selbst zur Akteurin oder zum Akteur für nachhaltige Entwicklung wird.

    Auch das Quartier Zukunft wird mit Workshops an der Veranstaltung teilnehmen. Doch das ist nicht alles ! Am Dienstag, den 26. Januar konnten wir die nun letzte Folge unseres Podcasts veröffentlichen, welche in Kooperation mit den Studentinnen und Studenten der Lehrredaktion Audiowerkstatt im Studiengang Wissenschaft-Medien-Kommunikation entstanden ist.

    In dieser Podcast-Folge werfen wir gemeinsam mit den Studentinnen Ingrid Harsch, Sandra Ullrich und Michelle Rebel einen Blick auf die „Frühlingstage der Nachhaltigkeit“, eine Veranstaltung am KIT. Wir behandeln in der Folge nicht nur allgemein wichtige Informationen zur Veranstaltung, sondern haben auch die Chance ergriffen und mit den zwei zuständigen Ansprechpartnerinnen Ines Bott und Sophie Kaiser, dem Workshop-Leiter Julius Wesche sowie weiteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Veranstaltung gesprochen. Hört gerne rein! 

    Ihr habt die Folge verpasst? Kein Problem, ihr findet sie auch auf der Website vom Campusradio Karlsruhe und auf Spotify.

    Schon gespannt was als Nächstes kommt? Dann schaltet ein für die nächste Folge von Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel am 23. Februar um 20 Uhr im Webstream des Campusradio Karlsruhe und auf UKW 104,8. Nächstes Mal dreht sich alles um das Thema Wasser.

    Du möchtest keine Folge mehr verpassen?Dann schalte immer am letzten Dienstag des Monats um 20 Uhr auf UKW 104.8 oder im Webstream des KIT Campus Radios ein.

  35. Kleine Selbstexperimente für den Lockdown

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    In Zeiten des Lockdowns stellen sich viele die Frage, wie sie sinnvoll ihre Zeit Zuhause verbringen können. Gehörst du auch dazu ? 

    Dann bist du hier genau richtig 🙂

    2021 und der Lockdown hat noch kein Ende gefunden. Im Frühjahr 2020 konnten sich viele die Zeit vertreiben in dem ordentlich ausgemistet wurde. Wochenlang gab es jede Menge Schätze auf der Straße zu finden. Dann kam der Sommer und man konnte halbwegs normal draußen Zeit verbringen. Doch was ist nun im Winter ? Die Backzeit ist so gut wie rum und Dokumentarfilme und Serien hängen einem zu den Ohren raus. Und die Bücherliste? Die ist auch schon abgehackt…

    Hier ein paar Ideen für kleine „Lockdown- Selbstexperimente“ von unserem Kollegen Dr. Volker Stelzer:

     

    In den letzten 10 Jahren gab es große Entwicklungen in den Bereichen Internet, Social Media und smarter Endgeräte. Viele von uns benutzen diese täglich. Viele werden sogar nervös, wenn sie in ihrer wachen Zeit nicht mindestens einmal pro Stunde (oder öfters) ihre Informationskanäle gecheckt haben. Dadurch werden wir permanent unbewusst mit Informationen im wahrsten Sinne des Wortes „vollgespamt“, was auf lange Zeit emotional zu fast schon Burn-Out ähnlichen Zuständen führen kann.

    Wie wäre es das Selbstexperiment „One day without“ durchzuführen?!

    Suche dir dafür einen Tag aus, an dem du dein Smartphone weglegst. Außerdem solltest du auch auf keinen Rechner, Laptop oder Social Media (Facebook, Instagram, Telegram, Mail…) zugreifen.  

    Was Erlaubt ist: Miteinander direkt reden, telefonieren, Brief schreiben, einfach mal nichts tun 🙂 Natürlich kannst du dein Telefon anlassen und deinen liebsten Mitmenschen bescheid geben, dass du in Notfällen angeklingelt werden kannst.

     


     

    Um langfristig gesund zu bleiben braucht unser Körper Bewegung. Schon vor Corona haben sich einige von uns viel weniger bewegt, als es notwendig ist. Seit der langen Lockdown Phase hat sich bei einigen diese Situation noch verschlechtert. In der Lockdownzeit fallen zudem auch regelmäßige Wege, wie zur Arbeit oder zu Freizeitaktivitäten, weg. Viele Planungen für Urlaube mit Bewegung können somit auch nicht realisiert werden (Skifahren, Wandern, Schwimmen, Radfahren…)

    Wie wäre es mit dem Selbstexperiment „Fit for Future Health“?!

    Nimm dir dafür in einem zweiwöchigen Zeitraum mindestens 4 Übungseinheiten vor, wie Wandern, eine Fahrradtour, Gymnastikeinheit, Yoga/ Qi-Gong /Pilates oder online Workouts. Suche dir alles raus was dein Herz begehrt. Dafür kannst du dir auch eine/n Sport-„Budy“ suchen. Das hilft bei der Motivation 😉

    2 mal pro Woche machst du die Sport Einheiten die du dir ausgesucht hast. Natürlich kannst du auch etwas machen was du noch nie gemacht hast! Das gibt dir auch das Gefühl von Abwechslung !

    Ist ein Selbstexperiment für dich dabei?

    Noch mehr Inspirationen für Selbstexperimente, die du trotz Lock-down durchführen kannst findest du auf der Website unseres Projekts „Klimaschutz gemeinsam wagen“.

    Schreibe uns gerne deine Erfahrungen über Facebook oder hier in den Kommentaren.

    Wir freuen uns von euch zu lesen!

     
  36. Klimaschutz für die Ohren!

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    Hingehört! Ab morgen, den 17.11.20  und am 24.11.20 gibt es ein kleines Podcast Special! Und zwar haben wir eine Doppelfolge aufgenommen in der wir die verschiedene Fassetten  des Projekt “Klimaschutz gemeinsam wagen“ für euch beleuchten.

    Du interessierst dich für Nachhaltigkeit und wie man nachhaltiger Leben kann? Dann hör in unsere neue Podcast Folgen rein! Dort erklären wir dir wie du durch Selbstexperimente, deinen Lebensstil nachhaltiger gestalten kannst.

     

     

    Erster Teil: Lasst uns Klimaschutz Gemeinsam Wagen – ein Guide für mehr Nachhaltigkeit! (Zu hören ab 17.11.2020)

    In dieser Podcast-Folge werfen wir einen Blick hinter die Kulissen unseres Projekts „Klimaschutz gemeinsam wagen!“, welches sich für einen nachhaltigeren und klimabewussteren Alltag in der Karlsruher Oststadt einsetzt.

    „Wir müssen den Klimawandel aufhalten!“ Diese Worte sind in aller Munde, doch wie soll das konkret funktionieren? Was muss man alles beachten? Wie kann ich meine Klimabilanz individuell verbessern?

    Oft gibt es so viele Vorschläge und Möglichkeiten, dass du absolut überfordert wirst.
    Und genau hier setzt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ an. Wo andere nur leere Floskeln predigen, liefert das Projekt praktische Lösungen und Handlungsalternativen für den Alltag. Eingeteilt in drei Formate – Selbstexperimente, die Beratung der Klima-Coaches und Beratung für die Gastronomie – zielt das Projekt darauf ab, eine Bewusstseinsveränderung bei den Menschen zu bewirken. Nur so kann unsere Erde langfristig geschützt werden. Mitmachen kann jede und jeder, die möchten.

    In der Folge kommen die Projektleiterinnen zu Wort, die Klimacoaches Anne-Sophie, Eva und Karsten geben die Tipps aus den Bereichen Ernährung, Mobilität und Konsum und due erfährstwas auch du zum Schutz unserer Erde beitragen kannst.

     


     

    Zweiter Teil: Selbstexperimente: Eine Chance nachhaltiger zu werden! (zu hören ab 24.11.2020) 

    In dieser Podcast-Folge werfen wir einen Blick  auf die Selbstexperimente unseres Projekts „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ und hören Erfahrungsberichte der drei Studentinnen Isabelle, Rosa und Cheyenne, die das Selbstexperiment „Essensabfall hab ich nicht“ durchgeführt haben

    Selbstexperimente sind ein an der eigenen Lebensweise vorgenommener Versuch. Sie helfen dabei eigene und gesellschaftliche Handlungsweisen zu reflektieren.

    Dir ist beispielsweise aufgefallen, dass du immer zu viele Lebensmittel einkaufst, die du nicht mehr verwerten kannst und deshalb wegwerfen musst? Dann geht es dir wie vielen anderen Personen in Deutschland. Denn jährlich werden hierzulande 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen.

    Eine Methode, die dabei helfen kann, das Wegwerfen zu verringern sind Selbstexperimente. Diese können dabei helfen, deine Lebensweise umzustellen. Bevor ein Selbstexperiment überhaupt starten kann, dokumentiert man eine Woche lang den „Ist-Zustand“ und dokumentiert diesen. In der darauffolgenden Woche kann das Experiment dann starten, indem man versucht, wenig bis gar nichts wegzuwerfen. Auch diese Vorgehensweise muss dokumentiert werden. Am Ende kann man dann den vorherigen „Ist- Zustand“ mit dem aktuellen „Ist-Zustand“ vergleichen. Diese Vorgehensweise kann man natürlich auf jedes beliebige und für sich passen Selbstexperiment anwenden.

    Ein Tipp für AnfängerInnen ist zum Beispiel: Aus überreifen Bananen lässt sich beispielsweise noch ein tolles Bananenbrot zaubern.

    Es werden spannende Tipps zum Selbermachen gegeben, die zugleich deinen ökologischen Fußabdruck verringern! Unter anderem kannst Du dein Wissen in einem kurzen Ratespiel während des Podcasts testen.

    Inspiration für weitere Selbstexperimente findest du hier.

     

    Werde auch Du aktiv und lass uns Klimaschutz gemeinsam wagen!

    Du willst genaueres über das Thema Klimaschutz und Selbstexperimente erfahren? Dann hör doch in unseren Podcast rein.

    Am Dienstag 17. November und am Dienstag 24. November um 20 Uhr auf UKW 104.8 oder in den Webstream des Campusradio Karlsruhe.

    Oder höre gerne auf Spotify und Soundcloud rein!

     

    Viel Spaß beim Anhören!

     

  37. 6 Wochen auf zwei Rädern

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    Urlaub in der Region machen, Zeit haben Orte zu entdecken und langsam und authentisch zu Reisen. ‚Slow Tourismus‘ ist nicht erst seit Corona im Vormarsch. Wir entdecken diese nachhaltige Art des Reisens und seine Vorteile wieder.

    Ein Reisebericht von Marielle Rüppel

    Von Karlsruhe kann man mit dem Auto in 2-3 Stunden nach Basel fahren. Warum nicht dieselbe Strecke jedoch auch in guten fünf Tagen mit dem Fahrrad erleben und dabei viele schöne Orte am Rhein entdecken, wie das Naturschutzgebiet Tauber-Gießen-Tal nahe Rust?

    Das haben mein Freund und ich dieses Jahr gemacht, und sind anschließend noch einmal um den Bodensee, über Ravensburg und Ulm nach Stuttgart, dann den Neckar entlang über Tübingen und Horb in den Schwarzwald, um dann der „Tour de Murg“ zurück bis Karlsruhe zu folgen.

    Lange vor Ausbruch der Corona-Pandemie hatten wir eine 6-monatige Radreise durch ganz Frankreich geplant, die wir dann leider absagen mussten. Von Juli bis August waren wir dann doch 6 Wochen unterwegs, vor allem durch Baden-Württemberg, allerdings mit Abstechern nach Frankreich, Österreich und die Schweiz (am Bodensee) sowie nach Hessen und Rheinland-Pfalz. Insgesamt haben wir vermutlich rund 1000km zurückgelegt. Es war eine tolle Erfahrung, so unabhängig unterwegs zu sein, mit der Sonne aufzustehen und schlafen zu gehen, an jedem schönen Ort Halt machen zu können und liebe Leute nach langer Zeit wiederzusehen. Wir haben es auch genossen, den ganzen Tag an der frischen Luft zu sein, und in der Natur von Mirabellen, Brombeeren oder Fallobst-Äpfeln beschenkt zu werden.

    Start und Ziel

    Zufälligerweise haben wir durch ganz Baden-Württemberg verstreut Verwandte und Freund*innen, sodass wir zwischendrin erholsame Besuche machen konnten. Zu Beginn haben wir erst noch Verwandte in der Pfalz besucht, und mussten feststellen, dass es sich mit einigen Kilo Gepäck die Weinberge hoch und runter nicht so leichtfüßig fährt wie im flachen Karlsruhe. Und wir dachten, viel Radfahren gewöhnt zu sein! Doch ob man 7km oder 70km am Tag fährt, macht dann doch einen Unterschied. Obwohl wir ein Zelt dabei hatten, haben wir bei dem sommerlichen Wetter viel unter freiem Himmel geschlafen. Die Mücken beim Einschlafen waren zwar lästig, doch wurden wir mit sternenklaren Nächsten belohnt und am nächsten Morgen von zauberhaften Sonnenaufgängen geweckt.

    Ganz unterschiedlich erlebten wir die Flüsse Rhein, Neckar, Donau und Murg. Neben dem Rhein, der vor knapp 200 Jahren vom Karlsruher Ingenieur Tulla begradigt wurde und vielbefahren ist, führte fast schnurgerade der Radweg auf dem Damm entlang. Neckar und Murg hingegen werden nicht für Schifffahrtsverkehr genutzt und waren folglich viel naturbelassener, gesäumt von blühenden Auenlandschaften. Immerhin werden inzwischen auch rund um den Rhein wieder Überschwemmungsgebiete und Auen eingerichtet, um wieder neue Lebensräume zu schaffen und Artenvielfalt zu fördern. Besonders gefallen hat uns der Bodensee, der aus jeder Perspektive anders aussah, meist jedoch mit Aussicht auf die Alpen im Hintergrund. Als Auftakt hierzu genossen wir mit den Rheinfällen bei Schaffhausen das faszinierende Naturspektakel brausender Wassermassen im Abendlicht.

    Das langsame Reisen mit dem Rad war viel entspannter als ein Urlaub, bei dem es nur darum geht, schnell ans Ziel zu kommen. Denn es erlaubt, die Umgebung auf dem Weg intensiver wahrzunehmen, zu erleben und zu genießen.

     Marielles Fazit: Man muss das Rad nicht neu erfinden – nur häufiger benutzen!

    Marielle und ihr Freund zeigen wie schön es sein kann, die eigene Heimat neu zu erkunden. Der Trend des Kurzurlaubes mit dem Billigflieger hat durch Corona einen Halt gemacht und ermöglicht uns den Fokus wieder auf unsere Heimatgebiete zu richten. Vor allem Radtouren in der Natur schenken ein besonderes Freiheitsgefühl. Regionaler Tourismus schont die Umwelt, stärkt das Verbundenheitsgefühl zur heimatlichen Natur und ist häufiger erholsamer als 2 vollgepackte Tage Barcelona 😉

     

    Weiterführende Links für Interessierte:

    Arte-Doku zur Rheinbegradigung unter Tulla (noch bis 12.11. in der Mediathek)

    Radtouren rund um den Bodensee

    Tour de Murg 

  38. Neue Podcastfolge „Labor Zukunft“- Serious Gaming – spielend leicht lernen!

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    Wie kann man sensible Themen auf spielerische Art und Weise besprechen und diskutieren? Produktive Diskussionen anregen sowie neue Rollen und Perspektiven einnehmen? Und alles das durch ein Spiel? Wie genau das geht, was der Begriff „Serious Gaming“ bedeutet und viel mehr erfährst du in unserer neuen Folge Labor Zukunft!

    In der Podcast-Folge werfen wir einen Blick auf das Thema Serious Gaming und wie man spielerisch Wissen vermitteln kann. Mit solchen „ernsthaften“ Spielen haben wir wahrscheinlich alle schon mehr als einmal Kontakt gehabt. Ob das als Kind beim großen Wissensquiz für Kinder, als Jugendlicher bei den Löwenzahn-Computerspielen oder ganz aktuell dieses Jahr bei dem kooperativen Gesellschaftsspiel Pandemic war, ist ganz egal. .

    Der Begriff schließt außerdem Workshops mit spielerischem Ablauf ein. So können ernsthafte Themen angegangen werden, um gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln.

    An so einem Workshop haben die KIT-Studierenden Annika, David und Vesela teilgenommen. Annie Grebhahn vom Quartier Zukunft hat mit ihnen zusammen das Spiel „Gemeinsam nachhaltig in Karlsruhe“ gespielt, an dessen Konzeption sie beteiligt war. Hierbei entwickelt man ein gemeinsames Nachhaltigkeitsprojekt für Karlsruhe, das dann theoretisch so umgesetzt werden könnte.

    Außerdem kommen Daniel Rau von der Stadtverwaltung Karlsruhe und Sven Krahl, der das Design für das Serious Game „Lebe Global“ gestaltet hat, zu Wort.

    Lust eine Runde zu spielen?

    Wenn ihr nach dem Anhören unserer Folge selbst Lust habt, eine Runde zu spielen, hier noch ein paar Tipps für euch:

    Auch im Zukunftsraum finden – wenn wir uns nicht gerade in einer globalen Pandemie befinden – immer wieder Spieleabende statt, zu denen ihr natürlich herzlich eingeladen seid. Infos dazu werden rechtzeitig im Quartier-Zukunft-Kalender bekanntgeben.

    Einen tollen Überblick über verschiedenen Serious games bietet die Plattform: https://seriousgames-portal.org/

    Eine Beschreibung der beiden im Podcast beschriebenen Spiele findet ihr hier.

    Du möchtest keine Folge mehr verpassen?

    Dann schalte immer am letzten Dienstag des Monats um 20 Uhr auf UKW 104.8 oder im Stream des KIT Campus Radios ein. Unsere Folgen findest du auch auf Spotify und Soundcloud!

  39. Zukunftsraum bis auf Weiteres geschlossen

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    Aktualisierung 02.11.2020! Der Zukunftsraum bleibt bis voraussichtlich Ende November geschlossen.

    Hier geht’s zur aktuellen Corona-Verordnungen des Landes Baden-Württemberg.

     

    Zukunftsraum eingeschränkt geöffnet (25.10.2020)

    Liebe Freundinnen und Freunde des Zukunftsraums,

    wegen der aktuellen Corona-Lage muss der Zukunftsraum erneut vorübergehend für Dritte geschlossen bleiben.

    Dies ist eine Vorgabe des KIT für alle seine Gebäude, die leider auch den Zukunftsraum betrifft, den wir deshalb bis auf weiteres für externe Gruppen schließen müssen.

    Wir sind aber zu den Öffnungszeiten weiter für euch da, Einzelpersonen können den Zukunftsraum immer noch mit Mund-Nasen-Schutz besuchen. Damit wir die maximale Personenzahl von 10 Personen nicht überschreiten, wäre eine Voranmeldung per Mail (info@quartierzukunft.de oder über die Kontaktadressen unter „Teams“) ideal.

    Wir bedauern das und hoffen und ihr kommt gut durch die unruhige Zeit!

    Weitere Infos:

    Aktuelle Verordnungen des KIT Corona-Krisenstabs.

    Aktuelles aus Stadt und Landkreis Karlsruhe: https://corona.karlsruhe.de/

    Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg in der ab dem 19.Oktober 2020 gültigen Fassung.

    Deutschlandweite Informationen sind unter www.rki.de/covid-19 abrufbar. Sie werden kontinuierlich an die Lage angepasst. 

     

  40. Neue Folge Labor Zukunft -Forschung ohne Kittel: Ein kleiner Schritt ins Grüne, ein großer Schritt in Richtung Artenvielfalt

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    Ein Gastbeitrag von: Leonie Arnold, Jana Knapp, Zoé Volkert, Blanca Ferrer

    Die Kampagne“ Naturnah Gärtnern – Für Mensch, Tier & Klima“ motivierte Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Rheinstetten, den eigenen Garten naturnah zu gestalten und ökologisch zu pflegen. Das bedeutet, keinen chemisch-synthetischen Dünger zu verwenden oder vielfältige Mischungen an heimischen Blumen und Beerensträuchern zu pflanzen, um Lebensraum für Tiere zu schaffen und damit zur Artenvielfalt beizutragen.

    Im Rahmen der neuen Folge unseres Podcasts „Labor Zukunft“ haben sich die Studentinnen Leonie Arnold, Jana Knapp, Zoé Volkert, Blanca Ferrer mit dem Thema naturnahes Gärtnern, und im speziellen mit der Kampagne „Naturnah Gärtnern – Für Mensch, Tier und Klima“, des Teilprojekts Grüne Lunge im Dialog beschäftigt. Der Podcast ist am Dienstag, 29.09. um 20 Uhr live im Campusradio und auf UKW 104,8 zu hören und beleuchtet verschiedene Perspektiven zu dem Thema.

    Auf der einen Seite die Menschen, welche ihre eigenen Gärten naturnah umgestalten. Auf der anderen Seite Expertinnen und Experten, die das Projekt ins Leben gerufen haben und an der Umsetzung beteiligt sind. Das Ziel der Kampagne ist, die naturnahe Gestaltung in Privatgärten in Rheinstetten zu fördern. Dazu werden bis Sommer 2021, unterstützt durch das Quartier Zukunft-Team, 16 Haushalte dabei begleitet, den eigenen Garten umzugestalten. Für diese Folge haben die Studentinnen viele interessante Personen in ihren Gärten und Büros besucht. Darunter die Teilnehmerinnen und Hobbygärtnerinnen, Martina Mayus und Elke Börsig, die Projektleiterin von GrüneLunge im Dialog Annika Fricke, und die Landschaftsgärtnerin Michaela Senk.

    Im Podcast werden Fragen beantwortet und neue Perspektiven aufgezeigt. Die Studentinnen haben nachgehakt und viele Aspekte beleuchtet. Alleine das Rohschnittmaterial an Aufnahmen betrug 4 Stunden 😉

    Auf den oben zu sehenden Bildern sind die Studentinnen im Einsatz und auf der Jagd nach dem grünen Wunder. Hautnah durften Zoe, Leonie und Jana  Gärten fühlen und erleben. Es wurden Blüten gegessen, Tomaten gegossen und in Büros geschwitzt.

    Was ist ein naturnaher Garten und warum ist er so wichtig?

    Aber warum ist naturnahes Gärtnern so ein aktuelles und gesellschaftlich wichtiges Thema? Weil wir mehr auf Privatgärten setzen müssen! Denn diese können Rückzugsräume für Pflanzen und Tiere sein, diesen inzwischen knapp gewordenen Lebensraum bieten. Allein in Deutschland gibt es 17 Millionen private Gärten und laut dem NABU entspricht die Fläche aller deutschen Gärten zusammen circa der Fläche der gesamten Naturschutzgebiete in Deutschland. Privatgärten sind aber nicht nur wegen ihrer Fläche interessant, sondern auch wegen der Lage in der Stadt. Sie lassen die Stadt atmen, binden CO2 und kühlen das Klima.

    Ein naturnaher Garten überzeugt mit natürlicher Ästhetik und hat zugleich einen ökologischen Wert. Wer seinen Garten grün und naturnah umwandelt, liegt im Trend. Entweder man legt einen naturnahen Garten neu an, mithilfe eines Gesamtkonzept, oder man geht Schritt für Schritt in einzelnen Bereichen vor. Die Besonderheit im naturnahen Garten ist, dass die Bepflanzung und auch die Ausstattung vor allem nach den der Flora- und Fauna geht. Schon Hobbygärtnerinnen- und Gärtner mit mittelgroßen bis große Gärten können Lebensräume für Vögel, Eidechsen, Insekten und andere Kleintiere schaffen. Das Vorbild ist die Natur, mit heimischen, standort-und klima angepasste Arten. Vielfalt ist wichtig, auch für die tierischen Besucher. So können Gemüsebeete, Obstbäume, Beerensträucher, Komposthaufen und die Nutzung des Regenwassers dazugehören.

    Hauptmerkmal ist: auf Pestizide und Torf wird verzichtet und stattdessen auf organische Dünger gesetzt. Der ökologische Aspekt steht klar im Vordergrund.

    Gartentipps für den Übergang in die kalte Jahreszeit:

    Da der Herbst nun vor der Tür steht, wollen wir euch noch ein paar Tipps für euren eigenen Garten an die Hand geben. In keiner Jahreszeit sind die Möglichkeiten zum Artenschutz so vielfältig wie im Herbst.

    Einfache Reisig-und Blätterhaufen helfen Igeln, Kröten, Blindschleichen und Käfern, einen sicheren Unterschlupf für den Winter zu finden.

    Auch Nistkästen können für Vögel in eisigen Winternächten einen willkommenen Unterschlupf darstellen.

    Wer außerdem im Herbst heimische Gehölze und Stauden pflanzt, Frühblüher steckt und Samen ausbringt, bereitet den Garten optimal auf das kommende Jahr vor.

    Sobald das eigene Gemüsebeet abgeerntet ist, kann man den Boden beispielsweise mit Steinklee bepflanzen, um so eine natürliche Bodendüngung zu fördern. Gleichzeitig finden so Tiere Nahrung und Unterschlupf.

    Aber genug Theorie, auf in die Praxis und ab in den Garten!

    Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel, Folge 5: “ Naturnahes Gärtnern – was Mensch, Tier und Klima gut tut!“, am Dienstag 29. September um 20 Uhr live auf UKW 104.8 oder im Stream des KIT Campus Radio. Im Anschluss wir die Folge auch auf Spotify und Soundcloud verfügbar sein!

    Reinhören lohnt sich, für Garten-Profis aber auch für Anfänger und Anfängerinnen. Ihr bekommt viele Tipps, wie ihr euren Garten schön und naturnah gestaltet. Es gilt: Jede Veränderung zählt, Schritt für Schritt.

    Du möchtest keine Folge mehr verpassen? Dann schalte immer am letzten Dienstag des Monats um 20 Uhr auf UKW 104.8 oder im Stream des KIT Campus Radio sein. Im Anschluss wir die Folge auch auf Spotify und Soundcloud verfügbar sein!

    Mehr Infos zu dem Projekt GrüneLunge gibt es hier

     

  41. Selbstexperiment: Ethischer Lebensmittelkonsum

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    Im Jahre 2050 wird es voraussichtlich 9 Milliarden Menschen geben, Tendenz steigend. Dabei stellt sich die große Frage: „Wie können und wie wollen wir verantwortungsvoll mit unserer Umwelt und unseren Mitmenschen umgehen und gleichzeitig unsere Zukunft auf diesem Planeten sichern?“

    Das House of Competence am KIT veranstaltete zu diesem Thema bereits zum vierten Mal einen vierwöchigen Onlinekurs. Dabei werden Studierende eingeladen, sich mit dem eigenen ethischen Lebensstil zu beschäftigen. Annelie Speckmaier  hat 3 Wochen lang experimentiert und ausprobiert, wie ein ethischer Lebensmittelkonsum aussehen kann. Welche Herausforderungen, aber auch Erkenntnisse dabei resultiert sind, zeigen wir euch in ihrem Erfahrungsbericht.

    Wie immer wünschen wir viel Spaß beim Lesen!

    Was bedeutet ethisch konsumieren?

    Schnell wird mir bewusst, einfach wird es nicht werden, ethisch korrekt zu handeln und auch die Vorstellung von einer klaren Leit- und Richtlinie für meinen künftigen Lebensmitteleinkauf verflüchtigt sich langsam. Schon jetzt, am ersten Tag, bin ich an Grenzen gestoßen, da einige Handlungsweisen, die vermeintlich auf den ersten Blick korrekt erscheinen, Diskussionen aufwerfen und sich im Endeffekt als doch nicht so ganz perfekt herausstellen. Mir wird bewusst, dass man in vielen Situationen die Herangehensweise ändern muss. Man sollte zum Beispiel versuchen, durch Abwägen, die ethisch am wenigsten verwerflichste und vertretbarste Handlungsweise zu suchen, anstatt die ethisch korrekte Lösung ausfindig zu machen, da es diese oft nicht gibt. Ethischer Konsum ist also zum Teil eine subjektive Entscheidung. Meine Zieldefinition geht weg von der Bezeichnung „korrekter ethischer Konsum“ hinzu „bewusster ethischer Konsum“. Ich denke damit kann ich die nächsten Wochen besser arbeiten. Demnach sollte man sich folgende Richtlinien achten:

    • Keine tierischen Produkte konsumieren
    • Nachhaltige und umweltfreundliche Produkte konsumieren
    • weitestgehend nur regionale und saisonale Produkte konsumieren
    • faire Produkte beziehen

     

    Wie schwer wird es sein regionale Bio-Produkte zu kaufen?

    Ich gehe voller Motivation los auf einen lokalen Wochenmarkt, gleich bei mir um die Ecke. Wie schwer wird es sein hier regionale Bio-Produkte zu kaufen? Überraschung: sehr schwer. Meine regionale Euphorie sinkt von Stand zu Stand. Meine Annahme, dass alle Lebensmittel, welche auf dem Markt verkauft werden, Bioqualität entsprechen, muss ich schnell verwerfen. Nach dem dritten Obst- und Gemüsestand, welche sich alle als konventionell und alles andere als regional entpuppt haben, habe ich endlich einen Bio-Stand ausfindig gemacht. Los geht es also mit dem Einkauf. Ich klappere meine vorab erstellte Liste mit saisonalem Gemüse ab, da ich mich entschieden habe, heute Abend eine Gemüsepfanne zu kochen. Mein Enthusiasmus hält jedoch nicht sehr lange an, denn die nette Verkäuferin weist mich darauf hin, dass sie momentan nur Rhabarber und Salat aus eigenem Anbau haben. Beim nächsten Bio-Stand erfahre ich, dass auch diese erst jetzt anfangen, das ganze Gemüse zu setzen, was bedeutet, dass auch sie so gut wie keine Auswahl an regionalen Lebensmitteln haben. Was ich hier aber mitnehme sind Kartoffeln aus Deutschland von einem Demeter Bio-Hof. Meine Ausbeute vom Wochenmarkt lässt sich also an einer Hand abzählen:

    Rhabarber für den Nachtisch, etwas Salat und Kartoffeln, die nur halbwegs den Vorgaben entsprechen, die ich mir gesetzt habe. Da damit noch kein Abendessen gekocht werden kann, halte ich auf dem Rückweg beim Unverpacktladen. Hier habe ganz unverhofft ein Erfolgserlebnis: Ich bekomme Tofu aus regionalem Anbau und Erzeugnis, gleich hier aus Karlsruhe. Dicht gefolgt von einer erneuten Enttäuschung: So gut wie jedes Weizenerzeugnis stammt aus einem anderen Land wie Spanien oder der Türkei. Jedoch finde ich Dinkel und Roggen, welche aus der Region stammen. Weiter geht es zum Bio-Supermarkt um die Ecke, dort finde ich Champignons, sowie Karotten und Äpfel aus Deutschland. Nun fehlt für das Gericht nur noch eine Soßengrundlage. Ich dachte vielleicht an Sojajoghurt oder veganen Käse, zu meiner Ernüchterung muss ich jedoch feststellen, dass alle pflanzlichen Ersatzprodukte alles andere als regional sind. Fast überall sind Kokosöl und andere Zusatzprodukte aus anderen Ländern enthalten. Nach langem Studieren der Etiketten gebe ich mich mit einem Produkt namens „Hafercuisine“ zufrieden, einem Sahneersatz aus Hafer. Natumi produziert in Nordrhein-Westfalen aus regional bezogenen Rohstoffen.

     

    Fragen um Fragen

    Als ich zuhause ankomme, bin ich frustriert. Wie soll ich es schaffen, nur regionale Produkte zu konsumieren, wenn so wenige Lebensmittel zur Verfügung stehen? Ich kann mir vorstellen, dass dies im Sommer um einiges einfacher wird, da in dieser Saison zumindest viel mehr Obst und Gemüse vorhanden ist. Aber irgendwie muss es doch auch in Nicht-Hochsommer-Monaten möglich sein! Wieso beziehen Läden Getreideprodukte aus anderen Ländern, wenn diese auch regional angebaut werden können? Wieso müssen die Hersteller keine Angaben über die Region, sondern nur das Land machen, aus welchem die Produkte kommen? Wie soll ein Konsument hier auf Regionalität schließen können?

    Der Tag hat mich niedergeschlagen. Ich dachte heute wird alles besser. Ich muss mich wohl noch daran gewöhnen, dass das Ganze ein Prozess sein wird und ich von der Vorstellung abkommen muss, alles reibungslos und perfekt umsetzen zu können.

     

    Erste Erkenntnisse

    • Nicht überall, wo regional drauf steht, ist regional drin.
    • Weder Wochen- noch Bio-Markt sind Garanten für Regionalität.
    • Nachfragen, Nachlesen und Recherchieren ist für jedes Produkt, bei dem auch nur ein geringer Zweifel besteht, nötig.
    • Regionaler Konsum bedeutet nicht, dass alles immer aus Deutschland kommen muss.

    Je nachWohnort können Lebensmittel auch aus Frankreich, Belgien oder Österreich bezogen werden. Andersrum bedeutet dies aber auch, dass Produkte die aus Norddeutschland stammen, für süddeutsche Konsumenten, trotz der nationalen Komponente, nicht gerade regional sind.

    Vegan oder nicht vegan?

    Ich stehe sehr im Dilemma, was den veganen Konsum betrifft. Ist Veganismus die nötige Lösung, da es ein grundlegendes ethisches Problem ist, tierische Produkte zu konsumieren und Tiere als Nutztiere zu halten? Grundsätzlich stimme ich voll und ganz mit dieser Überlegung ein. Jedoch ist es komplex, die Theorie in die Praxis umzusetzen. Selbstverständlich müssen, um eine gesunde Ernährung zu gewährleisten, Alternativprodukte gefunden werden. Genau an diesem Punkt geht jedoch meine Devise, Lebensmittel möglichst regional zu beziehen, zu Grunde. Gestern beim Einkaufen im Bio-Markt musste ich die Erfahrung machen, dass so gut wie alle Ersatzprodukte alles andere als regional produziert sind- und sind sie es doch, dann stammt bei näherem Hinschauen nur das Endprodukt aus Deutschland. Inhaltsstoffe wie Kokosöl verweisen darauf, dass das Produkt die Betitelung „regional“ nicht wirklich verdient hat und somit wieder aus meinem Einkaufskorb wandern muss. So stellt sich mir die Frage, ob es nicht „ethischer“ ist, eventuell doch auf tierische Produkte wie Milch, Joghurt, Käse oder Butter zurückzugreifen, wenn diese von einem lokalen Biobauern stammen, bei dem die Tiere unter fairen Bedingungen gehalten werden. Ich denke, ich tendiere eher zu Letzterem.

     

    Erste Erfolgserlebnisse

    An Tag 4 konnte ich endlich meinen ersten, fast zufriedenstellenden Einkauf verzeichnen, aus welchem ich neue Motivation und Zuversicht schöpfe. Ich habe einen Bio-Markt bei mir in der Nähe gefunden, der super viele regionale Produkte, auch abgesehen von Obst und Gemüse, verkauft. Für das Abendessen habe ich regionalen Spargel, Blumenkohl und Salat, sowie regionale Kartoffeln gekauft. Dazu habe ich wieder eine kleine Packung Hafer-Cuisine, welche als Soßengrundlage dienen soll, besorgt. Außerdem habe ich noch einen gesetzten Stauch Rosmarin gekauft, der ebenfalls aus unmittelbarer Nähe bezogen wurde. Als Nachtisch soll es nochmal Rhabarber-Apfelkompott geben, beide Lebensmittel kommen direkt aus der Region. Als Snack für tagsüber habe ich ein Eiweißbrot gefunden, welches aus deutschem Getreide und in Deutschland hergestellt wurde. Zudem habe ich ein Glas Apfel-Cassiskompott gekauft, welches ich gemeinsam mit Haferflocken und Pflanzenmilch als Frühstück eingeplant habe. Ja richtig, Pflanzenmilch! Denn siehe da, ich habe regionale Bio- Pflanzenmilch entdeckt! Entschieden habe ich mich heute für die Buchweizenmilch, Hafer-, Soja- und Dinkelmilch stehen jedoch auch noch im Sortiment zur Auswahl. Ich will ehrlich sein, diese Entdeckung hat mich, ein bisschen mehr als es wahrscheinlich normal ist, glücklich gemacht. Endlich kann ich guten Gewissens mein heiß geliebtes Müsli essen! Dies erleichtert mir meinen veganen Konsum enorm.

     

    Tag 21

    Heute endet das dreiwöchige Selbstexperiment. Was ich aus den vergangenen Wochen mitnehmen kann ist, dass ethischer Konsum vor allem bedeutet, genügsam zu sein. Mir ist bewusst geworden, in welchem Überfluss wir leben und man ohne Probleme seinen Konsum auf die notwendigen Dinge beschränken kann. Ich werde in Zukunft versuchen, nicht mehr so im Überfluss zu kaufen, sondern möglichst nur Notwendiges. Zumindest versuche ich, auf nicht notwendige Dinge zu verzichten. Für meinen künftigen Konsum werde ich bewusster einkaufen und bei der Kaufentscheidung darauf achten, dass möglichst alle meinen gesetzten Leitlinien erfüllt sind. Meine erste Wahl soll regional sein, ich werde jedoch nicht immer auf Produkte, welche nicht von hier kommen, verzichten können. Hierbei möchte ich dann jedoch darauf achten, dass die Lebensmittel unter fairen und bio Bedingungen produziert wurden. Ich möchte Lebensmittel, wie Avocados oder Mangos, welche solch einen großen ökologischen Abdruck hinterlassen, vermeiden. Finde es jedoch in Ordnung, einmal eine Ausnahme zu machen, wenn diese nicht zur Regel wird. Das Experiment des veganen Konsums für sieben Tage war sehr interessant, jedoch habe ich für mich selbst beschlossen, dass ich bei meinem vegetarischen Konsum bleiben möchte und lieber auf die frische, „faire“ Milch von dem Biobauern aus meinem Dorf zurückgreife, als auf die Pflanzenmilch, welche eine viel zu lange Produktionskette mit sich zieht. Wenn sich jedoch die Möglichkeit bietet, auf regionale, pflanzliche Lebensmittel zurückzugreifen, werde ich diese Alternative der tierischen Variante vorziehen. Der Versuch, alle Richtlinien gleichzeitig unter einen Hut zu bekommen und ausschließlich Produkte zu konsumieren, welche alle Kriterien erfüllen, wird in meinem Alltag schwer zu verwirklichen sein und gestaltet meine Ernährung auf Dauer zu einseitig, was nicht sehr gesund ist.

    Ich will in meine Woche gerne Mottotage, wie den „100%-Tag“ einzuführen, bei dem man einmal pro Woche nur Produkte kauft, welche tatsächlich alle Kriterien eines ethisch „perfekten“ Konsums erfüllen, sowie einen „veganen Tag“. Es geht darum, sein Konsumverhalten nachhaltiger zu gestalten und man sollte sich nicht schlecht fühlen, wenn man mal nicht alles perfekt umsetzten kann. Wenn wir es schaffen, dass jeder Einzelne versucht, sein Bestes zu geben und bewusster zu konsumieren, kann dies ein tiefgreifendes Umdenken fördern. Die Transformation hin zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft braucht vor allem eines: Beteiligung. Auch wenn diese noch so klein ist, ist sie wichtig.

     

    Hintergrund des Experiments

    Das House of Competence, kurz HOC genannt, ist ein erweitertes Lehrangebot des KIT. Es werden in verschiedenen Laboren Kurse veranstaltet zu Themen wie zum Beispiel Stressbewältigung, Zeitmanagement und im „PerspektivenLABOR“ auch der Kurs“ Ethisch Leben“. Das PerspektivenLABOR bietet Studierenden die Möglichkeit, Macher der Welt von morgen zu werden. Gerade in Zeiten der Krisenbewältigung geht es darum eine Welt zu schaffen, in der neue Ziele, Werte und Bedürfnisse verwirklicht werden können. Die Lehrangebote fördern Selbstbestimmung, verantwortliches Handeln und bieten Raum zur Orientierung, Reflexion und aktiven Gestaltung. Weitere Infos findest du hier.

     

     

  42. OsTräume am 18.09. – Flohmärkte, Park(ing)Day und offene Ateliers – Kommt vorbei!

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    Am Freitag, den 18.09.2020 wird die Oststadt wieder aus ihrem Corona-Dornröschenschlaf erwachen! Denn nach der langen Pause sollen offene Ateliers, Hinterhofflohmärkte und zum Leben erweckte Parkplätze für ein buntes Fest des Zusammenkommens, des Vernetzens und Neu-Kennenlernens sorgen!

    An diesem Tag findet, wie jeden dritten Freitag im September, der internationale Park(ing)Day statt, ein Tag an dem Parkraum kreativ umgenutzt wird. Das Quartier Zukunft-Team und vielfältige Nachhaltigkeitsinitiativen zeigen wie der Raum, der sonst zum Abstellen von Autos dient, anders genutzt werden kann. Ihr findet uns am 18.09.2020, zwischen 15:00 – 20:00 Uhr in der Humboldtstraße in der Karlsruher Oststadt, direkt am „Zukunftsraums für Nachhaltigkeit und Wissenschaft“ (Rintheimer Straße 46).

    Wieso eigentlich Parkplätze? Wusstet ihr, dass Privat-PKWs pro Tag im Schnitt 23h ungenutzt herumstehen und dabei einen großen Teil unseres Stadtraums besetzen?

    Wie viel Raum ist das eigentlich? Die Parkfläche aller in Karlsruhe gemeldeten PKWs hat insgesamt die größe von 230 Fußballfeldern!

    Lasst uns den Park(ing) Day nutzen um gemeinsam Ideen für unser zukünftiges Karlsruhe zu spinnen!

    Freut euch auf kreativ genutzte Parkplätze und eine Rallye. Außerdem könnt ihr eine Pflanze mit nach Hause nehmen, wenn ihr unseren Fragebogen zum Thema Solarenergie ausfüllt!

    Warum Solarenergie? Wissenschaftler*innen des Quartier Zukunft am KIT und Engagierte der Initiative Faktor 2 haben das Projekt „Sonnenstand“ ins Leben gerufen und gehen der Frage nach, wie der Ausbau von Solaranlagen in Karlsruhe signifikant gesteigert werden kann. Die Karlsruher Oststadt dient dabei als Experimentierraum.

    Wir laden Menschen aus ganz unterschiedlichen Ecken ein, selbst tätig zu werden und auszuprobieren, wie Solarenergie und die eigenen Lebensumstände zusammengebracht werden können. Im Rahmen des Parking Days werden wir mehrere unserer gemieteten Parkplätze in der Oststadt als Solarzimmer umwidmen. Egal ob ihr mit erfahrenen Solarhasen plaudern möchtet oder schon immer wissen wolltet, ab wann sich Solarenergie eigentlich rechnet, wir tauschen uns gerne mit euch aus. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr zur Miete wohnt, oder Hauseigentümer*in seid. Selbstverständlich könnt ihr auch vorbeikommen, um euch in unserem Freiluftwohnzimmer zu erholen.

    Neugierig geworden? Dann freuen wir uns auf zahlreiche Besucher*innen.

     

    Aber der Parkraum wird nicht der einzige Raum sein, der an dem Tag belebt werden soll!

    Wir nehmen den Park(ing)Day zum Anlass, um in der gesamten Oststadt Begegnungsräume zu ermöglichen und den Stadtraum eine neue Interpretation zu geben.

    Neben vielen Infoständen der verschiedenen Initiativen unter anderen zu den Themen Photovoltaik und Klimaschutz im Alltag, wird es an dem Tag zusätzlich Hinterhofflohmärkte geben, sowie offene Werkstätten und Ateliers der Gruppe Oststadt-Kultur.

    Unter dem Motto „Os(t)räume“ wollen wir so im Quartier am 18.September an vielen verschiedenen Stellen Möglichkeiten schaffen, unter Einhaltung der Hygieneregeln wieder zusammenzukommen. Alle Bürger*innen sind dazu eingeladen, ansässige Initiativen und Vereine kennenzulernen, auf Hinterhofflohmärkten zu stöbern und die Ateliers des Stadtteils zu erkunden.

    Alle aktualisierten Spots findet ihr hier

     

    Mehr Details zu den einzelnen Stationen in der Oststadt findest du hier:

    https://www.facebook.com/parkingday.ka/

    http://oststadt-kultur.de/

    https://buzo-ka.de/parkingday.html

    https://www.facebook.com/events/s/hinterhofflohmarkt/2108255779319166/?ti=as 

     

    Kurze Anmerkung zu den Hygieneregeln:

    Sorgen wir gemeinsam für einen sichern Ablauf! Wenn es zu großen Menschansammlungen kommen sollte wartet lieber einen Moment und verteilt euch. Wir, bitten alle eine Maske zu tragen! Bei Gesprächen an den Infoständen ist diese Pflicht. Denkt auch bitte daran, so gut es geht Abstand zu halten (Min. 1,5 m). Es wird an vielen Orten die Möglichkeit geben sich die Hände zu desinfizieren. In den Zukunftsraum dürfen sich Zeitgleich nur 20 Personen aufhalten, dort kann man sich auch die Hände waschen!  Vielen Dank!

    Am 18.09.20 wird das Thema Nachhaltigkeit von vielen bunten Farben beleuchtet. Die Veranstaltung ist eine Initiative von Studierenden der PH Karlsruhe und dem Quartier Zukunft in Kooperation mit dem Karlsruher Park(ing)Day-Team, der Oststadt Kultur, dem leih.laden Karlsruhe und vielen mehr!

     

     

     

     

  43. Bäume und Wälder in Karlsruhe und Rheinstetten: Eure Meinung ist gefragt!

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    Naturfreunde aufgepasst! Wir laden herzlich dazu ein bei einer Umfrage teilzunehmen.

    Welche Bedeutung haben Bäume und Wälder in Karlsruhe und Rheinstetten für euch? Zeichnet jetzt in unserer Online-Umfrage eure ganz persönlichen Lieblingsplätze mit Bäumen in Karlsruhe und Rheinstetten in einer Karte ein und helft mit, städtische Wälder in Karlsruhe und Rheinstetten zu schützen und diese auch in Zukunft nachhaltig und bedarfsorientiert zu gestalten.

    Mit der Teilnahme tragt ihr nicht nur zum Erfolg des Forschungsprojekts bei, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag, für die Erhaltung der Luftqualität und für den Klimaschutz.

     

    Städtische und stadtnahe Bäume und Wälder bieten eine Vielzahl an immateriellen Nutzen und Werten für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt. Dazu zählen beispielsweise ein Erholungswert und ästhetische Werte; aber auch die Möglichkeit, städtische Grünflächen mit Bäumen als Treffpunkte mit Freunden oder der Familie oder als Quelle der Inspiration zu nutzen, ein besonderes Heimatgefühl, welches durch Bäume und Wälder vermittelt wird, sowie spirituelle und religiöse Werte von Bäumen und Wäldern.

    Durch den fortschreitenden Klimawandel und eine zunehmende Urbanisierung geraten Bäume und Wälder in der Stadt jedoch immer mehr in Gefahr. Wie man diesen Gefahren im städtischen Raum am besten begegnen kann, untersuchen wir nun in unserem Projekt GrüneLunge.

    Im Rahmen einer Bürger*innen-Befragung soll die Bewertung immaterieller Nutzen, sogenannter kultureller Ökosystemdienstleistungen, eingefangen und räumlich analysiert werden. So können auch mögliche Unterschiede in der Nutzung und Wertschätzung der Bäume und Wälder in der Stadt Karlsruhe und Rheinstetten identifiziert werden. Dabei ist die persönliche Meinung einer jeden Bürgerin und eines jeden Bürgers der beiden Gemeinden gefragt. Ihr habt die Möglichkeit, Orte, an denen ihr städtische Bäume und Wälder besonders wertschätzt, in einer interaktiven Karte einzuzeichnen. Pro Punkt könnt ihr angeben, welchen Nutzen die Bäume und Wälder an den ausgewählten Orten für euch haben und wieso diese für euch besonders wichtig sind. Dabei ist es ganz egal, ob es sich um Straßenbäume, Bäume im Garten, in Parks, auf dem Friedhof oder im Wald handelt.

    Als Ergebnis der Umfrage werden sogenannte HotSpot-Karten produziert, die die räumliche Verteilung der besonderen Wertschätzung von Bäumen und Wäldern in Karlsruhe und Rheinstetten zeigen und ermöglichen, diese (geo)statistisch zu analysieren.

    Die Ergebnisse der Studie werden insbesondere in den Fachdialog mit den beteiligten Ämtern, Institutionen und Fachvertreter*innen eingebunden und können so dazu beitragen, Bäume und Wälder in Karlsruhe und Rheinstetten auch zukünftig nachhaltig und an eure Bedürfnisse angepasst zu gestalten und zu managen!

     

    Seid ihr neugierig geworden?

    Nehmt jetzt noch bis zum 27. September 2020 an der Online-Umfrage teil und tragt so zum Erfolg des Projektes bei. Die Umfrage findet ihr hier: https://app.maptionnaire.com/de/8957/

    Und da jede Stimme zählt: Leitet die Umfrage gerne auch an eure Freunde, Familie und Nachbar*innen in Karlsruhe und Rheinstetten weiter.

    Bei Rückfragen schreibt uns gerne jederzeit per E-Mail: angela.beckmann-wuebbelt@partner.kit.edu

    Wir freuen uns über eure Teilnahme!

     

  44. Wir machen Pause!

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    Nach einer aufregenden ersten Jahreshälfte, erholen wir uns im August, um ab September wieder frisch und munter für euch da zu sein. In unserer Sommerpause ruhen alle öffentlichkeitswirksamen Kanäle und auch der Zukunftsraum ist geschlossen.

    Damit ihr euch nicht langweilt, geben wir gerne ein paar Tipps und Tricks mit, um den August zu einem erholsamen und nachhaltigen Monat zu machen 


     

    Klimafreundlich reisen

    Aufgrund der Corona Auflagen, gestaltet sich langes Reisen etwas schwierig. Umso sinnvoller ist es Deutschland zu erkunden! Wie wäre es mit einem Ausflug in die sächsische Schweiz, oder an den Bodensee? Lust auf eine Kanutour in Leipzig oder im Spreewald? Deutschland hat mehr zu bieten als man denkt! Einfach online schlau machen oder Freunde fragen, buchen und los geht’s!

    Was ist reisen ohne eine Sommerlektüre?

    Wir empfehlen Bücher wie: Mein Herz schlägt Grün (Louisa Dellert) oder 5 Produkte ersetzen deine Drogerie (Smarticular.de)

    Für Kinder gibt es auch eine Menge Lesetipps: Weniger ins Meer (Hanna Wilson) oder 100 Dinge die du für die Umwelt tun kannst (Schwager und Steinlein). Für noch mehr Ideen, werft doch einen Blick in unseren Sommerpause-Artikel vom letzten Jahr.

     

    Für einen noch stärkeren klimakick, kannst du auch auf deinen Konsum achten

    Versuche ein Monat Lang Klimatarier*in zu werden und gezielt auf regionale sowie saisonale und unverpackte Lebensmittel zu achten. Ein Einkauf auf dem Markt kann auch sehr erholsam sein.

    Lust auf ein neues Hobby?

    Produkte selber herzustellen kann ebenfalls eine sehr entspannende Wirkung haben. Brauchst du gerade ein Mückenspray, ein Deo oder hast Lust dein Gewürzregal etwas aufzupeppen?  Dann schau dir folgende Rezepte an:

    DEO Creme: In ein leeres Glas 4 EL Kokosöl aufwärmen, 4 EL Natron hinzugeben, 3-4 Tropfen Ätherisches Öl deiner Wahl und 4 EL Speise Stärke hineingeben. Abkühlen. Fertig!

    Selbstgemachtes Dünger: Leeres Glas plus Wasser plus Bananenschale. 1-2 Tage stehen lassen. Et voilá

    Brennesselsalz: In einem Mörser getrocknete Brennnessel und Salz zermürben. Fertig !

    Mückenspray: In eine leere Sprühflasche, Wasser, min .40% Alkohol mit Citronella (Und der Lavendel-,  Teebaum- , Pfefferminzöl ) und 3-4 Tropfen Mandelöl als Bindungsmittel Hinzugeben.

    Haarspühlung: 1 Liter Kaltes Wasser mit 5 EL Apfelessig vermischen (je nach Vorlieben 1-2 Tropfen Olivenöl hinzugeben).. Fertig!

     

    Wir wünschen euch eine gesunde und erholsame Zeit !

     

     

     

  45. Neue Folge „Labor Zukunft“- „Reallabore für eine nachhaltige Zukunft“

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    Am Dienstag, den 29.Juli, war die vierte Folge unseres Podcasts Labor Zukunft wieder live im Campusradio zu hören. 

    In dieser Folge wollen wir einen genaueren Blick auf das Team des Quartier Zukunft werfen. Konkret schauen wir uns das Reallabor-Konzept genauer an! 

     

    Was genau ist ein Reallabor? Und warum ist ein gemeinsames Erproben und Experimentieren so wichtig, um eine nachhaltige Zukunft zu gestalten? 

    Ein Reallabor ist ein Raum mitten drin im wirklichen Leben, also im eigenen Wohnviertel, in eurem Alltag und eurer Lebensrealität, in dem Neues ausprobiert werden kann.

    Hier können Ideen für ein nachhaltiges Leben entwickelt, ausprobiert und umgesetzt werden. Im  Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft in der Karlsruher Oststadt wird in unterschiedlichen Formaten und (Nachhaltigkeits-)Experimenten gemeinsam mit dem dort lebenden Anwohner*innen, an einer nachhaltigen Transformation des Quartiers gearbeitet. Außerdem werden die in diesem Reallabor gemachten Erfahrungen werden anderen als Grundlage für erfolgreiche Transformationsprozesse zur Verfügung gestellt.

    In dieser Episode stellen wir euch einige Mitarbeiter*Innen des Quartier Zukunft vor, schauen uns die Merkmale von Reallaboren an und holen Forscherinnen und Forscher an das Mikro, die von Anfang an im Reallabor dabei waren und von ihren Erfahrungen berichten. 

    Wenn du also eine genaue Vorstellung bekommen möchtest, wer im Quartier Zukunft arbeitet und was ein Reallabor ist,  dann höre gerne in die vierte Folge des Podcasts hier auf Spotify rein!

     

    Du möchtest keine Folge mehr verpassen?

    Dann schalte immer am letzten Dienstag des Monats um 20 Uhr auf UKW 104.8 oder im Stream des KIT Campus Radios ein. 

     

    Viel Spaß beim Lauschen!

  46. „Essensabfall hab ich nicht“

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    Unser Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ unterstützt Menschen, die nachhaltiger leben möchten und das im Rahmen eines zeitlich begrenzten Selbstexperiments ausprobieren. Dies ist ein weiterer Erfahrungsbericht von unserer Kooperation mit der Karlshochschule, den wir mit euch teilen und wie im letzten Erfahrungsbericht geht es darum den eigenen Essensabfall zu reduzieren.

    viel Spaß beim Lesen!

     

    Helen teil ihre Erfahrungen..

    Be the change you want to see in the world

    Ich denke wir haben alle als Kinder beigebracht bekommen, dass es moralisch falsch ist, Lebensmittel wegzuwerfen. „Iss deinen Teller leer!“, haben meine Eltern gesagt, wenn ich mein Essen nicht aufessen wollte. Obwohl dieses Bewusstsein existiert, glaube ich, dass wir dieses Wissen nicht immer in die Tat umsetzen, weshalb wir erst individuell und dann als Gesellschaft darüber nachdenken müssen, wie wir unseren Essensabfall reduzieren können. Eine Möglichkeit, die eigenen Gewohnheiten zu verändern ist, bei einem Selbstexperiment von „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ mitzumachen. Um meinen eigenen Essensabfall zu reduzieren und die Veränderungen hervorzurufen, die ich in der Gesellschaft sehen möchte, habe ich zwei Monate lang das Selbstexperiment „Essensabfall hab ich nicht“ gemacht.

    Scheitern ist kein Grund aufzugeben

    Während ich das Experiment durchführte, fühlte ich mich, als hätte ich mehr Kontrolle über mein Leben, dadurch dass ich bewusst Entscheidungen über meinen Lebensmittelkonsum getroffen habe. Immer wenn ich neue Projekte beginne, freue ich mich darauf, neue Dinge auszuprobieren und mein Bestes zu geben, die mir gesetzten Ziele zu erreichen. Meist fühle ich mich jedoch entmutigt, wenn etwas nicht so gut funktioniert. Jedoch habe ich durch mein Selbstexperiment gelernt, dass uns unser Scheitern nicht entmutigen sollte, sondern vielmehr als ein weiterer Schritt in unserem Lernprozess dienen kann. Wie Bob Ross sagen würde, sind Fehler keine Fehler, sondern glückliche Unfälle und das Leben eine weiße Leinwand, die wir so bemalen können, wie es uns gefällt. Selbst als mir meine Haferflocken angebrannt sind und ich sie wegschmeißen musste, hat s mich das nicht davon abgehalten, das Ziel, meinen Essensabfall zu reduzieren, weiterhin zu verfolgen. Im Gegenteil, es hat mich dazu ermutigt, das nächste Mal besser aufzupassen, da es ein Fehler war, den ich hätte leicht verhindern können. Das war übrigens auch der Schlüsselmoment in meinem Experiment.

    Organisation und Kreativität

    Mir neue „Kochskills“ anzueignen, kreativ in der Küche zu werden und Google nach Rezepttipps zu fragen, wenn die Zutaten einfach im Schrank herumstanden, wurde täglicher Bestandteil meines Lebens. Diese neuen Gewohnheiten haben mir dabei geholfen, routinierte Essgewohnheiten zu etablieren und mir einen groben Essensplan zu erstellen (was übrigens eine große Hilfe dabei ist, seinen Essensabfall zu reduzieren). Meine persönliche Erfahrung mit dem Selbstexperiment war sicher nicht gewöhnlich, denn für die Hälfte der Zeit bin ich durch Europa gereist. Dass ich nicht in der Lage war, mein eigenes Essen zu kochen, hat das Ziel, meinen Essensabfall zu reduzieren eindeutig schwieriger gemacht. Ich musste zusätzlich immer sichergehen, dass ich Reste mit nach Hause nehme und diese so schnell wie möglich esse.

     

    Bewusstes Nutzen von Ressourcen & Dankbarkeit

    Abschließend habe ich durch dieses Experiment gelernt, dass die Reduktion von Essensabfall nicht nur zum Klimaschutz beiträgt, sondern auch eine Dankbarkeit für die Natur und seine Produkte hervorruft.   Obwohl ich das Experiment schon abgeschlossen habe, werde ich mich weiter dazu animieren, meinen Essensabfall so gut es geht zu eliminieren und dies einen Lebensstil werden zu lassen.

     

    Fazit

    Helens Erfahrung, die eigene Lebensmittelverschwendung zu reduzieren zeigt, dass es zwar eine Herausforderung ist, aber auch Spaß machen kann in dem man sich eine neue „Lebensart“ beziehungsweise ein neuen Lebensstil aneignet. Dieser kann Bestandteil der eigenen Persönlichkeit werden und dabei der Umwelt helfen und sehr wahrscheinlich  sogar Helens soziales Umfeld inspirieren. Ein achtsamer Umgang mit Nahrung ist natürlich nicht immer reibungslos. Helen beschreibt sehr gut wie wichtig es ist sich nicht entmutigen zu lassen, da jede Veränderung  ein Prozess ist.

  47. Nachhaltigkeit im Kleiderschrank- Das Karlsruher Startup „Klyda“ im Gespräch

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    Sharing is caring! Diesen Satz denkt man nicht nur kurz vor einer Party, wenn man sich Klamotten aus dem Kleiderschrank der Geschwister schnappt, sondern auch wenn man sich das Konzept des Karlsruher Startups Klyda anschaut. Dessen Ziel ist es, einen Online-Kleiderschrank zu kreieren, aus dem Klamotten verliehen werden können. Klyda. Phonetisch „Kleider“ ausgesprochen, ist ein Startup, dass sich letztes Jahr im Sommer gegründet hat. Die Idee kam Daria Morosow in dem Seminar „verwenden statt verschwenden“, dass im Zukunftsraum stattfand. Daria gehört zum Gründerteam und hat mit uns ein sehr motivierendes Interview geführt!

    Viel Spaß beim Lesen!

    Das Interview hat Fabiana Ferro geführt.

    Quartier Zukunft: Die Idee für Klyda ist durch ein Seminar im Zukunftsraum entstanden. Kannst du uns dazu mehr erzählen? Was für ein Seminar war das?

    Daria: Also es ist tatsächlich so, dass nur ich in diesem Seminar war, weil sich das Team erst danach gebildet hat. Und genau, die Idee kam mir in diesem Seminar “ verwenden statt verschwenden“ bei Frau Kaidi Tamm. Das war damals so, dass wir relativ viele Bereiche durchgenommen haben mit der Frage „wie kann ich in meinem Alltag nachhaltiger sein“? Konsum, vor allem bei Kleidung, spielte eine Rolle. Da ich auch noch eine Hausarbeit zum Thema Fast Fashion geschrieben habe, sind mir diese ganzen Facts bewusst geworden, bei denen ich gedacht habe „verrückt wie viel wir eigentlich nicht wissen und wie wenig an uns kommuniziert wird“. Natürlich ist das irgendwo online zugänglich und man kann es sich angucken und durchlesen, aber es ist niemand daran interessiert, das nach außen zu kommunizieren. Weil man mit alternativen Methoden kein Geld generieren kann. Da ist mir bewusst geworden, dass irgendetwas her muss, womit man das Problem lösen kann. Genau so kam mir damals die Idee. Und dann haben wir ein Team gebildet und arbeiten  jetzt seit fast einem Jahr daran. Das Seminar war letzten Sommer. Ich glaube zwei Monate bevor wir das Projekt gestartet haben.

    QZ: Was fandest du gut an dem Seminar, beziehungsweise wie sollten deiner Meinung nach Seminare, die sich um das Thema Nachhaltigkeit drehen, aufgebaut sein, damit genau solche Entwicklungen angestoßen werden können?

    Daria: Ich glaube, dass Seminare einfach so aufgebaut sein sollten, dass sie sehr Praxis-orientiert sind. Und sie sollten auch keinen erhobenen Zeigefinger haben. Das ist das Allerwichtigste beim Thema Nachhaltigkeit. Man empfindet dieses Thema immer super weit weg von sich und es muss ja immer alles in Selbstreflektion passieren, denke ich. Ich habe keine spezielle Idee, wie man das jetzt umsetzen könnte in einem Seminar, aber man sollte angespornt werden um die Ecke zu denken. Denn es ist bei uns Menschen ganz oft so, wenn wir gesagt bekommen, wie wir etwas besser machen sollen, dann wollen wir das häufig nicht annehmen. Aber wenn es  so vermittelt wird, dass man selbst darauf kommt, dann nehmen wir es gerne an.  Uns wurde nicht gesagt „ihr seid blöd, weil ihr Fast Fashion kauft“, sondern „wir haben so ein riesiges Problem mit Fast Fashion“. Und dann ist es plötzlich für mich einleuchtend gewesen. Vor allem das Thema Shoppen. Wir shoppen halt gerne, das lässt sich einfach nicht leugnen. Man hat einfach ein Glücksgefühl beim Kaufen. Häufig ist es aber schnell wieder weg und dann hat man einfach nur eine Sache gekauft und man ist Geld los. Man ist schon glücklich, aber es landet dann häufig doch im Kleiderschrank und wird doch nicht mehr benutzt.

    QZ: Denkst du, dass das Seminar ausschlaggebend für eure Idee war? 

    Daria: Ich glaube schon, dass es nochmal ein ‚Anstupser‘ war, weil mir dort dieses Problem noch einmal vor Augen geführt wurde. Aber grundsätzlich war es schon immer so, dass ich gesagt habe, dass ich lieber selbständig sein möchte. Aber im Endeffekt hat es tatsächlich dazu geführt, dass ich dann durch das Seminar gemerkt habe, dass dies eine Möglichkeit sein könnte, wie ich meine Zeit verbringen möchte.

    QZ: Wie würdest du das Konzept von ‚Klyda‘ in deinen eigenen Worten beschreiben?.

    Daria: Also es ist so, wir sind ein Online–Marktplatz, auf den man seine eigene Kleidung hochladen kann. Man kann sich aber auch Sachen von anderen leihen. Wir sagen immer es ist wie Airbnb für Klamotten. Ich glaube das macht es am einfachsten verständlich. Denn das Konzept gibt es zwar schon im Sinne, dass Firmen schon Kleidung verleihen. Das ist das typische Abendgarderobe-Verleihkonzept. Aber es gibt noch nicht die Möglichkeit, dass man wie bei Ebay-Kleinanzeigen oder Kleiderkreisel Sachen einstellt, um sie untereinander zu verleihen.  Diese Plattformen sind für Dinge gedacht die du gar nicht mehr behalten willst. Aber man hat halt immer (ich denke jetzt gerade an meinen Kleiderschrank) bestimmt 6-7 Kleidungsstücke, die für schicke Anlässe sind, die ich jedenfalls nicht verkaufen möchte. Ich möchte die schon noch irgendwann anziehen. Deshalb haben wir diese Plattform entwickelt, auf die man die eigene Kleidung hochladen kann. Man bekommt dann eine kleine Transaktionsgebühr, von demjenigen, der sich die Kleidung leiht. Diesbezüglich sind wir gerade noch in Verhandlungen mit Versicherungen, falls etwas passiert. Die Vision dahinter ist, dass wir das aus den Kleiderschränken rausholen wollen, was selten getragen wird, weil man sonst keinen Zugriff auf diese Sachen hat. Z.B. ich und meine beste Freundin wissen ungefähr voneinander, was wir in unseren Kleiderschränken haben, aber ich kann ja nicht immer wissen, wenn sie sich etwas Neues kauft. Und wenn wir es schaffen, dass jede und jeder einen digitalen Kleiderschrank hat, wird das möglich. Das ist die ganze große Vision dahinter.

    QZ: Ich finde das ist auch eine schöne Alternative für Klamotten, die man nicht hergeben möchte und bei denen man auf dem Weg zum Flohmarkt noch denkt „willst du es wirklich abgeben?“

    Daria: Ja volle Kanne! Bei Konzernen, die ihre T-Shirts für 10 Euro verkaufen, können wir nichts groß dagegen machen und es bekämpfen, aber wir können schauen, dass sie wiederverwendet werden, wenn sie schon mal produziert wurden. Gerade für so Alltagsklamotten kann man sich dann Pakete erstellen. Dann tauscht man beispielsweise für drei Monate fünf verschiedene Teile von jemandem und schickt sie danach zusammen wieder zurück. Dann spart man sich auch das hin- und herschicken. Das hin- und herschicken ist in den Köpfen immer noch so verankert, dass es super unnachhaltig ist. Ist aber an sich nicht so. Wir haben da relativ viel Recherche betrieben. Einmal verschicken stößt im Schnitt 500g CO2 Emissionen aus, was gleich 3,5 km mit dem Auto fahren ist. Viele denken es sei nicht nachhaltig, aber an sich ist das nicht viel und gerade bei DHL ist es so, dass die immer mehr auf Elektrofahrzeuge oder Fahrräder setzen. Da gibt es ja sowas wie DHL Green und sowas. Das ist gerade auch so unser Ding, da zu schauen wie man das gut kommunizieren kann. Wir haben uns auch überlegt, dass man auch städteweise die Artikel verleihen kann. Dann kann man auch Selbstabholung angeben.

     

    QZ: Auf eurer Internetseite steht, dass ihr erst ab 500 hochgeladenen Artikeln die Leihfunktion freischaltet. Wie viele haben denn schon etwas hochgeladen?

    Daria: Es sind jetzt knapp 250, wenn ich mich richtig erinnere. Aber durch die Crowdfunding-Kampagne haben wir entschieden, dass wir auch online gehen, wenn es nicht 500 sind. Denn viele Leute kennen uns zwar mittlerweile und laden auch etwas hoch, aber ich verstehe auch, dass es für die meisten erst einen Mehrwert bringt, wenn die Seite tatsächlich online ist und sie sehen können was da überhaupt drauf ist. Und dann fühlen sie sich vielleicht auch motiviert, ihre Sachen hochzuladen.  

    QZ: Was ist euer großes Endziel mit Klyda?

    Daria: Also wir haben uns tatsächlich von Anfang an überlegt, dass Sharing super viel Sinn macht. Nur das Problem ist, dass Sharing immer noch nicht so richtig alltagstauglich und Mainstream geworden ist. Das ist eigentlich super schade und wir haben uns deshalb von Anfang an gesagt, Klyda ist jetzt erstmal das Anfangsprojekt. Wir müssen uns auf eine bestimmte Kategorie spezialisieren, wie jetzt auf schicke Kleider.  Aber wir haben ziemlich schnell besprochen, dass sobald das Projekt mal steht, wir vertikal ausweiten wollen. Also wir wollen später dann eine Sharing-Plattform bauen, für Outdoor- Klamotten zum Beispiel. Dann können da sowas wie Snowboard und Skikleidung verliehen werden oder auch Skis und Snowboards selbst. Statt für einen Tag für viel Geld so Ausrüstungen zu leihen, wäre es viel cooler, wenn du siehst, dass jemand in deiner Umgebung das schon hat. Das kann man aber so nicht wissen, weil über so etwas unterhält man sich zum Beispiel mit dem Nachbarn selten, obwohl man sich es dann einfach von denen leihen könnte. Das ist das große Ziel hinter Klyda. Erstmal alle Kleiderschränke zu digitalisieren, von denen, die bereit dafür sind, aber auch den Gedanken der Sharing Economy viel krasser zu promoten und in die Gesellschaft zu bringen.

    QZ: Mir gibt es tatsächlich auch viel Hoffnung, wenn ich so etwas höre! Zwar sind es kleine Schritte, aber mit einem großen Mehrwert

    Daria: Ja, wir hoffen auch, dass wir diesen Impact schaffen, dafür müssen einfach diese Message nach außen verbreiten, verbreiten, verbreiten und verbreiten. Das ist da große Ziel gerade. Mit so vielen Menschen wie möglich darüber zu reden. Um zu zeigen, wie viel Bock wir darauf haben und dass wir da echt etwas bewegen wollen.

    QZ: Danke Daria, für deine Zeit und das inspirierende Interview!

     

    Das Interview mit Klyda zeigt, wie wichtig es ist, kreativ zu werden und mit ein wenig Mut, eigene Ideen in die Tat umzusetzen! Denn wir alle können zu einer nachhaltigen Welt beitragen. Viele kleine Schritte ergeben in der Gesamtheit Großes.

    Bis zum 26.07 besteht noch die Möglichkeit Klyda über die Crowdfunding Plattform Startnext  zu unterstützen! https://www.startnext.com/klyda

     

  48. Neue Folge „Labor Zukunft“- „Auf dem Weg in die Energiezukunft“

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    Es gibt wieder was auf die Ohren! Am Dienstag, 30.Juni  2020 war die nächste Folge unseres Podcasts Labor Zukunft wieder live im Campusradio zu hören. Nun ist sie auch zum Download verfügbar. Wie weit wir auf dem Weg in die Energiezukunft schon sind, erfährst du im Beitrag!

    In dieser Podcast-Folge werfen wir einen Blick auf unser Projekt „Energietransformation im Dialog“, das sich mit der nachhaltigen Umgestaltung unseres Energiesystems beschäftigt. Der Energiesektor ist die Größte Quelle für Treibhausgasemissionen in Deutschland. Dass wir dringend etwas an unserer Energieerzeugung- und Versorgung ändern müssen, führt uns der Klimawandel allzu präsent vor Augen!

    Unter dem Stichwort „Energiewende“ baut Deutschland  zur Zeit das eigene Energiesystem um. Damit diese Umwandlung gelingen kann, müssen wir alle zusammenarbeiten! Und genau hier setzt das Projekt an. Wo viele Projekte zur Energiewende bei der Erprobung neuer Technologien enden, geht „Energietransformation im Dialog“ weiter. Verbraucherinnen und Verbraucher werden miteinbezogen und zum Mitmachen aktiviert. Das Projekt bietet Formate an, die das nötige Handwerkszeug vermitteln, um über die Mitgestaltung der Energiewende zu sprechen. Dabei kommen ganz unterschiedliche Akteure zusammen: seien es Bürgerinnen und Bürger, Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung, ansässige Gewerbetreibende oder Forschende und Studierende.

    In dieser Episode erfährst du, wo wir bei der Energiewende gerade stehen, was wir zum Gelingen dieser beitragen können und auf welche Weise das Projekt Energietransformation im Dialog es schafft, unterschiedlichste Menschen von diesem großen Vorhaben zu begeistern.

    In etwa 30 Minuten Hörzeit bietet dir unser Podcast wieder spannende Einblicke in die Nachhaltigkeitsforschung und Projekte rund um das Quartier Zukunft. Dabei kommen Expertinnen und Experten zu Wort, du nimmst an einer Energietour teil, bekommst Energiespartipps und hörst, welche Ideen Studierende für eine erfolgreiche Energiewende haben.

    Du willst noch mehr zu dem Thema wissen? Dann komm mit auf die ausführliche virtuelle Tour Nachhaltige Energie quer durch die Karlsruher Oststadt! Auf diese Weise hast du die Möglichkeit von zuhause oder unterwegs die KIT-Forschung und städtische Energiesysteme zu erleben.

    Die aktuelle Folge sowie die Verlinkungen zu allen Plattformen findest du hier. Viel Spaß beim Anhören! Du hast die Folge schon durchgehört und würdest uns gerne Feedback geben? Dann freuen wir uns sehr, wenn du dir kurz Zeit nimmst und unsere Miniumfrage ausfüllst (3-5 Minuten).

    Die nächste Episode ist für den 28.Juli geplant, abonnieren lohnt sich also! Sie wird wieder zuerst auf dem Webstream des campusradio und auf UKW 104,8 zu hören sein.

    Schau vorbei auf Instagram:

    Auf dem Profil @energiedialog https://www.instagram.com/energiedialog/ berichtet das Energietransformation im Dialog-Team über Aktuelles aus der Projektarbeit und stellt Technologien und Forschungsprojekte am KIT vor, die helfen, die Energiewende zu gestalten. Lasst doch gerne ein paar Kommentare da oder schaut in die Instagram TV Vide

  49. Kochen mit Freunden und Familie – Vegan leben einfach gemacht!

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    Unser Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ unterstützt Menschen, die nachhaltiger leben möchten und das im Rahmen eines zeitlich begrenzten Selbstexperiments ausprobieren wollen. Dies ist der letzte Erfahrungsbericht unserer Kooperation mit der Karlshochschule, in der Studierende Selbstexperimente für mehr Klimaschutz testen.

    Dieses Mal geht es darum, alle tierischen Produkte wegzulassen und sich vegan zu ernähren.

    Wir werden euch auch in Zukunft mit neuem Lesestoff über die verschiedensten Experimente versorgen. Jetzt aber erstmal viel Spaß beim Lesen!

    Micha erzählt uns von seinen Erfahrungen mit „Einmal vegan, bitte!“…

    Das Familienexperiment

    Als ich zwölf Jahre alt war, hat meine Schwester sich dazu entschieden, vegan zu leben. Obwohl ich in einer Familie aufgewachsen bin, in der wir immer frisch, Bio und überwiegend vegetarisch kochten, konnte ich damals nicht verstehen weshalb man sich, auf solch radikale Weise einschränken würde. Inzwischen habe ich dazugelernt. Nachdem meine Schwester sich ausführlich über Veganismus und die damit einhergehenden Vorteile informiert hatte, überzeugte sie die ganze Familie, den veganen Lifestyle einmal auszuprobieren. Das Experiment, als komplette Familie sechs Wochen lang vegan zu leben, hat dazu geführt, dass meine Mutter nun, mit wenigen Ausnahmen, ausschließlich vegan kocht. Allerdings ist es immer etwas anderes, wenn man außer Haus isst. Wenn ich meine Großeltern besuche oder bei dem Dönerladen unserer Stadt bin, was wöchentlich der Fall ist, habe ich weiterhin alles gegessen.

    Der Versuchung widerstehen

    Als ich letztes Jahr im November mit dem Selbstexperiment begonnen habe, wusste ich also schon viel über die vegane Ernährungsweise. Der Unterschied zu früher ist, dass ich jetzt nicht mehr mit meiner Familie, sondern meiner Freundin (einer Veganerin) und einem guten Freund, der alles isst, zusammenlebe. Die größte Veränderung ist jedoch, dass ich als Student fast jeden Tag auswärts esse, was gleichzeitig die größte Schwierigkeit während des zweimonatigen Experiments war. In unserer Wohnung habe ich vorher schon überwiegend für uns alle vegan gekocht, weshalb ich für das Experiment versucht habe, öfter zu Hause zu essen. Jedoch ist es in Karlsruhe gar nicht mal so schwer, vegane Optionen zu finden. Vielmehr besteht die Schwierigkeit darin, dem nicht-veganen Angebot zu widerstehen. Jedes Mal, wenn ich an einem Dönerladen vorbeiging (ich liebe deren Pizzen!), konnte ich nicht anders, als mir eine leckere, vegetarische Pizza mit echtem Käse vor meinem inneren Auge vorzustellen. Obwohl ich hier der Versuchung wiederzusehen konnte, scheiterte ich in anderen Situationen. Das erste Mal etwa in der dritten Woche meines Vegan-Experiments, als ich mich mit meinen Freunden in dem Pub, in dem ich arbeite, für ein paar Drinks verabredet hatte. Einer meiner Freunde bestellte sich Pommes, die bei uns immer mit Sour Cream serviert werden, und teilte sie mit uns allen. Da ich nicht mehr komplett nüchtern und total hungrig war, habe ich meine Pommes, ohne darüber nachzudenken, auch in die Sour Cream gedippt. Erst nach dem fünften oder sechsten Mal realisierte ich, dass ich gerade nicht meinem Experiment entsprechend gehandelt hatte. Zudem habe ich an dem Abend eine Runde meiner Lieblings Shots für alle spendiert, obwohl diese nicht vegan waren. Trotzdem stand für mich außer Frage, das ich trotz dieses kleinen Fehlers das Experiment fortsetzen würde.

    Mein persönlicher Kompromiss

    Die Tatsache, dass ich auf Pommes mit sour cream sowie meine Lieblings Shots nicht verzichten wollte zeigt mir, dass ich zwar Vegan leben kann, aber mit der ein und der anderen kleinen Ausnahme rechnen muss. Ich denke mir wird es auf Dauer leichter fallen, in dem ich mir meine individuellen Kompromisse erlaube. Dazu gehören auf jeden Fall Baileys Shots und Kuh-Milch Käse auf der Pizza.

    Fazit

    Bei den Selbstexperimenten geht es darum sich selbst bei der neuen Aktion zu beobachten. Scheitern ist ganz normal. Darum ist es umso lobenswerter am Ball zu bleiben und eventuell Kompromisse zu schließen. Vor allem bei der Ernährung ist es wichtig, dass wir individuelle Lösungen finden, da es eine sehr persönliche Angelegenheit ist.

  50. Praktikant*in für GrüneLunge im Dialog gesucht!

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    Das „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ sucht eine Praktikantin/einen Praktikanten zur Unterstützung des Projekts „GrüneLunge im Dialog“

    am KIT, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)

    In dem Projekt „GrüneLunge: Inter- und transdisziplinäre Entwicklung von Strategien zur Erhöhung der Resilienz von Bäumen in wachsenden Städten und urbanen Regionen“ ist ab Mitte August 2020 ein Praktikumsplatz für ein Pflichtpraktikum mit Arbeitsschwerpunkt „Entwicklung und Durchführung von transdisziplinären Formaten für einen gesamtgesellschaftlichen Dialog über den Beitrag von Baum- und Grünflächen für den Klimaschutz zu besetzen.

    Aufgabenschwerpunkte

    • Mitwirkung und Unterstützung bei der Kampagne „Naturnah Gärtnern – Für Mensch, Tier & Klima“, insbes. Betreuung des Netzwerks von aktiven Gärtner*innen in Rheinstetten (in digitaler Form und vor Ort)
    • Unterstützung und Mitwirkung bei der Durchführung von Dialogformaten mit Bürger*innen in Rheinstetten und Karlsruhe
    • Unterstützung bei der Durchführung eines städtischen, ämterübergreifenden Dialogs über städtische Bäume und Ökosystemdienstleistungen von Bäumen
    • Betreiben von Öffentlichkeitsarbeit für die Kampagne und das Projekt
    • Recherchen und kleinere Datenerhebungen
    • Allgemeine organisatorische Unterstützung des Projekts

    Allgemeine Anforderungen

    • Interesse an naturnaher Begrünung, Stadtbegrünungsmaßnahmen
    • Interesse an Nachhaltigkeit, besonders nachhaltiger Stadt- und Quartiersentwicklung
    • Sicherer Umgang mit gängigen Office Anwendungen (Word, Excel, Power Point, Outlook)
    • Zuverlässige, strukturierte und eigenständige Arbeitsweise
    • Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift

    Wünschenswert sind

    • Einschlägiger Bachelor oder einschlägiges Vordiplom
    • Kenntnisse von naturnaher Begrünung, Ökosystemdienstleistungen
    • Erfahrungen im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (digital/analog)
    • Erfahrungen im Umgang mit Bildbearbeitungs-und Gestaltungsprogrammen (InDesign, Illustrator, Photoshop)
    • Erfahrungen im Umgang mit Jimdo und Citavi

    Wir bieten eine frische Arbeitsatmosphäre im Team, einen kreativen, selbstständigen Gestaltungsraum und die Mitarbeit in der inter- und transdisziplinären Projektarbeit.

    Arbeitsort ist vornehmlich das ITAS in der Karlstraße 11, 76133 Karlsruhe sowie der Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft in der Rintheimer Str. 46, 76131 Karlsruhe.

    Die Tätigkeit wird nach dem üblichen Praktikumssatz des KIT vergütet.

    Eine Praktikumsdauer von 3-6 Monaten ist erwünscht.

    Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Kurzbewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, gerne auch Arbeitsproben).

    Bitte senden Sie diese elektronisch bis zum 30.06.2020 an Annika Fricke (annika.fricke@kit.edu). Infos zum Projekt gibt es hier: https://www.projekt-gruenelunge.de/ap4-gruenelunge-im-dialog/

  51. Eine neue Folge „Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel“ ist erschienen. Hört rein!

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    Auch wenn wir durch die Corona-Pandemie mit einigen Problemen bei der Produktion zu kämpfen hatten und daraus einige Verzögerungen entstanden, durften wir nun endlich voller stolz Folge Nummer 2 unseres Podcast lauschen! Am Dienstag, 26. Mai 2020 wurde die Folge um 20 Uhr auf dem Webstream des Campusradio Karlsruhe und auf UKW 104.8 ausgestrahlt. Nun ist er auf der Seite des CampusRadio Karlsruhe und auf spotify verfügbar. Mehr dazu erfahrt ihr hier!

    Die 2. Folge ist endlich da!

    In dieser zweiten Folge dreht sich alles rund um das Thema Nachhaltigkeit. Wie immer wollen wir Einblicke in die Reallabor-Forschung und -Praxis geben und dabei Wissenschaft erleb- und hörbar machen. Wir nehmen euch also mit zu einer Forschung, die mitten drin im wirklichen Leben stattfindet!

    Dazu versuchen wir erst einmal, den Begriff Nachhaltigkeit greifbar zu machen. Häufig ist der Begriff eher abstrakt und man kann keinen wirklichen Bezug dazu in seinem eigenen Leben finden. Wir schauen uns daher zwei konkrete Konzepte an, das integrative Konzept Nachhaltiger Entwicklung (IKoNE) und die sustainable development goals (SDG) und sprechen dazu mit dem Wissenschaftler Jürgen Kopfmüller (ITAS/KIT). Außerdem reisen wir mit euch gemeinsam in die Vergangenheit und betrachten so die Herkunft dieses Konzepts. Und dann wars das auch schon mit der Theorie: wir nehmen euch mit zu einem praktischen Beispiel – unserer Kleidertauschparty. Was genau das ist und wieso wir hier Nachhaltigkeit im Alltag erleben, erfahrt ihr im Podcast.

    Unsere Kleidertauschparty im Zukunftsraum

    Nach drei Monate Podcast-Pause können wir jetzt wieder so richtig durchstarten. Dafür kommt ab Mai jeden letzten Dienstag im Monat, also alle vier Wochen, eine neue Folge (nicht wie bisher geplant zwei-monatlich)! In etwa 30 Minuten bietet der Podcast Einblicke in die transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung rund um das Quartier Zukunft. Es werden Expertinnen und Experten befragt, Transformationsprozesse vor Ort besucht und Denkanstöße für eine zukunftsfähigere Stadt geliefert.

    Wir hoffen natürlich, dass ihr einiges daraus in euren eigenen Alltag mitnehmen könnt!

    Die aktuelle Folge sowie die Verlinkungen zu allen Plattformen findet ihr hier. Viel Spaß beim Anhören! Du hast die Folge schon durchgehört und würdest uns gerne Feedback geben? Dann freuen wir uns sehr, wenn du dir kurz Zeit nimmst und unsere Miniumfrage ausfüllst (3-5 Minuten).

    Die nächste Episode ist für den 23.Juni geplant, abonnieren lohnt sich also! Sie wird wieder zuerst auf dem Webstream des campusradio und auf UKW 104,8 zu hören sein.

  52. Post Corona in der Karlsruher Oststadt – Rückblick vom Frühjahr 2021?

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    Aktuell sehen wir uns mit vielen Veränderungen unseres Alltags konfrontiert. Home Office, Mindestabstand, Maskenpflicht und limitierte Kundenzahlen in Geschäften sind Beschränkungen, die uns wohl in den nächsten Wochen weiterhin begleiten werden. Doch was kommt danach? Welche Veränderungen könnten nach Corona Dauerhaft bleiben und wie sieht unser Alltag dann aus?

    Wir haben uns einmal Gedanken gemacht, welche Veränderungen wir uns für unser Oststadt Quartier nach Corona wünschen!

    Corona und Krisenzeichen im Chinesischen

    Krise wird im Chinesischen mit weiji 危机 übersetzt, Chance mit jihui 机会. Beiden gemeinsam ist also das Zeichen ji 机, das unter anderem Gelegenheit bedeutet. Dass die Corona-Zeit eine Krise ist, da sie die Gesundheit und das Leben von Menschen auf der ganzen Welt bedroht, steht außer Frage. Auch wir sind sehr betroffen über das Leid, das Menschen erfahren und auch wir wünschen uns, dass diese unruhige und unsichere Zeit so schnell wie möglich ein Ende findet. Ob wir aus dieser Krise aber auch etwas lernen und handlungsfähiger daraus hervorgehen werden, hängt davon ab, was wir aus dieser Zeit machen und wie wir uns verhalten, wenn sie vorbei ist. Sie bietet uns jedenfalls Gelegenheiten, vieles auszuprobieren, wofür bis jetzt die Zeit oder Muße fehlte, um uns daran zu wagen.

    Die RE-Gnose: Die Oststadt im Frühjahr 2021

    Wir wollen eine RE-Gnose wagen. Eine RE-Gnose ist quasi das Gegenstück zur bekannteren PRO-Gnose, bei der wir uns Gedanken über die Zukunft machen. Im Gegensatz dazu, schauen wir in der RE-Gnose von der Zukunft aus zurück ins Jetzt. Wir stellen uns vor, es ist Frühjahr 2021 – Nun schauen wir zurück auf das Frühjahr 2020 und überlegen uns: was hat sich durch die Corona-Zeit verändert?

    Wir sitzen an einem sonnigen Nachmittag auf einer der Parkbänke im Otto-Dullenkopf-Park und lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. Nach der Arbeit haben wir es meistens nicht sehr eilig, nach Hause zu kommen. Wir sind wir nun öfter noch ein wenig an der frischen Luft und genießen die Sonne und die Freiheit, inne zu halten wo wir gerade möchten. Meistens treffen wir im Park auch bekannte Gesichter und tauschen uns noch ein wenig über die Neuigkeiten im Stadtteil aus. Bekannt waren die Gesichter schon lange – aber jetzt, nach der Zeit des Kontaktverbots, sind die Menschen im Stadtteil mehr zusammengerückt.

    Potentiale ausschöpfen

    Potential für einen Stadtteil mit Identität hatte die Karlsruher Oststadt immer. Durch die krisenhafte Zeit hat sich hier nun vieles verändert: die Nachbarschaftshilfe hat sich fest etabliert, urbane Gartenprojekte, wie der Marstallgarten der Fächergärtner oder der Garten am Gerwigbrunnen von Beete und Bienen wurden ausgebaut und auf dem Gottesauerplatz wurde der Wochenmarkt um einige Stände erweitert. Viele Konzepte, für die bis dato die Zeit und die Muße gefehlt hatte, wurden während der Zeit der Krise angegangen und ausgearbeitet.

    Die urbanen Gartenprojekte werden heute gerne als praxisnaher Lernort für Schüler(innen) der umliegenden Schulen genutzt. Lehrer können dort mit ihren Schülern lernen, wann welches Obst und welches Gemüse wächst, welche Pflanzen sich als Heilkräuter eignen und warum Regenwürmer für einen guten Boden so wichtig sind.

    Bei den vielen Spaziergängen zu zweit lernten wir viele schöne Ecken direkt vor der eigenen Haustüre kennen, die wir sonst wegen der allgemeinen Eile nie wirklich wahrgenommen hatten und die wir heute als Plätze zum inne halten nutzen.

    Wir als immer eilende und eher anonyme Stadtbewohner hatten plötzlich Zeit, eine Bienenweide im Vorgarten zu sähen, an der sich unser Nachbar aus dem Erdgeschoss im Sommer genauso erfreute, wie die Bienen, die den neuen Oststadthonig produzieren. Der Honig wird gemeinsam mit vielen anderen in der Umgebung produzierten Lebensmitteln auf dem Gottesauerplatz verkauft.

    Der Wert eines gestärkten Gemeinschaftssinns

    Die Corona-Zwangspause hat unsere eigentlichen Pläne bezüglich der Arbeit oder dem Urlaub über den Haufen geworfen. Was unseren Alltag vor Corona betraf, waren wir für einige Monate eingeschränkt und mussten versuchen ihn – mal mehr, mal weniger erfolgreich – in einen Corona tauglichen Alltag übersetzen. Doch schaute man unter die oberste Schicht – die Stilllegung der Öffentlichkeit – hinein in den privaten Bereich eines jeden Einzelnen von uns, konnte man plötzlich doch sehr viel Bewegung entdecken:

    Über Facebook, Instagram und nebenan.de schlossen sich binnen weniger Tage engagierte Menschen in ganz Karlsruhe zusammen und gründeten Nachbarschaftshilfen mit Angeboten wie Einkaufen gehen, den Hund ausführen oder der Übernahme anderer Botengänge, um den Risikogruppen unter die Arme zu greifen.

    Durch die Nachbarschaftshilfe kamen junge und ältere Nachbarn zusammen und bildeten Netzwerke, die sich auch jetzt noch, nach der Krisenzeit, aushelfen. Sei es mit einem Rezept für Klöße, dem Versenden einer E-Mail oder dem Gießen der Pflanzen in der Urlaubszeit. Wenn man Tür an Tür lebt, macht es doch nur Sinn näher zusammen zu rücken uns sich gegenseitig zu unterstützen.

    Weil wir während der Krise unsere ortsansässigen Kleinunternehmen damit unterstützt haben, Gutscheine zu kaufen und Termine, anstatt sie zu stornieren, verlegt haben, können wir jetzt im Herbst immer noch vor unserem Lieblings-Café sitzen und gemeinsam Kaffee schlürfen oder hier im Quartier den Friseur besuchen. Wir kennen den lokalen Einzelhandel viel besser als davor und haben auch die Menschen hinter den Tresen der vielen Lädchen und Restaurants kennen gelernt.

    Gute Ideen werden zum allgemeinen Trend

    Weil wir in der Krise die Erfahrung gemacht haben, dass lange Lieferketten für Lebensmittel, die sich auch regional produzieren lassen, Abhängigkeiten schaffen, die zum Problem werden können, haben sich viele von uns der solidarischen Landwirtschaft angeschlossen und unterstützen die Bauern in der Region nun dauerhaft. Wir legen großen Wert auf fair produzierte und regionale Produkte. Die Zahl der Landwirte im Umland hat sich dadurch fast verdoppelt. Und SoLaWis wie z.B. Karotte sind heute fast genauso frequentiert, wie der Wochenmarkt und die Supermärkte.

    „Gabenzäune“ haben sich fest etabliert. Heute sind sie nicht nur Anlaufstelle für Bedürftige sondern dienen allen Bewohnern der Karlsruher Oststadt als Tauschplattformen, auf denen Dinge, die im eigenen Haushalt keine Verwendung mehr fanden, dankbare Abnehmer finden. Durch weniger Neuanschaffungen und das mehrfache Benutzen von Handys, Kleidung und Kleinmöbeln schonen wir nicht nur unsere Geldbeutel, sondern schmälern gleichzeitig noch unseren ökologischen Fußabdruck.

    Die Krise hat uns kreativ werden lassen. Situationen, in denen wir uns im ersten Moment eingeschränkt und bevormundet fühlten, erwiesen sich im Nachhinein als Gelegenheiten, Neues auszuprobieren. Viele der neuen Strukturen, die sich während der weitgehenden Stilllegung des öffentlichen Lebens veränderten, haben wir hier in der Karlsruher Oststadt beibehalten und freuen uns heute über einen gewachsenen Gemeinschaftssinn und ein durch Nachhaltigkeit und Lokalität geprägtes Leben in unserem Quartier. 

    Wenn ihr mal wieder viel Zeit zum Nachdenken habt und euch für euren Stadtteil tolle Dinge einfallen, die sich aktuell verändern und von denen ihr euch wünscht, dass sie auch nach der Zeit von Corona beibehalten werden, dann schreibt eure Ideen doch einfach mal in Form so einer RE-Gnose auf und schickt sie uns an info@quartierzukunft.de. Denn um Ideen umzusetzen, teilt man sie am besten mit möglichst vielen Menschen! Wir würden uns freuen, einige eurer Ideen hier auf unserer Webseite veröffentlichen zu dürfen!

  53. Unser neues Buch „Dein Quartier und Du“ ist erschienen

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    Es freut uns sehr, euch unser neues Buch vorstellen zu können. Dein Quartier und Du ist ein Buch über das Forschen, Machen und Loslegen – in Richtung einer guten Zukunft für uns alle. Auf knapp 300 Seiten könnt ihr wissenschaftliches Hintergrundwissen und Erfahrungsberichte aus den NachhaltigkeitsExperimenten zu Nachbarschaften, Bienen, Naschbeeten, Kreativität und Konsum finden. Mehr dazu hier…

    Die Idee zu „Dein NachhaltigkeitsExperiment“ entstand 2016 im Quartier Zukunft mit der Intention Impulse für eine nachhaltige Lebensweise zu setzen und diese in Form von Experimenten auszutesten. Durch Lernen und Ausprobieren sollte Wissen entstehen und weitergetragen, sowie Nachhaltigkeit greifbar und erlebbar werden. Besonders daran war vor allem, dass die Experimente im realen Alltag im Quartier stattfinden sollten, so dass die natürlichen Einflüsse und Herausforderungen direkt Teil des Experiments wurden. Für diese Idee konnten wir auch die Bürgerstiftung Karlsruhe als Projektpartner begeistern. 

    Durch einen Wettbewerb wurden vier Experimentgruppen ausgewählt. Die Gruppen „Kreativ Salon“, „Beete & Bienen“, „Oststadt-Treff“ und „Second Future“ setzten 2016 bis 2017 ihre Ideen in der Oststadt um. Wir haben über den Wettbewerb und die Gruppen ausführlich auf unserem Blog berichtet, alle Artikel findet ihr in der Historie.

    Mit Experimenten zu einer neuen „Kultur der Nachhaltigkeit?“

    Wenn eine Kultur der Nachhaltigkeit entstehen soll, muss das Prinzip so verinnerlicht werden, dass es selbstverständlich wird und sich im Alltag auswirkt. Es muss für uns zur Gewohnheit werden. Die Vorstellung einer solchen Kultur der Nachhaltigkeit bildet den Ausgangspunkt für die NachhaltigkeitsExperimente, der Schwerpunkt lag dabei auf der Förderung von Gemeinschaft oder Entschleunigung in der Oststadt. Kleine Gruppen setzen sich auf ganz unterschiedliche Weise mit diesen Aspekten auseinander, hinterfragten nicht-nachhaltige Gewohnheiten und setzten ihre Ideen als Beiträge einer nachhaltigen Entwicklung im Quartier um. Wir können nicht genau wissen, wie eine nachhaltigeres Morgen in der Zukunft aussehen wird. Deshalb muss experimentiert werden um neue Ideen auszuprobieren und vor allem zu zeigen, wie es anders geht. Vier Gruppen haben das neun Monate ausprobiert und vor Ort gezeigt.

    Ein Überblick über die vier NachhaltigkeitsExperimente – gemeinsam ist mehr!

    Das Nachhaltigkeitsexperiment Kreativ Salon ludt in regelmäßigen Abständen in den Zukunftsraum ein, um dort gemeinsam Theater zu spielen, zu tanzen, zu musizieren, zu singen oder anderweitig kreativ zu werden. Es sollte eine Gemeinschaft entstehen und Kreativität entwickelt werden. Was der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Kreativität ist? Um Nachhaltigkeit entstehen zu lassen, werden neue Ideen gebraucht und die Kreativität bildet einen offenen Raum, in dem genau das passieren kann.

    Die Idee von Beete&Bienen bestand darin, in der Oststadt Naschbeete und eine Klotzbeute für Bienen anzulegen. Alle die möchten, dürfen sich an den Beeten bedienen, die Bienen beobachten und darüber in den Austausch mit Anderen kommen und Wissen weitergeben. Dadurch sollte ein Lebensraum entstehen, in dem man sich wohlfühlt und entspannen kann. Wichtig ist das Bewusstsein, dass dieser Lebensraum allen gehört und gemeinsam noch lebenswerter gemacht werden kann.

    Der Oststadt-Treff für Jung und Alt hatte die Idee aus dem Viertel ein Zuhause zu machen. Durch wöchentliche Montags-Treffs und regelmäßige Veranstaltungen im Zukunftsraum wurde die Möglichkeit geboten, die eigenen Nachbarn besser kennenzulernen. Ergänzt wurde das Ganze durch monatliche Picknicks an wechselnden Orten in der Oststadt. Dadurch soll der Stadtteil weniger anonym werden, Leute werden zusammengebracht, können sich austauschen, gegenseitig helfen und neue Hobbys und Freunde finden.

    Das vierte Projekt Second Future möchte Wandel sichtbar machen. Einem gebraucht gekauften T-Shirt ist normalerweise nicht anzusehen, ob es neu oder secondhand gekauft wurde. Second Future setzte genau hier an, indem es die Kaufentscheidung für gebrauchte Produkte durch ein Label visualisiert, dass an secondhand-Kleidung angenäht werden kann. Die kostenfreien Labels zeigen so eine nachhaltige und ressourcenschonende Lebensweise auf und sollen zum Gespräch angeregen. Durch verschiedene Aktionen, wie etwa gemeinsamen Siebdruck oder Kleidertauschpartys sollte nebenher auch die Gemeinschaft rund um das Label gestärkt werden. 

    Was daraus wurde und mehr – verrät dir „Dein Quartier und Du“

    Wie sich die NachhaltigkeitsExperimente entwickelt haben, was genau Nachhaltigkeit ist, wieso wir in einem Quartier forschen und welche Schlussfolgerungen wir aus diesen tollen Zeit ziehen können, haben wir für euch nun in „Dein Quartier und Du – Nachhaltigkeitsexperimente im Reallabor zu Nachbarschaften, Bienen, Naschbeeten, Kreativität und Konsum“ zusammengefasst. Das Buch ist Open Access in der KIT-Bibliothek zum kostenfreien download verfügbar oder könnt es im online-Shop des KIT in gebundener Form bestellen.

    Wir wünschen euch auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen!

    Hier findet ihr auch unsere beiden Kurzfilme zum Wettbewerb!

  54. Selbstexperiment „No Plastic!“ – Wie aus einem Mittel zum Zweck eine intrinsische Motivation wurde

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    Unser Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ unterstützt Menschen, die nachhaltiger leben möchten und das im Rahmen eines zeitlich begrenzten Selbstexperiments ausprobieren. Dies ist der zweite Erfahrungsbericht, den wir mit euch teilen und wieder geht es darum, weniger Plastikmüll im Alltag zu produzieren.

    Wir werden euch weiterhin regelmäßig mit neuem Lesestoff über die verschiedensten Experimente versorgen. Jetzt aber erstmal viel Spaß beim Lesen!

    Eine Studentin erzählt…

    Was mich zu „No Plastic!“ motiviert hat

    Im Experiment “No Plastic!” dreht sich alles darum, Plastikmüll aus dem Alltag zu eliminieren. Wie wir bereits wissen, dominiert Plastik einen Großteil unseres täglichen Lebens. Ob Wegwerfprodukte, Lebensmittelverpackungen, Plastiktüten, Hygieneprodukte oder Einwegflaschen, die Liste ist lang. Dass Kunststoffe aus Erdöl hergestellt werden und nicht biologisch abbaubar sind, hat negative Effekte auf unsere Umwelt und damit auch auf uns.

    Ich habe dieses Experiment aber hauptsächlich aus einem ganz persönlichen Grund ausgewählt: Ich möchte meinen Zigarettenkonsum reduzieren und schließlich ganz aufhören zu rauchen. Das passt mit “No Plastic!” insofern gut zusammen, dass Zigarettenfilter aus Kunststoff hergestellt werden und nur allzu oft auf der Straße oder auf der Wiese landen. Daher kam das Experiment genau zur richtigen Zeit in mein Leben. Ich rauche seit ich 16 Jahre alt bin und in der werteorientierten Kultur aus der ich komme, wird Rauchen als unwürdig und für junge Frauen als unangebracht angesehen. Ich habe seither mehrere gescheiterte Anläufe genommen, wieder damit aufzuhören. Durch das Experiment  hatte ich  die Chance, systemisch an die Sache ran zu gehen, meine Erfolge und Misserfolge zu dokumentieren, intensiv zu reflektieren und schließlich mit dem Rauchen aufzuhören. Was mich zudem motiviert hat, ist das Wissen um die CO2-Emissionen, die durch meinen Plastikmüll ausgestoßen werden.

    Erste „Aha-Momente“ und Erfahrungen

    In der ersten Woche habe ich durch meinen Zigarettenkonsum 10g Müll produziert – das waren 40 Zigarettenstummel in sieben Tagen. Diese Zahl hat mich auf zweierlei Weise ziemlich erschreckt:  ich habe nicht nur das erste Mal  so richtig wahrgenommen , wieviel ich rauche , sondern auch realisiert, dass ich damit  der Umwelt Schaden zufüge und zum Klimawandel beitrage.

    Nachdem ich das Experiment im November begonnen hatte,  habe ich es im Dezember geschafft, von 40 Zigaretten am Tag auf Null zu kommen. Und das war ein ziemlicher gamechanger für mich. Zu Beginn des Experiments hatte ich keinen Nachhaltigkeits Hintergrund, aber nach und nach ist ein Teil meines Bewusstseins erwacht, von dem ich nicht wusste, dass es existierte. Neben dem Ziel, das Rauchen aufzugeben, fiel mir das Plastikvermeiden im Alltag leichter als ich zuvor angenommen hatte. Dennoch realisierte ich, welch große Rolle Plastik in unserem Alltag spielt. Beim Einkaufen hingegen, hatte ich keine großen Schwierigkeiten Plastikverpackungen zu vermeiden. Ich hatte kein Bedürfnis nach Müsli, Keksen, Brot oder anderen Produkten, die in Plastik verpackt sind. Ich kochte einfache Gerichte mit frischem Gemüse, Bohnen aus der Dose, Tunfisch oder andere Dinge in dieser Art. Das war ziemlich einfach für mich, ging schnell und war gesund. Zu Beginn hatte ich Sorge, dass ich irgendwann Gelüste nach Produkten haben würde, die in Plastik verpackt sind. Aber diese konnte ich gut mit gesünderen und umweltfreundlicheren Optionen ausgleichen.

    Verschiedene Bewusstseinsgrade

    Aber ich muss auch zugeben, dass mein Studium an der Karlshochschule eine Umgebung mit sich bringt, in der bereits sehr auf einen geringen Plastikkonsum geachtet wird. Ich lebte vorher in Saudi Arabien, Pakistan und Großbritannien und habe bisher nirgends ein höheres Bewusstsein für den Klimawandel und Umweltverschmutzung erlebt. Das Experiment “No Plastic!” in meinem Umfeld zu thematisieren gelang mir deswegen recht gut. Meine Kommilitonen waren offen und haben mich unterstützt, um letztlich einen nachhaltigeren Lebensstil zu erreichen. Diese Erfahrung hat mich motiviert, die Idee noch weiter zu verbreiten.

    Allerdings wurde ich auf den Boden der Realität zurückgeholt, als ich Ende Dezember unerwartet nach Pakistan fliegen musste. Es ist dort z.B. nicht üblich nach plastikfreien Verpackungsalternativen in Restaurants zu fragen und man erntet durchaus abweisende oder uninteressierte Reaktionen, die die eigene Intention auf die Probe stellen. Ich habe einige Versuche gestartet, wurde aber nicht ernst genommen und konnte daher keine sinnvollen Gespräche über das Thema führen. Ich denke das war der Punkt, an dem ich realisierte, dass eine nachhaltige Lebensweise sowohl eine andere Einstellung,  als auch ein anderes Verhalten bedarf. Versteht und verinnerlicht man die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Umwelt nicht, kann auch keine positive Veränderung dahingehend stattfinden.

    Eindrücke aus einer anderen Welt

    Einen Schlüsselmoment hatte ich, als ich mit Freunden take-away Essen in einem sehr bekannten und gut besuchten Restaurant in der Stadt bestellte. Es war so offensichtlich, wo Plastik vermeidbar wäre! Das Essen selbst kam, natürlich, in einer Plastikverpackung. Aber was mich wirklich erschüttert hat war, dass sogar die Servietten in Plastik verpackt waren! Dieses Restaurant ist bekannt für sein gutes Essen und immer gut besucht. Ich schätze, dass auch die täglichen Bestellungen durch einen Lieferservice eine durchschnittlich hohe Anzahl erreichen. Wenn sie für all solche kleinen Dinge Plastikverpackungen verwenden, ist der Schaden, den sie damit verursachen wirklich unfassbar.

    Ebenfalls interessant zu beobachten war der Gebrauch von Einwegplastiktüten in Supermärkten. In einer Stadt mit so vielen BewohnerInnen wie Karachi, sind die Supermärkte immer gut besucht. Die Regierung ist bereits einmal mit einem Verbot von Plastiktüten gescheitert, versucht es aber gerade noch einmal. Das heißt, jede Tüte kostet, wie auch in Deutschland, ein paar Cent. Beim Einkaufen wurde mir aber klar, dass sich nichts ändern wird, wenn die Einstellung der Menschen die Gleiche bleibt. Ich habe nicht eine einzige Person beobachten können, die die ebenso angebotenen Stofftaschen genutzt hätte.

    Erste Schwierigkeiten im Experiment

    Noch größere Schwierigkeiten hatte ich, meine Familie zum Gebrauch von Stoffbeuteln zu überzeugen. Ständig musste ich sie daran erinnern und motivieren die Stoffbeutel einfach im Auto zu deponieren, um sie bei jedem Einkauf griffbereit zu haben.  Unglücklicherweise waren zwei gemeinsame Wochen auch einfach zu wenig, um meine Familie zur Teilnahme an meinem Experiment zu bewegen. Deswegen habe ich mich in diesen Wochen hauptsächlich von Obst, Gemüse und Reis ernährt, Lebensmittel, die nicht in Plastik verpackt waren (Reis gab es im Jurte-Sack). Da ich während des Besuchs nicht gearbeitet habe und damit weniger beschäftigt war, fiel mir das insgesamt schwerer als in Deutschland.  Ich habe mich dabei erwischt, wie ich das Verlangen nach Fleisch hatte oder Kekse und Müsli naschen wollte. In Karlsruhe hätte ich zum “unverpackt” Laden gehen können, aber in Karachi musste ich einfach so durchhalten und von unverpacktem, frischem Gemüse und Obst und Reis aus einem Jute-Sack leben. Es fiel mir wirklich schwer, nicht all die Leckereien, für die Karachi bekannt ist, genießen zu können, aber es gab keinen Weg drum herum.

    Was ich persönlich aus dem Experiment mitnehme

    Abgesehen von diesen Rückschlägen, war es aber insgesamt eine sehr augenöffnende Reise und ich habe verstanden was es wirklich bedeutet, sich auf Veränderungen einzulassen. Es bedeutet vor allem, dass wir unseren Blick auf Nachhaltigkeit anpassen müssen, um in diese Richtung gehen zu können. In Ländern wie Pakistan könnten Bildung und Aktivismus ein Weg sein, diese Richtung einzuschlagen. Allerdings ist auch klar, dass solche Länder mit anderen Dingen zu kämpfen haben, beispielsweise korrupten Politikern.

    Für mich war dieses Experiment nur ein Schritt näher Richtung Nachhaltigkeit und den Schritten, die ich gehen möchte zum Schutz der Umwelt beizutragen. Ich bin dankbar die Möglichkeit gehabt zu haben, auf eine solch interaktive Art und Weise zu lernen und mich einem Verständnis anzunähern, das ich mir so vorher gar nicht vorstellen hätte können.

    Ich möchte jede/n, der/die sich dieser Herausforderung stellen möchte, ermutigen, sich selbst zu vertrauen, dass die Veränderung von Handlungsmustern möglich ist. Es kann schwierig sein, in dieser hoch globalisierten und konsumorientierten Welt auf Plastik zu verzichten, aber das Ausprobieren und Lernen gehört zum Prozess dazu.

    Ich bin mir sicher, dass dich der Versuch nicht nur vieles lehren wird, sondern auch positive Aspekte für dich, die Menschen um dich herum und die kommenden Generationen bringen wird.

  55. Energietransformation – machen wir Fortschritte?

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    Die Beteiligten am Projekt „Energietransformation im Dialog“ waren in den letzten Monaten ziemlich beschäftigt – von der Erstellung neuer Erklär- und Informationsvideos über die Durchführung von Touren bis hin zu einer Einladung in eine TV Show. Hier kannst du mehr darüber erfahren, was das Team so alles gemacht hat und wie du selbst in zukünftigen Projekten aktiv werden kannst.

    Wer sind wir überhaupt?

    Das Projekt Energietransformation im Dialog startete im Sommer 2018. In dem Projekt werden Menschen aus unterschiedlichen Ecken der Gesellschaft eingebunden, um über die nachhaltige Gestaltung unseres Energiesystems zu sprechen. Hierzu zählen beispielsweise Vertretende aus der Öffentlichen Verwaltung, lokale Unternehmen, Studierende und NGOs und Bürgergruppen sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger. Wenn du noch nie von uns gehört hast, kannst du hier mehr über das Projekt erfahren. Und nun lass uns einen Blick darauf werfen, was bisher im Jahr 2020 so alles passiert ist!

    Energiewende auf dem Prüfstand

    Im Februar hat Energietransformation im Dialog ein neues Erklärvideo mit dem Titel „Energiewende auf dem Prüfstand“ veröffentlicht, welches du dir hier anschauen kannst. Und inzwischen ist auch eine englische Variante in Form eines Comics verfügbar! In dem Video kannst du sehen, wie WissenschaftlerInnen Fortschritte einer nachhaltigen Energiewende allgemeinverständlich bewerten, mithilfe eines Ampelsystems. Damit soll beurteilt werden, ob unterschiedliche Nachhaltigkeitsziele im Energiebereich zwischen 2020 und 2050 erreicht werden können. Es ist spannend zu sehen, wie Forschung verständlich gemacht werden kann, indem einfache Symbole wie rote, gelbe und grüne Ampeln genutzt werden. Wir hoffen, dir gefällt das Video! Natürlich freuen wir uns immer über Feedback dazu oder wenn du uns eigene Ideen für neue Videos zukommen lässt.

    Oststadttour mit Viva con Agua

    Ebenfalls im Februar hat die Organisation Viva con Agua in Karlsruhe eine Tagung mit fast 100 Ehrenamtlichen aus ganz Deutschland veranstaltet. Wir luden die TeilnehmerInnen auf eine interaktive Energie-Tour durch die Karlsruher Oststadt ein und freuten uns sehr über die rege Teilnahme. Während der Tour gab es eine rege Diskussion über Themen wie die nachhaltige Entwicklung des Energiesystems, die in einem engen Zusammenhang zu dem Ziel von Viva con Agua steht – die Bereitstellung von sauberem Trinkwasser für alle. Wenn dein Interesse geweckt wurde, kannst du hier mehr über die Tour lesen.

    Alternative Wärmequellen für Karlsruhe

    Ende Januar haben die am Projekt Beteiligten an einer Diskussion am runden Tisch über das Thema Fernwärme in Karlsruhe teilgenommen, die von Fossil Free Karlsruhe organisiert wurde. Neben uns waren Vertretende der Stadtverwaltung, Energieanbieter (Stadtwerke und EnBW) und Unternehmen wie die Deutsche ErdWärme GmbH und die Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur sowie andere Organisationen an der Diskussion beteiligt. Momentan hat Karlsruhe ein weitreichendes Fernwärmesystem, das Wärme für Haushalte und Gebäude rund um die Stadt bereitstellt. Aktuell ist die Wärmequelle für dieses System im Wesentlichen Abwärme von Kohle- und Erdgas betriebenen Kraftwerken sowie der Mineralölraffinerie Karlsruhe. Nachdem fossile Kraftstoffe aber auslaufen und die Kraftwerke also schon in naher Zukunft nicht mehr genutzt werden, muss eine alternative Wärmequelle für das Karlsruher Fernwärmesystem gefunden werden. Diese Problematik wurde am runden Tisch ausführlich diskutiert und nach langer Beratung zeigte die Abstimmung, dass die meisten Gruppen zu einer Produktion von Biogas tendierten. Das Biogas soll aus biologischen Abfällen erzeugt werden, die in den Haushalten des Stadtgebietes gesammelt werden sollen.

    In diesem Zusammenhang ist Energietransformation im Dialog dabei, ein weiteres Erklärvideo zu produzieren, das erläutern soll, wie Fernwärmesysteme funktionieren. Außerdem wird es verschiedene Optionen für erneuerbare Energiequellen zeigen, wie Wärme zukünftig bereitgestellt werden kann. Freut euch zudem auf ein Video über den Zusammenhang von Energiewende und Gerechtigkeit, welches bald auf den Weg gebracht wird. Auf der Website von Energietransformation im Dialog wirst du immer über die neuesten Videos auf dem Laufenden gehalten!

    Mit Sonnenstand zu mehr Solarenergie

    „Sonnenstand“ ist der Name einer Realexperiment-Reihe, an der das Team mit der Organisation Fossil Free Karlsruhe und ihrer Initiative Faktor2 zusammenarbeiten. Im Zuge dieses Projektes wird versucht, mehr Bürger zu motivieren, Solaranlagen (Photovoltaiksysteme) zu installieren. Dadurch soll die Menge an Solarenergie gesteigert werden, die in Karlsruhe produziert wird. Die Karlsruher Oststadt wird als Experimentierraum genutzt. In der Zukunft plant das Projekt ein Event für Hausbesitzende, um über Themen wie die Vermietung von Dächern und die Installation von Solaranlagen zu informieren.

    Zu Besuch bei Planet Wissen

    Und nicht zu vergessen absolvierte einer der Projektleiter, Volker Stelzer, Anfang März einen Fernsehauftritt. Die Sendung „Planet Wissen“ lud Dr. Stelzer als einen von zwei Experten ein, um mit ihm über den bisherigen Fortschritt der Energiewende in Deutschland zu sprechen. Du kannst dir die Episode hier anschauen, um mehr darüber zu lernen, wie Deutschland daran arbeitet, die Ziele der Energietransformation so schnell wie möglich zu erreichen.

    Über der Website oder über Instagram bleibst du über die vielen weiteren Aktivitäten immer auf dem Laufenden. Wir bereiten gerade eine Instagram-Energietour für euch vor, bei der ihr auch bei einem virtuellen Rundgang etwas über die vergangene, heutige und zukünftige Energiewelt lernen könnt. Schon diese Woche gehen die ersten Stationen online – seid gespannt!

    Ein großes Dankeschön an alle, die an unseren Events beteiligt und dabei waren! Wir hoffen natürlich, euch bald wieder zu sehen oder kennenlernen zu dürfen. Bis dahin kommt gut und vor allem gesund durch die kommenden Wochen.

    Das Team von Energietransformation im Dialog
  56. Nachhaltigkeit zuhause – unsere Tipps für deine Zeit daheim

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    Während sich das Corona-Virus auch in Deutschland immer weiter ausbreitet, sind wir dazu angehalten, zuhause zu bleiben und unsere Sozialkontakte einzuschränken. Viele Freizeitbeschäftigungen fallen jetzt weg und es ist verlockend, sich im Bett zu verschanzen und einfach nur Netflix zu schauen. Aber was spricht dagegen, die Zeit zuhause sinnvoll und nachhaltig zu nutzen und neue Beschäftigungen zu finden? Wir haben ein paar Ideen gesammelt!

     

    Starte verschiedene Küchenprojekte

    Vielen Leuten ist es nach der Arbeit häufig zu stressig, aufwändig und mit frischen Zutaten zu kochen. Jetzt bietet sich die Gelegenheit, damit anzufangen. Fast jeder hat seit Ewigkeiten ein Kochbuch im Regal stehen, das man stundenlang nach Rezepten durchstöbern kann, die man gerne ausprobieren möchte. Alternativ dazu freuen sich auch die Großeltern über einen Anruf, bei dem sie nach ihren Rezepten gefragt werden. Mit einer gut strukturierten Einkaufsliste mit den Zutaten für die nächste Woche musst du nur einmal in den Supermarkt – dein Konto und die Umwelt freuen sich und du musst nur einmal unter Menschen. Und wenn du schon dabei bist, wie wäre es denn mal mit einer vegetarischen Woche?





    Bevor du mit dem Kochen loslegst, kannst du erstmal Ordnung in Küche und Vorratskammer bringen. In einem gut sortierten Schrank hast du den einen besseren Überblick über deine Lebensmittel und kaufst nur dann eine Packung Mehl, wenn du sie wirklich brauchst. Alte Joghurt- oder Marmeladengläser eignen sich hervorragend für die Aufbewahrung von Nüssen, Backpulver oder Salz. Über schön gestaltete Etiketten freust du dich auch in einem Jahr noch! Außerdem hat man jetzt genug Zeit, verschiedene Aufbewahrungsmethoden wie etwa Fermentieren auszuprobieren oder Marmelade zu kochen.


    Wer etwas neues Schaffen möchtest, kann auch anfangen, selbst Kräuter zu pflanzen. Basilikum, Majoran, Schnittlauch oder Pfefferminze lassen sich beim Kochen oder als Tee gut verwenden. Kresse schmeckt lecker im Salat oder auf dem Brot. Auch auf der Fensterbank sind diese Kräuter einfach anzupflanzen. Wer Lust hat, kann sich dafür auch die Blumenkästen aus Holz selbst bauen. Und wenn du schon dabei bist, kannst du auch gleich noch ein paar Tomatensamen aussäen – dafür ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt!

    Intensiviere deine Freundschaften

    Nur weil wir gerade räumlichen Abstand voneinander halten sollen, heißt das nicht, dass wir unsere Freundschaften vernachlässigen müssen. Über einen Brief freut sich eigentlich jede Person und du kannst deine Gedanken und Erlebnisse ganz anders formulieren und reflektieren als in einer kurzen Chatnachricht. Briefe bieten die Chance, einander näher zu kommen und sich noch besser kennen zu lernen. Und sind wir mal ehrlich, einen echten Liebesbrief bewahrt man auch eher auf und freut sich noch in fünfzig Jahren darüber. Gerade wenn du von manchen Freunden schon länger nichts mehr gehört hast, kannst du hier lange und ausführlich aus deinem Leben berichten. Das Beste daran ist, dass man für einen schönen Brief nicht einmal neues Papier verwenden muss! Aus altem Zeitungspapier oder anderen Papierresten lässt sich Briefpapier einfach selbst schöpfen. Wer möchte, kann auch Blüten, Kräuter oder gut duftende Öle beigeben – oder die Kinder damit eine Weile beschäftigen. Falls du nicht so gerne schreibst, ist natürlich auch ein Anruf bei deinen Freunden eine gute Option.

    Zeit für mich

    Zuhause zu bleiben bedeutet, dass du dir Zeit für dich selbst nehmen kannst und um zu entschleunigen. Du kannst dich mit einem Buch in die Sonne setzen und dich in eine andere Welt ziehen lassen. Im Sommer haben wir in einem Blogartikel einige Buchempfehlungen gemacht, vielleicht ist ja was für dich dabei? Du könntest auch mit Yoga und Meditieren anfangen oder einfach nur daliegen und der Musik wirklich mal zuhören. Nimm dir Stift und Papier und schreibe deine Gedanken, Ziele und Träume auf. Du kannst zwar gerade keine neuen Menschen kennenlernen, aber dafür dich selbst.


    Bewegung daheim

    Und falls du genug entschleunigt hast, kannst du endlich wirklich anfangen, Sport zu machen. Zuhause sieht niemand, wie du schwitzt und dich schwertust und im Internet finden sich viele Übungen, die auch zuhause einfach und ohne Hilfsmittel durchgeführt werden können. Oder du drehst die Musik laut und erfindest deine eigene Zumba-Version. Jetzt hast du endlich die Zeit, die Bewegungsempfehlungen der WHO einzuhalten und dich mindestens fünfmal pro Woche etwa 30 Minuten zu bewegen. Als alternative Bewegungsform bietet sich auch der Frühjahrsputz an. Mit einfachen Hausmitteln wie Essig, Zitronensäure, Soda und Natron kannst du viele herkömmliche Putzmittel ersetzen und tust somit etwas für die Umwelt. Aus nur wenigen Materialien lassen sich Reinigungsmittel auch ganz einfach selbst machen. Wenn dein Zuhause so sauber ist wie nie zuvor, willst du es vor lauter Stolz vielleicht vorerst gar nicht mehr verlassen!

    To-do-Liste abarbeiten

    Wenn du dich zuhause langweilst, hast du keine Ausreden mehr, deine Angelegenheiten vor dir herzuschieben. Fang endlich an, deine Steuererklärung zu erledigen – du freust dich umso mehr darüber, wenn du wieder draußen Sachen unternehmen kannst und dabei den Kopf frei hast. Und wenn du dich eh schon mit Finanzen und anderem Bürokram beschäftigst, kannst du auch gleich auf Ökostrom wechseln. Wieso? Weil du ab deinem Wechsel erneuerbare Energien unterstützt statt Atom- und Kohlekraftwerke. Es sind viele verschiedene Ökostromanbieter zu finden, nutze die Zeit, um dich ausführlich darüber zu informieren. Und was macht eigentlich deine Bank mit deinem Geld? Informier dich doch mal über nachhaltiges Banking! Durch eine Kontoeröffnung kannst du ohne großen Aufwand zum Umweltschutz beitragen und dir dabei sicher sein, dass du nicht indirekt über deine Bank Waffenherstellung oder Kinderarbeit unterstützt. Wenn du dazu Inspiration oder einen letzten Ansporn benötigst, dann schau doch mal bei unserem Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen“ vorbei. Vielleicht möchtest du dich ja sogar an einem unserer Selbstexperimente probieren.

    Bring Ordnung in dein Chaos

    Gibt es einen besseren Zeitpunkt, seinen kompletten Kleiderschrank einmal auszuleeren, als wenn man keine Termine hat? Überleg dir, welche Kleidungsstücke du wirklich brauchst und anziehst und welche du spenden kannst. Probiere alle deine Outfits an und präsentiere sie (virtuell) deinen Familienmitgliedern oder Freunden. Vielleicht kannst du die eine Bluse, die du nie anziehst, ja etwas umnähen oder daraus etwas anderes basteln? Sortiere deinen Kleiderschrank nach Farben und nach Outfits. Und wenn du mit deinem Kleiderschrank fertig bist, kannst du mit allen anderen Schubladen weiter machen. Vielleicht schaffst du es ja jetzt endlich auch, dein Fahrrad zu reparieren?

    Unser Fazit: Auch wenn es zunächst schwer zu glauben scheint, kannst du aus der momentanen Situation tatsächlich etwas Gutes machen und die Zeit als gewonnene Zeit für dich nutzen – versprochen!

     

     

  57. Eine zukunftsfähige Stadt für alle – lasst uns naturnahe Gärten in den Städten schaffen!

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    Im Zuge der Kampagne „Naturnah Gärtnern – für Mensch, Tier & Klima“ des Projekts GrüneLunge starten im März 16 Haushalte in Rheinstetten mit der Umgestaltung ihrer Gärten hin zu naturnahen Oasen– für die Gärtnerinnen und Gärtner, alle pflanzlichen und tierischen Lebewesen und für ein besseres Stadtklima. Aber was ist eigentlich unter einem naturnahen Garten zu verstehen? Wir stellen euch vor, was einen naturnahen Garten ausmacht und welche kleinen und großen Veränderungen in jedem Garten geschehen können.

    Was ein Garten bedeuten kann

    Für uns Menschen: Wer wünscht sich das nicht? Man wird von den ersten Frühlingssonnenstrahlen am Morgen aufgeweckt, vor dem Fenster singen Vögel. Schmetterlinge, Hummeln und Bienen schwirren durch die Luft auf der Suche nach dem leckeren Pollen. Bei dem Blick aus dem Fenster kann man die bunte Blütenpracht bestaunen.

    Bei vielen Menschen löst die beschriebene Situation vielleicht Glück, innere Ruhe oder Zufriedenheit aus. Auch das Arbeiten oder Verweilen in einem solchen Garten kann positiv auf einen Menschen wirken. Das Stück Natur baut Stress ab und lässt Menschen zur Ruhe kommen. Auch auf gemeinschaftlicher Ebene kommt ein Garten zum Tragen. Er lädt zum gemeinsamen Gärtnern, Verweilen und Feiern ein. Zudem kann man den Garten für den Anbau eigener Nahrung nutzen. Das ist nicht nur gut, um ein Gefühl für den Produktionsaufwand von Lebensmitteln zu bekommen, sondern auch für die CO2-Bilanz unserer Nahrung: denn sie ist regionaler, saisonaler und -im Idealfall- biologisch angebaut – direkt vor Ort in der Stadt.

    Das kann ein „konventioneller“ Garten doch auch, werden manche einwerfen. Warum ist der naturnahe Garten, denn nun vorzuziehen?

    Warum ein naturnaher Garten?

    Für heimische Tiere und Pflanzen: Der oben beschriebene Frühlingsmorgen lässt sich in der Realität leider nur selten wiederfinden. Nur wenige Tiere und heimische Pflanzen leben in den Steinwüsten im Vorgarten oder den mit englischem Rasen bestückten Gärten. Zu wenig Nahrung und Lebensraum lässt sich dort finden – und daher verschwinden sie aus unseren Gärten, aus unseren Städten und irgendwann auch auf unserem Planeten. Besonders in Städten wird der Lebensraum von Pflanzen und Tieren durch Gebäude und versiegelte Flächen stark reduziert und in kleine Inseln zerstückelt. Gerade deshalb sind naturnahe Oasen, wie es ein Garten oder eine blühende Verkehrsinsel sein kann, essentiell.

    Fürs Klima: Durch die Bepflanzung der Gärten, aber auch durch den neu gebildeten Humus, wird CO2 gebunden. Die Grünflächen beeinflussen außerdem das Stadtklima positiv – im Gegensatz zu Steingärten. Denn wo Pflanzen sind, kann Wasser in den Boden versickern und die Verdunstung auf der Blattoberfläche kühlt die Außenluft.

     

    Das kleine ABC des naturnahen Gärtnerns

    Ein naturnaher Garten beschreibt einen Garten, in dem Pflanzen, Tiere und Menschen gleichermaßen Lebensraum und Nahrung finden können – das Vorbild ist Mutter Natur selbst. Hier findet ihr ein paar Regeln, die euch helfen, euren Garten naturnäher zu gestalten:

    • Verzicht auf Torf, synthetische Dünger und Pestizide
    • Samen und Pflanzen schlau wählen: Nur heimische, standortangepasste – keine invasiven Arten werden eingesetzt. Dabei gilt: Je vielfältiger das Angebot, desto vielfältiger die Besucher. Durch ungefüllte Blüten und eine versetzte Fruchtfolge gibt es ganzjährig ein großes Nahrungsangebot für Insekten. Biologisches Saatgut wird bevorzugt.

     

    • Vielfältigen Lebensraum schaffen: Durch verschiedene Elemente wird ein Mosaik an Nahrung und Lebensraum geschaffen (z.B. Hecken, Obstbäume, Kräuter-, Gemüsebeet, Beerensträucher, Blühwiesen, Nützlingsunterkünfte,…)

     

    • Natürliche Kreislaufprozesse stärken: Hierzu zählen das Einrichten eines Kompostes, die Nutzung des Regenwassers und bestehender Materialien, sowie die Vermeidung elektrischer Beleuchtung. Auch Pflegemaßnahmen werden eingeschränkt und das Mähen bzw. Schneiden und die Bodenbearbeitung auf das Nötigste reduziert. So wird die Selbstaussaat sowie der Wildwuchs erwünschter Pflanzen zugelassen.
    • Baumaßnahmen naturnah gestalten: Bei der Materialwahl werden natürliche und/oder recycelte Materialien bevorzugt. Bodenaustausch und Versiegelung wird vermieden.

     

    • Natur für uns: Ein Garten dient als Erholungsort, aber auch als ein Ort der Gemeinschaft, in dem gemeinsame Aktionen stattfinden können, gemeinsam gegärtnert und Erträge geteilt werden können.

     

     

    Die naturnahe (Um-)Gestaltung als Prozess und Abenteuer betrachten

    Diese Vielfalt an Aspekten sollte jetzt nicht erschlagend wirken. Denn den Garten naturnah zu gestalten, sollte als ein Prozess gesehen werden – ein Prozess bei dem man eine Vision vor Augen hat und immer wieder eine kleine oder große Veränderung umsetzt. Wichtig ist: Jede kleine Veränderung hat schon einen Effekt.

    Ein naturnaher Garten ist zudem nicht arbeitsaufwändiger als ein konventioneller Garten, da nach der Devise „Zulassen, Zeit lassen, Weg lassen“ gegärtnert wird und viele Pflegemaßnahmen eingeschränkt werden, um mehr Lebensraum in der Natur zu erhalten.

    Wie wäre es beispielsweise, mit ein bis zwei Schritten pro Jahreszeit zu starten?

    Natürlich hat nicht jede oder jeder einen eigenen Garten, der gestaltet werden kann, aber trotzdem hat man einige Möglichkeiten:

    • Bei Urban Gardening- Projekten (wie den Marstall-Gärtnern in der Oststadt) kann man die Verantwortung für ein Beet übernehmen und an der Gesamtgestaltung teilhaben.
    • Möglicherweiße hat euer Wohnhaus einen eigenen Garten. Wenn dieser schon genutzt wird, kann man sich vielleicht mit einbringen – falls er ungenutzt ist, dann wird es höchste Zeit dies zu ändern!
    • Auch auf dem Balkon und auf dem Fensterbrett lassen sich kleine Oasen für zum Beispiel Insekten schaffen.

    Auch in Rheinstetten geht es jetzt richtig los mit dem Erfahrungen sammeln, gärtnern und sich austauschen. Wenn ihr mehr über die Kampagne „Naturnah Gärtnern – Für Mensch, Tier & Klima“ oder auch Tipps zum naturnahen Gärtnern erfahren wollt, schaut mal auf die Website.

    Illustrationen © Nina Witbooi

  58. Zukunftsraum bis auf Weiteres geschlossen

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    Aufgrund der aktuellen Situation und der Allgemeinverfügung der Stadt Karlsruhe über das Verbot von Veranstaltungen und Schließung von Einrichtungen zur Verhinderung der Verbreitung des Coronavirus bleibt der Zukunftsraum bis auf weiteres geschlossen und es finden keine Veranstaltungen statt!

    Das Coronavirus bringt für uns alle viel Verunsicherung mit. Gerade jetzt ist es wichtig einen kühlen Kopf zu bewahren und sich bewusst zu machen, was jeder Einzelne von uns tun kann, um die Ausbreitung des Virus so gut wie möglich zu verlangsamen. #flatternthecurve

    Beachtet bitte folgende Vorsichtsmaßnahmen:

    • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen
    • Risikogruppen schützen (z.B. Kleinkinder nicht zu den Großeltern geben)
    • Hände schütteln, High five & Co vermeiden
    • In Ellenbogen oder Armbeuge husten und niesen
    • Vorsorglich Abstand zu anderen Personen wahren
    • Gesunde Ernährung und viel trinken
    • Bei Verdacht auf eine Infektion erstmal den Arzt anrufen, anstatt im Wartezimmer evtl. andere anzustecken
    • Soziale Kontakte die nicht zwingend notwendig sind meiden
    • Bewegung an der frischen Luft nur mit denen, mit denen ich sowieso zusammenwohne

    Risikogruppen helfen

    Viele junge Menschen sind nicht gefährdet und haben aktuell mehr Zeit, da Schulen und Unis geschlossen sind. Personen die Corona-Risikogruppen gehören (hohes Alter, Immunschwäche oder Grunderkrankungen) und daher in ihren Tätigkeiten in der Öffentlichkeit eingeschränkt sind, könnt ihr ganz unbürokratisch Hilfe anbieten. 

    Wir haben eine kleine Vorlage vorbereitet, die ihr gern nutzen könnt: Vorlage Nachbarschaftshilfe

    Hängt einfach auf dem schwarzen Brett in eurem Haus einen Hinweis auf, dass ihr bei Bedarf gerne Einkäufe oder andre Besorgungen übernehmt.  Unter #nachbarschaftschallenge machen hunderte Personen deutschlandweit ihr Engagement sichtbar.

    Für seriöse Aussagen zum Coronavirus:

    Erklärvideos zu COVID-19 von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (bfgA).

    Informationsportal von Stadt und Landkreis Karlsruhe: https://corona.karlsruhe.de/

    Für alle Fragen rund um das Coronavirus ist die Telefon-Hotline der Stadt Karlsruhe werktags in der Zeit von 8 Uhr bis 18 Uhr zu erreichen: 0721 / 133-3333

    Für Risikoeinschätzungen schaut auf die Seite des Robert Koch Instituts

    Hier könnt ihr euch über den aktuelle Stand der Corona-Krise in verschiedenen Sprachen informieren.

    Halten wir heute voneinander Abstand, damit wir uns morgen wieder umarmen können. #socialdistancing

  59. Das doppelte Selbstexperiment: Zwei Monate vegetarisch und plastikreduziert

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    Unser Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ unterstützt Menschen, die nachhaltiger leben möchten und das im Rahmen eines zeitlich begrenzten Selbstexperiments ausprobieren. Eine davon ist Lisa. Sie hat zwei Monate lang vegetarisch gelebt und ihren Plastikverbrauch reduziert. Was sie dabei gelernt und erfahren hat, teilt sie in diesem Blogartikel. Das soll aber nicht der einzige Bericht bleiben. Dieses Jahr werden wir euch regelmäßig mit neuem Lesestoff über die verschiedensten Experimente versorgen. Jetzt aber erstmal viel Spaß mit den Erlebnissen und Erkenntnissen von Lisa!

    Ich bin Lisa, 20 Jahre alt und aus Frankreich. Als ich von der Idee im Rahmen eines Selbstexperimentes für einen gewissen Zeitraum nachhaltiger zu leben, hörte, sah ich sofort einen perfekten Anlass für mich auch etwas auszuprobieren. Seit längerer Zeit möchte ich meinen Abfall reduzieren und mich bewusster ernähren, aber ich wusste nicht, wo ich anfangen soll. Da mein Freund nicht unbedingt die umweltfreundlichste Person ist und wir die meisten Mahlzeiten zusammen essen, wollte ich mit etwas beginnen, das auch für ihn machbar ist. Also fing ich mit zwei Monaten vegetarischer Ernährung an. Zusätzlich wollte ich mich selbst herausfordern und entschied mich daher, meinen Plastikmüll auf ein Minimum zu reduzieren.

    Gemeinsam haben wir die erste Hürde genommen

    Ich werde nicht lügen: es war nicht immer einfach vegetarisch und plastikfrei zu leben. Ich erinnere mich noch, dass ich am Tag bevor das Experiment begann, Raclette und eine köstliche französische Wurst gegessen habe. Ich konnte mir nur schwer vorstellen, vom einen Tag auf den anderen zu versuchen überhaupt kein Fleisch mehr zu essen. Allerdings realisierte ich schnell, dass ich gar kein Bedürfnis danach hatte, solange ich nicht von anderen in Versuchung gebracht wurde. Ich bin sehr dankbar, dass mein Freund zumindest am Anfang die Erfahrung mit mir teilte, denn das half mir bei der Überwindung zum ersten Schritt. Entscheidend komplizierter wurde es, als er sich entschied, die Einschränkungen nicht mehr hinzunehmen, und als Freunde mich zu einem Barbecue oder in ein Restaurant einluden. In solchen Momenten teilte ich ihnen mein Vorhaben mit und entschied mich für die vegetarische Option. So genoss ich mein Essen und die gemeinsame Zeit.

    Kleine Ausrutscher sind menschlich!

    Der schwierigste Moment war, als ich nach Hause kam und meine Mutter Hühnchen gekocht hatte. Obwohl ich ihr von dem Experiment erzählt hatte, war das Hühnchen schon auf dem Tisch als ich ankam – traditionell gekocht mit Kartoffeln von einem regionalen Bauern und köstlich duftend. Dazu gab es nur wenig. Meine Befürchtung war daher, es nicht ersetzen zu können. Ich probierte also, denn ich konnte einem kleinen Stück nicht widerstehen. Danach bereute ich es sofort, da ich mir eigentlich selbst beweisen wollte, dass ich die Disziplin habe zu widerstehen. Doch in diesem Moment hatte ich sie nicht. Ich schätze, das macht mich menschlich und ich bin immer noch stolz darauf zu sehen, dass mich das Experiment viel über meine Grenzen, Bedürfnisse und Wünsche gelehrt hat. Und auch wie ich diese unterscheiden kann.

    Die absurden Plastikmengen stachen auf einmal ins Auge

    Dank des Plastikfrei Experiments wurde mir bewusst, wie absurd die Menge an Plastikverpackungen in Geschäften ist. Eines Tages verließ ich ein Geschäft mit leeren Händen, da es keine Lebensmittel gab, die ich kaufen konnte. Ich habe während des Experiments gelernt, einige Verpackungen nachhaltig zu ersetzen. Eine Möglichkeit dafür sind unverpackt-Läden, zu denen man eigene, wiederverwendbare Verpackungen mitbringt. Ich war manchmal echt frustriert, weil ich spezielle Produkte wie Mozzarella nicht fand oder weil ich bestimmte Lieblingsgerichte nicht kochen konnte. Es war ganz schön knifflig, denn ich musste lernen, so manche Gewohnheit umzustellen, umzudenken und Inspirationen für Gerichte zu finden. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit der Zeit lernt sich anzupassen. Obwohl ich nicht ganz plastikfrei gelebt habe, hoffe ich immer noch, dass mein Experiment positive Auswirkungen auf die Umwelt hatte.

    Mein Fazit: Es lohnt sich!

    Ich werde definitiv weiterhin ernährungs- und abfallbewusster leben und mein Bestes im Alltag versuchen. Dennoch schränken solche Experimente euch in euren Entscheidungsmöglichkeiten ein, daher braucht ihr Organisation und ein bestärkendes Umfeld. Es wird auf jeden Fall einfacher, wenn ihr die Menschen, mit denen ihr euer Leben teilt, zum Mitmachen zu motiviert. Es wird euch bestärken und ihr könnt euch gegenseitig unterstützen, wenn jemand mal Schwierigkeiten bei der konsequenten Umsetzung hat. Es ist wahrscheinlich auch besser nur ein Experiment auf einmal machen, denn ich war weder richtig zufrieden mit meinen Bemühungen vegetarisch zu sein noch hatte ich das Gefühl, 100% ohne Plastik einkaufen zu können. Indem man sich auf ein Ziel konzentriert und über die Thematik genauer informiert, hat man bessere Aussichten auf ein erfolgreiches Ergebnis. Glaubt an euch selbst, redet mit euren Freunden und eurer Familie darüber, denn ich kann euch sagen: es lohnt sich dem Hühnchen oder dem Mozzarella zu widerstehen!

    Viel Glück mit eurem Selbstexperiment und eurem Einkauf! Meinen ersten Einkauf seht ihr hier:

    Hast du Lust bekommen selbst ein Experiment zu starten? Alle Infos dazu gibt es hier!

  60. Unser Podcast „Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel“ ist gestartet!

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    Vor einer Woche, am 28. Januar 2020, haben wir stolz die erste Folge unseres neuen Podcasts „Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel“ veröffentlicht. Um 20 Uhr waren unsere Stimmen zur Premiere auf dem Webstream des Campusradio Karlsruhe und auf UKW 104,8 zu hören. Nun ist die Folge online auf spotify, soundcloud und in der Campusradio-Mediathek dauerhaft abrufbar. Wo er genau zu finden ist, worum es ging und in Zukunft gehen wird und wann die nächste Folge erscheint, erfahrt ihr hier!

    Angewandt forschen ohne Forschungskittel oder Schutzbrille, mitten drin im wirklichen Leben, geht das? Und ob! Seit 2012 forschen wir, das Quartier Zukunft-Team, in der Karlsruher Oststadt gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Stakeholdern, Politik und Stadtverwaltung an einer nachhaltigen Transformation des Quartiers. Der neue Podcast ist eine Kooperation mit dem campusradio Karlsruhe, der insbesondere ein jüngeres Publikum und Studierende ansprechen soll. Er gibt Einblicke in die Reallabor-Forschung und -Praxis zu einem guten und nachhaltigen Leben in Karlsruhe. Wie der Titel des Podcasts „Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel“ verrät, geht es darum, Wissenschaft erleb- und hörbar zu machen.

    Neue Folgen alle acht Wochen!

    Alle acht Wochen, immer am letzten Dienstag im Monat, um 20 Uhr geht es ab sofort um Stadtforschung und -entwicklung zum Mitanpacken. In etwa 30 Minuten bietet jede Podcastfolge Einblicke in die Grundlagen und den Alltag transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung im Quartier Zukunft. Zudem machen sich Forschende zusammen mit Hörerinnen und Hörern auf die Suche nach konkreten Transformationsprozessen vor Ort und liefern Denkanstöße für eine zukunftsfähigere Stadt.

    Worum geht’s in Folge 1?

    In der ersten Folge dreht sich alles um die Frage „Wer sind wir überhaupt und was machen wir?“. Dabei stellen wir nicht nur uns, sondern vor allem die Idee hinter dem Quartier Zukunft und die Reallaborforschung vor. Wir nehmen euch mit in den Zukunftsraum und an Orte der Transformation in Karlsruhe, an denen Nachhaltigkeit schon heute gelebt wird. Außerdem beantworten wir die Frage, was eine nachhaltige Entwicklung ausmacht und warum gerade Städte dabei eine so wichtige Rolle spielen.

    Wir hoffen, dass ihr einige Anregungen für euch, euer Quartier oder eure Stadt mitnehmen könnt!

    Die aktuelle Folge sowie die Verlinkungen zu allen Plattformen findet ihr hier. Viel Spaß beim Anhören! Du hast die Folge schon durchgehört und würdest uns gerne Feedback geben? Dann freuen wir uns sehr, wenn du dir kurz Zeit nimmst und unsere Miniumfrage ausfüllst (3-5 Minuten).

    Die nächste Episode ist für den 31. März geplant – abonnieren lohnt sich also! Sie wird wieder zuerst auf dem Webstream des campusradio und auf UKW 104,8 zu hören sein.

  61. einBLICKE 01/20 | Podcast – Frühlingstage – „Dein Quartier und Du“

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    Hier ist sie, die erste Ausgabe von einBLICKE im neuen Jahr. Für 2020 haben wir uns etwas ganz Neues vorgenommen: am 28. Januar startet unser eigener Podcast „Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel“! Außerdem ist unser Buch „Dein Quartier und Du“ fertig und soll im Februar erscheinen. Auch die Frühlingstage der Nachhaltigkeit stehen wieder vor der Tür. Dieses Mal ist unser Projekt „Energietransformation im Dialog“ mit einem Gamification-Workshop zum Emissionshandel und Exkursionen zum Thema Energiewende mit dabei. Außerdem wird es wieder einen Workshop zu Selbstexperimenten mit uns geben.

    Was sonst rund um das Quartier Zukunft gerade los ist, erfahrt ihr hier – Viel Spaß beim Lesen!


    Podcast: Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel

    In einer Woche gehen wir im campusradio on air! In unserem neuen Podcast wollen wir euch Einblicke in unsere Forschung und Praxis zu einem guten und nachhaltigeren Leben in Karlsruhe geben, von Experimenten berichten und Denkanstöße liefern. Nach der Erstausstrahlung am 28. Januar um 20 Uhr auf 104,8 oder via Webstream des campusradio könnt ihr alle Folgen jederzeit online nachhören.

    Onlinebeteiligung Klimaschutzkonzept 2030

    Die Stadt Karlsruhe hat sich zum Ziel gesetzt bis 2030 58% der Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 2010 einzusparen. Der Handlungskatalog, der dieses Ziel möglich machen soll, ist das Klimaschutzkonzept 2030. Alle Karlsruher Bürgerinnen und Bürger sind noch bis zum 26. Januar aufgefordert sich an der Ausgestaltung zu beteiligen. Bringt eure Ideen ein, kommentiert die Maßnahmen und sagt es weiter! Zum Beteiligungsportal geht’s hier.

    Geschmackserlebnis „Kraut & Rüben“ – saisonal im Winter

    Am 25. Januar lädt unser Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ gemeinsam mit Slow Food von 14 bis 18 Uhr in den Veranstaltungsraum im „Albgrün“ ein. Auch im Winter wachsen in unserer Region viele interessante Gemüsesorten – aber natürlich andere, als in Frühjahr, Sommer und Herbst. Bei diesem Geschmackserlebnis heben wir gewissermaßen gemeinsam die „kulinarischen Schätze des Winters“ unserer Region. Anmeldung hier

    „Mensch | Macht | Klima“ wird wiederholt!

    Ob beim Reisen oder Einkaufen, beim Wohnen oder in der Freizeit – fast alle Aktivitäten unseres Alltags setzen Treibhausgase frei und verschärfen die Klimakrise. Können wir als Individuen etwas dafür tun, diese Bedrohung aufzuhalten? Da die Veranstaltung so gut angekommen ist, wird sie am 18. Februar um 18 Uhr im ITAS wiederholt. Weiterlesen

    Buch „Dein Quartier und Du“ – Open Access- Erscheinung im Februar geplant

    Lange hat sich die Veröffentlichung unseres Buches hinausgezögert, diesen Frühling ist es endlich soweit! Dein Quartier und Du ist ein Buch über das Forschen, Machen und Losgehen – in Richtung einer guten Zukunft für uns alle. Es stellt die vier NachhaltigkeitsExperimente vor, die 2016 – 2017 Ideen verwirklicht haben, um in der Oststadt mehr Gemeinschaft, Entschleunigung und Nachhaltigkeit voranzubringen.

    4. Frühlingstage der Nachhaltigkeit am KIT

    Zum vierten Mal dreht sich bei den Frühlingstagen der Nachhaltigkeit am KIT alles um nachhaltige Entwicklung und den Beitrag der Wissenschaft auf dem Weg dorthin. Bis zu 300 Teilnehmende können bei den Projekttagen vom 23. bis zum 26. März in Vorträgen, Workshops und Exkursionen mehr über Nachhaltigkeitsforschung erfahren. Auch Gasthörende sind willkommen! Weiterlesen

    Gamification- Workshop zum Emissionshandel

    Im Rahmen der Frühlingstage der Nachhaltigkeit findet am 24., 25. und 26. März je ein Workshop unseres Projekts „Energietransformation im Dialog“ statt, bei dem ihr den Emissionshandel mit Hilfe von Gamification- Ansätzen auf spielerische Weise ausprobieren könnt. Die Teilnehmenden sollen ein Verständnis für den Emissionshandel und die handelnden Akteure entwickeln.

    Exkursionen zur Energiewende in Karlsruhe

    Was bedeutet eigentlich Energiewende und wie trägt diese zur nachhaltigen Gestaltung der Oststadt bei? Wo muss in diesem Zusammenhang genauer hingeschaut werden und was können wir aus den letzten 100 Jahren Energieversorgung in der Oststadt lernen? Diesen Fragen geht das Projekt „Energietransformation im Dialog“ im Rahmen der Frühlingstage bei zwei Exkursionen am 26. März (Deutsch) und am 25. März (Englisch) auf den Grund.

    Vortrag: Mein Geld hilft dem Klima

    Am 6. Februar gibt Philipp Achenbach von 18 bis 20 Uhr im Zukunftsraum eine Einführung in das Thema „Nachhaltige Geldanlage“. Der Impulsvortrag, organisiert vom Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“, dreht sich um zentrale Fragen bei der Auswahl nachhaltiger Anlageprodukte. Wie viel Wirkung hat der Wechsel des Girokontos und wie unterscheidet man nachhaltige Geldanlagen von „Greenwashing“?

    Geschmackserlebnis „Teller statt Tonne“

    Am 21. März dreht sich bei der Veranstaltung „Geschmackserlebnis „Teller statt Tonne““ von „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ von 14 bis 18 Uhr im Albgrün alles darum, wie Lebensmittelreste vermieden werden können. Lebensmittelverschwendung hat auch mit verpönten Lebensmitteln zu tun, die angeblich nicht schön genug sind, um sie zu vermarkten. Wir zeigen, wie es anders geht. Anmeldung hier

  62. Gemeinwohl-Ökonomie für nachhaltige Stadtentwicklung?

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    Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten. Für das Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele 2030 spielen sie daher eine entscheidende Rolle. Doch wie genau diese Ziele in die Praxis umgesetzt werden können, ist immer noch eine Herausforderung. Die Gemeinwohl-Ökonomie bietet einen Ansatz, der vielseitige Aspekte berücksichtigt und gleichzeitig praktisch umsetzbar ist.

    Marielle Rüppel hat in ihrer Bachelorarbeit die Handlungsmöglichkeiten verschiedener Akteure einer Stadt im Rahmen der Gemeinwohlökonomie untersucht. Ihre Ergebnisse wird sie am Dienstag, 17. Dezember ab 18:30 Uhr im Zukunftsraum (Rintheimerstraße 46) vorstellen.

    Das Thema Nachhaltigkeit ist in den letzten Jahren stark ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Viele Menschen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sind sich einig, dass wir dringend unsere Wirtschafts- und Lebensweise verändern müssen, um das 2°C-Ziel zu erreichen, Ressourcen zu schonen und eine enkeltaugliche Zukunft zu ermöglichen. Ein zentrales Problem ist, dass zurzeit Unternehmen, die sich umweltschädigend verhalten oder auf niedrige Löhne in der Lieferkette setzen, einen finanziellen Vorteil haben, da sie ihre Produkte billiger verkaufen können. Aber muss das so sein?

    Eine Bilanzierung für mehr Gemeinwohl

    Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) Bewegung hat ein Instrument entwickelt, das durch Nachhaltigkeitsberichterstattung zu einem ethischeren und nachhaltigeren Wirtschaftssystem führen kann: die sogenannte Gemeinwohl-Matrix. Zur Umsetzung müssten sich auch die politischen Rahmenbedingungen ändern. So könnten Kommunen bei öffentlichen Ausschreibungen Kriterien festlegen, nach denen umweltbewusste Unternehmen einen Vorteil haben. Das Konzept passt auch sehr gut mit den Zielen der nachhaltigen Entwicklung (SDGs) zusammen, was die untenstehende Übersicht verdeutlicht. Dabei kann und muss sich nicht alles von heute auf morgen verändern, stattdessen werden mutige, aber realistische Schritte zu einer langfristig orientierten Vision vorgeschlagen. So kann die GWÖ den Prozess der Entwicklung von Organisationen in Richtung Nachhaltigkeit unterstützen.

    Vom Klimanotstand zur klimaneutralen Kommune

    Der Ausruf des Klimanotstands in vielen deutschen Städten zeigt, wie wichtig und dringend das Thema ist. Darauf folgen müssen Maßnahmen, die langfristig zum Klima- und Artenschutz beitragen. Ein gemeinwohlzentrierter Ansatz hilft Stadtverwaltungen dabei, erst einmal eine Bestandsaufnahme zu machen und festzustellen, was bereits gut läuft und wo etwas verbessert werden kann.

    Ein Ansatz der Gemeinwohlökonomie ist es, künftige Investitionen oder Bauprojekte vor ihrer Durchführung auf ihren „Gemeinwohl-Index“ zu prüfen. Statt eines Unternehmens wird ein Projekt bilanziert und dessen Auswirkungen auf verschiedene Beteiligte und deren Werte bzw. Anliegen berücksichtigt. Wenn es darum geht, ein Gebäude aus Holz oder aus Beton zu bauen, ist Beton in den meisten Fällen zunächst billiger. Wenn aber die Eigenschaft der CO2 Speicherung im Holz miteingerechnet wird, während bei der Herstellung von Beton CO2 frei wird, ist es langfristig günstiger in umweltfreundliche Alternativen zu investieren, denn die Folgekosten der Umweltschäden übersteigen häufig die Kosten der höheren Investition.

    GWÖ für soziale Gerechtigkeit und Zusammenhalt

    Eine Aufgabe der Kommunen ist es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und zu verhindern, dass Wohnraum immer teurer wird. Auf lokaler Ebene könnten Kommunen demnach mehr Flächen für Wohngenossenschaften zur Verfügung stellen oder Programme wie „Wohnen für Hilfe“ fördern, die Leerstand entgegenwirken sollen. Diese Entscheidungen wirken sich in der Gemeinwohl-Bilanz positiv aus.

    Für den sozialen Zusammenhalt ist es wichtig, Räume und Verfahren zu schaffen, in denen sich Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund begegnen und grundlegende Fragen diskutieren können: was bedeutet eigentlich Gemeinwohl? Was ist der Zweck der Wirtschaft? Verbessert wirtschaftliches Wachstum wirklich die Lebensqualität?

    GWÖ für ökonomische Nachhaltigkeit & globale Verantwortung

    Für eine ökonomische Nachhaltigkeit sind neben technologischen Innovationen auch soziale Innovationen wichtig. Eine Wirtschaftsförderung, die schon bei der Unternehmensgründung zu Werteorientierung berät, leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung unternehmerischer Verantwortung.

    Leider ist es für Kommunen häufig nicht so einfach, sofort so viel zu investieren, wie für eine nachhaltige Entwicklung idealerweise notwendig wäre. Im Weg steht dem, dass Kommunen nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung haben. Zudem sind sie auf Gewerbesteuereinnahmen durch Unternehmen angewiesen, um wiederum öffentliche Infrastruktur bereitstellen zu können. Trotzdem gibt es gewisse Handlungsspielräume, die Kommunen nutzen können, um verstärkt gemeinwohlfördernde Rahmenbedingungen zu schaffen sowie staatliche Förderprogramme zu nutzen oder Modellprojekte zu entwickeln.

    Beispielsweise muss aktuell bei der Ausschreibung öffentlicher Aufträge das billigste Angebot genommen werden. Das scheint auf den ersten Blick sinnvoll, doch problematisch ist, dass dabei zum Beispiel Folgekosten durch Umweltschädigung nicht einberechnet, sondern ausgelagert sind. Dadurch sind Produkte billiger, bei denen in der Herstellung Aspekte wie faire Arbeitsbedingungen in der Lieferkette oder umweltfreundliche Alternativen vernachlässigt werden. Daher ist es wichtig, klare Anforderungen an nachhaltiges und faires Beschaffungsmanagement zu stellen und damit auch ein Vorbild für Unternehmen sein.

    Kooperation statt Wettbewerb

    Eine berechtigte Sorge ist, dass bei zu strengen Forderungen oder Auflagen für Unternehmen diese lieber an einen anderen Standort wechseln. Wenn sich allerdings viele Kommunen zusammentun und gleichzeitig höhere Umweltstandards fordern, müssen Unternehmen sich daran anpassen. Außerdem braucht es ein regionales Entwicklungskonzept, um ländlichen (Wohn-)Raum zu erhalten, sodass weniger Druck auf den Städten liegt, gleichzeitig Arbeit und Wohnraum zu schaffen.

    Auch im persönlichen Umfeld hängt viel von Zusammenarbeit ab. Uns ist wichtig, was Leute von uns denken, die eine zentrale Rolle in unserem Leben einnehmen. Wenn wir uns also als Gruppe oder als Organisation aufmachen, unser Verhalten hin zu mehr Nachhaltigkeit zu verändern, fühlen wir uns damit besser, als wenn wir es alleine tun und damit gegen andere stellen müssten. Gemeinsam können wir ein Wirtschaftssystem aufbauen, das sich nach den Bedürfnissen aller Menschen ausrichtet und die Erde als unsere Lebensgrundlage achtet.

    Zum Weiterlesen

    Video: Was ist die GWÖ?

    Gemeinwohl-Ökonomie für Gemeinden

    Nachhaltiges Beschaffungsmanagement für Kommunen

    Kommunale Wirtschaftsförderung und Nachhaltigkeit

    Warum wir mehr mit Holz bauen sollten

  63. Advent, Advent, die selbstgemachte Kerze brennt – Tipps für eine nachhaltige Vorweihnachtszeit

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    Der Duft von selbstgebackenen Plätzchen, Zimt und Glühwein liegt in der Luft, der Weihnachtsmarkt öffnet wieder seine Türen und spätestens bei den ersten Tönen von „Last Christmas“ ist es klar: die Vorweihnachtszeit ist wieder da. Doch was macht diese Zeit im Jahr so besonders und wie kann ich sie mit meinen Liebsten entspannt genießen während ich gleichzeitig auf meine Mitwelt achte? Ein paar Gedanken und meine Lieblingsideen dazu möchte ich in diesem Blogartikel mit euch teilen.

    von Jana Späthe

    Für mich ist die Adventszeit eine der Schönsten im Jahr. In meiner Kindheit war die Vorweihnachtszeit geprägt von dem spannenden Brauch am Abend vor dem Nikolaustag. Dann stellen Kinder Stiefel vor die Tür oder hängen Strümpfe an den Kamin und hoffen, dass der Nikolaus sie füllt. Warum eigentlich? Der 6. Dezember ist der Todestag des Heiligen Nikolaus von Myra, der den Überlieferungen zufolge sein geerbtes Vermögen unter den Kindern und Armen aufgeteilt hat. Neben Schokolade und Nüssen hat der Nikolaus meine Kinderstiefel jedes Jahr mit Mandarinen oder Clementinen gefüllt. Die verknüpfe ich daher mit dem Warten auf Weihnachten genauso wie den Adventskranz.

    Glücklicherweise haben die leckeren Südfrüchte in der Vorweihnachtszeit Saison, denn ihre Erntezeit ist im Herbst. So können wir auf geographisch nähere Anbaugebiete wie Spanien oder Italien zurückgreifen und die Früchte mit langem Transportweg aus Südafrika im Supermarkt links liegen lassen. Um sie haltbar zu machen, werden Mandarinen und Clementinen jedoch mit Pflanzenschutzmitteln behandelt und anschließend neu gewachst. Der eigenen Gesundheit zuliebe sollte man deshalb Schale und Hände (nach dem Schälen, aber vor dem Essen) gründlich waschen. Am besten ist es natürlich, die leckeren Früchte aus biologischem Anbau zu kaufen.

    Bio, fair, vegan – der etwas andere Schokonikolaus

    Auch auf einen Schokonikolaus in meinem Stiefel konnte ich mich verlassen. Auf unerklärliche Weise schmeckt Schokolade in Weihnachtsmannform ja doch irgendwie besser. Aber, sicher ganz im Sinne des Heiligen Nikolaus, sollen diejenigen, die ihn und seine Zutaten herstellen, fair entlohnt werden. Auch Kinderarbeit ist hier wie bei allen Schokoladenprodukten leider noch immer ein Thema. Schaut mal in Bioläden oder im Drogeriemarkt vorbei, dort findet ihr faire, vegane und biologische Alternativen – ich hab mir schon einen mitgenommen.

    Die Günstigeren sind ebenfalls mit Schokolade gefüllt, die Teureren mit Beautyprodukten, Spielzeug oder Gewürzen. Die Rede ist natürlich von Adventskalendern. Ob für die Kinder, den Partner oder für Freunde, so ein Adventskalender ist ein tolles Geschenk und versüßt uns die Vorweihnachtszeit. Dabei bringen die billigen Adventskalender oft viel Verpackungsmüll mit sich – und das für nicht einmal die Schokoladenmenge einer Tafel! Es geht zum Glück auch anders. Hier findet ihr eine tolle Liste von veganen, fair gehandelten und kreativen Adventskalendern, die schon einiges besser machen. Besonders gut gefallen mir der Gewürz-Adventskalender, der Yoga-Adventskalender und der „24 gute Taten“-Adventskalender. Noch persönlicher wird es natürlich, wenn man den Adventskalender gleich selbst befüllt. Hier eignen sich zum Beispiel selbstgebackene Plätzchen, kleine Briefe, Tee oder eine Einladung auf einen Punsch oder Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt.

    Apropos Glühwein und Weihnachtsmarkt…

    Auf der Seite des Karlsruher Christkindlesmarkt ist eine Liste zu finden, die zeigt, wo auf dem Weihnachtsmarkt ein biologisches, vegetarisches oder veganes Angebot zu finden ist. In Stuttgart und Heidelberg wird es sogar rein vegane Weihnachtsmärkte geben. Toll, dass es inzwischen so viele Alternativen zur klassischen Bratwurst gibt und ein nachhaltiger Weihnachtsmarktbesuch immer einfacher wird!

    Stollen, Spekulatius, Lebkuchen und Co. füllen bereits seit September wieder die Supermarktregale. Aber es geht doch nichts über selbstgebackene Plätzchen! Hier hat man auch selbst in der Hand, was drin ist. In der nachhaltigen Weihnachtsbäckerei können biologische Zutaten konventionelle ersetzen und auch vegane Plätzchen zu backen ist kinderleicht. Der Klassiker bei uns zuhause: Spritzgebäck mit einem Hauch Bittermandelaroma.

    Weihnachtsstimmung für Zuhause mit Kerzenlicht und Tannenzapfen

    Um die Weihnachtsstimmung nach Hause zu holen, werden bei mir jedes Jahr auch die eigenen vier Wände ein wenig weihnachtlich dekoriert. Jedes Jahr neue Deko in der angesagten Saisonfarbe zu kaufen, produziert jedoch vor allem viel Müll. Falls dir die Deko von den letzten zehn Jahren jedoch zu langweilig geworden ist, können zum Beispiel Second Hand Kaufhäuser oder Flohmärkte Abhilfe schaffen. Oder frag doch einfach mal in deinem Freundeskreis herum und tauscht für ein Weihnachtsfest eure Deko. Auch ein Waldspaziergang kann eine tolle Quelle für Zweige und Tannenzapfen sein, die ganz natürlich für  weihnachtliche Stimmung sorgen. So richtig gemütlich wird es für mich aber erst, wenn die erste Kerze angezündet wird. Leider bestehen herkömmliche Kerzen meist aus Paraffin (Erdöl) oder aus Palmöl. Besser sind da Kerzen aus Biomasse. Wenn dann Kerzenreste anfallen, habe ich mir vorgenommen diese zu sammeln, denn daraus lassen sich neue Kerzen selbst machen.

    Ich hoffe, ihr konntet euch aus diesem bunten Ideenstrauß etwas für euch mitnehmen. Ich habe bei meiner Recherche auf jeden Fall einiges gelernt. Habt ihr noch mehr Ideen für eine nachhaltige Adventszeit? Dann freue ich mich in den Kommentaren von euch zu lesen.

     

    Das Quartier Zukunft Team wünscht euch

    eine entspannte und stimmungsvolle Adventszeit!

     

    Zum Weiterlesen

    Blogartikel nachhaltiges Weihnachtsfest

    Wissenswertes für nachhaltigen Glühweingenuss

    Nachhaltige Weihnachtsdeko

    Kinderarbeit für Schokolade

  64. Selbstexperimente starten!

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    Mit einer sehr motivierenden und stimmungsvollen Auftaktwerkstatt sind wir in unsere erste Umsetzungsphase der Selbstexperimente gestartet! Am Abend des 29. Oktober trafen sich über 70 Menschen im Alten Schlachthof 11 um mehr über das Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ zu erfahren und gemeinsam die Selbstexperimente zu mehr Klimaschutz im Alltag zu starten.

    Der helle, große Raum bot einen tollen Rahmen mit kreativer Atmosphäre, um die 15 im ersten Projektjahr entwickelten Selbstexperimente vorzustellen. Sie alle beschäftigen sich mit dem Thema Klimaschutz, und sollen dabei helfen, den eigenen Alltag klimafreundlicher zu gestalten.

    Nach einer Begrüßung durch Colette und der Vorstellung der PraxispartnerInnen und Klimacoaches, wurde das Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ kurz skizziert und die Entstehungsgeschichte der Selbstexperimente erzählt.

    Und dann ging es los

    Im sogenannten „Wandelgang“ gab es rund eine Stunde Zeit, sich alle Experimente genauer anzusehen. Und diese Chance wurde genutzt. An allen Postern gab es Gespräche, anregende Diskussionen und Fragen. Viele nutzten die Zeit auch, um alte Bekannte zu begrüßen und neue Kontakte zu knüpfen.

     

    An jedem Poster konnte man sich die Steckbriefe zu den Selbstexperimenten in gedruckter Form mitnehmen. Hiervon wurde reger Gebrauch gemacht. Alle Steckbriefe findet man zum Download auch hier. Einfach auf den jeweiligen Titel des Experimentes klicken. Zu jedem Experiment gab es eine kleine Postbox, und alle Personen, die sich bereits am Abend selbst für ein bestimmtes Selbstexperiment entschieden haben, konnten hier gleich ihre E-Mail-Adresse hinterlassen und werden von uns nun mit weiteren Infos versorgt. Wer nicht dabei war oder sich erst später entschieden hat –  kein Problem! Wir nehmen die ganzen nächsten 9 Monate noch Anmeldungen für das Starten von Selbstexperimenten entgegen. Schreibt uns einfach!

    Und noch ein paar aktuelle Zahlen

    Für 14 von 15 Selbstexperimenten haben sich bereits Personen gefunden die starten. Insgesamt wissen wir momentan von etwa 70 Selbstexperimenten, die in den nächsten Monaten beginnen werden.

    Unser Newsletter erhält immer mehr Abonnenten und somit wächst unser Netzwerk. Damit können wir mehr und mehr Menschen mit unseren Aktivitäten und Veranstaltungen erreichen. Wenn du den Newsletter auch bekommen möchtest, schreib eine Mail an susanne.veith@kit.edu.

    Wir bedanken uns bei allen die da waren, für die gute Stimmung, für Interesse, Motivation und Fragen.

    Was kommt nun?

    Die nächste Möglichkeit dabei zu sein ist Freitag der 22. November im Zukunftsraum (Rintheimer Str. 46)

    18:00 bis 19:00          Fragestunde rund um die Selbstexperimente

    19:30                           Filmabend mit einem Film, der Mut macht Nachhaltigkeit selbst zu gestalten (Bringt gerne eure Lieblingskinoverpflegung mit)

    Außerdem: unser Team sucht Verstärkung!

    Wir suchen nach einer PraktikantIn, der/die uns für mindestens 3 Monate im Projekt begleitet und unterstützt. Wir bieten abwechslungsreiche Aufgaben in einem transdisziplinären Projekt (von praktischem Anpacken bis wissenschaftlichem Arbeiten ist alles mit dabei) und niedrige Hierarchieebenen in einem dynamischen und offenen Team.

    Du solltest Interesse an nachhaltiger Entwicklung, gelebtem Klimaschutz und Kommunikation haben. Toll wäre zusätzlich Erfahrung in oder Interesse an Öffentlichkeitsarbeit, WordPress und der Programmiersprache R.

    Mehr Infos dazu bei: sarah.meyer@kit.edu.

  65. Auf Tournee durch die Energiegeschichte

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    Ein Format, das sich in unserem Projekt „Energietransformation im Dialog“ bereits fest etabliert hat, sind unseren Touren „Nachhaltige Energie“.  Mit diesem Format möchten wir KIT-Forschung und städtische Energiesysteme sichtbarer machen und uns mit Interessierten austauschen. Dies nehmen wir zum Anlass, einen Blick auf ausgewählte Veranstaltungen zurückzuwerfen.

    Im Rahmen des Karlsruher Klima-Frühlings starteten wir im Mai 2019 unsere Tourenreihe mit dem Kooperationspartner stattreisen Karlsruhe e.V. mit einem Klimaspaziergang. Auf dem Weg durch die Oststadt behandelten wir Themen wie die ökologische Funktion von Grünflächen, die Mobilitäts- und Wärmewende oder Wechselwirkungen zwischen Ernährung und Energiesystem.

    Im Juli folgte eine weitere Tour, diesmal mit einem etwas jüngeren Publikum: Teilnehmende waren diesmal Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte am Eichendorff-Gymnasiums Ettlingen, die uns anlässlich ihrer „Energie und Klima“-Projekttage einen Besuch abstatteten. Dabei war es uns wichtig, für die Jugendlichen Anknüpfungspunkte an ihre eigenen Erfahrungen anzubieten. Um komplexe Sachverhalte, wie die Funktionsweise des Karlsruher Fernwärmesystems zu erläutern, griffen wir auf anschauliche Hilfsmittel zurück, beispielsweise Paketschnur und Moderationskarten.

    Bei der Führung Anfang September mit dem Titel „Energiewende in der Oststadt – alles nachhaltig oder was?“ stand die historische Entwicklung der Energieversorgung im Mittelpunkt. Diese wurde anhand ausgewählter Gebäude und Flächen sichtbar gemacht und die historische Entwicklung der Oststadt mit Fragen des Energiesystems verknüpft.

    Die Besonderheit lag außerdem in der Einbindung aktueller Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Nachhaltigkeitsbewertung: Beispielsweise nahmen wir am ehemaligen Gaskraftwerk Ost die Anfänge der Karlsruher Energieversorgung mit Stadtgas unter die Lupe und verknüpften dies mit der derzeitigen Importabhängigkeit fossiler Energieträger. Oder wir machten Station beim „Perfekt Futur“, um dort über die Rolle universitärer Bildung und Start Ups im Energiesektor zu sprechen.

    Die letzten Sonnenstrahlen des Sommers nutzten wir für unsere Tour: „Karlsruhe: Auf ins Solarzeitalter!“. Diese startete mit einem Wohngebäude in der Oststadt, auf dessen Dach eine Photovoltaik-Anlage installiert ist.

    Ein lokaler Anlagenbauer führte in die Thematik ein und erläuterte die Rolle privater Photovoltaikmodule für die zuverlässige Energieversorgung. Dabei erfuhren die Teilnehmenden, welche Auswirkungen diese Form der Stromerzeugung auf das Energiesystem und den Strommarkt haben und wie sich die Module auf das Gebäudeklima auswirken können.

    Im Anschluss begaben wir uns klimafreundlich mit Straßenbahn und Fahrrad zur Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK), die als Bindeglied zwischen Verantwortlichen der Stadt, Gewerbetreibenden und Bürgern fungiert und zu Energiewende und Klimaschutz arbeitet.

    Zunächst besichtigten wir die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gebäudes. Diese ist gleich aus zweierlei Gesichtspunkten bemerkenswert: Die Büroräume werden vermietet und das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Den Besuchenden wurde vermittelt, dass auch in solchen – oft schwierig wirkenden – Situationen die Installation einer PV-Anlage möglich ist.

    Für den letzten Teil der Tour begaben wir uns in die Räumlichkeiten der KEK. Dort wurde zunächst das Solarkataster für die Stadt Karlsruhe vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine öffentlich zugängliche Datenbank, anhand derer sich Interessierte über die Eignung ihres Gebäudes für Photovoltaik informieren und direkt auf Wirtschaftlichkeit prüfen können.

    Abschließend präsentierte die Gruppe Fossil Free Karlsruhe ihre kürzlich ins Leben gerufene Initiative Faktor 2. Deren Ziel ist es, die in Karlsruhe für Photovoltaik genutzte Dachfläche jährlich zu verdoppeln. Auf diese Weise soll der Anteil an fossilen Energieträgern und die Importabhängigkeit verringert werden.

    Und wie geht es nun weiter?

    Aufgrund der positiven Rückmeldungen starten wir eine zweite Auflage unserer Tour „Energiewende in der Oststadt, alles nachhaltig oder was?“.
    Die Tour ist kostenfrei und findet am Donnerstag, den 21. November 2019, von 16-18 Uhr statt. Wenn du dabei sein möchtest, schreibe bitte eine kurze Mail an Marius Albiez (m.albiez@kit.edu) oder Volker Stelzer (volker.stelzer@kit.edu).

    Kommendes Jahr geht es dann in die nächste Runde: Touren mit Einblicken in die KIT-Forschung im Energiebereich sind bereits in Planung. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden in diesem Jahr für den anregenden Austausch!

     

  66. Welche Rolle können Religionen im Umwelt- und Klimaschutz spielen?

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    Fridays for Future, Parents for Future, Scientists for Future, Artists for Future – immer mehr Menschen und Gruppierungen schließen sich den streikenden Schülerinnen und Schülern an, um deren Forderungen für mehr Klimaschutz zu unterstützen. Viele haben sich aber auch schon lange vor der FfF-Bewegung für Umweltschutz engagiert, durch den Zusammenschluss sind sie jetzt sichtbarer. Was viele nicht wissen: es gibt auch Religions for Future. Wir haben uns mal angesehen, wie sich Gemeinschaften die hinter „Religions for future“ stehen im Umwelt- und Klimaschutz engagieren.

    In ihrer Erklärung zur Unterstützung der Fridays for Future Bewegung schreibt „Religions for future“ Österreich, dass alle Religionen Mitverantwortung tragen und sich darum sorgen, das „Haus der Erde“  in einem guten Zustand zu erhalten. Denn ihrer Überzeugung nach hat das Ökosystem Erde einen einzigartigen Wert und ist nicht nur für Menschen da, sondern ist geteilter Lebensraum für alle Lebewesen. Obwohl Religion in vielen Dingen sehr unterschiedlich sind und jeweils vielseitige Strömungen haben, teilen sie alle diesen Gedanken: Es gibt nur die gemeinsame Bewahrung der Schöpfung – egal ob man an einen Gott glaubt oder nicht.

    Kirchen für Klimaschutz

    Schon 2015 veröffentlichte der katholische Papst ein Dokument, das sogenannte Laudato si‘, mit dem Untertitel „Sorge für das gemeinsame Haus“, in dem er sich einerseits hinter die Wissenschaft stellt und vor dem menschengemachten Klimawandel warnt. Andrerseits betont er die Verantwortung, die jede und jeder trägt, einen Beitrag zu leisten. Nicht nur Wissenschaft sollte Grund sein, sich um Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu sorgen, sondern auch, weil die Vielfalt an sich aller Lebewesen auf dem Planeten wertvoll und schützenswert ist. Auch aus dem christlichen Prinzip der Nächstenliebe sei es die Aufgabe aller, etwas für den Klimaschutz zu tun, da die Ärmsten der Welt am schlimmsten von den Folgen des Klimawandels betroffen sind.

    Vielseitigkeit und Gemeinsamkeit

    Das bundesweite Ökumenische Netzwerk für Klimagerechtigkeit oder der Zusammenschluss verschiedener Kirchen wie der Diözesen Freiburg und Stuttgart und der Evangelischen Landeskirche in Baden-Württemberg zeigen, dass hier die Zusammenarbeit und Gemeinschaft keine Grenzen kennt, denn es gibt viele Bereiche, die die verschiedenen Kirchen verbinden. Seit einigen Jahren veranstalten sie deswegen in Baden-Württemberg jährliche Strategietage, in denen es um Themen wie Klimagerechtigkeit, Menschenrechte oder Internationale Aspekte der Digitalisierung geht. Und der „Grüne Gockel“ ist eine Anleitung für Kirchengemeinden, wie sie sich umweltbewusst verhalten können.

    Natur und Religion trifft auch im Karlsruher „Garten der Religionen“ aufeinander. Ihr findet ihn im Citypark, in der Nähe der Haltestelle „Wolfartsweierer Straße“. Hier geht es um Austausch und Begegnung – schaut doch mal vorbei. Foto: Stadt Karlsruhe

    Die Pilgerfahrt mit dem Fahrrad – Umweltschutz im Islam

    Welchen Stellenwert hat das Thema Umweltschutz im Islam? Vor kurzem hat Ursula Kowanda-Yassin dazu einen Vortrag beim Deutschsprachigen Muslimkreis Karlsruhe (DMK) gehalten, den unsere studentische Hilfskraft Marielle Rüppel besucht hat. In ihrem Buch beschreibt sie unter anderem, wie zwei junge Aktivisten die im Islam wichtige Pilgerfahrt nach Mekka in Saudi-Arabien von Holland aus mit dem Fahrrad bewältigt haben!  Provokativ spricht sie von einem „Öko-Dschihad“ und will damit aufzeigen, was der Begriff eigentlich bedeutet, nämlich einfach „Anstrengung“. Ein Öko-Dschihad ist in dieser Lesart  sozusagen eine Anstrengung für Umwelt- und Klimaschutz, um zum Beispiel mit Gewohnheiten und Bequemlichkeit (von Kaffee-to-go-Einwegbechern bis Flugzeugreisen) zu brechen, doch wenn man es geschafft hat, fühlt es sich umso besser an. Außerdem macht das Engagement in Gemeinschaft gleich viel mehr Spaß, deswegen ist der DMK seit langem jedes Jahr bei den Karlsruher Dreck-weg-Wochen dabei. Zum Abschluss der Veranstaltung gab es ein paar Überraschungen aus dem Fair Trade Weltladen Karlsruhe, bevor es zum vegan/vegetarischen, plastikfreien Buffet ging.

    Bewusstsein für den eigenen Beitrag zum Klimaschutz

    Im Quartier Zukunft geht es hauptsächlich um das Mitmachen vor Ort, in dem Bewusstsein, dass man dadurch einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz leistet und so Verantwortung für die Gemeinschaft übernimmt. Dabei spielt die Wissenschaft eine wichtige Rolle, für die Etablierung einer lebendigen Nachhaltigkeitskultur ist aber eine Zusammenarbeit mit allen Gruppen und Glaubensgemeinschaften nötig. Denn es gibt so vielfältige Zugänge zu Nachhaltigkeit.

    Das waren nur ein paar kleine Einblicke in das, was einige Menschen, die hinter „Religions for future“ stehen, zum Klimaschutz motiviert – und sicher gibt es noch viel mehr! Wir sind gespannt auf eure Kommentare, und freuen uns darauf zu hören, was eure ganz persönliche Motivation zum Klimaschutz ist.

    Weiterlesen zum Thema:

    Religions for Future Austria

    Garten der Religionen Karlsruhe

    Artikel: Bundesweites Ökumenisches Netzwerk Klimagerechtigkeit gegründet

    Artikel: Klimawandel auf Katholisch

  67. Methoden der Reallaborforschung – unsere Methodenvernissage beim K3-Kongress

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    Von Marius Albiez, Sarah Meyer-Soylu, Clara Pineau, Andreas Seebacher, Jana Späthe und Helena Trenks.

    Am 24. und 25.9.2019 fand in Karlsruhe der K3-Kongress zu Klimawandel, Kommunikation und Gesellschaft statt. In diesem Rahmen lud das Quartier Zukunft Team zu einer Methodenvernissage in den Zukunftsraum ein. Interessierte, die an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft tätig sind, bekamen dabei Einblicke in unsere Arbeit und lernten bereits erfolgreich erprobte Methoden kennen.

    Das Format diente dazu, unterschiedliche Zugänge sicht- und greifbar zu machen und einen direkten Austausch zwischen transdisziplinär Forschenden und den Teilnehmenden zu ermöglichen. Hierzu hatten wir fünf Stationen beziehungsweise Exponate vorbereitet, an denen jeweils unterschiedliche Methoden vorgestellt wurden.

    Andreas Seebacher gab eine Einführung in den Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft, der für unser Forschungsprojekt Quartier Zukunft als Stadtteilbüro und Wissenschaftsladen fungiert und zugleich Schaufenster und Aushängeschild ist. Der Zukunftsraum bietet Raum für Kooperation, Beratung und Informationsvermittlung sowie Veranstaltungen unterschiedlichster Art. In angenehmer Umgebung wird hier den nachhaltigkeitsaffinen Akteurinnen und Akteuren ein Rahmen für Gemeinschaft als wichtigem Grundelement transformativer Forschung und bürgerschaftlichem Engagement geboten. Quartier Zukunft plante schon bald nach seinem Start 2012, ein festes eigenes Standbein im Projektgebiet der Karlsruher Oststadt zu haben, sodass 2015 die Einweihung stattfand und seitdem ein Treffpunkt für NGOs, Initiativen, Forschende und viele Besucherinnen und Besucher aus Karlsruhe, Deutschland und der Welt existiert.

    Des Weiteren erfuhren die Besucherinnen und Besucher bei Helena Trenks, was im Reallabor Quartier Zukunft unter einem Selbstexperiment verstanden wird und warum diese Methode für die transdisziplinäre Arbeit so bereichernd ist. Anschließend warfen sie einen Blick auf zwei Einsatzmöglichkeiten dieser Methode mit verschiedener „Tiefe“. Am Beispiel der Experimentreihe „Dein NachhaltigkeitsExperiment“ wurde deutlich, wie Selbstexperimente für Gruppen in einem langfristigen Prozess eingesetzt werden können, anhand des Seminars „Nachhaltigkeit im Selbstexperiment“ konnte man sehen, dass die Methode auch für kurze Zeiträume in der Arbeit mit Studierenden wertvolle Impulse liefern kann.

    Bei der von Jana Späthe vorgestellten dritten Station drehte sich alles um die Kommunikation nach außen. Welche Kanäle nutzt ein Reallabor wie „Quartier Zukunft“, um Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen einzuladen? Dabei wurden neben der Website inklusive Blog auch der Newsletter und selbstverständlich die Social-Media-Präsenzen auf Facebook und Twitter vorgestellt. Erläutert wurde dabei vor allem, worauf beim Wording, der Ansprache, dem Aufbau und dem Veröffentlichungszeitraum besonders geachtet wird.

    Darüber hinaus erläuterte Sarah Meyer-Soylu, wie im Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen“ das Element Klimacoaches und Klimacoaching eingesetzt wird, um Multiplikatoren aus der Bürgerschaft für das Projekt und das Thema Klimaschutz zu gewinnen. Die sogenannten Klimacoaches sind Bürger*innen, die zunächst eine Schulung bestehend aus 10 Modulen erhalten: Damit bauen sie eine gute Wissensgrundlage bezüglich des Klimaschutzes, aber auch zu übergreifenden Themen wie Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation, Projektmanagement auf. Daran anschließend sind die Klimacoaches im Projekt aktiv und begleiten die Menschen vor Ort bei der Umsetzung von klimafreundlichen Verhaltensänderungen im Alltag, organisieren z.B. Veranstaltungen und geben Ihre persönlichen Erfahrungen weiter. Ziel ist es, bereits aktive Menschen zu stärken und ihnen eine konkrete Rolle und Rückbindung an die Wissenschaftler zu geben.  Das erlaubt ihnen, möglichst effektiv für das Thema einzutreten. Mittelfristig ist das Ziel auch eine Stärkung des ehrenamtlichen Engagements und die Möglichkeit der Verstetigung von Aktivitäten auch nach Abschluss eines Projektes.

    Das letzte Exponat, vorgestellt von Marius Albiez, beschäftigte sich mit der Einbindung der Öffentlichen Verwaltung. Hierzu wurden Methoden aus dem Projekt Energietransformation im Dialog  vorgestellt und die jeweiligen Erfahrungen diskutiert. Die präsentierten Ansätze sollen dazu beitragen, konkrete Projektideen und Maßnahmen in den Bereichen Klimawandel und Energiewende zu erarbeiten. Außerdem soll die Sensibilisierung für vorausschauendes Planen (Stichwort Resilienz) verbessert werden. Zudem wird die übergreifende Zusammenarbeit gestärkt und vorhandene Ressourcen sowie Wissen bei den Institutionen sichtbar gemacht.

    Zum Schluss war noch Zeit für einen vertieften Austausch und Nachfragen zu den jeweiligen Projekten. Wir freuen uns über eine gelungene Vernissage und ganz besonders darüber, dass die Teilnehmenden selbst nach einem ganztägigen Kongressbesuch noch die Energie fanden, angeregt zu diskutieren.

  68. Energietransformation im Dialog wird ein Jahr alt!

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    Von Clara Pineau, Marius Albiez, Volker Stelzer

    Im Sommer 2018 startete mit „Energietransformation im Dialog – Vom Reallabor zum Karlsruher Transformationszentrum“  ein neues Projekt im Quartier Zukunft. Nun ist „EDia“ still und heimlich ein Jahr älter geworden. Zwischen den beiden zurückliegenden Sommern ist von Workshops und Energie-Touren bis hin zu transdisziplinären Seminaren viel passiert. Wir möchten mit euch auf viele schöne Veranstaltungen zurückschauen, Erinnerungen auffrischen und laden euch ein zu entdecken, was wir alles unternehmen.

    Dieser Artikel wurde erstmals hier auf der Website von „Energietransformation im Dialog“ am 2.10.2019 veröffentlicht.

    Grundgedanke des Projekts ist, dass die Energiewende eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellt. Notwendige, manchmal tiefgreifende Veränderungen können dabei nicht „von oben herab“ verordnet werden, sie werden gemeinsam verhandelt und angegangen. Deshalb wurde vor etwas über einem Jahr „Energietransformation im Dialog“ auf die Beine gestellt, das den Austausch zwischen Wissenschaft, Bürgerschaft, Gewerbe, Verwaltung und weiteren engagierten Akteuren im Energiebereich ermöglicht.

    Um möglichst viele Beteiligungsebenen zu bedienen, angefangen bei der Bereitstellung von Informationen bis hin zu gesellschaftlichen Transformationsprozessen, haben wir unterschiedliche Formate mit Leben gefüllt

    1. Erklär- und Informationsvideos

    Im Mai 2019 erschien unser Video mit dem Titel „Was ist ein Reallabor?“

    Der Begriff hat in den letzten Jahren eine beachtliche Karriere hingelegt und erhält zunehmend Aufmerksamkeit. Gleichwohl ist er erläuterungsbedürftig. Mit dem Video erklären wir das im Quartier Zukunft zu Grunde liegende Verständnis von Reallaboren und stellen unsere Arbeitsweise vor.

    2. Touren zur nachhaltigen Energie

    Die erste Tour fand im Mai 2019 anlässlich des Karlsruher Klima-Frühlings statt. Kooperationspartner war stattreisen Karlsruhe e.V. In der Oststadt informierten wir die Teilnehmenden über laufende Aktivitäten in den Bereichen Energiewende und Klimaschutz. Die Bandbreite der angesprochenen Themen reichte von der ökologischen Funktion von Grünflächen über den Zusammenhang zwischen Ernährungsgewohnheiten und dem Energiesystem bis hin zur Wärme- und Mobilitätswende.

    Unsere zweite Tour Mitte Juli richtete sich an die Schülerinnen und Schüler des Eichendorff-Gymnasiums Ettlingen im Rahmen der dort stattfindenden „Energie und Klima“-Projekttage. Die Tour war erneut quartiersbezogen, wobei uns diesmal die didaktische Umsetzung und die Verknüpfung zur eigenen Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler wichtig war. Das Funktionsprinzip und die Herausforderungen der Fernwärme wurden beispielsweise mithilfe von Moderationskarten und Paketschnüren einfach erklärt. Die gesammelten Erfahrungen waren äußerst lehrreich für uns und fließen nun in die Konzeption der Folgetouren ein.

    „Energiewende in der Oststadt – alles nachhaltig oder was?“ lautete der Titel unserer dritten Tour im September. Im Mittelpunkt stand diesmal die historische Entwicklung der städtischen Energieversorgung. Die einzelnen Stationen wurden mit aktuellen Forschungsergebnissen zum deutschen Energiesystem kombiniert. Hierzu stellten wir unterschiedliche Möglichkeiten zur Nachhaltigkeitsbewertung vor, beispielsweise die Anzahl an Studienabschlüssen im Energiebereich oder die Importabhängigkeit des deutschen Stromnetzes.

    3. Energie-Szenario-Workshops

    Bei der Energiewende greifen unterschiedliche technische und gesellschaftliche Aspekte ineinander, deren Auswirkungen nicht ohne Weiteres abzuschätzen sind. Wir diskutieren deshalb mit ganz unterschiedlichen Akteuren die Gestaltung unseres Energiesystems.

    Beim ersten Workshop „Klimaschutz in Karlsruhe“ Ende November 2018 entwickelten wir mit Mitarbeitenden der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur Ideen für städtische Klimaschutzmaßnahmen. Dabei wendeten wir Methoden aus dem Bereich „Serious Gaming“ an, die im Rahmen einer internationalen Forschungskooperation entwickelt wurden. Das Ziel war zum einen, den Umgang mit unerwarteten Herausforderungen bereits im Vorfeld mitzudenken, also die sogenannte Resilienz zu verbessern. Des Weiteren sollte die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten gestärkt werden. Nicht zuletzt ging es darum, konkrete Projektideen zu entwickeln und diese mit für Karlsruhe relevanten SDGs (Sustainable Development Goals, UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung) zu verknüpfen.

    Der zweite Workshop Ende April 2019 richtete sich explizit an die türkischsprachigen BewohnerInnen. Mit dabei waren Vertretende der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur, des Instituts für Verkehrswesen am KIT und eines lokalen Anlagenbauers für Solarmodule. Die Veranstaltung fand im türkischen Generalkonsulat Karlsruhe statt. Der Workshop knüpfte thematisch an den türkischen „Tag des Kindes“ an, und wurde auf Türkisch und Deutsch durchgeführt. Teilnehmende hatten unter anderem die Möglichkeit, sich zu Elektromobilität, Photovoltaik und klimafreundlicher Energieversorgung zu informieren und auszutauschen.

    Im Mai dieses Jahres wirkten wir an der Gestaltung des Verwaltungsworkshops „Grüne Stadt“ mit. Beteiligt waren das Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz sowie die Stabsstelle Verwaltungs- und Managemententwicklung Karlsruhe.

    Hierfür entwickelten wir unsere methodischen Ansätze weiter, um nachzuspüren, wie die übergreifende Zusammenarbeit städtischer Einrichtungen gestärkt werden kann. Mitarbeitende aus über 20 städtischen Einrichtungen erarbeiteten gemeinsam Ideen, tauschten sich über Ressourcen und Wissensbestände in der Stadt aus und verknüpften das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung mit dem eigenen Arbeitsalltag.

    4. Transdisziplinäre Projektseminare

    Interessierte Studierende, Wissenschaft und Partner aus der Praxis verfolgen bei diesen Seminaren gesellschaftlich relevante Fragestellungen rund um die Energiewende und schaffen so einen direkten Austausch zwischen Forschung und der Region.

    Im März 2019 fanden im Kontext der Frühlingstage der Nachhaltigkeit gleich drei Sessions zur „Energiewende in der Glaskugel“ statt. Beteiligt waren das Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaften (ZAK) am KIT sowie die Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit.

    Im Zentrum stand dabei die Zukunft der Wärmewende, genauer die Transformation des Karlsruher Fernwärmenetzes. Diese ist eng verknüpft mit dem geplanten Kohleausstieg sowie mit der Elektrifizierung des Verkehrs. Die Teilnehmenden eigneten sich Methoden an, um mit der Komplexität sozio-technischer Systeme umzugehen, indem sie gemeinsame Zukunftsszenarien entwickelten. Dabei ergaben sich Querbezüge zu den oben genannten Workshops sowie Inputs zur Vorbereitung unserer Touren.

    Des Weiteren fand im Sommersemester 2019 ein Seminar in Kooperation mit der Kompetenzstelle Energieeffizienz Mittlerer Oberrhein (KEFF), dem Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaften sowie der Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit statt. Im Fokus standen kleine sowie mittelständische Betriebe und die Frage: „Energieeffizienz in Unternehmen – geht da noch mehr?“ Gemeinsam mit der KEFF wurden Herausforderungen identifiziert und von den Studierenden bearbeitet. Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit der Frage, wie Mieter und Vermieter im Gewerbebereich gleichermaßen von Effizienzmaßnahmen profitieren können und welche rechtlichen Rahmenbedingungen dabei beachtet werden müssen. Außerdem diskutierten die Teilnehmenden die Übertragbarkeit von Energieeffizienznetzwerken auf den Gewerbebereich, womit zum Beispiel Einsparungen bei der Beleuchtung möglich sind.

    Falls ihr diese und weitere Aktivitäten gerne weiterverfolgen oder euch beteiligen möchtet, findet ihr alle nötigen Informationen auf der eigenen EDia- Webseite.

    Des Weiteren wirken wir an vielfältigen Veranstaltungen innerhalb und außerhalb Karlsruhes mit: sei es im Zuge der Energiewendetage Baden-Württemberg, bei „ITAS for Future“ oder bei der Klimakonferenz Karlsruhe (K3). Ein Blick auf „Aktuelles“ lohnt sich!

    Auf dem Laufenden bleibt ihr auch, indem ihr dem EDia Instagram-Account abonniert: Dort werden seit diesem Juli regelmäßig Veranstaltungen angekündigt und kurze Rückblicke gegeben, und selbstverständlich darf auch hier der Austausch nicht fehlen.

    Wir blicken auf ein spannendes Jahr zurück, voll mit tollen Begegnungen, inspirierenden Gesprächen sowie gemeinsamen Aktionen und freuen uns auf die kommenden Monate mit euch.

     

  69. einBLICKE 10/19 | Herbstkleidertausch – Klimacoaching – Klimastreik

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    Gegen herbstliche Unwetter und erste Erkältungen helfen vor allem heißer Tee und warme Kleidung – aber es gibt noch mehr, was unser persönliches Wärmeempfinden beeinflusst. Wer seine Herbstgarderobe noch auffrischen möchte, kann das bei unserem anstehenden Kleidertausch am 26. Oktober machen. Das Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen“ macht sich mit der Auftaktveranstaltung am 29. Oktober auf den Weg in die spannende Experiment-Phase. Einen kurzen Rückblick gibt es auch auf die Woche rund um den globalen Klimastreik am 20. September, in der das Quartier Zukunft tatkräftig mit dabei war.

    Was sonst rund um das Quartier Zukunft gerade lost ist, erfahrt ihr in dieser Ausgabe von einBLICKE.

    Viel Spaß beim Lesen!


     

    Energietransformation im Dialog – und in der Praxis!

    Bei der ersten nachhaltigen Energie-Tour durch die Oststadt am 17. September ging es um die Zukunft der Solarenergie in Karlsruhe. Die Teilnehmenden lernten viel über die Vorteile von dezentralen Photovoltaik-Modulen für eine zuverlässige Energieversorgung und für alle.

    Weiterlesen

     

    Herbstkleidertauschparty mit Kinderecke Herbstkleidertausch im Zukunftsraum

    Der Herbst ist da und die warmen Klamotten von letztem Jahr werden aus dem Speicher gekramt. Es sind Teile dabei, die dir nicht mehr passen oder gefallen? Dann komm zu unserer Herbstkleidertauschparty am 26. Oktober von 14-17 Uhr. Dieses Mal wird es auch einen Bereich für Kindersachen geben. Du willst den Kleidertausch unterstützen? Wir suchen immer fleißige Helferinnen und Helfer für Auf-und Abbau. Bei Interesse melde dich bei helena.trenks@kit.edu.

     

    Klimaschutz gemeinsam wagen – Auftaktveranstaltung Selbstexperimente

    Am 29. Oktober findet ab 18 Uhr die Auftaktveranstaltung für die Selbstexperimente im Alten Schlachthof 11 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich über die Möglichkeiten den eigenen Alltag klimafreundlicher zu gestalten zu informieren und die angebotenen Hilfestellungen des Projekts „Klimaschutz gemeinsam wagen“ kennenzulernen. Gesucht werden Haushalte, Kindergärten, Schulklassen, Vereine und mehr, die in den Bereichen Ernährung, Mobilität und Konsum CO2 einsparen wollen. Unser Ziel: 100 Haushalte am Start!

    Parallel dazu starten unsere Klimacoaches ihre Ausbildung – auch alle Interessierten sind zu diesen Veranstaltungen eingeladen. Weiterlesen

     

    Rund um den globalen Klimastreik -Rückblick

    Zum Einstieg fand am 17. September der technik.kontrovers Mensch | Macht | Klima – Abend am ITAS zum Thema klimaschonender Alltag statt. Am 19. und 20. öffnete das ITAS seine Türen, mit dabei viele Scientists for Future, die neugierige Fragen aller Interessierten beantworteten. Am 20. September gab es dann einen globalen Klimastreik! Das Quartier Zukunft war dort und im Anschluss beim Park(ing) Day dabei. In unserem Blog-Artikel könnt ihr genauer nachlesen, warum schnelle Klimaschutz-Maßnahmen notwendig sind und wir die Streiks und Forderungen der Schülerinnen und Schüler von Fridays for Future unterstützen.

     

    Grüne Lunge im Dialog: Naturnahe Gärten

    Wie klimafreundliche Ernährung aus dem Garten auf den Tisch funktionieren kann, wollen wir durch die naturnahe Umgestaltung eines Beispiel-Gartens zeigen! Am 11. Oktober von 16 bis 19 Uhr findet die Eröffnungsveranstaltung der Kampagne „Naturnah Gärtnern – Für Mensch, Tier und Klima“ in der Rheinaustraße 2a in Rheinstetten statt. Das Team von „Grüne Lunge im Dialog“ sucht Gartenbesitzerinnen und Gartenbesitzer in Rheinstetten, die Lust haben, den eigenen Garten naturnah (um-)zu gestalten. Mehr Infos folgen in Kürze auf unserer Website. Weiterlesen

     

    Freiluftwohnzimmer in der Oststadt

    Am 28. September haben wir alle Oststädterinnen und Oststädter eingeladen, sich unserem Freiluftwohnzimmer anzuschließen und das Leben vor der Haustür kennenzulernen. Mit  Stühlen, Tischen oder sogar Sofas mal an der frischen Luft sitzen, vom Alltag ausruhen, mit Nachbarn ins Gespräch kommen und den öffentlichen Raum vor der Wohnung mit Leben füllen. Wir waren im und vor dem Zukunftsraum, obwohl es ganz schön windig war – und viele haben mit unseren neuen Fußabdruck-Matten spielerisch ihren ökologischen Fußabdruck berechnet.

     

     

  70. GrüneLunge im Dialog: „Naturnah Gärtnern – Für Mensch, Tier & Klima“

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    Vor über vier Monaten haben wir euch unser Projekt  „GrüneLunge im Dialog“ vorgestellt. Was ist seitdem passiert? Es gab einen Vortrag über naturnahes Gärtnern, eine Exkursion zu eben solchen Gärten in Karlsruhe, einen runden Tisch,… höchste Zeit also für ein Update! In diesem Blogartikel erfahrt ihr, was in den letzten Monaten los war und alles, was ihr über die anstehende Kick-Off-Veranstaltung zu unserer Gartenkampagne „Naturnah Gärtnern – Für Mensch, Tier und Klima“ am 11. Oktober wissen müsst. 

     

    Rückblick:

    Tag der offenen Gärten

    Am 19. Mai fand in Rheinstetten der Tag der Offenen Gärten statt, bei dem wir das erste Mal mit Interessierten ins Gespräch kamen und auch schon einige Kontakte knüpfen konnten. Daneben gab es einige Mitmach-Aktionen, wie zum Beispiel ein Bastel- und ein Pflanzentausch-Tisch sowie unser Quiz über heimische Pflanzenarten.

     

    Runder Tisch & Gruppendiskussion

    Wir wollten die Lage in Rheinstetten aus den Augen der BewohnerInnen kennenlernen. Daher haben wir Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Interessengruppen in Rheinstetten zu einem Kennenlerntreffen und runden Tisch eingeladen. Wir freuen uns, dass so viele unserer Einladung gefolgt sind und wir viele wertvolle Anregungen und Ideen mitnehmen konnten. Bei der im Sommer abgehaltenen Gruppendiskussion wurde noch einmal vertieft zur (klimatischen) Lage in Rheinstetten und möglichen Maßnahmen sowie Stolpersteinen für die geplante Kampagne diskutiert.

     

    Vortrag „Naturnahe Gestaltung von Gärten“ mit Michaela Senk und Exkursion in Karlsruhe

    Mit dem Vortrag am 3. Juli von Michaela Senk (von GartenSpielRaum in Karlsruhe) wurde die Grundlage für Diskussionen rund um das Thema Naturnahes Gärtnern geschaffen. Es wurde viel Wissen geteilt und ein Überblick gegeben über Anlage und Pflege eines naturnahen Gartens, sowie die Frage behandelt, warum Naturgärten in Zeiten des Klimawandels pflegeleichter sind als konventionelle Gärten.

    Die Exkursion am 16. Juli zeigte drei Beispiele von naturnah gestalteten Gärten in Karlsruhe. Für Infos und Fragen standen die InhaberInnen der Gärten, sowie Stella Friede (von GartenSpielRaum) zur Verfügung.

     

    Umfrage

    Bei der Umfrage, die in der lokalen Zeitung  „Rheinstetten Aktuell“ erschien, konnten wir dank zahlreicher Beteiligung viele Meinungen der Bevölkerung einholen. Zum einen ging es in der Umfrage um die persönliche Einschätzung zu zukünftigen Klimaveränderungen in Rheinstetten und wie das Potential von privaten und öffentlichen Grünflächen zur Verbesserung des Stadtklimas beurteilt wird. Zum anderen wurde erfragt, ob generell Interesse an naturnahem Gärtnern besteht. Erste Ergebnisse werden dieses Jahr noch in Rheinstetten Aktuell vorgestellt.

     

    Was passiert als nächstes?

    „Naturnah Gärtnern – Für Mensch, Tier & Klima“

    Ein hoher Anteil an Städtischem Grün ist nötig für eine gesunde und klimaresiliente Stadt und wird auch von der Stadtbevölkerung wertgeschätzt. Während die Bedeutung von städtischen Grünflächen in der öffentlichen Debatte immer mehr Raum findet, werden private Grünflächen noch wenig in den Bestrebungen zur klimaresilienten Stadt thematisiert.  Dabei ist die Fläche der Privatgärten in Deutschland mehr als halb so groß wie alle deutschen Naturschutzgebiete (sieh auch NABU), das Potential von Privatgärten in der Stadt sollte daher nicht vernachlässigt werden. Naturnah gestaltete Gärten haben außerdem eine wichtige Korridor-Funktion, da sie Tieren Lebensräume in der Stadt bieten.

    Hier setzt die Kampagne „Naturnah Gärtneren – für Mensch, Tier und Klima“ an. Die Kampagne verfolgt das Ziel Bürger und Bürgerinnen in der Stadt Rheinstetten zu motivieren, den eigenen Garten naturnah zu gestalten. Daneben soll der Verwertungsgedanke nicht zu kurz kommen und der Anbau von essbaren Pflanzen ebenso gefördert werden. Beim Pflanzen, Pflegen und Ernten findet gegenseitige Unterstützung statt – eine Garten-Gemeinschaft soll aufgebaut werden.

    Am 11. Oktober ab 16 Uhr findet dazu unsere Kick-Off-Veranstaltung „Aus dem Garten auf den Tisch“ in der Rheinaustraße 2a in Rheinstetten statt.

    Gemeinsam wollen wir Kürbisse schnitzen, Apfelsaft pressen, Stockbrot mit selbstgemachten Kräuter-Pestos verkosten. Daneben könnt ihr erste Einblicke in die Ergebnisse der Umfrage bekommen und wir infomieren euch über alles rund um die Kampagne. Außerdem entsteht bis zum kommenden Frühjahr eine naturnah gestaltete Schaufläche vor Ort. Was dazu bisher geschah könnt ihr vor Ort sehen. Kommt vorbei!

     

    Weitere Infos zum Projekt Grüne Lunge:

    https://www.itas.kit.edu/projekte_saha18_grulu.php

    Bei Fragen zu „GrüneLunge im Dialog“ wende dich gerne an: annika.fricke@kit.edu

    In Kürze geht die offizielle Website online: https://www.projekt-gruenelunge.de/

    Wer sich vorab schon näher mit dem Thema naturnahes Gärtnern befassen möchte, kann sich auf der Seite von natur im garten informieren.

  71. Freiluftwohnzimmer – Dein Sofa muss an die frische Luft!

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    Der Sommer verabschiedet sich, der Herbst kündigt sich an und die letzten warmen Sonnenstrahlen laden dazu ein, die gewohnten Vier Wände zu verlassen und zusammen mit den Nachbarn die Straßen der Oststadt mit Leben zu füllen! Am Samstag, den 28. September, heißt es ab 14 Uhr einmal mehr: Stühle, Tische, Sofas vor die Haustür – und fertig ist das ‪‎Freiluftwohnzimmer! Zusammen erobern wir den öffentlichen Raum zurück. Mit Kuchen, Kaffee & ein bisschen Zeit für- und mit einander.

    Unser Alltag ist meist komplett durchgetaktet und wir schauen weder links noch rechts. Wissen wir überhaupt wer neben uns wohnt? Wir laden euch ein, einmal aus dem Alltagstrott herauszutreten und mit euren Nachbarn ins Gespräch zu kommen.  Am Samstag 28.September geht das ganz einfach, beim Freiluftwohnzimmer!  Um mitzumachen könnt ihr einfach vor euren Häusern in den Straßen der Oststadt kleine Sitzgruppen einrichten. Stühle, vielleicht ein Sofa, vielleicht ein kleiner Tisch, gerne bestückt mit Keksdose, Blumenvase oder Malsachen für Kinder – einfach schöne Plätzchen um mit euren Nachbarn ins Gespräch zu kommen.

    Das Freiluftwohnzimmer füllt den öffentlichen Raum mit buntem Leben: Menschen kommen zufällig zusammen, unbekannte und bekannte Nachbarn begegnen sich. So werden Straßen und Plätze vorübergehend zum Lebens- und Ruheraum. Wo sonst bloß aneinander vorbei gehastet, eingekauft, geparkt, Wegstrecke überwunden wird, entschleunigen wir für alle sichtbar und machen Pause. Sonne für Dein Sofa! Für gutes Klima in der Nachbarschaft.

    Wann? Wo?

    Die Aktion „Freiluftwohnzimmer“ findet am Samstag, den 28.09.2019 ab 14.00 Uhr vor Euren Haustüren in den Straßen und auf den Plätzen der Karlsruher Oststadt statt. Kerngebiet ist das“Dreieck“ zwischen den Haltestellen Durlacher Tor, Tullastraße und Hauptfriedhof. Wir vom Quartier Zukunft-Team bauen unser eigenes Freiluftwohnzimmer vor dem Zukunftsraum in der Rintheimer Straße 46 auf und freuen uns natürlich über Besuch! Außerdem werden wir mit unserem Lastenrad in der Oststadt unterwegs sein.

    Kleiner Hinweis zum Schluss

    In Absprache mit dem Ordnungsamt gilt: Bitte achtet darauf, VerkehrsteilnehmerInnen (z.B. FußgängerInnen, RollstuhlfahrerInnen, Kinderwagen, AutofahrerInnen) nicht zu beeinträchtigen. Auch die eigene Sicherheit solltet ihr im Auge behalten. Wir bitten Euch außerdem darum, den Ort Eures Freiluftwohnzimmers am Ende des Tages wieder so zu verlassen, wie Ihr ihn vorgefunden habt – oder schöner ;-).

    Wir freuen uns!

  72. ITAS for Future – offene Türen zum globalen Klimastreik am 19. und 20. September

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    Seit Herbst 2018 streiken Schülerinnen und Schüler freitags weltweit und unermüdlich für das Klima. Die Fridays for Future Bewegung hat damit schon einiges an Aufsehen erregt und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Eltern, Kunstschaffende und viele weitere Gruppen haben sich hinter sie gestellt. Nun ist es an der Zeit, dass wir alle gemeinsam auf die Straße gehen. Am 20. September findet der globale Klimastreik statt, zu dem explizit alle aufgefordert sind, sich der Jugend anzuschließen. Wie bereits im Mai öffnet das ITAS daher am 19. und 20. September wieder seine Türen und lädt Schülerinnen und Schüler, Studierende und alle Interessierten ein, sich direkt mit Forschenden auszutauschen.

    Begonnen hat alles mit einer einzigen Schülerin, die begann für ihre Zukunft zu streiken. Greta Thunberg hat damit eine Bewegung ins Leben gerufen, die sie sich so wohl kaum erträumt hat. Inzwischen waren weltweit Millionen von Schülerinnen und Schülern auf der Straße. Und damit nicht genug – Fridays for Future hat Unterstützende in unterschiedlichsten Gruppen gefunden. So gibt es inzwischen neben den Parents und den Scientists for Future auch die Artists und die Entrepreneurs for Future.

    Die Fridays for Future Bewegung fordert konkrete Veränderungen

    Konkret streiken Fridays for Future für die Umsetzung ihrer Forderungen. Diese wurden mit wissenschaftlicher Unterstützung entwickelt und sind auf ihrer Homepage zu finden. Die wichtigsten Forderungen für Deutschland sind, dass Deutschland bis 2035 Nettonull erreicht, bis 2030 aus der Kohlekraft aussteigt und bis 2035 die Energieversorgung komplett auf erneuerbare Energie umgestellt wurde.

    Neben der Unterstützung der Entwicklung der Forderungen, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch ihre eigene  Initiative „Scientists for Future“ gegründet. Über 26.000 Forschende unterzeichneten die Stellungnahme, die darauf hinweist, dass die bisherigen Maßnahmen zum Schutz von Klima und Biodiversität völlig unzureichend sind. In der Karlsruher Regionalgruppe sind auch Forschende von Quartier Zukunft und unseres Heimatinstituts, des ITAS, aktiv.

    Am 20. September streiken alle gemeinsam – weltweit!

    Am 20. September findet der globale Klimastreik statt, an dem alle gemeinsam auf die Straße gehen. In Karlsruhe beginnt der Streik um 11 Uhr am Friedrichsplatz. Auch das ITAS öffnet anlässlich dieses Ereignisses erneut seine Türen. Am Donnerstag, 19. September, und am Freitag, 20. September 2019, jeweils von 14 bis 17 Uhr, können sich Schülerinnen und Schüler, Studierende und alle Interessierten direkt mit Forschenden austauschen.

    ITAS for Future – Das Institut öffnet erneut seine Türen

    Kommt vorbei, alle sind eingeladen zum „Open ITAS“ bei dem Expertinnen und Experten für Technikfolgenabschätzung über ihre Arbeit informieren und sich der Diskussion stellen. Die Themen reichen von nachhaltiger Mobilität und Ernährung über Fragen der Energiewende bis hin zur Gestaltung lebenswerter Städte und Alternativen zur erdölbasierten Wirtschaft. Außerdem könnt ihr euren eigenen CO2 Fußabdruck ermitteln, euch Selbstexperimente überlegen und auch unsere Werkstatt für Demoplakate ist wieder dabei. Eine Anmeldung ist nicht nötig, lediglich bei Schulklassen und größeren Gruppen bitten wir um eine Ankündigung an jonas.moosmueller@kit.edu.

    Nach dem Streik geht’s weiter beim Park(ing) Day

    Im Anschluss an den Streik findet von 13 bis 18 Uhr der Park(ing) Day in der oberen Karlstraße statt. Der Aktionstag, der jedes Jahr am dritten Freitag im September stattfindet, weist darauf hin, dass die immer größer werdenden Autos dem öffentlichen Raum viel Fläche wegnehmen, die auch anders genutzt werden könnte. Auch ein Teil der „Open ITAS“ Angebote werden deshalb ab 14 Uhr auf der Parkfläche vor dem Institutsgebäude (Karlstraße 11) stattfinden.

    Warum unterstützt das Institut die Forderungen nach schnellen und umfassenden Maßnahmen zum Klimaschutz?

    „Das Anliegen der jungen Menschen ist absolut gerechtfertigt, es wird mit großem Engagement vorgetragen und steht auf einer soliden wissenschaftlichen Basis. Wir als Forschende wollen unser Wissen zur Verfügung stellen und so unserem Auftrag zur ‚Gesellschaftsberatung‘ nachkommen.“

    Armin Grunwald, Leiter des ITAS

    Es sind noch Fragen offen?

    Rückfragen beantwortet für das „ITAS for Future“-Team Jonas Moosmüller (jonas.moosmueller∂kit.edu; 0721 608 26796).

    Weiterlesen

    ITAS for Future

    Fridays for Future

    Scientists for Future

    Facebookveranstaltung  Park(ing) Day 2019

    Blogartikel Park(ing) Day 2017

  73. Ihr Zuhause ist ein Tiny House – Interview mit Nessa Elessar

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    Warum und wie baut man ein Tiny House? Lisa Koßmann, auf YouTube bekannt als Nessa vom Kanal „Nessa Elessar“, lebt seit Dezember 2018 in ihrem Tiny House auf 23m², das sie zum größten Teil selbst gebaut hat. Den Bauprozess hat sie dabei informativ und unterhaltsam in ihren Videos dokumentiert und ist so zu einer Expertin für das Thema Tiny House in Deutschland geworden. Jana von Quartier Zukunft hat Lisa und ihr Haus, das aktuell noch bei ihren Eltern im Hof steht, besucht und ihr ein paar Fragen gestellt. Viel Spaß beim Lesen des Interviews!

    Was macht ein Tiny House zum Tiny House?

    Eine richtige Definition gibt es so noch nicht. In den USA wurde nun aus baurechtlichen Gründen eine erstellt, aber in Deutschland gibt es noch keine. Meistens spricht man davon, dass sie unter 50qm Wohnfläche haben. Bei den stationären Tiny Houses gibt es da schon einige, die 30-40qm Wohnfläche haben. Die meisten, gerade die auf Rädern, haben so wie meines etwa 25qm.

    Warum hast du dich entschieden ein Tiny House zu kaufen bzw. zu bauen?

    Ich war damals auf Wohnungssuche und habe festgestellt, dass ich mir nichts leisten konnte, wo ich wirklich leben wollte. Ich habe mir dann überlegt, wie ich langfristig leben möchte und ich mir meine berufliche Zukunft vorstelle. Schon damals war mir klar, dass ich nicht nur, um eine Wohnung zu finanzieren, unglaublich viel arbeiten möchte, sondern nur so viel, wie mir selbst guttut, und auch in einem Bereich, der mir guttut. Daher habe ich mich dann entschlossen, einmalig mehr auszugeben, um langfristig weniger zu bezahlen. Der Stellplatz, den ich jetzt in Aussicht habe, wird mich im Monat etwa 250€ kosten plus Wasser, Strom und so was. Das ist aber auch am oberen Limit, was so ein Stellplatz in der Regel kostet, und dennoch deutlich weniger als die Kaltmiete der meisten Wohnungen. Es handelt sich dabei um zukünftige Baugrundstücke, die nun erschlossen und dann erst mal für einige Jahre als Tiny House Stellplätze genutzt werden sollen.

    Was kostet ein Tiny House? Ist es deutlich günstiger ein Tiny House zu kaufen im Vergleich zu einer kleinen Wohnung?

    Das Tiny House wird nicht zentral in einer Großstadt, sondern eher am Rand oder in einer Kleinstadt stehen, daher kann man auch nur diese Preise vergleichen. In Größe eines Tiny Houses gibt es allerdings keine Wohnungen. Bei meinem Haus habe ich sehr viel selbst gebaut, das hat mich 35.000€ und viele Arbeitsstunden gekostet. Genau das war ja auch die Idee, dass ich dabei einiges lerne. Voll ausgestattet beim Hersteller gekauft kostet so ein Haus zwischen 50.000€ und 70.000€. Also immer noch günstiger als eine Wohnung in der Regel. Und man kann es beim Umziehen mitnehmen.

    Du hast dein Tiny House zu einem großen Teil bei deinen Eltern mithilfe der dort vorhandenen Werkstatt gebaut – gibt es eine Alternative für Menschen, die so eine Werkstatt nicht zur Verfügung haben?

    Den Rohbau haben auf einem gemieteten Platz beim Hersteller gebaut. Das wäre bei meinen Eltern auch deutlich umständlicher gewesen. Wenn man nicht zuhause bauen kann, kann man den Platz beim Hersteller auch länger nutzen, das wäre dann eben entsprechend teurer geworden. Aber ja, man braucht den Platz und Leute, die einem helfen können.

    Wie ist das, wenn du dich irgendwann entscheidest mit Partner oder Familie zusammenzuziehen?

    Das muss man sich natürlich im Vorhinein ein bisschen überlegen. Im Moment finde ich es gut, dass, auch wenn man in einer Partnerschaft ist, beide Partner einen Raum haben, in den sie sich zurückziehen können. Das sieht natürlich nicht jeder so und das kann sich auch bei mir wieder ändern. Kinder möchte ich keine. Andere machen es dann so, dass sie sich nochmal ein zweites bauen. Wenn sie Kinder bekommen, bekommen diese dann unter Umständen auch ihren eigenen Raum, das ist dann flexibel. Viele wird das Haus nicht über das ganze Leben begleiten. Nicht, weil das Haus nicht dafür gemacht ist, sondern weil sich Bedürfnisse ändern. Für mehrere Leute auf Dauer ist dieses Haus auf jeden Fall zu klein.

    Wie schätzt du Tiny Houses im Vergleich zu kleinen Wohnungen in Bezug auf Nachhaltigkeit ein? Einerseits punkten sie durch einen geringen Flächenverbrauch und eine kleine pro Kopf Wohnfläche, andererseits lassen sie sich nicht stapeln, sind weniger gedämmt und haben keine direkten Nachbarn, die Wärmeverluste verringern. Wo siehst du da die Vor- und Nachteile?

    Ja, es gibt definitiv zwei Seiten. Es stimmt, die Tiny Houses sind nicht stapelbar, aber sie sind auch nicht für die Großstadt gemacht. Wenn man in die Großstadt möchte, muss man auch in Kauf nehmen, dass man auf sehr engem Raum mit anderen Leuten zusammenlebt, das geht gar nicht anders. Nach meinen ersten Erfahrungen sind die Wärmeverluste hier im Tiny House natürlich höher, das heißt pro Quadratmeter ist der Verbrauch recht hoch, jedoch relativiert sich das durch die winzige Grundfläche, sodass der Verbrauch am Ende nicht höher sein dürfte als in einer normalen Stadtwohnung. Am besten sind die Tiny Houses, die nicht auf einem 3,5 Tonnen Anhänger gebaut sind, sondern mehr wiegen dürfen. Die sind dann extrem gut gedämmt, da gibt es von den Dämmwerten her kaum noch Unterschiede zu anderen modernen Häusern. Das ist bei meinem Haus wegen des Gewichts nicht möglich gewesen. Wenn man nicht so sehr auf das Geld und den logistischen Mehraufwand beim Transport achten muss, kann man da noch mehr Wert drauflegen und das Haus auf einem Tieflader bauen. Der Vorteil an meinem Haus ist, dass es ein Trockenbau ist und ich demnach einzelne Komponenten wie die Dämmung einfach voneinander lösen und austauschen kann. Zudem war es nicht immer machbar auf das ökologischste Material zurückzugreifen, gerade wenn im Bauschritt an diesem Tag eine Entscheidung getroffen werden muss oder das entsprechende Material zunächst lange Transportwege hinter sich bringen müsste.

    Gibt es Projekte, bei denen Tiny Houses in der Stadt stehen und Fläche füllen, die nicht bebaut werden kann?

    Konkrete Beispiele kann ich dazu nicht nennen, aber es gibt Überlegungen in diese Richtung. Einige Städte und Städteplaner machen sich da bereits Gedanken. Es gibt zum Beispiel untertunnelte Flächen, die vom Gewicht her keine ganzen Häuser tragen sollen, die wären für so was geeignet. In einigen Städten wie Hannover und Dortmund sollen in Vierteln Flächen für Tiny Houses entstehen. Inwiefern das jetzt Gelände ist, das normalerweise nicht bebaut werden würde, weiß ich nicht, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die Stadt privilegiertes Bauland dafür nimmt. So habe ich mir das auch von Beginn an vorgestellt, dass man Flächen nimmt, die sowieso vorhanden sind, die aber gerade nicht bebaut werden. Insofern ist es schon eine Form von Nachverdichtung, aber eben nicht in der Großstadt, weil da ist in der Regel nichts mehr unbebaut.

    Für welche Personengruppe ist ein Tiny House das Richtige und wem würdest du eher davon abraten?

    Was ich immer wieder feststelle ist, dass es für sehr unterschiedliche Personengruppen interessant ist. Für manche ist es eben leichter machbar als für andere. Zum Beispiel Studierende, die gerade anfangen zu studieren und weder Ersparnisse noch Zugang zu einer Werkstatt haben, für diese wird es schwer, das finanziell zu stemmen. Oft sind es auch Personen, von denen man es nicht erwarten würde. Zum Beispiel ältere, alleinstehende Personen, die eigentlich ein Haus haben, aber denen es zu groß ist, weil sie mittlerweile allein sind. Sie möchten dann übersichtlicher leben und können sich das Tiny House durch die Vermietung des großen Hauses finanzieren. Also die Interessenten sind recht bunt gemischt. Letztlich ist es eben die Frage, ob man mit dem geringen Raum gut klarkommt und das hat vor allem mit den eigenen Lebensgewohnheiten zu tun.

    Würdest du die Entscheidung wieder so treffen?

    Mit dem heutigen Wissen würde ich den Grundaufbau so machen, dass ich mehr Dämmung haben kann, da ich darin den großen Nachteil des Leichtbaus sehe. Das, was ich mir hier drinnen geschaffen habe, würde ich genauso wieder machen. Die Raumaufteilung ist über so einen langen Zeitraum entstanden und ich habe mir immer wieder überlegt, wie ich das im Alltag nutzen möchte. Die Entscheidung, ein Tiny House zu bauen, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens, denn das hat so vieles ins Rollen gebracht und so viele neue Erfahrungen gebracht, das würde ich auf jeden Fall wieder machen.

    Vielen Dank, Lisa, für das Interview!


    Treffen des Vereins Tiny Houses für Karlsruhe

    Du interessierst dich für alternative Wohnformen wie Tiny Houses und verspürst den Wunsch mehr miteinander als nebeneinander her zu leben? Egal, ob Kleinraumwohnen mit oder ohne Räder – der Verein „Tiny Houses für Karlsruhe“ ist eine Anlaufstelle, um Gleichgesinnte zu treffen. Der Stammtisch trifft sich jeden letzten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Zukunftsraum.


    Zum Weiterlesen

    www.nessaelessar.com

    YouTube Kanal „Nessa Elessar“

    Verein Tiny Houses für Karlsruhe

  74. Sommer, Sonne, Lesehunger – mit einem guten Buch in die Sommerpause

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    Die Hitze hat Karlsruhe fest im Griff, die Sommerferien beginnen und es kommt Urlaubsstimmung auf. Bevor auch wir in die Sommerpause gehen, haben wir noch die Quartier Zukunft Empfehlungen für die Urlaubslektüre 2019 für euch! Dieser Blogartikel ist ein Gemeinschaftswerk, denn jede Buchempfehlung stammt von einem Teammitglied.

    Kurz vorweg: Vom 5. bis zum 30. August macht das Quartier Zukunft Team Sommerpause. In dieser Zeit gönnen wir uns eine Auszeit zum Entschleunigen und Kräfte sammeln. Unsere Kommunikation nach außen ruht und das Team ist nur begrenzt erreichbar. Auch der Zukunftsraum ist in diesem Zeitraum geschlossen. Über unseren Kalender könnt ihr natürlich trotzdem über aktuelle Veranstaltungen auf dem Laufenden bleiben.

    Jetzt geht es los mit unseren Buchempfehlungen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen und einen tollen Sommer!


     

    Die Reise zum Mittelpunkt der Erde von Jules Verne

    Empfehlung von Marius Albiez

    Ein Klassiker, den es lohnt, mal wieder aus dem Regal zu ziehen: Jules Verne – Die Reise zum Mittelpunkt der Erde. Zunächst fällt die etwas aus der Zeit gefallene Sprache auf, die eine angenehm entschleunigende Wirkung hat, ohne langweilig zu sein. Insbesondere das Wissenschaftsbild, welches Jules Verne zeichnet, ist die Lektüre wert: Da werden Expeditionen tief hinab in die entlegensten Gegenden unseres Planeten unternommen ganz ohne Publikationsdruck oder Dienstreiseanträge. Besonders empfehlenswert ist das Werk für transformativ Forschende, die sich ja bestens mit planarmen Kontexten auskennen und gerne auch einfach „mal Loslegen“ – oder wie der Hauptprotagonist ausrufen würde: „Die Rückreise? Denkst du an Rückreise, ehe wir angekommen sind?“


     

    Zero Waste: Weniger Müll ist das neue Grün von Shia Su

    Empfehlung von Helena Trenks

    Müll, speziell Verpackungsmüll, ist ein großes, aktuelles Problem. Shia Su schafft es mit Freude und einer bei dem Thema unerwarteten Leichtigkeit Alternativen und Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man als Einzelperson etwas gegen den „Konsum“ von Verpackung tun kann. Anekdoten aus ihrem Alltag zeigen das es auch wirklich geht. Nutzt die Auszeit des Urlaubs für neue Vorsätze und lasst euch inspirieren!

     


     

    Und Nietzsche weinte von Irvin D. Yalom

    Empfehlung von Oliver Parodi

    Nicht nur für die Couch, auch für die Gartenliege und den Strandkorb bestens geeignet: Im Wien der Jahrhundertwende drängt die junge Russin Salomé den angesehenen Arzt Josef Breuer, Mitbegründer der Psychoanalyse, dem suizidgefährdeten Friedrich Nietzsche zu helfen und ihn von seiner zerstörerischen Obsession für sie zu kurieren. Eine Therapie, die für alle unerwartet verläuft. Ein brillanter Roman im Spiel mit Fiktion und Ideengeschichte, und eine Liebelei zwischen Philosophie, Wahnsinn, Weiblichkeit und Psychologie.


     

    Vier fürs Klima – Wie unsere Familie versucht, CO2-neutral zu leben von Petra Pinzler und Günther Wessel

    Empfehlung von Sarah Meyer-Soylu

    Das Buch erzählt die Geschichte einer vierköpfigen Familie aus Berlin, die versucht einen klimafreundlichen Lebensstil im Familienalltag umzusetzen. Angestoßen durch eine Schulhausaufgabe der Tochter, die die CO2-Bilanz der Familie aufstellen soll und zu einem sehr ernüchternden Ergebnis kommt, beschließt die Familie ein Jahr den Selbstversuch zu wagen und möglichst viel CO2 einzusparen. Da beide Eltern Journalisten sind, stürzen diese und auch die Kinder sich mit Eifer in die Recherche, Befragen Experten und begeben sich auf die Suche nach vor Ort verfügbaren Alternativen. Das Buch beschreibt ehrlich die Fallstricke, Unsicherheiten aber auch vielen schönen Erlebnisse dieser Reise und ist neben vielen vorhandenen Klimaratgebern eine angenehme Abwechslung und macht Lust auf eigene Nachahmung.


    MOMO von Michael Ende

    Empfehlung von Volker Stelzer

    Wieso immer etwas Neues? Manchmal hilft es auch ein Buch das wohl jeder schon einmal gelesen hat nochmal zur Hand zu nehmen. Ich finde es gibt kaum eine unterhaltsamere Lektüre, durch die einem die negativen Seiten der Hektik, des „Zeit-sparen-wollens“ und des übertriebenen materiellen Konsums so klar vor Augen geführt werden als in Momo.

    P.S. Da das Buch die meisten irgendwo im Schrank stehen haben, braucht es oft nicht mal neu gekauft zu werden 😉


     

    Die Logik des Misslingens von Dietrich Dörner

    Empfehlung von Lea Herfs

    In diesem Klassiker beschreibt Dietrich Dörner auf fesselnde Weise, warum wir Menschen oft (und oft mit den besten Absichten) schlechte bis verheerende Entscheidungen treffen und in welcher Weise unser Gehirn bzw. unsere gewohnten Denkmuster zur Falle werden, wenn es um komplexe Situationen geht. Sehr spannend ist zum Beispiel die Analyse, wie es zu der Katastrophe von Tschernobyl und dem dahinterstehenden „menschlichen Versagen“ kam – die Denkmuster, die hinter diesem Versagen stecken, kennt jeder von uns und man wird sie nach der Lektüre mit anderen Augen betrachten. Das Buch hilft, bessere und nachhaltigere Entscheidungen zu treffen und ist ein Muss für jeden, der „Großes“ anpacken will (denn in unserer Welt ist „Großes“ meistens auch komplex).

     

    Ismael von Daniel Quinn

    Empfehlung von Annika Fricke

    Ein Mensch und ein Gorilla geraten in ein philosophisches Gespräch über den Zustand der Welt und „Mutter Kultur“. Ein Buch mit moralischer Botschaft aber ohne erhobenen Zeigefinger.

    Zitat aus dem Buch: „Ihr seid die Gefangenen einer Zivilisation, die euch mehr oder weniger zwingt, die Welt zu zerstören, um zu leben.“


    Der Baron auf den Bäumen von Italo Calvino

    Empfehlung von Marielle Rüppel

    Das Buch spielt in Italien um 1800 und handelt von einem jungen Baron, der keine Lust mehr auf die seltsamen Manieren seiner adligen Familie hat. Er klettert also auf einen Baum – und kommt bis an sein Lebensende nicht mehr von den Bäumen herunter. Er baut sich sein Leben und seinen Alltag dort oben auf, und schafft es gleichzeitig, den Menschen auf dem Boden mit seiner Weisheit, Philosophie und Solidarität weiterzuhelfen. Wunderbar geschrieben und mit vielen versteckten Lektionen zum Umgang mit der Natur und der Menschen miteinander.

  75. Mein Einkaufstag im April 2029 – Visionen einer Karlsruherin

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    Dies ist ein Gastbeitrag von Sandra Schmidt. Die Karlsruherin hat am 12. Mai an der „Ideenwerkstatt für den Klimaschutz“ teilgenommen, bei der erste Ideen für Selbstexperimente erdacht wurden und möchte die Ausbildung zum Klimacoach machen.

     „Negativnachrichten schlagen mir immer aufs Gemüt und blockieren mich. So geht es wahrscheinlich auch vielen meiner Mitmenschen“, dachte Sandra Schmidt und setzte sich vor den Computer. „Einfach mal meine Vision eines optimalen nachhaltigen Lebens in Karlsruhe aufschreiben. Meine ganze Euphorie, meine Träume und Projekte so beschreiben, als ob alles bereits in Erfüllung gegangen wäre!“ Sofort merkt sie, dass das Schreiben beinahe etwas Therapeutisches hat und richtig guttut. Deshalb: Zur Nachahmung empfohlen!

    Nach meinem leckeren Samstagsfrühstück mit dem neuen Brotaufstrich der Fächergärtner, etwas Rauke und einem herrlichen Quinoabrötchen aus dem Oststadt-Holzbackofen schreibe ich den Einkaufszettel und packe die Leinenbeutel und Gläser für meine Einkaufstour. Ich freue mich schon riesig Herrn Lehnhardt und Magda zu treffen um zu erfahren, ob sie die Genehmigung für das Hühnermobil für die Zweitnutzungshühner bekommen haben und wie die Süßkartoffelernte ausgefallen ist. Im Online-Bauernshop sind schon welche angeboten worden!

    Das Lastenrad ist das Transportmittel der Wahl

    Im Fahrradkeller suche ich mir das Fahrrad mit dem mittelgroßen Stauraum aus, so viel brauche ich dieses Mal nicht einzukaufen. Eine tolle Idee von unserer Hausgemeinschaft sechs gemeinschaftlich genutzte Lastenräder anzuschaffen. Vor dem Haus ist schon einiges los! Seit es so wenige Autos gibt, sind die Parkplätze auch zum Fahrradweg geworden und es herrscht ein buntes Treiben.

    Auch das Quartier Zukunft Team ist mit dem Lastenrad unterwegs

    Bunte Gemüsebeete ersetzen nun graue Parkplätze

    Die Parkplätze gegenüber wurden zu Gemüsebeeten umgewandelt und einige Schüler aus der Tullaschule rupfen Unkraut. Das Mädchen mit dem gepunkteten Rock steckt sich verstohlen eine Karotte in den Mund. Ja, die alte Sorte Rodelika schmeckt mir auch am besten! Hoffentlich bietet die Kulturküche diesen Herbst wieder den leckeren Rodelika-Karottensaft an. Ach, es ist einfach herrlich! Es duftet nach Kräutern, das  Efeu, das sich an den Kastanien neuerdings hochrankt, hat viele frische Triebe entwickelt und die Bäume, die vor 2 Jahren zusätzlich gepflanzt wurden, bieten so viel Schatten, dass ich mich selbst bei den heute angesagten 36 Grad wohl fühlen werde.

    Regionales, biologisches Obst und Gemüse soweit das Auge reicht!

    So, gleich bin ich beim Wochenmarkt am Durlacher Tor angekommen. Das Gemüse hole ich am liebsten direkt beim Stand. Ein Plausch mit den Bauern der 1. Generation ist immer nett. Herr Lehnhardt war einer der ersten, der den Anbau in Stutensee auf Bioland umgestellt hat und jetzt auch Urgetreide und Süßkartoffeln anbietet. Nicht nur die Fläche bis nach Bruchsal, auch im Kraichgau und Pfinztal hat sich einiges getan. Die Monokulturen wie Raps- und Maisfelder sind vielfältigen, biologischen Gemüse- und Obstflächen gewichen.

    Das hat damals der Ernährungsrat ins Leben gerufen. Zusammen mit ein paar Landwirten aus dem Umkreis, den letzten Bäckerbetrieben, die damals noch handwerklich gebacken haben, Bioland und der „Grünen Stadt“ haben wir den Regierungsbezirk Karlsruhe zur Bio-Region ausgerufen. Am schwierigsten war es gegen den Widerstand in der Verwaltung anzukommen. Die Alteingesessenen konnten sich einfach nicht vorstellen, dass wir alle etwas mehr Geld ausgeben würden um schmackhafte und fair erzeugte Lebensmittel zu bekommen.

    Die samenfesten Gemüsesorten schmecken mir besonders gut!

    Nachdem mir Herr Lehnhardt freudestrahlend erzählt hat, dass er sogar mehr Süßkartoffeln geerntet hat, als letztes Jahr, gehe ich zu dem Stand der Schrebergärtner. Zucchini, Kohlrabi und Kirschtomaten sind heute im Angebot. Alles natürlich samenfeste Sorten, ökologisch zertifiziert und ein Geschmack zum Reinlegen! Nie hätte ich mir träumen lassen, dass ich im Alter hier in meiner Heimat so gutes Gemüse bekomme. Heidi und Sabine haben heute Dienst und fragen mich, ob ich übermorgen einspringen kann.

    Seitdem der Markt so erfolgreich ist, findet er täglich statt und die beiden sollten bei der Ernte helfen. Mir gefällt die Arbeit am Marktstand und so hin und wieder springe ich gerne ein. Der Jugend, die mittlerweile auch sehr gerne hilft möchte ich jedoch den Vortritt lassen. Einen Wochenmarkt gibt es jetzt in jedem Stadtteil und dieses Jahr soll die so lange geplante Markthalle auf dem Schlachthof-Gelände nun endlich eingeweiht werden! Das ist dann im Winter viel besser für unsere Marktstände.

    Jugendliche aus 16 Ländern kochen gemeinsam in der Kulturküche

    Im Sommer wird die Halle für Gastronomie und Events genutzt. Slow Food-Kochkurse, auch für Schulklassen und Seminare von Ernährungsberatern finden statt. Außerdem kann die Kulturküche Räumlichkeiten nutzen um die großen Mengen an regionalem Bio-Gemüse und -Kräutern zu herrlichen Brotaufstrichen, Eintöpfen und Säften zu verarbeiten. Die meisten Produkte werden unter der regionalen Marke „Von Karlsruhe“ angeboten und werden, wie immer von Jugendlichen aus derzeit 16 Ländern köstlich zubereitet. Letztens hat mich der Kichererbsen-Eintopf, den ich mit Couscous aus Hartweizengries, der neuerdings auch hier wächst, gekocht habe einfach umgehauen!

    Am liebsten esse ich internationale Küche natürlich in der Kulturküche selbst. Hier läuft meist auch Musik aus dem Land, aus dem das Tagesgericht stammt und  manchmal treten sogar Gruppen auf! Jeden Freitag bin ich sowieso dort und spiele mit der 60+ -Band Klarinette oder manchmal gehe ich zum Canasta-Spielen und übe Boule gegenüber auf dem Unigelände. Das Angebot ist riesig!

    Regionale Lebensmittel vorbestellen und im „Von Karlsruhe“-Container abholen – einfacher geht’s nicht!

    Puh, auf dem Markt ist es etwas voll heute! Zum Glück habe ich Nudeln und die Vollwertprodukte schon vorbestellt und brauche sie nur aus dem Fach im „Von Karlsruhe“-Container abholen.  Nun kämpfe ich mich weiter zum Container durch. Der alte Container, der vom KIT konzipiert wurde hat bereits nach kurzer Zeit nicht mehr gereicht. Der jetzige ist 3-stockig, natürlich schön begrünt und mit 100% Ökostrom gekühlt. Meine Mitgliedsnummer eingeben und schon geht die Ausgabetür auf. Meine Bestellung in einem wieder zusammenklappbaren Tauschkorb steht bereit. Hat mein Mann mir nicht noch etwas hinterhergerufen, was ich mitbringen soll?

    Ja natürlich! Das Leinöl ist ausgegangen. Mareike wollte das letzte frisch gepresste Fläschchen mitnehmen nach Kassel. Dort gibt es überhaupt keine frischen Speiseöle, geschweige denn regionales Bio-Gemüse. Manche Gemeinden haben wirklich geschlafen!  Seit der Karlsruher Ernährungsrat den Ausbau der Speiseöl-Mühle auf dem Schlachthofgelände als Priorität gesehen hat, sind genug Spendengelder eingegangen um eine zusätzliche Presse für Leinsamen und eine für Walnüsse zu kaufen. Bis Ende des Jahres müssten sie installiert sein.

    Regionale Lebensmittel mit Fangemeinde in ganz Deutschland

    Obwohl sich die Gemeinde einig ist, dass regionale Lebensmittel auch hier in der Region bleiben sollen, hat sich eine Fangemeinde für die „Von Karlsruhe“-Produkte in ganz Deutschland entwickelt. Derzeit sind wir vom Ernährungsrat dabei zusammen mit Profis für andere Gemeinden Kurse anzubieten. Alle Kurse sind sofort ausgebucht! Wir brauchen unsere Produkte auch für die örtliche Gastronomie, die immer mehr mit den eigenen „Von Karlsruhe“-Zutaten kochen möchte. Kein Wunder, wenn man einmal gekostet hat, wie gut das schmeckt, möchte man keinen Kartoffelsalat mehr von der Metro oder Tiefkühl-Pommes mit Glutamat-Gewürz! Die Gastronomie kann im Regionalladen bestellen, der alle „Von Karlsruhe“-Lebensmittel in Großpackungen in Pfand-Kanistern und-Eimern lagert. Das spart Unmengen an Verpackung und war einmal ein kleines Projekt von Quartier Zukunft in der Oststadt. Heute nicht mehr wegzudenken!

    Auf das Rad geschwungen, noch beim Regionalladen das Leinöl einpacken und zurück geht’s! Wie immer ein herrlicher Einkaufssamstag!

  76. Mittagstischangebote stärken das Miteinander!

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    Ein Gastbeitrag von Karin Hardt, Seniorenbüro Karlsruhe

    Neue Kontakte knüpfen, miteinander ins Gespräch kommen und eine leckere, warme Mahlzeit genießen – das ist bei den Karlsruher Mittagstischangeboten möglich. Gerade für ältere Menschen, die alleine leben sind diese Angebote wichtig, daher freuen wir uns mit diesem Gastbeitrag auf diese tolle Förderung einer sozialen Nachhaltigkeit aufmerksam machen zu können.

    Immer mehr Menschen leben im Alter in Singlehaushalten mit wenig Kontakt zur Nachbarschaft und in das Wohnviertel. Wenn zudem die finanzielle Situation schwierig ist  bzw. Grundsicherung im Alter hinzukommt, wird es schwierig, an sozialen oder kulturellen Erlebnissen teilzuhaben. Dabei kann wohnortnahen Mittagstischen eine wichtige Funktion zukommen. Gemeinsame Mahlzeiten ermöglichen es, beim Essen miteinander ins Gespräch zu kommen und im Umfeld neue Kontakte zu knüpfen.

    Gemeinsame Mahlzeiten für mehr Kontakt im Wohnviertel

    Aber auch aus ernährungs­physiologischer Sicht haben Mittagstische eine wachsende Bedeutung. Besonders bei Senioren in Ein-Personen-Haushalten wird oftmals nicht mehr ausreichend ausgewogen gekocht. Mangelernährung kann die Folge sein.

    Foto: Klaus Lustig (AWO)

    Mittagstischangebote beugen Mangelernährung vor

     Die International Police Association und die BB-Bank haben die wertvollen Karlsruher Mittagstischangebote mit einer Spende in Höhe von insgesamt 5.000 Euro unterstützt. Vier Mittagstischangebote aus Karlsruhe haben bereits eine Spende erhalten.

    Hier gibt es frisch zubereitetes Mittagessen:

    • Mittagstisch AWO Begegnungsstätte Rintheimer Feld: frisch zubereitetes Mittagessen, Kosten 4,50€, täglich, keine Anmeldung erforderlich
    • AWO Bürgerzentrum Innenstadt in der Adlerstrasse 33: jeden Freitag, frisch zubereitetes, biologisches Mittagessen, Kosten 4,50€, 2,50€ mit Karlsruher Pass, Anmeldung erforderlich
    • Begegnungsstätte Oststadt: Montag, Mittwoch, Freitag, frisch zubereitetes Mittagessen, Kosten 4,50€, keine Anmeldung erforderlich
    • DHB-Netzwerk Haushalt: jeden Freitag Suppenbar. Abwechslungsreiches Suppenangebot aus frischen Zutaten und selbstgebackenem Baguette, Kosten 3,50€, keine Anmeldung erforderlich.

    Karlsruher Bürgerinnen und Bürger sind dazu herzlich eingeladen!

    Weiterführende Infos zur Unterstützung im Alltag in Karlsruhe

     

  77. einBLICKE 06/19 | Ausstellung – Erklärfilm – Selbstexperimente

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    Inzwischen zeigt es das Thermometer ohne Zweifel: der Sommer ist da! Da kommt der Vortrag zu „Hitze in der Stadt“ am 9. Juli wie gerufen. Außerdem wurde die Ausstellung „Earth Overshoot“ von Renate Schweizer feierlich eröffnet, die bis zum 1. August, dem letztjährigen Welterschöpfungstag, bei uns im Zukunftsraum zu sehen ist. Auch bei unseren Projekten passiert so Einiges: „Klimaschutz gemeinsam wagen“ lädt zu Folgeworkshops der erfolgreichen Ideenwerkstatt ein und „Grüne Lunge im Dialog“ zu Vortrag und Exkursion zu naturnahen Gärten. Außerdem ist ein Teil unseres Teams unter die Filmemacher gegangen. Das und mehr Spannendes aus dem Quartier könnt ihr in dieser Ausgabe von einBLICKE finden.

    Viel Spaß beim Lesen!


     

    Ausstellung „Earth Overshoot“ eröffnet

    Am 4. Juni wurde die Ausstellung „Earth Overshoot“ von Renate Schweizer bei einer Vernissage im Zukunftsraum eröffnet. Ihre beeindruckenden Werke aus genutzten Teebeuteln sollen aufmerksam machen auf den übermäßigen Ressourcenverbrauch unseres aktuellen globalen Lebensstils. Bis zum 1. August, dem letztjährigen Earth Overshoot Day, der Tag an dem wir die nachhaltig zur Verfügung stehenden Ressourcen verbraucht haben, ist die Ausstellung innerhalb der Öffnungszeiten des Zukunftsraums zu sehen. Weiterlesen

     

    Klimaschutz gemeinsam wagen – Workshops

    Mit unserem Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ gehen wir in die nächste Runde! Nach dem Start mit der Ideenwerkstatt für den Klimaschutz (siehe Rückblick) bei der bereits zahlreiche Ideen für alternative Handlungsweisen und Selbstexperimente entstanden sind, wollen wir diese nun weiter ausarbeiten. Hierzu laden wir euch am 28. Juni (Konsum), am 05. Juli (Mobilität) und am 26. Juli (Ernährung) je von 17 bis 19:30 Uhr in den Zukunftsraum ein. Anmeldungen bitte an: sarah.meyer@kit.edu. Weiterlesen

     

    Vortrag „Hitze in der Stadt“

    Die Oststadt-Nachbarschaft und das Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen“ laden am Dienstag, 9. Juli um 19 Uhr zu einem Vortrag zum Thema „Hitze in der Stadt“ in den Zukunftsraum ein. Es wird um Extremwetterereignisse und Hitzewellen und den Umgang damit gehen. Der Eintritt ist frei. Weiterlesen

     

    Was ist ein Reallabor?

    Reallabore erhalten zunehmend Aufmerksamkeit und werden immer zahlreicher. Du hast bestimmt schon gehört, dass auch das Quartier Zukunft ein Reallabor ist. Doch was genau ist und macht ein Reallabor eigentlich? Dies wird in unserem neuen Erklärfilm anschaulich dargestellt. Sieh selbst!

     

    Grüne Lunge im Dialog: Vortrag und Exkursion

    Bei unserem Projekt „Grüne Lunge im Dialog“ stehen gleich zwei spannende Veranstaltungen an: Am 3. Juli wird es von 18-19:30 Uhr im Bürgersaal des Technischen Rathauses in Rheinstetten einen Vortrag zu „Naturnahe Gestaltung von Gärten“ geben und am 16. Juli von 17-19 Uhr laden wir zu einer Exkursion zu naturnah gestalteten Gärten in Karlsruhe ein. Du willst keine Veranstaltung verpassen? Dann melde dich unter gruenelunge-im-dialog@itas.kit.edu für die Mailingliste an. Weiterlesen

     

    Vom 6. bis 29. August machen wir Sommerpause!

    Was heißt das? Der Zukunftsraum bleibt vom 6. bis zum 29. August geschlossen und in den sozialen Netzwerken sowie auf unserer Website werden wir nicht aktiv sein. Über unseren Kalender könnt ihr euch natürlich trotzdem über aktuelle Veranstaltungen auf dem Laufenden halten.

     

    Das ReparaturCafé sucht helfende Hände!

    In der Oststadt findet seit 2019 jeden Monat ein ReparaturCafé statt. Hier werden immer noch helfende Hände gesucht. Hast du Lust mitzumachen und dich so für einen nachhaltigeren Konsum einzusetzen? Dann melde dich unter info@reparaturcafe-karlsruhe.de. Übrigens: das nächste RC ist am 22. Juni im Leihlokal! Weiterlesen

     

    ITAS for Future – Institut öffnet seine Türen

    Am 23. und 24. Mai tauschten sich bei „ITAS for Future“ Schülerinnen, Schüler und Studierende mit Forschenden aus. Die Themen reichten von nachhaltiger Mobilität und Ernährung über Fragen der Mitgestaltung bei der Energiewende bis hin zu Alternativen für die Erdöl-basierte Wirtschaft. Außerdem wurden fleißig Plakate für die nächsten Demos gebastelt. Weiterlesen

     

    Tag der offenen Gärten in Rheinstetten

    Unser Projekt „GrüneLunge im Dialog“ möchte mit verschiedenen Aktionen in Karlsruhe und Rheinstetten zu den Folgen des Klimawandels, über Artenschutz und zu Begrünungsmaßnahmen aufklären. Am 19. Mai präsentierte sich das Projekt erstmals öffentlich beim „Tag der offenen Gärten“ in Neuburgweier. Weiterlesen

     

    Agenda 2030 – Sustainable Development Goals Tag

    Am 1. Juni stellten sich verschiedenste Karlsruher Nachhaltigkeitsinitiativen beim Agenda 2030 – Sustainable Development Goals (SDG) Tag auf dem Schlossplatz vor. Auch wir waren mit unserem Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen“ vor Ort, um das Thema in der Stadtbevölkerung bekannter zu machen und uns mit anderen Akteuren weiter zu vernetzen. Weiterlesen

  78. „Was ist eigentlich ein Reallabor?“ – unser Erklärvideo ist da!

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    Der Begriff und das Konzept „Reallabor“ haben in den letzten Jahren eine beachtliche Karriere hingelegt. Erhält das Forschungsformat zunehmend Aufmerksamkeit, so ist es doch oftmals erläuterungsbedürftig. Dies haben wir im Quartier Zukunft, dem Karlsruher Transformationszentrum und Energietransformation im Dialog zum Anlass genommen, Konzeption und wichtige Elemente eines Reallabors in Form eines allgemeinverständlichen Erklärvideos darzustellen.

    Klimawandel, soziale Ungerechtigkeit, Artensterben: Wir müssen etwas tun und dabei mangelt es uns nicht an Wissen. Wie aber kommen wir vom Wissen zum Handeln? Genau hier setzen Reallabore als kooperative Experimentierräume an.

    Mit unserem Reallabor „Quartier Zukunft“ sind wir von Anfang an bei der Reallaborforschung dabei und seit 2015 in der Oststadt aktiv. Vor kurzem haben wir zudem gemeinsam mit dem Wuppertal Institut, der Leuphana Universität Lüneburg und Ecornet das Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit gegründet. Unser Ziel ist es, Reallaborforschung sichtbarer und verständlicher zu machen.

    Das haben wir auch zum Anlass genommen, unser Reallaborverständnis in einem Erklärvideo kurz und verständlich aufzuarbeiten. Falls der Begriff für dich neu ist, du dich schon immer gefragt hast, was es damit auf sich hat oder du dein Wissen nochmal auffrischen willst, bist du hier genau richtig.

    Viel Spaß beim Anschauen!

  79. Upcycling mal anders – Kunst-Transformationen aus Teebeuteln

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    Die meisten von uns schmeißen sie nach der Benutzung in den Müll – nicht so Renate Schweizer. Die Rede ist von Teebeuteln, aus denen sie Installationen, Haute Culture  und vieles mehr, ja sogar ganze Kunstausstellungen erschafft. Damit möchte sie als artist4future in Karlsruhe ein Zeichen setzen gegen den hohen Ressourcenverbrauch heutiger Generationen und aufmerksam machen auf den Tag, an dem wir die in diesem Jahr nachhaltig zur Verfügung stehenden Ressourcen verbraucht haben: den Earth Overshoot Day. Am 4. Juni wird ihre Ausstellung im Zukunftsraum mit einer Vernissage eröffnet.

    Im Jahr 2018 erreichten wir den Earth Overshoot Day, auch Welterschöpfungstag genannt, bereits am 1. August.  Der Earth Overshoot Day markiert den Tag, an dem der Bedarf nach Rohstoffen und Ressourcen die Kapazität der Erde diese im selben Jahr zu reproduzieren, übersteigt. Bereits seit 1971 verbraucht die Menschheit in einem Jahr mehr Ressourcen, als die Natur regenerieren kann. Seitdem ist der Tag, an dem wir die Ressourcen, die uns in einem Jahr zur Verfügung stehen verbrauchen, der „Earth-Overshoot-Day“, jedes Jahr früher. Wir fangen so viele Fische, dass sich die Fischbestände nicht regenerieren können, fällen mehr Bäume, als in einem Jahr nachwachsen können und lassen mehr Treibhausgase in die Atmosphäre, als die natürlichen Senken aufnehmen können. So leben wir über unsere Verhältnisse und auf Kosten zukünftiger Generationen.

    Ab diesem Tag machen wir Schulden bei der Erde

    Die Berechnung des Tages erfolgt wie bei einem Bankkonto. Die Ausgaben werden den Einnahmen gegenüber gestellt. Das Geld bzw. die Währung wird hier ersetzt durch den Flächenverbrauch in ha. Die Einnahmen sind die Regenerationsfähigkeit der natürlichen Ressourcen auf produktivem Land wie zum Beispiel Ackerflächen, Grasland, Fischfanggebiete und bebautes Land. Für die Ausgabenseite wird der ökologische Fussabdruck berechnet. Der Bedarf an pflanzlichen Rohstoffen und Nahrungsmitteln, Tierprodukten, Holz und Platz für städtische Infrastruktur und Waldgebiete, die als CO2 Senken dienen, wird zu einem Flächenbedarf umgerechnet.

    Der deutsche Lebensstil benötigt drei Erden

    Der Earth Overshoot Day ist regional sehr unterschiedlich. Wenn alle so leben würden, wie wir in  Deutschland, bräuchten wir drei Erden um unseren Ressourcenbedarf zu decken. Der deutsche „Overshoot Day“ war dieses Jahr bereits am 3. Mai. Wenn du wissen möchtest, wann dein persönlicher Earth Overshoot Day ist, kannst du das mit dem Footprint Rechner herausfinden.

    Ausstellung anlässlich des „Earth-Overshoot-Day“ im Zukunftsraum

    Ab 05. Juni gibt es bei uns im Zukunftsraum passend zum Thema eine ganz besondere Ausstellung zu sehen. Bei der künstlerischen Reflexion „Earth-Overshoot“ der Karlsruher Künstlerin Renate Schweizer geht es um unseren Umgang mit den endlichen natürlichen Ressourcen. Die Ausstellung endet am letztjährigen Earth Overshoot Day am 1. August. Unser Konsum ist oft geprägt von massivem Ressourcenverbrauch, Ausbeutung und hoher Müllproduktion, deshalb verwendet die Künstlerin für ihre Werke genutzte Teebeutel, einen Rohstoff, der normalerweise im Müll landet. Bei der Ausstellung geht es auch um Sorge und die Sehnsucht nach einer ökologischeren Zukunft.

    Die Vernissage findet am 4. Juni um 18 Uhr im Zuge der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit im Zukunftsraum (Rintheimer Straße 46) statt. Es wird eine Begrüßung und Einführung zur Ausstellung sowie einen Impulsvortrag zum Thema Lebenszyklusanalyse von Produkten geben. Danach wird die Ausstellung zu den regulären Öffnungszeiten des Zukunftsraums (Di  14- 18 Uhr, Do 9- 18 Uhr) und nach Absprache geöffnet sein.

    Vernissage:  04. Juni, 18 Uhr

    Ausstellung: 04. Juni – 01. August 2019

    Öffnungszeiten: Dienstags 14-18 Uhr, Donnerstags 9-18 Uhr

    Als Eco-Künstlerin sind Renate Schweizer die Grenzen natürlicher Ressourcen schon seit vielen Jahren ein Anliegen. Die Verantwortung, die Größe ihres ökologisches Fußabdrucks kritisch zu beobachten und gering zu halten, ist ein wichtiger Schwerpunkt ihres bildkünstlerischen Schaffens.  Bereits seit jungen Jahren sind ressourcenorientiertes Arbeiten und ökologische Verantwortung für sie ein wichtiges Thema. „Renate Schweizer ist Künstlerin der ersten Generation der ECO-Kunst“ (Dr. Carola Muysers, Kunsthistorikerin, Berlin).

    Mehr Informationen zur Künstlerin Renate Schweizer und ihrer Arbeit findet ihr auf ihrer Facebookseite  und unter  renate-schweizer.net.

    Ein Projekt von Renate Schweizer in Kooperation mit Quartier Zukunft und  freundlicher Unterstützung des Kulturamts Karlsruhe.

  80. Ideen für den Klimaschutz

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    Unserer Einladung zur Ideenwerkstatt für den Klimaschutz am 12. Mai im Kinder- und Jugendhaus der Oststadt ist eine bunte Gruppe von Leuten gefolgt. Gemeinsam haben wir einen Sonntagnachmittag lang Ideen zu Handlungsalternativen für mehr Klimaschutz im Alltag erdacht. Aus diesen Vorschlägen sollen nun direkt umsetzbare Selbstexperimente entstehen. Offiziell startet hierfür im Herbst eine gemeinsame Experimentierphase– aber natürlich darf auch jetzt schon losgelegt werden.

    Eine kleine Einführung in das Vorhaben „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ gab es von den Projektleiterinnen Colette Waitz und Sarah Meyer-Soylu. Die Ideenwerkstatt war die erste von mehreren Möglichkeiten, sich im Projektverlauf einzubringen, gemeinsam Selbstexperimente zu erdenken und diese umzusetzen. Die erarbeiteten Experimente reichen von weniger Fleischkonsum bis hin zur Idee, nur neue Produkte zu kaufen, wenn ein anderes Produkt kaputt ist und ersetzt werden muss. Die Liste mit allen Ideen ist hier zu finden.

    Aber auch wenn die Ideenwerkstatt nun vorbei ist, ist es noch nicht zu spät, mitzumachen! Wenn eure Idee noch nicht bei den bisher gesammelten dabei ist, dann ändert das und schickt uns eurer Selbstexperiment für mehr Klimaschutz! Damit erreicht ihr, dass mehr Menschen davon erfahren und sich ab Herbst mit euch auf den Weg machen können, die Idee zu verwirklichen und das Experiment anzugehen.

    Selbstexperimente zu Ernährung, Mobilität und Konsum

    Die Selbstexperimente decken drei Bereiche des Alltags ab – nämlich Ernährung, Mobilität und Konsum. Mit diesen Handlungsfeldern haben sich in der Ideenwerkstatt kleine Gruppen von etwa zehn Leuten beschäftigt. Schon in den Vorstellungsrunden kamen erste Ideen auf, was man im Alltag für den Klimaschutz tun kann. Hier konnten sich die Teilnehmer*innen austauschen und gegenseitig inspirieren.

    Wir haben festgestellt, dass an den Thementischen oft schon Expert*innen saßen, die etwa bereits sehr viel mit dem Fahrrad unterwegs sind oder bewusst auf Flugreisen verzichten, und stattdessen Nahurlaub („Hessen statt Türkei“) machen. Manche Menschen können also in dem ein oder anderen Handlungsfeld fast nichts mehr verbessern. Stattdessen könnten sich solche Expert*innen vielleicht einen Bereich vornehmen, in dem sie noch Spielraum haben. Dabei soll jedoch der Spaß nicht zu kurz kommen! Jede*r muss für sich herausfinden, welchen Herausforderungen sie* er sich stellen möchte.

    Wenn man die Ideen umsetzen möchte, stößt man jedoch oft auf Herausforderungen – zum Beispiel, wenn man seinen Fleischkonsum verringern möchte. Mittlerweile gibt es zwar viele Alternativen und eine wachsende vegetarische/vegane Community, aber dennoch kommt man nicht drum herum, sich mit seinen eigenen Gewohnheiten kritisch auseinander zu setzen. Auch der Verzicht auf das eigene Auto erfordert das Durchbrechen von Routinen wie zum Beispiel eine andere Zeitplanung oder den Wechsel der eigenen Perspektive. Denn Rad- und Zugfahren hat weit mehr Aspekte, als die teilweise längere Fahrzeit.

    Gerade hier setzt die Idee des Experimentierens an. Es geht darum auszuprobieren, wie sich Veränderungen anfühlen und was sie mit uns machen. Nicht jede klimafreundlichere Alternativhandlung passt in jedes Leben. Muss sie auch nicht. Aber jede*r kann in einem Bereich seines*ihres Lebens klimafreundlicher handeln. Hierzu eröffnen wir einen Experimentierraum, in dem viele Menschen neue Handlungen ausprobieren und sich dabei austauschen können.

    Wie geht es nun weiter?

    Die auf der Ideenwerkstatt entstandenen Steckbriefe werden in drei Workshops weiter ausgearbeitet. Auch hier laden wir herzlich zum Mitmachen ein. Wir freuen uns über engagierte Mitstreiter*innen, die gemeinsam mit uns überlegen, wie Klimaschutz gelebt werden kann. Die Workshops finden am 28. Juni (Konsum), am 5. Juli (Mobilität) und am 26. Juli (Ernährung) jeweils von 17- 19.30 Uhr im Zukunftsraum statt. Eine kurze Anmeldungs-E-Mail an sarah.meyer@kit.edu erleichtert uns die Planung. Wer in Zukunft per E-Mail über Neuigkeiten zum Projekt informiert werden möchte, schreibt uns ebenfalls einfach eine kurze Nachricht und kommt dann auf unseren Mailverteiler.

    Die fertigen Steckbriefe sind dann hier und ab Herbst auch in Papierform in einem sogenannten Aktionsplan (einer Art Broschüre über den weiteren Projektverlauf) zu finden. Dieser Aktionsplan dient als Grundlage, um weitere Menschen für das Experimentieren mit alternativen Handlungen zu begeistern. Denn ganz nach dem Motto „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ ist jede*r eingeladen, sich ein oder mehrere Experimentideen zu eigen zu machen und Freunde und Familie zum Mitmachen zu motivieren.

    Ein Forschungsprojekt – dokumentieren, messen und vergleichen

    Mit dem Forschungsprojekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ wollen wir also dazu ermuntern, sich aktiv für das Klima zu engagieren, aber auch konkret die CO2-Einsparungen der veränderten Verhaltensweise zu dokumentieren. Wie genau das bei den Selbstexperimenten aussehen kann, arbeiten wir gerade aus.

    Was jede*r schon mal testen kann, sind die CO2-Rechner des Umweltbundesamts oder des WWF, die kostenlos online verfügbar sind. Damit kann man mit wenigen Klicks herausfinden wie hoch denn die eigene CO2-Bilanz ausfällt. Eine CO2-Bilanz, die das eigene Leben und Handeln in den verschiedenen Bereichen Strom, Heizung, Mobilität, Ernährung und Sonstigem Konsum darstellt, ist ein guter Startpunkt um herauszufinden, wo man schon relativ CO2-arm und damit klimaschonend unterwegs ist, und wo noch große Potenziale schlummern.

    Klimacoaching

    Außerdem suchen wir noch Klimacoachs, die die offizielle Selbstexperimentphase ab Herbst 2019 begleiten. Diese Umsetzungsphase steht für viel Informationsaustausch sowie spannende Themenabende mit Filmen, Vorträgen und Gesprächsrunden. Wer Interesse hat, die Experimentierenden unterstützend  zu begleiten, schreibt ebenfalls eine Mail an sarah.meyer@kit.edu.

    Kann ich auch gleich loslegen?

    Ja, na klar! Wer mit seiner*ihrer Idee direkt loslegen möchte, kann das natürlich gerne tun. Wir freuen uns dann über einen Erfahrungsbericht. Die Erfahrungen können in diesem Bogen dokumentiert und an uns rückgemeldet werden. Wir freuen uns, die Ergebnisse in die weitere Arbeit einzubeziehen.

  81. Eine Grüne Lunge für die Stadt

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    Wir Menschen brauchen unsere Lungen zum Atmen – und genauso brauchen wir um uns herum Pflanzen und vor allem Bäume, die uns mit Sauerstoff versorgen. Kein Wunder nennt man städtische Grünflächen und Wälder, wie den Hardtwald in Karlsruhe, auch „grüne Lunge“. Und Bäume leisten noch viel mehr: Sie sorgen für sauberere Luft, indem sie Staub und Dreck filtern, sie sind Wasserspeicher und wirken durch kühlende Verdunstung der Hitzebelastung in der Stadt entgegen. Mit Bäumen  und anderem naturnahen Stadtgrün beschäftigt sich unser neues Projekt „GrüneLunge“ in dem das Quartier Zukunft mit dem Unterprojekt „GrüneLunge im Dialog“ vertreten ist.

    Wir sind uns einig, Bäume leisten einen wichtigen Beitrag für das lokale Klima. Gleichzeitig sind sie durch die Folgen des Klimawandels, wie Trockenheit und Hitze, auch stark belastet und können nicht gesund wachsen. Daher wird bei Neupflanzungen versucht, Arten zu finden, die gegenüber sich verändernden klimatischen Bedingungen widerstandsfähiger sind oder die sich an Veränderung gut anpassen können – die Fähigkeit wird allgemein als „Resilienz“ bezeichnet. Die Ergebnisse nützen der Stadtplanung sowie dem Gartenbau- und Forstamt, die entsprechende Baumarten auswählen können, wenn sie neue Grünflächen anlegen. Da außerdem immer mehr Menschen in Städten leben, steht die Stadtplanung vor der Herausforderung, neuen Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig Grün- und Freiflächen zu erhalten.

    Ein Gemeinschaftsprojekt mit vielen Partnern

    Diesen verschiedenen Anforderungen möchte sich das Projekt GrüneLunge stellen. Dazu haben sich einige Projektpartner zusammengeschlossen. Neben unserem Heimatinstitut, dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), sind auch die Städte Karlsruhe und Rheinstetten, die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Freiburg und der Deutsche Wetterdienst dabei. Jeder Partner hat einen anderen Schwerpunkt in diesem Projekt. Unser Unterprojekt „GrüneLunge im Dialog“ soll dabei helfen, ein Bewusstsein für die Wichtigkeit von naturnahen Grünflächen sowohl im urbanen als auch ländlichen Raum zu schaffen.

    Gesellschaftsdialog – Naturnah Gärtnern- für Mensch, Tier & Klima

    Hierzu möchten wir unter dem Motto „Naturnahe Gärten – für Mensch, Tier & Klima“, Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Rheinstetten motivieren, den eigenen Garten naturnah zu gestalten. Naturnahes Gärtnern bedeutet zum Beispiel, keinen chemischen Dünger zu verwenden oder statt „Steingärten“ eine bunte Mischung an Blumen und Beerensträuchern zu pflanzen, in denen sich Bienen, Schmetterlinge und viele andere Tiere wohlfühlen und damit zur Biologischen Vielfalt beizutragen.

    Daneben sollen der Spaß und der Verwertungsgedanke nicht zu kurz kommen! Daher soll der Anbau von essbaren Pflanzen ebenso gefördert werden. Beim Pflanzen, Pflegen und Ernten findet gegenseitige Unterstützung statt – eine Gemeinschaft wird aufgebaut.

    Außerdem wird mit verschiedenen Aktionen in Karlsruhe und Rheinstetten zu den Folgen des Klimawandels, Artenschutz und Begrünungsmaßnahmen informiert und mit den Bürgern und Bürgerinnen diskutiert.

    Fachdialog: Mit den beteiligten Ämtern ins Gespräch kommen

    Es soll auch ein Ausgleichskonzept von Ökosystemdienstleistungen zwischen der Stadt Karlsruhe und Rheinstetten entwickelt werden. In einem Fachdialog wollen wir über dieses Ausgleichskonzept mit den beteiligten kommunalen Ämtern diskutieren.

    Forschung zum Anfassen und Mitmachen

    Wie beim Quartier Zukunft üblich, wird also einerseits geforscht – an resilienteren Baumarten – andererseits experimentiert, gelebt und gegärtnert um gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren und auszuprobieren, wie man zum Klimaschutz sowie zu Biologischer Vielfalt beitragen und dabei Freude haben kann.

    Weitere Infos:

    https://www.quartierzukunft.de/forschung/gruenelunge/

    https://www.itas.kit.edu/projekte_saha18_grulu.php

    Bei Fragen zu „GrüneLunge im Dialog“ wende dich gerne an: annika.fricke@kit.edu

  82. Lasst uns Klimaschutz gemeinsam wagen!

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    Wir kennen es alle. Da ist eine Idee, wir möchten etwas verändern – mehr Fahrrad fahren, weniger Fleisch essen, Second Hand kaufen – doch im Alltag geht es unter, alleine ist es mühsam und es fehlt an Erfahrungen. Lasst uns deshalb Klimaschutz gemeinsam wagen! Lasst uns gemeinsam experimentieren, uns austauschen, bestärken und klimaschonender leben. Nimm deine Ideen, deine Motivation und deine Kreativität und komm zur Ideenwerkstatt für den Klimaschutz am 12. Mai 14:00 – 17:00 Uhr im Kinder- und Jugendhaus Oststadt (Rintheimer Str. 47).  

    Dass wir mit unserem Lebensstil schon lange zu viel CO2 ausstoßen und damit zur Ungerechtigkeit zwischen heutigen und kommenden Generationen beitragen ist vielen Menschen bewusst. Dennoch ist es nicht leicht, eigene Routinen zu durchbrechen und Handlungsmuster zu verändern. Bei der Ideenwerkstatt für den Klimaschutz wollen wir gemeinsam mit Bürger*innen überlegen, welche Handlungsalternativen wir haben und welche wir selbst erschaffen können, um dem Klimawandel im Alltag etwas entgegen zu setzen. Wir möchten gemeinsam mit euch Ideen für Selbstexperimente entwickeln, die erlebbar machen, wie Klimaschutz im Alltag funktionieren kann. Aber auch, auf welche inneren oder äußeren Hürden man dabei stößt und wie man mit ihnen umgehen kann. Dazu sind alle herzlich eingeladen!

    Wie kann Klimaschutz im Alltag gelingen und was kann ich selbst dafür tun?

    Wie können unsere alltäglichen Handlungen dazu beitragen CO2-Emissionen zu vermeiden?

    Und wie schaffen wir es, solche alternativen Handlungen zu unserer Routine werden zu lassen?

    Mit diesen und weiteren Fragen werden wir uns in den Handlungsfeldern Ernährung, Mobilität und Konsum beschäftigen.

    Eingebettet ist die Ideenwerkstatt in das Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“, das einen kreativen Raum für Experimente öffnet, um einen ersten Schritt zur Überwindung der Lücke zwischen dem Wissen, das wir über den Klimaschutz haben, und unseren tatsächlichen Handlungen zu machen. Die Werkstatt ist der Startpunkt für einen längeren Prozess in dem die entworfenen Selbstexperimente umgesetzt werden (ab September 2019). Die Umsetzung der Selbstexperimente startet dann mit der Gründung eines Netzwerkes, in dem sich die Experimentierenden gegenseitig unterstützen und austauschen können. Begleitet werden sie durch spannende Themenabende mit Vorträgen, Filmen und motivierenden Gesprächen.

    Die Ideenwerkstatt ist Teil des neuen Projekts „Klimaschutz gemeinsam wagen!“

    Mit Bürger*innen und Stakeholdern in der Karlsruher Oststadt soll eine Kultur der Nachhaltigkeit vorangetrieben werden, in der Klimaschutz im Alltag ganz selbstverständlich gelebt wird. Wir möchten das Bewusstsein für Klimaschutz vertiefen und den Kreis der Menschen, die sich für das Thema interessieren und sich auskennen, vergrößern. Dafür wollen wir spezifische Akteursnetzwerke ins Leben rufen.

    • Die erste Zielgruppe sind interessierte Bürger*nnen, Haushalte, Hausgemeinschaften und Nachbarschaften (Verbraucherseite).
    • Die zweite Zielgruppe besteht aus der lokalen Gastronomie, Kantinen und Mensen (Anbieterseite).

    Die Teilnehmenden werden neben ihrem Netzwerk von Klimacoachs unterstützt, die während des Projekts (im Herbst 2019) ausgebildet werden, um anschließend Ansprechperson und Multiplikator*in zu sein. Sie begleiten die beiden Netzwerke dann inhaltlich und organisatorisch und können auch eigene Projekte ins Leben rufen.

    Damit sichergestellt ist, dass durch die angepassten Handlungsweisen handfeste Verringerungen klimaschädlicher Treibhausgase erreicht werden, werden die CO2äq Einsparungen erfasst. Es wird eine Analyse des Einsparpotenzials geben, wenn die entwickelten Ziele und Maßnahmen der Netzwerke in einem gemeinsamen Aktionsplan festgehalten wurden. Am Ende der Projektlaufzeit werden dann die tatsächlich eingesparten CO2 – Äquivalente abgeschätzt.

    Lass dich inspirieren! Selbstexperimente Ausstellung im Zukunftsraum noch bis zum 30. Mai

    Während der Frühlingstage der Nachhaltigkeit am KIT haben sich bereits fast 40 Studierende gefunden, die für zwei Wochen selbst gewählte Selbstexperimente durchgeführt haben. Bei der Abschlussveranstaltung haben sie sich die Experimente gegenseitig vorgestellt, ihre – manchmal ähnlichen, manchmal sehr unterschiedlichen – Erfahrungen ausgetauscht und dann abgestimmt, welche Experimente ihnen am besten gefallen haben. Die Auswahl der liebsten 7 Experimente könnt ihr bis Ende Mai als Ausstellung im Zukunftsraum besichtigen und euch vielleicht davon inspirieren lassen.

    Kontakt: sarah.meyer@kit.edu & colette.waitz@kit.edu

     

     

     

     

     

  83. Herzlich Willkommen „Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit“

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    Durch den steigenden Druck globaler Herausforderungen sind Reallabore in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Und immer mehr! Sie experimentieren und testen Elemente des zukünftigen Lebens schon heute. Sie sind Treiber einer nachhaltigeren Gesellschaft. Um die Sichtbarkeit der Reallabore zu erhöhen, haben wir nun gemeinsam mit dem Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, der Leuphana Universität Lüneburg und dem Ecological Research Network (Ecornet) das „Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit“ gegründet.

    Seit der Gründung am 9. April sind bereits über 20 Reallabore mit dabei und es sollen noch mehr werden! Das Netzwerk versteht sich als Plattform über und für Reallabore, die für eine nachhaltige Entwicklung forschen und handeln. Es soll die Kommunikation und Kooperation zwischen den Reallaboren vereinfachen und stärken und eine Informationsquelle für Interessierte und Aktive sein.

    „Interessierten wie Aktiven möchten wir eine Heimat bieten und darüber hinaus das, was an Reallabor-Aktivitäten in den letzten fünf Jahren entstanden ist, sichtbar machen“

    Dr. Oliver Parodi, Quartier Zukunft – Initiator des Netzwerks


    Foto: MWK, Jan Potente

    Die Reallabore unterscheiden sich durch ihre Themen und Schwerpunkte. Das Spektrum reicht von E-Lastenfahrrädern und Energiespeichern über Grünflächen und Stadtentwicklung bis hin zu Schulküchen und nachhaltiger Gastronomie. Alle Mitglieder haben jedoch gemeinsam, dass sie sich als Pioniere einer nachhaltigeren Gesellschaft verstehen und sich bei ihrer Forschung und ihren Aktivitäten an Nachhaltigkeitskonzepten orientieren. Dieses können zum Beispiel die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen oder das Konzept des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) sein. Außerdem probieren sie die Veränderungen vor Ort aus und sind damit eine wichtige Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

    „‘Forschung und Praxis Hand in Hand für eine nachhaltigere Zukunft‘ – das ist unser Ansatz“ 

    Professor Uwe Schneidewind, Wuppertal Institut

    Damit aus den Projekten und Aktivitäten der Reallabore Wissen entsteht, werden sie forscherisch begleitet. Was hat wo gut funktioniert und warum? Wie laufen gesellschaftliche Veränderungen ab? Erfolgreiche Lösungsansätze der Projekte können so auch auf andere Städte oder Regionen übertragen werden.

    „Reallabor-Forschung ist auch eine gute Quelle für neue Politikansätze auf der Ebene der Bundesländer, der Bundesregierung oder der Europäischen Union“

    Dr. Camilla Bausch und Thomas Korbun, Ecornet

    Das frisch gegründete Netzwerk soll nun wachsen und bekannter werden. Interessierte, die sich einbringen möchten, sind herzlich willkommen. Beitreten können Personen, Organisationen und Reallabore, aber auch vergleichbare transdisziplinäre und transformative Initiativen. Insbesondere Kommunen, Hochschulen, Forschungseinrichtungen und zivilgesellschaftliche Akteure sind zur Mitwirkung aufgefordert, des Weiteren Unternehmen und staatliche Einrichtungen.

    „Vom Austausch und der Zusammenarbeit im Netzwerk können alle profitieren“

    Professor Daniel Lang, Leuphana Universität Lüneburg

    Wir möchten mit der Gründung des Netzwerks Reallabore der Nachhaltigkeit zur Verbreitung und Stärkung der Reallabor-Idee und -Praxis beitragen. Das Netzwerk wird in Zukunft gemeinsame Veranstaltungen ausrichten (z.B. Jahrestagung Reallabore) und es soll eine Schriftenreihe („Discussion Papers“) zu Reallabortheorie- und -praxis herausgeben werden. Die erste Tagung soll 2020 stattfinden. Es ist so Einiges geplant – wir freuen uns auf die Zukunft im und mit dem neuen Reallabor-Netzwerk!

    Lies weiter:

    Website des „Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit“

    Pressemitteilung des KIT

  84. einBLICKE 04/19 | Pflanzentausch – Ideenwerkstatt – Praktikum

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    Es wird wärmer, grüner und die Blumen beginnen zu Blühen – der Frühling ist da! Damit wird es höchste Zeit für unseren alljährlichen Pflanzentausch. Außerdem haben wir eine ganz besondere Ankündigung: Bei unserem neuen Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen“ steht die Ideenwerkstatt an, bei der Ideen für Selbstexperimente für mehr Klimaschutz im Alltag gesammelt werden. Ihr seid alle herzlich dazu eingeladen! Das und mehr Spannendes aus dem Quartier könnt ihr in dieser zweiten Ausgabe von einBLICKE finden.

    Viel Spaß beim Lesen!


     

    KIT Frühlingstage der Nachhaltigkeit

    Vom 25. bis 28. März waren die Frühlingstage der Nachhaltigkeit 2019. Vier Tage lang beschäftigen sich Studierende und Gasthörende in unterschiedlichen Workshops mit nachhaltiger Entwicklung und Nachhaltigkeitsforschung. Eröffnet wurden die Frühlingstage im fast voll besetzten Audimax mit einer Keynote von Professor Dr. Uwe Schneidewind zum Thema „Auf dem Weg zur Zukunftskunst. Akzeptanz nachhaltiger Entwicklung in der Gesellschaft“. Weiterlesen

     

    4. Pflanzentauschbörse im Zukunftsraum

    Auch in diesem Jahr findet wieder unsere Pflanzentauschbörse im Zukunftsraum statt. Am 6. April könnt ihr von 14 bis 17 Uhr eure überzähligen Ableger, Setzlinge und Pflanzen tauschen oder verschenken und euch mit Gleichgesinnten austauschen. Zusätzlich wird es einen kleinen Gartenflohmarktbereich geben, in dem alles Rund um den Garten, etwa Fachliteratur Töpfe oder Werkzeug neue Besitzerinnen und Besitzer finden kann. Wir freuen uns über Spenden für das Kuchenbuffet! Weiterlesen

     

    Ideenwerkstatt für den Klimaschutz

    Eine Einladung: Mit Kreativität und Experimentierlust klimaschonender Leben. Am 12. Mai von 14 bis 17 Uhr überlegen wir gemeinsam, welche Handlungsalternativen wir haben und welche wir selbst erschaffen können, um dem Klimawandel im Alltag etwas entgegen zu setzen. In der „Ideenwerkstatt für den Klimaschutz“ erarbeiten wir Ideen für Selbstexperimente, die im Herbst in der Oststadt starten und bei denen alle eingeladen sind mitzumachen.

     

    Spielen für Veränderung – Workshops in Karlsruhe

    Kennst du den Serious Gaming Ansatz? „Gemeinsam Nachhaltig in Karlsruhe“ ist ein Planspiel für Verwaltungen und Kommunen, das diesen Ansatz verfolgt. Es kommt ursprünglich aus den USA, wurde von uns weiterentwickelt, auf Karlsruhe angepasst und bereits erfolgreich mit der Karlsruher Energie. und Klimaschutzagentur (KEK) eingesetzt. Mehr über das Spiel erfahrt ihr in unserem Blogartikel!

     

    Smartphone-Fasten für mehr Menschenwürde

    Unsere Praktikantin Marielle Rüppel verzichtet in der Fastenzeit freiwillig auf ihr Smartphone. Der große ökologische Fußabdruck und die sozialen Probleme bei Ressourcenabbau und Herstellung, sowie der Wunsch nach mehr Achtsamkeit im Alltag haben sie motiviert. Auf unserem Blog berichtet sie von ihren Beweggründen, den Herausforderungen und ersten Erfahrungen.Zum Blogartikel.

     

      PraktikantIn für „Grüne Lunge“ gesucht

    Hast du Lust bei der Konzeption und Umsetzung des Konzepts „Gärten für den Klimaschutz“ mitzuwirken? Du interessierst dich für Nachhaltigkeit und Stadtbegrünungsmaßnahmen? In unserem neuen Projekt GrüneLunge ist ab Juni / Juli 2019 ein Praktikumsplatz zu besetzen. Wir freuen uns auf deine Bewerbung! Weiterlesen

     

    Unverpackt-Foodcoop Treffen im Zukunftsraum

    Die Unverpackt-Foodcoop ist gut angelaufen und hat bereits ihre zweite Bestellung getätigt. Seit 2019 trifft sich die Gruppe regelmäßig am ersten Samstag im Monat von 10 Uhr bis 12 Uhr im Zukunftsraum. Hast du Lust Teil der Initiative zu werden und auch selbst organisatorische Aufgaben zu übernehmen? Dann melde dich bei ihnen unter unverpackt-foodcoop@posteo.de.

     

    Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg

    Vom 01. bis 04. Juni 2019 finden in Baden-Württemberg wieder die landesweiten Nachhaltigkeitstage statt. An verschiedenen Orten finden in diesem Zeitraum zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen zum Thema Nachhaltigkeit statt. Außerdem gibt es einen Mitmachwettbewerb zum Thema Insekten und Wildblumen. Merkt euch den Termin schon mal vor und schaut euch um!

     

    Sommer- Kleidertauschparty – Helfer gesucht

    Pünktlich zum Start der T-Shirt Saison ist für den 26. Mai der nächste Kleidertausch geplant! Damit er stattfinden kann, sind wir noch auf der Suche nach HelferInnen zum Beispiel für Auf- und Abbau. Du findest die Veranstaltung toll und möchtest uns unterstützen? Dann melde dich bei helena.trenks@kit.edu.

     

    Vernetzungstreffen der Sport- und Bewegungsakteure

    Am 12. März kamen zahlreiche Sport- und Bewegungsakteure der Oststadt im Zukunftsraum zu einem Vernetzungstreffen zusammen. Dabei wurden auch die Ergebnisse einer Untersuchung des Bewegungsnetzwerks der Karlsruher Oststadt von Dr. Hagen Wäsche (Institut für Sport und Sportwissenschaft) vorgestellt. Den Ergebnisbericht zu den Untersuchungen, die im Rahmen des Projekts Reallabor 131 durchgeführt wurden, könnt ihr euch hier ansehen.

  85. Smartphone-Fasten für mehr Menschenwürde

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    Dieses Jahr habe ich mich entschieden Handy zu fasten. Von Aschermittwoch bis Ostern werde ich komplett auf den Gebrauch meines Smartphones verzichten. Mir ist bewusst geworden, dass es 100% fair hergestellte Handys nicht gibt und auch der große ökologischen Fußabdruck schreckt mich ab. Ich möchte wieder bewusster und achtsamer leben und ausprobieren, ob ich mein Leben auch anders organisieren kann. Schließlich haben das die Menschen bis vor dreißig Jahren auch irgendwie ohne Smartphone geschafft.

    Unsere Praktikantin Marielle Rüppel studiert International Sustainability Management an der Karlshochschule und verzichtet in der Fastenzeit freiwillig auf ihr Smartphone. Ihre Beweggründe und Erfahrungen teilt sie mit euch in diesem Blogartikel.

    Letztes Jahr hat mich ein Seminar sehr zum Nachdenken gebracht. Es ging um „Internationale Aspekte der Digitalisierung – Perspektiven einer guten Zukunft“. Besonders berührt hat mich dabei ein Vortrag von „Brot für die Welt“ zum Thema Menschenrechte. Ich habe erfahren, welche Auswirkungen der Abbau von Lithium, das in jedem Handy-Akku verbaut ist, mit sich bringt. Im sogenannten Lithium-Dreieck (Chile, Argentinien und Bolivien) entstehen durch den Abbau erhebliche ökologische Schäden. Die Herstellung einer Tonne Lithium benötigt zwei Millionen Liter Wasser! Das führt zu einem starken Absinken des Grundwasserspiegels und das dortige Ökosystem wird so irreversibel zerstört. Außerdem verlieren indigene Völker ihren Lebensraum und auch andere Teile der Bevölkerung werden nicht angemessen über die Vorhaben internationaler Konzerne, die den Abbau managen, informiert. Die Regierungen setzen sich leider nicht ausreichend für deren Schutz ein, selbst wenn sie es nach geltendem Gesetz eigentlich tun müssten.

    Warum nicht einfach ein faires Smartphone? Sind faire Handys wirklich fair?

    Von menschenunwürdigen Bedingungen beim Abbau haben sicher die meisten  von euch schon gehört.  Arbeit für weniger als 10 Cent pro Tag, oft auch Kinderarbeit, zudem häufig ohne Schutz der Gesundheit – giftige Stoffe werden eingeatmet und machen langfristig krank. Der Punkt ist, dass selbst Fairphone oder Shiftphone, die als die „Fairsten“ unter den Smartphoneherstellern gelten und an transparenteren Lieferketten arbeiten, auch keine 100%-fairen Arbeitsbedingungen in den Minen, in denen seltene Erden abgebaut werden, garantieren können. Jedoch ist der Versuch, Smartphones herzustellen, die in der Herstellung zu 100% fair sind, natürlich trotzdem wichtig, um der IT-Branche zu zeigen, dass sich etwas ändern muss. Die Hersteller von Fairphone und Shiftphone versuchen, die Herkunft der Rohstoffe, die sie benötigen, zu verfolgen und mit Partnern zusammenzuarbeiten, die z.B. faires Gold bereitstellen. Was beide meiner Meinung nach schon vorbildlich machen: sie gestalten die Smartphones reparierbar und modular, sodass einzelne Elemente ausgetauscht werden können und das Smartphone länger in Verwendung bleiben kann.

    Organisation mit Apps – wie geht das denn anders?

    Da mein Handy langsam den Geist aufzugeben scheint, wollte ich anstatt mich nach einem neuen umzuschauen, lieber ausprobieren, ob es nicht auch ohne geht. Das ist gar nicht so einfach. Zum Beispiel bin ich nicht mehr spontan erreichbar, muss also besser im Voraus planen, vor allem, wenn es um Treffen mit meinen Freunden und Freundinnen geht. Ich hoffe dadurch wieder zuverlässiger zu werden. Mit Schrecken habe ich festgestellt, dass ich häufiger zu spät komme oder kurzfristig Treffen verschiebe. Das gilt aber auch umgekehrt: ich muss mich darauf verlassen, dass andere auch zur verabredeten Zeit am verabredeten Ort sind. Für den Fall, dass etwas Unvorhergesehenes dazwischenkommt (zum Beispiel ein Zugausfall), wäre es vielleicht sogar ratsam, immer einen Plan B auszumachen.

    Ich  versuche schon länger auf Google Maps zu verzichten, und schaue mir lieber vorher am PC bei openstreetmap.org eine Karte an. Im Zweifelsfall frage ich eben vor Ort Menschen nach dem Weg. Und anstatt meine Bahntickets in der App zu kaufen, muss ich sie eben ausdrucken oder am Schalter besorgen. Leider ist das dann mit Papierverbrauch verbunden. Nach meiner Experimentierphase werde ich noch einmal abwägen müssen, was für mich persönlich wichtiger ist: Papierverbrauch oder Abhängigkeit vom Smartphone.

    Ein Leben ohne Smartphone – meine ersten Erfahrungen

    Die ersten beiden Wochen habe ich inzwischen schon hinter mir, und ich lebe noch. Hauptsächlich aufgefallen ist mir, dass ich mir keine Sorgen machen muss, mein Smartphone irgendwo zu vergessen. Und wenn ich in einer Gruppe von Leuten sitze und bei der ersten Gesprächspause manche ihr Handy rausnehmen, versuche ich stattdessen, das Gespräch weiterzuführen oder tagträume ein bisschen. Außerdem genieße ich den Anblick der Frühlingsblumen mehr, da ich nicht einfach schnell ein Foto davon machen kann. Ich habe auch festgestellt, dass es sehr angenehm ist, nicht mehr vor dem Einschlafen oder direkt nach dem Aufwachen auf mein Smartphone zu schauen. Nur muss ich mir jetzt auch noch einen Wecker zulegen (mein alter Wecker war leider nicht reparierbar, da man keine Ersatzteile dafür bekommt…). Unbestreitbar nützlich ist also am Smartphone, dass es viele Werkzeuge vereint – von Kamera über Wecker bis zu GPS.

    Unpraktisch ist vor allem, dass ich auch kein Telefon habe und mir dafür eines von Freunden leihen muss, wenn es doch mal etwas Längeres zu besprechen gibt, was per E-Mail sehr umständlich wäre.

    Letztes Wochenende habe ich mich außerdem mit einer Gruppe von Freunden in einer Art Jugendherberge getroffen, und vorher wohl nicht genau kommuniziert, wie ich anreise – und dann haben sie sich ganz schön Sorgen um mich gemacht und wussten nicht, ob ich überhaupt noch ankomme, da ich den letzten Zug und den letzten Bus genommen habe. Zum Glück hat es dieses Mal ohne Verspätungen geklappt.

    Ich werde also beobachten, was Smartphone-Verzicht für mein persönliches Leben bedeutet. Doch kann diese Entscheidung etwas an globaler Ungerechtigkeit verändern? Vielleicht nicht direkt. Aber wenn sich  KonsumentInnen bei diesem Thema zusammentun und mehr Transparenz fordern, sowohl von Unternehmen als auch von der Politik, die dabei entsprechende Standards festlegt, kann etwas bewegt werden. Denn heutzutage haben viele Entscheidungen, die man trifft, Auswirkungen an ganz anderen Stellen auf der Welt.

    Zum Weiterlesen:

    Utopia: Kinderarbeit in Kobalt Minen

    Utopia Artikel zum Fairphone

  86. Spielen für Veränderung: Szenario-Workshops für Klimaschutz und Nachhaltigkeit in Karlsruhe

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    Der Weg hin zu einer nachhaltigen Entwicklung und einem gelebten Klimaschutz stellt eine komplexe Herausforderung dar, die leicht einschüchtern kann. Hier setzt „Serious Gaming“ an. Die Entwicklung von innovativen Lösungen im Spielformat kann Kreativität freisetzen und macht zudem einfach Spaß. Nachdem wir letztes Jahr mit „Lebe global“ ein Spiel für Jugendliche und HobbyspielerInnen entwickelt haben ist „Gemeinsam Nachhaltig in Karlsruhe“ ein Planspiel für Verwaltungen und Kommunen, das diesen Ansatz verfolgt. In diesem Blogartikel möchten wir es euch vorstellen. Kommt und spielt mit uns am 26. oder 28. März auf den KIT Frühlingstagen der Nachhaltigkeit!

    Was macht Spielen so interessant? Wir wissen nicht, was als Nächstes passiert! Die Aufgabe, eine nachhaltigere und klimafreundlichere Zukunft zu gestalten, beinhaltet viele Unsicherheiten. Ein Gefühl von Unsicherheit kann jedoch unsere Kreativität blockieren. Das Spielformat bietet die Möglichkeit diese Blockaden auflösen und wir können unserer Kreativität und Inspiration freien Lauf lassen.

    „Serious Gaming“ – ernste Herausforderungen spielerisch lösen

    Der „Serious Gaming“-Ansatz nutzt dieses Potential des Spielens, um ernsthafte Themen anzugehen und gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln. Spielen hilft uns zu lernen ohne es zu bemerken. Deshalb ist spielen so wichtig für eine lebendige, nachhaltige Gesellschaft.

    Schon der Kulturhistoriker Johan Huizinga betonte in seinem zukunftsweisenden Buch „Homo Ludens“, dass die menschliche Zivilisation sich aus und als Spiel entwickelt hat und es nie verlassen wird. Spielen ist die zentrale Aktivität in blühenden Gesellschaften.

    Ursprünglich in den USA entwickelt – jetzt auch als Version für Karlsruhe!

    Der „Serious Gaming“-Workshop wurde in Kooperation von mehreren Stadt-Universität-Partnerschaften in Deutschland, den USA und Mexiko entwickelt. Nun haben wir das Planspiel für eine Anwendung in Karlsruhe zugeschnitten und entwickeln es weiter. Erst kürzlich haben wir es im Rahmen des Projektes „Energietransformation im Dialog – EDia“ mit der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) gespielt. Das Team der KEK hatte viel Spaß und findet die im Spiel entwickelte Idee so gut, dass sie plant, diese tatsächlich umzusetzen. Der nächste Workshop wird im Mai gemeinsam mit der Stadt Karlsruhe stattfinden, wenn sich das Umweltamt mit den Beteiligten der „Meine Grüne Stadt“-Initiative trifft.

    Und so läuft das Ganze ab:

    Sechs bis zwölf Teilnehmende sitzen an einem Tisch. Zu Beginn werden die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) in den lokalen Kontext gebracht. Welche der SDGs sind für Karlsruhe besonders relevant? Bei welchen Zielen sehen die Teilnehmenden Handlungsbedarf und bei welchen haben sie eine persönliche Motivation etwas zu ändern? Als nächstes werden von bereits  in anderen deutschen und internationalen Städten umgesetzten Best Practice Projekten diejenigen ausgewählt, die auch in Karlsruhe umgesetzt werden könnten. Gemeinsam wird dann auf der Grundlage der Inspirationen eine Idee für Karlsruhe entwickelt und skizziert. Dabei überlegen sich die Spielenden welche Ressourcen und Aktionen für die Realisierung dieser Idee benötigt werden und welche Ressourcen sie selbst einbringen können. Wenn die Idee Form angenommen hat, wird sie mit Schockkarten darauf getestet, wie widerstandsfähig sie ist gegenüber sich verändernden Bedingungen. Was passiert mit dem Projekt bei einem Jahrhunderthochwasser? Welchen Einfluss haben großflächige Arbeitnehmerstreiks in unterschiedlichen Branchen? Am Ende des Workshops wird die Idee noch einmal reflektiert und ggf. den anderen Tischen vorgestellt. Ein Workshop dauert in etwa drei bis vier Stunden, abhängig von der Anzahl der Teilnehmenden.

    Hast du Lust bekommen das Planspiel selbst auszuprobieren? Dann komm zu den KIT Frühlingstagen der Nachhaltigkeit! Der Szenario-Workshop wird am 26. März auf Englisch und am 28. März auf Deutsch angeboten. Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Studierende, aber auch Gasthörende sind willkommen. Du studierst nicht und möchtest nur zu einem Workshop kommen? Dann schicke eine Mail an ines.bott@kit.edu.

    Alle Infos zu den Frühlingstagen findet ihr hier und zur Anmeldung hier.


    Das Planspiel wurde und wird im Rahmen des internationalen Kooperationsprojekts „Building Sustainability Implementation Capacity in City Staff and Leadership (CapaCities) weiterentwickelt. Das Projekt gehört zum „Global Consortium for Sustainability Outcomes“ (GCSO), einem internationalen Netzwerk, das Lösungen für Nachhaltigkeitsprobleme durch Forschung, Entwicklung und Weiterbildung fördert, die entwickelt, getestet, implementiert und schließlich hochskaliert werden. Mehr dazu hier.

     

     

  87. einBLICKE 01/19 | „Lebe global“ – Frühlingstage – neues Projekt

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    Neues Jahr – neues Format!

    Mit einBLICKE wollen wir euch wieder verstärkt zeigen, was bei uns so alles passiert. Hier finden auch kleinere Veranstaltungen und Aktionen Platz, die in keinem eigenen Blogartikel vertreten sind, aber das Leben im Quartier ausmachen.

    Moment mal… warum „wieder“? Diejenigen unter euch, die uns schon von Anfang an verfolgen, erinnern sich vielleicht: 2014 gab es das Format Einblicke bereits – nun haben wir es neu aufgelegt!

    Falls du die kurzen Nachrichten aus dem Quartier lieber bei dir im E-Mail Postfach haben möchtest, melde dich einfach für unseren Newsletter an. Dazu einfach auf dieser Seite ganz nach unten scrollen und eintragen – Fertig!


     

    Wir freuen uns über den Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“!

    Es gibt tolle Neuigkeiten: Unsere Arbeit im Reallabor Quartier Zukunft wurde mit dem Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“ ausgezeichnet! Dieser renommierte Preis zeichnet Forschungsprojekte aus, die einen gesellschaftlichen Wandel anstoßen und wird vom Wuppertal Institut und der Zeppelin-Stiftung nun zum zweiten Mal vergeben. Die Preisverleihung fand am 16. Januar in Darmstadt statt. Wir freuen uns sehr! Weiterlesen

     

    Buch „Dein Quartier und Du“- Erscheinung im Frühling geplant

    Lange haben wir an der Fertigstellung des Buches über die vier „NachhaltigkeitsExperimente“ gebastelt. Nun naht die Fertigstellung und wir sind zuversichtlich, dass es im Frühling klappen wird. Das Buch soll dann in gedruckter Form zum Kauf und gratis zum Download verfügbar sein. Wir halten euch auf dem Laufenden.

     

    Frühlingstage der Nachhaltigkeit 2019 – Anmeldung offen

    „Nachhaltige Entwicklung“ ist in aller Munde, aber was ist das überhaupt? Und was untersuchen Wissenschaftler bei der „Nachhaltigkeitsforschung“? Studierende, die mehr darüber erfahren wollen, können sich jetzt für die Frühlingstage der Nachhaltigkeit anmelden. Diese finden von 25. bis 28. März am KIT statt. In spannenden Workshops und Exkursionen zu Karlsruher Nachhaltigkeitsakteuren werden sowohl technische als auch soziale und ökologische Aspekte nachhaltiger Entwicklung beleuchtet.

     

    Forschungskolloquium im Zukunftsraum gestartet

    Das Forschungskolloquium „Perspektiven auf den Wandel“ soll einen möglichst guten Einblick in den aktuellen Stand der Transformationsforschung und verwandte Konzepte geben. Die ersten spannenden Vorträge haben wir bereits gehört.Bis 29. Januar dürfen wir uns noch auf Vorträge im Zukunftsraum freuen. Das Kolloquium findet immer von 10-12 Uhr  statt. Weiterlesen

     

    „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ – neues Projekt startet im Quartier

    Im November fand das Kick-off-Treffen unseres neuen Projekts „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ statt. Das bunt gemischte Projektkonsortium aus WissenschaftlerInnen, lokalen Initiativen, der Stadt Karlsruhe und der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) legte damit den Grundstein für Projekte der nächsten Jahre zum Thema Klimaschutz. Gemeinsam mit euch wollen wir Alternativen für klimafreundliches Handeln in den Themenfeldern Ernährung, Mobilität und Konsum entwickeln. Weiterlesen

     

    Herbstkleidertauschparty im Zukunftsraum – Wir suchen Unterstützung für 2019

    Auch im Herbst wurde im Zukunftsraum wieder fleißig getauscht. Die Kleidertauschpartys erfreuen sich seit nunmehr fast zwei Jahren reger Beleibtheit. Der nächste Kleidertausch ist für den Frühling angedacht. Damit wir diese Veranstaltung auch 2019 weiterführen können, sind wir auf der Suche nach Freiwilligen, die uns bei der Durchführung unterstützen wollen. Wenn du Interesse hast, melde dich bei: Helena.Trenks@kit.edu.

     

    Karikaturenausstellung „Der Planet ruft SOS!“ im Zukunftsraum

    Die Karikatur-Wanderausstellung „Der Planet ruft SOS“ des Vereins integra war vom 30.Oktober bis 11.Dezember bei uns im Zukunftsraum zu sehen. Künstler aus aller Welt ließen uns ihren Blick auf die Welt sehen. Ohne Worte und ohne Sprachbarriere konnten sich so alle ein Bild von der Situation auf unserer Erde machen. Auch wenn die Karikaturen ohne Worte auskamen, haben sie und definitiv zum Diskutieren angeregt. Weiterlesen

     

    Schülerinnen und Schüler spielen „Lebe global“ – und sind begeistert!

    Das von uns entwickelte Brettspiel „Lebe global“ wurde in den letzten Wochen von Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse des Lessing-Gymnasiums getestet. Es entstanden angeregte Diskussionen – erst über die Spielweise und später über die Entscheidungen im Spiel, die sich positiv oder negativ auf den Stand des CO2– Zählers auswirken. Am Ende stand vor allem eine Frage im Raum: „Wann können wir wieder spielen?“.

     

    GCSO Spiel hat ersten großen Einsatz

    Das ursprünglich vom amerikanischen Netzwerk Global Consortium for Sustainability Outcomes (GCSO) entwickelte Spiel, das von uns nun für die Stadt Karlsruhe angepasst wurde, wurde im November gemeinsam mit der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) getestet. Das Planspiel wurde besonders für Organisationen und kommunale Verwaltungen entwickelt. Im Spielverlauf entwickelten alle Spielenden gemeinsam eine Maßnahme für den Klimaschutz in Karlsruhe.

     

    Bastelwerkstatt und Geschenketausch im Zukunftsraum

    Am Montag, 17. Dezember, fand unsere Bastelwerkstatt mit Geschenketausch im Zukunftsraum statt. Aus alt wurde neu, aus Kalenderblättern und Zeitungspapier entstanden Geschenkverpackungen, aus losen Notenblättern wurden Sterne gefaltet, Stoff und Papierrest zu originellen Karten verarbeitet. Bei Punsch und Lebkuchen konnte außerdem am Geschenketauschtisch gestöbert werden. So stressfrei kann Weihnachten sein!

  88. I’m still dreaming of a green christmas! Tipps für’s nachhaltige Feiern neu aufgelegt.

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    Nicht immer muss man etwas Neues kaufen, um einer geliebten Person an Weihnachten ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Und nicht immer muss man einen Blogartikel neu schreiben, um tolle Tipps für ein nachhaltiges Fest parat zu haben :). Entstanden vor zwei Jahren hat dieser Blogartikel nichts von seiner Aktualität eingebüßt und passt mit ein paar kleinen Ergänzungen auch noch 2018. Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!

    Letztes Jahr zu Weihnachten: Opa hat die Weihnachtsgeschichte gelesen, es wurde„Stille Nacht“  gesungen, alle Geschenke wurden ausgepackt und bejubelt, die Kinder sind glücklich, pappsatt und müde. Eigentlich war’s ein schönes Fest. Und trotzdem: Etwas stört und stimmt nicht. Es ist der Müll auf dem Sofa, unter’m Baum, auf dem Boden, der Müll überall. Eine gigantisch große Landschaft aus Geschenkpapier. Schleifchen. Kärtchen. Goldbändern. Styropor. Verpackung. In diesem Moment fällt die Entscheidung: Nächstes Jahr wird alles anders. Wir wollen nicht mehr. I’m dreaming of a green christmas! Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, wie das geht: Weihnachten in nachhaltig.

    Winter 2018: Weil dieses Jahr zu Weihnachten ja alles anders, nachhaltiger werden soll, braucht es diesmal einen Plan. Denn eines wissen wir nur zu gut: Den größten Quatsch kauft man im Stress. Mal eben schnell ein Buch von der Spiegel-Bestsellerliste über die Rolle von Insekten bei der Aufklärung von Gewaltdelikten (wird schon gut sein). Eine CD von der Band, über deren Sänger die Freundin irgendwann mal gesagt hat, irgendwie sei der ja ganz süß. Das Glanzpapier mit den glücklichen Elch-Ehepaaren drauf, das praktischerweise im 1-Euro-Shop an Deiner Ziel-Straßenbahnhaltestelle feilgeboten wird.

    Im Netz trifft man auf genug Leute, denen es ähnlich geht: Sie sind nicht nur partiell angenervt von dem Verpackungswust, sondern von der weihnachtlichen Konsumlawine insgesamt. Kein Bock mehr auf immer mehr! Und sie überlegen sich Lösungen. Es gibt Blogs von MinimalistInnen, die Weihnachten gleich ganz absagen. Artikel von Leuten, die einfach gar nichts mehr schenken. Tipps von KonsumverweigererInnen, die an Weihnachten stundenlange Waldwanderungen machen, bloß, um der Geschenkeorgie zu entkommen. Puh. Nee. Weihnachten wollen wir ja schon. Aber halt anders!

    Wichteln statt Geschenke-Wust

    Los geht die Recherche! Auf einem Umweltportal wird die die gute alte „Wichtel“-Idee vorgeschlagen. Das funktioniert so: Im Bekannten- oder Verwandtenkreis wird im Vorfeld abgemacht (oder per Los bestimmt), wer wen beschenkt. Sprich: Ich ziehe Tante Lotte, meine Schwester Opa Werner. So gibt’s zu Weihnachten keine Materialschlacht, sondern Tante Lotte, Opa Werner und alle anderen bekommen jeweils EIN Geschenk. Das dann aber mit Zeit, Muße und Bedacht ausgewählt worden ist. Die Wichtel-Idee gefällt und kommt auf den „Green Christmas“-Zettel!

    Zeit statt Zeug

    Eine weitere interessante Idee ist „Zeit statt Zeug“.  Das ist ein Projekt, dass dazu ermutigen will, statt dem „fünften Schal, dem zehnten Parfum“ lieber Zeit zu verschenken.  „Nackenmassage statt Schal“, „Basteln statt bestellen“, „Stricken beibringen statt Pullover“ – es gibt Gutschein-Vorlagen mit professionellen Fotos, die man sich direkt selbst ausdrucken kann. Und auch die Möglichkeit, ganz eigene Ideen in ein schönes Layout zu fassen (denn JA, Küsse und Nackenmassagen sind nicht das Geschenk der Wahl für ALLE  Verwandten). Fazit: Egal, ob man nun tatsächlich die Gutscheinfunktion von „Zeit statt Zeug“ nutzen möchte oder nicht: Die Idee, einem lieben Menschen etwas von der eigenen Zeit zu schenken, ist vielleicht nicht neu, aber nötiger denn je. Check. Kommt auf die Liste!

    Gebrauchtes zum Fest: Ein No-Go wird salonfähig

    Will man aber doch lieber etwas „Handfestes“ schenken, so zeichnet sich im Netz ein neuer Nachhaltigkeitstrend ab: Gebrauchtes schenken! Lange Zeit ein No-Go und der Albtraum jedes Knigge-Connaisseurs, wird Secondhand, getragen von der Vintage- und Shabby-Chick-Welle, endlich auch an Weihnachten salonfähig. Eine schöne, handgestrickte Couchdecke vom Flohmarkt, Holzstühle mit Patina, aus dem Sperrmüll gerettet und frisch überzogen, eine alte Schreibtischlampe aus den 60ern – da ist so einiges denkbar. Aber auch das Zweithand-iPhone, bestellt bei Portalen wie „Backmarket“ oder bei Ebay ersteigert, landet bei einigen unter’m Baum.

    Für alle, dies ausprobieren möchten mit der Nicht-Neuware zu Weihnachten: Auf der Website des NachhaltigkeitsExperiments Second Future, dem Second-Hand-Label aus der Karlsruher Oststadt, könnt Ihr kostenlos Aufkleber und Aufnäher bestellen, die Eure gebrauchten Geschenke zum echten Statement machen.

    Geschenke einpacken: Natur schlägt Blingbling

    Hat man nun endlich alle Geschenke parat, kann’s ans Einpacken gehen. Und auch hier sind all jene im Vorteil, die einen gewissen Vorlauf in Sachen Nachhaltigkeit haben: Über’s Jahr gesammeltes Geschenkpapier („Nicht einfach aufreißen, Kind!“) lässt Dich mindestens einen Teil der Geschenke – Zack, zack! – aus dem Stand heraus ökologisch verpacken.

    Aber auch „normales“ Altpapier funktioniert an dieser Stelle gut: Zeitungspapier, verziert mit Tannenzapfen, getrockneten Orangenscheiben, einzelnen Zweigen, Zimtstangen, Origamisternen macht Deine vorweihnachtliche Verpackungsorgie gleichermaßen stylisch wie kompostierbar!

    Wer Altpapier aber partout nicht als weihnachtsfein durchgehen lassen will, kann natürlich auch auf Packpapier, die Königin des stilsicheren Understatements, zurückgreifen. Und bei neuem Geschenkpapier bleibt immerhin die Möglichkeit, auf den „blauen Engel“ zu achten, der Recyclingpapier ausweist. Ach, und wusstest Du schon: Faltest Du beim Geschenkeeinpacken sorgfältig, klappt’s auch ganz ohne Klebemittel wie Tesa. Bunte Wollfäden oder Bast machen dann Deine ökologischen Verpackungskünste perfekt! Auch ziemlich edel: Wer’s wie die JapanerInnen machen will, kann Geschenke in Stoff einwickeln. Geht einfach, sieht kunstvoll aus und heißt: Furoshiki. Sehr schick! Kommt auf die Liste!

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    Die japanische Einpackkunst „Furoshiki“. Schick, schick!

    Last but not least gibt es noch die Super-easy-super-fix-Variante für Mehrfacheltern, die es sofort auf meinen Zettel schaffte: Einen großen Sack für jeden. Alle Geschenke rein. Große Schleife drum. Reihum wird ausgepackt. Wir wünschen entspannte Weihnachten ;-)!

    Hohoho! Lass den Wald ins Haus!

    Weniger Blingbling und mehr Wald macht sich natürlich auch in Deinem Haus ziemlich gut: Orangenscheibenketten und Tannengrün am Regal oder ein Adventskranz ohne Plastikdeko sind zeitlos schön. Unterschiedliche, bereits im Haus vorhandene Kerzen machen das Ganze – eins, zwei, drei, vier – zum Unikat.

    Und der Baum? Da kannst Du richtig klotzen! Gleich notieren: Mit der Zickzack-Schere Bänder aus altem Stoff schneiden und zu Schleifen binden, echte Plätzchen, Papier- und Strohsterne dran, Kerzen aus Bienenwachs oder Stearin statt billiger Erdölprodukte auf die Zweige setzen. Die Elektrovariante: LED-Lichterkette statt Billigblinker.

    Hier gibt es auch noch eine coole Idee für alle Gold-und-Glitter-Freundinnen und Freunde: Trefft Euch doch einfach mal zum Plätzchenessen und Christbaumkugel- und Dekotausch! So kann man kreativ bleiben, ohne alle Jahre wieder alles neu zu kaufen. Unter welchen Bedingungen industriell gefertigter Weihnachtschmuck produziert wird, könnt Ihr übrigens hier lesen.

    adventskranz

    DIY-Adventskranz. Mehr Wald statt mehr Blingbling.

    Dein Tannenbaum? Ein Däne mit georgischem Migrationshintergrund!

    Naturmaterialien, Bänder, Plätzchen – den Baumschmuck ist also geklärt für dieses Jahr. Aber was ist eigentlich mit dem Christbaum selbst? In der Regel sind die Tannenbäume in den deutschen Wohnzimmern in Dänemark gewachsen, unter dem Einfluss von Pestiziden und Düngemitteln als Garanten für einwandfreien Wuchs. Zuvor wurden die Samen in Georgien unter lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen in vielen Metern Höhe von Arbeitern ohne Kletterausrüstung geerntet – der deutsche Durchschnittsweihnachtbaum ist so gesehen also eher ein Däne mit durchaus problematischem georgischem Migrationshintergrund. Überhaupt: Bäume absägen – kann das mit Nachhaltigkeit vereinbart werden? Mhm.

    Im Netz finden sich Leute, die auf den Baum an Weihnachten ganz verzichten oder einzelne Zweige zu Gabenbäumen drapieren. Und dann gibt es noch verschiedene Anbieter und Initiativen, die das Weihnachtsbaumgeschäft ökologischer und fairer machen wollen. Beim Bio-Weihnachtsbaumversand gibt‘s zum Beispiel gesägte Bio-Nordmanntanne aus deutscher Herkunft. Bei „Fairtrees“ kann man dänische Tannen kaufen, deren Zapfen in Georgien unter fairen, sicheren Bedingungen geerntet wurden. Und auf der Website von Robin Wood werden Biobaum-Verkaufsstellen von Tannen aus der Region gelistet. Fairtrees kannst Du übrigens in Gaggenau, Pforzheim und Bretten kaufen. Biobäume bekommst du bei der Bauhauskette Baumarkt in der Oststadt. Immerhin „von hier“ sind die konventionell gezogenen Bäume, die man gemeinsam mit den FörsterInnen zu bestimmten Terminen in den Wäldern rund um Karlsruhe schlagen kann. Und noch mehr Infos rund um den „grünen“ Baum gibt’s bei Utopia.

    Von einem grünen Weihnachtsfest kann man träumen. Oder es einfach ausprobieren.

    Am Ende des Recherchetags zum Thema „Grüne Weihnachten“ stehen jede Menge Ideen auf unserem Zettel und es summt im Kopf. Da sind noch so viele Fragen! Nachhaltiges Weihnachtsessen, was passt da zu uns? Biofleisch? Fleisch vom Metzger? Lieber gleich vegetarisch? Oder gar vegan? Wie die Verwandten überzeugen, zurückhaltend und mit Bedacht zu schenken – ohne sie zu kränken? Baum ja – oder nein? Und wenn – woher? Wie untrennbar sind Weihnachten und das wohlige Gefühl dabei eigentlich mit Konsum verbunden?

    Es ibt wohl keine Patentlösung für ein nachhaltiges Weihnachten . Nur Möglichkeiten. Ideen. Versuche. Aber zuversichtlich sind wir trotzdem, I’m dreaming of a green christmas. Und außerdem werde ich’s einfach ausprobieren.Merken

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  89. Quartier Zukunft gewinnt den Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“!

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    Es gibt tolle Neuigkeiten: Unsere Arbeit im Reallabor Quartier Zukunft wurde mit dem Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“ ausgezeichnet! Dieser renommierte Preis wird vom Wuppertal Institut und der Zempelin-Stiftung nun zum zweiten Mal vergeben. Wir freuen uns sehr!

    Der Preis zeichnet Forschungsprojekte aus, die einen gesellschaftlichen Wandel anstoßen. Die wissenschaftliche Arbeit soll transformativ wirken, also Impulse setzen, die Veränderungen in der Gesellschaft auslösen und gleichzeitig die Bevölkerung selbst miteinbeziehen. Deshalb sind besonders transdisziplinäre Forschungsdesigns, die mit Bewohnerinnen und Bewohnern vor Ort zusammenarbeiten, relevant.

    Insbesondere das innovative Konzept des Quartier Zukunft und die lokale Verankerung in der Karlsruher Oststadt überzeugten die Jury.

    Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts, sagte über unsere Arbeit im Quartier:

    „Das Reallabor in der Oststadt ist eines der am weitesten entwickelten Quartier-Reallabore in Deutschland. In Karlsruhe wird mit vielen innovativen Formaten vorgelebt, wie fruchtbar gemeinsame Wissensentwicklung von Wissenschaft und Akteuren vor Ort für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung sein kann.“

    Zusätzlich zu der Anerkennung erhalten ausgezeichnete Projekte ein Preisgeld von 25.000€ und eine Skulptur aus den Stahlschienen der im Jahr 1898 erbauten Wuppertaler Schwebebahn. Offiziell verliehen wird der Preis am 16. Januar 2019 in Darmstadt während der „Darmstädter Tage der Transformation“.

    Mit dem Preisgeld wollen wir nachhaltige Entwicklung weiter voran bringen!

    Wir standen also vor der Frage: Wie setzen wir es am besten ein? Wie wir letztes Jahr angekündigt haben, ist unser großes Ziel das Reallabor zu verstetigen und ein dauerhafter Ansprechpartner für nachhaltige Entwicklung vor Ort zu sein. Dafür arbeiten wir mit Hochdruck daran das Karlsruher Transformationszentrum für nachhaltige Zukünfte und Kulturwandel (kurz: KAT) zum Leben zu erwecken. Ein großer Teil des Preisgeldes wird zum Startkapital für einen Förderverein des KAT. Damit können wir dann Nachhaltigkeitsinitiativen aus der Zivilgesellschaft unterstützen.

    Eine große Bereicherung ist es, Besuch von Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern aus dem Ausland zu haben, die Inspirationen für die Arbeit hier im Gepäck haben und Ideen aus Karlsruhe wieder mitnehmen können. Genauso möchten wir Geflüchtete unterstützen, die einen Bezug zur Transformationsforschung haben und sich eine Zukunftsperspektive in diesem Bereich aufbauen wollen. Hierfür ist ebenfalls Geld eingeplant.

    Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Vielen Dank an die Jury, das Wuppertal Institut, die Zempelinstiftung aber vor allem an alle, die durch ihr Engagement im Quartier zum Erfolg beigetragen haben!

    Übrigens: Im letzten Jahr wurde unser Reallabor Quartier Zukunft bereits vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) mit dem Qualitätssiegel „Projekt Nachhaltigkeit 2017“ und als eines von bundesweit vier „Transformationsprojekten“ ausgezeichnet.

    Weitere Informationen

    … zum Transformationspreis des Wuppertal Instituts

    … zur Presseinformation des KIT

    …zur Presseinformation des Wuppertal Instituts

     

  90. Forschungskolloquium Transformation – Perspektiven auf den Wandel

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    Wissenschaft lebt vom Austausch untereinander. Gerade für ein solch großes Projekt wie das von uns geplante Karlsruher Transformationszentrum für nachhaltige Zukünfte (KAT) ist es wichtig, dass wir einen möglichst guten Einblick in den aktuellen Stand der Transformationsforschung und verwandte Konzepte haben. Deswegen haben wir ein Forschungskolloquium ins Leben gerufen, von dem nun nicht nur wir profitieren sollen.

    Die meisten Menschen sind sich einig: Nachhaltigkeit ist wichtig, wir brauchen die Erde und die Ressourcen, die sie uns zur Verfügung stellt. Alle Menschen sollen gut leben können und das noch lange Zeit. Auch die Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN legen klar fest in welche Richtung es gehen soll, doch es bleibt die Frage nach dem WIE?.

    Transformative Forschung will aktiv dabei helfen

    Wenn Forscher sich mit der Transformation beschäftigen, aber ihre Forschung nicht aktiv Teil des Wandels ist, spricht man von Transformationsforschung. Wenn die Forschung auch im Transformationsprozess involviert ist, also aktiv Veränderungen anstößt und in das Geschehen eingreift, ist sie transformativ. Dieses aktive Eingreifen kann zum Beispiel das Veranstalten und Beforschen von Reparaturcafés sein, wie ihr es auch aus dem Quartier Zukunft kennt. Diese Spielart der Nachhaltigkeitsforschung ist vor dem Hintergrund entstanden, dass große Trends wie Digitalisierung, demographischer Wandel und Artensterben die Bedingungen, unter denen wir leben, derzeit stark verändern.

    In dem Forschungskolloquium, das wir gemeinsam mit dem ZAK (Zentrum für angewandte Kulturforschung und Studium Generale) organisieren, geht es nicht nur um Transformationsforschung, sondern auch um verwandte Konzepte wie zum Beispiel die sozial-ökologische Forschung oder transformative Bildung. Jede Disziplin hat eine andere Sichtweise auf die Herausforderungen und neue Ideen. Daher ist es sehr wichtig, ein möglichst umfassendes Bild verschiedener Denkweisen, die zu einer nachhaltigen Transformation beitragen können, zu bekommen.

    Wie kam es zum Kolloquium?

    Das Kolloquium entstand aus dem Gedanken heraus das Quartier Zukunft-Team für den Aufbau des Karlsruher Transformationszentrums (KAT) zu rüsten und zuvor nochmal tief in den aktuellen Wissensstand der Forschung einzutauchen, um ihn in unser Vorhaben einzubringen. Dazu wurden Gäste aus verschiedenen Bereichen und Ländern eingeladen, die uns ihre Expertise näher bringen werden. Da diese Vorträge auch für andere interessant und nützlich sein können steht das Kolloquium WissenschaftlerInnen, die den Einstieg in das Forschungsfeld suchen oder erweitern wollen und Studierenden, die bereits Grundkenntnisse im Bereich nachhaltige Entwicklung haben, offen.

    Wann und wer?

    20.11. 10-12 Uhr
    Katharina Hölscher
    „Ansätze der Transformationsforschung & Sozialinnovation“ WEGEN KRANKHEIT VERSCHOBEN!

    Katharina Hölscher ist Wissenschaftlerin am drift Institut in Rotterdam (Niederlande). Ihre Leidenschaft ist es herauszufinden, wie gesellschaftlicher Wandel in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft von der Regierung unterstützt werden kann. Sie hat Erfahrung mit deutschen und europäischen Forschungsprojekten in der Transformationsforschung.

    STATTDESSEN: Dipl. Ing. Richard Beecroft „Reallabore als Orte transdisziplinärer Forschung und Bildung“

    26.11. 17:30-19 Uhr
    Prof. Dr. Marcel Hunecke
    „Psychologie der Transformation“

    Prof. Dr. Marcel Hunecke ist seit 2009 Professor für Allgemeine Psychologie, Organisations- und Umweltpsychologie am Fachbereich für Angewandte Sozialwissenschaften an der Fachhochschule Dortmund. Zudem lehrt er an der Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität Bochum und dort Mitglied der Arbeitsgruppe für Umwelt- und Kognitionspsychologie. Er hat große Erfahrung mit inter- und transdisziplinären Forschungsprojekten im Bereich der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung.

    04.12. 10-12 Uhr
    N.N.

    11.12. 10-12 Uhr
    Dr. Bettina Brohmann
    „Governance und Transformation“

    Dr. Bettina Brohmann ist die Forschungskoordinatorin für Transdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschaften, Nukleartechnik & Anlagensicherheit am Öko-Institut e.V. in Darmstadt .

    08.01. 9-13 Uhr
    Blockseminar mit Studierenden

    15.01. 10-12 Uhr
    Dr. Klara Helene Stumpf
    „Transformation und sozialer Wandel“

    Dr. Klara Helene Stumpf ist Leiterin des Forschungsbereichs Klima, Kultur & Nachhaltigkeit (Synchrone Transformationsforschung) am Norbert Elias Center for Transformationsdesign & Research (NEC) der Europa-Universität Flensburg (in Vertretung ).

    22.01. 10-12 Uhr
    Dr. Johanna Kramm & Dr. Oskar Marg
    „Transformation in der sozial-ökologischen Forschung“.

    Dr. Johanna Kramm ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am ISOE im Forschungsschwerpunkt Wasserressourcen und Landnutzung und leitet seit April 2016 zusammen mit Carolin Völker die SÖF-Nachwuchsgruppe PlastX.

    Dr. Oskar Marg ist seit 2016 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsschwerpunkt Transdisziplinäre Methoden und Konzepte am ISOE tätig.

    29.01. 10-12
    Dr. Mandy Singer-Brodowski
    „Transformative Bildung“

    Dr. Mandy Singer-Brodowski arbeitet an der Freien Universität Berlin am Institut Futur im Arbeitsbereich Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung als Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ihre Forschungsfelder sind Bildung für nachhaltige Entwicklung, transformative Forschung und transformatives Lernen, an diesem breiten Erfahrungsschatz lässt sie uns in ihrem Vortrag teilhaben

    Wo und wie?

    Das Forschungskolloquium ist offen für interessierte Wissenschaftler und Studenten und findet im Zukunftsraum statt. Für Studierende besteht die Möglichkeit, durch einen Seminarvortrag (inkl. Ausarbeitung) einen Schein zu erwerben und zugleich selbst einen Beitrag zur theoretischen Untermauerung des geplanten „Karlsruher Transformationszentrums“ (KAT) zu leisten. Anmeldungen dann bitte über das Vorlesungsverzeichnis des ZAK.

    Du kannst dich da nicht einordnen, interessierst dich aber sehr für das Thema und bringst schon etwas Hintergrundwissen mit? Dann schreib uns an annika.fricke@kit.edu.

     

  91. Der Planet ruft SOS! Planet calling SOS! Gezegenimizden acil yardım çağrısı!

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    Wie können das Ausmaß von Umweltproblemen und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung vermittelt werden? Auf eine Art und Weise, die alle verstehen – völlig egal aus welchem Land ein Mensch kommt und welche Sprache er spricht. Aus diesem Gedanken heraus ist die Karikaturausstellung „Der Planet ruft SOS“ entstanden, die im von 30.Oktober bis 11.Dezember bei uns im Zukunftsraum zu sehen ist.

    Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Ob ein Bild im Museum, ein Graffiti an einer Hauswand oder eine Fotografie in einem Magazin, die Botschaft ist oft ohne Worte verständlich. Bilder haben eine starke Wirkung  – und genau um eine solche soll es bei der „Ausstellung der Planet ruft SOS!“ gehen:

    Unsere Erde braucht Hilfe! Wir müssen alle zusammenarbeiten, um die Umwelt, unsere Lebensgrundlage zu schützen!

    Deshalb haben INTEGRA Filder e.V. und das türkisch – englisch – deutsche Humormagazin Don Quichotte e.V. zum 1. internationalen Karikaturenwettbewerb mit dem Thema „Agenda 2030 der UN“ aufgerufen. Die Resonanz war groß: über 1000 Karikaturen wurden aus mehr als 60 Ländern eingereicht! Die 50 aussagekräftigsten wurden von einer internationalen Jury ausgewählt und werden nun an verschiedenen Orten in Baden-Württemberg ausgestellt.

    Die gesamte Gesellschaft – Menschen mit und ohne Migrationshintergrund – sollen durch die ausdrucksstarken Bilder der Künstlerinnen und Künstler sensibilisiert werden und ins Gespräch über nachhaltige Entwicklung kommen. Alle sollen Bescheid wissen: Nachhaltigkeit ist wichtig und zwar jetzt!

    Die etwas andere Migrantenorganisation

    INTEGRA selbst nennt sich „die etwas andere Migrantenorganisation“. Vielfalt und eine gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen sind die Ziele des Vereins. Dafür setzen sie sich durch Bildungsprojekte und mit Jugendarbeit ein. Grundlagen ihrer Arbeit sind interkulturelle und globale Pädagogik, Theorien zu Mehrsprachigkeit und Rassismuskritik. Migrationserfahrung oder der Migrationshintergrund der Bewohnerinnen und Bewohner werden als Ressource und Stärke angesehen. Sie werden dazu ermutigt, sich einzubringen, zum Beispiel als Multiplikatorinnen und Multiplikatoren.

    Zusammenarbeit verschiedener Nationalitäten – so wird aus ein paar Bildern eine Ausstellung!

    Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund haben die Ausstellung gemeinsam aufbereitet und entwickeln didaktische Materialien für die Wanderausstellung durch Baden-Württemberg. Dabei unterstützen Jugendliche mit guten Deutschkenntnissen geflüchtete Jugendliche und stärken so ihre Teilhabe am Projekt. Erdoğan Karayel, Karikaturist und Herausgeber der Zeitschrift Don Quichotte ist künstlerischer Leiter des Projektes. Er führt nach der Methodik des informellen Lernens Zeichen-Workshops mit den beteiligten Jugendlichen durch.

    Globale Herausforderungen erfordern globale Ziele!

    Und die Ausstellung zeigt auch – das Thema beschäftigt Menschen rund um die Welt. Es wurden Bilder zu den 17 Zielen der Nachhaltigen Entwicklung der Vereinten Nationen ausgewählt, so unter anderem „Maßnahmen zum Klimaschutz“, „Nachhaltiger Konsum und Produktion“ und „Frieden und Gerechtigkeit“. Die Ziele traten 2016 unter dem Namen „Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ in Kraft.

    Der Karikaturenwettbewerb und die Wanderausstellung finden im Rahmen des Weltaktionsprogramms „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ statt. Zukunftsfähiges Handeln und Denken sollen hier gefördert werden. Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg betreut dabei das Förderprogramm „Beispielhafte Projekte für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung“.

    27 Karikaturen werden vom 30. Oktober bis 11. Dezember im Zukunftsraum (Rintheimer Straße 46) zu sehen sein. Die Ausstellung ist zu den regulären Öffnungszeiten (Dienstag 14-18 Uhr & Donnerstag 9-18 Uhr) sowie zusätzlich an den Sonntagen 11. und 25. November 15 -18 Uhr kostenfrei zugänglich. Am 30. Oktober um 15 Uhr wir die Ausstellung im Rahmen einer Vernissage eröffnet. Ihr seid herzlich eingeladen!

    Kommt vorbei und macht euch ein Bild von der Situation auf unserer Erde!

    Mehr Informationen zum Jugendprojekt „Der Planet ruft SOS“ findet ihr hier.

  92. Entdeckungstour in der Oststadt – Nachhaltigkeit inklusive!

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    Stadtführungen findest du meistens zäh und trocken? Jahreszahlen kannst du dir nicht gut merken? Musst du bei uns auch nicht! Bei dieser Tour rund um Nachhaltigkeit in Karlsruhe zeigt sich das Format Stadtführung mal von einer erfrischend anderen Seite– klingt gut und gibt’s noch dazu in der Oststadt.

    Das Programm haben einige Studierende des Begleitstudiums Nachhaltige Entwicklung am KIT letztes Jahr entwickelt. Unter dem Titel „Nachhaltigkeitsspaziergang“ erklären sie die Highlights der Oststadt mit Fokus auf Grünanlagen, Transformationsprozesse und das Quartier als Teil der nachhaltigen Großstadt Karlsruhe.

    Was erwartet mich dabei?

    Besondere Orte und verschiedenste Nachhaltigkeitskategorien werden vorgestellt. Einige davon kennst du vielleicht, einige noch nicht. Sehen und lernen kann man beim Spaziergang viel! Warst du schon mal in der Containerlandschaft des Perfekt Futur? Weißt du, wie die Grüne Lunge Karlsruhes funktioniert? Wie viele Bienen leben in einem Baumstamm? Was ist das Karlsruher Modell? Unterschiedlichste und teilweise brandaktuelle Themen wie Mobilität, Entrepreneurship, Naturschutz, Gesundheit und friedliches Zusammenleben in unserer Stadt werden an den Stationen besprochen.

    Welche Orte spielen eine Rolle?

    Tatsächlich haben die Studierenden über 100 Spots in Karlsruhe gefunden, die im positiven oder negativen Sinne mit Nachhaltigkeit in Berührung stehen. Manche sprechen gleich mehrere Nachhaltigkeitsziele an. Der Fokus liegt auf der Oststadt, mittendrin in unserem Reallabor. Denn hier treffen alle möglichen Aspekte für ein nachhaltigeres Leben aufeinander. Die interessantesten dieser Orte wurden zu dieser etwas anderen Stadtführung zusammengefügt. Zwischen Zukunftsraum und Otto-Dullenkopf-Park stoppt man dabei etwa auf dem Schlafhofareal, bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe und am Gerwigplatz. Dabei ergeben sich auch immer mal wieder spontane Stops, an denen jeder seine eigenen Erfahrungen einbringen kann. Übrigens ist eine der Stationen auf dem Rundgang auch unser Zukunftsraum – die perfekte Gelegenheit also, mal bei uns reinzuschauen!

    Die Oststadt mal aus einer anderen Perspektive kennenlernen

    Der Spaziergang hat seit seiner Konzeption schon ein paar Mal stattgefunden und ist längst aus den Kinderschuhen rausgewachsen. Man kann ihn entweder beim Veranstalter stattreisen e.V. im Sonderprogramm (nächster Termin: Frühjahr 2019) als Gruppe oder Einzelperson buchen oder (wenn es schneller gehen soll) direkt bei Quartier Zukunft anfragen. Diese besondere Oststadt-Führung ist auch toll für Schulklassen der Mittel- oder Oberstufe geeignet. Annie und Nicolas waren schon bei der Planung des Spaziergangs dabei und führen ihn noch heute. Die beiden Nachhaltigkeitsexperten wohnen selbst in der Oststadt und können bei jedem Rundgang aktuell berichten, was in Bezug auf Nachhaltigkeit im Viertel so läuft.

     Was hat das Quartier Zukunft damit zu tun?

    Der Rundgang entstand in einem Seminar des Begleitstudium Nachhaltige Entwicklung am Zentrum für angewandte Kulturwissenschaften (ZAK), welches vergangenen Sommer wöchentlich bei uns im Zukunftsraum tagte und hat es kurz darauf in das Programm von stattreisen e.V. geschafft. Hast du Lust, teilzunehmen? Dann melde dich gerne hier an. Wenn du Fragen zum Spaziergang hast, melde dich bei uns – wir leiten diese direkt an unsere Experten weiter.

    Neugierig geworden? Wir freuen uns auf dich!

     

  93. Lasst uns über Energie sprechen!

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    Wir haben Nachwuchs! Im Sommer 2018 startet ein neues Projekt, das uns die nächsten Jahre begleiten wird. In diesem Blogartikel erfahrt ihr worum es geht, was euch erwartet und wie ihr eure Ideen einbringen könnt!

    Speichertechnologien, regenerative Energien und gekoppelte Energienetze – in Zukunft wird die Welt der Energiesysteme sehr viel komplexer werden. Der Strom in der Steckdose kommt nicht mehr zwingend aus einem Kraftwerk. Werden wir in Zukunft alle zu sogenannten Prosumern, die Strom selbst produzieren und in Smart Homes leben?

    Die Energiewende wird kommen, aber die geplanten Veränderungen werfen so einige Fragen auf. Ein so ambitioniertes und großes Projekt kann nicht ohne Verständnis und Einbeziehung der Bevölkerung klappen. Alle müssen Bescheid wissen, damit wir gemeinsam an einem Strang ziehen können. Genau deswegen soll mit Beteiligung des Quartier Zukunft ein Wissensdialog über die Energiewende starten.

    Dank der Erfahrungen, die wir im Laufe der Jahre in den Reallaboren Quartier Zukunft und Reallabor 131 gesammelt haben, konnten wir dieses neue Projekt gewinnen!

    Herzlich Willkommen „Energietransformation im Dialog“.

    Dieses neue Projekt (kurz „Energiedialog“ genannt) wird zunächst zu einem Teil von Quartier Zukunft und später eine Säule des in den nächsten Jahren entstehenden „Karlsruher Transformationszentrums für nachhaltige Zukünfte“ (kurz KAT) werden, über das wir hier bereits berichtet haben. 30 Monate „Energiedialog“ sind uns sicher. Nach 2 Jahren wird der Erfolg des Projekts untersucht und der Zeitraum – hoffentlich – auf 4 Jahre verlängert.

    Die Ziele, die das Projekt verfolgt sind klar: Wir möchten den Umbau des deutschen Energiesystems der Öffentlichkeit auf neue Weise zugänglich machen und gleichzeitig neue Wege des Mitmachens erschließen. Dafür werden wir den Dialog organisieren, Informationen aufbereiten und bereitstellen und unterschiedliche Akteure zusammenbringen.

    Soweit so gut, aber wie sieht das dann konkret aus?

    Es ist zwar noch nicht alles in Stein gemeißelt, aber ihr dürft euch schon mal auf zahlreiche Info- und Erklärvideos, eine Tour zu nachhaltiger Energie, eine Hand voll Szenario-Workshops, einige transdisziplinäre und transformative Projektseminare, Realexperimente und ein BürgerForum zum Thema nachhaltige Energien freuen. Wichtig ist, dass die Kommunikation keine Einbahnstraße wird. Wir wollen Wissen vermitteln, aber genauso Impulse von euch, von der Gesellschaft, zurück in die Forschung holen und dort fruchtbar machen. So könnte ein Workshop für Haushalte mit geringem Einkommen durchgeführt werden, in dem wir eure Erwartungen und Befürchtungen – bezogen auf die Energiewende – erfahren und Anregungen für Verbesserungen mit euch zusammen herausarbeiten.

    Verschiedene Formate – verschiedene Zielgruppen!

    Mit diesem Projekt weiten wir unsere Zielgruppe über die Grenzen der Oststadt auf ganz Karlsruhe und auch darüber hinaus aus. Es wird Formate geben, die im gesamten deutschsprachigen Raum genutzt werden können. Dennoch wird es auch weiterhin Aktivitäten und Veranstaltungen in Karlsruhe und in der Oststadt geben.

    So divers wie die Formate sind, so divers ist auch die Zielgruppe. Verschiedene Unterprojekte können sowohl die breite Öffentlichkeit als auch spezifische Akteursgruppen wie zum Beispiel Vertreterinnen und Vertreter der Energiewirtschaft oder Industrie adressieren oder Akteure aus der Zivilgesellschaft, Verbraucherverbänden, aber auch Lehrerinnen und Lehrer, Energieberaterinnen und Berater, Studierende, so genannten Early Adopters und, und, und.

    Bleibt das Quartier Zukunft und der Zukunftsraum?

    Heißt das, wir haben uns umorientiert und sind jetzt nicht mehr im Quartier zu finden? Nein, keine Sorge. Wie oben beschrieben – das Projekt Energiedialog wird seinen Platz im Rahmen des Quartier Zukunft finden und soll ab 2020 eine Säule des neu entstehenden KAT bilden. So wird es uns noch mehr Gelegenheit bieten, mit euch, den Bürgerinnen und Bürgern der Oststadt gemeinsam eine nachhaltige Entwicklung und die Energiewende voranzutreiben. Auch der Zukunftsraum wird bleiben und wie gewohnt für Gruppentreffen, Veranstaltungen und Austausch zur Verfügung stehen.

    Wann geht’s los?

    Die Planungen und Vorbereitungen für die vielen Formate beginnen gerade. Im kommenden Jahr 2019 wird einiges davon durchgeführt werden. Bis dahin braucht ihr noch ein bisschen Geduld, aber wir halten euch auf dem Laufenden!

    Bring dich ein!

    Hast du selbst noch eine Idee für ein Projekt oder ein Format, das nicht fehlen darf? Egal ob Einzelperson oder Gruppe, bring dich ein und gestalte mit uns den Energiedialog! Bei Interesse schreib an volker.stelzer@kit.edu.

    Wir freuen uns schon, wenn der Funke überspringt :).

     

  94. Das 1×1 des nachhaltigen Reisens

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    Der Sommer kommt mit großen Schritten näher und die Urlaubsplanung steht an. Ein Wochenende lang London besichtigen, im Kurzurlaub auf Mallorca die Sonne genießen oder doch gleich mit der Familie zwei Wochen nach Sydney? Oder gibt es nachhaltigere Alternativen?

    Ob nah, ob fern – aktiv oder entspannt – Strand, Berge oder Partymeile, unsere Möglichkeiten heutzutage sind schier grenzenlos. Wir können innerhalb kürzester Zeit ans andere Ende der Welt fliegen und durch Billigfluganbieter wird das auch immer erschwinglicher. Toll, oder?

    Leider haben der Tourismus und die grenzenlose Mobilität auch ihre Schattenseiten. Emissionen, Umweltverschmutzung, Armut und Ressourcenkonflikte – allein der Flugverkehr ist mit bis zu 10% am menschengemachten Klimawandel beteiligt, unberührte Alpenlandschaft weicht dem Massentourismus und Kreuzfahrtschiffe hinterlassen große Mengen an Schadstoffen in die Ozeane. Wie können wir es besser machen? Was zeichnet ein bewusstes, umweltfreundliches Reisen aus? In den nächsten Abschnitten findet ihr die wichtigsten Tipps, quasi das 1×1 des nachhaltigen Reisens!

    Auf dem Boden bleiben

    Die größten Emissionen entstehen bei der An- und Abreise. Sobald man beim Verkehr auf dem Boden bleibt, muss man nur etwa ¼ der Treibhausgasemissionen auf die eigene Kappe nehmen. Klar, je weiter die zu überwindende Distanz, desto schwerer wird es aufs Flugzeug zu verzichten, aber gerade bei näheren Reisezielen in Europa ist es meist kein Problem mit Auto oder noch besser Bus und Bahn anzureisen. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Kreuzfahrtschiffe – auch wenn sie nicht fliegen können, sind ihre Auswirkungen auf die Umwelt enorm.

    Auch nach der Anreise sind öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad die Transportmittel der Wahl. Auf der Busfahrt mit den regionalen Linien lernt man das Land und das tägliche Leben der Einheimischen auch gleich viel besser kennen.

     „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah“
    nach Johann Wolfgang von Goethe

    Gebirge, Wälder, Seen, Meer, Festungen, Schlösser und wunderschöne Altstädte – Deutschland und Europa haben so viel mehr zu bieten als wir oft denken. Zu oft kennen wir unser eigenes Land und unsere Nachbarländer weniger als weit entfernte Reiseziele. Da läuft doch etwas schief. Wie wäre es mit einem Natururlaub in Thüringen? Wandern und Mountainbiken in wunderschönen Wäldern, Schwimmen in einem von Bergen umgebenen See und ein Besuch in der zauberhaften Tropfsteinhöhle in Saalfeld. Auch eines von Deutschlands schönsten Naturwundern, das Elbsandsteingebirge, bekommt noch viel zu wenig Beachtung. Noch mehr Ideen für unterschätzte Reiseziele in Deutschland gibt es hier.

    Wenn es dann doch mal weiter weg geht, sollten Entfernung und Reisedauer zusammenpassen. Der Flug auf einen anderen Kontinent soll sich schließlich auch lohnen. Die Amerikareise darf dann gerne mal einige Wochen bis Monate lang sein und voll ausgekostet werden.

    Respektvoll in der Natur

    Bei der Wahl der Aktivitäten im Urlaubsland heißt es dann Angebote kritisch zu hinterfragen. Müssen es wirklich Fun- Sportarten in empfindlichen Landschaften sein? Passt das Angebot zu den klimatischen und landschaftlichen Bedingungen? Zur Kultur des jeweiligen Landes? Golf spielen in der Wüste und Jetski fahren durch Mangrovenwälder sind sicher keine gute Idee.

    Dass man als Tourist wie in der Heimat keinen Müll in der Natur hinterlassen sollte, versteht sich von selbst. Wenn du noch einen Schritt weiter gehen möchtest, besorg dir einen Campingwasserfilter. In vielen Ländern kann man das Wasser nicht wie in Deutschland aus der Leitung trinken, da ist der Filter die Lösung, um nicht auf Plastikflaschen zurückgreifen zu müssen.

    Wasser ist knapp?

    Als Tourist kommt man zudem leicht in Ressourcenkonflikte mit Einheimischen. Gerade dort, wo sie sowieso schon rar sind, können Einheimische unter dem Verbrauch von beispielsweise Süßwasser durch den mächtigeren Tourismus leiden. Langes Duschen und jeden Tag Handtücher und Bettwäsche waschen lassen sind dann nicht angebracht. Auch beim Thema Wohnraum stoßen die Interessen von Tourismus und Bevölkerung aneinander. Durch Vermittlung von Ferienapartments über Online-Plattformen können Vermieter potentiell mehr verdienen als durch eine dauerhafte Vermietung, was in manchen Gegenden Mieter verdrängt und bezahlbare Wohnungen zur Mangelware werden lässtAber nicht alles ist negativ, der Tourismus kann dem Gastgeberland einige Vorteile bringen und eine wichtige Einkommenquelle für die lokale Bevölkerung sein wenn wir den Nachteilen entgegensteuern.  Wie schaffen wir es nun, dass die Einheimischen von unserem Besuch profitieren und wir gleichzeitig einen wunderschönen Urlaub mit tollen Erlebnissen verbringen?

    Lokale Angebote statt All- inclusive

    Alles im Rundum-Sorglos-Paket zu buchen ist einfach, aber langweilig und oft profitieren davon nur große Anbieter statt der lokalen Bevölkerung. Mit Labeln wird versucht, ökologisch und fair handelnde Unterkünfte und Angebote auszuzeichnen und die Entscheidung für bewusst reisende Kunden einfacher zu machen. Statt also im nächstbesten Hotelriesen zu schlafen, halte Ausschau nach privaten Hotels und Herbergen, die entsprechend ausgezeichnet wurden. Oft steckt in den kleineren Unterkünften auch viel mehr Landestypisches und man kann sich von den Besitzern gleich die Insidertipps fürs Abendessen geben lassen. Apropos Essen: Probiere dich durch das landes- bzw. regionstypische Essen, genieße das Essen in kleinen Restaurants vor Ort und ernähre dich regional.

    Wie so oft gibt es natürlich auch hier Ausnahmen und schwarze Schafe. Nicht alles Landestypische ist empfehlenswert und nutzt der Bevölkerung und der Natur. So sollte das Urlaubsvergnügen beispielsweise nicht auf dem Rücken von Elefanten stattfinden. Um die gutmütigen Dickhäuter dennoch kennenzulernen, kann man in einem Schutzzentrum Zeit mit ihnen verbringen.

    Du willst mehr wissen?

    Puh…Das waren jetzt doch so einige Punkte, die man beachten sollte. Glücklicherweise bringt uns in vielen Fällen eine kritische Betrachtung der Angebote schon um einiges weiter. Falls du immer noch nicht genug hast oder dein Wissen an der ein oder anderen Stelle vertiefen möchtest, schau mal bei fairunterwegs.org vorbei. Die Plattform bringt ein bisschen Licht in den Dschungel aus Anbietern und Informationen.

    Falls dich vor allem das Thema Mobilität interessiert und du dich sowohl im Alltag als auch im Urlaub nachhaltiger fortbewegen möchtest, schau mal in die Broschüre „Nachhaltig bewegen und reisen“ der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg. Sie kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

    Wenn du Lust bekommen hast, erstmal deine Heimatstadt besser kennenzulernen, können wir auch das Angebot von stattreisen empfehlen. Auch in Karlsruhe gibt es eine Gruppe mit einem vielfältigen Angebot.

    Wohin auch immer deine nächste Reise gehen wird, wir wünschen dir auf jeden Fall viel Spaß und tolle Erlebnisse!

  95. Einladung zu unserem Sommerfest – Sommer, Sonne & Karlsruher Hitze!

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    Der Sommer ist in Karlsruhe angekommen und wir wollen diese schöne warme Zeit gemeinsam mit euch hochleben lassen. Im Juni wollen wir auf die vielen tollen Momente im Quartier zurückblicken, uns auf alles, was in diesem Jahr noch passieren wird freuen und den Sommer begrüßen. Was passt da besser als ein entspanntes Sommerfest mit Grill und allem, was dazu gehört? Kommt dazu und wir haben allen Grund zum Feiern! 

    Deswegen laden wir euch alle am 21. Juni ab 18:30 Uhr zum Sommerfest vor den Zukunftsraum ein. Es wird geschlemmt, beisammen gesessen,geplaudert und gespielt. Es bietet eine schöne Gelengenheit wieder einmal zusammen zu kommen, die Gemeinschaft zu stärken und gemeinsam dem Alltagstress ein Schnippchen zu schlagen.

    Ganz im Sinne eines entspannten Grillfestes, soll es auch hier ganz einfach & unkompliziert zugehen: Jede/r bringt was er/sie essen und trinken möchte und noch etwas für alle. Denn wir teilen so gerne! Salate, Brot, Nachtisch, oder was auch immer dir Tolles einfällt.

    Bei Schlechtwetter wird im Zukunftsraum gefeiert.

    Grill, Teller und Besteck, Sitzgelegenheiten, Musik und die Tischtennisplatte stehen für euch bereit! Auch für Wasser und selbstgemachte Limonade ist gesorgt.

    Feiert mit uns, wir freuen uns auf euch und eure Lieben!

     

    Poster Sommerfest als pdf

     

     

     

  96. Spielend Nachhaltigkeit verstehen

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    Nachhaltigkeit – kaum ein Begriff unserer Zeit klingt so simpel und ist doch so komplex. Definitionen werden gehört und in Sekundenschnelle wieder vergessen. Zudem können sie oft kaum ein Gefühl für das Thema geben. Wie kann dieses komplexe Zusammenspiel der unterschiedlichen Bereiche und die teilweise nur langfristig spürbaren Auswirkungen der (eigenen) Entscheidungen erfahrbar gemacht werden? Etwas anderes muss her und Nachhaltigkeit mit Spaß aktiv vermitteln – klingt ganz nach einem Spiel, oder? Jeder von uns hat es bereits am eigenen Leib (oder Gedächtnis) erfahren – was spannend ist, Neugierde weckt und selbst erlebt wurde, kann man sich einfach besser merken.

    Wer unsere Aktivitäten schon länger verfolgt, hat bemerkt, dass diese Idee nicht neu ist. Im Frühling 2017 fand der erste Nachhaltigkeitsspieleabend im Zukunftsraum statt. Das Format ist inzwischen etabliert – aktuell findet etwa alle 3 Monate ein Spielabend zu unterschiedlichen Nachhaltigkeitsthemen statt. Zeit sich dem nächsten Schritt zu widmen: ein selbst entwickeltes Spiel!

    Seit einiger Zeit tüfteln wir nun fleißig an einem Brettspiel für Spielfans ab etwa 12 Jahren. Wenn die Entwicklung abgeschlossen ist, wollen wir das Spiel an Schulen anbieten, aber auch Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den Zukunftsraum einladen und mit ihnen das Spiel spielen. So wollen wir das Zusammenspiel einzelner Entscheidungen für oder gegen nachhaltiges Handeln spielerisch erfahrbar machen.

    Foto: Nils Gensert

    Worum gehts? Nun aber direkt ins Spiel!

    Stell dir dieses Szenario vor: Die Zeit in der CO2 nur ein Gas war, das half das Klima zu regulieren, liegt lange zurück. Seit der Industrialisierung und mit wachsender Weltbevölkerung wird es zunehmend zum Problem. Jede individuelle Entscheidung hat einen Einfluss auf das Klima – und jeder entscheidet nach seinen ganz eigenen Interessen, Bedürfnissen und Wünschen.

    Die Spielerinnen und Spieler leben in einer globalen Welt in der jeder gleich ist, unabhängig von Geschlecht, Nationalität, Alter, usw. Auch ist kein bestimmtes Klima oder eine bestimmte Umgebung mit entsprechenden Ressourcen vorgegeben. Unterschiede zwischen den Menschen hinsichtlich ihrer Persönlichkeit gibt es aber, wie auch im echten Leben.Die Spielerinnen und Spieler schlüpfen daher in Persönlichkeitsrollen und bekommen eine Mission, die sie im Spielverlauf verfolgen müssen. Die Rollen reichen vom Konservativen über den Geldgierigen und den trendigen Poser bis zum umweltbewussten Hipster. Diese unterschiedlichen Charaktere machen sich dann gemeinsam auf den Weg gegen die steigenden CO2 Emissionen anzukämpfen. Sie erleben dabei verschiedene Herausforderungen, Alltagssituationen und unerwarteten Ereignisse, sowohl auf globaler als auch auf lokaler Ebene.

    Runde um Runde auf dem Weg zum stabilen Klima

    Jede Runde kommen neue Entscheidungen auf die Spielerinnen und Spieler zu, manche haben starke, direkte Folgen, mache Folgen sind erst nach einiger Zeit spürbar. Die Entscheidungen beeinflussen sowohl die Handlungsfähigkeit einzelner als auch das Klima des Planeten, den sich alle Mitspielenden teilen. Mit zunehmender Dringlichkeit und Spürbarkeit des Problems, kann sich auch die Einstellung der Persönlichkeiten im Spielverlauf wandeln.

    Das gemeinsame Ziel der Spielerinnen und Spieler ist es den CO2 Gehalt in der Atmosphäre über eine bestimmte Dauer konstant zu halten. Alle haben zusätzlich noch ein eigenes Ziel – passend zu der Persönlichkeitsrolle – mit dem das Spiel gewonnen werden kann.

    Der erste Testlauf –  mit provisorischen Spielkarten und Fahrradschloss als CO2 Zähler

    Lust das Spiel zu testen?

    In den nächsten Wochen werden wir die ersten Testläufe starten und das Spiel dabei kontinierlich weiter verbessern. Hast du auch Lust den Prototyp unseres Spiels zu testen? Dann melde dich unter jasmina.pislevikj@kit.edu, wir teilen dir dann die nächsten möglichen Spieltermine mit! Zudem findet am 10. Juni von 15-17 Uhr unser Spielenachmittag für Groß und Klein  im Zukunftsraum statt, bei dem erstmals auch unser neu entwickeltes Spiel vertreten sein wird. Natürlich dürfen wie immer gerne noch eigene Spiele mitgebracht werden. Wir freuen uns auf euch!

     

  97. Das Reallabor Symposium in Karlsruhe – Rückblick & Ausblick der Reallabor-Forschung in BaWü

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    Am 27. April 2018 ist es soweit: Die Baden-Württembergischen Reallabore (BaWü-Labs), gefördert vom Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg sind in Karlsruhe zu Gast um ihre Ergebnisse zu präsentieren, Erfahrungen zu diskutieren und das Format Reallabor für die Zukunft weiterzuentwickeln. Organisiert wird das Symposium vom Wissenschaftsministerium, wir unterstützten dabei als Kooperationspartner vor Ort. Alle sind herzlich dazu eingeladen am Symposium im Bürgerzentrum der Karlsruher Südstadt (Südwerk) kostenlos teilzunehmen, sich über das Erreichte der letzten 3 Jahre zu informieren und mit den Forschenden aus Wissenschaft und Praxis ins Gespräch zu kommen.

    Die Reallaborforschung hat die Besonderheit, dass sie die Kooperationen der Wissenschaft mit Bürgerinnen und Bürgern, Unternehmen und der Politik überdurchschnittlich stark in den Mittelpunkt rückt. Diese Akteure treiben dann gemeinsam mit dem Reallabor eine nachhaltige Entwicklung in verschiedenen Themenfeldern voran. Auf dem Symposium könnt ihr euch unter anderem zu den Themen nachhaltige Mobilität, Stadtforschung und Urbanität, Energieeffizienz und Mehrfachnutzung von Gebäuden, Energiewende, Naturschutz, Bildung und Soziales, Migration und demographische Entwicklung informieren.

    Die Bandbreite der Formate reicht von informativen Vorträgen bis hin zu interaktiven und experimentelleren Angeboten. Bevor das Hauptprogramm im Südwerk beginnt, gibt es um halb elf einen Nachhaltigkeitsspaziergang in Karlsruhe (bitte bei der Anmeldung angeben, ob du teilnehmen willst).  In der Keynote des Tages geht Prof. Dr. Lucia Reisch (Zeppelin Universität) der Frage nach, inwiefern Reallabore einen „Motor der Weiterentwicklung einer nachhaltigkeitsbezogenen Transformationsforschung und –Praxis“ darstellen. Später kannst du dich auf der BaWü-Lab Messe mit den Forschenden direkt austauschen und deine Fragen loswerden. Natürlich werden auch wir dort vertreten sein.

    Nach weiteren fachlichen Inputs, kann sich jeder in der Fishbowl-Podiumsdiskussion selbst einbringen, wenn die Frage „Reallaborforschung: Wohin gehst Du?“ zwischen den Vertreterinnen und Vertretern der Reallabore, Praxisakteuren, Ministerin Theresia Bauer, Dr. Eugen Huthmacher (BMBF) und Prof. Armin Grunwald (ITAS) diskutiert wird. Ein festliches Buffet und ein kulturelles  Abendprogramm, unter anderem mit künstlerischem Bühnenprogramm und der Möglichkeit zu Tanzen, runden den Tag ab.

    Hier noch ein kurzer Überblick über den Zeitplan, das detaillierte Programm als PDF gibt’s hier.

     

    Dein Interesse ist geweckt? Melde dich gleich unter www.reallabore-bw.de an und wir sehen uns am 27. April!

     

  98. Weniger ist mehr – der Frühjahrsputz: Möglichkeit der Befreiung von Unnötigem

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    Es ist Frühling. Draußen beginnen die Knospen zu sprießen, die Natur erwacht wieder. Nicht ohne Grund wird dieser Schwung des Wandels von so vielen Menschen genutzt, um auch der Wohnung neuen Charme einzuhauchen. Lasst uns den Frühjahrsputz nutzen, um Ungeliebtes auszusortieren und wieder Raum in den eigenen vier Wänden zu gewinnen. Liegen bei dir auch zu viele Dinge ungenutzt herum und nehmen den sowieso schon knappen Platz weg?

    Aus den ungenutzten Dingen resultiert oft ein Platzproblem, zudem schlummern die Ressourcen und der hineingesteckte Energieaufwand einfach im Regal. Da diese Ressourcen bereits verbraucht wurden um das Produkt zu erzeugen, ist es umso wichtiger darauf zu achten was nach dem Aussortieren mit den Dingen geschieht. Häufig landen sie im Müll, beim Sperrmüll oder werden in den nächstbesten Altkleidercontainer geworfen. Das geht besser! Was jemand doppelt besitzt oder schlicht nicht nutzt, benötigt jemand anderes möglicherweise gerade umso mehr. Der mit neuen Anschaffungen verbundene Energie- und Ressourcenverbrauch kann durch einen Tausch einfach vermieden werden. Allein die Herstellung einer Zeitung verbraucht fast so viel Energie wie eine Person am Tag im Haushalt.

    Aussortiert… und jetzt?

    Aber wie schaffen wir es nun, dass all die ungenutzten Staubfänger wieder neue glückliche Besitzerinnen und Besitzer finden? Einige Alternativen möchten wir euch in den nächsten Abschnitten vorstellen. Mit ihnen könnt ihr mit wenig Aufwand Dinge nachhaltiger loswerden und dabei anderen eine Freude machen.

    Mach dir zunächst Gedanken, ob du die Dinge verkaufen oder verschenken möchtest. Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass man auf den Verkauf selbst bei kleinsten Preisen oft lange wartet, wohingegen die meisten Dinge beim Verschenken sofort Abnehmer finden. Verschenken kann man gut auf Plattformen (z.B ebay Kleinanzeigen, quoka) oder auf Social Media (z.B Facebookgruppen). Diese Möglichkeiten eignen sich besonders, wenn es sich nur um wenige oder sperrige Teile handelt. Bei mehreren Dingen lohnt sich auch der Weg in den nächsten Second Hand Shop. Hier sind Sachspenden immer gern gesehen. In Karlsruhe gibt es zum Beispiel die Second Hand Läden der Diakonie oder den Oxfam Shop.

    Der Kleiderschrank quillt über

    Ein großer Punkt auf der Liste von allen Aussortierenden: der Kleiderschrank. Nicht selten haben wir einen ganzen Schrank voll „Nichts zum Anziehen“. Wir nutzen ja doch meist immer dieselben Lieblingsteile. Wenn du mit den selten getragenen Dingen nicht nur anderen eine Freude machen, sondern auch selbst in entspannter Atmosphäre neue Lieblingsteile entdecken möchtest, komm doch mal zu einer Kleidertauschparty. Bei uns im Zukunftsraum findet die nächste am 09. Juni von 15 bis 18 Uhr statt. Das dauert dir zu lange oder du hast an dem Tag keine Zeit? Organisiere einfach deine eigene Party und lade einige FreundInnen und Bekannte dazu ein. Wenn du die Teile verkaufen möchtest, bietet sich auch die Plattform Kleiderkreisel an.

    Wohin mit dem alten Sessel?

    Möbel sind auch so eine Sache für sich. Sie sind sperrig und nicht jeder hat ein Auto, auf das er spontan zurückgreifen kann. Schon deswegen hat sich die Weitergabe über Facebookgruppen oder ebay Kleinanzeigen bewährt. Meist werden die Möbelstücke innerhalb weniger Tage abgeholt. Und was ist schöner als es den glücklichen neuen Besitzern selbst zu überreichen? Auch das Möbellager der Ar­beits­för­de­rungs­be­triebe kommt im Karlsruher Stadtgebiet nach Absprache kostenlos vorbei und holt Spenden ab. Falls die Teile dann wirklich gar niemand mehr möchte, kann man einmal im Jahr kostenfrei einen Sperrmülltermin vereinbaren. Falls man sich an Möbelstücken einfach nur sattgesehen hat oder sie nicht in das neue Farbkonzept hineinpassen, ist auch der Gedanke an eine Umgestaltung bzw. Upcycling nicht verkehrt. Inspiration dafür findet man zum Beispiel hier.

    Bücher, Bücher, Bücher…

    Bücher schaffen oft eine wohnliche Atmosphäre. Wenn man zu viele hat sieht das Bücherregal aber schnell vollgestopft aus. Zudem werden die meisten Bücher nicht mehr als einmal gelesen. Vielleicht liegen auch noch Bücher im Schrank, die man mal geschenkt bekommen, aber noch nie angeschaut hat. Zum Glück gibt es auch hier Abhilfe. Neben den schon angesprochenen Second Hand Läden kann man gerade bei aktuellen, gut erhaltenen Büchern auch Büchereien ansprechen und fragen, ob Bedarf besteht. Zudem gibt es an vielen öffentlichen Plätzen Bücherschränke in die man die Bücher einfach reinstellen kann. Seit letztem Jahr gibt es auch einen Bücherschrank ganz in der Nähe unseres Zukunftsraums neben dem Gerwigbrunnen in der Humboldtstraße Ecke Gerwigstraße. Eine Standortliste aller öffentlichen Bücherschränke in Karlsruhe befindet ihr hier.

    Im Vorratsschrank ist kein Platz mehr

    Auch der Vorratsschrank ist häufig ein Platz mit „zu viel des Guten“. Gerade das, was sich lange hält, hält sich dann auch oft lange am gleichen Ort und wird vergessen. Hier hat es sich bewährt die Dinge, die schon länger hinten stehen  aktiv zu verwerten und die Gerichte daran anzupassen. Rezepte findet man dafür zum Beispiel hier. Wenn etwas doch nicht ganz euer Fall ist, könnt ihr Freunde oder Kolleginnen oder Kollegen fragen oder die Sachen auf der Plattform foodsharing.de oder in entsprechenden Facebook Gruppen weitergeben.

    Wir hoffen, ihr habt nun ein paar neue Anregungen und Motivation zum Ausmisten bekommen! Und nachdem alles durchsortiert und einiges verschenkt/verkauft/getauscht wurde tut natürlich auch der Wohnung eine Komplettreinigung mal wieder richtig gut.Putz- und Waschmittel sind allerdings meist die größten Chemiekeulen im Haushalt und der Umwelt und der eigenen Gesundheit so gar nicht zuträglich – auch hier geht es nachhaltiger. Tolle Alternativen zum Selbermachen und für wenig Geld findest du online, etwa unter smarticular.net.

     

  99. Brauchen wir noch Vorbilder? – Was bewirkt Kleidertausch, Reparaturcafé & Co eigentlich?

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    Seit ungefähr eineinhalb Jahren finden im Rahmen des KonsumCafés verschiedene Veranstaltungen im Zukunftsraum statt. Das neue Jahr ist ein guter Zeitpunkt um ein erstes Zwischenresümee zu ziehen. Haben die Veranstaltungen eine nachhaltige Wirkung? Wie motivierend wirken die Veranstaltungen? Und werden wir wirklich dazu motiviert uns mit unserem Konsum auseinanderzusetzen?

    Ein Beitrag von Valentin Erlenbach

    Im Rahmen des Konsumcafés veranstaltet das Quartier Zukunft verschiedene Formate, wie beispielsweise die regelmäßig stattfindenden „Kleidertausch-Partys“, die jährliche „Pflanzentauschbörse“, oder auch Vorträge zu verschiedenen Konsumthemen. Im Zuge eines forschungsorientierten Projektes an der PH Karlsruhe habe ich mich mit dem Einfluss der Veranstaltungen auf das Konsumverhalten und das Umweltbewusstsein der TeilnehmerInnen beschäftigt. Besonders reizvoll dabei war, dass die Angebote des Konsumcafés das Handeln in den Vordergrund stellen.

    Warum ist gerade das interessant? Vom Wissen zum Handeln

    Um das am besten erklären zu können, hier eine kleine Aufgabe: Versuche folgende Aussagen für dich selbst mit „JA oder NEIN“ zu beantworten.

    Lebensmittel regional und bio einkaufen ist umweltschonend 

    Ich kaufe Lebensmittel ausschließlich regional und bio ein.

    Rauchen ist gesundheitsgefährdend

    Ich rauche nie bzw. habe nie geraucht.


    Die wenigsten werden alle Aussagen mit „JA“ beantwortet haben. Meist stimmt man der ersten Aussage zu. Es geht um das Wissen. Wenn wir allerdings versuchen die zweite Aussage für uns zu beantworten, stimmt diese oft nicht mit der Antwort der ersten Aussage überein. Man könnte jetzt argumentieren, dass das Handeln, welches in der jeweils zweiten Aussage behandelt wird, durch andere Faktoren wie beispielsweise Kosten (Bio-Lebensmittel) oder die Verfügbarkeit beeinflusst wird und hätte damit natürlich auch recht. Jedoch ist der Hauptfaktor, der das Handeln beeinflusst, meistens die Bequemlichkeit beziehungsweise die Gewohnheit etwas auf eine bestimmte Art und Weise zu tun.

    Das heißt, wir wissen oft, dass etwas gut oder schlecht für uns (oder die Umwelt) ist, handeln aber trotzdem gegensätzlich. Diese Kluft zwischen Wissen und Handeln ist ein großes Thema im Bereich der Nachhaltigkeitsforschung und stellt viele vor die Frage: Wie können Menschen erreicht werden, damit sich nicht nur das Wissen, sondern auch das Handeln ändert? Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und ändert, einmal an ein Handlungsmuster gewohnt, nur sehr ungern dieses Verhalten. Um unser Handeln wirklich ändern zu können, müssen wir es auch wirklich wollen. Und dazu brauchen wir einen Anreiz, der uns motiviert.

    Was hat das mit dem Konsumcafé zu tun?

    Nehmen wir das Beispiel Kleidertausch. Bei den Kleidertausch-Partys haben die BesucherInnen die Möglichkeit, zwischen all der Kleidung auch interessante Informationen über die Herstellung der Textilien zu erfahren, wobei aber die Jagd nach weiteren Schnäppchen und einem Schwatz bei Kaffee und Kuchen bei vielen im Vordergrund steht. Und das ist gut so! Denn gemeinsames Handeln und Spaß haben motiviert und kann dazu beitragen neue Verhaltensmuster auszuprägen.


    Das Quartier Zukunft versucht durch die Angebote des Konsumcafés nicht nur einen bewussteren Umgang mit Konsumgütern zu fördern, sondern auch an Kulturtechniken wie Tausch und Reparatur zu erinnern. Gerade Veranstaltungen wie die Kleidertausch-Partys oder auch das thematisch ähnlich ausgerichtete Reparaturcafé des Reparaturcafé Karlsruhe e.V., leben die Tausch- und Reparaturkultur in einem ansprechenden Rahmen vor und laden nebenbei zu sozialen Austausch ein.

    In meinem Projekt habe ich untersucht, inwieweit die Veranstaltungen wirklich zu einer Verhaltensänderung der BesucherInnen beitragen. Mit Hilfe einer Online-Umfrage – wurde der Einfluss der Konsumcafé Angebote, auf die Motivation umweltschonend und sozial gerecht zu Handeln und das Konsumverhalten zu ändern untersucht.

    Was kam heraus? Erste Ergebnisse:

    Fast alle, die an einer Veranstaltung des Konsumcafés teilgenommen haben, fühlten sich durch die Angebote motiviert nachhaltiger und bewusster zu konsumieren, sowie das Prinzip SecondHand, Tauschen und Reparieren auch in anderen Lebensbereichen anzuwenden. Außerdem stieg mit zunehmender Teilnahme an Kleidertauschpartys, die Bereitschaft, Kleidung selbst SecondHand weiterzugeben.

    Wie beeinflussen die Veranstaltungen (VA) unser Handeln in Bezug auf die Weitergabe von Kleidung. Vergleich von Umfrageteilnehmenden mit I: Keinen VA; II: Wenigen VA; III: Vielen VA

    Die Umfrage zeigte auch, dass sich die meisten über die Folgen ihres Konsums bewusst sind und vor allem ein umweltschonender, aber auch sozial gerechter Konsum angestrebt wird. Allerdings wird das Bewusstsein für den Einfluss des eigenen Konsums auf andere Faktoren (wie etwa Natur und Umwelt) nach Aussage der Teilnehmenden nur gering erweitert. Die Motivation sich intensiver mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen wurde durch die Teilnahme ebenfalls nur gering gestärkt. Wo wir wieder beim Konflikt von Wissen vs. Handeln wären.

    Einschätzung des eigenen Konsumverhaltens der Umfrageteilnehmer mit unterschiedlicher Anzahl an Veranstaltungsbesuchen (VA= Veranstaltungen des Konsumcafés). Einfluss des Konsums auf I: Natur und Umwelt; II: Menschen, die direkt an der Produktherstellung in Entwicklungsländern beteiligt sind; III: Andere Verbraucher in Deutschland. Bewertungsskala von 1=stimme gar nicht zu; 5=stimme voll zu.

    Heißt das, Wissen ist für nachhaltiges Handeln gar nicht notwendig?

    Doch ist es. Zwar können wir ausschließlich bio und regional einkaufen, nur SecondHand Kleidung tragen und auch sonst so wenig Einfluss auf unsere Mitwelt haben wie möglich, ohne diese Einstellungen zu hinterfragen. Wirklich sinnvoll nachhaltig zu handeln bedeutet aber uns selbst zu reflektieren und uns unseren eigenen Einfluss bewusst zu machen, Wissen nicht nur anzuwenden, sondern auch zu übertragen und schließlich weitergeben zu können. Denn was bringt uns ein starres nachhaltiges Handeln, in einer Zeit in der sich alles ständig verändert und bestehende Systeme überdacht und transformiert werden sollen?

    Ein erfahrungsbasiertes Wissen, das nicht darauf aus ist irgendwelche Fakten über Umweltthemen auswendig zu lernen, sondern aus Erfahrungen Erkenntnisse zu gewinnen und diese auf andere Dinge zu übertragen, ist also genauso wichtig wie das Handeln an sich.

    Das Quartier Zukunft bietet mit dem Konsumcafé eine fruchtbare Plattform für Menschen, die sich mehr mit dem Thema „Nachhaltiger Konsum“ auseinandersetzen wollen. Das gemeinsame Handeln bzw. das „Vorgelebt bekommen“ motiviert selbst die Initiative zu ergreifen, Mitstreiter zu finden und sich dem Thema weiter anzunähern. Außerdem kann das Erleben des eigenen Einflusses, sowie der soziale Austausch dazu beitragen neue Verhaltensmuster zu bilden und erfahrungsbasiertes Wissen weiterzuentwickeln.

    Wenn du noch mehr zu den Ergebnissen und zum Thema „Nachhaltiger Konsum“ erfahren möchtest, dann komm doch am Donnerstag, 15. Februar um 18 Uhr in den Zukunftsraum (Rintheimer Straße 46, 76131 Karlsruhe). Dort stellt Valentin Erlenbach seine Ergebnisse vor und beantwortet gerne Fragen zu seinem Projekt. Außerdem wird im Anschluss der Film „The true cost. Der Preis der Mode“ gezeigt. Der Eintritt ist frei.

    Plakat Konsumcafé_15.02

     

    Lesetipps:

    Ich bin so „frei“ – warum Konsumgewohnheiten so schwer zu überwinden sind von Sarah Bloesy und Lukas Nalbach

    Wolfgang Ullrich: Alles nur Konsum. Kritik der Warenästhetischen Erziehung. Wagenbach, Berlin 2013

  100. Tolle Neuigkeiten: Das Reallabor wird ausgebaut!

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    Vom Wissen zum Handeln: Unter diesem Motto ist in den letzten Jahren in der Oststadt mit Unterstützung des Reallabors Quartier Zukunft und R131 viel passiert.

    Auch der Zukunftsraum hat sich inzwischen zu einem Fixpunkt in der Oststadt entwickelt. Leider sah es zunächst so aus, als ob unsere Förderung zum Jahresende hin ausliefe. Wie einige von euch wissen, haben wir daher Folgeanträge geschrieben und Ideen gesammelt bis uns die Köpfe rauchten. Ende 2017 hieß es dann fürs erste: aufatmen! Mit der Anschlussforderung des KIT-Präsidiums war das Fortbestehen des Projekts für 2018 seit September letzten Jahres zumindest in abgespeckter Form gesichert (wir berichteten in unserem Herbstnewsletter). Umso mehr freuen wir uns nun, weitere gute Nachrichten ankündigen zu können: das Ministerium für Wissenschaft und Kunst (MWK) des Landes Baden-Württemberg hat dem Reallabor für die nächsten zwei Jahre ebenfalls eine Anschlussfinanzierung zugesagt.

    Nun geht es darum, die Zukunft des Reallabors zu planen. Unser großer Wunsch ist es, das Projekt zu verstetigen, um auch in Zukunft ein verlässlicher, kontinuierlicher Ansprechpartner für die nachhaltige Entwicklung der Oststadt und auch ganz Karlsruhes zu sein. Daher wollen wir die nächsten zwei Jahre nutzen, um aufbauend auf das aktuelle Projekt das „Karlsruher Transformationszentrum für nachhaltige Zukünfte und Kulturwandel“ (kurz: KAT) entstehen zu lassen. Damit soll langfristig der Kulturwandel zu mehr Nachhaltigkeit und der damit verbundene technische, soziale und institutionelle Umbau unserer Gesellschaft unterstützt werden. Für uns ist das ein großer Meilenstein. Zudem ist es auch ein wichtiges Signal dafür, dass die Arbeit im Reallabor, gemeinsam mit und direkt in der Gesellschaft vor allem eines braucht: Zeit. „Sollen Reallabore ihr wissenschaftliches und transformatorisches Potenzial entfalten, kommt es essenziell darauf an, sie langfristig auszurichten und zu institutionalisieren. Diese Herausforderung möchten wir mit dem KAT nun angehen“, meint dazu auch Projektleiter Oliver Parodi.

    Im kommenden Jahr werden nun also die Arbeiten in der Oststadt weitergeführt während zeitgleich mit dem Aufbau des KAT begonnen wird. Mit der Entstehung des Transformationszentrums wollen wir unser Aufgabenspektrum ausbauen: Bildung, Beratung sowie transdisziplinäre Grundlagenforschung sollen das Portfolio des bestehenden Reallabors ergänzen. Erkenntnisse zum Thema „Reallabor“, die wir in den letzten Jahren gesammelt haben, können wir dabei nutzen und weiterentwickeln, um die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft noch enger zu verschränken. In diesem ergebnisoffenen Prozess entsteht Wissen, das in der Praxis etwas bewirkt. Unsere Vision ist es, mit dem KAT einen lokal, national und international wirksamen und sichtbaren Motor für Nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten.

    Ihr als BewohnerInnen des Quartiers bildet dabei nach wie vor den wichtigsten Teil unserer gemeinsamen Arbeit. Wir freuen uns, dass mit dieser Förderung nun eine Zukunft gesichert ist, in der wir weiterhin Hand in Hand einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten können. Natürlich halten wir euch auch weiterhin über die Entwicklungen im Reallabor auf dem Laufenden.

    Pressemittelung des KIT

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Impressum und Datenschutz

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Das Projekt "Quartier Zukunft" ist ein Projekt des Karlsruher Instituts für Technologie. Dienstanbieterkennzeichnung im Sinne von §5 Telemediengesetz (TMG)

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