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  1. Reallabor-Konferenz 2024

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    „Reallabore – ExperimentierRäume für den Weg in eine nachhaltige Gesellschaft“

    Grafik in grün und gelb zur Reallabor-Konferenz 2024.

    Illustration: N. Bongaerts, IÖR-Media

    Mit der Konferenz „Reallabore – ExperimentierRäume für den Weg in eine nachhaltige Gesellschaft“ soll der Diskurs zur Reallabor-Forschung und Reallabor-Praxis fortgesetzt werden. Der Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft braucht Kreativität, Mut und Offenheit zum Verlassen routinierter Pfade. Wo und wie können Reallabore ExperimentierRäume für das Entwerfen und Erproben von Zukunftsideen schaffen, die den Wandel zu nachhaltigen Städten und Nachbarschaften, Dörfern und Landschaften sowie Meeren und Flüssen befördern?

    • Datum: 11. und 12. April 2024
    • Ort: Deutsches Hygiene-Museum Dresden

    Die Konferenz widmet sich konzeptionellen, methodischen und praktischen Fragen des Forschens und Gestaltens in Reallaboren. Sie dient dem Dialog zwischen Forschenden und Praxisakteur:innen, Transformateuren und Stadt- und Regionalentwickler:innen. Sie ermöglicht einen Austausch zu den Perspektiven und Erfahrungen aus Forschung und Praxis. Die Konferenz schafft einen Dialograum, um sich insbesondere mit der Verortung und den Raumbezügen von Reallaboren, ihrer systematischen Dokumentation und dem Wissenstransfer sowie der Verankerung von Reallaboren als Forschungs- und Governance-Ansatz auseinanderzusetzen. Sie möchte eine Einladung sein, um gemeinsam zu reflektieren und Erkenntnisse zusammenzuführen, und zugleich durch Reallabore neue Partnerschaften zu etablieren und den Wandel zu einer Kultur der Nachhaltigkeit zu gestalten.

    Beiträge zur Konferenz können bis 14. Dezember 2023 zu folgenden Themensträngen und in vier verschiedenen Formaten (Artikel, Speed Talk, Poster oder Dialog/Workshop) eingereicht werden:

    • Urbane Realexperimente für nachhaltige Konsumkulturen
    • Reallabore in ländlichen Räumen
    • Reallabore in marinen Räumen
    • Konflikte in Reallaboren
    • Lernen, Reflexion und innere Kultur der Nachhaltigkeit
    • Reallabore als transdisziplinäres Forschungsformat
    • Wirkungsmessung von und in Reallaboren
    • Reallabore als politisch-regulative Testräume
    • Offener Themenstrang

    Zum Online-Formular

    Weitere Informationen 

    • Die Tagungswebsite bietet weitere hilfreiche Informationen, beispielsweise zu den Beitragsformaten sowie zum Einreichen der Abstracts.
    • Die Anmeldung zur Konferenz ist ab Januar 2024 möglich. 
    • Am 10. April 2024 gibt es eine Einführungsveranstaltung im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) Dresden. 
    • Rückfragen bitte an: RLNK2024∂ioer.de
  2. Park(ing) Day 2023 in Karlsruhe

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    Park dein Sofa für mehr Leben in der Stadt

    Am Freitag und Samstag, 15. und 16. September 2023 ist es wieder soweit: Erstmalig an zwei Tagen verwandeln sich zum internationalen Park(ing) Day öffentliche Parkplätze in Freiluftwohnzimmer, Musikbühnen und Spielflächen. Ziel dieser internationalen Aktion ist es, die Städte wieder lebenswerter zu machen. Denn ein Großteil der öffentlichen Flächen wird im Alltag von parkenden Autos belegt.

    Impression vom ParkingDay 2020: viele Menschen sitzen gemütlich auf einem Parkplatz zusamen und unterhalten sich
    Impressionen vergangener Park(ing) Days: Ein Parkplatz wird zum Spielzimmer.

    Mit dem Park(ing) Day soll die Art und Weise, wie städtische Flächen genutzt werden, durch lebensfrohe Aktionen hinterfragt werden. Dort, wo sonst Autos parken, entstehen am Park(ing) Day viele neue Orte der Begegnung, Freizeit und Erholung!

    Parkplätze für die Nachhaltigkeit – Quartier Zukunft beim Park(ing) Day 2023 in Karlsruhe

    Um den städtischen Raum für Informationen rund um das Thema nachhaltige Entwicklung zu nutzen, sind auch wir beim Park(ing) Day 2023 aktiv. Wir bespielen am 16.09. drei Parkplätze in der Ludwig-Wilhelm-Straße von 11-18 Uhr (Nahe des Stadtmobil-Büros). Dort könnt ihr Einblicke in unsere Arbeit bekommen, praktische und umweltfreundliche Lastenräder testen und ein eigenes Selbstexperiment starten!

    Wenn ihr nicht selbst den Tag mit eurer Aktion auf einem Parkplatz verbringt, besucht uns dort und werft einen Blick in unsere Reallaborforschung und Quartiersarbeit.

    Mehr über den Park(ing) Day

    Du willst wissen, welche Aktionen noch am diesjährigen Park(ing) Day geplant sind? Hier findest du eine Übersicht über die mitwirkenden Initiativen und verwandelte Parkflächen:

    Der Park(ing) Day findet jedes Jahr im September statt. Auch in den letzten Jahren war das Engagement der Karlsruher Teilnehmenden groß: Flohmärkte, Musikbühnen, kreative Events und Lernorte entstanden in den Straßen.

    Du hast Lust bekommen selbst eine Aktion zu planen? Viel Aufwand gehört nicht dazu. Ein paar Decken, Pflanzen und Sitzgelegenheiten machen schon einen riesigen Unterschied. Darüber hinaus ist natürlich alles möglich. Die Gestaltung der Fläche bleibt dir und deinem Team überlassen. Hier könnt ihre eure Aktion anmelden.

    Die Beantragung der Parkplätze bei der Stadt läuft über den Verein Wandelwirken e.V., ein Verein aus dem Umfeld des Karlsruher Transformationszentrums für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT), der für zukunftsfähige gesellschaftliche Transformation eintritt.

  3. „Um die Gesellschaft zu verändern, muss man den Ehrgeiz der Menschen wecken“

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    3 Fragen an Wattbewerb. Ein Interview mit Rainer Romer.

    Portrait von Rainer Romer
    Rainer Romer (Quelle: privat)

    Ob Urban Gardening, autofreiere Mobilität oder Architektur. In nahezu jedem Lebensbereich finden sich heutzutage Start-ups, Initiativen und Projekte, bei denen Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfähigkeit eine große Rolle spielen. In unserem Interview-Format sprechen wir mit Menschen, die sich in unserem Quartier in der Karlsruher Oststadt – und auch darüber hinaus – im Bereich der Nachhaltigkeit engagieren.

    Wattbewerb fordert Städte und Gemeinden dazu heraus, den Ausbau ihrer Photovoltaik-Anlagen voranzutreiben. Die erste Großstadt, die ihre installierte PV-Leistung je Einwohner:in verdoppeln kann, gewinnt den Wettbewerb. Die Idee dazu stammt von Rainer Romer, der als Elektroingenieur, Imker und Aktivist seinen Beruf und seine Leidenschaft gleichermaßen in das Projekt einfließen lässt.

    Hallo Rainer! Du hast Wattbewerb Anfang 2021 ins Leben gerufen. Wie kam es dazu?

    Die Idee entstand im Rahmen der Gruppe Fossil Free Karlsruhe, wo ich seit längerem aktiv bin.
    Ich wollte etwas starten, bei dem alle Menschen mitmachen können. Der Gedanke hinter dem Wettbewerb basiert auf einer Spielidee: Wir Menschen lassen uns nicht bloß mit trockenen Fakten überzeugen, wir wollen Geschichten, die uns bewegen. Wir sind neugierig, verspielt und ehrgeizig. Manchmal wollen wir auch einfach besser in etwas sein als andere. Wattbewerb weckt diesen Ehrgeiz und schafft so eine neue Motivation, die Energiewende voran zu bringen. Wir greifen sozusagen an den emotionalen Flanken unseres Denkens an, um den Ehrgeiz auf die richtigen Aktionen zu lenken.

    Mittlerweile sind wir ein großes Team, das sich gemeinsam immer neue Challenges für Gemeinden und Kommunen ausdenkt. Alle bei uns haben wunderbare Stärken, die sie bei der Wattbewerb-Organisation einbringen. Wir haben zudem auch Unterstützung aus der Industrie, die uns beispielsweise Solarmodule zur Verfügung stellen, die wir dann wiederum als Preise für einzelne Wettbewerbe vergeben können.

    Gruppenfoto vom Wattbewerb-Team
    Das Wattbewerb-Team (Quelle: Rainer Romer)

    Warum siehst du gerade in Photovoltaik ein Energiemodell für die Zukunft?

    Weil dabei jede und jeder mitmachen kann. Nicht jeder Haushalt kann eine Windkraftanlage installieren, dafür sind die Voraussetzungen gar nicht gegeben. Aber Solarenergie ist umsetzbar. Wer ein Eigenheim besitzt, kann sich informieren, Förderungen beantragen und Photovoltaik-Anlagen aufs Dach bauen. Wer zur Miete wohnt kann mit der Vermieterin oder dem Vermieter in den Austausch gehen und sich gemeinsam um Solarmodule auf dem Mehrfamilienhaus kümmern.

    Solarenergie auf dem heimischen Balkon produzieren
    Auch wer zur Miete wohnt, kann zum Ausbau der Solarenergie beitragen – gemeinschaftlich oder mit einem eigenen Balkon-Modul.

    Und natürlich kann jede und jeder von uns den Ausbau von nachhaltiger Energie immer wieder thematisieren. Es ist auch eins der Hauptziele von Wattbewerb, das Thema Energiewende in die Wahrnehmung der Gesellschaft zu rücken und fest in der Öffentlichkeit zu verankern. Die Menschen müssen auf dem Schirm haben, wie sie dazu beitragen können und die Politik muss auf dem Schirm haben, was sich ändern muss.

    Vor welchen Herausforderungen steht Wattbewerb – und der gesamte Ausbau der Solarenergie – aktuell?

    Zunächst ist natürlich auch für uns der Fachkräftemangel ein großes Thema, in doppelter Hinsicht. Zum einen gibt es einen Mangel an Installateur:innen. Zum anderen fehlt in den Bereichen, wo das Personal da wäre, oft noch die Bereitschaft zur Umsetzung.

    Zweitens haben wir den Anspruch, die Energiewende dezentral voranzutreiben. Das bedeutet, wir müssen uns über viele Netzwerke hinweg austauschen und den Wettbewerb deutschlandweit koordinieren. Das fordert enorm viel Austausch im Team und mit externen Partnern, was ein oft unterschätzter Punkt ist.

    Und drittens muss sich auch im gesamten Umgang mit der Energiegewinnung noch viel ändern. Wir gewinnen schon jetzt sehr viel Strom, der nicht genutzt wird, weil er nicht gespeichert werden kann. Deshalb wünsche ich mir für die Zukunft, dass Akkus ein fester Bestandteil des erneuerbaren Energiesystems werden. Nur so können wir die Stromversorgung stabil halten und die Möglichkeiten, die wir haben, effektiv nutzen.

    Vielen Dank für das Gespräch, Rainer! Wir wünschen dir und Wattbewerb weiterhin viel Erfolg!

    Du hast Lust bekommen, selbst aktiv bei der Energiewende mitzuwirken oder willst deine Stadt bei Wattbewerb registrieren? Mehr Infos gibt es unter https://wattbewerb.de/

    und https://fossilfreeka.de/

    Auch das Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT) erprobt Möglichkeiten, wie Bürgerinnen und Bürger den Ausbau der Solarenergie aktiv mitgestalten können. Das Projekt „Dein BalkonNetz“ will mit kleinen, kompakten Photovoltaikanlagen, die einfach auf dem Balkon oder auf der Terrasse zu installieren sind, die Energiewende vorantreiben. Mehr über diese Balkonmodule erfährst du unter https://www.dialog-energie.de/formate/realexperimente/dein-balkonnetz/

  4. „Wir nennen es Abfall, aber Müll ist eine wertvolle Ressource!“

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    3 Fragen an Urbane Gärten Karlsruhe. Ein Interview mit Carmen Donet García.

    Ob Urban Gardening, autofreiere Mobilität oder Architektur. In nahezu jedem Lebensbereich finden sich heutzutage Start-ups, Initiativen und Projekte, bei denen Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfähigkeit eine große Rolle spielen. In unserem Interview-Format sprechen wir mit Menschen, die sich in unserem Quartier in der Karlsruher Oststadt – und auch darüber hinaus – im Bereich der Nachhaltigkeit engagieren.

    Carmen Donet García hat lange als Künstlerin und Medienpädagogin gearbeitet. Heute ist sie zusammen mit Lena Widmann Geschäftsführerin von „Urbane Gärten Karlsruhe“. Dieses Sozialunternehmen will den Nahrungsmittelanbau in der Stadt fördern. Unter anderem gestalten sie dafür Stadtgärten und Hausgärten, um in der Stadt schöne und „leckere“ Orte zu schaffen. Ihr Projekt „Kompost-Bike“ soll künftig dabei helfen, Bioabfall aus der Gastronomie emissionsarm zu Kompost zu verwerten.

    Carmen Donet García und ihre Partnerin Lena Widmann

    Carmen Donet García (links) und ihre Partnerin Lena Widmann. Quelle: Urbane Gärten

    „Hallo Carmen. Kompost-Bike beschäftigt sich mit der CO2-neutralen Abfallverwertung in Karlsruhe. Vereinfacht gesagt ist die Idee, Biomüll wird zu Kompost und schafft nach einiger Zeit blühende Landschaften. Wie kam die Idee zustande?“

    „Sehr viele Menschen leben in der Stadt auf engem Raum zusammen. Und das produziert viel Abfall. Anstatt den Abfall kilometerweit zu transportieren, wollen wir die organischen Stoffe lieber direkt vor Ort verwerten und so CO2 einsparen.

    Auf der Suche nach Umsetzungsmöglichkeiten sind Lena und ich vor rund 2 Jahren auf Initiativen in Frankreich und den USA gestoßen. Biomüll wird dort per Fahrrad eingesammelt und wiederverwertet. Daran wollten wir uns ein Vorbild nehmen und das Projekt Kompost-Bike war geboren. Aktuell läuft noch eine Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung.

    Unser Ziel ist es, organische Abfälle aus der Gastronomie oder Privathaushalten einzusammeln und sie in Komposterde zu verwandeln. In Kooperation mit der Karlshochschule haben wir bereits eine erste Route entworfen, die wir in Zukunft einmal die Woche abfahren möchten.“

    Kompost-Bike

    Quelle: Urbane Gärten

    „Eine Crowdfunding-Kampagne für das Kompost-Bike ist momentan im Gange. Welche Aspekte bewegen euer Projekt?“

    „Für mich ist die Sichtweise des positiven Problems besonders spannend. Wir nennen es zwar Abfall oder Biomüll, aber in Wirklichkeit ist es eine ganz wertvolle Ressource, mit der wir die Stadt begrünen können. Diesen Gedanken wollen wir auch an die Karlsruher Bürgerinnen und Bürger weitergeben.

    Mit unserem Projekt wollen wir einen niederschwelligen Einstieg bieten, sich aktiv für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen einzusetzen. Mit der einfachen und praktischen Möglichkeit, seinen Müll an uns abzugeben, kann bereits eine Menge CO2 eingespart werden. Wenn sich die Menschen daraufhin noch mehr mit dem Nahrungsmittelanbau beschäftigen, wäre das toll.“

    „Was wäre, wenn die Finanzierung des Kompost-Bike morgen abgeschlossen wäre? Was erwartest du für die Zukunft?“

    „Aktuell haben wir vier Partnerbetriebe in der Karlsruher Innenstadt, die uns mit ihren organischen Abfällen unterstützen. Mit dem Kompost-Bike ließe sich das Netzwerk natürlich weiter ausbauen und wir könnten bis zu einer Tonne pro Woche einsammeln. Wenn sich das Kompost-Bike weiterentwickelt, könnte es vielleicht auch bald eine ganze Flotte aus Fahrrädern geben.

    Am wichtigsten aber ist für mich, Menschen dazu zu inspirieren, Gärten in der Stadt anzulegen und über Nachhaltigkeit und Lebensmittelkreisläufe nachzudenken. Wenn wir diese Bewegung auslösen können, wäre das wunderschön.“

    Vielen Dank für das Gespräch, Carmen! Wir wünschen dir und Kompost-Bike weiterhin viel Erfolg!

    Logo des Projektes Kompost Bike

    Quelle: Urbane Gärten

     

    Weiterführende Infos

  5. Schlau mit (Balkon-)PV! Zwei Familien erzählen…

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    In Karlsruhe verwandeln seit diesem Sommer 22 kleine Solarpanele des Projekts Dein BalkonNetz-Energie schafft Gemeinschaft  Sonnenenergie in elektrischen Strom. Zwei Projektbeteiligte berichten, wie ihre kleine Energiewende zuhause vorankommt und wo es hakt.

    Dieser Beitrag erschien bereits auf der Website unserer Kollegin Paula Bögel hier unter dem Titel: „Die Energiewende daheim – zwei Erfahrungsberichte“

    Seit Juli steht bei Familie Hauth ein Solarmodul im Garten und liefert Strom. „Ich bin positiv überrascht, dass das technisch so gut funktioniert,“ so Thomas Hauth, der sich als Elektrotechniker schon mit Photovoltaik (PV) beschäftigte, als die Technik noch in den Kinderschuhen steckte. Anfangs sei es gar nicht möglich gewesen 24V Gleichstrom aus PV-Anlagen ins allgemeine Stromnetz einzuspeisen, weil die Synchronisation mit den 230V und 50 Hertz Wechselstrom nicht gelang. Inzwischen lösen Wechselrichter das technische Problem. Also begann Herr Hauth, sich nach einer geeigneten PV-Anlage für den Privatgebrauch umzuschauen. Das Projekt Dein BalkonNetz kam da gerade recht. Als er in den Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) von dem sozialökologischen Experiment las, mussten seine Frau und er nicht lange nachdenken und meldeten sich bei den Organisator:innen am ITAS-KIT. Sie hatten Glück. Das Forschungsteam nahm das Ehepaar in den Kreis derer auf, die für ein Jahr ein aus Projektmitteln gesponsortes PV-Modul ausprobieren dürfen.
    Auch bei Familie Gschwend ist eine kleine Photovoltaikanlage eingezogen und prangt nun am Balkon. Frau Gschwend ist sehr angetan von dieser „modularen“ Energiewende in ihrem Eigenheim. Als sie vor vielen Jahren in ihr Haus einzogen schien eine nachhaltigere Energieversorgung für ihr Haus nämlich schlichtweg nicht praktikabel. Mit einem Energieberater spielten die Gschwends verschiedene Möglichkeiten durch und scheiterten an den Kosten. Ihr Haus auf Fernwärme, Blockkraftheizwerk oder Solar umzurüsten, hätten aufwändiger Umbauten bedurft, etwa einen Umzug der Therme vom Dachstuhl in den Keller. Nun zeigt das BalkonNetz- Projekt, dass es auch anders geht. Frau Gschwend ist positiv überrascht, „dass es so einfach geht“ und ganz ohne Umbau.

    Es könnte so einfach sein…
    Selbst die Installation der Solaranlage fand Frau Gschwend dank eines „super Aufbau-Workshops“ am KIT sehr anwenderfreundlich und „kinderleicht“. „In 15 Minuten war alles zusammengebaut“. Doch dann folgte ein kompliziertes und aufwändiges Anmeldungsverfahren bei den Stadtwerken und beim Marktstammregister. „Ein Haufen Papierkram“, erinnert sich Frau Gschwend, „das hat mich richtig geärgert.“ Schließlich weiß sie, dass es andernorts auch flotter geht. Ihre Tante in Holland konnte sich mit ihrer PV-Anlage völlig unproblematisch ans niederländische Stromnetz anschließen. Frau Gschwend musste dagegen erst warten, bis die Stadtwerke ihr einen neuen Zweirichtungszähler installierten.
    Andere Projektteilnehmer haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Im Projektforum finden sich zum „Papierkram“ mehrere Fragen und Antworten. „Der Antrag war sehr aufwendig, da muss man irgendwie durch,“ berichtet auch Herr Hauth. Die Energieerzeuger seien „nicht die Fixesten“ – sie behielten sich bis zu sieben Wochen Beantragungszeit vor und spielten insgesamt „noch nicht so mit, wie sie sollten.“ Schließlich müsse das Netz ja ausgelastet sein und Strom verkauft werden. Dabei seien die Stadtwerke Karlsruhe noch recht kooperativ. Andere Energieanbieter hätten Projektteilnehmern mit rechtlichen Schritten gedroht, falls sie vorhätten Solarstrom ins Netz einzuspeisen. Die Stadtwerke bestehen lediglich auf einen Zähleraustausch in den BalkonNetz Haushalten, auch wenn die Projektbeteiligten ihren Solarstrom gar nicht gegen finanzielle Vergütung ins Stromnetz einspeisen werden. Der Zweirichtungszähler werde kostenlos installiert, koste aber eine geringe Jahresmiete. „Die Sonne schickt uns keine Rechnung“ (Franz Alt), die Energieversorger schon.

    Das Solarmodul der Familie Gschwend mit Befestigung am Balkon


    „Madame Soleil“ macht sich gut
    Inzwischen sind die bürokratischen Hürden überwunden und die Module speisen über die Steckdose munter Strom ins Haushaltsnetz ein. Die Module produzieren sogar Strom, wenn die Sonne nicht scheint, das zeigen die grün blinkenden LEDs an der PV Anlage.
    „Wir haben unser Solarmodul ‚Madame Soleil‘ getauft,“ erzählt Herr Hauth. Inzwischen hätten sich auch die Vögel, die sich in seinem Naturgarten tummeln, an die „Madame“ gewöhnt. Nach anfänglichem Zögern, kämen „die Spatzen jetzt wieder massenhaft angeflogen.“
    Der Alltag in den beiden Vierpersonenhaushalten hat sich mit der Installation der PV-Anlagen wenig geändert. Wenn Familie Hauth die Einspeisung der Sommermonate hochrechnet, sparen sie etwa zehn Euro Stromkosten monatlich. Die Frage, ob sie ihre Waschmaschinen jetzt nur noch anschalten würden, wenn die Sonne scheint, verneinen beide Interviewten: „Das können Sie bei 300 Watt nicht machen. Ich verhalte mich gar nicht anders,“ so Herr Hauth. Frau Gschwend winkt nur ab: „Ein Mini-Solarmodul für vier Personen ist ja ein Witz.“ Da komme man mit Sonnenenergie beim Waschen nicht weit. Für sie stünde im Vordergrund, das „einfach mal ausprobieren und zu sensibilisieren,“ so Frau Gschwend. „Ich denke, dass wir an exponierter Stelle wohnen und, dass die Nachbarn das auch mitkriegen.“

    Solarmodul „Madam Soleil“ der Familie Hauth in ihrem Garten


    Über die Balkonbrüstung und die Nachbarschaft hinaus?
    Tatsächlich wecken die Solarmodule Neugier und Interesse. Frau Gschwend hat bereits ihren Nachbarn vom Projekt und dem Panel an ihrer Balkonbrüstung berichtet. Herr Hauth hat die Fragen interessierter Kollegen beantwortet. Am meisten interessiert dabei die Frage: Wie viel Stromkosten lassen sich sparen? Frau Gschwend hat hierauf keine präzise Antwort, aber eine klare Meinung: „Es kostet nicht die Welt, alle können dazulernen.“ Herr Hauth kann sich vorstellen, „Madame Soleil“ durch eine eigene Anlage zu ersetzen, falls die PV-Module aus Forschungsgeldern nach der Projektlaufzeit zurückgegeben werden müssten.

     

    Mehr Informationen zu dem Projekt „Dein BalkonNetz – Energie schafft Gemeinschaft“ findet ihr hier, auf der Website unseres Projekts „Energietransformation im Dialog“.

  6. Solarenergie auf dem eigenen Balkon – Auftaktveranstaltungen von Dein BalkonNetz

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    Fragst du dich, wie du schneller zur Energiewende beitragen kannst? Mit sogenannten Balkonmodulen geht das! 

    Solarenergie auf dem eigenen Balkon? Klingt das für dich zu utopisch? Nein! In Karlsruhe probieren wir mit unserem Projekt „Dein BalkonNetz – Energie schafft Gemeinschaft“ genau das aus 🙂

    Los ging’s mit drei Infoveranstaltungen im April. Alles wissenswerte dazu erfährst du in unserem Bericht:

    Am 15.04., 17.04. und 23.04.2021 fanden die virtuellen Auftaktveranstaltungen unseres Projekts Dein BalkonNetz statt. Im Kern geht es darum, ein Netzwerk für Klimaschutz und Gemeinschaft zu schaffen. Hier erhalten 22 und weitere Haushalte in und um Karlsruhe die Möglichkeit, ein Jahr lang die Stromproduktion vom eigenen Balkon oder Garten gemeinschaftlich auszuprobieren. Das Projekt wird durch regelmäßigen Austausch, Workshops und Forschungsaktivitäten begleitet.

     

    Ziel der drei Abende war es, Dein BalkonNetz sowie den Projektverlauf vorzustellen und Wissenswertes zu kleinen Balkon-Solar-Anlagen zu vermitteln. Zudem zeigten wir die unterschiedlichen Beteiligungsmöglichkeiten auf: Ob jemand bereits ein Balkonmodul sein oder ihr Eigen nennt, sich selbst eines zulegen möchte oder sich um eines von 22 Kleinkraftwerken bewirbt – alle Interessierten sind eingeladen, Teil des Netzwerks zu werden. Darüber hinaus bekamen die Anwesenden die Möglichkeit, ihre Fragen einzubringen.

     

    Der nächste Meilenstein im Projektverlauf folgt schon bald: Im Juli sollen unsere Balkon-Module dann ans Netz gehen und das Netzwerk durchstarten.

    Die Auftaktveranstaltungen stießen auf großes (überregionales) Interesse. Wir sind von der Resonanz begeistert und bedanken uns bei rund 220 Teilnehmenden! Nun blicken wir gespannt auf die kommenden Wochen.

    Geplanter Ablauf

    BeteiligteProjekte: „Seeds for SEETS – Neue Ansätze für eine sozial-ökologische Energiewende“, Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur gGmbH (KEK), Energietransformation im Dialog

  7. Dein BalkonNetz – Energie schafft Gemeinschaft

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    Viele von uns Denken bei dem Wort Energietransformation in erster Linie an die damit einhergehenden technischen Hürden, die einem Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien im Weg stehen. Doch Windräder und Algorithmen allein machen keine Energiewende, wichtig ist der Zuspruch in der Bevölkerung und die Verknüpfung von Energiethemen mit dem Alltag der Menschen.

    Und an dieser Stelle kommt unser neues Projekt „Dein BalkonNetz – Energie schafft Gemeinschaft“ ins Spiel.  Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss aus unseren Projekten „Seeds for SEETS“ und Energietransformation im Dialog.

    In diesem Projekt wollen wir der Frage nachgehen, wie eine soziale und ökologische Energiewende aussehen kann, und zwar ganz praktisch, indem kleine Solaranlagen im Alltag getestet und die Erfahrungen dokumentiert werden. Neben den technischen Aspekten spielen vor allem Chancengleichheit und Gemeinschaftsbildung eine wichtige Rolle. So nehmen wir insbesondere die Rolle von Frauen bei der Energiewende in den Blick und möchten ausprobieren, inwieweit gemeinschaftliches Gärtnern und Solarenergie zusammengebracht werden können. Hierzu nutzen wir kleine Solaranlagen, die auf Balkonen und Terrassen installiert werden können – sog. Photovoltaik-Balkonmodule.

    Balkonmodule – saubere Energie vom eigenen Balkon

    Bei den Photovoltaik (kurz PV)-Balkonmodulen – oder einfach nur ‚Balkonmodulen‘ – handelt es sich um kleine, kompakte Photovoltaikanlagen, die in der Anschaffung günstiger sind, als herkömmliche Anlagen. Im Vergleich zu herkömmlichen PV-Anlagen sind sie zudem sehr einfach zu installieren, denn sie können direkt mittels eines gewöhnlichen Steckers an den Stromkreislauf angeschlossen werden. Dank dieser Eigenschaften ist es möglich, Photovoltaik im kleinen Stil zuhause auszuprobieren. Wer mehr zu den Balkonmodulen erfahren möchte, kann sich gerne das Erklärvideo „Balkonmodul – Solarenergie zu Hause“ anschauen.

    22 Balkonmodule suchen…DICH und deine Nachbarinnen und Nachbarn!

    Um die PV-Module im Alltag zu testen suchen wir ab jetzt Bürger*innen, die Lust haben diese auszuprobieren. Personen, die als Experimentierende mitmachen, bekommen die Balkonmodule von uns zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmenden werden dann forscherisch über einen längeren Zeitraum von uns begleitet und können sich mit den anderen Teilnehmenden über ihre Erfahrungen austauschen. Und gerade zu Coronazeiten ist die Gemeinschaft und der Austausch untereinander wichtig!

    Das Projekt zielt deshalb auch darauf ab, das Miteinander in Nachbarschaften zu unterstützen. Die Experimente drehen sich dabei nicht nur um Technik, es geht um die Verbindung mit ökologischen und sozialen Aspekten wie etwa sozialen Zusammenhalt, Gemeinschaftsbildung, naturnahe Stadtbegrünung und viele mehr. Auf diese Weise soll ein Netzwerk entstehen und engagierte Personen zusammenfinden.

    Dabei geht es uns um zweierlei: Zum einen möchten wir mit euch Erkenntnisse darüber gewinnen, wie man mit Nischentechnik unkompliziert einen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Zum anderen möchten wir wissen, wie solche gemeinsamen Aktivitäten einen Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Gesellschaft unterstützen können. Wenn ihr also Interesse an Nachhaltigkeitsthemen und insbesondere an Solarenergie habt und ihr euch praktisch einbringen möchtet, dann ist unser Projekt genau richtig für euch!

    Infotermine im April

    Alle Interessierten können sich bei Informationsveranstaltung schlau machen. Sucht hierzu einfach einen Termin aus den nachfolgenden Terminoptionen aus und schreibt eine kurze Mail mit dem Betreff „Anmeldung“ an info@dialog-energie.de

    Infoveranstaltungen von „Dein BalkonNetz – Energie schafft Gemeinschaft“

    15.04.2021:       18:30 – 20:00 Uhr

    17.04.2021:       18:30 – 20:00 Uhr

    23.04.2021:       18:30 – 20:00 Uhr

    Die elektronischen Zugangsdaten erhalten ihr nach der Anmeldung.

    Warum eine sozial-ökologische, nachhaltige Energiewende?

    Die Energiewende ist nichts Geringeres als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, eine Transformation. Wir sind der Auffassung, dass die Energiewende nur dann zu einem echten Wandel beitragen kann, wenn sie weite Bereiche des gesellschaftlichen Lebens und Alltags erfasst und nicht rein technische oder wirtschaftliche Aspekte in den Blick genommen werden.  Dann birgt die geplante Neugestaltung der Energieversorgung Chancen für einen gesellschaftlichen Wandel für uns alle.

    Die Art und Weise wie wir mit Energie umgehen ist eng verknüpft mit gesellschaftlichen Themen wie Chancengleichheit und Gleichberechtigung und nicht zuletzt mit der Frage, wer unter welchen Bedingungen Zugang und Mitbestimmungsrechte zu Energie hat. Wird die Neugestaltung des Energiesystems nämlich auch dazu genutzt um Energiearmut, struktureller Benachteiligung oder Ungleichbehandlung entgegenzuwirken, hat sie weit größeres Potential einen gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit zu bewirken.

    Eine naturverträglich gestaltete Energiewende bietet zudem die Möglichkeit, zu den drängenden Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes ganzheitlich beizutragen.  Die Energiewende sollte mit Umwelt-, Arten-, und Klimaschutz zusammengedacht sowie geplant werden, und diesen nicht entgegenstehen. Hierzu braucht es frische Ideen und Tatkraft von ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, um unsere Natur und unser Leben in unserem Sinne zu gestalten.

  8. Neue Folge „Labor Zukunft“- „Auf dem Weg in die Energiezukunft“

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    Es gibt wieder was auf die Ohren! Am Dienstag, 30.Juni  2020 war die nächste Folge unseres Podcasts Labor Zukunft wieder live im Campusradio zu hören. Nun ist sie auch zum Download verfügbar. Wie weit wir auf dem Weg in die Energiezukunft schon sind, erfährst du im Beitrag!

    In dieser Podcast-Folge werfen wir einen Blick auf unser Projekt „Energietransformation im Dialog“, das sich mit der nachhaltigen Umgestaltung unseres Energiesystems beschäftigt. Der Energiesektor ist die Größte Quelle für Treibhausgasemissionen in Deutschland. Dass wir dringend etwas an unserer Energieerzeugung- und Versorgung ändern müssen, führt uns der Klimawandel allzu präsent vor Augen!

    Unter dem Stichwort „Energiewende“ baut Deutschland  zur Zeit das eigene Energiesystem um. Damit diese Umwandlung gelingen kann, müssen wir alle zusammenarbeiten! Und genau hier setzt das Projekt an. Wo viele Projekte zur Energiewende bei der Erprobung neuer Technologien enden, geht „Energietransformation im Dialog“ weiter. Verbraucherinnen und Verbraucher werden miteinbezogen und zum Mitmachen aktiviert. Das Projekt bietet Formate an, die das nötige Handwerkszeug vermitteln, um über die Mitgestaltung der Energiewende zu sprechen. Dabei kommen ganz unterschiedliche Akteure zusammen: seien es Bürgerinnen und Bürger, Mitarbeitende aus der Stadtverwaltung, ansässige Gewerbetreibende oder Forschende und Studierende.

    In dieser Episode erfährst du, wo wir bei der Energiewende gerade stehen, was wir zum Gelingen dieser beitragen können und auf welche Weise das Projekt Energietransformation im Dialog es schafft, unterschiedlichste Menschen von diesem großen Vorhaben zu begeistern.

    In etwa 30 Minuten Hörzeit bietet dir unser Podcast wieder spannende Einblicke in die Nachhaltigkeitsforschung und Projekte rund um das Quartier Zukunft. Dabei kommen Expertinnen und Experten zu Wort, du nimmst an einer Energietour teil, bekommst Energiespartipps und hörst, welche Ideen Studierende für eine erfolgreiche Energiewende haben.

    Du willst noch mehr zu dem Thema wissen? Dann komm mit auf die ausführliche virtuelle Tour Nachhaltige Energie quer durch die Karlsruher Oststadt! Auf diese Weise hast du die Möglichkeit von zuhause oder unterwegs die KIT-Forschung und städtische Energiesysteme zu erleben.

    Die aktuelle Folge sowie die Verlinkungen zu allen Plattformen findest du hier. Viel Spaß beim Anhören! Du hast die Folge schon durchgehört und würdest uns gerne Feedback geben? Dann freuen wir uns sehr, wenn du dir kurz Zeit nimmst und unsere Miniumfrage ausfüllst (3-5 Minuten).

    Die nächste Episode ist für den 28.Juli geplant, abonnieren lohnt sich also! Sie wird wieder zuerst auf dem Webstream des campusradio und auf UKW 104,8 zu hören sein.

    Schau vorbei auf Instagram:

    Auf dem Profil @energiedialog https://www.instagram.com/energiedialog/ berichtet das Energietransformation im Dialog-Team über Aktuelles aus der Projektarbeit und stellt Technologien und Forschungsprojekte am KIT vor, die helfen, die Energiewende zu gestalten. Lasst doch gerne ein paar Kommentare da oder schaut in die Instagram TV Vide

  9. Auf Tournee durch die Energiegeschichte

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    Ein Format, das sich in unserem Projekt „Energietransformation im Dialog“ bereits fest etabliert hat, sind unseren Touren „Nachhaltige Energie“.  Mit diesem Format möchten wir KIT-Forschung und städtische Energiesysteme sichtbarer machen und uns mit Interessierten austauschen. Dies nehmen wir zum Anlass, einen Blick auf ausgewählte Veranstaltungen zurückzuwerfen.

    Im Rahmen des Karlsruher Klima-Frühlings starteten wir im Mai 2019 unsere Tourenreihe mit dem Kooperationspartner stattreisen Karlsruhe e.V. mit einem Klimaspaziergang. Auf dem Weg durch die Oststadt behandelten wir Themen wie die ökologische Funktion von Grünflächen, die Mobilitäts- und Wärmewende oder Wechselwirkungen zwischen Ernährung und Energiesystem.

    Im Juli folgte eine weitere Tour, diesmal mit einem etwas jüngeren Publikum: Teilnehmende waren diesmal Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte am Eichendorff-Gymnasiums Ettlingen, die uns anlässlich ihrer „Energie und Klima“-Projekttage einen Besuch abstatteten. Dabei war es uns wichtig, für die Jugendlichen Anknüpfungspunkte an ihre eigenen Erfahrungen anzubieten. Um komplexe Sachverhalte, wie die Funktionsweise des Karlsruher Fernwärmesystems zu erläutern, griffen wir auf anschauliche Hilfsmittel zurück, beispielsweise Paketschnur und Moderationskarten.

    Bei der Führung Anfang September mit dem Titel „Energiewende in der Oststadt – alles nachhaltig oder was?“ stand die historische Entwicklung der Energieversorgung im Mittelpunkt. Diese wurde anhand ausgewählter Gebäude und Flächen sichtbar gemacht und die historische Entwicklung der Oststadt mit Fragen des Energiesystems verknüpft.

    Die Besonderheit lag außerdem in der Einbindung aktueller Forschungsergebnisse aus dem Bereich der Nachhaltigkeitsbewertung: Beispielsweise nahmen wir am ehemaligen Gaskraftwerk Ost die Anfänge der Karlsruher Energieversorgung mit Stadtgas unter die Lupe und verknüpften dies mit der derzeitigen Importabhängigkeit fossiler Energieträger. Oder wir machten Station beim „Perfekt Futur“, um dort über die Rolle universitärer Bildung und Start Ups im Energiesektor zu sprechen.

    Die letzten Sonnenstrahlen des Sommers nutzten wir für unsere Tour: „Karlsruhe: Auf ins Solarzeitalter!“. Diese startete mit einem Wohngebäude in der Oststadt, auf dessen Dach eine Photovoltaik-Anlage installiert ist.

    Ein lokaler Anlagenbauer führte in die Thematik ein und erläuterte die Rolle privater Photovoltaikmodule für die zuverlässige Energieversorgung. Dabei erfuhren die Teilnehmenden, welche Auswirkungen diese Form der Stromerzeugung auf das Energiesystem und den Strommarkt haben und wie sich die Module auf das Gebäudeklima auswirken können.

    Im Anschluss begaben wir uns klimafreundlich mit Straßenbahn und Fahrrad zur Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK), die als Bindeglied zwischen Verantwortlichen der Stadt, Gewerbetreibenden und Bürgern fungiert und zu Energiewende und Klimaschutz arbeitet.

    Zunächst besichtigten wir die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Gebäudes. Diese ist gleich aus zweierlei Gesichtspunkten bemerkenswert: Die Büroräume werden vermietet und das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Den Besuchenden wurde vermittelt, dass auch in solchen – oft schwierig wirkenden – Situationen die Installation einer PV-Anlage möglich ist.

    Für den letzten Teil der Tour begaben wir uns in die Räumlichkeiten der KEK. Dort wurde zunächst das Solarkataster für die Stadt Karlsruhe vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine öffentlich zugängliche Datenbank, anhand derer sich Interessierte über die Eignung ihres Gebäudes für Photovoltaik informieren und direkt auf Wirtschaftlichkeit prüfen können.

    Abschließend präsentierte die Gruppe Fossil Free Karlsruhe ihre kürzlich ins Leben gerufene Initiative Faktor 2. Deren Ziel ist es, die in Karlsruhe für Photovoltaik genutzte Dachfläche jährlich zu verdoppeln. Auf diese Weise soll der Anteil an fossilen Energieträgern und die Importabhängigkeit verringert werden.

    Und wie geht es nun weiter?

    Aufgrund der positiven Rückmeldungen starten wir eine zweite Auflage unserer Tour „Energiewende in der Oststadt, alles nachhaltig oder was?“.
    Die Tour ist kostenfrei und findet am Donnerstag, den 21. November 2019, von 16-18 Uhr statt. Wenn du dabei sein möchtest, schreibe bitte eine kurze Mail an Marius Albiez (m.albiez@kit.edu) oder Volker Stelzer (volker.stelzer@kit.edu).

    Kommendes Jahr geht es dann in die nächste Runde: Touren mit Einblicken in die KIT-Forschung im Energiebereich sind bereits in Planung. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden in diesem Jahr für den anregenden Austausch!

     

  10. Energietransformation im Dialog wird ein Jahr alt!

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    Von Clara Pineau, Marius Albiez, Volker Stelzer

    Im Sommer 2018 startete mit „Energietransformation im Dialog – Vom Reallabor zum Karlsruher Transformationszentrum“  ein neues Projekt im Quartier Zukunft. Nun ist „EDia“ still und heimlich ein Jahr älter geworden. Zwischen den beiden zurückliegenden Sommern ist von Workshops und Energie-Touren bis hin zu transdisziplinären Seminaren viel passiert. Wir möchten mit euch auf viele schöne Veranstaltungen zurückschauen, Erinnerungen auffrischen und laden euch ein zu entdecken, was wir alles unternehmen.

    Dieser Artikel wurde erstmals hier auf der Website von „Energietransformation im Dialog“ am 2.10.2019 veröffentlicht.

    Grundgedanke des Projekts ist, dass die Energiewende eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe darstellt. Notwendige, manchmal tiefgreifende Veränderungen können dabei nicht „von oben herab“ verordnet werden, sie werden gemeinsam verhandelt und angegangen. Deshalb wurde vor etwas über einem Jahr „Energietransformation im Dialog“ auf die Beine gestellt, das den Austausch zwischen Wissenschaft, Bürgerschaft, Gewerbe, Verwaltung und weiteren engagierten Akteuren im Energiebereich ermöglicht.

    Um möglichst viele Beteiligungsebenen zu bedienen, angefangen bei der Bereitstellung von Informationen bis hin zu gesellschaftlichen Transformationsprozessen, haben wir unterschiedliche Formate mit Leben gefüllt

    1. Erklär- und Informationsvideos

    Im Mai 2019 erschien unser Video mit dem Titel „Was ist ein Reallabor?“

    Der Begriff hat in den letzten Jahren eine beachtliche Karriere hingelegt und erhält zunehmend Aufmerksamkeit. Gleichwohl ist er erläuterungsbedürftig. Mit dem Video erklären wir das im Quartier Zukunft zu Grunde liegende Verständnis von Reallaboren und stellen unsere Arbeitsweise vor.

    2. Touren zur nachhaltigen Energie

    Die erste Tour fand im Mai 2019 anlässlich des Karlsruher Klima-Frühlings statt. Kooperationspartner war stattreisen Karlsruhe e.V. In der Oststadt informierten wir die Teilnehmenden über laufende Aktivitäten in den Bereichen Energiewende und Klimaschutz. Die Bandbreite der angesprochenen Themen reichte von der ökologischen Funktion von Grünflächen über den Zusammenhang zwischen Ernährungsgewohnheiten und dem Energiesystem bis hin zur Wärme- und Mobilitätswende.

    Unsere zweite Tour Mitte Juli richtete sich an die Schülerinnen und Schüler des Eichendorff-Gymnasiums Ettlingen im Rahmen der dort stattfindenden „Energie und Klima“-Projekttage. Die Tour war erneut quartiersbezogen, wobei uns diesmal die didaktische Umsetzung und die Verknüpfung zur eigenen Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler wichtig war. Das Funktionsprinzip und die Herausforderungen der Fernwärme wurden beispielsweise mithilfe von Moderationskarten und Paketschnüren einfach erklärt. Die gesammelten Erfahrungen waren äußerst lehrreich für uns und fließen nun in die Konzeption der Folgetouren ein.

    „Energiewende in der Oststadt – alles nachhaltig oder was?“ lautete der Titel unserer dritten Tour im September. Im Mittelpunkt stand diesmal die historische Entwicklung der städtischen Energieversorgung. Die einzelnen Stationen wurden mit aktuellen Forschungsergebnissen zum deutschen Energiesystem kombiniert. Hierzu stellten wir unterschiedliche Möglichkeiten zur Nachhaltigkeitsbewertung vor, beispielsweise die Anzahl an Studienabschlüssen im Energiebereich oder die Importabhängigkeit des deutschen Stromnetzes.

    3. Energie-Szenario-Workshops

    Bei der Energiewende greifen unterschiedliche technische und gesellschaftliche Aspekte ineinander, deren Auswirkungen nicht ohne Weiteres abzuschätzen sind. Wir diskutieren deshalb mit ganz unterschiedlichen Akteuren die Gestaltung unseres Energiesystems.

    Beim ersten Workshop „Klimaschutz in Karlsruhe“ Ende November 2018 entwickelten wir mit Mitarbeitenden der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur Ideen für städtische Klimaschutzmaßnahmen. Dabei wendeten wir Methoden aus dem Bereich „Serious Gaming“ an, die im Rahmen einer internationalen Forschungskooperation entwickelt wurden. Das Ziel war zum einen, den Umgang mit unerwarteten Herausforderungen bereits im Vorfeld mitzudenken, also die sogenannte Resilienz zu verbessern. Des Weiteren sollte die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten gestärkt werden. Nicht zuletzt ging es darum, konkrete Projektideen zu entwickeln und diese mit für Karlsruhe relevanten SDGs (Sustainable Development Goals, UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung) zu verknüpfen.

    Der zweite Workshop Ende April 2019 richtete sich explizit an die türkischsprachigen BewohnerInnen. Mit dabei waren Vertretende der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur, des Instituts für Verkehrswesen am KIT und eines lokalen Anlagenbauers für Solarmodule. Die Veranstaltung fand im türkischen Generalkonsulat Karlsruhe statt. Der Workshop knüpfte thematisch an den türkischen „Tag des Kindes“ an, und wurde auf Türkisch und Deutsch durchgeführt. Teilnehmende hatten unter anderem die Möglichkeit, sich zu Elektromobilität, Photovoltaik und klimafreundlicher Energieversorgung zu informieren und auszutauschen.

    Im Mai dieses Jahres wirkten wir an der Gestaltung des Verwaltungsworkshops „Grüne Stadt“ mit. Beteiligt waren das Amt für Umwelt- und Arbeitsschutz sowie die Stabsstelle Verwaltungs- und Managemententwicklung Karlsruhe.

    Hierfür entwickelten wir unsere methodischen Ansätze weiter, um nachzuspüren, wie die übergreifende Zusammenarbeit städtischer Einrichtungen gestärkt werden kann. Mitarbeitende aus über 20 städtischen Einrichtungen erarbeiteten gemeinsam Ideen, tauschten sich über Ressourcen und Wissensbestände in der Stadt aus und verknüpften das Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung mit dem eigenen Arbeitsalltag.

    4. Transdisziplinäre Projektseminare

    Interessierte Studierende, Wissenschaft und Partner aus der Praxis verfolgen bei diesen Seminaren gesellschaftlich relevante Fragestellungen rund um die Energiewende und schaffen so einen direkten Austausch zwischen Forschung und der Region.

    Im März 2019 fanden im Kontext der Frühlingstage der Nachhaltigkeit gleich drei Sessions zur „Energiewende in der Glaskugel“ statt. Beteiligt waren das Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaften (ZAK) am KIT sowie die Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit.

    Im Zentrum stand dabei die Zukunft der Wärmewende, genauer die Transformation des Karlsruher Fernwärmenetzes. Diese ist eng verknüpft mit dem geplanten Kohleausstieg sowie mit der Elektrifizierung des Verkehrs. Die Teilnehmenden eigneten sich Methoden an, um mit der Komplexität sozio-technischer Systeme umzugehen, indem sie gemeinsame Zukunftsszenarien entwickelten. Dabei ergaben sich Querbezüge zu den oben genannten Workshops sowie Inputs zur Vorbereitung unserer Touren.

    Des Weiteren fand im Sommersemester 2019 ein Seminar in Kooperation mit der Kompetenzstelle Energieeffizienz Mittlerer Oberrhein (KEFF), dem Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaften sowie der Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit statt. Im Fokus standen kleine sowie mittelständische Betriebe und die Frage: „Energieeffizienz in Unternehmen – geht da noch mehr?“ Gemeinsam mit der KEFF wurden Herausforderungen identifiziert und von den Studierenden bearbeitet. Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit der Frage, wie Mieter und Vermieter im Gewerbebereich gleichermaßen von Effizienzmaßnahmen profitieren können und welche rechtlichen Rahmenbedingungen dabei beachtet werden müssen. Außerdem diskutierten die Teilnehmenden die Übertragbarkeit von Energieeffizienznetzwerken auf den Gewerbebereich, womit zum Beispiel Einsparungen bei der Beleuchtung möglich sind.

    Falls ihr diese und weitere Aktivitäten gerne weiterverfolgen oder euch beteiligen möchtet, findet ihr alle nötigen Informationen auf der eigenen EDia- Webseite.

    Des Weiteren wirken wir an vielfältigen Veranstaltungen innerhalb und außerhalb Karlsruhes mit: sei es im Zuge der Energiewendetage Baden-Württemberg, bei „ITAS for Future“ oder bei der Klimakonferenz Karlsruhe (K3). Ein Blick auf „Aktuelles“ lohnt sich!

    Auf dem Laufenden bleibt ihr auch, indem ihr dem EDia Instagram-Account abonniert: Dort werden seit diesem Juli regelmäßig Veranstaltungen angekündigt und kurze Rückblicke gegeben, und selbstverständlich darf auch hier der Austausch nicht fehlen.

    Wir blicken auf ein spannendes Jahr zurück, voll mit tollen Begegnungen, inspirierenden Gesprächen sowie gemeinsamen Aktionen und freuen uns auf die kommenden Monate mit euch.

     

  11. Lasst uns über Energie sprechen!

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    Wir haben Nachwuchs! Im Sommer 2018 startet ein neues Projekt, das uns die nächsten Jahre begleiten wird. In diesem Blogartikel erfahrt ihr worum es geht, was euch erwartet und wie ihr eure Ideen einbringen könnt!

    Speichertechnologien, regenerative Energien und gekoppelte Energienetze – in Zukunft wird die Welt der Energiesysteme sehr viel komplexer werden. Der Strom in der Steckdose kommt nicht mehr zwingend aus einem Kraftwerk. Werden wir in Zukunft alle zu sogenannten Prosumern, die Strom selbst produzieren und in Smart Homes leben?

    Die Energiewende wird kommen, aber die geplanten Veränderungen werfen so einige Fragen auf. Ein so ambitioniertes und großes Projekt kann nicht ohne Verständnis und Einbeziehung der Bevölkerung klappen. Alle müssen Bescheid wissen, damit wir gemeinsam an einem Strang ziehen können. Genau deswegen soll mit Beteiligung des Quartier Zukunft ein Wissensdialog über die Energiewende starten.

    Dank der Erfahrungen, die wir im Laufe der Jahre in den Reallaboren Quartier Zukunft und Reallabor 131 gesammelt haben, konnten wir dieses neue Projekt gewinnen!

    Herzlich Willkommen „Energietransformation im Dialog“.

    Dieses neue Projekt (kurz „Energiedialog“ genannt) wird zunächst zu einem Teil von Quartier Zukunft und später eine Säule des in den nächsten Jahren entstehenden „Karlsruher Transformationszentrums für nachhaltige Zukünfte“ (kurz KAT) werden, über das wir hier bereits berichtet haben. 30 Monate „Energiedialog“ sind uns sicher. Nach 2 Jahren wird der Erfolg des Projekts untersucht und der Zeitraum – hoffentlich – auf 4 Jahre verlängert.

    Die Ziele, die das Projekt verfolgt sind klar: Wir möchten den Umbau des deutschen Energiesystems der Öffentlichkeit auf neue Weise zugänglich machen und gleichzeitig neue Wege des Mitmachens erschließen. Dafür werden wir den Dialog organisieren, Informationen aufbereiten und bereitstellen und unterschiedliche Akteure zusammenbringen.

    Soweit so gut, aber wie sieht das dann konkret aus?

    Es ist zwar noch nicht alles in Stein gemeißelt, aber ihr dürft euch schon mal auf zahlreiche Info- und Erklärvideos, eine Tour zu nachhaltiger Energie, eine Hand voll Szenario-Workshops, einige transdisziplinäre und transformative Projektseminare, Realexperimente und ein BürgerForum zum Thema nachhaltige Energien freuen. Wichtig ist, dass die Kommunikation keine Einbahnstraße wird. Wir wollen Wissen vermitteln, aber genauso Impulse von euch, von der Gesellschaft, zurück in die Forschung holen und dort fruchtbar machen. So könnte ein Workshop für Haushalte mit geringem Einkommen durchgeführt werden, in dem wir eure Erwartungen und Befürchtungen – bezogen auf die Energiewende – erfahren und Anregungen für Verbesserungen mit euch zusammen herausarbeiten.

    Verschiedene Formate – verschiedene Zielgruppen!

    Mit diesem Projekt weiten wir unsere Zielgruppe über die Grenzen der Oststadt auf ganz Karlsruhe und auch darüber hinaus aus. Es wird Formate geben, die im gesamten deutschsprachigen Raum genutzt werden können. Dennoch wird es auch weiterhin Aktivitäten und Veranstaltungen in Karlsruhe und in der Oststadt geben.

    So divers wie die Formate sind, so divers ist auch die Zielgruppe. Verschiedene Unterprojekte können sowohl die breite Öffentlichkeit als auch spezifische Akteursgruppen wie zum Beispiel Vertreterinnen und Vertreter der Energiewirtschaft oder Industrie adressieren oder Akteure aus der Zivilgesellschaft, Verbraucherverbänden, aber auch Lehrerinnen und Lehrer, Energieberaterinnen und Berater, Studierende, so genannten Early Adopters und, und, und.

    Bleibt das Quartier Zukunft und der Zukunftsraum?

    Heißt das, wir haben uns umorientiert und sind jetzt nicht mehr im Quartier zu finden? Nein, keine Sorge. Wie oben beschrieben – das Projekt Energiedialog wird seinen Platz im Rahmen des Quartier Zukunft finden und soll ab 2020 eine Säule des neu entstehenden KAT bilden. So wird es uns noch mehr Gelegenheit bieten, mit euch, den Bürgerinnen und Bürgern der Oststadt gemeinsam eine nachhaltige Entwicklung und die Energiewende voranzutreiben. Auch der Zukunftsraum wird bleiben und wie gewohnt für Gruppentreffen, Veranstaltungen und Austausch zur Verfügung stehen.

    Wann geht’s los?

    Die Planungen und Vorbereitungen für die vielen Formate beginnen gerade. Im kommenden Jahr 2019 wird einiges davon durchgeführt werden. Bis dahin braucht ihr noch ein bisschen Geduld, aber wir halten euch auf dem Laufenden!

    Bring dich ein!

    Hast du selbst noch eine Idee für ein Projekt oder ein Format, das nicht fehlen darf? Egal ob Einzelperson oder Gruppe, bring dich ein und gestalte mit uns den Energiedialog! Bei Interesse schreib an volker.stelzer@kit.edu.

    Wir freuen uns schon, wenn der Funke überspringt :).

     

  12. Auf den Spuren des Reallabor 131 – Teil IV Energie

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    Und schon sind wir bei dem vierten und letzten Beitrag unserer Blogreihe zum Reallabor R131: KIT findet Stadt angekommen. Das Reallabor 131 wurde unter dem Dach des Rahmenprojektes Quartier Zukunft – Labor Stadt ins Leben gerufen. Seit Anfang 2015 sind WissenschaftlerInnen und BürgerInnen darin gemeinsam in der Oststadt aktiv, um  Maßnahmen zu einer nachhaltige(re)n Stadtentwicklung zu erforschen und zu erproben. Mit dieser Blogreihe lassen wir die Aktivitäten und Erfahrungen der vier R131-Projekte  noch einmal Revue passieren.

    Ein Beitrag von Vanessa Kügler & Volker Stelzer

    In den vorigen Beiträgen haben wir euch bereits die Themen Nachhaltiger Konsum, Mobilität und Soziales & Raum vorgestellt. Zum Abschluss geht es nun um das spannende und aktuelle Thema Energie.

    Abends das Licht einschalten und die Einkäufe schnell noch in den Kühlschrank räumen,  im Winter die Heizung andrehen oder jederzeit ein heißes Bad nehmen können – die Verfügbarkeit von Strom, Wärme, Licht und Wasser ist heutzutage aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken und ein grundlegender Baustein für die Funktionsfähigkeit unserer Städte. Energie ist eine der wichtigsten Ressourcen – aber nun mal nicht unendlich verfügbar und die Gewinnung ist mit vielen Folgeerscheinungen für unseren Planeten verbunden. Energienutzung und -verbrauch ist daher ein vieldiskutiertes Thema in Politik und  Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft.

    „Städte sind ressourcenhungrig und produzieren zu viel CO2. Wir können das ändern: mittels innovativer Technologie, der Nutzung erneuerbarer Energien und der Erprobung einer Lebensweise, die ohne den übermäßigen Verbrauch von Gütern und Ressourcen funktioniert.“

    (Zielsetzung des Themenschwerpunkts Urbane Energielandschaften)

    Energie lokal produzieren – lokal nutzen

    Unter dem Motto „Energie neu denken“ haben die TeilnehmerInnen des BürgerForums „Nachhaltige Oststadt – Zukunft aus Bürgerhand“ Vorschläge für Energieeinsparmaßnahmen in der Oststadt gesammelt. Ideen, wie optimierte Heizungssysteme mit erneuerbarer Wärme und regenerativem Strom, autark versorgte Wohnblöcke sowie eine Energieberatung, wurden hier eingebracht. Um derartige Maßnahmen koordinieren zu können wurde rasch klar, es braucht ein umfassenden Energiekonzept für die Oststadt. Und zwar ein Konzept, das mehrere Ebenen umfasst, indem es die übergeordneten Gebäude-, Eigentümer- und Nutzungsstrukturen berücksichtigt und gleichzeitig die konkreten energetischen Einspar- und Umrüstungsmöglichkeiten für jedes einzelne Gebäude aufzeigt.

    Zur Weiterentwicklung der Ideen aus dem BürgerForum und zur Erarbeitung und Umsetzung des Energiekonzept-Ansatzes hat sich eine Expertengruppe aus WissenschaftlerInnen verschiedener Institute des KIT (ITAS, IIP, EIFER, fbta) im R131-Projekt „Energiekonzept“ zusammengefunden. Darüber hinaus wurde eng mit der Stadt Karlsruhe, der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK), Haus & Grund Karlsruhe zusammengearbeitet und auch Lehrveranstaltungen einbezogen. Mit diesen Voraussetzungen galt es nun, die umfangreichen Ideen aus dem BürgerForum anzugehen.

    Daten über Daten –  aber den Gebäudebestand genau im Blick!

    In Hinblick auf bestehende, über Jahrzehnte gewachsene Stadtquartiere, wie die Karlsruher Oststadt, ist es wichtig einen genauen Blick auf den baulichen und energetischen Zustand des alten Gebäudebestands zu werfen, denn:

    • der Gebäudebestand ist für rund 50 % der geförderten Rohstoffe und des Energieverbrauchs verantwortlich.
    • die Wärmeversorgung in Gebäuden verursacht 30% der direkten Treibhausgasemissionen in Deutschland.
    • die Raumheizung macht 70% des Energieverbrauches in Wohngebäuden aus.

    Im Zentrum des R131-Projektes „Energiekonzept“ standen daher die Fragen:

    • Wieviel Energie verbrauchen die Gebäude in der Oststadt?
    • Welche Möglichkeiten gibt es, um den Verbrauch von nichterneuerbar erzeugter Energie zu reduzieren?
    • Wo gibt es Potenziale für erneuerbare Energien und wie können wir diese Potenziale nutzen?

    Um diese Fragen angehen zu können, brauchte es genaue Kenntnis über die einzelnen Gebäude und ihren jeweiligen Energieverbrauch und -bedarf. Kurzum: Daten. Und zwar eine ganze Menge davon. Denn der energetische Gebäudezustand wird durch eine Reihe an Faktoren beeinflusst: Baualter, Nutzungsart, Geschosse, Form, Fläche und  Rauminhalt sowie verwendete Rohstoffe, die in den Gebäuden gebunden sind (z.B. Beton, Mauersteine, Holz, Lehm oder Dachziegel), spielen dabei eine wichtige Rolle. Zu all diesen Aspekten mussten Informationen gesammelt werden, die in einer Datenbank zusammengetragen und analysiert wurden.

    Wichtige Beiträge zu dieser Vollerhebung leistete das  Seminar „Energieeffizienz im Gebäudebestand in der Karlsruher Oststadt“, welches am Institut für Industriebetriebslehre und Industrielle Produktion (IIP) im  Wintersemester 2015/16 stattfand. Die Studierenden übernahmen die Datenaufnahme vor Ort, vervollständigten die bisherigen Datengrundlagen der Stadt  in Bezug auf den Gebäudebestand Oststadt und berechneten die Energiebilanz für verschiedene Gebäudetypen.

    Aufbauend auf der 3D Datenbank der Stadt Karlsruhe wurde aus den Daten ein detailliertes 3D Gebäudemodell der bestehenden Gebäudestruktur in der Oststadt entwickelt, das räumliche Informationen zu mehr als 2600 Gebäuden bereithält. Mit dem Modell lassen sich z.B. der Energiebedarf eines Gebäudes, die darin gebundenen Rohstoffe und sogar konkrete Kennzahlen, wie der Wasserbedarf, berechnen.

    Klein anfangen – EigentümerInnen und NutzerInnen als Schlüsselfaktoren

    Nicht nur die Gebäude wurden in den Blick genommen, sondern auch die Eigentümerstrukturen – denn ihre Motivation zur Nutzung erneuerbarer Energien ist ein wichtiger Faktor. Allerdings war bisher wenig über die Bereitschaft der EigentümerInnen hinsichtlich energetischer Gebäudemodernisierung – vor allem der privaten EigentümerInnen, die rund 75% in der Oststadt ausmachen – bekannt. Durch Befragungen (online-, telefon- und papierbasiert) konnten Profile erstellt werden. Dabei hat sich gezeigt, dass die Aufklärung über Energiefragen zunächst wichtiger ist, um das Energiebewusstsein zu stärken, als konkrete Berechnungen zum Energieverbrauch. Auch die Tatsache, dass bereits durch kleine Anpassungen im Nutzerverhalten (z.B. Heizbetrieb auf Sommermodus umstellen, Nachtabsenkung ja/nein) eine Ersparnis erreicht werden kann, wurde als motivierend gesehen. Zudem stellte sich heraus, dass „sichtbare“ Energie einfacher einzusparen ist als „unsichtbare“. Demzufolge fällt den BewohnerInnen das Einsparen von Wasser (sichtbarer Verbrauch) einfacher als das von Strom (nicht sichtbar).

    Die Oststadt im Energie-Check

    Die von den BürgerInnen angeregte Energieberatung wurde 2015 im Zukunftsraum eingerichtet: Hier wurde kostenfrei und in Zusammenarbeit mit der Karlsruher Energie- und Klimaagentur (KEK) und der Verbraucherzentrale zu Themen rund um Energie und Klima beraten und ein Überblick über die Energiechecks der KEK gegeben. Das Angebot umfasste neben Beratungsterminen auch die Bereitstellung von Informationen zu energetischen Sanierungsmaßnahmen  sowie deren Finanzierungs- und Fördermöglichkeiten, öffentliche Fachvorträge und die direkte Vermittlung an Experten. Damit wurde eine lokale Anlaufstelle geschaffen, um den OststädterInnen den Einstieg in eine nachhaltige Lebensweise hinsichtlich Energie und Klima zu erleichtern und sie dabei zu unterstützen, ihren  Strom-,  Heizungs- oder Wasserverbrauch zu optimieren.

    Einer dieser Vorträge fand dieses Jahr im Zukunftsraum beim Themenabend – Zukunft Energie statt. Hier hatten Wissenschaftler und BürgerInnen Gelegenheit zum Austausch über die Ergebnisse der Befragungen und Kartierungen sowie Einzelheiten der Gebäudeanalyse. Die Plakate dazu sind weiter unten im Beitrag auch nochmals verlinkt.

    Über den lokalen Maßstab hinaus, wurde das R131-Energieprojekt auf der EU Sustainable Energy Week 2017 (EUSEW) vorgestellt und mit einem Fachpublikum aus Politik und Wissenschaft rege diskutiert.

    Und wie geht’s weiter?

    Das Thema Energie wird uns weiterhin in der Oststadt begleiten und sich verstärkt mit dem Thema Klimaschutz auseinandersetzen.

    Dabei sind wir offen für eure Ideen und suchen auch 2018 aktive MitstreiterInnen, die uns helfen wollen, die Oststadt in Sachen Klima und Energie noch nachhaltiger zu gestalten.

    Du hast Fragen, Wünsche oder möchtest ein Projekt realisieren? Dann schau doch mal bei uns im Zukunftsraum vorbei oder schreib uns (Ansprechpartner ist Volker Stelzer: volker.stelzer@kit.edu).

     

    Dies war der letzte Blogartikel zu unserem Rückblick auf die Aktivitäten der R131-Projekte. Wir danken unserer Praktikantin Vanessa Kügler für die sorgfältige Aufarbeitung und Recherche!

     

    Zum Weiterlesen:

    Poster 1 „Energieeffizienz als wichtiges Gebäudemerkmal – Ergebnisse einer Befragung von Vermietern in der Karlsruher Oststadt“

    Poster 2 „Energiebedarf und gebundene Ressourcen im Gebäudebestand der Oststadt“

  13. Energieberatung: Im Zukunftsraum gibt’s einen ersten Überblick

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    Kühlschrank. Herd. Heizung. Wasserverbrauch. Die Sache mit dem Licht. Geht das alles auch irgendwie schlauer? Anstatt auf die großen Entscheidungen anderer zu warten, kann man sich kurzerhand selbst fit machen für die Zukunft. Die Fachleute für Energieberatung der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) helfen dabei.

    Im Zukunftsraum in der Karlsruher Oststadt bekommt man ab jetzt kostenfrei einen ersten Überblick über alle Beratungsangebote, die von der KEK in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale angeboten werden. Wir von Quartier Zukunft nehmen uns gerne Zeit und stellen auf Wunsch die richtigen Kontakte zu den ExpertInnen der KEK her. Ein individueller Beratungstermin, zu dem die EnergieberaterInnen persönlich nach Hause kommen, kann direkt vor Ort vereinbart werden.

     

    Energiechecks für private Haushalte

    Für Mieter und private Haus- und Wohnungseigentümer gibt es verschiedene Angebote, die Energiesparen leicht machen.

    Basis-Check:  Er befasst sich mit dem Strom- und Wärmeverbrauch, bietet eine Durchsicht der Elektrogeräteausstattung und klärt auf über einfache Energiesparmöglichkeiten. Zum Schon-mal-merken: Den Basis-Check für Privathaushalte gibt’s für 10 Euro!

    Gebäude-Check: Eigentümer und private Vermieter erhalten einen Überblick über den Strom- und Wärmeverbrauch. Auch hier gehört die Durchsicht der Elektrogeräteausstattung zum Angebot. Zusätzlich werden die Gebäudehülle und die Heizungsanlage in den Blick genommen.

    Heiz-Check: Hier werden die BesitzerInnen von Gas- und Ölheizkesseln, Fernwärmestationen und Wärmepumpen beraten. Effizienz und eine optimale Einstellung der Heizanlage stehen dabei im Fokus.

    Detail-Check: Einzelne, individuelle Fragestellungen zum Thema Energiesparen bekommen Raum und Antwort.

     

    Beratungsangebote für Unternehmen, öffentliche und gemeinnützige Einrichtungen, Vereine und Verbände

    Auch für öffentliche und gemeinnützige Einrichtungen sowie private Unternehmen gibt es Angebote, die Einsparpotenziale aufzeigen und dabei helfen, die Energiebilanz zu verbessern.

    Individuelle Vor-Ort Beratung: Hier kommen die EnergieexperInnen zur einer Initialberatung kostenfrei vorbei.

    Detail-Energieberatung: Für alle, die ihr Einsparpotenzial noch besser kennenlernen wollen. Es wird ein Maßnahmenprogramm erarbeitet, bei dessen Umsetzung die EnergiespezialistInnen der KEK begleitend zur Seite stehen.

    Bildung: Die KEK sensibilisiert zum Thema Klimaschutz und Energieeffizienz in verschiedenen Bildungsformaten. Seminare, Workshops, Mitarbeiterschulungen sowie altersgerechte Schulprojekte sind möglich. In Unternehmen kann die Verankerung einer klimafairen, energieeffizienten Unternehmenskultur begleitet werden.

     

    Tolle Sache

    Für Haushalte, die Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe oder Wohngeld beziehen, ist die Energieberatung kostenfrei. Damit auch einkommensschwache Familien Energie einsparen können und nicht an den Anfangsinvestitionen scheitern, bringen die BeraterInnen der KEK Energiesparlampen, Steckerleisten und Zeitschaltuhren gleich gratis mit.

     

    Wo und wann gibt’s den Überblick?

    Im Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft, Rintheimer Straße 46, 76131 Karlsruhe

    Dienstag 14.00 bis 18.00 Uhr

    Donnerstag  9.00 bis 18.00 Uhr

    Wer möchte, kann auch direkt von Zuhause aus einen Termin zur Energieberatung mit den ExpertInnen der KEK und der Verbraucherzentrale vereinbaren: 0721 – 480 88 0

    Die Energieberatungsvermittlung im Zukunftsraum erfolgt in Zusammenarbeit mit der KEK. Den Rahmen für das Angebot bildet das Reallabor 131 – KIT findet Stadt, das durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert wird.

     

    Lokale Infoangebote zum Thema Energie und Klimaschutz

    www.kek-karlsruhe.de

    www.sonne-trifft-dach.de

    Ist mein Dach für Photovoltaik geeignet? Gebäudescharfe Suche möglich!

    www.fachpartner-bauen-energie.de

    Hier findet man qualifizierte Handwerker, die im Zusammenhang mit energetischer Sanierung Beratung, Planung und die Durchführung solcher Projekte anbieten.

    www.klimafair-karlsruhe.org

    Der Karlsruher Klimaschutzfonds macht es möglich, mit Hilfe des CO2-Rechners die eigenen Emissionen zu berechnen und auszugleichen. Ein entsprechender Geldbetrag kann an Klimaschutzprojekte weitergegeben werden, die dann eine entsprechende Menge an CO2-Emissionen einsparen können. Für Unternehmen macht es Sinn, sich hier über das Klimafair-Siegel zu informieren!

  14. Bürgervorschläge zu Projekten

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    Im Herbst 2014 fand das „BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand“ statt. Seither wird intensiv am weiteren Umgang mit den Bürgervorschlägen gearbeitet. Im Zusammenwirken von Wissenschaft, Bürgerschaft und weiteren stadtgesellschaftlichen Akteuren sollen die Vorschläge aus dem BürgerForum nun weiterentwickelt und in kooperativen Projektvorhaben bearbeitet werden.

    Insgesamt 12 Bürgervorschläge gingen aus dem „BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand“ hervor und wurden im Bürgerprogramm gebündelt. Angestrebt wird nun, die Bürgervorschläge transdisziplinär, d.h. gemeinsam mit BürgerInnen, WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Disziplinen und anderen stadtgesellschaftlichen Akteuren weiter zu entwickeln und zu bearbeiten. Entstehen sollen transdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsprojekte, in denen die Beteiligten gemeinsam und auf Augenhöhe zusammenarbeiten, um die Bürgervorschläge in der Weiterentwicklung und Umsetzung voranzutreiben. Unterschiedliche Interessenslagen, Handlungslogiken, Perspektiven und das jeweils spezifische Wissen der Beteiligten können so in Forschung und Entwicklung bedacht und verankert werden.

    Status quo

    In einem ersten Schritt hat das Team des Quartier Zukunft nach Abschluss des BürgerForums innerhalb des KITs weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachbereiche einbezogen, die die erarbeiteten Bürgervorschläge wissenschaftlich begleiten werden. Derzeit finden hierzu erste Treffen unter Beteiligung des Quartier Zukunft Teams und weiterer KIT-Forschender statt.

    Konzipiert werden transdisziplinäre Projekte, deren Inhalte sich eng am Bürgerprogramm orientieren und die folgenden Themen auf Basis der Bürgervorschläge zum Inhalt haben:

    • Energiekonzept für das Quartier Oststadt
    • Mobilität in der Oststadt
    • Räume der Oststadt
    • Nachbarschaften, soziale Netzwerke und Gemeinschaften
    • Nachhaltiger Konsum

    Zusätzlich wird es wissenschaftliche Grundlagenprojekte geben, die die Basis für die oben genannten transdisziplinären Projektvorhaben bilden. Diese sind u.a. eine Vollerhebung zum Gebäudebestand in der Oststadt, eine Akteursanalyse sowie eine indikatorengestützte Nachhaltigkeitsanalyse und –bewertung.

    Weiteres Vorgehen

    Im nächsten Schritt sind alle an der Weiterentwicklung der BürgerForum-Inhalte Interessierten eingeladen, die transdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprojekte aktiv mitzugestalten. Diese Einladung zur Mitgestaltung richtet sich im Besonderen an die Teilnehmenden des BürgerForums Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand.

    Wenn Sie sich in den Prozess der Weiterentwicklung der Bürgervorschläge aus dem BürgerForum einbringen möchten, wenden Sie sich bitte mit dem Betreff „Reallabor“ und dem für Sie interessanten Themengebiet (Energie – Mobilität – Räume – Gemeinschaft – Konsum) per E-Mail an Colette Waitz. Wenn Sie sich bereits auf der Ergebniswerkstatt des BürgerForums in die dort ausgelegten Kontaktlisten eingetragen haben, ist dieser Schritt nicht mehr notwendig. Wir kommen dann zeitnah auf Sie zu.

    Download
    Bürgerprogramm [pdf | 2 MB]
  15. BürgerForum: Themenausschuss „Energie neu denken“

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    Am 11. Oktober 2014 startet das BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand mit einer Auftaktwerkstatt. Auf dieser Website erfahren Sie in den Tagen bis zur Auftaktwerkstatt, welche Themen im Rahmen des BürgerForums besprochen werden. Los geht es mit dem Themenauschuss „Energie neu denken – Klima schützen“. Energie ist eine der wichtigsten Ressourcen unserer Zeit, ihre Gewinnung, Verteilung und ihr Einsatz haben aber auch vielfältige Nebenwirkungen – nicht nur für das Klima.

    Ohne die Möglichkeit, jederzeit Energie zur Verfügung zu haben, ist unsere heutige Gesellschaft kaum vorstellbar. Energie ist zu einer der wichtigsten Ressourcen unserer Zeit geworden, ihre Gewinnung, Verteilung und ihr Einsatz hat aber auch vielfältige Nebenwirkungen. Der unter anderem durch die Nutzung fossiler Energieformen verursachte Klimawandel betrifft in besonderem Maße auch die in der Stadt wohnenden Menschen, vor allem im Hinblick auf häufiger auftretende extreme Wetterereignisse. So auch in der Karlsruher Oststadt. Durch den hohen Anteil an bebauten und versiegelten Flächen und den vergleichsweise wenigen Grünflächen, kann Wärme gut gespeichert werden und der Stadtteil sich schnell zur Hitzeinsel entwickeln. Gerade für ältere Personen kann das gefährlich werden. Wie können wir uns an Hitzetagen gegenseitig unterstützen? Bei starkem Regen kann das Wasser nicht schnell genug abfließen oder versickern. Erinnern Sie sich an die heftigen Stürme und Regengüsse im Juli und August im letzten Sommer? Und auch dieses Jahr hatten schon einige Bürger vollgelaufene Keller zu beklagen. Was können wir tun, um die weitere globale Erwärmung zu verhindern? Und wie können wir uns – individuell, gemeinschaftlich und technisch innovativ – an den Klimawandel und die durch ihn entstehenden Extremwetterereignisse wie Hitzewellen oder Starkregen in der Oststadt anpassen? Die „Energiewende“, der Umstieg auf erneuerbare Energieformen in allen Lebensbereichen, stellt eine der zentralen Herausforderungen unserer heutigen Gesellschaft dar. Gerade Städte spielen hierbei als Ballungsgebiete eine besondere Rolle. Wie kann unser individueller Energieverbrauch gesenkt werden? Wie können wir (gemeinsam) in der Stadt Energie erzeugen? Woher möchten wir welche umweltfreundliche Energie von außerhalb beziehen? Können wir dies gemeinschaftlich tun? Sie sind herzlich dazu eingeladen, hierüber Ihre eigenen Erfahrungen und Fragen in den Ausschuss mitzubringen, zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu entwickeln. energie_sprechblasen_2 Die weiteren Ausschussthemen werden wie folgt auf der Website des Quartier Zukunft besprochen:

    • „Stadtgesellschaft im Wandel – Lebensqualität steigern“ am Montag, den 29. September 2014
    • „Leben und Wohnen in der Oststadt“ am Mittwoch, den 01. Oktober 2014
    • „Alltagsmobilität im Blick“ am Montag, den 06. Oktober 2014
    • „Verträglich wirtschaften und arbeiten“ am Mittwoch, den 08. Oktober 2014

    Sie möchten am BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand teilnehmen? Alle Informationen zur Anmeldung finden Sie unter www.karlsruhe.buergerforum2014.de.

    Weiterführende Informationen

    Website der Stadt Karlsruhe

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Nennen Sie uns Ihre Wünsche und Vorstellungen zur Entwicklung des Quartier Zukunft. Sagen Sie uns Ihre Meinung. Was ist Ihnen besonders wichtig? Was nicht?
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Impressum und Datenschutz

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Das Projekt "Quartier Zukunft" ist ein Projekt des Karlsruher Instituts für Technologie. Dienstanbieterkennzeichnung im Sinne von §5 Telemediengesetz (TMG)

Karlsruher Institut für Technologie Kaiserstraße 12 76131 Karlsruhe Deutschland Tel.: +49 721 608-0 Fax: +49 721 608-44290 E-Mail: info@kit.edu Rechtsform: Körperschaft des öffentlichen Rechts Vertretungsberechtigt: Prof. Dr. Holger Hanselka (Präsident des KIT) USt-IdNr: DE266749428 Redaktionelle Gesamtverantwortlichkeit im Sinne des § 55 des Rundfunkstaatsvertrages (RStV): Dr. Oliver Parodi Karlsruher Institut für Technologie Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse Karlstraße 11 76133 Karlsruhe E-Mail: oliver.parodi@kit.edu Konzeption, Gestaltung und technische Umsetzung der Website The seed eG www.theseed.de Redaktionelle Betreuung Helena Trenks Karlsruher Institut für Technologie Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse Karlstraße 11 76133 Karlsruhe E-Mail: colette.waitz@kit.edu oder helena.trenks@kit.edu Copyright Für die Internet-Seiten des Karlsruher Instituts für Technologie liegen Copyright und alle weiteren Rechte beim Karlsruher Institut für Technologie, Kaiserstraße 12, 76131 Karlsruhe, Deutschland. Dies gilt auch für die Internet-Seite des Projektes Quartier Zukunft. Weiterverbreitung, auch in Auszügen, für pädagogische, wissenschaftliche oder private Zwecke ist unter Angabe der Quelle gestattet (sofern nicht anders an der entsprechenden Stelle ausdrücklich angegeben). Eine Verwendung im gewerblichen Bereich bedarf der Genehmigung durch das Karlsruher Institut für Technologie. Ansprechpartner ist die Dienstleistungseinheit Presse, Kommunikation und Marketing. Haftung für Inhalte Diese Internetseiten dienen lediglich der Information. Ihr Inhalt wurde mit gebührender Sorgfalt zusammengestellt. Das Karlsruher Institut für Technologie übernimmt aber keine Garantie, weder ausdrücklich noch implizit, für die Art, Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität des dargebotenen Materials und übernimmt keine Haftung (einschließlich Haftung für indirekten Verlust oder Gewinn- oder Umsatzverluste) bezüglich des Materials bzw. der Nutzung dieses Materials. Sollten Inhalte von Web-Seiten des Karlsruher Instituts für Technologie gegen geltende Rechtsvorschriften verstoßen, bitten wir um umgehende Benachrichtigung. Wir werden die Seite oder den betreffenden Inhalt dann umgehend entfernen. Bildrechte Der Dienstanbieter hat alle Nutzungsrechte zu den auf dieser Seite abgebildeten Fotografien, Grafiken, Tondokumente und Videosequenzen nach bestem Wissen und Gewissen angemeldet. Falls sich eine Person in ihren Rechten verletzt fühlt, bitten wir um die Kontaktaufnahme mit dem Karlsruher Institut für Technologie, um die Angelegenheit aufzuklären. Haftung für externe Web-Seiten Die Web-Seiten des Karlsruher Instituts für Technologie enthalten Links zu Informationsangeboten auf Servern, die nicht der Kontrolle und Verantwortlichkeit des Karlsruher Instituts für Technologie unterliegen. Das Karlsruher Institut für Technologie übernimmt keine Verantwortung und keine Garantie für diese Informationen und billigt oder unterstützt diese auch nicht inhaltlich. Datenschutzerklärung Informationen über die Erhebung personenbezogener Daten Die Betreiber dieser Seiten nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst. Personenbezogene Daten sind alle Daten, die auf Sie persönlich beziehbar sind, z. B. Name, Adresse, E-Mail-Adressen und Nutzerverhalten (Informationen, die sich auf eine identifizierbare natürliche Person beziehen (Art. 4 Nr. 1 der EU-Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO)). Verantwortlicher gem. Art. 4 Abs. 7 DS-GVO ist der Präsident des KIT, Prof. Dr.-Ing. Holger Hanselka, Kaiserstraße 12, 76131 Karlsruhe, info@kit.edu (siehe Impressum). Unsere Datenschutzbeauftragte erreichen Sie unter datenschutzbeauftragter@kit.edu oder der Postadresse mit dem Zusatz „Die Datenschutzbeauftragte“. Bei Ihrer Kontaktaufnahme mit uns per E-Mail oder über ein Kontaktformular werden die von Ihnen mitgeteilten Daten (Ihre E-Mail-Adresse, ggf. Ihr Name und Ihre Telefonnummer) von uns gespeichert, um Ihre Fragen zu beantworten. Die in diesem Zusammenhang anfallenden Daten löschen wir, nachdem die Speicherung nicht mehr erforderlich ist, oder schränken die Verarbeitung ein, falls gesetzliche Aufbewahrungspflichten bestehen. Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich. Erhebung personenbezogener Daten Bei der bloß informatorischen Nutzung der Website erheben wir nur die personenbezogenen Daten, die Ihr Browser nach den von Ihnen vorgenommenen Einstellungen an unseren Server übermittelt (Server Log Files). Zur Ansicht unserer Website erheben wir die Daten, die hierfür und zur Gewährleistung der Stabilität und Sicherheit technisch erforderlich sind gemäß Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit. f DS-GVO:
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