Veranstaltungen

  1. Vom 24.12. bis 06.01. machen wir Winterpause!

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    Liebe FreundInnen des Quartier Zukunft.

    Wir sammeln neue Kräfte, nehmen uns Zeit für unsere Familien und halten Winterschlaf. In der Zeit vom 24. Dezember bis 06. Januar ist der Zukunftsraum geschlossen und unsere Kommunikationskanäle ruhen.

    Wir blicken zurück auf ein sehr schönes Jahr 2018. Das Quartier Zukunft Team ist gewachsen, zwei neue Projekte sind gestartet, wir haben ein Brettspiel entwickelt, ein Forschungskolloquium ins Leben gerufen und sind mit dem Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“ ausgezeichnet worden, um nur ein paar Beispiele zu nennen.

    Doch der Motor von Quartier Zukunft seid ihr, die Menschen, die mitmachen, uns besuchen und inspirieren! Dafür möchten wir uns nochmal ganz herzlich bei Euch für bedanken!

    Ab dem 07. Januar starten wir ins neue Jahr und freuen uns schon darauf, euch wiederzusehen!

    Bis dahin frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Das Quartier Zukunft-Team

  2. Lasst uns über Energie sprechen!

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    Wir haben Nachwuchs! Im Sommer 2018 startet ein neues Projekt, das uns die nächsten Jahre begleiten wird. In diesem Blogartikel erfahrt ihr worum es geht, was euch erwartet und wie ihr eure Ideen einbringen könnt!

    Speichertechnologien, regenerative Energien und gekoppelte Energienetze – in Zukunft wird die Welt der Energiesysteme sehr viel komplexer werden. Der Strom in der Steckdose kommt nicht mehr zwingend aus einem Kraftwerk. Werden wir in Zukunft alle zu sogenannten Prosumern, die Strom selbst produzieren und in Smart Homes leben?

    Die Energiewende wird kommen, aber die geplanten Veränderungen werfen so einige Fragen auf. Ein so ambitioniertes und großes Projekt kann nicht ohne Verständnis und Einbeziehung der Bevölkerung klappen. Alle müssen Bescheid wissen, damit wir gemeinsam an einem Strang ziehen können. Genau deswegen soll mit Beteiligung des Quartier Zukunft ein Wissensdialog über die Energiewende starten.

    Dank der Erfahrungen, die wir im Laufe der Jahre in den Reallaboren Quartier Zukunft und Reallabor 131 gesammelt haben, konnten wir dieses neue Projekt gewinnen!

    Herzlich Willkommen „Energietransformation im Dialog“.

    Dieses neue Projekt (kurz „Energiedialog“ genannt) wird zunächst zu einem Teil von Quartier Zukunft und später eine Säule des in den nächsten Jahren entstehenden „Karlsruher Transformationszentrums für nachhaltige Zukünfte“ (kurz KAT) werden, über das wir hier bereits berichtet haben. 30 Monate „Energiedialog“ sind uns sicher. Nach 2 Jahren wird der Erfolg des Projekts untersucht und der Zeitraum – hoffentlich – auf 4 Jahre verlängert.

    Die Ziele, die das Projekt verfolgt sind klar: Wir möchten den Umbau des deutschen Energiesystems der Öffentlichkeit auf neue Weise zugänglich machen und gleichzeitig neue Wege des Mitmachens erschließen. Dafür werden wir den Dialog organisieren, Informationen aufbereiten und bereitstellen und unterschiedliche Akteure zusammenbringen.

    Soweit so gut, aber wie sieht das dann konkret aus?

    Es ist zwar noch nicht alles in Stein gemeißelt, aber ihr dürft euch schon mal auf zahlreiche Info- und Erklärvideos, eine Tour zu nachhaltiger Energie, eine Hand voll Szenario-Workshops, einige transdisziplinäre und transformative Projektseminare, Realexperimente und ein BürgerForum zum Thema nachhaltige Energien freuen. Wichtig ist, dass die Kommunikation keine Einbahnstraße wird. Wir wollen Wissen vermitteln, aber genauso Impulse von euch, von der Gesellschaft, zurück in die Forschung holen und dort fruchtbar machen. So könnte ein Workshop für Haushalte mit geringem Einkommen durchgeführt werden, in dem wir eure Erwartungen und Befürchtungen – bezogen auf die Energiewende – erfahren und Anregungen für Verbesserungen mit euch zusammen herausarbeiten.

    Verschiedene Formate – verschiedene Zielgruppen!

    Mit diesem Projekt weiten wir unsere Zielgruppe über die Grenzen der Oststadt auf ganz Karlsruhe und auch darüber hinaus aus. Es wird Formate geben, die im gesamten deutschsprachigen Raum genutzt werden können. Dennoch wird es auch weiterhin Aktivitäten und Veranstaltungen in Karlsruhe und in der Oststadt geben.

    So divers wie die Formate sind, so divers ist auch die Zielgruppe. Verschiedene Unterprojekte können sowohl die breite Öffentlichkeit als auch spezifische Akteursgruppen wie zum Beispiel Vertreterinnen und Vertreter der Energiewirtschaft oder Industrie adressieren oder Akteure aus der Zivilgesellschaft, Verbraucherverbänden, aber auch Lehrerinnen und Lehrer, Energieberaterinnen und Berater, Studierende, so genannten Early Adopters und, und, und.

    Bleibt das Quartier Zukunft und der Zukunftsraum?

    Heißt das, wir haben uns umorientiert und sind jetzt nicht mehr im Quartier zu finden? Nein, keine Sorge. Wie oben beschrieben – das Projekt Energiedialog wird seinen Platz im Rahmen des Quartier Zukunft finden und soll ab 2020 eine Säule des neu entstehenden KAT bilden. So wird es uns noch mehr Gelegenheit bieten, mit euch, den Bürgerinnen und Bürgern der Oststadt gemeinsam eine nachhaltige Entwicklung und die Energiewende voranzutreiben. Auch der Zukunftsraum wird bleiben und wie gewohnt für Gruppentreffen, Veranstaltungen und Austausch zur Verfügung stehen.

    Wann geht’s los?

    Die Planungen und Vorbereitungen für die vielen Formate beginnen gerade. Im kommenden Jahr 2019 wird einiges davon durchgeführt werden. Bis dahin braucht ihr noch ein bisschen Geduld, aber wir halten euch auf dem Laufenden!

    Bring dich ein!

    Hast du selbst noch eine Idee für ein Projekt oder ein Format, das nicht fehlen darf? Egal ob Einzelperson oder Gruppe, bring dich ein und gestalte mit uns den Energiedialog! Bei Interesse schreib an volker.stelzer@kit.edu.

    Wir freuen uns schon, wenn der Funke überspringt :).

     

  3. Tolle Neuigkeiten: Das Reallabor wird ausgebaut!

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    Vom Wissen zum Handeln: Unter diesem Motto ist in den letzten Jahren in der Oststadt mit Unterstützung des Reallabors Quartier Zukunft und R131 viel passiert.

    Auch der Zukunftsraum hat sich inzwischen zu einem Fixpunkt in der Oststadt entwickelt. Leider sah es zunächst so aus, als ob unsere Förderung zum Jahresende hin ausliefe. Wie einige von euch wissen, haben wir daher Folgeanträge geschrieben und Ideen gesammelt bis uns die Köpfe rauchten. Ende 2017 hieß es dann fürs erste: aufatmen! Mit der Anschlussforderung des KIT-Präsidiums war das Fortbestehen des Projekts für 2018 seit September letzten Jahres zumindest in abgespeckter Form gesichert (wir berichteten in unserem Herbstnewsletter). Umso mehr freuen wir uns nun, weitere gute Nachrichten ankündigen zu können: das Ministerium für Wissenschaft und Kunst (MWK) des Landes Baden-Württemberg hat dem Reallabor für die nächsten zwei Jahre ebenfalls eine Anschlussfinanzierung zugesagt.

    Nun geht es darum, die Zukunft des Reallabors zu planen. Unser großer Wunsch ist es, das Projekt zu verstetigen, um auch in Zukunft ein verlässlicher, kontinuierlicher Ansprechpartner für die nachhaltige Entwicklung der Oststadt und auch ganz Karlsruhes zu sein. Daher wollen wir die nächsten zwei Jahre nutzen, um aufbauend auf das aktuelle Projekt das „Karlsruher Transformationszentrum für nachhaltige Zukünfte und Kulturwandel“ (kurz: KAT) entstehen zu lassen. Damit soll langfristig der Kulturwandel zu mehr Nachhaltigkeit und der damit verbundene technische, soziale und institutionelle Umbau unserer Gesellschaft unterstützt werden. Für uns ist das ein großer Meilenstein. Zudem ist es auch ein wichtiges Signal dafür, dass die Arbeit im Reallabor, gemeinsam mit und direkt in der Gesellschaft vor allem eines braucht: Zeit. „Sollen Reallabore ihr wissenschaftliches und transformatorisches Potenzial entfalten, kommt es essenziell darauf an, sie langfristig auszurichten und zu institutionalisieren. Diese Herausforderung möchten wir mit dem KAT nun angehen“, meint dazu auch Projektleiter Oliver Parodi.

    Im kommenden Jahr werden nun also die Arbeiten in der Oststadt weitergeführt während zeitgleich mit dem Aufbau des KAT begonnen wird. Mit der Entstehung des Transformationszentrums wollen wir unser Aufgabenspektrum ausbauen: Bildung, Beratung sowie transdisziplinäre Grundlagenforschung sollen das Portfolio des bestehenden Reallabors ergänzen. Erkenntnisse zum Thema „Reallabor“, die wir in den letzten Jahren gesammelt haben, können wir dabei nutzen und weiterentwickeln, um die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft noch enger zu verschränken. In diesem ergebnisoffenen Prozess entsteht Wissen, das in der Praxis etwas bewirkt. Unsere Vision ist es, mit dem KAT einen lokal, national und international wirksamen und sichtbaren Motor für Nachhaltige Entwicklung zu erarbeiten.

    Ihr als BewohnerInnen des Quartiers bildet dabei nach wie vor den wichtigsten Teil unserer gemeinsamen Arbeit. Wir freuen uns, dass mit dieser Förderung nun eine Zukunft gesichert ist, in der wir weiterhin Hand in Hand einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten können. Natürlich halten wir euch auch weiterhin über die Entwicklungen im Reallabor auf dem Laufenden.

    Pressemittelung des KIT

  4. Auf den Spuren des Reallabor 131 – Teil III Soziales & Raum

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    Fast drei Jahre ist es schon her: Anfang 2015 wurde das Reallabor R131: KIT findet Stadt unter dem Dach des Rahmenprojektes Quartier Zukunft – Labor Stadt ins Leben gerufen. Im Rahmen der Förderlinie BaWü-Labs vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt trat es mit dem Ziel an neue Modelle für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gesellschaft zu erproben. Nach der nun fast dreijährigen Laufzeit wagen wir einen Rückblick. 

    Ein Beitrag von Vanessa Kügler & Helena Trenks

    Über die R131-Projekte Nachhaltiger Konsum und Mobilität haben wir bereits  berichtet. Weiter geht es mit dem dritten Teil unserer Blogreihe. Diesmal widmen wir uns den Aktivitäten, die sich unter dem Überbegriff „Soziales & Raum“ in den letzten Jahren in der Oststadt entwickelt haben. Zu Beginn noch als zwei einzelne R131-Projekte gestartet („Raum“ und „Soziales“), wurden schnell die vielen Zusammenhänge zwischen beiden Themen erkennbar und so haben wir sie zu einem gemeinsamen R131-Projekt verschmolzen.

    Denn Freiflächen können die Vernetzung im Quartier entscheidend beeinflussen, indem sie z.B. Netzwerke fördern, Orte und Anlässe für Gemeinschaft und Kommunikation schaffen und die im Stadtteil lebenden Menschen – aller Generationen – miteinander bekannt und vertraut machen. Gerade für Gruppen, die stark auf das Nachbarschaftsumfeld angewiesen sind (z.B. Senioren, Familien), ist so ein Raum von immenser Bedeutung. Als Flächen für Sport, Spiel, Begegnung und Bewegung sind sie essentiell für die Gesundheitsförderung. Und gerade in Zeiten einer beschleunigten Gesellschaft, sind vor allem Ruheflächen ein wichtiger Gegenpol zur ständigen Mobilität in unserem Alltag. Hier können wir lernen aus der Bewegung wieder in die Ruhe zu finden – uns zu erholen. Es zeigt sich also, der Raum beeinflusst das soziale Miteinander ….und umgekehrt.

    In diesem Sinne war das überordnete Ziel von „Soziales & Raum“ die öffentlich zugänglichen Räume in der Oststadt ausfindig zu machen und sie auf ihre Bedeutung und ihr Potenzial für die Begegnung und Bewegung im Stadtteil zu untersuchen.

    Die Oststadt als Sozial- und Freiraum

    Auch bei diesem R131-Projekt dienten die Ergebnisse des BürgerForums als Ausgangspunkt. Vor dem Hintergrund, dass unsere Städte immer größer und dichter werden, unsere Bevölkerung immer älter und bunter wird, haben sich die BürgerInnen gefragt:

    Welche Bedeutung werden soziale Netzwerken in Zukunft haben ? Welchen Beitrag kann Nachbarschaft zur Lebensqualität im Quartier leisten? Welche Rolle spielt dabei der öffentliche Raum? Wie können wir in Zeiten expandierender Stadt die grünen Qualitäten des Stadtteils erhalten? 

    Im BürgerForum wurden vor allem die Aspekte Ruhe, Bewegung, Gesundheit und soziales Miteinander als wichtige (Lebens-)Qualitäten von Freiraum in der Nachbarschaft hervorgehoben. Diese Themen wurden dann von der R131-Projektgruppe aufgegriffen und vertieft. In einem ersten Schritt wurden die bestehenden Freiräume in einer Freiraumanalyse der Oststadt genauer betrachtet:

    • Welche Freiräume gibt es?
    • Wie werden diese von den BürgerInnen wahrgenommen, genutzt und bewertet?
    • Welche Potentiale bieten diese Freiräume für zukünftige Nutzungen (Besonders im Hinblick auf Ruhe, Bewegung und Begegnung)?

    Beobachtungen, Spaziergänge, Kartierungen, Anwohnerbefragungen und Expertengespräche halfen ein (Stimmungs-)Bild der gegenwärtigen Lage zu gewinnen. Dazu wurde auch eine „emotionale Stadtkarte“ erarbeitet. Dabei kristallisierten sich der Gottesauer Platz, das Durlacher Tor/der Bernhardusplatz, der Otto-Dullenkopf Park und die Achse Ludwig-Wilhelm Straße Straße/Gerwigstraße – Georg-Friedrich Straße als „Hotspots“, sowohl im positiven als auch im negativen Sinn, heraus. Aus diesen ersten Ergebnissen ergaben sich drei Schwerpunktthemen.

    (Mehr) Raum für Begegnung – Bewegung – Beruhigung

    Aus 1 mach 3: Die Teilprojekte 

    Aus all diesen Ergebnissen der Freiraumuntersuchung und den Kernpunkten aus dem BürgerProgramm entstand ein „Werkzeugkasten“. Es wurden drei Teilprojekte gebildet, die von Untergruppen an verschiedenen Lehrstühlen des KIT bearbeitet wurden und an denen sich neben dem R131-Team Studierende, Vertreter der Stadtverwaltung, BürgerInnen, Bewegungsanbieter in der Oststadt und Forschende des KIT beteiligt haben.

    Vorhandene Räume neu denken: Das Teilprojekt „Linear Square“

    Das Teilprojekt Linear Square an der Fakultät für Architektur beschäftigte sich mit der Qualität von Bewegungsräumen – Wegen, Straßen, Plätzen. Aus dem bestehenden Wegenetz der Oststadt sollte ein ganz besonderes Konzept entstehen: Ein linearer Platz! Meint: Einen Freiraum  für Bewegung und Begegnung, der die Nachbarschaft verbindet und der von den Oststadt-BewohnerInnen aktiv, generationsübergreifend und nachhaltig genutzt wird. Sozusagen eine „Allmende“ direkt in der Stadt, die Gesundheit und Wohlbefinden, spielerische Aktivität und Aneignung ermöglicht. 

    Um die Vielzahl alltäglicher Bewegungen erfassen und über diese sprechen zu können, wurden der BewegungsPLANOststadt sowie Straßensteckbriefe erstellt. Gespräche mit OststadtbewohnerInnen ermöglichten die Erstellung individueller Bewegungsprofile von Nutzern. Zusätzlich fand an der Fakultät für Architektur das experimentelle Seminar „Wege/Gehen“ statt, innerhalb dessen thematische Spaziergänge durch die Oststadt erarbeitet wurden – z.B. „Gehen bei Nacht“ oder „Bewegung für Jung und Alt“. Genau hinsehen, lautete die Devise.

    Freiräume gestalten: Das Teilprojekt „Mapping Space“

    Um die Gestaltung und Wahrnehmung öffentlicher Plätze und Orte ging es beim Teilprojekt Mapping Space (ebenfalls Architekturfakultät), das 2016 bis 2017 mit ArchitekturstudentInnen durchgeführt wurde. Mit dem Ziel versteckte Potenziale von Straßen, Wegen, Plätzen, Grünflächen oder Höfen aufzudecken und den öffentlichen Raum neu zu inszenieren, entwickelten die Studierenden Geländespiele (Geocaching) für die Oststadt, landschaftsplanerische Gestaltungsideen für den Bernhardusplatz oder die Achse vom Gottesauer Platz bis zur Karl-Wilhelm-Straße und setzten sich auch theoretisch mit der Oststadt auseinander. Die Lehrveranstaltungen fanden abwechselnd im Zukunftsraum und am Fachbereich statt. Einige Zwischenpräsentationen wurden öffentlich abgehalten. Und auch die Studierenden wiederum nahmen an einem Oststadtpicknick teil und diskutieren dort ihre Ideen. Damit hat dieses Unterprojekt zwei Lernräume verknüpft: Die Uni –Lernort für die angehenden ArchitektInnen – und das Reallabor – Lernort für die Stadtgesellschaft. Den Reader mit den Ergebnissen der verschiedenen Übungen könnt ihr euch hier herunterladen. Für eine höhere Auflösung, wendet euch gern an uns. Eine gedruckte Version findet ihr außerdem bei uns im Zukunftsraum.

    Gemeinsam in Bewegung: Das Teilprojekt „Netzwerk Bewegung“

    Das Netzwerk Bewegung der Oststadt war Thema am Institut für Sport und Sportwissenschaften: Hier wurden die Bewegungsangebote, Bewegungsräume und Beziehungsstrukturen, der an Bewegung beteiligten Akteure, im Teilprojekt Netzwerk Bewegung genauer unter die Lupe genommen. Freie, alltägliche Formen der Bewegung und des Spielens waren dabei ebenso wichtig, wie organisierte, traditionelle Sportaktivitäten durch Sportvereine.

    • Welche Sport- und Bewegungsmöglichkeiten bietet die Oststadt?
    • Wer nutzt diese Bewegungsfreiräume und wofür?
    • Wie ist diese Nutzung organisiert?
    • Welche Beziehungen bestehen zwischen den Nutzern (z.B. Informationsaustausch, gemeinsame Organisation, Verleih von Sportgeräten oder ähnliches)?

    Zudem wurden die Freiräume unter dem Gesichtspunkt „Alltagsbewegung“ betrachtet und die Fußgänger- und Fahrradfreundlichkeit im Quartier zur Diskussion gestellt (Walkability & Bikeability). In puncto Fußgängerfreundlichkeit können auch die Bürger selbst aktiv werden und mit der Walkability-Checkliste Verbesserungspotentiale in der Oststadt aufzeigen.

    Der Mix macht’s! Mach mit!

    Eines ist klar: Das R131-Projekt Soziales & Raum zeichnet sich vor allem durch den seinen Mix an Methoden und Beteiligten aus. Fächerübergreifend und mit unterschiedlichem Background, arbeiten Stadt, WissenschaftlerInnen, BürgerInnen und Studierende Hand in Hand und profitieren so vom Theorie- und Praxiswissen untereinander. Und genau das ist es doch, was das Reallabor ausmacht!

    Daneben fanden auch kleinere Veranstaltungen im Quartier statt, die das Augenmerk auf den öffentlichen Freiraum lenken sollten. So hat das Quartier Zukunft 2014 und 2016 das „Freiluftwohnzimmer“ initiiert und teilgenommen. Getreu dem Motto „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“, können die StädterInnen bei der Aktion den öffentlichen Freiraum zurückerobern und nebenbei ihre Nachbarn bei Kaffee und Kuchen vor der Haustür besser kennenlernen.

    Wir wollen auch zukünftig zu den Themen Gemeinschaft und (Frei)Raum in der Oststadt aktiv sein. Bei der Frage wie das aussehen könnte, seid Ihr und Eure Ideen gefragt! Die Aktivitäten des R131-Projekts Soziales & Raum sind zum Großteil abgeschlossen, unser Engagement in dieser Hinsicht aber noch lange nicht!

    Du hast auch eine Idee oder einen Wunsch, wie deine Oststadt als sozialer Raum noch besser werden kann? Wir suchen immer kreative Köpfe die aktiv werden wollen! Meldet Euch einfach bei uns (Ansprechpartnerin ist Helena Trenks: helena.trenks@kit.edu) oder kommt zu unseren Öffnungszeiten im Zukunftsraum vorbei.

  5. Auf den Spuren des Reallabors 131 – Teil I Konsum

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    Fast drei Jahre ist es schon her: Anfang 2015 wurde das Reallabor R131: KIT findet Stadt unter dem Dach des Rahmenprojektes Quartier Zukunft – Labor Stadt ins Leben gerufen. Im Rahmen der Förderlinie BaWü-Labs vom Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt und mit dem Ziel neue Modelle für die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gesellschaft zu erproben, machte sich das R131 auf den Weg in Richtung nachhaltige(re) Stadtentwicklung. Nach der nun fast dreijährigen Laufzeit wagen wir einen Rückblick.

    Ein Beitrag von Vanessa Kügler

    In den nächsten drei Monaten widmen wir uns daher in unserem Blog schwerpunktmäßig den Erfahrungen aus den R131-Themen:

    Nachhaltiger Konsum – MobilitätSoziales und RaumEnergie

    Die Themen basieren auf den Wünschen der BürgerInnen, die Ende 2014 am BürgerForum „Nachhaltige Oststadt – Zukunft aus Bürgerhand“ des Quartier Zukunft teilgenommen haben und bilden den Kern der Forschung im R131. Damit ist das Reallabor untrennbar verwoben mit genau denjenigen, die es betrifft: den BürgerInnen.

      

    Teil I: Nachhaltig konsumieren – auch in der Stadt. Die Oststadt macht’s vor!

    Den Auftakt unserer Blogreihe bildet das Thema „Nachhaltiger Konsum“. Was hat sich diesbezüglich in der Oststadt getan? Was sind nachhaltige(re) Konsumweisen und wie lassen sie sich ins Stadtquartier und den Alltag der BewohnerInnen integrieren?

    „Kaufen hat eine Wirkung – auf Mitwelt, Umwelt, Nachwelt und uns selbst. Wir wollen dazu beitragen, Konsum bewusst, nachhaltig und lokaler zu gestalten und an Kulturtechniken wie Tausch und Reparatur erinnern.“

    (Zielsetzung des Themenschwerpunkts Nachhaltiger Konsum)

    Das Thema Konsum hat uns im Quartier Zukunft schon lange begleitet – noch bevor das R131 in den Startlöchern stand. Mit der Initiierung des ReparaturCafés gab es bereits 2013 erste Aktivitäten, die die Wegwerf-Kultur infrage stellen und ein Gegenmodell aufzeigen. Aus dem ReparaturCafé Karlsruhe ist inzwischen ein eigenständiger Verein hervorgegangen. Über diese Entwicklung freuen wir uns natürlich sehr – und genauso darüber, hierbei Impulsgeber und Starthelfer gewesen zu sein!

    Zudem wurde an Themenabenden beispielsweise über die Möglichkeiten regionaler Ernährung in der Stadt diskutiert.

    Diese konsumkritischen Veranstaltungen wurden eingebunden in das R131-Projekt „Nachhaltiger Konsum“ und ab 2016 durch weitere Praxisbausteine ergänzt – mit dem Ziel gemeinsam alternative Konsumweisen in der Oststadt zu erproben.

       

    Im KonsumCafé macht Andershandeln Spaß – und auch die NachhaltigkeitsExperimente sind dabei

    Um den auf nachhaltigen Konsum ausgerichteten Aktivitäten des Reallabors einen verbindenden Rahmen zu geben, haben wir dieses Jahr das Format „KonsumCafé“ eingeführt. Regelmäßige Angebote dieses Formats sind die „Kleidertausch-Party“ und die „Pflanzentauschbörse“, die bereits zum festen Bestandteil des Quartierslebens geworden sind. Aber auch punktuelle Aktivitäten wie Vorträge und Workshops (z.B. Ökodorf trifft Quartier Zukunft oder der Quartier Zukunft-Stammtisch zum Thema Konsum an Weihnachten) haben sich etabliert. Wir wollen damit zeigen, das nachhaltig handeln und konsumieren Spaß machen und motivieren kann.

    Nebenbei gibt es bei den Veranstaltungen Hintergrundinfos zu Textilindustrie, zu Produktionsbedingungen im Bekleidungssektor oder zur Saatgutsouveränität. Außerdem werden Ideen ausgetauscht, wie jedeR Einzelne etwas ändern kann.

    Auch zwei der „NachhaltigkeitsExperimente“ setzen sich direkt oder indirekt mit dem Thema Konsum auseinander: Das Secondhand-Label „Second Future“ und das Urban Gardening-Experiment „Beete und Bienen“. Ein schöner Effekt: Veranstaltungen des KonsumCafés haben sich mit den NachhaltigkeitsExperimenten zusammengetan, um Ihre Ziele gemeinsam zu verwirklichen. Das bestes Beispiel hierfür ist die Kooperation der Kleidertausch-Party mit „Second Future“ – eine tolle Ergänzung, wie wir finden!

    Die verschiedenen Veranstaltungs- und Beteiligungsformate sind damit wesentliche Bausteine und Plattformen für Wissensaustausch und neue Arten der Zusammenarbeit.

    Wissen ist Macht – und hilft weiter!

    Die Mitmach-Angebote sind jedoch nur ein Teil der R131-Aktivitäten: Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Kommunikation und Information über die Schwerpunktthemen. Dies geschieht durch unseren Blog, auf dem wir regelmäßig über Konsum(alternativ)-Themen berichten. Unsere Website ist ein wichtiges Werkzeug um Wissen über nachhaltige Konsumweisen im Quartier und darüber hinaus zur Verfügung zu stellen. Es sind bereits mehrere Beiträge zu dieser Thematik erschienen.

    Diese drehen sich unter anderem um:

    Leselust geweckt? Hier geht’s zur Übersicht bereits erschienener Beiträge.

    Ein Reallabor – Warum eigentlich?

    Im Rahmen des Reallabors 131 sind vielfältige Ansätze und Ideen für eine nachhaltige(re) Lebensweise in der Stadt entstanden. Einige wurden umgesetzt und laufen nun zum Teil in Eigenregie von BürgerInnen weiter.

    Das Thema nachhaltiger Konsum ist für die Experimente besonders greifbar, da es im Alltag täglich auftaucht. Es eignet sich also besonders gut dafür einmal genauer hinzusehen, Strukturen und Gewohnheiten zu hinterfragen und neues auszuprobieren.

    Beispielsweise liegt der Ansatz „Teilen und Tauschen statt Besitzen und Wegwerfen“ im Trend.  Eine Rückbesinnung auf nachbarschaftliche Selbsthilfe und das Voneinander lernen sind ein attraktives Gegenmodell zu der steigenden Anonymität in der Stadt. Ein gestiegenes Bewusstsein für nachhaltige Konsumweisen zeichnet sich ab. Das zeigt sich zum Beispiel auch an der wachsenden Zahl alternativer Wohn- und Versorgungskonzepte, die auf Sharing-Ansätzen basieren.

    Das Reallabor hat sich als ein Erfahrungs- und Austauschraum etabliert. Besonders der „Zukunftsraum“ dient als Ort, an dem gemeinschaftlich über diese Themen diskutiert wird und entsprechende Handlungsalternativen ausgelotet werden. Ein solcher Austausch hilft, ein stärkeres Bewusstsein für das eigene Konsumverhalten – und vor allem damit zusammenhängende gesellschaftlich „erlernte“ Konsummuster – zu entwickeln. Ein Ansporn, über den Tellerrand hinauszuschauen! Und zwar explorativ, planungsarm und mit dem Blick auf das Quartier und auf die Menschen darin.

    Die Projektlaufzeit des R131 ist fast zu Ende, aber wir wissen nun: Der Zukunftsraum und das Quartier Zukunft bestehen weiter!

    Wir sind also offen für neue Ideen zum Thema Konsum und suchen auch 2018 wieder Menschen, die aktiv werden wollen. Das KonsumCafé wird weiterhin ein Schwerpunkt unserer Arbeit sein und verstärkt mit dem Thema Klimaschutz einhergehen.

    Wenn du Fragen und Ideen für eigene Projekte zum Thema nachhaltiger Konsum hast komm doch mal bei uns im Zukunftsraum vorbei oder schreib uns an: info@quartierzukunft.de.

    Wer jetzt selbst aktiv werden und ein Zeichen gegen das vorschnelle Wegwerfen von Klamotten setzen möchte, komme uns am 26.11. bei unserer nächsten Kleidertausch-Party im Zukunftsraum besuchen! Getauscht wird von 11 – 15 Uhr in der Rintheimer Straße 46. Wir freuen uns auf Dich und deine Kleider!

  6. Die Mischung machts! – Wie wir unseren Wald auch in Zukunft genießen können

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    Wer verbringt nicht gerne seine Sommernachmittage mit Freunden im Hardtwald, joggt jetzt im Herbst durch bunt gesprenkelte Alleen, besucht die Trampeltiere im Oberwald oder geht übers Wochenende in den Schwarzwald zum Wandern? Alle Karls­ru­he­rIn­nen haben den Wald quasi direkt vor ihrer Haustür und damit einen oftmals unterschätzen Schatz.

    Ein Beitrag von Janos Siegle

    Die Wälder in und um Karlsruhe sind vielfältig. Fast alle einhei­mi­schen Baumarten und einige „neu zugezogenen“ gedeihen hier im günstigen Klima. In natürlicher Form kommen diese Arten meist als Mischwald vor. Doch was ist denn eigentlich ein Mischwald? Ein Wald, in dem Nadelbäume und Laubbäume durcheinander wachsen, so wie es immer auf den Landkarten mit spitzen und runden Bäumen dargestellt wird? Oder doch einfach nur ein Wald, in dem mehr als nur eine Baumart wächst? Und vor allem, was haben wir vom Mischwald?

    Exkurs – Mischwald ist Vielfalt!

    In der Forstwirtschaft wird von einem Mischwald gesprochen, wenn wenigstens zwei Baumarten nebeneinander wachsen, die sich Licht, Wasser, Boden und Nährstoffe teilen. Es müssen also nicht zwangsläufig Nadel- und Laubbäume in einem Wald vorkommen, damit von einem Mischwald gesprochen werden kann. So ist beispielsweise auch ein Buchen-Eichenwald ein Mischwald.

    Wenn auf einer Fläche nur Pflanzen einer Art wachsen, wird in der Forstwirtschaft und in der Landwirtschaft von Monokulturen gesprochen. Der Fachbegriff für die Vielfalt der Artenzusammensetzung in einem Ökosystem heißt Biodiversität. Ein Mischwald weist also eine höhere Biodiversität auf als eine Monokultur.

    Wem nützt die Biodiversität?

    Jeder Baum nimmt Einfluss auf seinen Lebensraum und formt diesen ein Stück weit mit. In einem Mischwald übt jede Baumart einen anderen Einfluss aus. Somit gestaltet sich hier auch der Lebensraum vielfältiger als in einer Monokultur. Demnach können sich dort auch mehr andere Pflanzen-, Tier- und Pilzarten ansiedeln. So steigt die Biodiversität auf allen Ebenen im Mischwald. Auch finden viele bedrohte Tierarten hier noch am ehesten einen Lebensraum.

    Mischwälder sind auch gegen Schädlinge besser gewappnet. Denn die meisten Schädlinge und Krankheiten sind artspezifisch. Das heißt, sie sind auf eine bestimmte Art spezialisiert. So können sie sich in einer Monokultur in kurzer Zeit flächenhaft ausbreiten und sich schnell vermehren, da sie jeden Baum im Bestand befallen können. Zwar sind die Bäume in der Lage einzelne Schädlinge zu bekämpfen, doch bei einem massenhaften Befall stehen die Überlebenschancen schlechter. Im Mischwald ist eine solch rasche Ausbreitung unwahrscheinlicher. Je mehr Baumarten zu gleichen Teilen in einem Bestand wachsen, desto schwieriger haben es die Schädlinge, einen geeigneten Baum zu finden. Außerdem steigt mit der Biodiversität auch die Wahrscheinlichkeit, dass sich Fressfeinde der Schädlinge im Ökosystem angesiedelt haben.

    Und was kann der Mischwald sonst noch so?

    Mischwald als Rohstofflieferant. Wie aus dem Wort Forstwirtschaft schon heraus zu lesen ist, soll mit einem Wald auch ein Gewinn erwirtschaftet werden. Holz wird geerntet und zu Möbeln, Werkzeug, Papier oder Brennholz weiterverarbeitet oder als Baumaterial genutzt. Durch den Verkauf des Holzes verdient der Waldbesitzer Geld. Abgesehen von dem geringeren Risiko für Ertragsausfälle, kann ein Mischwald auch höhere Wachstumsraten aufweisen. Die verschiedenen Baumarten beanspruchen die verfügbaren Ressourcen unterschiedlich stark. Zwei Bäume verschiedener Arten teilen sich die verfügbaren Ressourcen besser auf, als zwei Bäume derselben Art, die dieselben Ansprüche haben. Zudem können Bäume mit verschiedenen Wuchsformen dichter zusammenstehen und dennoch das Licht optimal auf verschiedenen Ebenen nutzen. Jedoch ist das Bewirtschaften eines Mischwalds schwieriger, da Eingriffe individuell an die einzelnen Baumarten angepasst werden müssen.

    Wald ist gut für das Stadtklima. Die Energie zum Wachsen und zum Leben gewinnen die Bäume über die Photosynthese aus dem Sonnenlicht. Dabei werden in den Blättern energiereiche Verbindungen aufgebaut, welche dann an anderer Stelle wieder verbraucht werden. Das Abführen dieser Energie ist unter anderem dafür verantwortlich, dass sich ein Wald durch die Sonne weniger stark erwärmt wird als eine Stadt. Über freie Flächen zwischen Wald und Stadt, sogenannte Frischluftschneisen, können sich Winde aufbauen und vergleichsweise kühle Luft aus dem Wald in die Stadt transportieren. Dies führt dann vor allem in den Sommermonaten zu einem angenehmeren Stadtklima.

    Mischwald ist anpassungsfähiger. Durch den Klimawandel verändern sich die Standortbedingungen im Wald. Viele der Bäume, die aktuell an zu ihren Ansprüchen passenden Standorten wachsen, werden mit den Änderungen nur schwer zurechtkommen. Sowohl Trockenheit und Hitze, aber auch Kälte und extreme Niederschlagsereignisse, können den Baumarten zu schaffen machen, welche nicht daran angepasst sind. In einem Mischwald ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass alle Baumarten gleichzeitig den veränderten Umweltbedingungen weichen. Es bleibt also Zeit, diese Bäume durch besser angepasste Bäume ersetzen zu lassen.

    Wald in der Stadt? Ja, bitte!

    Der Wald ist aus dem Stadtbild Karlsruhes und der Region kaum wegzudenken. Er ist die „Grüne Lunge“ unserer Stadt und wesent­li­cher und unver­zicht­ba­rer Teil des öffent­li­chen Stadtgrüns als Naherholungsgebiet für die BewohnerInnen. Auch Karlsruhes Geschichte hat seinen Ursprung im Wald. Vom Markgraf Karl-Wilhelm im Jahr 1715 auf einer Lichtung mitten im Hardtwald gegründet, hat die Stadtentwicklung mit der Zeit viel davon verdrängt. Trotzdem besteht noch mehr als ein Viertel (genauer gesagt 4.618 Hektar oder 26 Prozent) der Gesamtfläche in Karlsruhe aus Wald. Damit gehört unsere Gegend zu den waldrei­chen Großstadt­re­gio­nen und das soll auch für zukünftige Generationen so bleiben. JedeR kann mithelfen die Artenvielfalt zu erhalten, auch in der Stadt. Ob im Garten auf dem Balkon oder auf Grünstreifen und Baumscheiben.

    Vielleicht wird es Zeit den Wald wieder neu für uns zu entdecken? Am besten bei einem herbstlichen Spaziergang mit Freunden oder Familie um gemeinsam die Farben, die gute Luft und die Natur zu genießen. Vielleicht sieht man sich ja?

  7. Da geht was in Karlsruhe! Und zwar Nachhaltige Mode

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    Wir wollen’s nachhaltig! Und zwar nicht nur in Kühlschrank und Speisekammer, sondern auch im Kleiderschrank. Doch Alternativen zu finden, die nicht nur nachhaltig sind, sondern auch dem eigenen Geschmack entsprechen, ist gar nicht so einfach. Da es manchen von euch bestimmt genauso geht, möchten wir in diesem Beitrag unsere Erfahrungen mit euch teilen und ein paar Tipps für nachhaltigen Modekonsum in Karlsruhe geben.

     

    Kleidertauschparties

    Kleidertauschparties haben sich inzwischen in vielen Städten als alternative Plattformen für Second Hand Kleidung etabliert. Neben uns vom Quartier Zukunft, das am vergangenen Sonntag (9. Juli 2017) im Zukunftsraum gerade wieder ein Tauschevent veranstaltet hat, laden auch das Mikado, der Jugendtreff CAVE der AWO und viele andere regelmäßig zu sich ein.

    Das Prinzip variiert etwas, doch immer geht es um die kostenlose Weitergabe von Kleidung, Schuhen, Taschen und ähnlichem. Mal gibt es einen Eins-zu-Eins-Tausch, mal bringt jedeR mit, was er oder sie nicht mehr trägt, und nimmt sich, was gefällt (wie bei uns im Zukunftsraum). Die übrig gebliebenen Teile werden entweder gespendet (Obdachlosenhilfe, Frauenhaus, Flüchtlingsunterkunft – so machen wir‘s) oder von den BesitzerInnen wieder mitgenommen.
    Uns gefällt an Kleidertauschparties nicht nur, dass man bei ihnen neue Kleidung fair und umweltverträglich bekommt, sondern auch, dass am Mitbring-Buffet schöne Begegnungen und spannende Gespräche stattfinden.

    Lokales Handwerk und Modelabel

    Eine tolle Entwicklung ist die Entstehung von jungen Modelabeln, die es sich zum Ziel gemacht haben, Mode so nachhaltig wie möglich zu produzieren. In Karlsruhe gibt es beispielsweise AIKYOU: Zwei junge Designerinnen entwerfen schöne und zugleich bequeme BHs für Frauen mit kleinen Brüsten. Dabei versuchen sie, alle Produktionsschritte so fair und umweltverträglich wie möglich zu gestalten. Das beginnt bei der Wahl der Rohstoffe (langfasrige Biobaumwolle aus Indien), geht über die Suche nach einer regionalen Produktionsstätte und endet bei der Entscheidung, die Verpackung für den Onlineversand in einer Karlsruher Behindertenwerkstatt herstellen zu lassen.

    Ein weiteres Label ist Get Lazy, das sich auf nachhaltige Hoodies und Jogginghosen spezialisiert hat. Der Gründer der Firma bemüht sich um eine umfassend faire und umweltverträgliche Produktion und die Stärkung des lokalen Handwerks. Gefertigt wird vor allem in einer bayerischen Näherei, die sich für die soziale und berufliche Integration von Flüchtlingen engagiert und selbst ausbildet.

    Hexenstich ist ein Modeatelier, in dem sowohl neu geschneidert, als auch umgestaltete Second Hand Kleidung angeboten wird. Neben der Bewahrung des Schneiderhandwerks ist die Inhaberin vor allem um einen bewussten, nachhaltigen Umgang mit Ressourcen bemüht.

    Goldaffairs bietet Schmuck an, der aus Gold, Silber und Diamanten aus möglichst fairen und umweltverträglichen Quellen und recycelten Edelmetallen gefertigt wird. Außerdem stellen sie die Kollektionen von KollegInnen mit aus, die nach ähnlichen Standards arbeiten.

    In Karlsruhe gibt es zwei traditionelle Schuhmacher, von denen einer Maßarbeit von Hand anbietet (Originelle Schuhe), der andere solide und auf Langlebigkeit ausgelegte Reparaturen (Arnolds Schuhe). Beiden gemein ist ihr Engagement für die Bewahrung des alten Handwerks und die ausschließliche Verwendung hochwertiger und möglichst langlebiger Materialien.

    Seltenschräg bietet zwar nicht eigentlich Mode an, sollte hier in der Liste aber dennoch nicht fehlen. Denn die Inhaberin verwendet für alle ihre Produkte ausschließlich recycelte Materialien. Ihre Portemonaies und Handyhüllen bestehen zum Beispiel aus LKW-Planen oder Werbetransparenten. Außerdem repariert sie für einen liebgewonnene alte Gegenstände aus Leder wie Taschen oder Jacken.

     

    Aus erster und zweiter Hand

    In Karlsruhe sind in den letzten Jahren einige Geschäfte entstanden, die sich auf nachhaltige Produkte spezialisiert haben, die nicht dem klassischen Ökodesign entsprechen. Zwei Beispiele sind FaireWare und Unser Onkel, die Mode, Deko, z.T. Küchenutensilien und so dies und das im Sortiment haben. Die Inhaberinnen geben auf Nachfrage gerne und kompetent darüber Auskunft, welche Sozial- und Ökostandards die Hersteller der angebotenen Waren erfüllen (weitere Bsp. siehe unten).

    Eine andere Möglichkeit, in Karlsruhe nachhaltig zu shoppen, sind die vielen Second Hand Läden, die es gibt. Auch wenn sie mit Second Hand Metropolen wie Frankfurt, Köln oder Berlin stilistisch noch nicht ganz mithalten können, findet man immer wieder kleine Kostbarkeiten. Und einen Vorteil haben sie doch gegenüber ihren hippen Geschwistern in den Großstädten: die Artikel sind insbesondere in den Diakonieläden unschlagbar günstig. Vor einiger Zeit wurde ein kleiner Secondhandführer für Karlsruhe herausgegeben, der einen guten Überblick über die Ladenlandschaft Karlsruhes und nachhaltigen Modekonsum gibt.

    Wem das ‚klassische‘ Öko-Design gefällt, findet in Karlsruhe eine gute Auswahl an Geschäften vor. Dazu zählen alte Hasen wie Waschbär, der in Karlsruhe ein gut sortiertes Outlet hat, Spinnrad, das Naturmode für Kinder und Erwachsene anbietet, und Die Ahle, die nachhaltige Schuhe verschiedener Hersteller und ein kleines eigenes Sortiment anbietet.

     

    Klar, nachhaltige Mode ist gut, irgendwie. Aber warum noch mal?

    Die meisten Kleidungsstücke, die wir tragen, werden am anderen Ende der Welt – dem sogenannten Globalen Süden – produziert. Beim Anbau und der Verarbeitung der benötigten Rohstoffe, wie Baumwolle oder Tierhäute, werden zum Teil hoch toxische Chemiekalien und Schwermetalle eingesetzt und enorme Wassermengen verbraucht bzw. verschmutzt. Die gefährden nicht nur die Gesundheit der Arbeiter, sondern häufig kommt auch die restliche Bevölkerung  in Kontakt mit den giftigen Stoffen, etwa durch die Kontamination von Flüssen und Grundwasser.
    Die Arbeitsbedingungen in der konventionellen Textilindustrie sind zudem meist weit davon entfernt, fair zu sein: es gibt keine angemessene Bezahlung, kein Recht auf Urlaub, keine Krankenversicherung und keinen ausreichenden Arbeitsschutz. Die Hoffnung, dass teurere Modehersteller sich in dieser Hinsicht von Billigketten unterscheiden, trifft leider meist nicht zu.

    Doch die unnachhaltige Produktion von Kleidung geht nicht ‚nur‘ auf Kosten der Menschen im Globalen Süden, sondern auch uns schadet die exzessive Verwendung toxischer Stoffe in der Textil- und Lederindustrie. Denn noch lange nach Verlassen der Fabriken und oft auch noch nach mehrmaligem Waschen sind Spuren von ihnen in der Kleidung nachweisbar und können über die Atmung oder Haut in den menschlichen Körper gelangen. Manche von ihnen stehen im Verdacht Allergien auszulösen, andere schwächen das Herz-Kreislauf-System oder begünstigen bzw. verursachen Krebserkrankungen.

    Auch ein Blick auf die Materialien, aus denen unsere Kleidung besteht, ist wichtig. Denn seit den sechziger Jahren wird ein zunehmender Teil der Textilien nicht mehr aus natürlichen Rohstoffen wie Baumwolle, Leinen oder Wolle gefertigt. Stattdessen werden verschiedenste Kunststoffe wie beispielsweise Polyester oder Acryl eingesetzt, die während der Produktion und Verarbeitung, aber auch während wir sie tragen und nach ihrer ‚Entsorgung‘, gesundheitsgefährdende und umweltschädigende Wirkungen haben können.

    Es gibt also viele gewichtige Gründe, sich von der konventionellen Textilindustrie ab- und nachhaltiger Mode zuzuwenden. Insbesondere die Kleidung von Babys und Kleinkindern sollte entweder nach Biostandards hergestellt oder – noch nachhaltiger und gut für den Geldbeutel – Second Hand sein.

     

     

    Nicht die gute Laune verlieren!

    Wenn man anfängt, sich mit den Produktionsbedingungen konventioneller Kleidung zu beschäftigen, kann einem das erst mal ziemlich die Laune vermiesen. Doch schaut man sich in der nachhaltigen Modeszene etwas um, merkt man schnell, wie groß das Angebot inzwischen ist und wie einfach die Umstellung fallen kann. Zwar sind die Preise umweltverträglich und fair produzierter Kleidung deutlich höher als bei H&M und Co., doch Second Hand Läden und Tauschevents  gleichen die höheren Kosten von Neuanschaffungen leicht aus. Die höheren Preise führen außerdem dazu, dass wir stärker reflektieren, ob wir etwas wirklich brauchen.

    Dass sich inzwischen in Karlsruhe kleine nachhaltige Modelabel gründen, finden wir nicht nur wegen ihres Beitrags zu einer nachhaltigeren Stadt toll, sondern auch, weil man so die Person hinter dem Produkt kennenlernen und sich von ihr dessen Geschichte erzählen lassen kann. Ähnlich ist es in den Geschäften, die eine kleine, aber feine Produktauswahl haben und einem zu jedem Einzelteil Auskunft geben können. So findet man oft nicht nur das Gesuchte, sondern erfährt noch von anderen Geschäften, neuen nachhaltigen Materialien, dem nächsten Tauschevent oder einem neuen kleinen Label.

    Findet man vor Ort nicht das Richtige, gibt es natürlich auch noch die Möglichkeit, sich online umzusehen. Orientierungshilfe bei der Auswahl bieten Zertifikate wie GOTS , aber auch einige Websites, die aufführen, welche Firmen wie fair oder umweltverträglich produzieren. Außerdem gibt es inzwischen Plattformen wie avocadostore oder glore, die für jedes Produkt einzeln aufführen, welche Nachhaltigkeitskriterien es erfüllt. Wer lieber Second Hand kauft und vor Ort nicht das Richtige gefunden hat, kann sich in Foren wie Kleiderkreisel oder Quoka umsehen und auch auf der Vernetzungsplatform nebenan.de gibt es einen sogenannten Marktplatz, auf dem Gebrauchtes verschenkt, getauscht und verkauft wird.

    Wir hoffe, euch damit ein paar nützliche Tipps gegeben zu haben und wünschen euch viel Spaß beim nachhaltigen Shoppen in Karlsruhe!

    Falls ihr noch Karlsruher Label und tolle Läden mit nachhaltigem Sortiment kennen oder sonst Anmerkungen haben solltet, schreibt uns gerne über die Kommentarfunktion eine Nachricht!

     

    Hier findet ihr eine Auswahl an…

    …Läden, die selbst nachhaltige Produkte herstellen:

    Goldaffairs

    Get Lazy

    AIKYOU

    Seltenschräg

    Originelle Schuhe

    Atelier Hexenstich

     

    …Läden, die nachhaltige Produkte anbieten:

    FaireWare

    Unser Onkel

    Spinnrad Naturtextilien

    Kult Karlsruhe

    Weltladen

    Waschbär

    Die Ahle Naturschuhe


    …Second-Hand Läden:

    Ein Komplettüberblick: Karlsruher Second Hand Guide

    Diakonie-Läden (Déjà-vu, Jacke wie Hose, Kashka)

     

    … Seiten, die nachhaltige Modelabel listen:

    Utopia

    LifeVerde

    rank a brand

    eco fashino world

     

    Weiterlesen zum Thema…


    Greenpeace-Studie 2013 – „a little story about monsters in your closet“

    Ökotest Babystrampler

    Kampagne gegen Gifte in Kleidung

  8. Lass dir in die Karten schauen – eine Nachhaltigkeitskarte für die Oststadt

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    Du lebst in deinem Quartier und kennst dich aus. Du möchtest zur nachhaltigen Entwicklung in deiner unmittelbaren Umgebung beitragen und findest, es gibt Flecken im Quartier, die niemand kennt, aber jeder kennen sollte? Dann bist du auf unserer Karte genau richtig

    Die Karte, (k)ein überholtes Medium.

    Um Entwicklungen in einem Stadtquartier nachzuverfolgen gibt es kein besseres Medium als die gute, alte Karte. Schon in der Grundschule sind wir damit in Berührung gekommen. Sie hing in den meisten Klassenräumen und wurde meisten für den Erdkundeunterricht herausgekramt. Inzwischen scheint die Zeit dieser gedruckten Karten vorbei, das Zeitalter des Internets hat diese analoge Technologie überholt. Aber keine Sorge. Viele der Karten haben ein zweites Leben bekommen, sie werden zum Beispiel von Claudia Rist in ihrer Nähwerkstatt seltenschräg in der Oststadt weiterverarbeitet. Doch wie findet man sowas raus? Ganz einfach: Mit unserer Nachhaltigkeitskarte.

    Du bist das Quartier.

    Mit unserer digitalen Nachhaltigkeitskarte möchten wir es den Bürgerinnen und Bürgern der Oststadt ermöglichen, sich über Institutionen, Initiativen, Orte und Ereignisse der Nachhaltigen Entwicklung in ihrem Quartier zu informieren sowie selber partizipativ mitzumachen und Orte einzutragen.
    Denn, diese Karte funktioniert nur mit euch! Daher unsere Einladung: Macht mit! Daher ist die Karte auf unserer Website  auch unter der Rubrik „Mach mit!“ zu finden.

    Habt ihr Anregungen oder Feedback? Dann schreibt uns und helft mit die Karte noch zu verbessern.

    Lass uns loslegen!

    Schauen wir uns also gemeinsam die Karte an. Die Karte ist so konzipiert, dass man ohne viel Aufwand selbst einen Ort hinzufügen kann. Zudem haben wir die Steuerelemente so intuitiv wie möglich gemacht.
    Durch + und – kannst du zwischen verschiedenen Zoomstufen wählen, sind an einem Ort mehrere Punkte eingetragen werden diese automatisch in Gruppen angezeigt, damit du immer den Überblick behältst. Die Zahl in der Mitte der Gruppe stellt die Anzahl der zusammengefassten Punkte dar, ein Klick darauf bringt dich in die Zoomstufe, in der du alle Orte „ausgepackt“ siehst.

    Über die sechs farbigen Filter in der rechten Spalte kannst du zwischen den Kategorien „Nachhaltige Mobilität“, „Nachhaltiges Wirtschaften“, „Bildung und Wissenschaft“, „Gemeinschaft und Soziales“, „Umwelt und Raumentwicklung“ und „Energie und Versorgung“ wählen. Klickst du auf einen Filter, so werden nur Orte die dieser Kategorie entsprechen, angezeigt. Du kannst die Filter wild kombinieren, probier’s aus! Klickst du auf einen Ort in der Karte, so öffnet sich die dazugehörige Beschreibung in der Spalte rechts.

    Darüber befinden sich drei Auswahlmöglichkeiten für weitere Filter. Im ersten Textfeld kannst du die Titel durchsuchen, das Zweite ist für die Nachhaltgkeitsregeln und das Letzte für den Status des Projekts.

    Mach mit! Jetzt bist du dran.

    Das war alles noch nicht genug? Du willst so richtig mitmachen?! Dann wird es jetzt für dich spannend.
    Angenommen, du hast einen Flyer von einem Event in der Hand, und denkst: „Mann, das muss in die Karte!“. So wird’s gemacht: Such auf deinem Flyer nach Adresse und Datum. Auf unserer Karte gibt es links oben das Lupen-Symbol. Dahinter verbirgt sich eine Adressensuchmaschine! Gib hier die gewünschte Adresse ein, und die Karte sollte zu diesem Ort springen.

    Soweit so gut, jetzt geht es ans Eingemachte. Klicke rechts unten auf den Button „Neuen Ort hinzufügen“. Er verändert seine Farbe und signalisiert: „Bereit zur Arbeit!“ Wenn du jetzt mit dem Mauszeiger auf die Karte klickst, erscheint rechts das Eingabefenster, indem du alle nötigen Informationen deines neuen Ortes eintragen kannst. Ein letzter Klick auf Speichern macht deinen Ort für alle Nutzer der Karte sofort sichtbar! Wenn du nur einen Punkt hinzufügen möchtest, beende nach dem Speichern den Bearbeitungsmodus, indem du erneut auf den Button „Punkt hinzufügen“ klickst.

    Falls dir ein Beitrag komisch vorkommt, gibt es rechts unten eine Flagge auf roten Grund, mit der erreichst du uns! Wir lösen das Problem dann schnellstmöglich.

    Die Idee gefällt dir? Dann mach fleißig mit und füge Orte in der Oststadt hinzu. Auch darüber hinaus ist möglich. Außerdem freuen wir uns, wenn du die Karte weiterverbreitest!

    Für Feedback oder Fragen wende dich bitte an: geza.winzig9@kit.edu

  9. N!Tage – Nachhaltigkeit gemeinsam feiern

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    Wir verabschieden die NachhaltigkeitsExperimente nach neun Monaten Projektlaufzeit mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aus den eingesendeten Ideen sind tolle Projekte entstanden, die wir begleitet, unterstützt und beforscht haben. Die gute Nachricht: Trotz Ende der offiziellen Laufzeit wollen die vier Experimentgruppen weiterhin daran arbeiten die Oststadt ein Stück nachhaltiger zu machen.

    Deshalb heißt es am 21. Mai: lasst uns feiern!
    Das Quartier Zukunft lädt gemeinsam mit den NachhaltigkeitsExperimenten von 14 bis 18 Uhr zu einem bunten Programm in den Zukunftsraum ein.

    Von Theater, über Nähstände und Samenbomben bauen ist alles dabei. Die Gruppen Kreativ-Salon, Second Future, Oststadttreff und Beete & Bienen werden den ganzen Tag vor Ort sein und euch neben tollen Aktionen die Gelegenheit bieten sie mit Fragen zu löchern.


    Ein Erfolg der gefeiert werden muss

    Entstanden sind die vier Projekte im Rahmen des Wettbewerbs „dein NachhaltigkeitsExperiment“ den wir gemeinsam mit der Bürgerstiftung Karlsruhe ins Leben gerufen haben. Worum es uns dabei ging? Um euch! Eure Ideen und Initiativen waren gefragt. Aus den Einsendungen wurden im Mai 2016 schließlich vier Bürgergruppen mit unterschiedlichsten Ideen ausgewählt, die in den letzten neun Monaten ihre Experimente in die Tat umsetzten. Dank der fleißigen Projektinitiatoren entstanden so verschiedenste Räume zum Ausprobieren, Beisammensein und Entschleunigen. Dass die vier Gruppen trotz Ende der offiziellen Laufzeit weitermachen wollen freut uns natürlich umso mehr!

    Nachhaltigkeitstage? Da machen wir mit!

    Welcher Zeitraum wäre passender für unsere Feier als die Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg 2017? Zum fünften Mal finden sie dieses Jahr nun schon statt und wir wollen natürlich mit dabei sein, wenn es darum geht nachhaltiges Handeln verständlich, sichtbar und erlebbar zu machen.

    Darum laden wir euch ein vorbeizukommen, egal ob zum Mitmachen, Informieren oder Quatschen. Neben den Aktionen der Experimentgruppen werden auch weitere Aktivitäten des Reallabors in der Oststadt vorgestellt, wie etwa Forschungsergebnisse des Energieprojekts, sowie des Mobilitätsprojekts oder das Thema „Walkability in der Oststadt“.

    Wir freuen uns auf euch!

    Das Fest ist eine Veranstaltung im Rahmen der Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg 2017.

    Mehr Infos zu den N!Tagen.

     

     

    Kurzbeschreibung der NachhaltigkeitsExperimente:

    NachhaltigkeitsExperiment „Beete & Bienen

    Bei Beete & Bienen geht es um Naschbeete im öffentlichen Raum – und zwar für Menschen UND Bienen. Die Gruppe hat bereits ihr erstes Beet am Gerwigplatz aufgestellt und Bienen am Marstallgelände in einer Klotzbeute angesiedelt. Inzwischen arbeitet die Gruppe in zwei AGs: der eine Teil verfolgt das Voranbringen von Naschbeeten in der Stadt. Der andere Teil konzertiert sich darauf Bienen wieder zurück in die Stadt zu bringen.

    NachhaltigkeitsExperiment „Kreativ-Salon

    Raum und Zeit für Kreativität – darum drehte sich das Experiment „Kreativsalon“, das zu Workshops u.a. mit Musik, Gesang und Theaterspiel einlud. Bis Ende März wurden 15 Workshops im Zukunftsraum durchgeführt, mit sehr positiver Resonanz. Im Anschluss an das Projekt hat sich eine neue Initiative gebildet, in der Teile des Kreativ Salon Teams mitwirken. Der Verein „interKArt“ hat es sich zum Ziel gemacht, Zwischenräume zu schaffen. Er organisiert dazu u.a. ein Festival, das vom 29. September bis 01. Oktober in der Fettschmelze auf dem Schlachthofgelände stattfinden wird. Auf dem Festival soll auch ein Theaterstück aufgeführt werden, für das noch TeilnehmerInnen gesucht werden.

    NachhaltigkeitsExperiment „Oststadt-Treff

    Ein fester Treffpunkt in der Oststadt für Jung und Alt, Zugezogene und Alteingesessene, MigrantInnen und Ur-KarlsruherInnen: Das Experiment „Oststadt-Treff“ lud die Menschen der Oststadt jeden Montag in den Zukunftsraum ein. Daneben fanden monatliche Diskussionsabende und weitere Veranstaltungen wie etwa Lesungen statt. Auch nach Ende der neun Monate wird der Oststadt Treff im Zukunftsraum weiterlaufen. Inzwischen ist er schon fast zu einer Institution geworden.

    NachhaltigkeitsExperiment „Second Future

    Einem Pullover oder Laptop sieht man nicht an, ob er neu oder gebraucht gekauft wurde. Das Experiment „Second Future“ macht die nachhaltige Kaufentscheidung für gebrauchte Produkte mittels eines eigens entworfenen Labels sichtbar. Die Labels wurden bei verschiedenen Anlässen, wie etwa der Lametta oder dem Flohmarkt am Messplatz verteilt und können seit einiger Zeit auch über die Second Future-Website nur zu Portokosten bestellt werden. Auch hier ist eine Weiterführung geplant.

     

  10. Spieleabend Nachhaltigkeit & Wissenschaft

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    Zum Spielen wird man nie zu alt! Umso besser ist es, wenn man dabei nicht nur neue Leute, sondern auch spannende Nachhaltigkeitsthemen kennenlernen kann.

    Bei unserem Spieleabend im Zukunftsraum könnt ihr etwa vier Mal im Jahr jede Menge Brettspiele ausprobieren, die verschiedene Bereiche nachhaltiger Entwicklung und Wissenschaft in den Blick nehmen. Dabei schlüpft ihr in die unterschiedlichsten Rollen und lernt spielend Hintergrundinfos und Themenzusammenhänge kennen.

    Wer schafft es als LandwirtIn umweltverträgliches Wirtschaften und ökologischen Landbau unter einen Hut zu bringen? Welche/r GentechnikerIn kann die Auswirkungen der Genmanipulation auf die Umwelt richtig abschätzen und eingrenzen? In Spielen wie Siebenpunkt oder Genwelt könnt ihr euer Können unter Beweis stellen.

    Jeder Termin hat einen anderen Schwerpunkt ist aber prinzipiell auch immer offen für eigene mitgebrachte Spiele.

    Ob allein oder als Gruppe, Brettspiel-Freak oder einfach nur interessiert – jeder und jede ist dabei herzlich willkommen! Eigene Spiele können natürlich auch jederzeit mitgebracht werden!

    Um besser planen zu können bitten wir um eine Anmeldung unter helena.trenks@kit.edu.

     

    Folgende Spiele können gespielt werden:

    Name Verlag
    Ökolopoly Ravensburger
    Green Deal Karma Games
    Keep Cool spieltrieb
    Genwelt Öko-Spiel-Verlag
    Ecogon Gaiagames
    fairmondo Das Spiel Fairmondo eG
    Anodomini Natur Abacusspiele
    machtprobe Bundeszentrale für politische Bildung
    RENN Memo RENN-Leitstelle
    Nichtlustig – Laborchaos Kosmos
    Nichtlustig – Noch mehr Laborchaos Kosmos
    Klimapoker Bewitched Spiele
    Fette Ernte Ackerdemia e.V.
    Die Kinder-Uni DVA
    Natur macht erfinderisch Ravensburger
    Mission to Mars 2049 Baltic Board Game Society
    Robo Rally Garfield Games
    Der blaue Kristall spieltrieb
    Campus Spiel Eichborn Verlag
    Öko Öko-Vertrieb
    Das große Unternehmen – erdgas Otto Maier Verlag
    Siebenpunkt – Lebensräume schaffen Fata Morgana Spiel
    Funkenschlag 2F-Spiele

     

    Der Spielabend ist ein Projekt des Quartier Zukunft in Kooperation mit der Lokalen Agenda 21 Karlsruhe, dem Institut für Germanistik, Abteilung Wissenschaftskommunikation am KIT und dem spielecht Spieleverlag.

  11. Ausschreibung! Öko‐Dorf‐Innovationen für den urbanen Raum

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    Das Team von Quartier Zukunft sucht WissenschaftlerInnen mit Interesse an Öko-Dorf-Innovationen für den urbanen Raum, die sich um ein Stipendium / eine Promotion am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse in Karlsruhe bewerben möchten!

     

    oekodorf

    Die Gemeinschaft Schloss Tempelhof bei Dinkelsbühl. Was können Städte von Öko-Dörfern wie diesem lernen?

    Themenfeld:

    Ökodörfer sind Pioniere nachhaltiger Entwicklung und ein Hort nicht‐technischer und technischer
    Innovationen. Sie bestechen durch einen im Vergleich zu Städten enorm geringen Energie‐ und Ressourcenverbrauch.

    Da Städte und ihre Bewohner aber für 70‐80 % des globalen Ressourcenverbrauchs
    verantwortlich sind, stehen diese im Fokus, wenn es um die Frage geht, wirksame Strategien
    zur Energie‐ und Ressourcenschonung zu entwickeln und umzusetzen.
    Ziel der Promotionsarbeit ist es, die Übertragbarkeit nicht‐technischer wie technischer Innovationen
    aus Ökodörfern auf städtische Kontexte zu untersuchen. Inwieweit und wie lassen sich die Errungenschaften
    von intentionalen Gemeinschaften auf eine heterogene Stadtgesellschaft und verschiedenartige
    urbane Kontexte übertragen, sich in einem städtischen Quartier implementieren? Welche Rolle
    spielen die nicht‐technischen (sozialen, kulturellen, ökonomischen und mikro‐politischen) Gegebenheiten
    einer intentionalen Gemeinschaft auf deren technische Innovativität und Energie‐ wie
    Ressourceneffizienz?

    Ausgehend von den Betrachtungen zur Übertragbarkeit sollen Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger
    abgeleitet oder, wenn möglich, in Form eines transdisziplinären Experiments Schritte
    zur Übertragung in Karlsruhe gegangen werden.

    Rahmen:

    Die Promotion ist eingebunden in die Arbeiten und Projektgruppe des Quartier Zukunft – Labor Stadt
    und erfolgt am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT – im Rahmen
    des Kooperativen Promotionskollegs Energiesysteme und Ressourceneffizienz (Enres).
    Die Promotion erfolgt im geistes‐, sozial‐ oder kulturwissenschaftlichen Bereich und vorzugsweise an
    Fakultäten des KIT. Es gelten die Bestimmungen der jeweiligen Promotionsordnungen sowie die Satzung
    des KIT zur Landesgraduiertenförderung. Das Promotionsstipendium wird nach Landesgraduiertenförderungsgesetz
    auf drei Jahre gewährt (1.468.‐ €/Mon.). Ggf. ist ein Zuverdienst als wissenschaftliche
    Hilfskraft möglich. Angestrebter Beginn der Promotion: baldmöglichst, spätestens Februar
    2017.
    Bewerberinnen und Bewerber müssen neben einem guten bis sehr guten Masterabschluss (oder
    vergleichbaren Abschluss) der entsprechenden Fachrichtung, geeignete Vorkenntnissen und hohe
    Motivation vorweisen. Das kooperative Promotionskolleg steht insbesondere (aber nicht nur) Absolventinnen
    und Absolventen von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften offen. Ihre Bewerbung
    sollte mindestens ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben mit einer Beschreibung Ihrer Vorkenntnisse,
    Interessen und Motivation, einen Lebenslauf, sowie Kopien von Zeugnissen und Abschlüssen
    etc. enthalten. Den akademischen Abschlüssen sind Notenspiegel beizulegen. Wenn Sie zu den o.g.
    Arbeitsgebieten bereits eigene Ideen haben, so können Sie diese schriftlich auf bis zu vier Seiten skizzieren.
    Bewerbungsunterlagen können bis zum 15.12.2016 per Email oder postalisch eingereicht werden an:

    Oliver.Parodi@KIT.edu

    Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
    Oliver Parodi
    Karlstr. 11
    76133 Karlsruhe

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  12. Du kannst schreiben und interessierst Dich für nachhaltige Entwicklung? Wir suchen Dich!

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    Das „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ sucht eine studentische/ wissenschaftliche Hilfskraft im Bereich Kommunikation und Forschung
    am KIT, Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS).

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    Das Quartier Zukunft-Team sucht TextarbeiterInnen mit eigenem Style und Lust darauf, die nachhaltige Entwicklung in der Karlsruher Oststadt voranzubringen.

    DU KANNST SCHREIBEN UND HAST LUST AUF EINEN KREATIVEN JOB, DER DIE NACHHALTIGE ENTWICKLUNG VORANBRINGT?
    Quartier Zukunft, ein Projekt für nachhaltige Stadtentwicklung in der Karlsruher Oststadt (www.quartierzukunft.de), sucht Unterstützung bei Textarbeiten und der Kommunikation! Du bist nachhaltigkeitsbewegt und kannst schreiben? Hast Lust darauf, Brücken zu bauen zwischen Nachhaltigkeitsforschung und Stadtbevölkerung? Kannst Dir vorstellen, lebendig, nahbar und kreativ via Social-Media und auf der Quartier-Zukunft-Website über Projektideen, die wissenschaftliche Arbeit des Forschungsteams und Themen der nachhaltigen Entwicklung zu berichten? Dann melde Dich bei uns!
    Wir suchen mit frühestmöglichem Eintritt, spätestens jedoch ab Januar 2017, eine studentische oder wissenschaftliche Hilfskraft für bis zu 60 Stunden/Monat.

    Aufgabenschwerpunkte
    sind Arbeiten im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sowie Forschung im Projekt „Quartier Zukunft“, insbesondere:
    – Content Management der Website (WordPress):
    – Pflege des Veranstaltungskalenders der Website
    – Webtexte (insbes. Blogartikel) verfassen, vor- und aufbereiten, redaktionell überarbeiten
    – Betreuung der Social Media Kanäle (Facebook & Twitter)
    – Redaktion und Management des Newsletters (Versand per MailChimp)
    – Mitwirkung bei der Erstellung von Medien (Broschüren, Flyer, Präsentationen, Poster, etc.)
    – Unterstützung bei der Veranstaltungsorganisation sowie bei deren Umsetzung
    – Pflege des Pressespiegels und der Pressekontakte

    Allgemeine Anforderungen
    – Erfahrungen im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (online/offline)
    – stilsicheres Verfassen von Texten
    – einschlägiger Bachelor-Abschluss oder Vordiplom
    – Erfahrungen im Umgang mit WordPress und/oder RedDot; evtl. MailChimp
    – sicherer Umgang mit den Social Media Kanälen Facebook und Twitter
    – sehr gute, gezielte Recherchefähigkeiten
    – zuverlässige, strukturierte und eigenständige Arbeitsweise
    – organisatorisches Geschick und Teamfähigkeit

    Wünschenswert sind
    – Kenntnisse im weboptimierten Schreiben
    – html-Kenntnisse für einfache Programmierarbeiten
    – Interesse an Nachhaltigkeitsthemen, besonders an nachhaltiger Stadt- und Quartiersentwicklung
    – Erfahrung mit Citavi

    Wir bieten eine frische Arbeitsatmosphäre, einen kreativen Gestaltungsraum und die Mitarbeit in der inter- und transdisziplinären Projektarbeit.
    Arbeitsorte sind das ITAS in der Karlstraße 11, 76133 Karlsruhe sowie der Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft in der Rintheimer Str. 46, 76131 Karlsruhe.

    Die Tätigkeit wird nach dem am KIT üblichen Stundensatz für studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskräfte vergütet. Eine längerfristige Tätigkeit ist erwünscht (optimalerweise bis Ende 2017).

    Sollten wir Dein Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf Deine aussagekräftige Kurzbewerbung! (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, ggf. Arbeitsproben). Bitte sende diese elektronisch bis zum 30.11. an helena.trenks@kit.edu.

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  13. „Dein NachhaltigkeitsExperiment“: Gemeinschaft und Entschleunigung in der Karlsruher Oststadt

    4 Comments

    Los geht‘s: Quartier Zukunft sucht in Kooperation mit der Bürgerstiftung Karlsruhe ab sofort Menschen, die Gemeinschaft und Entschleunigung in der Karlsruher Oststadt anstiften wollen. Dabei soll es um nichts weniger gehen als das gute Leben der Zukunft. Und: um Dich. Was geschieht, wenn Du Dein Leben änderst? Mach die Zukunft zu Deiner Sache und starte Dein eigenes NachhaltigkeitsExperiment! Nimm Dir Zeit für Deine Flausen. Nimm Dich und Deine Ideen ernst. Zettel Zukunft an! Wir unterstützen Euch und Eure Experimente mit insgesamt 12 000 Euro. Bewerben könnt Ihr Euch bis zum 12. Juni 2016.

    Wir sind uns sicher: Nachhaltigkeit zielt auf Gemeinschaft, Nachhaltigkeit braucht Gemeinschaft. Denn nur in Verbundenheit, miteinander und füreinander lässt sich ein tiefgreifender Wandel gestalten. Wir müssen wieder mehr miteinander in Beziehung treten, uns ganz, offen und ehrlich begegnen. Dazu braucht es mehr als ‚social media‘. Wenn es wirklich um eine nachhaltige Entwicklung gehen soll, müssen wir vieles grundlegend hinterfragen. Neues wagen, uns ändern: Das geht nicht allein, nur gemeinsam. Wir brauchen einander, um die Welt und uns selbst neu und anders kennenzulernen – und um uns zu unterstützen.

    Außerdem hat die Art, wie wir gegenwärtig miteinander und der Erde umgehen, viel mit Beschleunigung zu tun. Wir machen Myriaden von Sachen – und sind längst zu schnell geworden, um über unser Tun und die Folgen nachdenken oder gar ein feines Gespür für unsere Umwelt und Mitwelt entwickeln zu können! Eine Kultur der Nachhaltigkeit fordert das Gegenteil: Entschleunigung. Weil es Zeit braucht, sich des eigenen Handelns bewusst zu werden und es gegebenenfalls zu ändern. Und weil ich mir Zeit lassen muss, um mit meiner Welt und meinem Gegenüber achtsam umzugehen.

    Ein NachhaltigkeitsExperiment – was ist das?

    Weil Nachhaltigkeit also weder im Alleingang gestemmt werden kann noch ad hoc funktioniert, wollen wir Euch dabei unterstützen, Gemeinschaft und Entschleunigung in der Karlsruher Oststadt voranzubringen. Aber was ist das überhaupt – ein NachhaltigkeitsExperiment?

    Im Prinzip ist es schlicht ein Versuch, etwas Neues, Nachhaltiges in die Welt zu bringen: ein Experiment eben, das wissenschaftlich begleitet und unterstützt wird. Dabei findet das Ganze nicht im Labor statt, sondern läuft mitten drin im realen Leben der Oststadt. Damit setzen wir ausdrücklich auf eine Wissenschaft, die mit den BürgerInnen rechnet und Forschung in genau den Raum verlegt, um den es ja eigentlich geht: die Lebenswelt der Menschen.

    Neue, zukunftsträchtige Lebensweisen kann man (Gott sei Dank!) nicht vorab berechnen. Aber ausprobieren, das geht! Gemeinsam versuchen wir uns im Entdecken und Üben von etwas, was wir alle noch nicht genau kennen. Trotzdem bleibt es dabei: „Dein NachhaltigkeitsExperiment“, das sind Eure Ideen. Ihr seid die MacherInnen. Das Quartier Zukunft-Team begleitet Euch auf dieser spannenden Reise wissenschaftlich.

    Es geht um: Dich

    Eines noch: Dein Experiment sollte mit Dir zu tun haben. Es geht darum, Gemeinschaft(sbildung) und Entschleunigung aufrichtig in Dein eigenes Leben miteinzubeziehen. Was wir unterstützen wollen, ist nicht etwa ein nachhaltiges ‚Produkt‘, sondern das Sich-Einlassen: auf Nachhaltigkeit, Gemeinschaft, Entschleunigung, die Karlsruher Oststadt und Deine ureigenen Flausen.

    Beispiele für NachhaltigkeitsExperimente findet Ihr hier nicht. Wir wollen ja Eure Ideen, nicht unsere. Wir geben nur den Rahmen vor:

    Das Experiment hat eine Laufzeit von neun Monaten, dauert von Anfang Juli 2016 bis Ende März 2017. Dabei sein sollen zu Wettbewerbsbeginn mindestens drei Personen – es können und sollen aber im Verlauf gerne mehr Menschen werden! Die Umsetzung Eurer Idee darf noch nicht begonnen haben, kann aber in ein bestehendes Projekt eingebettet sein. Gefördert werden voraussichtlich drei bis vier Experimente. Die ausführlichen Teilnahmebedingungen und das Formular für die Kurzbeschreibung Eures Experiments findet Ihr hier:

    Bewerbungsformular_deinExperiment

    Teilnahmebedingungen_deinExperiment

    Einsendeschluss ist der 12. Juni.

    Und jetzt: überlegt, schreibt, malt, filmt…

    Schickt uns Eure Idee zu Eurem NachhaltigkeitsExperiment! Wir freuen uns auf Euch und Eure Post!

    Das Quartier Zukunft-Team

     

     

    Du willst mehr wissen zu den Themen Gemeinschaft, Entschleunigung und Nachhaltigkeit?

    Folgend findest du nochmals unsere Kurzfilme und hier einige weiterführende Links. Im Zukunftsraum gibt es zudem ab Mitte Mai eine kleine Präsenzbibliothek, in der Du gerne zu unseren Öffnungszeiten vorbeischauen kannst.


     

  14. Verlängert: Studentische/ wissenschaftliche Hilfskraft für die Entwicklung einer digitalen Projektkarte gesucht

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    Das „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ sucht eine

    studentische/wissenschaftliche Hilfskraft (m/w) für die technische Umsetzung einer digitalen Nachhaltigkeitskarte für die Karlsruher Oststadt

    am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), KIT.

    Frühstmöglicher Einstiegszeitpunkt Mai 2016 / Dauer und Umfang nach Absprache.

    AUFGABEN

    •  Entwicklung der Datenstruktur für die digitale Karte in Kooperation mit dem Projektteam
    •  Umsetzung des Tools als Webapplikation und (MySQL-)Datenbank
    •  Ausführliche Dokumentation und Vermittlung des groben technischen Hintergrunds an das Projektteam

    Die Karte soll die Nachhaltigkeitsaktivitäten in der Karlsruher Oststadt abbilden und BürgerInnen die Möglichkeit geben, die Karte mit zu erweitern. Die Anzahl der Points of Interests – dargestellt durch Marker auf der Karte – beläuft sich bisher auf etwa 100. Diese sollen in mehrere Kategorien einsortiert und zusätzlich mit Attributen, nach denen selektiert werden kann, ausgestattet werden. Ein detailliertes Konzept der Karte wird derzeit ausgearbeitet.

    IHRE QUALITÄTEN

    •  Programmier-Kenntnisse, insbesondere im Bereich Webentwicklung (JavaScript, CSS, HTML), Datenbanken (vorzugsweise SQL), sowie nach Möglichkeit im webbasierten Kartenmanagement (OSM)
    •  Idealerweise Kenntnisse im Bereich User Experience und GUI-Design

    ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN

    •  Einschlägiger Bachelor-Abschluss oder Vordiplom
    •  Gutes Deutsch in Wort und Schrift
    •  Organisationsfähigkeit und -talent
    •  Interesse an Nachhaltigkeitsthemen, besonders nachhaltiger Stadtentwicklung
    •  Zuverlässige, strukturierte und eigenständige Arbeitsweise

    Wir bieten eine frische Arbeitsatmosphäre, einen kreativen Gestaltungsraum und die
    Mitarbeit in der inter- und transdisziplinären Projektarbeit im Team des Quartier Zukunft.
    Technisches Know-How in den Bereichen OpenStreetMap und Webentwicklung ist im Institut
    vorhanden, wodurch eine Ansprechmöglichkeit für Fragen und ggf. Hilfestellung besteht.

    Arbeitsort ist das ITAS in der Karlstraße 11, 76133 Karlsruhe oder der „Zukunftsraum für
    Nachhaltigkeit und Wissenschaft“, Rintheimer Straße 46, 76131 Karlsruhe.

    Die Tätigkeit wird nach dem üblichen Stundensatz für studentische bzw. wissenschaftliche
    Hilfskräfte vergütet.

    Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige
    Kurzbewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse).
    Bitte senden Sie diese per Mail bis 25. April 2016 an andreas.seebacher@kit.edu und
    helena.trenks@kit.edu

  15. Studentische/ wissenschaftliche Hilfskraft im Bereich Kommunikation und Forschung gesucht

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    Stellenausschreibung

    Das „Quartier Zukunft Labor Stadt“ sucht

    Studentische/wissenschaftliche  Hilfskräfte (m/w) für Projektmitarbeit

    am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), KIT

    In unserem Team sind mit frühestmöglichem Eintritt, spätestens jedoch ab Mai 2016, zwei Stellen als studentische oder wissenschaftliche Hilfskräfte mit 30 bis 50 Stunden/Monat zu besetzen.

     

    1.)  Kommunikation und Forschung

    Aufgabenschwerpunkte

    –     Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (innerwissenschaftlich und Außenkommunikation)

    –     Textarbeit und Recherche

    –     Mitbetreuung unserer Social-Media Kanäle Facebook und Twitter

    –     Websitepflege im CMS

    –     Erstellung und Pflege eines Pressespiegels

    –     Recherche und Datenerhebung (qualitativ und quantitativ)

    –     Mitwirkung bei der Erstellung von Medien (Broschüren, Flyer, Präsentationen, Poster, etc.)

    –     Unterstützung bei der Veranstaltungsorganisation sowie bei deren Umsetzung

    –     Allgemeine organisatorische Unterstützung des Projekts

     

    Ihre Qualitäten

    –     (Erste) Erfahrungen im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (digital/ analog)

    –     Stilsicheres Verfassen von Texten in deutscher Sprache

    –     Erfahrungen im Umgang mit WordPress und/oder RedDot; evtl. MailChimp

    –     Sicherer Umgang mit den Social Media Kanälen Facebook und Twitter

    –     Erfahrung mit Citavi

     

    2.)  IT-Projektmanagement und Forschung

    Aufgabenschwerpunkte

    –     Mithilfe bei der Erstellung einer digitalen Nachhaltigkeitskarte sowie Pflege dieser Karte

    –     Websitepflege im CMS

    –     Unterstützung bei Umstrukturierung und Umbau der Website

    –     Recherche und Datenerhebung (qualitativ und quantitativ)

    –     Unterstützung bei der Veranstaltungsorganisation sowie bei deren Umsetzung

    –     Allgemeine organisatorische Unterstützung des Projekts

     

    Ihre Qualitäten

    –     Gute IT-Kenntnisse, insbesondere im Bereich Geoinformationssysteme (Kenntnis in GIS von Vorteil) sowie des webbasierten Kartenmanagements

    –     Grundlegende Programmierkenntnisse

    –     Erfahrungen im Umgang mit WordPress und/oder RedDot; evtl. MailChimp

    Allgemeine Anforderungen

    –     Einschlägiger Bachelor-Abschluss oder Vordiplom

    –     Sicherer Umgang mit gängigen Office Anwendungen (Word, Excel, Power Point, Outlook)

    –     Gutes Deutsch in Wort und Schrift

    –     Organisationsfähigkeit und -talent

    –     Interesse an Nachhaltigkeitsthemen, besonders nachhaltiger Stadt- und Quartiersentwicklung

    –     Gute Recherchefähigkeiten

    –     Zuverlässige, strukturierte und eigenständige Arbeitsweise

     

     

    Wir bieten eine frische Arbeitsatmosphäre, einen kreativen Gestaltungsraum und die Mitarbeit in der inter- und transdisziplinären Projektarbeit im Team.

    Arbeitsorte sind hauptsächlich das ITAS in der Karlstraße 11, 76133 Karlsruhe sowie der Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft in der Rintheimer Str. 46, 76131 Karlsruhe.

    Die Tätigkeit wird nach dem üblichen Stundensatz für studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskräfte vergütet. Eine längerfristige Tätigkeit ist erwünscht (optimalerweise bis Ende 2017).

     

    Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Kurzbewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse).

    Bitte senden Sie diese per Mail bis 04. April 2016 an andreas.seebacher@kit.edu und helena.trenks@kit.edu

  16. „Werkstatt N“. Deutscher Nachhaltigkeitsrat zeichnet Quartier Zukunft aus

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    Quartier Zukunft ist vom Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung im Januar mit dem Qualitätssiegel „Werkstatt N“ ausgezeichnet worden. Prämiert wurden Initiativen und Projektideen, die aus Sicht der Jury Vorbild für die zukünftige Entwicklung Deutschlands sein können. Wir freuen uns!

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    Werkstatt N

    Jedes Jahr wählt der Nachhaltigkeitsrat der Bundesregierung 100 Ideen und Initiativen aus, denen er das Potenzial zutraut, in Sachen Nachhaltigkeit Bewegung in unsere Gesellschaft zu bringen. Dabei handelt für die ExpertInnen nachhaltig, wer Umweltgesichtspunkte gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten berücksichtigt. „Zukunftsfähig wirtschaften bedeutet also: Wir müssen unseren Kindern und Enkelkindern ein intaktes ökologisches, soziales und ökonomisches Gefüge hinterlassen. Das eine ist ohne das andere nicht zu haben.“ Die Nachhaltigkeitsbeauftragten denken an, dass wir im Umgang mit neuartigen Problemen eben auch neue Denkweisen brauchen. Und erklären: „Der Ansatz des nachhaltigen Handelns ist eine wertvolle Orientierung für die Suche nach einer neuen Art des Umgangs mit der Umwelt, der Gestaltung des sozialen Zusammenlebens und des Wirtschaftens.“

    Rat für nachhaltige Entwicklung

    Der Rat für nachhaltige Entwicklung wurde zum ersten Mal im April 2001 von der Bundesregierung berufen. Ihm gehören 15 Personen des öffentlichen Lebens an. Zu den Aufgaben der Fachleute zählen Beiträge für die Umsetzung der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie „Perspektiven für Deutschland“, die am 17. April 2002 von der Bundesregierung beschlossen wurde und nachhaltige Entwicklung erstmalig zum zentralen Ziel des Regierungshandelns machte. Außerdem soll die Arbeit des Gremiums dazu beitragen, Nachhaltigkeit zu einem wichtigen öffentlichen Anliegen zu machen.

    Was bedeutet die Auszeichnung Werkstatt N für Quartier Zukunft?

    Das Qualitätssiegel Werkstatt N macht uns und unsere Ideen sichtbarer. Zum Beispiel auch im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung. Und: Im Werkstatt N-Netzwerk können wir unsere Innovationen aus dem Quartier „weitersagen“ und unsererseits neue Impulse aufnehmen. Wir sind gespannt!

     

    Mehr Infos gibt’s hier:

    www.nachhaltigkeitsrat.de

    www.werkstatt-n.de

     

  17. Es ist vollbracht! Zukunftsraum eröffnet

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    Der Zukunftsraum öffnete am 13.6. zum ersten Mal seine Türen für alle Interessierten. Nachdem in den vergangenen Wochen emsig gestrichen und eingerichtet wurde, startete der Tag früh vor Ort für das Quartier Zukunft-Team mit den letzten Vorbereitungen für die Zukunftsraum Eröffnung.

    Viele weitere Impressionen finden Sie in der Galerie.
     
    Die Eröffnung

    Ab 10.00 Uhr ging es dann auch schon los mit den ersten BesucherInnen, die gleich selbst Hand anlegten beim angekündigten Möbelbau Workshop. Rasch entstanden mehrere Holzhocker, die gleich den ganzen Tag über vielseitige Verwendung fanden. SamenBomben wurden in einem weiteren Workshop geknetet.

    Ab 13.00 Uhr füllte sich der Zukunftsraum immer mehr, das Coffee-Bike gab den ersten Kaffee aus und die Brote mit buntem vegetarischem Aufstrich fanden regen Anklang. Die Besucher hatten Gelegenheit sich die neuen Räumlichkeiten anzuschauen, entlang der Fotoausstellung im Schaufenster die Entwicklung des Quartier Zukunft über die vergangenen Jahre nach zu verfolgen und sich mit Infomaterial aus dem Zukunftsraum zu versorgen.

    Dann startete der offizielle Teil der Zukunftsraum Eröffnung mit den Grußworten der baden-württembergischen Wissenschaftsministerin Theresia Bauer, Oberbürgermeister Frank Mentrup und KIT-Bereichsleiter Karl-Friedrich Ziegahn. Nach einer kurzen musikalischen Auflockerung ging es weiter mit einer Präsentation von Projektleiter Oliver Parodi. Er thematisierte Nachhaltigkeit als das übergeordnete Thema des Zukunftsraumes, die Entstehungsgeschichte des Projektes „Reallabor 131: KIT findet Stadt“ und die vielfältigen Herausforderungen einer engen Zusammenarbeit von verschiedenen Akteuren aus Wissenschaft, Praxis und Bürgerschaft.

    Da das Wetter immer schöner und die Temperaturen im Zukunftsraum immer höher wurden, strömten danach alle nach draußen, um nach einem Glas Sekt der „Mach-mit-Diskussion: Nachhaltige Stadtentwicklung: Vom Wissen zum Handeln“ zu folgen. Zahlreiche Besucher setzten sich auf die freien Stühle in der Diskussionsrunde, die von Prof. Dr. André Reichel von der Karlshochschule moderiert wurde. Einig war man sich, dass es den Menschen leichter gemacht werden müsse nachhaltig zu handeln damit eine nachhaltigere Lebensweise auch im Alltag vieler Menschen umsetzbar wird.
    Nach einer regen Diskussion und vielen Gespräche auch im Nachgang des offiziellen Teils wurden dann noch viele getrocknete SamenBomben und hoffentlich Lust zum Mitmachen für die Zukunft, mit nach Hause genommen.

    Gut zu Wissen
    Die Öffnungszeiten für den Zukunftsraum sind ab sofort bis Ende Juli immer dienstags von 14.00 bis 18.00 Uhr und donnerstags von 9.00 bis 18.00 Uhr. Einfach vorbeikommen und hereinspazieren. Nach der Sommerpause im August werden die Öffnungszeiten für den Zukunftsraum ausgeweitete und rechtzeitig bekannt gegeben.

     Der nächste Quartier Zukunft Stammtisch für alle Interessierten findet am Dienstag den 14. Juli ab 19.00 Uhr im Zukunftsraum in der Rintheimer Straße 46 statt.

    Weiterführende Links
    Audio Mitschnitt: Interview des KIT-Radios mit Theresa Bauer:
    Blogbeitrag: Zukunftsraum wird eröffnet
    Blogbeitrag: Eröffnung! Zukunftsraum!
  18. Ausstellung „Ideen 2020“: Quartier Zukunft auf Reisen!

    Kommentare deaktiviert für Ausstellung „Ideen 2020“: Quartier Zukunft auf Reisen!

    Das Quartier Zukunft reist ab sofort und bis Ende 2014 durch Deutschland – mit der Wanderausstellung Ideen 2020 – Ein Rundgang durch die Welt von morgen der Helmholtz Gemeinschaft. In der Ausstellungssektion „Mensch in der Stadt von morgen“ wird der partizipative Charakter des Quartier Zukunft thematisiert. Die Ausstellung Ideen 2020 zeigt insgesamt eine Auswahl an wissenschaftlichen Projekten, die sich facettenreich mit Fragen zur Gesellschaft der Zukunft auseinandersetzen. Ein Besuch lohnt sich!


    Viele Fragen sind zurzeit auf Deutschlandreise: Wie werden wir in Zukunft wohnen und uns fortbewegen? Woher kommt die Energie von morgen? Wie können wir nachhaltig und ressourcenschonend wirtschaften? Wie können wir bis ins hohe Alter fit bleiben und selbstbestimmt leben? Schließlich, wie sieht die Stadt der Zukunft aus? Die Helmholtz Gemeinschaft versucht auf diese Fragen Antworten zu geben und präsentiert in ihrer Wanderausstellung Ideen 2020 – Ein Rundgang durch die Welt von morgen Lösungskonzepte für die Zukunft aus deutscher Forschung und Entwicklung.

    Quartier Zukunft: Stadt gemeinsam gestalten

    Seit heute ist das Quartier Zukunft eines der in der Ausstellung vorgestellten Konzepte. In der Ausstellungssektion „Leben in der Stadt von morgen“ wird das Verständnis einer Stadtgestaltung durch die umfassende Beteiligung der Bürgerschaft im Zusammenwirken mit weiteren Akteuren der Stadtgesellschaft als Basis für die Entwicklung des Quartier Zukunft präsentiert. Das Quartier Zukunft – Labor Stadt zielt auf eine Stadtentwicklung zum Mitentscheiden und Mit-Anpacken ab. So ist im Konzept fest das Verständnis verankert, dass eine umfassende und integrierte nachhaltige Stadtentwicklung nur gelingt, wenn viele dazu beitragen. Im Zusammenwirken von Bürgerschaft, Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und vielen weiteren Akteuren werden neue und alte Ideen, gesellschaftliche und technische Innovationen und Lebensentwürfe ausprobiert und unterstützt, die zukunftsweisend sind.

    Mit der Vorstellung des Konzepts „Quartier Zukunft“ gibt die Ausstellung somit Antwort auf die Frage, wie die Stadt von morgen gestaltet und entwickelt wird. Die Antwort über das Quartier Zukunft lautet: gemeinsam!

    Über die Ausstellung

    Die Helmholtz Ausstellung Ideen 2020 – Ein Rundgang durch die Welt von morgen zeigt wesentliche und wegweisende Projekte der deutschen Forschungslandschaft und orientiert sich dabei an der Hightech Strategie der Bundesregierung. Die Ausstellungsmacher verfolgen das Ziel, die Bedeutung von Wissenschaft für das gesellschaftliche Leben und das eines jeden einzelnen zu verdeutlichen. Dabei soll Wissenschaft in ihrer Vielfalt über die Ausstellung interaktiv erfahrbar gemacht werden. In der Ausstellung erhalten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Arbeit der Wissenschaft, können eigene Fragen stellen, Exponate berühren und verändern. Ein Dialog-Desk in der Mitte der Ausstellung bietet Spielfläche für Kommunikation, Kommentare, eigene Ideen und Kritik. Entlang von sieben Stelen, die für die zentralen, gesellschaftlichen Herausforderungen stehen, sind die Zukunftsvisionen zu entdecken.

    Die Ausstellungstour

    Bis Herbst 2014 gastiert die Ausstellung in wechselnden Orten Deutschlands. Hier die Daten und Stationen:

    2013

    13.11. bis 10.12.2013 | Jena

    13.12. bis 23.01.2014 | Oldenburg

    2014

    28.01. bis 27.02.2014 | Saarbrücken

    04.03. bis 18.03.2014 | Freiburg

    21.03. bis 16.04.2014 | Stuttgart

    23.04. bis 07.05.2014 | Koblenz

    12.05. bis 28.05.2014 | München

    02.06. bis 16.06.2014 | Berlin

    25.06. bis 11.07.2014 | Leipzig

    14.07. bis 03.08.2014 | Cottbus

    30.09. bis 23.10.2014 | Köln

    Weiterführende Informationen zur Ausstellung finden Sie auf der Website Ideen 2020.
    Besuchen Sie die Ausstellung und stellen Sie Ihre ganz eignen Fragen zum Leben in der Welt von morgen – oder ganz speziell zum Quartier Zukunft!

  19. Deutscher Lokaler Nachhaltigkeitspreis 2013 für das Quartier Zukunft

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    Das Quartier Zukunft – Labor Stadt hat den Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis 2013 in der Kategorie „ZeitzeicheN Ideen“ vom deutschlandweiten Netzwerk21 erhalten. Die festliche Preisverleihung fand gestern Abend im Neuen Schloss in Stuttgart im Rahmen des Netzwerk21Kongresses statt, wo das Team des Quartier Zukunft den Preis mit großer Freude entgegen nahm.

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    „Wir müssen lernen, die Gesamtzusammenhänge in den Blick zu nehmen und Stadtentwicklung ‚aus einem Guss‘ zu realisieren. Davon sind wir weit entfernt und es fehlen uns auch noch die Vorbilder und Konzepte für die nachhaltige Stadtentwicklung. Das Projekt Quartier Zukunft Labor Stadt setzet genau hier an“, sagte Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft des Landes Baden-Württemberg. Er hielt die Laudatio.

    Bereits zum siebten Mal wird der Deutsche Lokale Nachhaltigkeitspreis ZeitzeicheN verliehen. Mit dem Preis wird beispielhaftes Engagement für eine lebenswerte Zukunft ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Von Seiten der Auslober heißt es:

     „Vorbildliche Initiativen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, werden durch die Preisverleihung öffentlich anerkannt. Aktivitäten, die Brücken in unserer Gesellschaft bauen und zum nachhaltigen Handeln ermuntern, erfahren Wertschätzung, erhalten neue Anstöße und regen zum Mitmachen an.“

    Mit dem Preis in der Kategorie „ZeitZeicheN Ideen“ werden in die Zukunft gerichtete Konzepte und Ideen geehrt. Akteuren auf lokaler Ebene, die noch am Anfang ihrer Projektlaufzeit stehen, wird eine Starthilfe für die Umsetzung geben. Förderer des ZeitzeicheN Preises sind neben dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie dem Umweltbundesamt unter anderem der Rat für Nachhaltige Entwicklung, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Landkreistag sowie der Deutsche Städte- und Gemeindebund.

    Wir freuen uns außerordentlich für die Anerkennung unserer Arbeit, die wir vom Netzwerk21 mit dem Deutschen Lokalen Nachhaltigkeitspreis 2013 erhalten und bedanken uns herzlich für die Auszeichnung. Sie bedeutet aber nicht nur Anerkennung des bisher Geleisteten. Sie ist gleichzeitig auch Ansporn für die weitere Arbeit in der Entwicklung des Quartier Zukunft – Labor Stadt.

    Weitere Informationen

    Pressemitteilung des KIT

    Deutscher Lokaler Nachhaltigkeitspreis

    Preisträger Deutscher Lokaler Nachhaltigkeitspreis 2013

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Sagen Sie uns Ihre Meinung

Was geschieht mit meinen Wünschen zum Quartier Zukunft?

Nennen Sie uns Ihre Wünsche und Vorstellungen zur Entwicklung des Quartier Zukunft. Sagen Sie uns Ihre Meinung. Was ist Ihnen besonders wichtig? Was nicht?
Wir sammeln Ihre Äußerungen und werden sie zeitnah auf dieser Website präsentieren, um sie weiter zu diskutieren und in den Entwicklungsprozess des Quartier Zukunft einfließen zu lassen.

Impressum

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Das Projekt "Quartier Zukunft" ist ein Projekt des Karlsruher Instituts für Technologie. Dienstanbieterkennzeichnung im Sinne von §5 Telemediengesetz (TMG)

Karlsruher Institut für Technologie Kaiserstraße 12 76131 Karlsruhe Deutschland Tel.: +49 721 608-0 Fax: +49 721 608-44290 E-Mail: info@kit.edu Rechtsform: Körperschaft des öffentlichen Rechts Vertretungsberechtigt: Prof. Dr. Holger Hanselka (Präsident des KIT) USt-IdNr: DE266749428 Redaktionelle Gesamtverantwortlichkeit im Sinne des § 55 des Rundfunkstaatsvertrages (RStV): Dr. Oliver Parodi Karlsruher Institut für Technologie Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse Karlstraße 11 76133 Karlsruhe E-Mail: oliver.parodi@kit.edu Konzeption, Gestaltung und technische Umsetzung der Website The seed eG www.theseed.de Redaktionelle Betreuung Colette Waitz und Helena Trenks Karlsruher Institut für Technologie Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse Karlstraße 11 76133 Karlsruhe E-Mail: colette.waitz@kit.edu oder helena.trenks@kit.edu Copyright Für die Internet-Seiten des Karlsruher Instituts für Technologie liegen Copyright und alle weiteren Rechte beim Karlsruher Institut für Technologie, Kaiserstraße 12, 76131 Karlsruhe, Deutschland. Dies gilt auch für die Internet-Seite des Projektes Quartier Zukunft. Weiterverbreitung, auch in Auszügen, für pädagogische, wissenschaftliche oder private Zwecke ist unter Angabe der Quelle gestattet (sofern nicht anders an der entsprechenden Stelle ausdrücklich angegeben). Eine Verwendung im gewerblichen Bereich bedarf der Genehmigung durch das Karlsruher Institut für Technologie. Ansprechpartner ist die Dienstleistungseinheit Presse, Kommunikation und Marketing. Haftung für Inhalte Diese Internetseiten dienen lediglich der Information. Ihr Inhalt wurde mit gebührender Sorgfalt zusammengestellt. Das Karlsruher Institut für Technologie übernimmt aber keine Garantie, weder ausdrücklich noch implizit, für die Art, Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität des dargebotenen Materials und übernimmt keine Haftung (einschließlich Haftung für indirekten Verlust oder Gewinn- oder Umsatzverluste) bezüglich des Materials bzw. der Nutzung dieses Materials. Sollten Inhalte von Web-Seiten des Karlsruher Instituts für Technologie gegen geltende Rechtsvorschriften verstoßen, bitten wir um umgehende Benachrichtigung. Wir werden die Seite oder den betreffenden Inhalt dann umgehend entfernen. Bildrechte Der Dienstanbieter hat alle Nutzungsrechte zu den auf dieser Seite abgebildeten Fotografien, Grafiken, Tondokumente und Videosequenzen nach bestem Wissen und Gewissen angemeldet. Falls sich eine Person in ihren Rechten verletzt fühlt, bitten wir um die Kontaktaufnahme mit dem Karlsruher Institut für Technologie, um die Angelegenheit aufzuklären. Haftung für externe Web-Seiten Die Web-Seiten des Karlsruher Instituts für Technologie enthalten Links zu Informationsangeboten auf Servern, die nicht der Kontrolle und Verantwortlichkeit des Karlsruher Instituts für Technologie unterliegen. Das Karlsruher Institut für Technologie übernimmt keine Verantwortung und keine Garantie für diese Informationen und billigt oder unterstützt diese auch nicht inhaltlich. Datenschutz und IT-Sicherheit Das Karlsruher Institut für Technologie verpflichtet sich, die Privatsphäre aller Personen zu schützen, die unsere Site nutzen, und die uns überlassenen personenbezogenen Daten vertraulich zu behandeln. Die Daten werden ausschließlich für die jeweils angegebenen Zwecke verwendet und nicht an Dritte weitergegeben. Ihre Daten werden gelöscht, sobald sie dem angegebenen Zweck gedient haben. Verschlüsselungstechniken werden auf unseren Internetseiten derzeit nur zur Authentifizierung eingesetzt. Sie müssen also damit rechnen, dass Ihre Angaben auf dem Wege zu uns Unbefugten zur Kenntnis kommen. Wenn Sie dies vermeiden wollen, so wenden Sie sich bitte auf anderem Wege an die jeweils angegebene Kontaktstelle oder Kontaktperson. Zur Aufrechterhaltung Ihrer Sitzung kann es u. U. notwendig sein, ein Cookie zu setzen. Ihre Web-Browser- oder Client-Software überträgt möglicherweise ohne Ihr Zutun Informationen über Ihren Rechner (beispielsweise IP-Adresse) an unsere Server. Derartige Informationen werden niemals direkt mit Ihnen in Verbindung gebracht, sondern nur in anonymer Form für Zwecke der Statistik, der Systemverwaltung oder der Verbesserung der Leistungsfähigkeit unseres Internet-Angebotes ausgewertet. Sollten Sie weitere Fragen zu unseren Datenschutz-Standards haben, wenden Sie sich bitte an unseren Datenschutzbeauftragten. Möchten Sie sich über die Konzepte und technische Realisierung unserer IT-Sicherheit informieren, wenden Sie sich bitte an unseren IT-Sicherheitsbeauftragten.