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  1. Gemeinwohl-Ökonomie für nachhaltige Stadtentwicklung?

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    Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten. Für das Erreichen der UN-Nachhaltigkeitsziele 2030 spielen sie daher eine entscheidende Rolle. Doch wie genau diese Ziele in die Praxis umgesetzt werden können, ist immer noch eine Herausforderung. Die Gemeinwohl-Ökonomie bietet einen Ansatz, der vielseitige Aspekte berücksichtigt und gleichzeitig praktisch umsetzbar ist.

    Marielle Rüppel hat in ihrer Bachelorarbeit die Handlungsmöglichkeiten verschiedener Akteure einer Stadt im Rahmen der Gemeinwohlökonomie untersucht. Ihre Ergebnisse wird sie am Dienstag, 17. Dezember ab 18:30 Uhr im Zukunftsraum (Rintheimerstraße 46) vorstellen.

    Das Thema Nachhaltigkeit ist in den letzten Jahren stark ins öffentliche Bewusstsein gerückt. Viele Menschen aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft sind sich einig, dass wir dringend unsere Wirtschafts- und Lebensweise verändern müssen, um das 2°C-Ziel zu erreichen, Ressourcen zu schonen und eine enkeltaugliche Zukunft zu ermöglichen. Ein zentrales Problem ist, dass zurzeit Unternehmen, die sich umweltschädigend verhalten oder auf niedrige Löhne in der Lieferkette setzen, einen finanziellen Vorteil haben, da sie ihre Produkte billiger verkaufen können. Aber muss das so sein?

    Eine Bilanzierung für mehr Gemeinwohl

    Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) Bewegung hat ein Instrument entwickelt, das durch Nachhaltigkeitsberichterstattung zu einem ethischeren und nachhaltigeren Wirtschaftssystem führen kann: die sogenannte Gemeinwohl-Matrix. Zur Umsetzung müssten sich auch die politischen Rahmenbedingungen ändern. So könnten Kommunen bei öffentlichen Ausschreibungen Kriterien festlegen, nach denen umweltbewusste Unternehmen einen Vorteil haben. Das Konzept passt auch sehr gut mit den Zielen der nachhaltigen Entwicklung (SDGs) zusammen, was die untenstehende Übersicht verdeutlicht. Dabei kann und muss sich nicht alles von heute auf morgen verändern, stattdessen werden mutige, aber realistische Schritte zu einer langfristig orientierten Vision vorgeschlagen. So kann die GWÖ den Prozess der Entwicklung von Organisationen in Richtung Nachhaltigkeit unterstützen.

    Vom Klimanotstand zur klimaneutralen Kommune

    Der Ausruf des Klimanotstands in vielen deutschen Städten zeigt, wie wichtig und dringend das Thema ist. Darauf folgen müssen Maßnahmen, die langfristig zum Klima- und Artenschutz beitragen. Ein gemeinwohlzentrierter Ansatz hilft Stadtverwaltungen dabei, erst einmal eine Bestandsaufnahme zu machen und festzustellen, was bereits gut läuft und wo etwas verbessert werden kann.

    Ein Ansatz der Gemeinwohlökonomie ist es, künftige Investitionen oder Bauprojekte vor ihrer Durchführung auf ihren „Gemeinwohl-Index“ zu prüfen. Statt eines Unternehmens wird ein Projekt bilanziert und dessen Auswirkungen auf verschiedene Beteiligte und deren Werte bzw. Anliegen berücksichtigt. Wenn es darum geht, ein Gebäude aus Holz oder aus Beton zu bauen, ist Beton in den meisten Fällen zunächst billiger. Wenn aber die Eigenschaft der CO2 Speicherung im Holz miteingerechnet wird, während bei der Herstellung von Beton CO2 frei wird, ist es langfristig günstiger in umweltfreundliche Alternativen zu investieren, denn die Folgekosten der Umweltschäden übersteigen häufig die Kosten der höheren Investition.

    GWÖ für soziale Gerechtigkeit und Zusammenhalt

    Eine Aufgabe der Kommunen ist es, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und zu verhindern, dass Wohnraum immer teurer wird. Auf lokaler Ebene könnten Kommunen demnach mehr Flächen für Wohngenossenschaften zur Verfügung stellen oder Programme wie „Wohnen für Hilfe“ fördern, die Leerstand entgegenwirken sollen. Diese Entscheidungen wirken sich in der Gemeinwohl-Bilanz positiv aus.

    Für den sozialen Zusammenhalt ist es wichtig, Räume und Verfahren zu schaffen, in denen sich Menschen mit unterschiedlichem Hintergrund begegnen und grundlegende Fragen diskutieren können: was bedeutet eigentlich Gemeinwohl? Was ist der Zweck der Wirtschaft? Verbessert wirtschaftliches Wachstum wirklich die Lebensqualität?

    GWÖ für ökonomische Nachhaltigkeit & globale Verantwortung

    Für eine ökonomische Nachhaltigkeit sind neben technologischen Innovationen auch soziale Innovationen wichtig. Eine Wirtschaftsförderung, die schon bei der Unternehmensgründung zu Werteorientierung berät, leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zur Stärkung unternehmerischer Verantwortung.

    Leider ist es für Kommunen häufig nicht so einfach, sofort so viel zu investieren, wie für eine nachhaltige Entwicklung idealerweise notwendig wäre. Im Weg steht dem, dass Kommunen nur begrenzte finanzielle Mittel zur Verfügung haben. Zudem sind sie auf Gewerbesteuereinnahmen durch Unternehmen angewiesen, um wiederum öffentliche Infrastruktur bereitstellen zu können. Trotzdem gibt es gewisse Handlungsspielräume, die Kommunen nutzen können, um verstärkt gemeinwohlfördernde Rahmenbedingungen zu schaffen sowie staatliche Förderprogramme zu nutzen oder Modellprojekte zu entwickeln.

    Beispielsweise muss aktuell bei der Ausschreibung öffentlicher Aufträge das billigste Angebot genommen werden. Das scheint auf den ersten Blick sinnvoll, doch problematisch ist, dass dabei zum Beispiel Folgekosten durch Umweltschädigung nicht einberechnet, sondern ausgelagert sind. Dadurch sind Produkte billiger, bei denen in der Herstellung Aspekte wie faire Arbeitsbedingungen in der Lieferkette oder umweltfreundliche Alternativen vernachlässigt werden. Daher ist es wichtig, klare Anforderungen an nachhaltiges und faires Beschaffungsmanagement zu stellen und damit auch ein Vorbild für Unternehmen sein.

    Kooperation statt Wettbewerb

    Eine berechtigte Sorge ist, dass bei zu strengen Forderungen oder Auflagen für Unternehmen diese lieber an einen anderen Standort wechseln. Wenn sich allerdings viele Kommunen zusammentun und gleichzeitig höhere Umweltstandards fordern, müssen Unternehmen sich daran anpassen. Außerdem braucht es ein regionales Entwicklungskonzept, um ländlichen (Wohn-)Raum zu erhalten, sodass weniger Druck auf den Städten liegt, gleichzeitig Arbeit und Wohnraum zu schaffen.

    Auch im persönlichen Umfeld hängt viel von Zusammenarbeit ab. Uns ist wichtig, was Leute von uns denken, die eine zentrale Rolle in unserem Leben einnehmen. Wenn wir uns also als Gruppe oder als Organisation aufmachen, unser Verhalten hin zu mehr Nachhaltigkeit zu verändern, fühlen wir uns damit besser, als wenn wir es alleine tun und damit gegen andere stellen müssten. Gemeinsam können wir ein Wirtschaftssystem aufbauen, das sich nach den Bedürfnissen aller Menschen ausrichtet und die Erde als unsere Lebensgrundlage achtet.

    Zum Weiterlesen

    Video: Was ist die GWÖ?

    Gemeinwohl-Ökonomie für Gemeinden

    Nachhaltiges Beschaffungsmanagement für Kommunen

    Kommunale Wirtschaftsförderung und Nachhaltigkeit

    Warum wir mehr mit Holz bauen sollten

  2. Advent, Advent, die selbstgemachte Kerze brennt – Tipps für eine nachhaltige Vorweihnachtszeit

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    Der Duft von selbstgebackenen Plätzchen, Zimt und Glühwein liegt in der Luft, der Weihnachtsmarkt öffnet wieder seine Türen und spätestens bei den ersten Tönen von „Last Christmas“ ist es klar: die Vorweihnachtszeit ist wieder da. Doch was macht diese Zeit im Jahr so besonders und wie kann ich sie mit meinen Liebsten entspannt genießen während ich gleichzeitig auf meine Mitwelt achte? Ein paar Gedanken und meine Lieblingsideen dazu möchte ich in diesem Blogartikel mit euch teilen.

    von Jana Späthe

    Für mich ist die Adventszeit eine der Schönsten im Jahr. In meiner Kindheit war die Vorweihnachtszeit geprägt von dem spannenden Brauch am Abend vor dem Nikolaustag. Dann stellen Kinder Stiefel vor die Tür oder hängen Strümpfe an den Kamin und hoffen, dass der Nikolaus sie füllt. Warum eigentlich? Der 6. Dezember ist der Todestag des Heiligen Nikolaus von Myra, der den Überlieferungen zufolge sein geerbtes Vermögen unter den Kindern und Armen aufgeteilt hat. Neben Schokolade und Nüssen hat der Nikolaus meine Kinderstiefel jedes Jahr mit Mandarinen oder Clementinen gefüllt. Die verknüpfe ich daher mit dem Warten auf Weihnachten genauso wie den Adventskranz.

    Glücklicherweise haben die leckeren Südfrüchte in der Vorweihnachtszeit Saison, denn ihre Erntezeit ist im Herbst. So können wir auf geographisch nähere Anbaugebiete wie Spanien oder Italien zurückgreifen und die Früchte mit langem Transportweg aus Südafrika im Supermarkt links liegen lassen. Um sie haltbar zu machen, werden Mandarinen und Clementinen jedoch mit Pflanzenschutzmitteln behandelt und anschließend neu gewachst. Der eigenen Gesundheit zuliebe sollte man deshalb Schale und Hände (nach dem Schälen, aber vor dem Essen) gründlich waschen. Am besten ist es natürlich, die leckeren Früchte aus biologischem Anbau zu kaufen.

    Bio, fair, vegan – der etwas andere Schokonikolaus

    Auch auf einen Schokonikolaus in meinem Stiefel konnte ich mich verlassen. Auf unerklärliche Weise schmeckt Schokolade in Weihnachtsmannform ja doch irgendwie besser. Aber, sicher ganz im Sinne des Heiligen Nikolaus, sollen diejenigen, die ihn und seine Zutaten herstellen, fair entlohnt werden. Auch Kinderarbeit ist hier wie bei allen Schokoladenprodukten leider noch immer ein Thema. Schaut mal in Bioläden oder im Drogeriemarkt vorbei, dort findet ihr faire, vegane und biologische Alternativen – ich hab mir schon einen mitgenommen.

    Die Günstigeren sind ebenfalls mit Schokolade gefüllt, die Teureren mit Beautyprodukten, Spielzeug oder Gewürzen. Die Rede ist natürlich von Adventskalendern. Ob für die Kinder, den Partner oder für Freunde, so ein Adventskalender ist ein tolles Geschenk und versüßt uns die Vorweihnachtszeit. Dabei bringen die billigen Adventskalender oft viel Verpackungsmüll mit sich – und das für nicht einmal die Schokoladenmenge einer Tafel! Es geht zum Glück auch anders. Hier findet ihr eine tolle Liste von veganen, fair gehandelten und kreativen Adventskalendern, die schon einiges besser machen. Besonders gut gefallen mir der Gewürz-Adventskalender, der Yoga-Adventskalender und der „24 gute Taten“-Adventskalender. Noch persönlicher wird es natürlich, wenn man den Adventskalender gleich selbst befüllt. Hier eignen sich zum Beispiel selbstgebackene Plätzchen, kleine Briefe, Tee oder eine Einladung auf einen Punsch oder Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt.

    Apropos Glühwein und Weihnachtsmarkt…

    Auf der Seite des Karlsruher Christkindlesmarkt ist eine Liste zu finden, die zeigt, wo auf dem Weihnachtsmarkt ein biologisches, vegetarisches oder veganes Angebot zu finden ist. In Stuttgart und Heidelberg wird es sogar rein vegane Weihnachtsmärkte geben. Toll, dass es inzwischen so viele Alternativen zur klassischen Bratwurst gibt und ein nachhaltiger Weihnachtsmarktbesuch immer einfacher wird!

    Stollen, Spekulatius, Lebkuchen und Co. füllen bereits seit September wieder die Supermarktregale. Aber es geht doch nichts über selbstgebackene Plätzchen! Hier hat man auch selbst in der Hand, was drin ist. In der nachhaltigen Weihnachtsbäckerei können biologische Zutaten konventionelle ersetzen und auch vegane Plätzchen zu backen ist kinderleicht. Der Klassiker bei uns zuhause: Spritzgebäck mit einem Hauch Bittermandelaroma.

    Weihnachtsstimmung für Zuhause mit Kerzenlicht und Tannenzapfen

    Um die Weihnachtsstimmung nach Hause zu holen, werden bei mir jedes Jahr auch die eigenen vier Wände ein wenig weihnachtlich dekoriert. Jedes Jahr neue Deko in der angesagten Saisonfarbe zu kaufen, produziert jedoch vor allem viel Müll. Falls dir die Deko von den letzten zehn Jahren jedoch zu langweilig geworden ist, können zum Beispiel Second Hand Kaufhäuser oder Flohmärkte Abhilfe schaffen. Oder frag doch einfach mal in deinem Freundeskreis herum und tauscht für ein Weihnachtsfest eure Deko. Auch ein Waldspaziergang kann eine tolle Quelle für Zweige und Tannenzapfen sein, die ganz natürlich für  weihnachtliche Stimmung sorgen. So richtig gemütlich wird es für mich aber erst, wenn die erste Kerze angezündet wird. Leider bestehen herkömmliche Kerzen meist aus Paraffin (Erdöl) oder aus Palmöl. Besser sind da Kerzen aus Biomasse. Wenn dann Kerzenreste anfallen, habe ich mir vorgenommen diese zu sammeln, denn daraus lassen sich neue Kerzen selbst machen.

    Ich hoffe, ihr konntet euch aus diesem bunten Ideenstrauß etwas für euch mitnehmen. Ich habe bei meiner Recherche auf jeden Fall einiges gelernt. Habt ihr noch mehr Ideen für eine nachhaltige Adventszeit? Dann freue ich mich in den Kommentaren von euch zu lesen.

     

    Das Quartier Zukunft Team wünscht euch

    eine entspannte und stimmungsvolle Adventszeit!

     

    Zum Weiterlesen

    Blogartikel nachhaltiges Weihnachtsfest

    Wissenswertes für nachhaltigen Glühweingenuss

    Nachhaltige Weihnachtsdeko

    Kinderarbeit für Schokolade

  3. Ihr Zuhause ist ein Tiny House – Interview mit Nessa Elessar

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    Warum und wie baut man ein Tiny House? Lisa Koßmann, auf YouTube bekannt als Nessa vom Kanal „Nessa Elessar“, lebt seit Dezember 2018 in ihrem Tiny House auf 23m², das sie zum größten Teil selbst gebaut hat. Den Bauprozess hat sie dabei informativ und unterhaltsam in ihren Videos dokumentiert und ist so zu einer Expertin für das Thema Tiny House in Deutschland geworden. Jana von Quartier Zukunft hat Lisa und ihr Haus, das aktuell noch bei ihren Eltern im Hof steht, besucht und ihr ein paar Fragen gestellt. Viel Spaß beim Lesen des Interviews!

    Was macht ein Tiny House zum Tiny House?

    Eine richtige Definition gibt es so noch nicht. In den USA wurde nun aus baurechtlichen Gründen eine erstellt, aber in Deutschland gibt es noch keine. Meistens spricht man davon, dass sie unter 50qm Wohnfläche haben. Bei den stationären Tiny Houses gibt es da schon einige, die 30-40qm Wohnfläche haben. Die meisten, gerade die auf Rädern, haben so wie meines etwa 25qm.

    Warum hast du dich entschieden ein Tiny House zu kaufen bzw. zu bauen?

    Ich war damals auf Wohnungssuche und habe festgestellt, dass ich mir nichts leisten konnte, wo ich wirklich leben wollte. Ich habe mir dann überlegt, wie ich langfristig leben möchte und ich mir meine berufliche Zukunft vorstelle. Schon damals war mir klar, dass ich nicht nur, um eine Wohnung zu finanzieren, unglaublich viel arbeiten möchte, sondern nur so viel, wie mir selbst guttut, und auch in einem Bereich, der mir guttut. Daher habe ich mich dann entschlossen, einmalig mehr auszugeben, um langfristig weniger zu bezahlen. Der Stellplatz, den ich jetzt in Aussicht habe, wird mich im Monat etwa 250€ kosten plus Wasser, Strom und so was. Das ist aber auch am oberen Limit, was so ein Stellplatz in der Regel kostet, und dennoch deutlich weniger als die Kaltmiete der meisten Wohnungen. Es handelt sich dabei um zukünftige Baugrundstücke, die nun erschlossen und dann erst mal für einige Jahre als Tiny House Stellplätze genutzt werden sollen.

    Was kostet ein Tiny House? Ist es deutlich günstiger ein Tiny House zu kaufen im Vergleich zu einer kleinen Wohnung?

    Das Tiny House wird nicht zentral in einer Großstadt, sondern eher am Rand oder in einer Kleinstadt stehen, daher kann man auch nur diese Preise vergleichen. In Größe eines Tiny Houses gibt es allerdings keine Wohnungen. Bei meinem Haus habe ich sehr viel selbst gebaut, das hat mich 35.000€ und viele Arbeitsstunden gekostet. Genau das war ja auch die Idee, dass ich dabei einiges lerne. Voll ausgestattet beim Hersteller gekauft kostet so ein Haus zwischen 50.000€ und 70.000€. Also immer noch günstiger als eine Wohnung in der Regel. Und man kann es beim Umziehen mitnehmen.

    Du hast dein Tiny House zu einem großen Teil bei deinen Eltern mithilfe der dort vorhandenen Werkstatt gebaut – gibt es eine Alternative für Menschen, die so eine Werkstatt nicht zur Verfügung haben?

    Den Rohbau haben auf einem gemieteten Platz beim Hersteller gebaut. Das wäre bei meinen Eltern auch deutlich umständlicher gewesen. Wenn man nicht zuhause bauen kann, kann man den Platz beim Hersteller auch länger nutzen, das wäre dann eben entsprechend teurer geworden. Aber ja, man braucht den Platz und Leute, die einem helfen können.

    Wie ist das, wenn du dich irgendwann entscheidest mit Partner oder Familie zusammenzuziehen?

    Das muss man sich natürlich im Vorhinein ein bisschen überlegen. Im Moment finde ich es gut, dass, auch wenn man in einer Partnerschaft ist, beide Partner einen Raum haben, in den sie sich zurückziehen können. Das sieht natürlich nicht jeder so und das kann sich auch bei mir wieder ändern. Kinder möchte ich keine. Andere machen es dann so, dass sie sich nochmal ein zweites bauen. Wenn sie Kinder bekommen, bekommen diese dann unter Umständen auch ihren eigenen Raum, das ist dann flexibel. Viele wird das Haus nicht über das ganze Leben begleiten. Nicht, weil das Haus nicht dafür gemacht ist, sondern weil sich Bedürfnisse ändern. Für mehrere Leute auf Dauer ist dieses Haus auf jeden Fall zu klein.

    Wie schätzt du Tiny Houses im Vergleich zu kleinen Wohnungen in Bezug auf Nachhaltigkeit ein? Einerseits punkten sie durch einen geringen Flächenverbrauch und eine kleine pro Kopf Wohnfläche, andererseits lassen sie sich nicht stapeln, sind weniger gedämmt und haben keine direkten Nachbarn, die Wärmeverluste verringern. Wo siehst du da die Vor- und Nachteile?

    Ja, es gibt definitiv zwei Seiten. Es stimmt, die Tiny Houses sind nicht stapelbar, aber sie sind auch nicht für die Großstadt gemacht. Wenn man in die Großstadt möchte, muss man auch in Kauf nehmen, dass man auf sehr engem Raum mit anderen Leuten zusammenlebt, das geht gar nicht anders. Nach meinen ersten Erfahrungen sind die Wärmeverluste hier im Tiny House natürlich höher, das heißt pro Quadratmeter ist der Verbrauch recht hoch, jedoch relativiert sich das durch die winzige Grundfläche, sodass der Verbrauch am Ende nicht höher sein dürfte als in einer normalen Stadtwohnung. Am besten sind die Tiny Houses, die nicht auf einem 3,5 Tonnen Anhänger gebaut sind, sondern mehr wiegen dürfen. Die sind dann extrem gut gedämmt, da gibt es von den Dämmwerten her kaum noch Unterschiede zu anderen modernen Häusern. Das ist bei meinem Haus wegen des Gewichts nicht möglich gewesen. Wenn man nicht so sehr auf das Geld und den logistischen Mehraufwand beim Transport achten muss, kann man da noch mehr Wert drauflegen und das Haus auf einem Tieflader bauen. Der Vorteil an meinem Haus ist, dass es ein Trockenbau ist und ich demnach einzelne Komponenten wie die Dämmung einfach voneinander lösen und austauschen kann. Zudem war es nicht immer machbar auf das ökologischste Material zurückzugreifen, gerade wenn im Bauschritt an diesem Tag eine Entscheidung getroffen werden muss oder das entsprechende Material zunächst lange Transportwege hinter sich bringen müsste.

    Gibt es Projekte, bei denen Tiny Houses in der Stadt stehen und Fläche füllen, die nicht bebaut werden kann?

    Konkrete Beispiele kann ich dazu nicht nennen, aber es gibt Überlegungen in diese Richtung. Einige Städte und Städteplaner machen sich da bereits Gedanken. Es gibt zum Beispiel untertunnelte Flächen, die vom Gewicht her keine ganzen Häuser tragen sollen, die wären für so was geeignet. In einigen Städten wie Hannover und Dortmund sollen in Vierteln Flächen für Tiny Houses entstehen. Inwiefern das jetzt Gelände ist, das normalerweise nicht bebaut werden würde, weiß ich nicht, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die Stadt privilegiertes Bauland dafür nimmt. So habe ich mir das auch von Beginn an vorgestellt, dass man Flächen nimmt, die sowieso vorhanden sind, die aber gerade nicht bebaut werden. Insofern ist es schon eine Form von Nachverdichtung, aber eben nicht in der Großstadt, weil da ist in der Regel nichts mehr unbebaut.

    Für welche Personengruppe ist ein Tiny House das Richtige und wem würdest du eher davon abraten?

    Was ich immer wieder feststelle ist, dass es für sehr unterschiedliche Personengruppen interessant ist. Für manche ist es eben leichter machbar als für andere. Zum Beispiel Studierende, die gerade anfangen zu studieren und weder Ersparnisse noch Zugang zu einer Werkstatt haben, für diese wird es schwer, das finanziell zu stemmen. Oft sind es auch Personen, von denen man es nicht erwarten würde. Zum Beispiel ältere, alleinstehende Personen, die eigentlich ein Haus haben, aber denen es zu groß ist, weil sie mittlerweile allein sind. Sie möchten dann übersichtlicher leben und können sich das Tiny House durch die Vermietung des großen Hauses finanzieren. Also die Interessenten sind recht bunt gemischt. Letztlich ist es eben die Frage, ob man mit dem geringen Raum gut klarkommt und das hat vor allem mit den eigenen Lebensgewohnheiten zu tun.

    Würdest du die Entscheidung wieder so treffen?

    Mit dem heutigen Wissen würde ich den Grundaufbau so machen, dass ich mehr Dämmung haben kann, da ich darin den großen Nachteil des Leichtbaus sehe. Das, was ich mir hier drinnen geschaffen habe, würde ich genauso wieder machen. Die Raumaufteilung ist über so einen langen Zeitraum entstanden und ich habe mir immer wieder überlegt, wie ich das im Alltag nutzen möchte. Die Entscheidung, ein Tiny House zu bauen, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens, denn das hat so vieles ins Rollen gebracht und so viele neue Erfahrungen gebracht, das würde ich auf jeden Fall wieder machen.

    Vielen Dank, Lisa, für das Interview!


    Treffen des Vereins Tiny Houses für Karlsruhe

    Du interessierst dich für alternative Wohnformen wie Tiny Houses und verspürst den Wunsch mehr miteinander als nebeneinander her zu leben? Egal, ob Kleinraumwohnen mit oder ohne Räder – der Verein „Tiny Houses für Karlsruhe“ ist eine Anlaufstelle, um Gleichgesinnte zu treffen. Der Stammtisch trifft sich jeden letzten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Zukunftsraum.


    Zum Weiterlesen

    www.nessaelessar.com

    YouTube Kanal „Nessa Elessar“

    Verein Tiny Houses für Karlsruhe

  4. Mittagstischangebote stärken das Miteinander!

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    Ein Gastbeitrag von Karin Hardt, Seniorenbüro Karlsruhe

    Neue Kontakte knüpfen, miteinander ins Gespräch kommen und eine leckere, warme Mahlzeit genießen – das ist bei den Karlsruher Mittagstischangeboten möglich. Gerade für ältere Menschen, die alleine leben sind diese Angebote wichtig, daher freuen wir uns mit diesem Gastbeitrag auf diese tolle Förderung einer sozialen Nachhaltigkeit aufmerksam machen zu können.

    Immer mehr Menschen leben im Alter in Singlehaushalten mit wenig Kontakt zur Nachbarschaft und in das Wohnviertel. Wenn zudem die finanzielle Situation schwierig ist  bzw. Grundsicherung im Alter hinzukommt, wird es schwierig, an sozialen oder kulturellen Erlebnissen teilzuhaben. Dabei kann wohnortnahen Mittagstischen eine wichtige Funktion zukommen. Gemeinsame Mahlzeiten ermöglichen es, beim Essen miteinander ins Gespräch zu kommen und im Umfeld neue Kontakte zu knüpfen.

    Gemeinsame Mahlzeiten für mehr Kontakt im Wohnviertel

    Aber auch aus ernährungs­physiologischer Sicht haben Mittagstische eine wachsende Bedeutung. Besonders bei Senioren in Ein-Personen-Haushalten wird oftmals nicht mehr ausreichend ausgewogen gekocht. Mangelernährung kann die Folge sein.

    Foto: Klaus Lustig (AWO)

    Mittagstischangebote beugen Mangelernährung vor

     Die International Police Association und die BB-Bank haben die wertvollen Karlsruher Mittagstischangebote mit einer Spende in Höhe von insgesamt 5.000 Euro unterstützt. Vier Mittagstischangebote aus Karlsruhe haben bereits eine Spende erhalten.

    Hier gibt es frisch zubereitetes Mittagessen:

    • Mittagstisch AWO Begegnungsstätte Rintheimer Feld: frisch zubereitetes Mittagessen, Kosten 4,50€, täglich, keine Anmeldung erforderlich
    • AWO Bürgerzentrum Innenstadt in der Adlerstrasse 33: jeden Freitag, frisch zubereitetes, biologisches Mittagessen, Kosten 4,50€, 2,50€ mit Karlsruher Pass, Anmeldung erforderlich
    • Begegnungsstätte Oststadt: Montag, Mittwoch, Freitag, frisch zubereitetes Mittagessen, Kosten 4,50€, keine Anmeldung erforderlich
    • DHB-Netzwerk Haushalt: jeden Freitag Suppenbar. Abwechslungsreiches Suppenangebot aus frischen Zutaten und selbstgebackenem Baguette, Kosten 3,50€, keine Anmeldung erforderlich.

    Karlsruher Bürgerinnen und Bürger sind dazu herzlich eingeladen!

    Weiterführende Infos zur Unterstützung im Alltag in Karlsruhe

     

  5. Entdeckungstour in der Oststadt – Nachhaltigkeit inklusive!

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    Stadtführungen findest du meistens zäh und trocken? Jahreszahlen kannst du dir nicht gut merken? Musst du bei uns auch nicht! Bei dieser Tour rund um Nachhaltigkeit in Karlsruhe zeigt sich das Format Stadtführung mal von einer erfrischend anderen Seite– klingt gut und gibt’s noch dazu in der Oststadt.

    Das Programm haben einige Studierende des Begleitstudiums Nachhaltige Entwicklung am KIT letztes Jahr entwickelt. Unter dem Titel „Nachhaltigkeitsspaziergang“ erklären sie die Highlights der Oststadt mit Fokus auf Grünanlagen, Transformationsprozesse und das Quartier als Teil der nachhaltigen Großstadt Karlsruhe.

    Was erwartet mich dabei?

    Besondere Orte und verschiedenste Nachhaltigkeitskategorien werden vorgestellt. Einige davon kennst du vielleicht, einige noch nicht. Sehen und lernen kann man beim Spaziergang viel! Warst du schon mal in der Containerlandschaft des Perfekt Futur? Weißt du, wie die Grüne Lunge Karlsruhes funktioniert? Wie viele Bienen leben in einem Baumstamm? Was ist das Karlsruher Modell? Unterschiedlichste und teilweise brandaktuelle Themen wie Mobilität, Entrepreneurship, Naturschutz, Gesundheit und friedliches Zusammenleben in unserer Stadt werden an den Stationen besprochen.

    Welche Orte spielen eine Rolle?

    Tatsächlich haben die Studierenden über 100 Spots in Karlsruhe gefunden, die im positiven oder negativen Sinne mit Nachhaltigkeit in Berührung stehen. Manche sprechen gleich mehrere Nachhaltigkeitsziele an. Der Fokus liegt auf der Oststadt, mittendrin in unserem Reallabor. Denn hier treffen alle möglichen Aspekte für ein nachhaltigeres Leben aufeinander. Die interessantesten dieser Orte wurden zu dieser etwas anderen Stadtführung zusammengefügt. Zwischen Zukunftsraum und Otto-Dullenkopf-Park stoppt man dabei etwa auf dem Schlafhofareal, bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe und am Gerwigplatz. Dabei ergeben sich auch immer mal wieder spontane Stops, an denen jeder seine eigenen Erfahrungen einbringen kann. Übrigens ist eine der Stationen auf dem Rundgang auch unser Zukunftsraum – die perfekte Gelegenheit also, mal bei uns reinzuschauen!

    Die Oststadt mal aus einer anderen Perspektive kennenlernen

    Der Spaziergang hat seit seiner Konzeption schon ein paar Mal stattgefunden und ist längst aus den Kinderschuhen rausgewachsen. Man kann ihn entweder beim Veranstalter stattreisen e.V. im Sonderprogramm (nächster Termin: Frühjahr 2019) als Gruppe oder Einzelperson buchen oder (wenn es schneller gehen soll) direkt bei Quartier Zukunft anfragen. Diese besondere Oststadt-Führung ist auch toll für Schulklassen der Mittel- oder Oberstufe geeignet. Annie und Nicolas waren schon bei der Planung des Spaziergangs dabei und führen ihn noch heute. Die beiden Nachhaltigkeitsexperten wohnen selbst in der Oststadt und können bei jedem Rundgang aktuell berichten, was in Bezug auf Nachhaltigkeit im Viertel so läuft.

     Was hat das Quartier Zukunft damit zu tun?

    Der Rundgang entstand in einem Seminar des Begleitstudium Nachhaltige Entwicklung am Zentrum für angewandte Kulturwissenschaften (ZAK), welches vergangenen Sommer wöchentlich bei uns im Zukunftsraum tagte und hat es kurz darauf in das Programm von stattreisen e.V. geschafft. Hast du Lust, teilzunehmen? Dann melde dich gerne hier an. Wenn du Fragen zum Spaziergang hast, melde dich bei uns – wir leiten diese direkt an unsere Experten weiter.

    Neugierig geworden? Wir freuen uns auf dich!

     

  6. Buchveröffentlichung: Designing Sustainable Urban Futures

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    Städte haben großes Potenzial, nachhaltige Lebensräume zu sein. Herausforderungen, Konzepte und Ansätze auf dem Weg dorthin beschreibt das von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Umfeld des Quartier Zukunft und des Florida Institute of Technology herausgegebene Buch Designing Sustainable Urban Futures.

    Wir kennen Städte als enorme Energiekonsumenten, Treibhausgas- und Abfallproduzenten, als anonyme und von Segregation gezeichnete Orte des Nebeneinanders, durch die sich massenhaft Autos und Menschen bewegen.

    Das Buch „Designing Sustainable Urban Futures – Concepts and Practices from Different Countries“ will urbane Räume aus einer gänzlich anderen Perspektive zeigen. Es vertritt die These, dass viele Städte des 21. Jahrhunderts trotz sozialer und ökologischer Probleme über großes Potenzial verfügen, ihren Bewohnerinnen und Bewohnern einen gemeinschaftlich genutzten und ressourcenschonenden Lebensraum zu bieten.

    Die Autorinnen und Autoren des Sammelbands setzen sich dafür aus der Sicht ganz unterschiedlicher Disziplinen mit Konzepten und alternativen Ansätzen für auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Städten auseinander. Sie demonstrieren mit Beiträgen aus Europa, Asien und den USA die Vielfalt von Kontexten und Herausforderungen für die Gestaltung nachhaltiger Lebensräume. Dabei zeigt sich, dass Städte dann besonders lebenswert sind, wenn sie multifunktionale Strukturen, eine gut integrierte Verkehrsinfrastruktur und demokratische Stadtentwicklungsprozesse vereinen.

    Nachhaltige Stadtzukünfte, so ein zentrales Ergebnis der Publikation, erfordern einen starken Fokus auf menschliche Bedürfnisse, Umweltfreundlichkeit und Gesundheit sowie die gemeinsame Gestaltung kreativer Freiräume für nachhaltige Praktiken. Wie ein derartiger Freiraum aussehen kann, zeigt ein Beitrag über das Karlsruher Reallabor „Quartier Zukunft – Labor Stadt“. Weitere Beiträge analysieren unter anderem das Potential von CoHousing für eine gemeinschaftsorientierte und ökologische Quartiersentwicklung sowie die Transformation von Bestandsstrukturen hin zu kompakten und gemeinschaftsorientierten Wohnformen für ältere Menschen.

    Das jetzt veröffentlichte Buch basiert auf Beiträgen zum internationalen Symposium „Sustainable Urban Development at Different Scales“, das im Jahr 2014 vom Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am KIT in Kooperation mit dem Florida Institute of Technology und der Budapest University of Technology and Economics durchgeführt wurde.

    Albiez, Marius; Banse, Gerhard; Lindeman, Kenyon C.; Quint, Alexandra (Hrsg.)
    Designing Sustainable Urban Futures. Concepts and Practices from Different Countries. Karlsruhe: KIT Publishing 2016

    Verlagsinformationen und PDF-Download

     

     

     

     

  7. Gemeinschaft und Nachhaltigkeit – eine Gedankenskizze

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    2016 beschäftigt sich Quartier Zukunft mit den Themenschwerpunkten „Gemeinschaft“ und „Entschleunigung“ – und ihr seid herzlich dazu eingeladen, mitzudenken und selbst aktiv zu werden. Los geht’s mit ersten Quartier-Zukunft-Gedanken zum weiten Feld „Gemeinschaft“. Unsere Notizen wollen ein Anstoß zum Drübernachdenken sein, eine Inspiration oder der Anfang einer Idee…

    Nicht alles geht alleine besser: Menschen, die Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaften ihr Zuhause nennen, haben eine bis zu sechs Mal umweltfreundlichere Ökobilanz als Leute, die in Einzelhaushalten leben. Ökologisch betrachtet wirkt Gemeinschaft also Wunder, das ist keine Neuigkeit für die Nachhaltigkeitsszene. Besonders augenfällig wurde und wird das bei der Untersuchung von Ökodörfern und ähnlichen alternativen Gemeinschaften, die das mit der Umsetzung von Nachhaltigkeit besser „anzupacken“ scheinen als die Stadtgesellschaft. Aber warum ist das so? Was hat Gemeinschaft mit Nachhaltigkeit zu tun – und umgekehrt?

    Zusammen braucht man weniger Zeug

    Sicher, da gibt es die gemeinschaftliche Nutzung von Fahrzeugen, Wohnraum, Küchen, Gärten, Gegenständen des täglichen Lebens, die den ökologischen Fußabdruck der Ökodorf-BewohnerInnen schmal hält. Zusammen braucht man schlicht weniger Zeug. Auch darum hat die Wissenschaft Gemeinschaft als eine Art „Motor“ für nachhaltige Entwicklung ausgemacht. Allein, die Konzentration darauf, welche nachhaltigen „Leistungen“ Gemeinschaften vollbringen können – hauptsächlich: wieviel Kohlenstoffdioxid sie einsparen  – ist zu kurz gegriffen.

    Nachhaltigkeit läuft auf Gemeinschaft hinaus

    Unterwegs sein in Richtung eines guten Lebens, das heute und morgen genug für alle bereithält – wenn wir davon ausgehen, dass genau das der Kern nachhaltiger Entwicklung ist, ist Gemeinschaft mehr als bloßer „Treibstoff“ für den nachhaltigen Wandel. Vielleicht eher so: Wo Gemeinschaft nicht denkbar ist, bleibt auch Nachhaltigkeit Illusion. Man könnte auch sagen, Nachhaltigkeit ist kein „Produkt“ von Gemeinschaft. Nachhaltigkeit läuft auf Gemeinschaft hinaus.

    Besonders deutlich wird das, wenn wir die ethische Perspektive von Nachhaltigkeit, ihren globalen Anspruch in den Blick nehmen. Hier geht es um alle Menschen, um Wertschätzung, um die „globale Gemeinschaft“. Trotzdem wird menschliche Gemeinschaft von weiten Teilen der Wissenschaft nicht ernstgenommen. Beforscht wird in der Regel die „Gesellschaft“ mit ihren klaren Spielregeln, Konventionen, Mechanismen, deren Mitglieder von nicht viel mehr als einer ökonomischen Klammer zusammengehalten werden. Gemeinschaft passiert aber nicht auf Grundlage eines ökonomischen Drucks, sondern auf Basis von etwas viel umfassender Menschlichem, ist weicher und komplexer als die funktional bewert- und beforschbare „Gesellschaft“. Gemeinschaft mit mehr (wissenschaftlichem) Wert zu versehen, ist deshalb in unseren Augen eine notwendige Bedingung für Nachhaltigkeit.

    Gemeinschaft bedeutet, mit der dich umgebenden Welt in Beziehung zu treten

    Weil in der Gemeinschaft von Menschen Beziehungen passieren und eingeübt werden, kann sie auch als eine Art  „Training“, als Übungsfeld für nachhaltige Entwicklung gesehen werden. Eigentlich ist das logisch und ganz offenbar: Nur im Austausch mit anderen können wir ein Gespür für Umwelt, Mitwelt, „die anderen“ entwickeln. Und ein Gefühl für Zusammenhänge, die über uns selbst und den heutigen Tag hinausreichen. In diesem Sinne bedeutet Gemeinschaft auch einfach das hier: In Beziehung treten mit der dich umgebenden Welt. Im Umkehrschluss könnte das heißen, dass eine nicht-nachhaltige Gesellschaft ein Symptom des Mangels an Beziehung ist. Ist unsere Art, zu leben – auf Kosten der Umwelt, fixiert auf Konsum, Selbstoptimierung und Immer-mehr –  eine Kette von Ersatzhandlungen? Eine „Psychologie der Nachhaltigkeit“ fänden wir spannend!

    Mit der Kraft von Kooperation und menschlicher Empathie

    Auch wenn Gemeinschaft notwendig ist für eine nachhaltige Entwicklung, darf sie nicht mit Ansprüchen beladen und funktionalisiert werden. Sie birgt immer auch die Gefahr des Kippmoments in Richtung Totalitarismus und Exklusivität und hat deshalb in jedem Fall Offenheit und kritischen Geist nötig – gerade im Hinblick auf ein gutes Leben in Zukunft für alle. Dann aber hat Gemeinschaft das Potenzial, die Kreativität, Freude und Visionen der Einzelnen weiterzutragen und wirksam werden zu lassen – mit der einzigartigen Kraft von Kooperation und menschlicher Empathie.

    Du willst Dich einbringen und #ZukunftAnzetteln? Im Sommer 2016 findet das Projekt  „Dein Nachhaltigkeitsexperiment“ statt, das Gemeinschaft und Entschleunigung in der Karlsruher Oststadt anstiften will. Genaueres erfahrt ihr ab dem 02. Mai hier bei uns auf der Homepage sowie über Facebook und Twitter. Wir freuen uns auf MitmacherInnen und eure Ideen!

     

  8. Vortragsabend: “Neue Wohnformen und nachbarschaftliche Netzwerke im Quartier”

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    Der gesellschaftliche und demographische Wandel wird zunehmend von dem Wunsch nach gemeinschaftlichem Wohnen und Leben in funktionierenden Quartiersnachbarschaften begleitet. Alexander Grünenwald, Leiter der BauWohnberatung Karlsruhe, berichtet am 01. Oktober 2015 von den Erfahrungen, die er bei der Begleitung von solchen Wohn- und Quartiersprojekten bei der Entwicklung und Umsetzung gemacht hat. Der Vortrag findet im Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft statt.

    Wohngemeinschaften1

    Herausforderungen für bestehende Wohn- und Lebensformen
    Gesellschaftlicher und demographischer Wandel führen für bestehende Lebens- und Wohnformen für viele Bevölkerungsgruppen zu Herausforderungen. Etwa ziehen durch Migrationsdruck auf dem Arbeitsmarkt viele junge Menschen in Städte, die weit entfernt von ihrem Elternhaus sind. Dadurch werden konventionelle familiäre Fürsorgesysteme erschwert und der Kontakt zwischen den Generationen wird verringert. Gleichzeitig etablieren sich neue Kommunikationsmethoden und mediale Systeme durch rasanten technologischen Fortschritt und jüngere Generationen bewegen sich in anderen soziotechnischen Umgebungen als ältere, die erschwerten Zugang zu diesen haben. Weiterhin besteht ein erhöhter Bedarf, Menschen mit Migrationshintergrund besser zu integrieren und zwischenmenschliche Barrieren und Vorurteile abzubauen. Diese und andere Herausforderungen erfordern die Erprobung neuer Formen des Zusammenlebens und neuer Wohnformen.
     
    Neue Wohnformen und nachbarschaftliche Netzwerke – ein Vortrag
    Nachbarschaftlich orientierte und bürgerschaftlich organisierte Wohn- und Lebensformen sind dabei, sich als Wege aus der sozialen Isolation hin zu mehr Sinnorientierung in neuen Solidargemeinschaften mit zudem handfesten ökonomischen Vorteilen zu etablieren. Auch Kommunen profitieren von diesen Initiativen. Alexander Grünenwald ist Leiter der BauWohnberatung Karlsruhe und hat bereits mehrere solcher Wohn- und Quartiersprojekte bei der Entwicklung und Umsetzung begleitet. Er berichtet anhand von Beispielen über seine Erfahrungen.
     
    Wann und wo
    Der Vortrag findet am 1. Oktober 2015 um 19:00 Uhr im Zukunftsraum in der Rintheimer Straße 46 statt. Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Begleitend zum Vortrag wird von der Wohnbus-Initiative am 23. Oktober 2015 eine Wohnbus-Tour angeboten, bei der mehrere Wohnprojekte in Ludwigshafen, Speyer und Karlsruhe angefahren und besichtigt werden. Tourdaten und Anmeldeinformationen entnehmen Sie den untenstehenden Links.

    Weiterführende Links
    BauWohnberatung Karlsruhe
    Wohnbus-Initiative
    Infoflyer zur Wohnbustour
    Anmeldung zur Wohnbus-Tour
  9. “Ich zeig Dir mein Karlsruhe!“

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    Würden Sie gerne internationale MitbürgerInnen aus Karlsruhe kennenlernen, mit denen Sie Ihre Zweitsprache oder wenig genutzte Sprachkenntnisse wieder aufleben lassen und denen Sie Ihren Lieblingsplatz in Karlsruhe zeigen können?  Das Projekt „Ich zeig Dir mein Karlsruhe“ ist ein Angebot im Rahmen der diesjährigen Feierlichkeiten zum 300. Geburtstag von Karlsruhe und wird vom International Scholars and Welcome Office (IScO) des KIT betreut. Es bietet die Möglichkeit des internationalen Austauschs und der interkulturellen Begegnung in der Stadt.

    Internationale Neubürger und Gäste können ihre neue Umgebung auf eine besondere Weise kennenlernen und erleben: Bei gemeinsamen Ausflügen mit Karlsruhern, die ihnen gerne ihre Lieblingsorte in der Fächerstadt zeigen.

    Karlsruher Bürger, die gerne internationale Neu-Karlsruher kennenlernen und eventuell mit ihnen ihre jeweiligen Fremdsprachenkenntnisse erproben möchten, treffen hier Leute, mit denen sie gemeinsame Interessen teilen – sei es kulturell, beim Sport oder im Bereich Freizeit – und nehmen die Neuangekommenen zu gemeinsamen kleinen Ausflügen mit: zum Kanu fahren auf der Alb oder durch die Rheinauen, zur  Chorprobe, zum schönsten Spielplatz, zum besten Kuchen in Karlsruhe, zum Lieblingsbiergarten…

    Unterstützung bekommen „Gastgeber“ und Gäste von Tutoren aus dem Projekt-Team um KIT Internationales:
    Zu jedem Ausflugsangebot eines „Gastgebers“ finden sich Kleingruppen, die in einer gemeinsamen Sprache kommunizieren können, und eine kleine Tour zu einem besonderen Ort in oder um Karlsruhe unternehmen. Nach dieser ersten Tour kann aus jedem der Teilnehmer gern auch ein neuer Gastgeber werden.

    Wer einen Ausflug anbieten möchte, nimmt Kontakt über die Web-Seite KA300 Stadtgeburtstag  auf. Das Projektteam bietet für die Ausflugs-Anbieter auch Tipps und Unterstützung bei Planung und Organisation ihres Ausflugs an. Beschreibungen der Ausflüge werden auf der Webseite veröffentlicht, zu denen sich Interessierte dann anmelden können.

    Vom 31. Juli bis zum 11. September stehen so jede Woche unterschiedliche Ausflüge an, zu denen sich Interessierte mit den Anbietern am Pavillon im Schlosspark treffen. Von dort aus kann die Tour direkt gestartet werden. Bei größeren Unterfangen kann hier vorab noch weiter gemeinsam geplant und organisiert werden.

    Auch alle Akteure aus der Oststadt können gerne Stadtspaziergänge oder andere Ausflüge rund um die Oststadt anbieten.

    Kontakt:

    International Scholars & Welcome Office (IScO)
    Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

    Jederzeit per E-Mail unter Stadtgeburtstag@intl.kit.edu
    Sowie telefonisch Dienstags, 9-12 Uhr
    Telefon: +49 721 608-48349

  10. Selbsthilfewerkstatt für Flüchtlinge entsteht

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    Seit einigen Tagen gibt es unmittelbar am Menschenrechtszentrum im Projektgebiet Oststadt das Gerüst der Selbsthilfewerkstatt zur Fahrradreparatur für Flüchtlinge zu entdecken. Der Träger des Quartier Zukunft Ideenpreises Im|Puls Oststadt, Bikes without Borders, hat vor wenigen Tagen mit dem Bau seiner Werkstatt begonnen.

     
    Die Selbsthilfewerkstatt entsteht
    Die großen Aufgaben sind abgearbeitet. Das Gerüst steht. Das Dach ist im Bau. Nur die Außenplatten müssen noch montiert werden. „Und mit der Inneneinrichtung müssen wir uns noch beschäftigen.“ sagt Tobias Fleiter, aktives Mitglied bei Bikes without Borders.
     
    Noch werden im Freien gemeinsam mit Flüchtlingen aus der nahe gelegenen Landeserstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (LEA) und dessen Außenstelle gespendete Fahrräder zusammen mit Flüchtlingen repariert und die Räder an die Flüchtlinge verliehen. Bald schon soll der Bau der Selbsthilfewerkstatt abgeschlossen sein, so dass unabhängig von Witterungsbedingungen in der Werkstatt gearbeitet werden kann. „Wir haben 4 Monate Winterpause gemacht, weil man hier draußen bei Minusgraden, Wind und Regen nichts machen kann. Im Menschenrechtszentrum im Raum der Rechtsberatung haben wir ein Regal mit Ersatzteilen und Werkzeugen. Aber es platzt aus allen Nähten. Die Werkstatt hilft da natürlich enorm“, so Fleiter.
     
    Der Weg zum jetzigen Bau der Selbsthilfewerkstatt war ein längerer Prozess, der Anfang 2014 begann. Damals erarbeitete Tobias Fleiter zusammen mit weiteren Mitstreitern Bikes without Borders als Projekt beim Freundeskreis Asyl e.V. Sie kamen mit Studierenden der Architektur am KIT zusammen, die im Rahmen eines Studienseminars erste Entwürfe einer Selbsthilfewerkstatt machten. Die Auszeichnung mit dem Ideenpreis Im|Puls Oststadt  habe ihnen vertrauen gegeben, die Werkstatt auch finanzieren zu können. Im Frühjahr 2014 war Bikes without Borders mit dem Preis vom Team des Quartier Zukunft ausgezeichnet worden. Es schlossen sich weitere positive Fügungen an, z.B. der günstige Erwerb von Baumaterial. Der Bauantrag konnte schließlich im Sommer 2014 gestellt und genehmigt werden. „Seither waren konkrete Planungen möglich“, so Fleiter. Die Architektur-Studierenden haben daraufhin ihre Entwürfe überarbeitet und die Realisierung der Werkstatt mit viel Engagement vorangetrieben. Durch eine große Spendenaktion konnten Ende 2014 letzte Finanzlücken geschlossen werden.
     
    Bikes without Borders werden aber nicht nur finanziell unterstützt. Viel Unterstützung erhalten die ehrenamtlich Engagierten auch vom Menschenrechtszentrum und dem Freundeskreis Asyl e.V. sowie von Einrichtungen des Alten Schlachthofs, z.B. beim Lagern von Baumaterial.
     
    Viele engagierte Hände und Köpfe
    Inzwischen wirken rund 50 Personen im Netzwerk des Projekts mit. Innerhalb dessen agiert ein Kernteam von rund 10 Personen, darunter Tobias Fleiter. Einige Reparateure kommen aus der Oststadt. Einige Quartiersbewohner kommen auch zur Selbsthilfewerkstatt, um eigene Räder zu reparieren. „Das Projekt bringt Menschen zusammen“, sagt Tobias Fleiter. Er betont: „Die Selbsthilfewerkstatt ist aber klar auf die Unterstützung der Flüchtlinge ausgerichtet.“
     
    Über Bikes without Borders
    Bikes without Borders ist ein Projekt des Freundeskreis Asyl e.V., das sich zum Ziel gesetzt hat, Flüchtlingen bei der Bewältigung ihres Alltages zu unterstützen, indem ehrenamtlich Engagierte gemeinsam mit Flüchtlingen der LEA reparieren. Die geliehenen Fahrräder ermöglichen es den Flüchtlingen, sich in Karlsruhe fortbewegen zu können. Bei dem begrenzten Budget, das den Flüchtlingen zur Verfügung steht, ist beispielsweise die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel kaum möglich. Positiver Nebeneffekt der Fahrradreparatur: Fahrradfahren verursacht keinen Schadstoff-Ausstoß und durch die Reparatur werden Ressourcen geschont. Aktuelle Informationen über das Projekt erhalten Sie stets auf dem Blog www.bikeswithoutborders.blogspot.de.

    Dieser Artikel basiert auf einem Interview mit Tobias Fleiter, Bikes without Borders, vom 21. April 2015. Das Interview führte Alexandra Quint.

    Weiterführende Links
    Ideenpreis Im|Puls Oststadt
    Website Freundeskreis Asyl
  11. Studie: Partizipation und Verwurzelung in der Karlsruher Oststadt

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    Was bedeutet Heimat für mich persönlich und inwiefern hat dieses Gefühl etwas mit der regionalen Verankerung eines Menschen zu tun? Im Rahmen einer Studie wurde der Zusammenhang zwischen der Verwurzelung eines Menschen an einem Ort und seiner tatsächlichen oder potentiellen Partizipation untersucht.

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    Die Studie wurde in der Karlsruher Oststadt durchgeführt. Teilnehmende waren junge Akademiker verschiedener Herkunft. Sie wurden dazu befragt, inwiefern sich der Grad ihrer Verwurzelung auf ihre soziale und politische Partizipation auswirkt. Dazu wurden teilstandardisierte Leifadeninterviews mit Personen aus der Oststadt durchgeführt und anhand einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet.

    Je stärker sich eine Person an einem Ort bindet, desto stärker die Übernahme von Verantwortung
    Der Prozess der Verantwortungsübernahme läuft phasenweise ab. Zunächst beschränkt er sich auf die eigene Person und das engste Umfeld, etwa die eigene Wohnung und den Arbeitsplatz. Durch die Entstehung eines sozialen Netzwerkes, einer zunehmende Vertrautheit und erste mit den vor Ort lebenden Menschen verknüpfte Erfahrungen und Erinnerungen wandelt sich ein Wohnort schließlich zu einem Zuhause. Mit diesem Gefühl entsteht das zunehmende Bedürfnis nach Mitgestaltung. Die Form der Verantwortungsübernahme erreicht damit eine neue Ebene.
     
    Verwurzelung und Partizipation
    Es besteht also ein direkter Zusammenhang zwischen dem Grad der Verwurzelung eines Menschen und seiner Bereitschaft bzw. seinem Bedürfnis nach Partizipation. Der Wunsch nach Mitgestaltung steht in keinem zwingenden Zusammenhang mit der Verwurzelung, diese  dient jedoch als förderliche Grundlage. Es haben sich allerdings im Rahmen der Befragung deutliche Hinweise darauf ergeben, dass Partizipation andersherum als Strategie zur beschleunigten Verwurzelung an einem neuen Wohnort genutzt werden kann.
     
    Demokratie in der Migrationsgesellschaft
    Diese Erkenntnis ist nicht nur im Speziellen für das Forschungs- und Entwicklungsprojekt Quartier Zukunft sehr spannend, sondern darüber hinaus generell für moderne Migrationsgesellschaften. Die Notwendigkeit, Bürgerbeteiligung stärker als bislang voranzutreiben, hat in den vergangenen Jahren unterschiedliche politischen Ebenen durchdrungen.  Hinlänglich ist bekannt, dass insbesondere die Einbindung von Bürgern mit Migrationshintergrund eine besondere Herausforderung darstellt. Ihre aktive Einbindung würde nicht nur zu einer größeren Legitimation der demokratischen Institutionen führen, sondern auch zu einer stärkeren Verwurzelung bzw. der viel geforderten ‚Integration‘. Dies sollte im Interesse aller Beteiligten sein, zumal ein weiteres Ergebnis der Studie die Erkenntnis ist, dass die Zufriedenheit eines Menschen proportional zu der Tiefe seiner Verwurzelung am Wohnort anzusteigen scheint.
     
    Über die Autorin
    Sarah Bloesy ist B.A. Kulturwissenschaftlerin und wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am KIT. Derzeit verfasst sie im Rahmen des Masters „Interkulturelle Bildung, Migration und Mehrsprachigkeit“ ihre Thesis zum Thema Partizipation in der Postdemokratie. Fachliche Schwerpunkte:  Migration, gesellschaftliche Hierarchien und Nachhaltigkeitsbildung.
     
  12. Bürgervorschläge zu Projekten

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    Im Herbst 2014 fand das „BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand“ statt. Seither wird intensiv am weiteren Umgang mit den Bürgervorschlägen gearbeitet. Im Zusammenwirken von Wissenschaft, Bürgerschaft und weiteren stadtgesellschaftlichen Akteuren sollen die Vorschläge aus dem BürgerForum nun weiterentwickelt und in kooperativen Projektvorhaben bearbeitet werden.

    Insgesamt 12 Bürgervorschläge gingen aus dem „BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand“ hervor und wurden im Bürgerprogramm gebündelt. Angestrebt wird nun, die Bürgervorschläge transdisziplinär, d.h. gemeinsam mit BürgerInnen, WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Disziplinen und anderen stadtgesellschaftlichen Akteuren weiter zu entwickeln und zu bearbeiten. Entstehen sollen transdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsprojekte, in denen die Beteiligten gemeinsam und auf Augenhöhe zusammenarbeiten, um die Bürgervorschläge in der Weiterentwicklung und Umsetzung voranzutreiben. Unterschiedliche Interessenslagen, Handlungslogiken, Perspektiven und das jeweils spezifische Wissen der Beteiligten können so in Forschung und Entwicklung bedacht und verankert werden.

    Status quo

    In einem ersten Schritt hat das Team des Quartier Zukunft nach Abschluss des BürgerForums innerhalb des KITs weitere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachbereiche einbezogen, die die erarbeiteten Bürgervorschläge wissenschaftlich begleiten werden. Derzeit finden hierzu erste Treffen unter Beteiligung des Quartier Zukunft Teams und weiterer KIT-Forschender statt.

    Konzipiert werden transdisziplinäre Projekte, deren Inhalte sich eng am Bürgerprogramm orientieren und die folgenden Themen auf Basis der Bürgervorschläge zum Inhalt haben:

    • Energiekonzept für das Quartier Oststadt
    • Mobilität in der Oststadt
    • Räume der Oststadt
    • Nachbarschaften, soziale Netzwerke und Gemeinschaften
    • Nachhaltiger Konsum

    Zusätzlich wird es wissenschaftliche Grundlagenprojekte geben, die die Basis für die oben genannten transdisziplinären Projektvorhaben bilden. Diese sind u.a. eine Vollerhebung zum Gebäudebestand in der Oststadt, eine Akteursanalyse sowie eine indikatorengestützte Nachhaltigkeitsanalyse und –bewertung.

    Weiteres Vorgehen

    Im nächsten Schritt sind alle an der Weiterentwicklung der BürgerForum-Inhalte Interessierten eingeladen, die transdisziplinären Forschungs- und Entwicklungsprojekte aktiv mitzugestalten. Diese Einladung zur Mitgestaltung richtet sich im Besonderen an die Teilnehmenden des BürgerForums Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand.

    Wenn Sie sich in den Prozess der Weiterentwicklung der Bürgervorschläge aus dem BürgerForum einbringen möchten, wenden Sie sich bitte mit dem Betreff „Reallabor“ und dem für Sie interessanten Themengebiet (Energie – Mobilität – Räume – Gemeinschaft – Konsum) per E-Mail an Colette Waitz. Wenn Sie sich bereits auf der Ergebniswerkstatt des BürgerForums in die dort ausgelegten Kontaktlisten eingetragen haben, ist dieser Schritt nicht mehr notwendig. Wir kommen dann zeitnah auf Sie zu.

    Download
    Bürgerprogramm [pdf | 2 MB]
  13. ReparaturCafé mit extra ReparierZeit für Kinder & Jugendliche

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    Was macht man mit einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Oder wenn die Gangschaltung des Fahrrads kaputt ist, der Computer spinnt oder der Lieblingspulli gerissen ist? Wegwerfen? Nein. Reparieren! Nach zwei sehr erfolgreichen Karlsruher ReparaturCafés im Kinder- und Jugendhaus in der Oststadt, und einem dritten ReparaturCafé auf Reisen im Jubez findet am 18.10. das nächste ReparaturCafé wieder im Kinder- und Jugendhaus statt, diesmal mit einer extra ReparierZeit für Kinder und Jugendliche.

    ReparierZeit für Kinder & Jugendliche

    Von 11.00 bis 13.00 Uhr öffnet das ReparaturCafé seine Tore speziell für Kinder und Jugendliche. In diesem Zeitraum werden ausschließlich Kinderfahrräder, elektronisches Spielzeug oder solches aus Holz sowie Puppenkleider und ähnliches gemeinsam mit ihren Besitzern repariert. Kinder und Jugendliche haben die Möglichkeit den Reparateuren bei der Reparatur ihres kaputten Gegenstandes über die Schulter zu schauen, selbst Hand anzulegen und so zu lernen wie ein Fahrradreifen geflickt, Holz geleimt oder ein Kopfhörerstecker gelötet wird. Zudem kann in kreativen Upcycle Workshops den Ideen freier Lauf gelassen werden. Ob Vasen aus Tetrapacks oder oder selbstentworfene Monsterpuppen, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. WICHTIG: Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, die etwas reparieren möchten, bringen bitte die von einem Erziehungsberechtigen unterschriebenen AGBs des ReparaturCafés mit.

    Das ReparaturCafé

    Gemeinsam mit Ihnen setzen wir erneut ein Zeichen gegen das Wegwerfen und den vorschnellen, oftmals unnötigen Erwerb neuer Produkte. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, das ReparaturCafé zum Werkeln und austauschen zu nutzen. Beschädigte Haushaltsgegenstände (z.B. Mixer oder Toaster), Kleinmöbel (z.B. Stühle, Regale und Kommoden), Fahrräder, die Lieblingskaffeetasse mit abgebrochenem Henkel, Gartenwerkzeuge, Radios und vieles mehr können Sie selbst reparieren und reparieren lassen. Es wird wieder vier verschiedene Werkstätten geben:

    • Näh-Reparaturwerkstatt
    • Fahrrad-Reparaturwerkstatt
    • Elektronik-Reparaturwerkstatt
    • Holz-, Keramik- und Metall-Reparaturwerkstatt

    Kaffee, Tee, Limonade, Kuchen und Brezeln sorgen für die nötige Energie, Kreativität und Geselligkeit.

    Was, wann und wo?

    Das ReparaturCafé in Karlsruhe ist kostenfrei. Geld- und Kuchenspenden sind willkommen! Das nächste ReparaturCafé findet am 18. Oktober 2014 in der Zeit von 11:00 bis 18:00 Uhr im Kinder- und Jugendhaus der Oststadt, Rintheimer Str. 47, 76131 Karlsruhe, statt. Von 11:00 bis 13:00 Uhr ist die ReparierZeit für Kinder und Jugendliche reserviert.   Das Quartier Zukunft Team freut sich auf Sie und ein weiteres schönes ReparaturCafé!

  14. BürgerForum: Themenausschuss „Verträglich wirtschaften und arbeiten“

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    Am 11. Oktober 2014 startet das BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand mit einer Auftaktwerkstatt. Auf dieser Website erfahren Sie in den Tagen bis zur Veranstaltung, welche Themen im Rahmen des BürgerForums besprochen werden. Vier Themenauschüssen wurden bereits vorgestellt. Es folgt mit diesem Artikel die Darstellung des fünften und letzten Themenausschusses „Verträglich wirtschaften und arbeiten“. Wirtschaften bedeutet mehr als der Umgang mit Geld, Einkaufen oder Sparen. Gibt es Platz für ein Wirtschaften, das sich am Gemeinwohl orientiert, und für Arbeit, die uns erfüllt?

    Wirtschaften bedeutet mehr als der Umgang mit Geld, Einkaufen oder Sparen. In einer Stadt verlaufen viele Waren-, Energie- und Geldkreisläufe, die oft in enger Beziehung zueinander stehen. Riesige Warenmengen werden aus dem Umland und zunehmend auch aus Übersee in die Stadt geholt, verarbeitet und verbraucht. Neu hergestellte Produkte ebenso wie große Abfallmengen verlassen die Stadt wiederum und werden in die ganze Welt geführt. Viele Kreisläufe können von uns beeinflusst werden: In der Stadt können eigenständig Waren, Lebensmittel oder Strom produziert werden. Dies kann nicht große Kraftwerke oder Landwirtschaft ersetzen, aber doch einen Beitrag zur Versorgung leisten. Oder Dinge werden repariert, wiederverwendet, weiterverwendet. Welchen Beitrag können wir sonst noch leisten, um regional zu wirtschaften? Wie können Gegenstände besser wiederverwertet werden und wie können wir vom Konsumenten zum Produzenten werden?

    Die uns zur Verfügung stehenden Mittel sind endlich, das gilt für Raum, Rohstoffe, Energie und Zeit. Doch wie reagieren wir auf diese Erkenntnis in unserem privaten und beruflichen Leben? Wie teile ich meine Arbeits- und Lebenszeit ein? Schafft mehr Arbeit noch ein Mehr an Lebensqualität?

    Regionale Produkte werden viel gepriesen während andererseits in der Oststadt die kleinen Geschäfte schließen, wie beispielsweise gerade mit der letzten Oststadtmetzgerei geschehen. Woher kommen die Lebensmittel in unseren Supermärkten, unter welchen Bedingungen wurden sie produziert und gehandelt? Nachhaltige Lebensmittel kosten vielleicht mehr Geld, sind aber gesünder und schützen Leib und Leben von Menschen, Tieren und erhalten Landschaften. Können wir im Gegenzug Lebensmittelabfälle vermeiden und hier wieder Geld sparen?  Gibt es Platz für ein Wirtschaften, das sich am lokalen und globalen Gemeinwohl orientiert? Können wir lokal handeln, ohne globale Probleme zu verstärken? Sie sind herzlich dazu eingeladen, hierüber Ihre eigenen Erfahrungen und Fragen in den Ausschuss mitzubringen, zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu entwickeln.

    Sprechblasen-03

    Die weiteren Ausschussthemen werden wie folgt auf der Website des Quartier Zukunft besprochen:

    Sie möchten am BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand teilnehmen? Alle Informationen zur Anmeldung finden Sie unter www.karlsruhe.buergerforum2014.de.

    Weiterführende Informationen

    Website der Stadt Karlsruhe

  15. BürgerForum: Themenausschuss „Leben und Wohnen in der Oststadt“

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    Am 11. Oktober 2014 startet das BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand mit einer Auftaktwerkstatt. Auf dieser Website erfahren Sie in den Tagen bis zur Veranstaltung, welche Themen im Rahmen des BürgerForums besprochen werden. Nach den Themenauschüssen „Energie neu denken – Klima schützen“ und „Stadtgesellschaft im Wandel – Lebensqualität steigern“ folgt mit diesem Artikel die Darstellung des Themenausschusses „Leben und Wohnen in der Oststadt“. Welche Wohnformen wünschen wir uns für die Zukunft? Wie bringen wir die Generationen wieder näher zusammen? Welche anderen Dinge gibt es, die für uns ein lebenswertes Wohnumfeld ausmachen, in dem wir bleiben oder das wir neu beziehen möchten?

    Einige von uns haben sich für die Oststadt als neuen Wohnort entschieden und müssen sich erst einmal zurechtfinden im neuen Stadtraum. Einige von uns wohnen schon länger in ihrem Quartier. Sie fühlen sich wohl in ihrer gewohnten Umgebung und stellen sich die Frage, ob und wie sie ihren Wohnort noch im Alter behalten können. Die Beantwortung dieser Frage hängt sicherlich auch davon ab, ob die nötige Infrastruktur, wie Einkaufsmöglichkeiten, Gesundheitsversorgung, Erholungsräume, öffentlicher Nahverkehr etc. im Quartier vorhanden und gut erreichbar ist. Sie hängt aber vielleicht auch davon ab, ob es eine funktionierende Gemeinschaft in der Nachbarschaft gibt. Kennt man seinen Nachbarn, um ihn zum Beispiel fragen zu können, ob er einem beim Einkauf oder bei der Betreuung helfen kann?

    Welche Wohnformen wünschen wir uns für die Zukunft? Wie bringen wir die Generationen wieder näher zusammen? Welche anderen Dinge gibt es, die für uns ein lebenswertes Wohnumfeld ausmachen, in dem wir bleiben oder das wir neu beziehen möchten? Die Bedürfnisse an unser Wohn- und Lebensumfeld verändern sich im Laufe unseres Lebens, nach Schule und Ausbildung kommt für viele die Zeit der Familiengründung in der plötzlich mehr Wohnraum benötigt wird. Oft finden Familien nur schlecht bezahlbaren innenstadtnahen Wohnraum und wandern ab. Deshalb gilt es zu überlegen, wie Familien und älteren Menschen weiterhin ein attraktives Leben im Quartier ermöglicht werden kann.

    Und: In einer Stadt treffen viele unterschiedliche Lebensstile und Werte aufeinander. Wie kann man den unterschiedlichen Bedürfnissen einer vielfältigen Gesellschaft gerecht werden? Wie können wir sogar voneinander lernen, wie Gemeinschaft stärken? Sie sind herzlich dazu eingeladen, hierüber Ihre eigenen Erfahrungen und Fragen in den Ausschuss mitzubringen, zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu entwickeln.

    Sprechblasen-05

    Die weiteren Ausschussthemen werden wie folgt auf der Website des Quartier Zukunft besprochen:

    Sie möchten am BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand teilnehmen? Alle Informationen zur Anmeldung finden Sie unter www.karlsruhe.buergerforum2014.de.

    Weiterführende Informationen

    Website der Stadt Karlsruhe

  16. BürgerForum: Themenausschuss “Stadtgesellschaft im Wandel”

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    Am 11. Oktober 2014 startet das BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand mit einer Auftaktwerkstatt. Auf dieser Website erfahren Sie in den Tagen bis zur Veranstaltung, welche Themen im Rahmen des BürgerForums besprochen werden. Nach dem Themenauschuss “Energie neu denken – Klima schützen” folgt mit diesem Artikel die Darstellung des Themenausschusses „Stadtgesellschaft im Wandel – Lebensqualität steigern“. Weniger – älter – bunter, lauten knapp die Kennzeichen der gegenwärtigen Bevölkerungsentwicklung. Dass der demographische Wandel viele Herausforderungen birgt, denen sich unsere Gesellschaft stellen muss, ist inzwischen mehr als deutlich.

    Weniger – älter – bunter, lauten knapp die Kennzeichen der gegenwärtigen Bevölkerungsentwicklung. Dass der demographische Wandel viele Herausforderungen birgt, denen sich unsere Gesellschaft stellen muss, ist inzwischen mehr als deutlich. Wir sind Teil dieser Entwicklung und bekommen die Auswirkungen einer veränderten Gesellschaftsstruktur schon heute zu spüren. In diesem Ausschuss diskutieren wir den Umgang mit der Thematik speziell in der Karlsruher Oststadt.

    In Anbetracht der sinkenden Geburtenrate und einer wachsenden Zahl an älteren Menschen stellt sich die Frage, wer und in welcher Form sich zukünftig um uns kümmern wird und welche Rolle dabei beispielsweise generationenübergreifende Wohnformen und Nachbarschaften einnehmen. Welche Unterstützungsangebote gibt es schon und an welcher Stelle besteht noch Ausbaupotenzial? Gerade eine bunt gemischte Stadtbevölkerung bietet zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten beim gegenseitigen Versorgen und Kümmern. Menschen aus anderen Kulturen bereichern unsere Gesellschaft, das Zusammenleben im Alltag birgt aber auch Herausforderungen, um ein vertrauensvolles und wertschätzendes Zusammenleben zu ermöglichen.

    Wie können wir unsere Lebensqualität verbessern oder möglichst lange aufrechterhalten? Wie lassen sich Entschleunigung und Stressabbau in unseren Alltag integrieren? Gerade heute, wo wir an und über den Grenzen unserer Leistungsfähigkeit arbeiten, darf unsere eigene auch seelische Gesundheit nicht zu kurz kommen. In diesem Zusammenhang stellen sich vor allem auch die Fragen, was das Leben in der Stadt lebenswert und lebendig macht und wie wir möglichst lange gesund in ihr leben können. Was dagegen sind eher krankheitsfördernde Faktoren und  wie können wir diese vermeiden? Sie sind herzlich dazu eingeladen, hierüber Ihre eigenen Erfahrungen und Fragen in den Ausschuss mitzubringen, zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu entwickeln.

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    Die weiteren Ausschussthemen werden wie folgt auf der Website des Quartier Zukunft besprochen:

    • „Leben und Wohnen in der Oststadt“ am Mittwoch, den 01. Oktober 2014
    • „Alltagsmobilität im Blick“ am Montag, den 06. Oktober 2014
    • „Verträglich wirtschaften und arbeiten“ am Mittwoch, den 08. Oktober 2014
    • Energie neu denken – Klima schützen”, bereits online

    Sie möchten am BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand teilnehmen? Alle Informationen zur Anmeldung finden Sie unter www.karlsruhe.buergerforum2014.de.

    Weiterführende Informationen

    Website der Stadt Karlsruhe

  17. Das ReparaturCafé auf Reisen

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    Was macht man mit einem Toaster, der nicht mehr funktioniert? Oder wenn die Gangschaltung des Fahrrads kaputt ist, der Computer spinnt oder der Lieblingspulli gerissen ist? Wegwerfen? Nein. Reparieren! Nach zwei sehr erfolgreichen Karlsruher ReparaturCafés im Kinder- und Jugendhaus in der Oststadt, geht das dritte ReparaturCafé auf Reisen und findet am 12. Juli 2014 im Jubez in der Karlsruher Innenstadt statt.

    Auf Reisen

    Das ReparaturCafé geht auf Reisen! Auch BewohnerInnen außerhalb der Karlsruher Oststadt nahmen beim ersten und zweiten ReparaturCafé teil und ließen sich inspirieren. Dem Wunsch, den Reparier-Gedanken in andere Stadtteile weiter zu tragen und noch mehr Menschen davon zu begeistern, beschädigte Dinge in gemeinschaftlicher und entspannter Atmosphäre zu reparieren, geht das Quartier Zukunft gerne nach. Denn die Streuung nachhaltiger Lebensweisen über das Projektgebiet Karlsruhe Oststadt hinaus, stellt eines der Ziele des Projektes dar. Das vierte ReparaturCafé in Karlsruhe wird dann wieder in der Kalsruher Oststadt stattfinden.

    Das ReparaturCafé

    Gemeinsam mit Ihnen setzen wir erneut ein Zeichen gegen das Wegwerfen und den vorschnellen, oftmals unnötigen Erwerb neuer Produkte. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen, das ReparaturCafé zum Werkeln und austauschen zu nutzen.

    Beschädigte Haushaltsgegenstände (z.B. Mixer oder Toaster), Kleinmöbel (z.B. Stühle, Regale und Kommoden), Fahrräder, die Lieblingskaffeetasse mit abgebrochenem Henkel, Gartenwerkzeuge, Radios und vieles mehr können Sie selbst reparieren und reparieren lassen. Es wird wieder vier verschiedene Werkstätten geben:

    • Näh-Reparaturwerkstatt
    • Fahrrad-Reparaturwerkstatt
    • Elektronik-Reparaturwerkstatt
    • Holz-, Keramik- und Metall-Reparaturwerkstatt

    Kaffee, Tee und Kuchen sorgen für die nötige Energie, Kreativität und Geselligkeit.

    Was, wann und wo

    Das ReparaturCafé in Karlsruhe ist kostenfrei. Geld- und Sachspenden sind willkommen! Das ReparaturCafé findet am 12. Juli 2014 in der Zeit von 12:00 bis 18:00 Uhr im Jubez, Kronenstraße 1, 76133 Karlsruhe, in der Innenstadt-Ost, statt.

Kontakt

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Was geschieht mit meinen Wünschen zum Quartier Zukunft?

Nennen Sie uns Ihre Wünsche und Vorstellungen zur Entwicklung des Quartier Zukunft. Sagen Sie uns Ihre Meinung. Was ist Ihnen besonders wichtig? Was nicht?
Wir sammeln Ihre Äußerungen und werden sie zeitnah auf dieser Website präsentieren, um sie weiter zu diskutieren und in den Entwicklungsprozess des Quartier Zukunft einfließen zu lassen.

Impressum und Datenschutz

Impressum und Datenschutz

Das Projekt "Quartier Zukunft" ist ein Projekt des Karlsruher Instituts für Technologie. Dienstanbieterkennzeichnung im Sinne von §5 Telemediengesetz (TMG)

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