Von Handabdrücken, Flugtaxis und Gänseblümchen

Ein Rückblick auf die KIT Science Week 2025

Vom 14.-19. Oktober durften wir mit euch die KIT Science Week erleben: Eine Aktionswoche mit Veranstaltungen in ganz Karlsruhe, bei der KIT-Forschende auf neugierige Menschen aus der Region trafen. Hier wurde Wissenschaft greifbar – in Workshops, Vorträgen, Diskussionen und Mitmachaktionen. Auch das Quartier Zukunft beteiligte sich unter dem Motto „Stadt der Zukunft“ mit einem bunten Programm.

Blick auf einen belebten Friedrichsplatz mit dem MobiLab im Hintergund.

Bereits zum dritten Mal lud das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zur Science Week ein. Karlsruher Bürgerinnen und Bürger hatten zum einen die Möglichkeit, spannende Einblicke in die wissenschaftliche Arbeit am KIT zu erlangen, darüber hinaus bot das Programm auch Raum für persönlichen Austausch und Dialog mit Forschenden.

So haben wir an drei Tagen einen „Tag der offenen Tür“ im Zukunftsraum angeboten, um die Arbeit in unserem Reallabor der Öffentlichkeit zu präsentieren. Besuchende konnten sich über unsere Projekte informieren, Lastenräder ausprobieren oder die Ausstellung zu „10 Jahren Zukunftsraum“ betrachten. Zudem fanden im Zukunftsraum verschiedene Workshops für Jugendliche, Bürger:innen und Studierende statt.

Workshops für die Stadt der Zukunft

Einer der Workshops griff etwa das Element des „Handabdrucks“ auf. Die Teilnehmenden lernten zunächst das Konzept des ökologischen Handabdrucks kennen, der für das gesellschaftliche und politische Engagement steht, bevor sie anschließend in Gruppenarbeit eigene Ansätze für ihr Engagement erarbeiteten.

Mehr zum Handprint und Footprint erfahren

Ebenfalls im Zukunftsraum fand die öffentliche Diskussionsrunde mit dem Titel „Energiewende in Karlsruhe – Ist das zu schaffen?“ statt, in dem rege und engagiert darüber debattiert wurde, welche Maßnahmen sinnvoll und notwendig wären, um diesem Ziel gerecht zu werden.

Gruppe beschäftigt sich mit Konzeptkarten beim Workshop zum Handprint. Der Future Walk endete am MobiLab auf dem Friedrichsplatz.  Das MobiLab war für das KAT im Einsatz.

Einen etwas anderen Programmpunkt bot der Spaziergang „KarlsRUHE“: Ein Rundgang durch die Stadt, um sie mit allen Sinnen zu erleben, innezuhalten und innere wie äußere Orte der Stille zu erkunden. Die Idee des Spaziergangs knüpfte an den Gründungsmythos von Karlsruhe an und ermöglichte es den Teilnehmenden, Achtsamkeit und Entschleunigung als Teilaspekte einer lebenswerten Stadt der Zukunft zu erkunden.

Einmal ein Gänseblümchen sein

Gut besucht war auch das MobiLab, das mobile Partizipationslabor des KIT, das sich dem Thema „Stadtnatur der Zukunft“ widmete.

Am Friedrichsplatz in der Karlsruher Innenstadt konnten Besuchende beispielsweise in die Rolle eines Tieres oder einer Pflanze schlüpfen: „PerspekTierWechsel“. In ihrer Rolle sollten sie dann überlegen, was sie in der Stadt der Zukunft bräuchten, um sich wohlzufühlen. Denn auch Singvögel, Insekten und Pflanzen sind aus urbanen Regionen nicht wegzudenken. „Diese interdisziplinäre Denkübung hat ein hohes transformatives Potenzial“, sagt Richard Beecroft vom KAT. „Die Ergebnisse werden wissenschaftlich ausgewertet und können so auch in zukünftige Stadtplanungsprozesse mit einfließen.“

Eine Gruppe Interessierter schaut sich die Ergebnisse des PerspekTIERwechsels an.  Für das Projekt PerspekTIERwechsel gab es auch passende Tierkarten. Flauschige Besucher betrachten den KAT-Infostadt am Friedrichsplatz.

Dabei brachten die Teilnehmenden ihre Erfahrungen, Wünsche und Ideen zu Themen wie Stadtentwicklung, Klima, Mobilität, Ernährung und Zusammenleben ein, um zentrale Zukunftsfragen weiterzudenken und gemeinsame Visionen für eine lebenswertes Stadt der Zukunft zu entwickeln.

Mehr zum Bürger:innendialog erfahren

Ein Einblick in den Bürgerdialog.

Einige Forschende des Quartier Zukunft nahmen außerdem an der internationalen Forschungs- und Lernkonferenz "Urban Transformation" teil, bei der sich Reallabore aus der ganzen Welt im Rahmen der Science Week vernetzten und über ihre Arbeit austauschten. Mehr dazu findet sich hier.

Die Wissenschaftswoche zeigte, wie groß das Interesse der Bevölkerung an unserer Reallaborforschung und an der gemeinsamen Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft ist. Wir freuen uns auf den weiteren Austausch mit euch.