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  1. Was ist ein Reallabor? Von A bis Z erklärt

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    Unsere neue Themenreihe gibt Infos rund um Nachhaltigkeit, Wissenschaft und unsere Projekte

    Wie sieht ein typischer Tag im Quartier Zukunft aus? Was motiviert unser Team? Und wie viel Wissenschaft steckt eigentlich in einem Reallabor? Auf unserem Blog und auf unserem Instagram-Account nehmen wir euch in den kommenden Wochen ein Stück mit in unseren Arbeitsalltag. In alphabetischer Reihenfolge zeigen wir euch verschiedene Themen, die dem Quartier Zukunft besonders am Herzen liegen.

    Den Anfang bildet A wie Arbeiten im Reallabor. Denn, auch wenn es nicht wie ein klassisches Labor wirkt, das Quartier Zukunft ist ein Reallabor. Wir sind eine wissenschaftliche Einrichtung des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und wir sind mitten in der Gesellschaft – außerhalb des Campus – aktiv. Was ein Reallabor genau ist und was wir für die Forschung und die Gesellschaft tun, fassen wir in diesem Blogbeitrag für euch zusammen.

    Das Quartier-Zukunft-Team

    Unser Team: Die Gesichter hinter dem Quartier Zukunft. (Bildquelle: KAT)

    Das Konzept Reallabor

    Der Begriff Reallabor bezeichnet nach wissenschaftlichem Verständnis „eine transdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungseinrichtung, die dazu dient, in einem räumlich abgegrenzten gesellschaftlichen Kontext Nachhaltigkeitsexperimente durchzuführen, Transformationsprozesse anzustoßen und wissenschaftliche wie gesellschaftliche Lernprozesse zu verstetigen“ (Parodi/Steglich 2021: 256).

    Vereinfacht gesagt bedeutet das, ein Reallabor ist eine Einrichtung, in der Wissenschaft und Gesellschaft gemeinsam an zukunftsgerichteten Themen arbeiten. Forschung und Praxis sind dabei eng verzahnt, sodass Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Bürgerschaft die Prozesse auf Augenhöhe mitgestalten. Institutionen, Verbände, Hochschulen und Bürger:innen entwickeln auf diese Weise zusammen innovative Möglichkeiten für ein nachhaltiges Leben.

    Was Reallabore ausmacht ist auch in diesem Video zusammengefasst:

    Insgesamt gibt es neun charakteristische Merkmale, die ein Reallabor erfüllen muss:

    1) Forschungsorientierung: Eines der wichtigsten Ziele von Reallaboren ist es, Wissen hervorzubringen, das für die Zukunft nützlich ist. Wir zum Beispiel wollen Wissen darüber sammeln, wie ein Stadtquartier gemeinschaftlich nachhaltig leben kann.

    2) Transformativität und Gestaltung: Neben Wissen liefern Reallabore auch konkrete, praktische Beiträge für eine Nachhaltige Entwicklung. Das können Aktionen und Projekte sein, in bestimmten Fällen auch Produkte und Innovationen.

    3) Normativität und Nachhaltigkeit: Im Gegensatz zu vielen Naturwissenschaften sind Reallabore nicht neutral, sondern verfolgen bewusst gesellschaftliche Werte, sie sind also normativ orientiert. Konkret stützen sich Reallabore auf eine nachhaltige Entwicklung als gesellschaftliche Norm und zeigen offen, welche Aktivitäten sich an dieser Wertvorstellung orientieren.

    4) Transdisziplinarität und Partizipation: Die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Gesellschaft ist das zentrale Element von Reallaboren. Dabei geht es sowohl um den wissenschaftsbezogenen Austausch von Forschenden mit gesellschaftlichen Akteur:innen (Transdisziplinarität), als auch um vielfältige Formate, in denen Bürger:innen eigene Ideen in den Prozess einbringen können (Partizipation). Wie das bei uns im Quartier Zukunft aussehen kann, lest ihr zum Beispiel in unserem Blogbeitrag zum Thema Wissenschaft kennenlernen und mitgestalten.

    5) Zivilgesellschaftliche Orientierung: Dieses Merkmal hebt hervor, dass insbesondere zivilgesellschaftliche Akteur:innen (Anwohner:innen, Vereine, etc.) an Reallaboren teilhaben sollen, nicht etwa nur Unternehmen und Behörden.

    6) Modellcharakter: Die in Reallaboren entwickelten Prozesse sollen prinzipiell auf andere Beispiele oder Regionen übertragen werden können.

    7) Langfristigkeit: Nach Möglichkeit soll ein Reallabor über viele Jahre aktiv sein, um die angestrebten Ziele erreichen zu können und Prozesse aktiv mitgestalten zu können.

    8) Laborcharakter und Experimentierraum: Ein Reallabor soll auch ein Ort sein, um neue Ideen auszuprobieren und zu testen.

    9) Bildung: Auch wenn Bildung nicht der Hauptfokus von Reallaboren ist, sollen sie das gesammelte Wissen und Erfahrungen weitergeben und entsprechende Angebote einrichten.

    [Zusammenfassung aus: Parodi, Oliver/Steglich, Anja (2021). Reallabor. In: Tobias Schmohl/ Thorsten Philipp (Eds.), Handbuch Transdisziplinäre Didaktik (255-266). Bielefeld: transcript Verlag, Seite 256. doi.org/10.14361/9783839455654-024]

    Reallabor-Arbeit mitten in der Gesellschaft

    Die Reallabor-Arbeit kann also verschiedene Aspekte und Inhalte betreffen. Das Quartier Zukunft bewegt sich beispielsweise im Bereich der nachhaltigen Stadtentwicklung. Wir wollen gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der Karlsruher Oststadt das gute Leben von Morgen ausprobieren. Wie funktioniert nachhaltige Nachbarschaft? Welche Aktionen, Verbände und Initiativen können wir vernetzen? Und was macht ein nachhaltiges Stadtviertel mit guter Lebensqualität eigentlich aus?

    Der Zukunftsraum von außen

    Der Zukunftsraum: Ein Ort zum Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft in der Karlsruher Oststadt. (Bildquelle: KAT)

    Durch vielseitige Ansätze wollen wir Themen erforschen, weiterentwickeln und ausprobieren, die für ein nachhaltiges Stadtviertel wichtig sind. Unser Anspruch ist, das städtische Leben als Ganzes zu betrachten: von Wohnen, über Mobilität, Soziales, Ernährung, Arbeit und Freizeitgestaltung soll kein Aspekt vergessen werden. Dafür brauchen wir die Hilfe von den verschiedensten Akteur:innen aus dem Quartier. Bewohner:innen, Vereine, Initiativen bringen sich aktiv ein, teilen mit uns Ideen oder erarbeiten mit uns neue Lösungen.

    Unser verwandtes Reallabor KARLA hingegen fokussiert sich auf fünf bestimmte Themenbereiche, unter anderem auf klimafreundliche Kantinen. Dafür arbeitet das wissenschaftliche KARLA-Team eng mit rund 30 Karlsruher Betriebsrestaurants zusammen, um Speisepläne, Lieferketten und To Go-Angebote nachhaltiger zu gestalten.

    Ein Blakon-Solarmodul steht mit dem MobiLab am Kronenplatz. Viele Menschen stehen darum versammelt und sprechen mit einander

    Vor Ort: Der Austausch mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern ist Teil der Reallabor-Arbeit. (Bildquelle: KAT)

    Alltag im Reallabor

    Quartier Zukunft, KARLA und die dazugehörigen Experimente sind nur wenige Beispiele dafür, wie Reallabor-Arbeit aussehen kann. Der Arbeitsalltag ist unglaublich vielfältig!
    Einen typischen Arbeitstag im Quartier Zukunft gibt es deshalb kaum. Jedes Projekt-Team verfolgt andere Methoden, Aufgaben und Ziele. Einmal pro Woche trifft sich dann das gesamte Quartier Zukunft-Team zur Besprechung. Dabei werden Erfahrungen ausgetauscht, Aufgaben verteilt und schon starten wir mit unseren vielfältigen To Dos:

    • Forschungsprojekte planen, betreuen und auswerten
    • Sich mit externen Personen, Initiativen oder Partnern austauschen
    • Daten sammeln und aufbereiten
    • Berichte schreiben
    • Tools oder Materialien entwickeln
    • Den Lastenrad-Verleih koordinieren
    • Veranstaltungen organisieren
    • Fachvorträge vorbereiten
    • Ideen sammeln

    Und vieles mehr!

    In den nächsten Wochen teilen wir mit euch auf Instagram und Facebook noch mehr spannende Einblicke, Infos und Geschichten. Wir sprechen beispielsweise über Projekt-Highlights, erklären Fachbegriffe, blicken auf Nachhaltigkeitsthemen und das Arbeiten in der Wissenschaft.


    Besucht uns auf unseren Social Media-Kanälen, um nichts zu verpassen! Dort geht es weiter mit B wie Bildung, Beratung und mehr – das KAT.

    Grafik des Instagram-Posts zum Buchstaben A wie Arbeiten im ReallaborGrafik des Instagram Posts zum Thema B wie Bildung, Beratung und mehr: das KAT

    (Grafiken: KAT)

    Zum Hintergrund

    Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) besteht aus mehreren Instituten. Eins davon ist das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS). Am ITAS ist das Karlsruher Transformationszentrum (KAT) beheimatet, das wiederum das Reallabor Quartier Zukunft betreibt.

  2. Achtsam und nachhaltig durch die Feiertage …

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    … und durch das ganze Jahr.


    Viele Menschen empfinden den Advent und die Weihnachtszeit als die schönste Zeit des Jahres: Plätzchen backen, Geschenke basteln, Zeit im Freundeskreis und mit der Familie verbringen. Doch wie können wir uns gut auf die besinnliche Jahreszeit einstellen? Wie lassen sich die Tage stressfrei gestalten? Und was hat das Ganze mit Nachhaltigkeit zu tun?

    Weihnachtsdeko und Kerze
    Copyright: Privat

    Ob Meditation, Tagebuchschreiben oder Waldbaden – wer ein bewussteres und entschleunigtes Leben führen möchte, kann gewisse Achtsamkeitspraktiken in den Alltag integrieren. In diesem Blogbeitrag stellen wir euch verschiedene Arten der Achtsamkeit vor, wir schauen auf zwischenmenschliche Beziehungen und stellen das Thema Personale Nachhaltigkeit näher vor.

    Ein achtsames Leben kann dabei helfen, mit unserer Mitwelt und Umwelt verantwortungsbewusster umzugehen. Aus diesem Grund spielt der Aspekt der Personalen Nachhaltigkeit auch bei unserer Arbeit im Quartier Zukunft eine wichtige Rolle – und das nicht nur in der Vorweihnachtszeit.

    Eine Person im Wald wirft Blätter in die Luft.
    Quelle: Privat

    Der Mensch im Mittelpunkt

    Unser Team forscht und experimentiert im Bereich der Nachhaltigen Entwicklung. Dabei schauen wir uns auf einer individuellen Ebene insbesondere auch die Prozesse an, die im Menschen selbst ablaufen. Oliver Parodi, Transformationsforscher am ITAS und Leiter unseres Reallabors, beschäftigt sich seit einigen Jahren mit dem Thema auf privater und auf forscherischer Ebene:

    „Die Nachhaltigkeit in der Welt da draußen fällt zusammen mit dem, was du bist und mit der Nachhaltigkeit in dir drin.“ (Oliver Parodi)*

    Personale Nachhaltigkeit als Stellschaube zu einer nachhaltigeren Zukunft

    Häufig wird eine nachhaltige Lebensweise mit materiellen Dingen in Verbindung gebracht. Also beispielsweise was konsumieren wir, was werfen wir weg, was kaufen wir neu. Doch im Bereich der Nachhaltigen Entwicklung geht es auch darum, größere Zusammenhänge zu erkennen und zu verstehen. So ist es wichtig, im Nachhaltigkeitsdiskurs auch uns Menschen in den Blick zu nehmen. Denn für eine nachhaltigere Zukunft müssen Veränderungen nicht nur auf wissenschaftlicher, wirtschaftlicher, politischer, kultureller und gesellschaftlicher Ebene erfolgen – auch der Umgang mit uns Menschen selbst sollte sich verändern.

    Im Bereich der Personalen Nachhaltigkeit haben wir die Möglichkeit, uns selbst besser kennenzulernen, den eigenen Lebensstil zu hinterfragen sowie eine ergänzende Sichtweise auf das Thema Nachhaltigkeit einzunehmen. Wir richten den Fokus also auf unser Inneres, unsere Gefühlswelt und unsere Bedürfnisse. Ein achtsames, entschleunigtes und bewusstes Leben kann dabei helfen, harmonischer und nachhaltiger mit der Außenwelt zu interagieren.

    Eine sitzende Buddhafigur in einem Park.
    Quelle: Privat

    Wie aber kann ein achtsames Leben aussehen und wie schaffen wir es, mit unserem Umfeld verantwortungsbewusst umzugehen?

    Achtsam und nachhaltig – aber wie?

    Auf einem gemütlichen Sofa liegt eine Decke und mehrere Bücher, wobei auf einem davon eine Teetasse steht

    Die Wege zur Personalen Nachhaltigkeit sind so vielfältig und individuell wie wir Menschen selbst. Oft gelingt der Start, indem man sich bewusst mehr Zeit für sich und seine Interessen nimmt – beispielsweise ein Hobby wieder aufgreift oder Entspannungsübungen in den Alltag einbaut. Bei Spaziergängen im Wald können wir unsere Gedanken einfach mal ziehen lassen und die gute Luft genießen. Dies kann dabei helfen, uns wieder stärker mit der Natur zu verbinden. Wer gerne liest, kann sich abends statt der altbekannten Lieblingsserie ein gutes Buch schnappen und in andere Welten eintauchen.

    Auch von Zeit zu Zeit in den Kleiderschrank zu schauen, kann nicht schaden. Wer ausmistet, schafft nicht nur Platz in den Regalen, sondern auch im Kopf. Es kann nämlich befreiend sein, sich von Gegenständen zu trennen. Überlegt mal, was benötigt ihr wirklich, welches Teil bringt euch Freude und welche Stücke sind noch gut und könnt ihr verschenken oder zu einem Kleidertausch bringen?

    Eine neblige Landschaft im Hintergrund, ein Fahrrad fährt vorbei.
    Quelle: Privat

    In Bezug auf Nachhaltigkeit ist also jede:r Einzelne von uns gefragt, um eine dauerhafte gesellschaftliche Transformation zu erreichen. Und gerade jetzt in der Vorweihnachtszeit reflektieren viele von uns den eigenen Lebensstil. Viele Menschen wollen bewusster leben: weniger Stress, weniger Konsum, mehr Me-Time und mehr Austausch mit den Lieben. Das Schöne ist, wer den Weg zu mehr Achtsamkeit gehen möchte, kann nichts falsch machen. Achtsamkeit ist individuell. Das, was dir guttut, ist schlussendlich auch für die Umwelt und deine Mitmenschen gut.

    Übrigens …

    Auch wenn bei der Personalen Nachhaltigkeit viel Veränderung auf der individuellen Ebene stattfindet, es gibt auch Maßnahmen, die im Team durchgeführt werden können. So fördern wir das Thema auch bei uns im Quartier Zukunft-Team. Beispielsweise mit Achtsamkeitsübungen, mit kleinen Meditationen im Alltag, mit Yoga und Gesprächsformaten, Dialogen oder Gruppengesprächen.

    Menschen auf blauen Matten machen Yoga im Park.
    Quelle: KAT

    Welche Achtsamkeitsübungen liegen euch am Herzen? Wir freuen uns, wenn ihr unter diesem Blogbeitrag eure Erfahrungen mit uns teilen wollt.

    Weitere Informationen zur Personalen Nachhaltigkeit

    Wer noch tiefer in das Thema einstiegen möchte, findet hier weiterführende Infos:

    Leuchtende Weihnachtsbäume im Park.
    Quelle: Privat

    Wir wünschen viel Spaß bei der Lektüre und wünschen euch eine wunderschöne Adventszeit. Euer Quartier Zukunft-Team.

  3. Reallabor-Konferenz 2024

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    „Reallabore – ExperimentierRäume für den Weg in eine nachhaltige Gesellschaft“

    Grafik in grün und gelb zur Reallabor-Konferenz 2024.

    Illustration: N. Bongaerts, IÖR-Media

    Mit der Konferenz „Reallabore – ExperimentierRäume für den Weg in eine nachhaltige Gesellschaft“ soll der Diskurs zur Reallabor-Forschung und Reallabor-Praxis fortgesetzt werden. Der Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft braucht Kreativität, Mut und Offenheit zum Verlassen routinierter Pfade. Wo und wie können Reallabore ExperimentierRäume für das Entwerfen und Erproben von Zukunftsideen schaffen, die den Wandel zu nachhaltigen Städten und Nachbarschaften, Dörfern und Landschaften sowie Meeren und Flüssen befördern?

    • Datum: 11. und 12. April 2024
    • Ort: Deutsches Hygiene-Museum Dresden

    Die Konferenz widmet sich konzeptionellen, methodischen und praktischen Fragen des Forschens und Gestaltens in Reallaboren. Sie dient dem Dialog zwischen Forschenden und Praxisakteur:innen, Transformateuren und Stadt- und Regionalentwickler:innen. Sie ermöglicht einen Austausch zu den Perspektiven und Erfahrungen aus Forschung und Praxis. Die Konferenz schafft einen Dialograum, um sich insbesondere mit der Verortung und den Raumbezügen von Reallaboren, ihrer systematischen Dokumentation und dem Wissenstransfer sowie der Verankerung von Reallaboren als Forschungs- und Governance-Ansatz auseinanderzusetzen. Sie möchte eine Einladung sein, um gemeinsam zu reflektieren und Erkenntnisse zusammenzuführen, und zugleich durch Reallabore neue Partnerschaften zu etablieren und den Wandel zu einer Kultur der Nachhaltigkeit zu gestalten.

    Beiträge zur Konferenz können bis 14. Dezember 2023 zu folgenden Themensträngen und in vier verschiedenen Formaten (Artikel, Speed Talk, Poster oder Dialog/Workshop) eingereicht werden:

    • Urbane Realexperimente für nachhaltige Konsumkulturen
    • Reallabore in ländlichen Räumen
    • Reallabore in marinen Räumen
    • Konflikte in Reallaboren
    • Lernen, Reflexion und innere Kultur der Nachhaltigkeit
    • Reallabore als transdisziplinäres Forschungsformat
    • Wirkungsmessung von und in Reallaboren
    • Reallabore als politisch-regulative Testräume
    • Offener Themenstrang

    Zum Online-Formular

    Weitere Informationen 

    • Die Tagungswebsite bietet weitere hilfreiche Informationen, beispielsweise zu den Beitragsformaten sowie zum Einreichen der Abstracts.
    • Die Anmeldung zur Konferenz ist ab Januar 2024 möglich. 
    • Am 10. April 2024 gibt es eine Einführungsveranstaltung im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) Dresden. 
    • Rückfragen bitte an: RLNK2024∂ioer.de
  4. Wissenschaft kennenlernen und mitgestalten

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    Warum ein öffentlicher Dialog zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft so wichtig ist


    Mitgemacht, mitgeredet, mitgeforscht – Für Reallabore wie das Quartier Zukunft ist ein Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft enorm wichtig. Deshalb war die diesjährige Science Week vom 10.-15. Oktober 2023 ein guter Anlass, mit unserer Forschung wieder einmal in die Öffentlichkeit zu treten. Unter dem Motto „Zukunft gemeinsam nachhaltig gestalten“ luden wir Bürgerinnen und Bürger, Schulklassen und interessierte Gäste ein, uns näher kennenzulernen und sich mit uns auszutauschen.

    So präsentierte beispielsweise das Reallaborprojekt KARLA seine Arbeit im Karlsruher Gartensaal. Rund 40 Besuchende bekamen Einblick in die laufenden Transformations-Experimente aus den Bereichen Klimaschonendes Reisen, Nachhaltiges Bauwesen, Fachkräftemangel für den Klimaschutz und Klimafreundliche Kantinen. Ebenso wurde der Karlsruher Klimapakt und die Nachhaltigkeitsbewertung von Klimaschutzmaßnahmen vorgestellt und mit den Teilnehmenden diskutiert.

    Der Zukunftsraum öffnete an zwei Tagen als „Offenes Labor“ seine Türen für interessierte Personen. Ebenso empfing das mobile Partizipationslabor MobiLab am Kronenlatz zahlreiche Gäste für Workshops, Vorträge und anregende Gespräche. Am Freitag unterhielt unser Mitarbeiter Marius Albiez den neugierigen Nachwuchs mit spannendem Wissen rund um Nachhaltigkeit.

    Ein besonderes Highlight der Science Week war für uns schließlich der Bürger:innen-Dialog „Klimaschutz belohnen“ zusammen mit dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS). Engagierte Bürgerinnen und Bürger tauschten sich intensiv über die Frage aus, wie ein nachhaltiger Lebensstil besser belohnt werden könnte und ob dies überhaupt wünschenswert ist. Hier gibt es eine Nachlese zur Veranstaltung.

    Eine Gruppe BürgerInnen sitzt um eine Tafel, die mit bunten Klebezetteln ihre Ideen festhält
    Bürger:innen-Dialog 2023 (Bildquelle: Amadeus Bramsiepe, KIT)

    Der Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft – das Herzstück der Reallaborarbeit

    „Für uns als Reallabor ist der Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern besonders wichtig“, betont Oliver Parodi, Transformationsforscher und Leiter des Quartier Zukunft. „Wir brauchen die Impulse außerwissenschaftlicher Akteur:innen, um mit unserer Forschung eine gesellschaftliche Wirksamkeit zu erzeugen. Denn der Wandel zu einer nachhaltigen Zukunft findet in der Gesellschaft statt und kann deshalb nicht ohne sie und ihre Ideen passieren.“

    Aus diesem Grund ist die Partizipation – also das Einbeziehen und Mitwirken von Bürgerinnen und Bürgern – ein grundlegender Teil des Selbstverständnisses von Reallaboren.(1) Wie genau die Partizipation im Einzelnen aussieht, hängt davon ab, worum es geht. Grob unterscheidet man fünf verschiedene Stufen, die sich in ihrer Intensität steigern und von einer einseitigen Information bis hin zum Empowerment, also der Befähigung der Praxisakteure reichen.(2) Im Reallabor Quartier Zukunft sind verschiedene partizipative Formate angesiedelt. Typischerweise sind diese mit einem Informationsangebot verbunden – zum Beispiel Informationen über verschiedene Ansätze zur Nachhaltigkeit – und entwickeln sich dann in unterschiedliche Richtungen weiter. Einige Projekte, wie das Reparatur-Café, haben sich schließlich vollständig aus der Betreuung durch das Quartier Zukunft gelöst und sind zu eigenständigen Vereinen geworden.

    Ein Schild mit der Aufschrift "Fahrrad-Reparaturwerkstatt"
    Reparatur-Café 2014

    Doch natürlich geht es nicht allein um solche Projekte, die aus der Wissenschaft in die Gesellschaft entwachsen. Auch umgekehrt nutzen Reallabore die Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für wissenschaftliche Forschung. Das Team des Quartier Zukunft begleitet die Aktionen forscherisch, indem sie genau unter die Lupe genommen werden: Wer profitiert von welcher Aktion? Wie viel Nachhaltigkeit kann mit den jeweiligen Projekten erreicht werden? Und wie verändert sich der Zusammenhalt zwischen den Beteiligten? Stück für Stück entstehen so wissenschaftliche Untersuchungen, die dabei helfen, den erfolgreichen Wandel in Richtung Nachhaltigkeit zu verstehen und zu unterstützen.

    „Unserer Erfahrung nach funktioniert die Reallabor-Arbeit sehr gut. Sowohl die Gesellschaft als auch die Wissenschaft profitieren davon“, fasst Oliver Parodi zusammen. „Was manchmal noch fehlt, sind Möglichkeiten zum Kennenlernen und Austausch. Wir müssen interessierte gesellschaftliche Akteur:innen finden und sie müssen uns kennen, damit wir zusammenarbeiten können. Genau deshalb sind Formate wie die KIT Science Week so wichtig für uns.“


    (1) Mehr Lesen in: Parodi, Oliver; Steglich, Anja (2021): Reallabor, In: Tobias Schmohl/Thorsten Philipp: Handbuch Transdisziplinäre Didaktik (255-266). Bielefeld: transcript Verlag. doi.org/10.14361/9783839455654-024

    (2) Zum Fünf-Stufen-Modell der Partizipation nach Brinkmann 2015 und Stauffacher 2008 siehe: Meyer-Soylu S, Parodi O, Trenks H, Seebacher A.: Das Reallabor als Partizipationskontinuum. Erfahrungen aus dem Quartier Zukunft und Reallabor 131 in Karlsruhe. TATuP [Internet]. 2016 Nov. 1;25(3) :31-40. online verfügbar


    Mehr erfahren

    Einen interessanten Einblick in unterschiedliche Beteiligungsformate bietet auch die Webseite von Energietransformation im Dialog. Hier finden sich sowohl einige Erfahrungsberichte zu partizipativen Ansätzen der letzten Jahre, als auch eine Einordnung in den tatsächlichen Forschungsprozess.

  5. Park(ing) Day 2023 in Karlsruhe

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    Park dein Sofa für mehr Leben in der Stadt

    Am Freitag und Samstag, 15. und 16. September 2023 ist es wieder soweit: Erstmalig an zwei Tagen verwandeln sich zum internationalen Park(ing) Day öffentliche Parkplätze in Freiluftwohnzimmer, Musikbühnen und Spielflächen. Ziel dieser internationalen Aktion ist es, die Städte wieder lebenswerter zu machen. Denn ein Großteil der öffentlichen Flächen wird im Alltag von parkenden Autos belegt.

    Impression vom ParkingDay 2020: viele Menschen sitzen gemütlich auf einem Parkplatz zusamen und unterhalten sich
    Impressionen vergangener Park(ing) Days: Ein Parkplatz wird zum Spielzimmer.

    Mit dem Park(ing) Day soll die Art und Weise, wie städtische Flächen genutzt werden, durch lebensfrohe Aktionen hinterfragt werden. Dort, wo sonst Autos parken, entstehen am Park(ing) Day viele neue Orte der Begegnung, Freizeit und Erholung!

    Parkplätze für die Nachhaltigkeit – Quartier Zukunft beim Park(ing) Day 2023 in Karlsruhe

    Um den städtischen Raum für Informationen rund um das Thema nachhaltige Entwicklung zu nutzen, sind auch wir beim Park(ing) Day 2023 aktiv. Wir bespielen am 16.09. drei Parkplätze in der Ludwig-Wilhelm-Straße von 11-18 Uhr (Nahe des Stadtmobil-Büros). Dort könnt ihr Einblicke in unsere Arbeit bekommen, praktische und umweltfreundliche Lastenräder testen und ein eigenes Selbstexperiment starten!

    Wenn ihr nicht selbst den Tag mit eurer Aktion auf einem Parkplatz verbringt, besucht uns dort und werft einen Blick in unsere Reallaborforschung und Quartiersarbeit.

    Mehr über den Park(ing) Day

    Du willst wissen, welche Aktionen noch am diesjährigen Park(ing) Day geplant sind? Hier findest du eine Übersicht über die mitwirkenden Initiativen und verwandelte Parkflächen:

    Der Park(ing) Day findet jedes Jahr im September statt. Auch in den letzten Jahren war das Engagement der Karlsruher Teilnehmenden groß: Flohmärkte, Musikbühnen, kreative Events und Lernorte entstanden in den Straßen.

    Du hast Lust bekommen selbst eine Aktion zu planen? Viel Aufwand gehört nicht dazu. Ein paar Decken, Pflanzen und Sitzgelegenheiten machen schon einen riesigen Unterschied. Darüber hinaus ist natürlich alles möglich. Die Gestaltung der Fläche bleibt dir und deinem Team überlassen. Hier könnt ihre eure Aktion anmelden.

    Die Beantragung der Parkplätze bei der Stadt läuft über den Verein Wandelwirken e.V., ein Verein aus dem Umfeld des Karlsruher Transformationszentrums für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT), der für zukunftsfähige gesellschaftliche Transformation eintritt.

  6. Climate Walks / by Bike am 20.07.2023

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    Durch die Karlsruher City vom Fahrradlabor bis ins Quartier Zukunft

    Die Veranstaltung am Donnerstag, 20.07. findet auf mindestens zwei Rädern statt. Start ist um 16 Uhr am Fahrradlabor der Hochschule Karlsruhe HKA. Die Teilnehmenden haben das Ziel Quartier Zukunft in der Karlsruher Oststadt, mit einem erfrischenden Zwischenstopp am Lidellplatz.

    Neben der Vorstellung der thematischen Projekte der beteiligten Institutionen sind die Teilnehmenden eingeladen, über die Methode des „Think Aloud Protocols“ ihre Eindrücke zu teilen. Dazu werden während der Tour gemachte Gedanken und Gefühle als direkte Erfahrungen ausgesprochen und aufgenommen. 

    Climate Walks Grafik 2023

    Die „Climate Walks“ sind offene Spaziergänge für alle Interessierten, die über Nachhaltigkeitsthemen ins Gespräch kommen und neue Formate und Projekte an den Karlsruher Hochschulen kennenlernen möchten. Da wir uns im öffentlichen Straßenverkehr bewegen, müssen alle teilnehmenden Fahrzeuge der StVO entsprechen.

    Der Climate Walk / by Bike am 20.07.2023

    • Start: 49.012441, 8.385654 (Fahrradlabor / HKA) um 16 Uhr
    • Zwischenstopp: 49.007292, 8.407454 (Lidellplatz mit Trinkwasserbrunnen)
    • Ziel: 49.011122, 8.429896 (Quartier Zukunft) gegen 18 Uhr

    BETEILIGTE PROJEKTE

    Fahrradlabor der Hochschule Karlsruhe

    Alle Forschungsvorhaben des Fahrradlabors haben den Ausbau des Radverkehrs im Sinne einer nachhaltigen Mobilität zum Ziel. So wird beispielsweise zur stationären und mobilen Erfassung von Radverkehrsdaten aus der Perspektive der Radfahrenden gearbeitet, zum Einsatz von Fahrradsimulatoren oder auch zu konkreter Radverkehrsplanung gearbeitet. Die Bandbreite der Beiträge reicht dabei u. a. von der aktuell diskutierten Problematik der Überholabstände, über die Feinstaubbelastung für Babys in Fahrradanhängern, die Energie- und Reichweitenvorhersage bei E-Bikes sowie die Potenziale für E-Bikes im ländlichen Raum bis hin zu einem optimierten Winterdienst für Radwege.

    Das Fahrradlabor bündelt die interdisziplinären und fakultätsübergreifenden Forschungsaktivitäten der Hochschule Karlsruhe zum Radverkehr. Ihre Expertise bringen ein die Institute für Verkehr und Infrastruktur (IVI), Ubiquitäre Mobilitätssysteme (IUMS) und Energieeffiziente Mobilität (IEEM) sowie die BMDV-Stiftungsprofessur Radverkehr.

     

    Quartier Zukunft – Labor Stadt

    „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ ist ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), das ein ganzes Stadtquartier und seine Menschen fit machen will für die Zukunft. Gefragt wird: Wie können wir heute und morgen in der Stadt gut leben – und dabei Mitwelt, Umwelt und Nachwelt achten? Dabei soll das, was ist, nicht großflächig neu gemacht, sondern im Miteinander von Bürgerschaft, Wissenschaft, Politik und Privatwirtschaft behutsam umgewandelt werden.

     

    Karlsruher Reallabor Nachhaltiger Klimaschutz

    KARLA ist das „Karlsruher Reallabor Nachhaltiger Klimaschutz“. Als eines von insgesamt fünf Klimaschutz-Reallaboren im Land bilden Forschung und Entwicklung in zahlreichen Kooperationen mit Politik, Zivilgesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft und engagierten Bürgerinnen und Bürgern den Kern von KARLA. Diese sogenannte transdisziplinäre Verzahnung von Wissenschaft und Praxis ist typisch für ein Reallabor. Auf diese Weise können gesellschaftliche Herausforderungen, wie zum Beispiel der Klimawandel, aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet und gemeinsam Lösungsansätze für eine Transformation erarbeiten werden. KARLA ist Teil des Reallabors „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ und nutzt die dort vorhandenen transdisziplinären Infrastrukturen, Kompetenzen und Netzwerke und baut sie weiter aus.

    KARLA wird federführend vom Team des Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT) betrieben. Das KAT ist Teil des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

     

    HfG Karlsruhe

    An der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe analysieren, gestalten, debattieren und entwerfen wir, was auf uns zukommt. Gemeinsam betrachten wir die Welt nicht als etwas Gegebenes, sondern als etwas Gemachtes – das neu gestaltet werden kann und das dringend neu gestaltet werden muss, einschließlich der Lösungen, die zu den Problemen geführt haben. Wir schauen nach innen und erforschen uns selbst. Wir blicken nach außen und erforschen die Welt, zoomen ein und aus von Individuen zu Gesellschaften, von Agent:innen zu Netzwerken, vom Mikroskopischen zum Kosmos und wieder zurück. Wir verstehen Freiheit als etwas, das nicht gegeben ist, sondern das erst durch Selbstreflexion, Selbstorganisation und Wiederaneignung unserer Medien, der digitalen wie der analogen, entsteht.

    Die aktive Verknüpfung von künstlerischen, gestalterischen und theoretischen Fächern versetzt unsere Studierenden in die Lage, größere Zusammenhänge über die eigene Disziplin hinaus zu erschließen und komplexe Themen im Projektstudium zu bearbeiten. Mit international anerkannten Abschlüssen in Kommunikationsdesign, Produktdesign, Medienkunst, Ausstellungsdesign und Szenografie sind die Absolvent:innen der HfG bestens auf die professionellen und stetig wechselnden Anforderungen nach dem akademischen Studium vorbereitet.

  7. „Städtische Trinkbrunnen sind mehr als nur eine Wasserquelle.“

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    3 Fragen an „Aktionsbündnis Trinkwasser“. Ein Interview mit Thomas Frank.

    Ob Urban Gardening, autofreiere Mobilität oder Architektur. In nahezu jedem Lebensbereich finden sich heutzutage Start-ups, Initiativen und Projekte, bei denen Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfähigkeit eine große Rolle spielen. In unserem Interview-Format sprechen wir mit Menschen, die sich in unserem Quartier in der Karlsruher Oststadt – und auch darüber hinaus – im Bereich der Nachhaltigkeit engagieren. 

     

    Wasser ist für jeden Menschen lebensnotwendig und dennoch geht die Gesellschaft nicht immer wertschätzend damit um. Thomas Frank möchte genau das ändern. Gemeinsam mit seinem Team, dem Aktionsbündnis Trinkwasser, organisiert er am 25. Juni in Karlsruhe das Trinkbrunnenfest im Rahmen des EFFEKTE-Wissenschaftsfestivals. Im Interview erzählt er, was Besuchende bei „Trink Wasser! Ein Brunnenfest“ erwartet und warum das Thema Wasser so zentral für eine nachhaltige Zukunft ist.

    Hallo Thomas! Du bist Teil des „Aktionsbündnis Trinkwasser“. Erzähl mal, wer seid ihr und was sind eure Ziele?

    Wir sind sechs Personen aus unterschiedlichen Städten und mit verschiedenen Berufen, die gemeinsam einen lokalen Beitrag zur globalen Wasserwende leisten wollen. Unsere Zusammenarbeit hat mit „Challenge Accepted!“ angefangen, einem Kurs für lokales Handeln und globalen Wandel, bei dem es darum ging, gemeinsam eine Nachhaltigkeits-Challenge zu verwirklichen*.

    Thomas Frank vom Aktionsbündnis Trinkwasser. (Foto: Daniela Sistermanns)

    Thomas Frank vom Aktionsbündnis Trinkwasser. (Foto: Daniela Sistermanns)

     

    Wir hatten die Idee, ein Brunnenfest zu veranstalten, mit dem wir unser heimisches Trinkwasser wertschätzen und feiern. Gleichzeitig soll das Fest auch darauf aufmerksam machen, wie unser lokaler Wasserverbrauch mit der globalen Wasserkrise zusammenhängt, von der besonders Länder im Globalen Süden betroffen sind. Wir wollen Menschen dazu bewegen, ein stärkeres Wasserbewusstsein zu entwickeln und an einer weltweiten Wasserwende mitzuwirken.

     

    Ihr seid beim Wissenschaftsfestival EFFEKTE am 25. Juni unter dem Titel „Trink Wasser! Ein Brunnenfest“ dabei. Auf was können sich die Besucherinnen und Besucher freuen?

    An unserem Infostand auf dem Schlossplatz klären wir über die vielseitigen Aspekte des Karlsruher Trinkwassers auf. Uns ist wichtig, Informationen sinnlich und spielerisch zu vermitteln und erfahrbar zu machen, statt trockene Fakten zu erklären. Deshalb verkosten wir Wasser aus Karlsruher Trinkbrunnen, kochen damit Tee und vegane Speisen. Außerdem veranstalten wir Spiele, bei denen man Wissenswertes über das Wasser lernen kann.

    Vom Schlossplatz aus laden wir auch zu einer Trinkbrunnen-Tour ein (14 und 16 Uhr). Wir trinken aus den Brunnen, sprechen mit Expert:innen über die Trinkbrunnenkultur, über Vorurteile gegenüber Leitungswasser, woher es kommt, wie es kontrolliert wird, wie wir bewusster damit umgehen können und wie wir es für die Zukunft unseres Planeten bewahren können.

    Ein weiteres Format ist die Landgraben-Tour (13 und 15 Uhr). Dabei folgen wir dem Karlsruher Landgraben, dem größten Abwasserkanal Deutschlands. Hierbei geht es darum, wie Abwasser aufbereitet wird und wie wir schonender mit gebrauchtem Wasser umgehen können.

    Ludwigsbrunnen in Karlsruhe. (Foto: Bruno Kelzer)

    Ludwigsbrunnen in Karlsruhe. (Foto: Bruno Kelzer)

     

    Mit dem Trinkbrunnenfest wollen wir ein Bewusstsein für unseren gesamtgesellschaftlichen Umgang mit Wasser wecken. Wir wollen, dass die Menschen nicht nur ein paar Fakten über Wasser erfahren. Über sinnliches Erleben wollen wir sie dazu animieren, sich mit Wasser in seinen vielen Facetten auseinanderzusetzen.

     

    Warum sollte sich deiner Meinung nach jeder und jede mit dem Trinkwasser auseinandersetzen? Welche Relevanz hat Wasser für eine nachhaltige Zukunft?

    Wasser ist eine der kostbarsten Ressourcen unseres Planeten und ein Menschenrecht; es gehört uns allen. Trotzdem haben rund zwei Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. In Afrika, Asien oder Südamerika toben bereits Konflikte und Kämpfe um das „blaue Gold“. Aber auch im globalen Norden wird Wasser immer knapper.

    Wir müssen lernen, es wertzuschätzen, dass bei uns trinkbares Wasser aus der Leitung fließt. Und wir müssen Wasser auch bewusster nutzen. Ein Anfang kann sein, den eigenen Umgang mit Wasser etwa über ein Wassertagebuch zu reflektieren, um dann persönliche Strategien zu entwickeln, im Alltag Wasser einzusparen.

    Brunnen vor der Kleinen Kirche in Karlsruhe. (Foto: Bruno Kelzer)

    Brunnen vor der Kleinen Kirche in Karlsruhe. (Foto: Bruno Kelzer)

     

    Angesichts des Klimawandels, der immer mehr Hitzetage mit sich bringt, werden auch Trinkwasserbrunnen in unseren Städten immer wichtiger. In Deutschland wird Leitungswasser dank der Trinkwasserverordnung streng kontrolliert – auch aus gekennzeichneten Trinkbrunnen im öffentlichen Raum kann man trinken. Dabei sollte man aber schon auf den hygienischen Zustand des Auslaufrohres achten und dieses beim Zapfen nicht berühren. 

    Trinkbrunnen sind eine kostengünstige Wasserquelle in heißen Sommern, verbessern das Mikroklima und dienen als Orte des geselligen Miteinanders – all das erhöht die Lebensqualität einer Stadt enorm. Deshalb sind die Brunnen auch Namensgeber und Schwerpunkt unseres Festes geworden.

    Vielen Dank für das Gespräch, Thomas! Wir wünschen euch viel Erfolg auf dem Trinkbrunnenfest!

     

    Mehr Infos zum Trinkbrunnenfest: 

    • Wann: 25. Juni 2023 von 12 bis 18 Uhr
    • Wo: Karlsruher Schlossplatz

    Das Aktionsbündnis Trinkwasser findet ihr unter dem Programmpunkt „Wissenschaftsstadt“, bei dem sich verschiedene Akteure mit aktuellen wissenschaftsrelevanten Themen präsentieren. Zum Programm des EFFEKTE-Festival

     

    * Mehr Infos zu „Challenge Accepted“: 

    Der Kurs ist Teil des drittmittelfinanzierten Projekts „SDGs mitten im Leben“ (SDGs = Sustainable Development Goals), das koordiniert und umgesetzt wird vom „forum für internationale entwicklung + planung“ (finep) mit Sitz in Esslingen. Die Schwerpunktthemen des Kurses lauten: Ernährungsgerechtigkeit, kritischer Konsum, postkoloniale Machtstrukturen.

    „SDGs mitten im Leben“ wird gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), aus Mitteln des Landes Baden-Württemberg über die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) sowie von Brot für die Welt mit Mitteln des kirchlichen Entwicklungsdienstes. 

  8. Wir sind Sammelstelle: Karlsruher Fuß- und Radentscheid

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    Eine Initiative für mehr Lebensqualität in der Stadt 

    Der öffentliche Raum ist Lebens- und Begegnungsstätte für alle Menschen. Wir alle halten uns gerne in der Stadt auf, wenn sie erlebbar, nutzbar und kinderfreundlich ist. Wir vom Quartier Zukunft unterstützen deshalb die Initiative „Fuß- und Radentscheid“ für einen attraktiven und sicheren Verkehr in Karlsruhe.

    Zu Fuß oder mit dem Fahrrad bewegen wir uns klimafreundlich durch die Stadt. Fuß- und Radwege belegen wenig Platz, stehen allen Menschen zur Verfügung, sind günstig, klimaneutral, feinstaubfrei, geruchsfrei, leise, gesundheitsfördernd, sie begünstigen die soziale Interaktion und fördern ein freundliches Stadtgefühl.

    Grüne Ampel für Fahrräder

    Der Karlsruher Fuß- und Radentscheid fordert einen schnelleren Ausbau des Fuß- und Radverkehrs und liefert Vorschläge, damit Karlsruhe zu einer lebenswerten Stadt ausgebaut werden kann. Denn die Fortbewegung zu Fuß und auf dem Fahrrad ist nach wie vor in großen Teilen der Stadt nicht angstfrei, konfliktfrei, komfortabel und auf direkten Wegen möglich. Auch angesichts der Klimakrise und akuter Platzprobleme ist eine ambitionierte, umfassende und zügig voranschreitende Förderung des Fuß- und Radverkehrs dringend geboten.

     

      Sammelstelle Quartier Zukunft

    • Adresse: Rintheimer Straße 46, 76131 Karlsruhe
    • Öffnungszeiten: Dienstag, Mittwoch, Donnerstag von 14.00 – 18.00 Uhr

     Du möchtest die Initiative unterstützen?

     Du kannst entweder persönlich bei uns vorbeikommen und die Unterschriftenliste     unterzeichnen. Oder du lädst die Unterschriftenliste (PDF) hier herunter, füllst sie aus und     gibst sie bei uns oder bei einer anderen Sammelstelle ab.

     

    Die Ziele der Initiative

    Fuß- und Fahrradverkehr sind die umwelt- und stadtfreundlichsten Fortbewegungsarten. Bisher sind Radfahren und Zufußgehen in Karlsruhe jedoch oft nicht komfortabel, für alle sicher und auf direkten Wegen möglich. Das städtische Programm für Aktive Mobilität fordert den weiteren Umbau Karlsruhes zur Stadt des Fuß- und Radverkehrs. Der Fuß- und Radentscheid schlägt konkrete Maßnahmen dafür vor:

    • Mehr Raum für den Fußverkehr
    • Mehr Raum für den Radverkehr
    • Mehr Querungsmöglichkeiten
    • Sichere Kreuzungen und Einmündungen
    • Direkt und zügig durch die Stadt
    • Transparenz

    Logo Fuss- und Radentscheid 2023

    Mehr Details zu den Maßnahmen kannst du hier nachlesen: www.fussradka.de/ziele 

    Zum Download der Unterschriftenliste (PDF)

  9. einBLICKE 04/23 | Neues Projekt #climatechallenge, Kinderkleidertausch, Girls’Day & mehr

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    Willkommen zu einer neuen Ausgabe von einBLICKE!

    Der Frühling erwacht und die Natur blüht. Auch bei uns in der Karlsruher Oststadt wird es bunt: von einem Pflanzentausch, über Feste, bis hin zu neuen Nachhaltigkeits-Projekten. Es warten viele spannende Aktionen auf euch, mit denen ihr den Frühling einleiten könnt!

     

    Tausch-Party: Kinderkleidung tauschen im Zukunftsraum

    Pullover, Shirts und Hosen suchen ein neues Zuhause. Am Samstag, 22. April 2023, stehen insbesondere Kleidungsstücke für Grundschulkinder, in den Größen 116 bis 158, im Fokus. Mehr Infos findet ihr auf unserer Website.

    Sei dabei: GirlsDay im Quartier Zukunft

    Am Donnerstag, 27. April 2023, laden wir Schülerinnen ab Klassenstufe 9 herzlich dazu ein, uns im Reallabor zu besuchen. Wir freuen uns darauf, den jungen Frauen praxisnahe Einblicke in unsere Forschungsarbeit zu geben und wir sind gespannt auf ihre Fragen.  Alle Infos zur Anmeldung gibt es hier.

    Unser Klassiker: Pflanzentausch im Zukunftsraum

    Komm zur Pflanzentauschbörse am Samstag, 6. Mai 2023, von 14-17 Uhr in unserem Zukunftsraum. Die Vielfalt der Natur in den eigenen Garten bringen und das auch anderen ermöglichen, sich austauschen und vernetzen – das ist das Ziel der Pflanzentauschbörse. Ableger, Setzlinge und Samen können hier verschenkt oder getauscht werden. Zusätzlich wird es einen kleinen Gartenflohmarkt geben. Alle wichtigen Informationen findet ihr auf unserer Website!

    Neues Projekt: Mit Hand und Fußzu mehr Klimaschutz

    Wir begrüßen ein neues Projekt in unserer Familie, die #climatechallenge. Das Team will bundesweit Menschen dabei unterstützen, sich an Veränderungen heranzuwagen und ihre Lebensweise klimafreundlicher zu gestalten. Dabei stehen zwei Veränderungs-Experimente, auch Challenges genannt, im Fokus. Mehr Infos gibt’s hier.

    Effektvoll: Tag der offenen Tür am KIT

    Unter dem Motto „Effektvoll am KIT“ findet am Samstag, 17. Juni 2023 am KIT Campus Nord der Tag der offenen Tür statt. Dort werden wir mit dem Karlsruher Transformationszentrum mit einem Stand vertreten sein. Wir geben euch  Einblicke in unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten. Zudem wird es die Möglichkeit geben, selbst kleine Experimente durchzuführen. Wir freuen uns darauf, wenn ihr vorbeischaut! Mehr Infos findet ihr hier.

    Neue Folge von Labor Zukunft

    Warum Reallabore Inklusiv sein müssen:

    Wie kann die Arbeit im Reallabor möglichst offen und inklusiv umgesetzt werden? Wie das funktionieren kann und welche Formate sich dafür eignen untersucht das Projekt „Dual mode Participation“, kurz DuPa, dass wir euch in der aktuellen Folge „Labor Zukunft“ vorstellen. Wie immer könnt ihr die Folge beim Campusradio Karlsruhe oder auf Spotify hören!

     

     

     Weitere Termine – Jetzt schon vormerken:

     ◦ 27. April 2023: Ausstellungseröffnung mit KARLA auf der Bundesgartenschau Mannheim

     ◦ 14. Mai 2023: Stand auf dem Karlsruher Oststadtfest

     ◦ 14.-17. Juni 2023: Das MobiLab auf dem Karlsruher Waldstadtfest

     ◦ 20.-23. Juli 2023: Stand auf „Das Fest Karlsruhe“

     

  10. „Die Stadt von morgen? Die haben wir heute schon!“

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    3 Fragen an RoofKIT. Ein Interview mit Katharina Knoop.

    Ob Urban Gardening, autofreiere Mobilität oder Architektur. In nahezu jedem Lebensbereich finden sich heutzutage Start-ups, Initiativen und Projekte, bei denen Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfähigkeit eine große Rolle spielen. In unserem Interview-Format sprechen wir mit Menschen, die sich in unserem Quartier in der Karlsruher Oststadt – und auch darüber hinaus – im Bereich der Nachhaltigkeit engagieren.

    Katharina Knoop kommt ursprünglich aus dem Norden Deutschlands. Schon während ihres Bachelorstudiums im Fachbereich Architektur hat sie sich beruflich, aber auch persönlich für das Thema Nachhaltigkeit interessiert. Ihr drängte sich die Frage auf, wieso wir in häufig keine ökologischen Baustoffe wie beispielsweise Styropor verwenden, während wir aus Klimaschutzgründen kein Polyester mehr tragen wollen. Für den Master zog es Katharina ans Karlsruher Institut für Technologie (KIT), denn die Fachbereiche „Nachhaltiges Bauen“ und „Architekturkommunikation“ wurden für sie zur Herzensangelegenheit. Zudem hat sie sich besseres Wetter im Süden Deutschlands erhofft. Über Informationsabende an der Architekturfakultät und Freunde ist sie daraufhin Teil des RoofKIT-Teams geworden.

     

    House Demonstration Unit RoofKIT
    Bildquelle: RoofKIT

    Hallo Katharina. RoofKIT befasst sich mit der innerstädtischen Energiewende. Erzähl uns doch mal etwas über das Projekt!

    RoofKIT ist der Beitrag des KIT zu einem internationalen Wettbewerb, dem Solar Decathlon Europe 21/22. So haben wir uns mit der Zukunft des Bauens und Wohnens beschäftigt und wie dies ressourcenschonend aussehen kann.

    Für den Wettbewerb haben wir die Aufstockung eines bestehenden Gebäudes zwei Jahre lang geplant. Daraufhin haben wir aus unserem Gesamtentwurf eine Wohneinheit für 1-2 Personen detaillierter ausgearbeitet und 1:1 umgesetzt. Wir sind der Überzeugung, dass ein riesiges, übersehenes Potenzial an Flächen zur Energiegewinnung und Nachverdichtung sich direkt über unseren Köpfen befindet: auf den Dächern der Stadt.

     

    Ihr habt mit RoofKIT ja einen großen Erfolg zu feiern, da ihr den ersten Platz im Wettbewerb belegt habt. Welche Aspekte haben euer Projekt bewegt?

    Wir konnten den Sieg gar nicht fassen – für uns ist das Projekt zur Herzensangelegenheit geworden, umso größer war die Freunde.

    RoofKIT Team
    Bildquelle: Zooey Braun

    Der Schwerpunkt unseres Projektes war die Kreislauffähigkeit. In unserem Gebäude wurde kein Kleber, kein Silikon oder ähnliches verwendet, sodass alle verwendeten Materialien wiederverwendet werden können. Das gesamte Gebäude kann auseinandergeschraubt werden und die einzelnen Materialen können für neue Projekte genutzt werden. Wir haben uns auch an der Ressource Stadt bedient und beispielsweise Altholz verwendet für unsere Fassade oder Teile unseres Bodens.

    Mit unserem Projekt wollen wir Impulse und Lösungen für nachhaltiges Bauen zeigen, die bereits heute umsetzbar sind. Unsere Wohneinheit ist schon in Karlsruhe, auf dem KIT-Campus Süd am Querweg zwischen Schloss und Fasanengarten. Bald kann die Wohneinheit auch besichtigt werden.

     

    Gesamtentwurf RoofKIT simuliert
    Bildquelle: RoofKIT

    Was ist deine Zukunftsvision der Stadt?

    RoofKIT soll mehr als der Gewinn eines Wettbewerbs sein. Es ist Impulsgeber für eine mögliche Zukunft des Bauens. Denn die Stadt der Zukunft haben wir schon, sie ist der Bestand. Das Rad muss nicht neu erfunden werden, die Stadt muss nur auf neue und nachhaltige Bedürfnisse angepasst werden.

    Es braucht da einfach ein Umdenken. Nur wenn wir alle ein bisschen mehr unsere Um- und Mitwelt im Fokus haben, können wir auch eine Welt schaffen, in der wir in Zukunft gerne wohnen möchten.

     

    Vielen Dank für das Gespräch, Katharina! Wir wünschen dir und RoofKIT weiterhin alles Gute!

    Du kannst es nicht mehr abwarten, die Einheit zu besichtigen? Dann schau dir hier das Video des Aufbaus in Karlsruhe an! Mehr Infos zum Projekt findest du auf der RoofKIT-Website.

  11. „Um die Gesellschaft zu verändern, muss man den Ehrgeiz der Menschen wecken“

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    3 Fragen an Wattbewerb. Ein Interview mit Rainer Romer.

    Portrait von Rainer Romer
    Rainer Romer (Quelle: privat)

    Ob Urban Gardening, autofreiere Mobilität oder Architektur. In nahezu jedem Lebensbereich finden sich heutzutage Start-ups, Initiativen und Projekte, bei denen Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfähigkeit eine große Rolle spielen. In unserem Interview-Format sprechen wir mit Menschen, die sich in unserem Quartier in der Karlsruher Oststadt – und auch darüber hinaus – im Bereich der Nachhaltigkeit engagieren.

    Wattbewerb fordert Städte und Gemeinden dazu heraus, den Ausbau ihrer Photovoltaik-Anlagen voranzutreiben. Die erste Großstadt, die ihre installierte PV-Leistung je Einwohner:in verdoppeln kann, gewinnt den Wettbewerb. Die Idee dazu stammt von Rainer Romer, der als Elektroingenieur, Imker und Aktivist seinen Beruf und seine Leidenschaft gleichermaßen in das Projekt einfließen lässt.

    Hallo Rainer! Du hast Wattbewerb Anfang 2021 ins Leben gerufen. Wie kam es dazu?

    Die Idee entstand im Rahmen der Gruppe Fossil Free Karlsruhe, wo ich seit längerem aktiv bin.
    Ich wollte etwas starten, bei dem alle Menschen mitmachen können. Der Gedanke hinter dem Wettbewerb basiert auf einer Spielidee: Wir Menschen lassen uns nicht bloß mit trockenen Fakten überzeugen, wir wollen Geschichten, die uns bewegen. Wir sind neugierig, verspielt und ehrgeizig. Manchmal wollen wir auch einfach besser in etwas sein als andere. Wattbewerb weckt diesen Ehrgeiz und schafft so eine neue Motivation, die Energiewende voran zu bringen. Wir greifen sozusagen an den emotionalen Flanken unseres Denkens an, um den Ehrgeiz auf die richtigen Aktionen zu lenken.

    Mittlerweile sind wir ein großes Team, das sich gemeinsam immer neue Challenges für Gemeinden und Kommunen ausdenkt. Alle bei uns haben wunderbare Stärken, die sie bei der Wattbewerb-Organisation einbringen. Wir haben zudem auch Unterstützung aus der Industrie, die uns beispielsweise Solarmodule zur Verfügung stellen, die wir dann wiederum als Preise für einzelne Wettbewerbe vergeben können.

    Gruppenfoto vom Wattbewerb-Team
    Das Wattbewerb-Team (Quelle: Rainer Romer)

    Warum siehst du gerade in Photovoltaik ein Energiemodell für die Zukunft?

    Weil dabei jede und jeder mitmachen kann. Nicht jeder Haushalt kann eine Windkraftanlage installieren, dafür sind die Voraussetzungen gar nicht gegeben. Aber Solarenergie ist umsetzbar. Wer ein Eigenheim besitzt, kann sich informieren, Förderungen beantragen und Photovoltaik-Anlagen aufs Dach bauen. Wer zur Miete wohnt kann mit der Vermieterin oder dem Vermieter in den Austausch gehen und sich gemeinsam um Solarmodule auf dem Mehrfamilienhaus kümmern.

    Solarenergie auf dem heimischen Balkon produzieren
    Auch wer zur Miete wohnt, kann zum Ausbau der Solarenergie beitragen – gemeinschaftlich oder mit einem eigenen Balkon-Modul.

    Und natürlich kann jede und jeder von uns den Ausbau von nachhaltiger Energie immer wieder thematisieren. Es ist auch eins der Hauptziele von Wattbewerb, das Thema Energiewende in die Wahrnehmung der Gesellschaft zu rücken und fest in der Öffentlichkeit zu verankern. Die Menschen müssen auf dem Schirm haben, wie sie dazu beitragen können und die Politik muss auf dem Schirm haben, was sich ändern muss.

    Vor welchen Herausforderungen steht Wattbewerb – und der gesamte Ausbau der Solarenergie – aktuell?

    Zunächst ist natürlich auch für uns der Fachkräftemangel ein großes Thema, in doppelter Hinsicht. Zum einen gibt es einen Mangel an Installateur:innen. Zum anderen fehlt in den Bereichen, wo das Personal da wäre, oft noch die Bereitschaft zur Umsetzung.

    Zweitens haben wir den Anspruch, die Energiewende dezentral voranzutreiben. Das bedeutet, wir müssen uns über viele Netzwerke hinweg austauschen und den Wettbewerb deutschlandweit koordinieren. Das fordert enorm viel Austausch im Team und mit externen Partnern, was ein oft unterschätzter Punkt ist.

    Und drittens muss sich auch im gesamten Umgang mit der Energiegewinnung noch viel ändern. Wir gewinnen schon jetzt sehr viel Strom, der nicht genutzt wird, weil er nicht gespeichert werden kann. Deshalb wünsche ich mir für die Zukunft, dass Akkus ein fester Bestandteil des erneuerbaren Energiesystems werden. Nur so können wir die Stromversorgung stabil halten und die Möglichkeiten, die wir haben, effektiv nutzen.

    Vielen Dank für das Gespräch, Rainer! Wir wünschen dir und Wattbewerb weiterhin viel Erfolg!

    Du hast Lust bekommen, selbst aktiv bei der Energiewende mitzuwirken oder willst deine Stadt bei Wattbewerb registrieren? Mehr Infos gibt es unter https://wattbewerb.de/

    und https://fossilfreeka.de/

    Auch das Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT) erprobt Möglichkeiten, wie Bürgerinnen und Bürger den Ausbau der Solarenergie aktiv mitgestalten können. Das Projekt „Dein BalkonNetz“ will mit kleinen, kompakten Photovoltaikanlagen, die einfach auf dem Balkon oder auf der Terrasse zu installieren sind, die Energiewende vorantreiben. Mehr über diese Balkonmodule erfährst du unter https://www.dialog-energie.de/formate/realexperimente/dein-balkonnetz/

  12. „Das Leben im Tiny House ist befreiend – und sinnvoll für die Zukunft.“

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    3 Fragen an „Tiny Houses für Karlsruhe e.V.“ – ein Interview mit Larissa Pferdmenges

    Ob Urban Gardening, autofreiere Mobilität oder Architektur. In nahezu jedem Lebensbereich finden sich heutzutage Start-ups, Initiativen und Projekte, bei denen Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfähigkeit eine große Rolle spielen. In unserem Interview-Format sprechen wir mit Menschen, die sich in unserem Quartier in der Karlsruher Oststadt – und auch darüber hinaus – im Bereich der Nachhaltigkeit engagieren.

    Larissa Pferdmenges
    Larissa Pferdmenges
    (Quelle: Tiny Houses für Karlsruhe e.V.)

    Wohnen auf kleinem Raum in Form von Tiny Houses ist in den USA und Australien längst im Trend. Auch in Deutschland findet das Konzept immer mehr Anklang – der Verein „Tiny Houses für Karlsruhe e.V.“ hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, über die Idee dahinter aufzuklären und interessierte Menschen zusammen zu bringen. Mehr über diese Arbeit, und was Tiny Houses mit Nachhaltigkeit zu tun haben, erzählt die 2. Vorsitzende des Vereins Larissa Pferdmenges.

    Hallo Larissa! Du wohnst selbst seit mehr als einem Jahr in einem Tiny House. Was genau steckt hinter diesem Wohnkonzept?

    Die Tiny-House-Bewegung ist in Deutschland recht jung, sodass es bei uns noch gar keine genauen Richtlinien darüber gibt, was ein Tiny House ausmacht. Allgemein kann man sagen: ein Tiny House ist eine Kleinwohnform, bei der die Wohnfläche 50m2 nicht überschreitet. Es gibt auch mobile Tiny Houses mit Straßenzulassung, bei denen sind die maximalen Ausmaße und das Gewicht genauer festgelegt. Was aber fast alle Tiny Houses gemeinsam haben, ist eine möglichst ökologische Bauweise, zum Beispiel durch die Verwendung von nachhaltigen Baumaterialien. Fest definiert ist das jedoch nicht.

    Für mich fühlt sich das Leben im Tiny House mittlerweile völlig normal an. Als mein Mann und ich damals eingezogen sind, war es vor allem ein befreiendes Gefühl. Das minimalistische Wohnen vereinfacht den Alltag in vielerlei Hinsicht. Natürlich bringt es auch einige Herausforderungen mit sich, aber für mich ist es gerade der Gedanke des Minimalismus dahinter, der mir hilft, mich mit wenig Besitz zu arrangieren. Ich glaube, man muss einfach dafür gemacht sein.

    Tiny House von außen
    Tiny House von außen (Quelle: Larissa Pferdmenges)

    Du bist seit zwei Jahren im Vorstand des Vereins „Tiny Houses für Karlsruhe e.V.“ Welche Ziele verfolgt ihr im Verein?

    Unser oberstes Ziel ist es, die Idee der Tiny Houses als Wohnform in die Welt hinauszutragen. Wir wollen informieren, beraten und die Wohnform in der breiten Öffentlichkeit bekannt machen. Ursprünglich wurde der Verein im Zuge eines konkreten Stellplatzprojektes gegründet, bei dem geeignete Orte für Tiny Houses gefunden werden sollten. Inzwischen ist die Akquise von Stellplätzen längst nicht mehr unsere Haupttätigkeit. Vielmehr geht es darum, in den Austausch zu gehen, unser Konzept bei Veranstaltungen oder in den Medien zu präsentieren und zum Beispiel auch Vorträge zu halten. Wir treffen uns regelmäßig und veranstalten auch einen öffentlichen Online-Stammtisch, bei dem sich interessierte Personen über das Thema informieren können. Aktuell planen wir ein eigenes Tiny House als Vereinsheim – darin können unsere Mitglieder dann zum Beispiel auf Probe wohnen, wenn sie das Konzept für sich ausprobieren wollen. Wir möchten auch beispielsweise Gemeinden unterstützen, die Tiny Houses in ihrem Ort aufbauen wollen.

    Denkst du, minimalistisches Wohnen kann ein Modell für die Zukunft sein?

    Das muss es sogar! Wir können langfristig mit unserem Konsum nicht so weitermachen wie bisher. Wir müssen als Gesellschaft wieder lernen, auf Langlebigkeit zu achten und Nicht-Benötigtes in den Wertschöpfungskreislauf zurückführen. Minimalismus kann dafür ein guter Ansatz sein. Außerdem verbraucht man im Tiny House weniger CO2, versiegelt keine Flächen und natürlich spielt auch die nachhaltige Bauweise eine große Rolle.

    Darüber hinaus gefällt mir persönlich der Aspekt des gemeinschaftlichen Wohnens. Statt in einem anonymen Vorort leben wir in einer Gemeinschaft – wir unterstützen uns, tauschen uns aus und teilen miteinander. Zum Beispiel braucht nicht jede Familie einen eigenen Rasenmäher, weil wir uns gegenseitig Dinge ausleihen.

    Ich hoffe einfach, dass Tiny Houses in Zukunft eine anerkannte Wohnform sein werden, die als völlig normale Ergänzung zu anderen Lebensmodellen betrachtet wird.

    Tiny House von Innen
    Tiny House von innen (Quelle: Larissa Pferdmenges)

    Vielen Dank für das Gespräch, Larissa! Wir wünschen dir und Tiny Houses für Karlsruhe e.V. weiterhin viel Erfolg!

    Mehr Informationen zum Verein gibt es unter Tiny Houses für Karlsruhe e.V. (tiny-houses-karlsruhe.de)

    Übrigens, Tiny Houses sind nicht nur als Wohnraum nutzbar. Sie können beispielsweise auch als mobiles Labor genutzt werden, wie das „MobiLab“ zeigt. Das MobiLab ist ein Ort für den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, also ein flexibles Partizipationsbüro auf Rädern.

    Weitere Informationen zum MobiLab gibt es auch in einer Podcastfolge von Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel.

  13. All I want for Christmas is a little environmental & self awareness!

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    Tipps für nachhaltige und achtsame Feiertage

    Nach einem sonnigen und milden Herbst konnten Zeitumstellung und Schmuddelwetter die Stimmung ganz schön ins Wanken bringen. Meine Mission: eine gemütliche und besinnliche Vorweihnachtszeit erleben – und das möglichst nachhaltig für die Umwelt und für mich. In diesem Blog-Artikel möchte ich die schönsten und einfachsten Wege zu einer Adventszeit vorstellen, die auf die Mit- und Umwelt achten!

    von Sophie Oleynik

    Sophie Oleynik

    Hallo, ich bin Sophie und ich interessiere mich schon längere Zeit dafür, wie man seinen Alltag nachhaltiger und achtsamer gestalten kann. Bei meinem Job als studentische Hilfskraft beim Quartier Zukunft habe ich nun auch die Möglichkeit, andere zum Ausprobieren zu motivieren.

    Für mich sind Weihnachtsmarktbesuche der Inbegriff von Weihnachtsstimmung. Auf dem Karlsruher Weihnachtsmarkt gibt es immer mehr vegetarische und vegane Alternativen, welche einen bewussten Genuss ermöglichen. In manchen Städten, wie Heidelberg oder Stuttgart, gibt es mittlerweile sogar rein vegane Weihnachtsmärkte. Die Karlsruher Weihnachtsmärkte eignen sich auch super für einen winterlichen Spaziergang, mich hat dabei besonders das Kinderland St. Stephan überrascht. Dort kann man den Weihnachtszauber wieder mit Kinderaugen erleben.

    Zum Aufwärmen in der kalten Jahreszeit ist Glühwein ein absoluter Klassiker. Jedoch ist konventioneller Glühwein meist nicht nur nicht besonders nachhaltig, sondern häufig wird qualitativ minderwertiger Wein verwertet. Es lohnt sich also auf Bio-Siegel zu achten oder Glühwein selbst mit mit einem Rotwein seiner Wahl und Gewürzen anzusetzen. Anstatt den fertigen Glühwein dann auf dem Herd stehenzulassen, lohnt es sich, ihn in eine Thermoskanne umzufüllen, um auch noch ein wenig Energie zu sparen.

    Ein gemütlicher Adventssonntag eignet sich besonders dazu, gemeinsam bei einem Heißgetränk die weihnachtliche Deko aufzustellen. Du besitzt keine, aber wünschst dir auch eine Portion Besinnlichkeit für die eigenen vier Wände? Dann schau doch mal in den Kleinanzeigen, auf Flohmärkten oder bei deiner Familie im Keller. Dort gibt es häufig günstige und schöne Artikel  zu erstehen, die von anderen nicht mehr gebraucht werden – und dabei kannst du sogar bares Geld sparen! Ansonsten kannst du auch mit Freund:innen ein paar Deko-Gegenstände tauschen. Ich finde ein bisschen Abwechslung macht manchmal schon einen großen Unterschied in der Gesamtwirkung.

    Für viele gehört ein Weihnachtsbaum einfach dazu. Ein paar dekorierte Zweige können aber auch ganz schön was hermachen! Auch hier kann der jährlich selbe Schmuck schnell mal öde werden. Mein Tipp: Gestaltet doch mit euren Liebsten ein paar eigene Anhänger aus buntem Papier oder Altpapier, das ihr schön bemalt und schreibt euch selbst oder gegenseitig Wünsche für das neue Jahr auf! Das macht bei jedem Gang, an eurem Bäumchen vorbei, ganz besonders gute Laune und im Jahr darauf könnt ihr gemeinsam schauen, ob sie in Erfüllung gegangen sind. Und eine so persönliche Deko wird auch nicht so schnell langweilig!

    Die Weihnachtsfeiertage hingegen sind häufig alles andere als eintönig. Ich wünsche mir immer möglichst stressfreie Feiertage – in der Realität hetze ich von einem zum nächsten Familienbesuch, kümmere mich noch last minute um die Weihnachtsgeschenke oder es gibt vor lauter Anspannung sogar Streit. Dass das alles nicht gut für unsere Psyche ist, brauche ich niemandem erklären. Deshalb mein Vorsatz für dieses Jahr: Ich schenke mir selbst und anderen kostbare Zeit, vor und während den Feiertagen. Dies ist wahrhaftig das wertvollste Geschenk, dass wir machen können. Es ist vollkommen in Ordnung, sich selbst zwischendurch auch mal ein paar Stunden zu gönnen, um zum Beispiel ein Buch zu lesen, eine Runde spazieren zu gehen oder andere Achtsamkeitspraktiken auszuüben. Denn anderen etwas zu geben tut besonders gut, wenn man selbst etwas übrig hat.

    Habt ihr weitere Anregungen oder Ideen, wie ihr eure Feiertage nachhaltig und achtsam verbringen möchtet? Ich freue mich über einen Austausch in den Kommentaren!

    Das Quartier Zukunft Team wünscht euch

    eine achtsame und stimmungsvolle Adventszeit!

  14. einBLICKE 12/2022

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    Selbstexperimente-Leitfaden, ein Jahr „Dein BalkonNetz“, neue Plattform für Reallabore & mehr

    Willkommen zu einer neuen Ausgabe von einBLICKE!

    Das Jahresende rückt näher und es gibt mal wieder einige Neuigkeiten aus unserem Reallabor zu berichten. Wir freuen uns, euch über die Geschehnisse der letzten Zeit und unsere Pläne auf dem Laufenden zu halten. Natürlich stellen wir euch auch die nächsten Veranstaltungen vor.

    Viel Spaß beim Lesen!


     

    Kompost-Bike schafft blühende Landschaften: 3 Fragen an…

    In unserem Interviewformat stellen wir drei Fragen an Urbane Gärten Karlsruhe. Dieses Sozialunternehmen will den Nahrungsmittelanbau in der Stadt fördern. Wozu sie dabei ein Fahrrad benötigen und was unser Biomüll damit zu tun hat? Lest das ganze Interview in unserem Blogartikel.

    Neue Plattform für Reallabore

    Im Rahmen des Projektes „Dual Mode Participation“ ist ein neuer Blog für den Austausch über Methoden und Partizipartionsformate der Reallaborforschung an den Start gegangen. Das sogenannte „Möglichkeitsfenster“ findest du hier.

    MobiLab auf dem Karlsruher Kronenplatz

    Im Rahmen der „Tage der Demokratie“ waren wir mit unserem mobilen Partizipationslabor (MobiLab) mit dabei. Infos, Mitmach-Aktionen und eine Bürger:innen-Befragung zur Nachhaltigkeit orientierten sich an der Leitfrage „Wie kann eine nachhaltige Transformation unserer Städte aussehen?“. Hier geht es zu weiteren Informationen zur Aktion und zum MobiLab.

    "Klimaschutz gemeinsam wagen!" Projekt-Logo

    Abschlussveranstaltung von „Klimaschutz gemeinsam wagen!“

    Am 26. September konnten die Ergebnisse und die Erfolge des Projektes mit euch gemeinsam reflektiert und gefeiert werden. Auch, wenn für uns das Projekt  nach tollen vier Jahren nun zu Ende ist, wollen wir nicht damit aufhören, Klimaschutz in den Alltag zu bringen! Die vielfältigen Aktionen und Perspektiven von „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ findest du hier.

    Ein Jahr Balkon-PV im Einsatz!

    Im Projekt „Dein BalkonNetz“ wollen wir den Möglichkeiten und Auswirkungen von PV Balkonmodulen im Alltag auf den Grund gehen. 22 Haushalte haben die Module im vergangenen Jahr getestet. Ende September kam die Gruppe zu einem Abschlusstreffen im Zukunftsraum zusammen. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht und Zukunftspläne geschmiedet. Mehr Informationen zum BalkonNetz gibt es hier.

    Nachhaltige Stadt: 3 Fragen an Rudolf Fünf

    In unserem Interview-Format sprechen wir mit Patrick Häussermann von „Rudolf Fünf“. Das Projekt in der Karlsruher Oststadt will zeigen, dass es durchaus möglich ist, nachhaltige und soziale Konzepte zu implementieren.

    Ausstellung: Reallabor-Exponat in der TRIANGEL

    Unser Reallabor-Exponat „Wie gestalten wir eine lebenswerte Zukunft?“ hat im TRIANGEL Open Space in Karlsruhe nun die nächste Station erreicht. Zuvor war es mit der MS Wissenschaft in ganz Deutschland unterwegs.

    Schau doch mal vorbei und wenn du Lust hast, kannst du dir ein eigenes Selbstexperiment gestalten.

    Weitere Infos zur TRIANGEL findest du hier.

    Poster zu Selbstexperimenten bei „Klima_X“-Ausstellung

    Noch bis zum 28. August 2023 zeigt das Museum für Kommunikation Frankfurt ein Selbstexperimente-Poster vom Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel (KAT). Besucher*innen können dort ihr eigenes Selbstexperiment erstellen und auf einer Postkarte festhalten. Weitere Infos zur Ausstellung findest du hier.

    Selbstexperimente-Leitfaden ist erschienen

    Das KAT-Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ hat einen Leitfaden für Selbstexperimente entwickelt. Er fasst zum einen die Erkenntnisse aus dem Projekt zusammen, er gibt zudem auch Inspiration für andere Organisationen, Institutionen und Akteur:innen, die das Konzept der Selbstexperimente aufgegriffen möchten.

    In unserem Blogartikel findest du weitere Hintergrundinfos sowie den Download-Link.

    3. FutureBowl von KARLA – jetzt schon vormerken

    Anfang 2023 ist es wieder so weit. Die nächste FutureBowl wird sich u. a. den Themen DGE- und Bio-Zertifizierung widmen.

    Ob große Betriebskantine oder kleiner Hort – wer sein Essensangebot klimafreundlicher gestalten will, sollte sich die Vernetzungsveranstaltung nicht entgehen lassen. Mehr Infos gibt es bald hier.

    Infomaterial zu klimafreundlicher Ernährung

    Damit Kantinen-Gäste über den CO₂-Fußabdruck der Lebensmittel einen besseren Überblick erhalten, hat KARLA verschiedene Infomaterialien entwickelt. Ein Poster zum Aufhängen sowie diverse Tisch-Aufsteller stehen  zur freien Verfügung.

    Die Aktion ist Teil des KARLA-Experiments „Klimafreundliche Kantinen“.

    Mehr Infos und alle Materialien zum kostenlosen Download gibt es hier.

    Wir gehen in die Winterpause

    Die Adventszeit und der Jahreswechsel stehen vor der Tür. Wie jedes Jahr bedeutet das für uns: Winterpause! Vom 19. Dezember 2022 bis einschließlich 6.  Januar 2023 bleibt unser Zukunftsraum geschlossen. Ab dem 10. Januar 2023 haben wir wieder wie gewohnt für Euch geöffnet.

    Die Öffnungszeiten in 2023: Dienstag, Mittwoch und Donnerstag jeweils von 14 bis 18 Uhr.

    Neue Folgen von Labor Zukunft

    MobiLab – ein Tiny House auf Tour für euch:

    Was steckt hinter der Idee es MobiLabs? Welche Chancen, aber auch Herausforderungen für mehr Nachhaltigkeit bieten Tiny Houses generell? Neugierig geworden? Diese und weitere Fragen werden in der aktuellen Folge von unter anderem dem Architekt selbst beantwortet! 🙂 

    Zeit für Wandel? – Fairer Wandel!:

    In der letzten Folge von Labor Zukunft wollen wir ein weiteres Mal unseren Konsum hinterfragen und über fairen Handel sprechen. Wir machen uns Gedanken: Wer stellt die Produkte, die wir täglich nutzen eigentlich her – und unter welchen Bedingungen? Labor Zukunft zeigt, was ihr zu Gerechtigkeit, Respekt und Entwicklungsmöglichkeiten beitragen könnt.

    KARLA stellt sich vor:

    Wie kann nachhaltiger Klimaschutz in der Stadt gefördert werden und was passiert schon in Karlsruhe? In dieser Folge stellen wir euch das Projekt vor und wollen herausfinden, wie das Projekt zu einer dauerhaften Veränderung in der Stadt beiträgt.

    Viel Spaß beim Reinhören!

  15. „Wir nennen es Abfall, aber Müll ist eine wertvolle Ressource!“

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    3 Fragen an Urbane Gärten Karlsruhe. Ein Interview mit Carmen Donet García.

    Ob Urban Gardening, autofreiere Mobilität oder Architektur. In nahezu jedem Lebensbereich finden sich heutzutage Start-ups, Initiativen und Projekte, bei denen Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfähigkeit eine große Rolle spielen. In unserem Interview-Format sprechen wir mit Menschen, die sich in unserem Quartier in der Karlsruher Oststadt – und auch darüber hinaus – im Bereich der Nachhaltigkeit engagieren.

    Carmen Donet García hat lange als Künstlerin und Medienpädagogin gearbeitet. Heute ist sie zusammen mit Lena Widmann Geschäftsführerin von „Urbane Gärten Karlsruhe“. Dieses Sozialunternehmen will den Nahrungsmittelanbau in der Stadt fördern. Unter anderem gestalten sie dafür Stadtgärten und Hausgärten, um in der Stadt schöne und „leckere“ Orte zu schaffen. Ihr Projekt „Kompost-Bike“ soll künftig dabei helfen, Bioabfall aus der Gastronomie emissionsarm zu Kompost zu verwerten.

    Carmen Donet García und ihre Partnerin Lena Widmann

    Carmen Donet García (links) und ihre Partnerin Lena Widmann. Quelle: Urbane Gärten

    „Hallo Carmen. Kompost-Bike beschäftigt sich mit der CO2-neutralen Abfallverwertung in Karlsruhe. Vereinfacht gesagt ist die Idee, Biomüll wird zu Kompost und schafft nach einiger Zeit blühende Landschaften. Wie kam die Idee zustande?“

    „Sehr viele Menschen leben in der Stadt auf engem Raum zusammen. Und das produziert viel Abfall. Anstatt den Abfall kilometerweit zu transportieren, wollen wir die organischen Stoffe lieber direkt vor Ort verwerten und so CO2 einsparen.

    Auf der Suche nach Umsetzungsmöglichkeiten sind Lena und ich vor rund 2 Jahren auf Initiativen in Frankreich und den USA gestoßen. Biomüll wird dort per Fahrrad eingesammelt und wiederverwertet. Daran wollten wir uns ein Vorbild nehmen und das Projekt Kompost-Bike war geboren. Aktuell läuft noch eine Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung.

    Unser Ziel ist es, organische Abfälle aus der Gastronomie oder Privathaushalten einzusammeln und sie in Komposterde zu verwandeln. In Kooperation mit der Karlshochschule haben wir bereits eine erste Route entworfen, die wir in Zukunft einmal die Woche abfahren möchten.“

    Kompost-Bike

    Quelle: Urbane Gärten

    „Eine Crowdfunding-Kampagne für das Kompost-Bike ist momentan im Gange. Welche Aspekte bewegen euer Projekt?“

    „Für mich ist die Sichtweise des positiven Problems besonders spannend. Wir nennen es zwar Abfall oder Biomüll, aber in Wirklichkeit ist es eine ganz wertvolle Ressource, mit der wir die Stadt begrünen können. Diesen Gedanken wollen wir auch an die Karlsruher Bürgerinnen und Bürger weitergeben.

    Mit unserem Projekt wollen wir einen niederschwelligen Einstieg bieten, sich aktiv für Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen einzusetzen. Mit der einfachen und praktischen Möglichkeit, seinen Müll an uns abzugeben, kann bereits eine Menge CO2 eingespart werden. Wenn sich die Menschen daraufhin noch mehr mit dem Nahrungsmittelanbau beschäftigen, wäre das toll.“

    „Was wäre, wenn die Finanzierung des Kompost-Bike morgen abgeschlossen wäre? Was erwartest du für die Zukunft?“

    „Aktuell haben wir vier Partnerbetriebe in der Karlsruher Innenstadt, die uns mit ihren organischen Abfällen unterstützen. Mit dem Kompost-Bike ließe sich das Netzwerk natürlich weiter ausbauen und wir könnten bis zu einer Tonne pro Woche einsammeln. Wenn sich das Kompost-Bike weiterentwickelt, könnte es vielleicht auch bald eine ganze Flotte aus Fahrrädern geben.

    Am wichtigsten aber ist für mich, Menschen dazu zu inspirieren, Gärten in der Stadt anzulegen und über Nachhaltigkeit und Lebensmittelkreisläufe nachzudenken. Wenn wir diese Bewegung auslösen können, wäre das wunderschön.“

    Vielen Dank für das Gespräch, Carmen! Wir wünschen dir und Kompost-Bike weiterhin viel Erfolg!

    Logo des Projektes Kompost Bike

    Quelle: Urbane Gärten

     

    Weiterführende Infos

  16. Studentische Hilfskraft im Bereich „Podcasting“ gesucht (w/m/d)

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    Seit 2020 produzieren wir in Kooperation mit dem Campusradio Karlsruhe den Podcast
    Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel, der Einblicke in unsere Nachhaltigkeitsforschung und -Arbeit gibt.

    Zur Unterstützung bei der Erstellung der Podcasts und seiner Bewerbung suchen wir ab sofort eine studentische Hilfskraft für 30-40 Stunden/Monat.

     

    Aufgabenschwerpunkte:

    • Unterstützung bei der Konzeptentwicklung der einzelnen Folgen
    • Aufbereiten der Sachverhalte auf ein allgemeinverständliches Niveau
    • Teilnahme an Redaktionssitzungen
    • Eigenständige Durchführen von Interviews und ggf. Moderation
    • Audioschnitt, Nachbearbeitung
    • Unterstützung bei der Bewerbung und Öffentlichkeitsarbeit rund um den Podcast z.B. Verfassen von Webtexten für Social Media

     

    Allgemeine Anforderungen:

    • Interesse an Nachhaltigkeitsthemen und dem Medium Podcast
    • (Erste) Erfahrungen im Bereich Podcasting/Audiobearbeitung
    • Sehr gute, gezielte Recherchefähigkeiten
    • Zuverlässige, strukturierte und eigenständige Arbeitsweise
    • Organisatorisches Geschick und Teamfähigkeit

     

    Wünschenswert sind:

    • (Erste) Erfahrung mit dem Schnittprogramm Audacity oder vergleichbaren Programmen
    • (Erste) Erfahrung mit Öffentlichkeitsarbeit
    • Stilsicheres Verfassen von Texten
    • Selbstinitiative und keine „Scheu vor Mikrophonen“
    • Einschlägiger Bachelor-Abschluss oder Vordiplom (z.B. Wissenschaftskommunikation oder Vergleichbares)
    • Sicherheit im Umgang mit Social Media (Instagram, Facebook, Twitter)

     

    Wir bieten eine frische Arbeitsatmosphäre im Team, einen kreativen, selbstständigen Gestaltungsraum und die Mitarbeit in der inter- und transdisziplinären Projektarbeit.

    Arbeitsorte sind das ITAS in der Karlstraße 11, 76133 Karlsruhe sowie der „Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft“ in der Rintheimer Str. 46, 76131 Karlsruhe. Je nach Corona-Situation ist auch Homeoffice möglich.

    Die Tätigkeit wird nach dem üblichen Stundensatz für studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskräfte vergütet. Eine längerfristige Tätigkeit ist erwünscht.

    Sollten wir Dein Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf Deine Kurzbewerbung (Anschreiben und Lebenslauf). Bitte sende diese elektronisch bis Sonntag, 05.02.2023 an helena.trenks@kit.edu.

    Du willst mehr über uns wissen? Hier findest du Infos über das Projekt: www.quartierzukunft.de und den Podcast.

  17. „Wir wollen der Stadt Raum bieten“

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    3 Fragen an Rudolf Fünf. Ein Interview mit Patrick Häussermann.

    Ob Urban Gardening, autofreiere Mobilität oder Architektur. In nahezu jedem Lebensbereich finden sich heutzutage Start-ups, Initiativen und Projekte, bei denen Nachhaltigkeit, nachhaltige Entwicklung und Zukunftsfähigkeit eine große Rolle spielen. In unserem Interview-Format sprechen wir mit Menschen, die sich in unserem Quartier in der Karlsruher Oststadt – und auch darüber hinaus – im Bereich der Nachhaltigkeit engagieren. 

    Patrick Häussermann kommt ursprünglich aus Backnang bei Stuttgart und studierte Architektur in Karlsruhe. Er ist einer der Köpfe hinter dem Experimentierfeld „Rudolf Fünf“ in der Oststadt. Das Projekt des „Future Action Collective“ will zeigen, dass es durchaus möglich ist, nachhaltige und soziale Konzepte zu implementieren. Gleichzeitig entsteht damit ein öffentlicher Ort mit Gemeinschaftsräumen, Co-Working Plätzen und Eventmöglichkeiten. 

    Quelle: Rudolf Fünf

    „Hallo Patrick. Rudolf Fünf versteht sich als Ort des kreativen Prozesses, der kulturellen Produktion und Reflexion sowie des sozialen Miteinanders. Kannst du uns mehr zum Projekt und zur Entstehungsgeschichte erzählen?“

    „Der offizielle Startschuss erfolgte 2018. Doch schon seit meines Architektur-Studiums bin für das Thema „nachhaltiges Bauen“ sensibilisiert. Aus vielen Diskussionen, Gesprächen und Experimenten entstand damals das Bedürfnis, etwas zu tun. Die ersten nachhaltigen Ideen von meinen Freunden und mir flossen in die Gebäudeentwürfe unserer Studienzeit ein.

    Nach der Uni arbeitete ich dann zunächst im Büro und lernte dort einiges über die Entwicklung, Planung und Genehmigung von Projekten. Schnell wurde mir klar, dass man sich hier sehr stark in der Rolle eines Dienstleisters wiederfand. Auf die Wünsche der Investor:innen musste geachtet werden, auch wenn man selbst anders vorgehen wollte. Anstatt primär wirtschaftlich zu denken und zu bauen, wollte ich andere Maßstäbe setzen, gerade in Bezug auf Nachhaltigkeit und soziale Interessen. So startete ich das Projekt „Rudolf Fünf“ mit einigen Freunden.

    Quelle: Rudolf Fünf

    Wir machten uns auf die Suche nach Räumlichkeiten. Ein Hinterhof in der Karlsruher Oststadt schien uns der passende Ort für Austausch, Kreativität und Veranstaltungen zu sein. Anschließend haben wir gemeinsam ein Konzept entwickelt.“

    „Ressourcenschonende Lösungen sowie nachhaltige Sharing-Konzepte sind euch wichtig. Was bewegt dich und das Projekt?“

    „Ökologische Nachhaltigkeit ist für mich besonders wichtig. Allerdings denke ich, dass diese nicht ohne eine Art von sozialer Nachhaltigkeit erfolgreich bestehen kann. Deswegen versucht das Projekt beides zu vereinen. Viele unterschiedliche Menschen, Kenntnisse und Talente treffen im Rudolf Fünf mit eigenen Ideen aufeinander. Meiner Meinung nach ist diese Mischung einfach und schön.

    Unser Baukonzept soll diesen Austausch festigen. Nachhaltigkeit ist hierbei überall ein Leitgedanke.

    Quelle: © malo architektur

    Alle Räume sollen so ressourcenschonend wie möglich gestaltet werden – und das auch in Zukunft.“ Ausführlichere Informationen zu den Ansätzen und Konzepten des Umbaus findest du hier.

    „Was willst du mit dem Rudolf Fünf noch erreichen?“

    „Mit dem jetzigen Projektstand bin ich sehr zufrieden. Ich finde es toll, dass sich bereits neue Ideen und Gemeinschaften durch Rudolf Fünf gebildet haben. Damit hat sich ein essenzieller Wunsch bereits erfüllt. Für mich besteht die nächste Herausforderung darin, das Konzept und das Gebäude auf das nächste Niveau zu bringen.

    Einer der Ergänzungsbausteine dafür ist das Projekt „Polymorphe Räume“, das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und vom ITAS wissenschaftlich begleitet wird. Wir wollen hier Räume und deren Ausstattung modular gestalten. Nur das Minimalste ist fest installiert. Trennwände sind leicht demontierbar und das Mobiliar kann schnell umgestellt werden. So können wir einen einzigen Raum platzsparend und für mehrere Zwecke verwenden. Wenn sich die Gesellschaft zukünftig verändert und wir andere Bedürfnisse haben, dann sollten sich auch die räumlichen Infrastrukturen daran anpassen.

    Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir mit dem Rudolf Fünf noch mehr Austausch ankurbeln können. Alle experimentierfreudigen Menschen sollen von dem Projekt erfahren.

    Quelle: Rudolf Fünf

    Genauso wollen wir auch Entwickler:innen und Investor:innen erreichen. Viele nachhaltige Konzepte des Bauens existieren bereits – allerdings ist in der Umsetzung noch Luft nach oben. Hier wollen wir mit Rudolf Fünf ein positives Vorbild sein.“

    Vielen Dank für das Gespräch, Patrick. Und weiterhin viel Erfolg!

    Am 25. September 2022 hat Rudolf Fünf gemeinsam mit dem Quartier Zukunft einen Workshop mit Bürger:innen durchgeführt, bei dem eine Menge Ideen und Wünsche für das Projekt Rudolf Fünf gesammelt wurden. Mehr Infos zum Projekt findet ihr auf der Website von Rudolf. 

     

  18. einBLICKE 09/22 | Reallabor-Tagung, FutureFiction Buch, 2 Jahre Labor Zukunft & mehr

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    Willkommen zu einer neuen Ausgabe von einBLICKE!

    So langsam beginnt der Herbst und es gibt mal wieder einige Neuigkeiten aus unserem Reallabor zu berichten. Wir freuen uns, euch über die Geschehnisse der letzten Zeit und unsere Pläne auf dem Laufenden zu halten. Natürlich stellen wir euch auch die nächsten Veranstaltungen vor.

    Viel Spaß beim Lesen!


     

    Parkraum ist Lebensraum – PARK(ing) Day 2022

    Unter dem Motto „Städte für Menschen, nicht für Autos“ findet jedes Jahr der Park(ing) Day statt. In diesem Jahr verwandeln sich am Fr., 16. September PKW-Parkplätze temporär zu kreativen Frei- und Lebensräumen. So entstehen beispielsweise Orte für Sport und Bewegung sowie für Begegnung und Austausch – auch wir sind in der Karlsruher Oststadt wieder dabei.

    Mehr erfahren

    FutureFiction Buch ist erschienen

    Der Kreativwettbewerb FutureFiction hat nach Visionen einer positiven Zukunft gesucht. Die Gewinnerbeiträge sind in einem Buch erschienen. In unserem Blogartikel findet ihr weitere Hintergrundinformation zum Wettbewerb. Dort steht auch das Buch zum Download bereit. Wer eine der wenigen Print-Ausgaben ergattern möchte, kann sich ein Exemplar im Zukunftsraum abholen. Nur solange der Vorrat reicht.

    Reallabor-Exponat auf der MS Wissenschaft

    Noch bis Mitte September könnt ihr auf dem ehemaligen Binnenfrachtschiff „MS Wissenschaft“ ein Exponat von uns anschauen. Herzstück des Exponats ist der „Selbstexperimente-Generator“, der dabei hilft ein individuelles Selbstexperiment für eine nachhaltigere Lebensweise zu erstellen.

    Mehr Infos findet ihr hier.

    Karlsruher Reallabor Nachhaltiger Klimaschutz mit neuer Website

    Auf der neuen Seite von KARLA findet ihr alle Informationen rund um das Projekt. KARLA verfolgt das Ziel, nachhaltigen Klimaschutz modellhaft in Karlsruhe zu erforschen, umzusetzen und langfristig zu sichern. Die Seite findet ihr unter: www.reallabor-karla.de

    Quartier Zukunft auf dem FEST

    Vom 21. bis 24. Juli war in Karlsruhe wieder DAS FEST. Dieses Jahr waren auch wir mit einem Infostand über Nachhaltigkeit und Klimaschutz vor Ort in der Klima-Akademie bei der Kulturbühne.

    Reallabor-Tagung in Karlsruhe

    Im Juni fand die zweitägige Tagung „Reallabore in der Transformation“ mit vielen interessanten Beiträgen und Workshops statt. Rund 250 Forschende und Reallabor-Aktive tauschten sich aus und evaluierten: Wo stehen wir nach etwa einem Jahrzehnt der Reallabor-Forschung? 

    Hier geht es zur Nachlese inkl. Fotogalerie.
    Foto: Tanja Meißner, KIT

    Jean Pütz zu Besuch im Zukunftsraum

    Im Mai war der Wissenschaftsjournalist und langjährige Fernsehmoderator Jean Pütz bei uns zu Gast. Mit Wissenschaftlerinnen und Studierenden vom KIT sprach er über die Energieversorgung der Zukunft, über die Macht der Experimente und über die Bedeutung der Wissenschafts-
    kommunikation. Hier Blogbeitrag lesen.

    Energie, Frieden in der Ukraine

    Gedanken zum Krieg in Europa

    Im Februar ist etwas eingetreten, was zuvor kaum jemand für möglich gehalten hatte: Krieg in Europa. Auch uns geht der Angriff Russlands auf die Ukraine nahe, weshalb wir unsere Gedanken dazu in Blogbeiträgen festgehalten haben. Die persönlichen Statements findest du hier:
    Wieder Krieg in Europa und
    Energie ist ein wichtiger Schlüssel zum Frieden

    Sonnenstrom Selbermachen – Workshop im Zukunftsraum

    Die Nutzung von Solarenergie ist eines der einfachsten Mittel, um Klimaschutz zu betreiben. Wie man aus Modulen von abgebauten PV-Anlagen Solarmodule für den eigenen Balkon oder die Terrasse selber bauen kann, hat das Karlsruher Reallabor Nachhaltiger Klimaschutz in Selbstbau-Workshops gezeigt.

    Mehr dazu gibt es hier.

    MobiLab auf dem Marktplatz Karlsruhe

    Am 18. Juli  konnte unser MobiLab auf dem Marktplatz bewundert werden. Im Rahmen der Reihe „KIT im Rathaus“ gastierte es in der Innenstadt mit einem öffentlichen Programm rund um Nachhaltigkeitsthemen:

    Mehr erfahren

    Zwei Jahre Labor Zukunft!

    Unser Podcast Labor Zukunft-Forschung ohne Kittel nimmt uns inzwischen seit zwei Jahren mit durchs Quartier und beschäftigt sich mit Themen rund um die Nachhaltigkeitsforschung. Zum Jubiläum haben wir die bisherigen Folgen in einem Blogartikel Revue passieren lassen.

    Neue Folgen von „Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel“:

    Nachhaltigkeit studieren:
    Seit einigen Jahren bietet das ZAK ein Begleitstudium Nachhaltige Entwicklung an. Der Podcast nimmt das Studium genauer unter die Lupe und zeigt, was die Studierenden hier erwartet.


    Einkaufen – einmal nachhaltig bitte:
    In dieser Folge wird untersucht, was genau einen nachhaltigen und klimafreundlichen Einkauf ausmacht und ausprobiert, wie einfach das im Alltag umsetzbar ist.


    Nachhaltige Mittagspause – geht das?:
    In der Mittagspause ist meistens wenig Zeit, um sich etwas zu essen zu besorgen. Wenn es dann auch noch nachhaltig sein soll, ist das auf einmal gar nicht mehr so einfach. Labor Zukunft zeigt, welche Möglichkeiten es gibt und wie man trotzdem auf den Geschmack kommt.


    Viel Spaß beim Reinhören!

  19. Wie kann eine nachhaltige Transformation unserer Städte aussehen?

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    Infos, Mitmach-Aktionen und Bürger:innen-Befragung zur Nachhaltigkeit: Das MobiLab auf dem Karlsruher Kronenplatz (14.-17. September 2022)

     

    Anlässlich der diesjährigen „Tage der Demokratie“ und der „Fairen Wochen“ findet auf dem Karlsruher Kronenplatz vom 14.-17. September 2022 ein vielfältiges Programm für die Öffentlichkeit statt. Vier Tage lang dreht sich dort alles rund um Nachhaltigkeit, Klimaschutz und gesellschaftliches Engagement. Das Besondere: Die Aktivitäten spielen sich im Umfeld des rollenden Tiny House „MobiLab“ ab.

    Das mobile Partizipationslabor (MobiLab) ist ein einzigartiges Tiny House. Es unterstützt die transdisziplinäre und transformative Forschung, indem es eine Plattform für den Austausch von Wissenschaft und Gesellschaft darstellt. Vom 14.-17. September 2022 macht es Halt auf dem Kronenplatz und kann besichtigt werden. Ihr könnt gerne zu einem offenen Austausch kommen, spontan vorbeischauen, an einem öffentlichen Vortrag oder Workshop teilnehmen oder das bunte Rahmenprogramm erkunden.

    Was ist das „MobiLab“?

    Das MobiLab entstand 2021 als ein mobiles Partizipationslabor in Form eines „Tiny House on Wheels“ durch eine Kooperation des Karlsruher Transformationszentrum für Nachhaltigkeit und Kulturwandel am ITAS und dem KIT-Zentrum Mensch und Technik. Das MobiLab ist eine rollende Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, das zu den Menschen kommt und unterschiedliche Personengruppen zusammenbringt. Sowohl das Konzept als auch die Realisierung als möglichst nachhaltig produziertes, multifunktionales Tiny House ist bislang einzigartig.

    MobiLab bei den Frühlingstagen 2022

    Das MobiLab arbeitet in drei Bereichen, sagt Richard Beecroft, der in der Geschäftsführung beim KIT-Zentrum Mensch und Technik tätig ist:

    „Ein erster Bereich ist die Reallaborforschung, mit der wir Transformationsprozesse vor Ort begleiten und erforschen können, und zwar genau dort, wo sie passieren. Ein zweites Feld ist die Lehre. Bei der transformativen Lehre bereiten wir Studierende darauf vor, in Transformationsprozessen Change Agents zu sein. Und ein weiteres Feld ist die Wissenschaftskommunikation. So können wir mit dem MobiLab zum einen die Arbeiten des KIT in die Öffentlichkeit tragen, zum anderen können wir auch direkt mit der Gesellschaft in den Dialog treten und so erfahren, was für Interessen, Ideen und Bedürfnisse sie haben, die wir in der Wissenschaft aufgreifen sollten.“

    Das MobiLab bringt die Nachhaltigkeitsforschung auf den Kronenplatz

    Direkt im Karlsruher Stadtzentrum können die Bürger:innen zahlreiche Infostände, Führungen, Mappings und Workshops erleben. Die Aktivitäten rund um das MobiLab beschäftigen sich insbesondere mit der Fragestellung „Wie kann eine nachhaltige Transformation unserer Städte und unserer Gesellschaft aussehen? Und wie kann sie gelingen?“

    Menschen sitzen vor dem MobiLab

    Was wird angeboten?

    Zum 4-Tages-Programm „Das MobiLab bei den Tagen der Demokratie 2022“ auf dem Kronenplatz

    • Spaziergang „Was macht Stadt mit uns – was machen wir mit der Stadt?“

    Termin: Mittwoch, 14.09.2022 von 17:00-18:30 Uhr / Treffpunkt ist vor dem MobiLab / Anmeldung an eva.wendeberg@kit.edu 

    Begleite uns auf einen Innenstadtrundgang der besonderen Art. Wir werden bei dem gut einstündigen Spaziergang gemeinsam erfahren und erkunden, wie unsere Verbindung zur Stadt ist, wo wir uns wohlfühlen und wo weniger – was ließe sich daran ändern?

    • Workshop „#ClimateChallenge: Transformatives Engagement für den Klimaschutz“

    Termin: Donnerstag, 15.09.2022, 15:00 bis 17:00 Uhr im MobiLab auf dem Kronenplatz / Anmeldung an markus.szaguhn@kit.edu

    Die fortschreitende Klimakrise erfordert eine tiefgreifende Transformation unserer Gesellschaft. Ein wichtiger Treiber auf dem Weg zur Klimaneutralität ist eine engagierte Zivilgesellschaft. Der Workshop möchte einen Reflexionsraum eröffnen, in dem die Teilnehmenden ihre eigenen Handlungsoptionen in der Transformation entdecken und entfalten können. Ziel des Workshops ist der praxisnahe und theoriegeleitete Einstieg in das sogenannte Handprint-Konzept, sowie die Entwicklung erster Ansätze für eigene Handprint-Aktionen.

    • Selbstexperimente-Generator

    Du möchtest mehr Nachhaltigkeit in deinen Alltag bringen? Dann könnte der Selbstexperimente-Generator genau das richtige für dich sein. Ob im Bereich „Wohnen“, „Mobilität“ oder „Konsum“, der Generator hilft dir dabei, eine nachhaltigere Lebensweise zu entwickeln, die genau zu dir und deinem Lebensstil passt.  

    • Stationenlauf „Wandelweg“ 

    Von Kopf über Fuß bis hin zum Herzen: um eine wirklich nachhaltige Transformation zu bewirken und zu erleben, sind all unsere Sinne gefragt. Der Wandelweg ist ein Stationenlauf, der diese Ganzheitlichkeit ins Zentrum rückt. Denn neben der rationalen Begründung (Kopf) spielen auch die Fähigkeiten zur Veränderung (Hand), zur Reduktion des eigenen Fußabdrucks (Fuß) sowie Gefühle (Herz) eine wichtige Rolle.

    • Xtopien – ein Gedankenexperiment

    Wie wollen wir in Zukunft arbeiten? Welche Zukunftsvorstellungen gibt es? Welche Techniken, Materialien und Herausforderungen werden uns umgeben? Wir laden zum Gedankenexperiment ein: Überlege mit uns, wie die Arbeit von morgen aussehen könnte! Wenn du Lust auf einen kreativen und experimentellen Prozess hast, dann entwickle mit uns eine Xtopie der Arbeit. Sogenannte Xtopien vereinen positive Zukünfte (Utopien) und negative Zukunftsvorstellungen (Dystopien) miteinander. Mehr zu Xtopien erfahren 

    • „Hitze in der Stadt“ – Befragung zur Klimafolgen-Anpassung 

    Dieser Sommer war heiß. Sehr heiß. Um mit den kommenden Sommern umzugehen, müssen wir eine Resilienz gegen den Klimawandel entwickeln. Dazu brauchen wir das Wissen der Bürger:innen und das heißt – wir brauchen Dich! Wie können wir Karlsruhe anpassungsfähiger an Hitzewellen machen? Welche Orte sind kühle Stellen und an welchen hitzeanfälligen Orten ist eine Transformation erforderlich?

  20. „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ feiert Erfolge, blickt zurück und in die Zukunft

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    Abschlussveranstaltung am 26.09.2022 mit Keynote von Prof. Dr. Marcel Hunecke

     

    Vor vier Jahren hat unser Klimaschutz-Projekt in Karlsruhe „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ damit begonnen, Menschen zu mehr Klimaschutz im Alltag zu ermutigen. Die vielen Aktivitäten reichen dabei von Selbstexperimenten, über einen Lastenradverleih bis hin zu ganz praktischen Klimaschutz-Tipps für den Alltag. Da das Projekt leider bald endet, sollen die Ergebnisse und die Erfolge mit euch gemeinsam reflektiert und groß gefeiert werden. Wir durften in den letzten Jahren so viel mit euch zusammen erleben, dass wir noch einmal mit euch zusammenkommen und mit euch in den Austausch gehen möchten.

    Dazu laden wir euch herzlich zur Abschlussveranstaltung von „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ ein:

    Wann? Montag, 26.09.2022, 18:00 bis 21:00 Uhr 

    Wo? räume Karlsruhe, Linkenheimer Allee 8

     

     

    Freut euch auf eine Keynote von Prof. Dr. Marcel Hunecke, Professor für Allgemeine Psychologie, Organisations- und Umweltpsychologie an der Fachhochschule Dortmund. In seinem Vortrag wird er über seine Arbeit mit den Psychologischen Ressourcen und vor Allem die Selbstwirksamkeit sprechen.

    Simon Völker hält zudem einen Workshop, bei dem sich alles um unsere Imagination und die Bedeutung von positiven, kollektiven Zukunftsbildern dreht.

    Natürlich wird der Abend auch ganz im Zeichen der Selbstexperimente stehen. So werden Teilnehmer:innen von ihren Erfahrungen und Erkenntnissen berichten. Im Anschluss freuen wir uns auf einen gemütlichen Ausklang des Abends mit euch und leckeren Häppchen.

    Außerdem möchten wir das Treffen nutzen, um euch dazu zu inspirieren, auch weiterhin neue, klimafreundlichere Handlungsweisen auf spielerische Art und Weise auszuprobieren und dabei eure Selbstwirksamkeit zu erfahren. Denn auch, wenn für uns das Projekt bald endet, wollen wir nicht damit aufhören, Klimaschutz in den Alltag zu bringen!

    Logo

    Leitfaden zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Alltag

    Damit das von uns entwickelte Format der Selbstexperimente künftig auch von anderen Initiativen und Organisationen angewendet werden kann, haben wir einen kleinen Leitfaden geschrieben. Der Leitfaden wird demnächst erscheinen und soll dir zeigen, wie Selbstexperimente und Klima-Coaches als Multiplikator:innen zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Alltag führen können. Vorgestellt wird ein Set-up, das Multiplikator:innen hilft, Nachhaltigkeit und Klimaschutz in ihrem Umfeld zu thematisieren und greifbar zu machen. Dabei geht es um Inspiration, ums Ausprobieren und um Reflexion.

    Jetzt Termin vormerken und anmelden

    Wir freuen uns, wenn du am Montag, 26.09. dabei bist und mit uns feierst. Auch wenn du neu hier bist und dich einfach für Klimaschutz und Nachhaltigkeit begeisterst. Um besser planen zu können, schick deine Anmeldung gerne per E-Mail an Eva Wendeberg unter eva.wendeberg@kit.edu.

    Mehr Infos zum Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ findest du unter www.klimaschutzgemeinsamwagen.de 

  21. Mach mit, park dein Sofa!

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    Der Park(ing) Day 2022 bringt wieder mehr Leben in die Stadt

     

    Am Freitag, 16. September 2022 ist es wieder soweit. Zum internationalen Park(ing) Day verwandeln sich öffentliche Parkplätze zu Freiluftwohnzimmern, Musikbühnen und Spielflächen. Ziel dieses internationalen Aktionstages ist es, die Städte wieder lebenswerter zu machen. Denn ein Großteil der öffentlichen Flächen wird im Alltag von parkenden Autos belegt. Dort, wo sonst die Autos parken, entstehen am Park(ing) Day viele neue Orte der Begegnung, Freizeit und Erholung.

    Mehr Platz für die Menschen in der Stadt

    In diesem Jahr lautet das Motto „Mach mit, park dein Sofa!“ Natürlich sind auch wir vom Quartier Zukunft wieder mit dabei – in der Karlsruher Oststadt.

    Wo genau? Ihr findet uns in der Georg-Friedrich-Straße 19-21, in der Nähe der Eisdiele Cassata und der Lutherkirche. Von Solarmodulen, über Parkletts, bis hin zu Lastenrädern – hier geben wir euch spannende Einblicke in unsere Reallaborforschung. Wir freuen uns, wenn ihr uns besuchen kommt oder wenn ihr mit einer eigenen Aktion vertreten seid!

    Hier kannst du alle Aktivitäten in Karlsruhe einsehen (Stand 24.08.2022):

    Flyer-ParkingDay2022

     

    Jährlich am dritten Freitag im September ist Park(ing) Day

    Letztes Jahr war das Engagement der Karlsruher:innen besonders groß. Beispielsweise sind in der Karlsruher Südstadt entlang der Marienstraße zahlreiche Außenwohnzimmer, Flohmärkte und Musikbühnen entstanden. Hier kannst du dir einige Impressionen ansehen.

    Du hast Lust bekommen selbst eine Aktion zu planen? Viel Aufwand gehört nicht dazu. Ein paar Decken, Pflanzen und Sitzgelegenheiten machen schon einen riesigen Unterschied. Darüber hinaus ist natürlich alles möglich. Die Gestaltung der Fläche bleibt euch überlassen. Hier könnt ihre eure Aktion anmelden.

    Fragen zu den Aktivitäten in der Oststadt kann Sarah Meyer unter sarah.meyer@kit.edu beantworten.

  22. Dein BalkonNetz – Energie schafft Gemeinschaft

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    Viele von uns Denken bei dem Wort Energietransformation in erster Linie an die damit einhergehenden technischen Hürden, die einem Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien im Weg stehen. Doch Windräder und Algorithmen allein machen keine Energiewende, wichtig ist der Zuspruch in der Bevölkerung und die Verknüpfung von Energiethemen mit dem Alltag der Menschen.

    Und an dieser Stelle kommt unser neues Projekt „Dein BalkonNetz – Energie schafft Gemeinschaft“ ins Spiel.  Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss aus unseren Projekten „Seeds for SEETS“ und Energietransformation im Dialog.

    In diesem Projekt wollen wir der Frage nachgehen, wie eine soziale und ökologische Energiewende aussehen kann, und zwar ganz praktisch, indem kleine Solaranlagen im Alltag getestet und die Erfahrungen dokumentiert werden. Neben den technischen Aspekten spielen vor allem Chancengleichheit und Gemeinschaftsbildung eine wichtige Rolle. So nehmen wir insbesondere die Rolle von Frauen bei der Energiewende in den Blick und möchten ausprobieren, inwieweit gemeinschaftliches Gärtnern und Solarenergie zusammengebracht werden können. Hierzu nutzen wir kleine Solaranlagen, die auf Balkonen und Terrassen installiert werden können – sog. Photovoltaik-Balkonmodule.

    Balkonmodule – saubere Energie vom eigenen Balkon

    Bei den Photovoltaik (kurz PV)-Balkonmodulen – oder einfach nur ‚Balkonmodulen‘ – handelt es sich um kleine, kompakte Photovoltaikanlagen, die in der Anschaffung günstiger sind, als herkömmliche Anlagen. Im Vergleich zu herkömmlichen PV-Anlagen sind sie zudem sehr einfach zu installieren, denn sie können direkt mittels eines gewöhnlichen Steckers an den Stromkreislauf angeschlossen werden. Dank dieser Eigenschaften ist es möglich, Photovoltaik im kleinen Stil zuhause auszuprobieren. Wer mehr zu den Balkonmodulen erfahren möchte, kann sich gerne das Erklärvideo „Balkonmodul – Solarenergie zu Hause“ anschauen.

    22 Balkonmodule suchen…DICH und deine Nachbarinnen und Nachbarn!

    Um die PV-Module im Alltag zu testen suchen wir ab jetzt Bürger*innen, die Lust haben diese auszuprobieren. Personen, die als Experimentierende mitmachen, bekommen die Balkonmodule von uns zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmenden werden dann forscherisch über einen längeren Zeitraum von uns begleitet und können sich mit den anderen Teilnehmenden über ihre Erfahrungen austauschen. Und gerade zu Coronazeiten ist die Gemeinschaft und der Austausch untereinander wichtig!

    Das Projekt zielt deshalb auch darauf ab, das Miteinander in Nachbarschaften zu unterstützen. Die Experimente drehen sich dabei nicht nur um Technik, es geht um die Verbindung mit ökologischen und sozialen Aspekten wie etwa sozialen Zusammenhalt, Gemeinschaftsbildung, naturnahe Stadtbegrünung und viele mehr. Auf diese Weise soll ein Netzwerk entstehen und engagierte Personen zusammenfinden.

    Dabei geht es uns um zweierlei: Zum einen möchten wir mit euch Erkenntnisse darüber gewinnen, wie man mit Nischentechnik unkompliziert einen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Zum anderen möchten wir wissen, wie solche gemeinsamen Aktivitäten einen Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Gesellschaft unterstützen können. Wenn ihr also Interesse an Nachhaltigkeitsthemen und insbesondere an Solarenergie habt und ihr euch praktisch einbringen möchtet, dann ist unser Projekt genau richtig für euch!

    Infotermine im April

    Alle Interessierten können sich bei Informationsveranstaltung schlau machen. Sucht hierzu einfach einen Termin aus den nachfolgenden Terminoptionen aus und schreibt eine kurze Mail mit dem Betreff „Anmeldung“ an info@dialog-energie.de

    Infoveranstaltungen von „Dein BalkonNetz – Energie schafft Gemeinschaft“

    15.04.2021:       18:30 – 20:00 Uhr

    17.04.2021:       18:30 – 20:00 Uhr

    23.04.2021:       18:30 – 20:00 Uhr

    Die elektronischen Zugangsdaten erhalten ihr nach der Anmeldung.

    Warum eine sozial-ökologische, nachhaltige Energiewende?

    Die Energiewende ist nichts Geringeres als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, eine Transformation. Wir sind der Auffassung, dass die Energiewende nur dann zu einem echten Wandel beitragen kann, wenn sie weite Bereiche des gesellschaftlichen Lebens und Alltags erfasst und nicht rein technische oder wirtschaftliche Aspekte in den Blick genommen werden.  Dann birgt die geplante Neugestaltung der Energieversorgung Chancen für einen gesellschaftlichen Wandel für uns alle.

    Die Art und Weise wie wir mit Energie umgehen ist eng verknüpft mit gesellschaftlichen Themen wie Chancengleichheit und Gleichberechtigung und nicht zuletzt mit der Frage, wer unter welchen Bedingungen Zugang und Mitbestimmungsrechte zu Energie hat. Wird die Neugestaltung des Energiesystems nämlich auch dazu genutzt um Energiearmut, struktureller Benachteiligung oder Ungleichbehandlung entgegenzuwirken, hat sie weit größeres Potential einen gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit zu bewirken.

    Eine naturverträglich gestaltete Energiewende bietet zudem die Möglichkeit, zu den drängenden Fragen des Umwelt- und Klimaschutzes ganzheitlich beizutragen.  Die Energiewende sollte mit Umwelt-, Arten-, und Klimaschutz zusammengedacht sowie geplant werden, und diesen nicht entgegenstehen. Hierzu braucht es frische Ideen und Tatkraft von ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, um unsere Natur und unser Leben in unserem Sinne zu gestalten.

  23. Campus und Stadt: Gemeinsam einsam oder zweisam exzellent?

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    Der Universitätscampus liegt mitten im Herzen von Karlsruhe. Nur selten liegt ein großer Universitätscampus so zentral mitten im Stadtgebiet. Doch ist der Campus Süd des KIT ein Quartier wie jedes andere und wie lebt es sich in seiner Nachbarschaft? Was schätzen die Anwohnenden an dieser Nachbarschaft, welche Erfahrungen haben sie gemacht und wo sehen Sie Verbesserungsmöglichkeiten? Das KIT wurde als Exzellenzuniversität ausgezeichnet, aber wie steht es um die baulichen und sozialen Qualitäten des Campus? Diesen Fragen geht Hanna Jäger nach.

    Hanna Jäger möchte in ihrer Promotion genau diese Fragen beantworten. Dafür befragt die Geographin die Bewohnerinnen und Bewohner der beiden Stadtteile Oststadt und Innenstadt-Ost, die an den Campus Süd des Karlsruher Institut für Technologie angrenzen. Hier gibt sie uns einen kleinen Einblick in Ihre Arbeit.

    Karlsruher Schloss © Copyright by Karlsruher Institut für Technologie/Markus Breig

     

    Ein Gastbeitrag von Hanna Jäger

    Ziel meiner Arbeit ist es, die Verhältnisse zwischen Campus und Stadt in Karlsruhe darzustellen. In einer empirischen Studie sollen durch Befragungen und Beobachtungen eine aktuelle Bestandsaufnahme zur Wirkung und Wahrnehmung des Campus in der direkten Nachbarschaft durchgeführt werden. Dabei möchte ich zeigen, welche Verbindungen bereits zwischen der Wissensgesellschaft, also dem Campus, und der Stadtgesellschaft, also den umliegenden Wohnquartieren, bestehen. Aus den Ergebnissen möchte ich die Effekteexc  entdecken die eine Campus-Öffnung hin zur Stadt mit sich bringt. Wobei entstehen hier wertvolle Begegnungsstätten, Synergieeffekte und andere Vorteile, sowohl für die Stadt- als auch für die Campus-Angehörigen? Und welche Öffnung wird überhaupt von Seiten des Campus und der Stadt angestrebt? Spiegelt dies die Bedürfnisse von Studierenden, Forschenden, Mitarbeitenden und Anwohnenden des Universitätscampus wider? Um diesen Fragen auf die Spur zu kommen, habe ich bereits in meinem ersten Promotionsjahr Interviews mit wichtigen Akteuren der Campus- und Stadtentwicklung geführt und mich mit Anwohnerinnen und Anwohnern der beiden Stadtviertel getroffen. Aus diesen wertvollen Gesprächen konnte ich mein Erhebungsinstrument – einen Fragebogen – entwickeln, den ich nun am 01. März gemeinsam mit meinem Team in den Stadtvierteln Oststadt und Innenstadt-Ost verteilen werde.

    Meine Arbeit ist Teil des Projekts „Daheim unterwegs: informiert und nachhaltig leben und mobil sein“, das in der Abteilung Humangeographie des Instituts für Geographie und Geoökologie von Prof. Dr. Caroline Kramer gemeinsam mit der Kollegin Prof. Kerstin Gothe (Architektur, KIT) durchgeführt und durch den Präsidialfonds des KIT gefördert wird.

    Campus Süd. © copyright by Karlsruher Institut für Technologie/Markus Breig

    Um zudem den besonderen Einfluss von Covid-19 auf das Leben und den Alltag auf dem Campus und den umliegenden Nachbarschaften zu untersuchen, wird die Forschungsarbeit durch Studierende des IfGG unterstützt,, die im Rahmen des Projektseminars „Campus in der Stadt: #Elfenbeinturm oder #Stadtviertel?“ eine eigene Untersuchung zum Thema „Alltag auf dem Campus“ durchführt.

    Ab dem 01.März werden dazu die Studierenden ausschwirren und rund um und auf dem Campus mündliche Befragungen durchführen. Falls ihr also angesprochen werdet, nehmt euch bitte ein paar Minuten Zeit und unterstützt mein Vorhaben Und falls ihr in der Oststadt wohnt und einen entsprechenden Brief in eurem Briefkasten findet, freue ich mich, wenn ihr euch die Zeit nehmt an meiner Umfrage teil zu nehmen.

    Übrigens, die Ergebnisse der Studierenden werden am 27.07.2021 im Architekturschaufenster Karlsruhe vorgestellt und in der Juli Ausgabe des Podcasts „Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel“ zu hören sein.

    Wer Interesse hat: Ich stelle meine Arbeit und meine ersten Ergebnisse bereits am 09.03. im Rahmen der Vortragsreihe „Forscherdrang“ des Architekturschaufensters vor. Der Vortrag wird online stattfinden und ist für jeden Interessierten zugänglich. 

    Ansonsten erfahrt ihr Neuigkeiten über das Projekt auch immer über die Projekt-Homepage und falls ihr noch Fragen habt, könnt ihr euch gerne unter: hanna.jaeger@kit.edu  bei mir melden.

     

  24. Positive Zukunftsvisionen gesucht!

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    Der Kreativwettbewerb Future Fiction sucht Geschichten, die eine positive Zukunftsvision in einem Jahr zwischen 2030 und 2040 darstellen.  Jugendliche und junge Erwachsene können ihre Vorstellung einer Welt, in der die Klimaschutzmaßnahmen erfolgreich umgesetzt worden sind, in Form eines Textes oder eines Videos einreichen.

    Was wäre, wenn die Klimaerwärmung gebremst oder sogar aufgehalten werden kann? Was wäre, wenn die Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt werden? Was wäre, wenn das die Zukunft ist? Wie sieht diese Zukunft aus?

    Stellen wir uns kurz vor: wir befinden uns in einem Jahr zwischen 2030 und 2040. Es wurden viele Klimaschutzmaßnahmen umgesetzt und wir haben es geschafft, die Erderwärmung zu stoppen.

    Wie sieht die Welt nun aus?

    Diese Frage möchten wir mit dem Kreativwettbewerb „Future Fiction“ beantworten. Dafür suchen wir Menschen zwischen 13 und 23 Jahren, die ihre Vorstellung in einem Text oder Video darstellen möchten. Die Geschichte soll zeigen, wie die Welt aussieht, wenn unsere Klimaschutzbemühungen erfolgreich umgesetzt werden.

    Wieso wurde der Wettbewerb ins Leben gerufen?

    Der Mensch hat eine Klimaerwärmung mitverursacht, die viele negative Auswirkungen auf die ganze Umwelt hat. Die Ausmaße dieser Katastrophen werden immer dramatischer werden, wenn die Entwicklungen einfach so weitergehen wie bisher und damit auch ein immer größeres Problem für die meisten Menschen darstellen. Wir sind überzeugt davon, dass es notwendig und auch möglich ist, diese Entwicklungen aufzuhalten und möchten dazu beitragen, auch andere Personen davon zu überzeugen. Der Wettbewerb soll zum Handeln motivieren und inspirieren. Geschichten prägen unsere Vorstellung, unser Denken. Sei es geschrieben, in Form von Texten, oder gedreht als Video. Wir sind überzeugt: Es sind Geschichten über eine positive Zukunft, die unser gegenwärtiges Handeln verändern können. Oder anders gesagt: wir schreiben heute die Geschichte von morgen!

    Wie kann man teilnehmen?

    An dem Wettbewerb teilnehmen können alle zwischen 13 und 23 Jahren. Die Geschichte kann entweder als Text oder als Video eingereicht werden. Texte müssen entweder als Word oder als ODF (Open Document Format) eingereicht werden und dürfen nicht mehr als 7.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) umfassen. Videos müssen in einem Format eingereicht werden, das mit den gängigen Videoplayern (VLC, Media Player, Windows Player) abgespielt werden kann und dürfen nicht länger als 5 Minuten sein. Die minimale Videoauflösung sollte 1280 x 720 Pixel betragen, wir empfehlen jedoch eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln. Die Rate sollte max. 6 Mbit/s betragen. Einsendeschluss ist der 18.04.2021.

    Der Wettbewerb dient als Sprachrohr, um die Geschichten in der Welt zu verbreiten. Die Bewertung erfolgt durch eine qualifizierte Jury, die sich aus Personen verschiedener Fachgebiete zusammensetzt. Dadurch soll eine faire Bewertung ermöglicht werden, die möglichst viele verschiedene Blickwinkel abdeckt. Die Gewinner-Beiträge werden im Rahmen eines Abschlussevents im Sommer 2021 in Zusammenarbeit mit dem ZKM  | Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe geehrt und der Öffentlichkeit präsentiert.

    Unterstützt wird FutureFiction von Vertreter*innen von lokalen Gruppen der Fridays4Future, Scientists4Future und Parents4Future.

    Das Organisationsteam des Future Fiction Kreativwettbewerbs

     

    Weitere Informationen zur Teilnahme, dem Wettbewerb allgemein und Hintergrundinformationen findet ihr unter https://www.futurefiction-wettbewerb.de/

  25. Neue Podcastfolge „Labor Zukunft“- Serious Gaming – spielend leicht lernen!

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    Wie kann man sensible Themen auf spielerische Art und Weise besprechen und diskutieren? Produktive Diskussionen anregen sowie neue Rollen und Perspektiven einnehmen? Und alles das durch ein Spiel? Wie genau das geht, was der Begriff „Serious Gaming“ bedeutet und viel mehr erfährst du in unserer neuen Folge Labor Zukunft!

    In der Podcast-Folge werfen wir einen Blick auf das Thema Serious Gaming und wie man spielerisch Wissen vermitteln kann. Mit solchen „ernsthaften“ Spielen haben wir wahrscheinlich alle schon mehr als einmal Kontakt gehabt. Ob das als Kind beim großen Wissensquiz für Kinder, als Jugendlicher bei den Löwenzahn-Computerspielen oder ganz aktuell dieses Jahr bei dem kooperativen Gesellschaftsspiel Pandemic war, ist ganz egal. .

    Der Begriff schließt außerdem Workshops mit spielerischem Ablauf ein. So können ernsthafte Themen angegangen werden, um gemeinsam innovative Lösungen zu entwickeln.

    An so einem Workshop haben die KIT-Studierenden Annika, David und Vesela teilgenommen. Annie Grebhahn vom Quartier Zukunft hat mit ihnen zusammen das Spiel „Gemeinsam nachhaltig in Karlsruhe“ gespielt, an dessen Konzeption sie beteiligt war. Hierbei entwickelt man ein gemeinsames Nachhaltigkeitsprojekt für Karlsruhe, das dann theoretisch so umgesetzt werden könnte.

    Außerdem kommen Daniel Rau von der Stadtverwaltung Karlsruhe und Sven Krahl, der das Design für das Serious Game „Lebe Global“ gestaltet hat, zu Wort.

    Lust eine Runde zu spielen?

    Wenn ihr nach dem Anhören unserer Folge selbst Lust habt, eine Runde zu spielen, hier noch ein paar Tipps für euch:

    Auch im Zukunftsraum finden – wenn wir uns nicht gerade in einer globalen Pandemie befinden – immer wieder Spieleabende statt, zu denen ihr natürlich herzlich eingeladen seid. Infos dazu werden rechtzeitig im Quartier-Zukunft-Kalender bekanntgeben.

    Einen tollen Überblick über verschiedenen Serious games bietet die Plattform: https://seriousgames-portal.org/

    Eine Beschreibung der beiden im Podcast beschriebenen Spiele findet ihr hier.

    Du möchtest keine Folge mehr verpassen?

    Dann schalte immer am letzten Dienstag des Monats um 20 Uhr auf UKW 104.8 oder im Stream des KIT Campus Radios ein. Unsere Folgen findest du auch auf Spotify und Soundcloud!

  26. Post Corona in der Karlsruher Oststadt – Rückblick vom Frühjahr 2021?

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    Aktuell sehen wir uns mit vielen Veränderungen unseres Alltags konfrontiert. Home Office, Mindestabstand, Maskenpflicht und limitierte Kundenzahlen in Geschäften sind Beschränkungen, die uns wohl in den nächsten Wochen weiterhin begleiten werden. Doch was kommt danach? Welche Veränderungen könnten nach Corona Dauerhaft bleiben und wie sieht unser Alltag dann aus?

    Wir haben uns einmal Gedanken gemacht, welche Veränderungen wir uns für unser Oststadt Quartier nach Corona wünschen!

    Corona und Krisenzeichen im Chinesischen

    Krise wird im Chinesischen mit weiji 危机 übersetzt, Chance mit jihui 机会. Beiden gemeinsam ist also das Zeichen ji 机, das unter anderem Gelegenheit bedeutet. Dass die Corona-Zeit eine Krise ist, da sie die Gesundheit und das Leben von Menschen auf der ganzen Welt bedroht, steht außer Frage. Auch wir sind sehr betroffen über das Leid, das Menschen erfahren und auch wir wünschen uns, dass diese unruhige und unsichere Zeit so schnell wie möglich ein Ende findet. Ob wir aus dieser Krise aber auch etwas lernen und handlungsfähiger daraus hervorgehen werden, hängt davon ab, was wir aus dieser Zeit machen und wie wir uns verhalten, wenn sie vorbei ist. Sie bietet uns jedenfalls Gelegenheiten, vieles auszuprobieren, wofür bis jetzt die Zeit oder Muße fehlte, um uns daran zu wagen.

    Die RE-Gnose: Die Oststadt im Frühjahr 2021

    Wir wollen eine RE-Gnose wagen. Eine RE-Gnose ist quasi das Gegenstück zur bekannteren PRO-Gnose, bei der wir uns Gedanken über die Zukunft machen. Im Gegensatz dazu, schauen wir in der RE-Gnose von der Zukunft aus zurück ins Jetzt. Wir stellen uns vor, es ist Frühjahr 2021 – Nun schauen wir zurück auf das Frühjahr 2020 und überlegen uns: was hat sich durch die Corona-Zeit verändert?

    Wir sitzen an einem sonnigen Nachmittag auf einer der Parkbänke im Otto-Dullenkopf-Park und lassen uns die Sonne ins Gesicht scheinen. Nach der Arbeit haben wir es meistens nicht sehr eilig, nach Hause zu kommen. Wir sind wir nun öfter noch ein wenig an der frischen Luft und genießen die Sonne und die Freiheit, inne zu halten wo wir gerade möchten. Meistens treffen wir im Park auch bekannte Gesichter und tauschen uns noch ein wenig über die Neuigkeiten im Stadtteil aus. Bekannt waren die Gesichter schon lange – aber jetzt, nach der Zeit des Kontaktverbots, sind die Menschen im Stadtteil mehr zusammengerückt.

    Potentiale ausschöpfen

    Potential für einen Stadtteil mit Identität hatte die Karlsruher Oststadt immer. Durch die krisenhafte Zeit hat sich hier nun vieles verändert: die Nachbarschaftshilfe hat sich fest etabliert, urbane Gartenprojekte, wie der Marstallgarten der Fächergärtner oder der Garten am Gerwigbrunnen von Beete und Bienen wurden ausgebaut und auf dem Gottesauerplatz wurde der Wochenmarkt um einige Stände erweitert. Viele Konzepte, für die bis dato die Zeit und die Muße gefehlt hatte, wurden während der Zeit der Krise angegangen und ausgearbeitet.

    Die urbanen Gartenprojekte werden heute gerne als praxisnaher Lernort für Schüler(innen) der umliegenden Schulen genutzt. Lehrer können dort mit ihren Schülern lernen, wann welches Obst und welches Gemüse wächst, welche Pflanzen sich als Heilkräuter eignen und warum Regenwürmer für einen guten Boden so wichtig sind.

    Bei den vielen Spaziergängen zu zweit lernten wir viele schöne Ecken direkt vor der eigenen Haustüre kennen, die wir sonst wegen der allgemeinen Eile nie wirklich wahrgenommen hatten und die wir heute als Plätze zum inne halten nutzen.

    Wir als immer eilende und eher anonyme Stadtbewohner hatten plötzlich Zeit, eine Bienenweide im Vorgarten zu sähen, an der sich unser Nachbar aus dem Erdgeschoss im Sommer genauso erfreute, wie die Bienen, die den neuen Oststadthonig produzieren. Der Honig wird gemeinsam mit vielen anderen in der Umgebung produzierten Lebensmitteln auf dem Gottesauerplatz verkauft.

    Der Wert eines gestärkten Gemeinschaftssinns

    Die Corona-Zwangspause hat unsere eigentlichen Pläne bezüglich der Arbeit oder dem Urlaub über den Haufen geworfen. Was unseren Alltag vor Corona betraf, waren wir für einige Monate eingeschränkt und mussten versuchen ihn – mal mehr, mal weniger erfolgreich – in einen Corona tauglichen Alltag übersetzen. Doch schaute man unter die oberste Schicht – die Stilllegung der Öffentlichkeit – hinein in den privaten Bereich eines jeden Einzelnen von uns, konnte man plötzlich doch sehr viel Bewegung entdecken:

    Über Facebook, Instagram und nebenan.de schlossen sich binnen weniger Tage engagierte Menschen in ganz Karlsruhe zusammen und gründeten Nachbarschaftshilfen mit Angeboten wie Einkaufen gehen, den Hund ausführen oder der Übernahme anderer Botengänge, um den Risikogruppen unter die Arme zu greifen.

    Durch die Nachbarschaftshilfe kamen junge und ältere Nachbarn zusammen und bildeten Netzwerke, die sich auch jetzt noch, nach der Krisenzeit, aushelfen. Sei es mit einem Rezept für Klöße, dem Versenden einer E-Mail oder dem Gießen der Pflanzen in der Urlaubszeit. Wenn man Tür an Tür lebt, macht es doch nur Sinn näher zusammen zu rücken uns sich gegenseitig zu unterstützen.

    Weil wir während der Krise unsere ortsansässigen Kleinunternehmen damit unterstützt haben, Gutscheine zu kaufen und Termine, anstatt sie zu stornieren, verlegt haben, können wir jetzt im Herbst immer noch vor unserem Lieblings-Café sitzen und gemeinsam Kaffee schlürfen oder hier im Quartier den Friseur besuchen. Wir kennen den lokalen Einzelhandel viel besser als davor und haben auch die Menschen hinter den Tresen der vielen Lädchen und Restaurants kennen gelernt.

    Gute Ideen werden zum allgemeinen Trend

    Weil wir in der Krise die Erfahrung gemacht haben, dass lange Lieferketten für Lebensmittel, die sich auch regional produzieren lassen, Abhängigkeiten schaffen, die zum Problem werden können, haben sich viele von uns der solidarischen Landwirtschaft angeschlossen und unterstützen die Bauern in der Region nun dauerhaft. Wir legen großen Wert auf fair produzierte und regionale Produkte. Die Zahl der Landwirte im Umland hat sich dadurch fast verdoppelt. Und SoLaWis wie z.B. Karotte sind heute fast genauso frequentiert, wie der Wochenmarkt und die Supermärkte.

    „Gabenzäune“ haben sich fest etabliert. Heute sind sie nicht nur Anlaufstelle für Bedürftige sondern dienen allen Bewohnern der Karlsruher Oststadt als Tauschplattformen, auf denen Dinge, die im eigenen Haushalt keine Verwendung mehr fanden, dankbare Abnehmer finden. Durch weniger Neuanschaffungen und das mehrfache Benutzen von Handys, Kleidung und Kleinmöbeln schonen wir nicht nur unsere Geldbeutel, sondern schmälern gleichzeitig noch unseren ökologischen Fußabdruck.

    Die Krise hat uns kreativ werden lassen. Situationen, in denen wir uns im ersten Moment eingeschränkt und bevormundet fühlten, erwiesen sich im Nachhinein als Gelegenheiten, Neues auszuprobieren. Viele der neuen Strukturen, die sich während der weitgehenden Stilllegung des öffentlichen Lebens veränderten, haben wir hier in der Karlsruher Oststadt beibehalten und freuen uns heute über einen gewachsenen Gemeinschaftssinn und ein durch Nachhaltigkeit und Lokalität geprägtes Leben in unserem Quartier. 

    Wenn ihr mal wieder viel Zeit zum Nachdenken habt und euch für euren Stadtteil tolle Dinge einfallen, die sich aktuell verändern und von denen ihr euch wünscht, dass sie auch nach der Zeit von Corona beibehalten werden, dann schreibt eure Ideen doch einfach mal in Form so einer RE-Gnose auf und schickt sie uns an info@quartierzukunft.de. Denn um Ideen umzusetzen, teilt man sie am besten mit möglichst vielen Menschen! Wir würden uns freuen, einige eurer Ideen hier auf unserer Webseite veröffentlichen zu dürfen!

  27. Unser neues Buch „Dein Quartier und Du“ ist erschienen

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    Es freut uns sehr, euch unser neues Buch vorstellen zu können. Dein Quartier und Du ist ein Buch über das Forschen, Machen und Loslegen – in Richtung einer guten Zukunft für uns alle. Auf knapp 300 Seiten könnt ihr wissenschaftliches Hintergrundwissen und Erfahrungsberichte aus den NachhaltigkeitsExperimenten zu Nachbarschaften, Bienen, Naschbeeten, Kreativität und Konsum finden. Mehr dazu hier…

    Die Idee zu „Dein NachhaltigkeitsExperiment“ entstand 2016 im Quartier Zukunft mit der Intention Impulse für eine nachhaltige Lebensweise zu setzen und diese in Form von Experimenten auszutesten. Durch Lernen und Ausprobieren sollte Wissen entstehen und weitergetragen, sowie Nachhaltigkeit greifbar und erlebbar werden. Besonders daran war vor allem, dass die Experimente im realen Alltag im Quartier stattfinden sollten, so dass die natürlichen Einflüsse und Herausforderungen direkt Teil des Experiments wurden. Für diese Idee konnten wir auch die Bürgerstiftung Karlsruhe als Projektpartner begeistern. 

    Durch einen Wettbewerb wurden vier Experimentgruppen ausgewählt. Die Gruppen „Kreativ Salon“, „Beete & Bienen“, „Oststadt-Treff“ und „Second Future“ setzten 2016 bis 2017 ihre Ideen in der Oststadt um. Wir haben über den Wettbewerb und die Gruppen ausführlich auf unserem Blog berichtet, alle Artikel findet ihr in der Historie.

    Mit Experimenten zu einer neuen „Kultur der Nachhaltigkeit?“

    Wenn eine Kultur der Nachhaltigkeit entstehen soll, muss das Prinzip so verinnerlicht werden, dass es selbstverständlich wird und sich im Alltag auswirkt. Es muss für uns zur Gewohnheit werden. Die Vorstellung einer solchen Kultur der Nachhaltigkeit bildet den Ausgangspunkt für die NachhaltigkeitsExperimente, der Schwerpunkt lag dabei auf der Förderung von Gemeinschaft oder Entschleunigung in der Oststadt. Kleine Gruppen setzen sich auf ganz unterschiedliche Weise mit diesen Aspekten auseinander, hinterfragten nicht-nachhaltige Gewohnheiten und setzten ihre Ideen als Beiträge einer nachhaltigen Entwicklung im Quartier um. Wir können nicht genau wissen, wie eine nachhaltigeres Morgen in der Zukunft aussehen wird. Deshalb muss experimentiert werden um neue Ideen auszuprobieren und vor allem zu zeigen, wie es anders geht. Vier Gruppen haben das neun Monate ausprobiert und vor Ort gezeigt.

    Ein Überblick über die vier NachhaltigkeitsExperimente – gemeinsam ist mehr!

    Das Nachhaltigkeitsexperiment Kreativ Salon ludt in regelmäßigen Abständen in den Zukunftsraum ein, um dort gemeinsam Theater zu spielen, zu tanzen, zu musizieren, zu singen oder anderweitig kreativ zu werden. Es sollte eine Gemeinschaft entstehen und Kreativität entwickelt werden. Was der Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Kreativität ist? Um Nachhaltigkeit entstehen zu lassen, werden neue Ideen gebraucht und die Kreativität bildet einen offenen Raum, in dem genau das passieren kann.

    Die Idee von Beete&Bienen bestand darin, in der Oststadt Naschbeete und eine Klotzbeute für Bienen anzulegen. Alle die möchten, dürfen sich an den Beeten bedienen, die Bienen beobachten und darüber in den Austausch mit Anderen kommen und Wissen weitergeben. Dadurch sollte ein Lebensraum entstehen, in dem man sich wohlfühlt und entspannen kann. Wichtig ist das Bewusstsein, dass dieser Lebensraum allen gehört und gemeinsam noch lebenswerter gemacht werden kann.

    Der Oststadt-Treff für Jung und Alt hatte die Idee aus dem Viertel ein Zuhause zu machen. Durch wöchentliche Montags-Treffs und regelmäßige Veranstaltungen im Zukunftsraum wurde die Möglichkeit geboten, die eigenen Nachbarn besser kennenzulernen. Ergänzt wurde das Ganze durch monatliche Picknicks an wechselnden Orten in der Oststadt. Dadurch soll der Stadtteil weniger anonym werden, Leute werden zusammengebracht, können sich austauschen, gegenseitig helfen und neue Hobbys und Freunde finden.

    Das vierte Projekt Second Future möchte Wandel sichtbar machen. Einem gebraucht gekauften T-Shirt ist normalerweise nicht anzusehen, ob es neu oder secondhand gekauft wurde. Second Future setzte genau hier an, indem es die Kaufentscheidung für gebrauchte Produkte durch ein Label visualisiert, dass an secondhand-Kleidung angenäht werden kann. Die kostenfreien Labels zeigen so eine nachhaltige und ressourcenschonende Lebensweise auf und sollen zum Gespräch angeregen. Durch verschiedene Aktionen, wie etwa gemeinsamen Siebdruck oder Kleidertauschpartys sollte nebenher auch die Gemeinschaft rund um das Label gestärkt werden. 

    Was daraus wurde und mehr – verrät dir „Dein Quartier und Du“

    Wie sich die NachhaltigkeitsExperimente entwickelt haben, was genau Nachhaltigkeit ist, wieso wir in einem Quartier forschen und welche Schlussfolgerungen wir aus diesen tollen Zeit ziehen können, haben wir für euch nun in „Dein Quartier und Du – Nachhaltigkeitsexperimente im Reallabor zu Nachbarschaften, Bienen, Naschbeeten, Kreativität und Konsum“ zusammengefasst. Das Buch ist Open Access in der KIT-Bibliothek zum kostenfreien download verfügbar oder könnt es im online-Shop des KIT in gebundener Form bestellen.

    Wir wünschen euch auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen!

    Hier findet ihr auch unsere beiden Kurzfilme zum Wettbewerb!

  28. Nachhaltigkeit zuhause – unsere Tipps für deine Zeit daheim

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    Während sich das Corona-Virus auch in Deutschland immer weiter ausbreitet, sind wir dazu angehalten, zuhause zu bleiben und unsere Sozialkontakte einzuschränken. Viele Freizeitbeschäftigungen fallen jetzt weg und es ist verlockend, sich im Bett zu verschanzen und einfach nur Netflix zu schauen. Aber was spricht dagegen, die Zeit zuhause sinnvoll und nachhaltig zu nutzen und neue Beschäftigungen zu finden? Wir haben ein paar Ideen gesammelt!

     

    Starte verschiedene Küchenprojekte

    Vielen Leuten ist es nach der Arbeit häufig zu stressig, aufwändig und mit frischen Zutaten zu kochen. Jetzt bietet sich die Gelegenheit, damit anzufangen. Fast jeder hat seit Ewigkeiten ein Kochbuch im Regal stehen, das man stundenlang nach Rezepten durchstöbern kann, die man gerne ausprobieren möchte. Alternativ dazu freuen sich auch die Großeltern über einen Anruf, bei dem sie nach ihren Rezepten gefragt werden. Mit einer gut strukturierten Einkaufsliste mit den Zutaten für die nächste Woche musst du nur einmal in den Supermarkt – dein Konto und die Umwelt freuen sich und du musst nur einmal unter Menschen. Und wenn du schon dabei bist, wie wäre es denn mal mit einer vegetarischen Woche?





    Bevor du mit dem Kochen loslegst, kannst du erstmal Ordnung in Küche und Vorratskammer bringen. In einem gut sortierten Schrank hast du den einen besseren Überblick über deine Lebensmittel und kaufst nur dann eine Packung Mehl, wenn du sie wirklich brauchst. Alte Joghurt- oder Marmeladengläser eignen sich hervorragend für die Aufbewahrung von Nüssen, Backpulver oder Salz. Über schön gestaltete Etiketten freust du dich auch in einem Jahr noch! Außerdem hat man jetzt genug Zeit, verschiedene Aufbewahrungsmethoden wie etwa Fermentieren auszuprobieren oder Marmelade zu kochen.


    Wer etwas neues Schaffen möchtest, kann auch anfangen, selbst Kräuter zu pflanzen. Basilikum, Majoran, Schnittlauch oder Pfefferminze lassen sich beim Kochen oder als Tee gut verwenden. Kresse schmeckt lecker im Salat oder auf dem Brot. Auch auf der Fensterbank sind diese Kräuter einfach anzupflanzen. Wer Lust hat, kann sich dafür auch die Blumenkästen aus Holz selbst bauen. Und wenn du schon dabei bist, kannst du auch gleich noch ein paar Tomatensamen aussäen – dafür ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt!

    Intensiviere deine Freundschaften

    Nur weil wir gerade räumlichen Abstand voneinander halten sollen, heißt das nicht, dass wir unsere Freundschaften vernachlässigen müssen. Über einen Brief freut sich eigentlich jede Person und du kannst deine Gedanken und Erlebnisse ganz anders formulieren und reflektieren als in einer kurzen Chatnachricht. Briefe bieten die Chance, einander näher zu kommen und sich noch besser kennen zu lernen. Und sind wir mal ehrlich, einen echten Liebesbrief bewahrt man auch eher auf und freut sich noch in fünfzig Jahren darüber. Gerade wenn du von manchen Freunden schon länger nichts mehr gehört hast, kannst du hier lange und ausführlich aus deinem Leben berichten. Das Beste daran ist, dass man für einen schönen Brief nicht einmal neues Papier verwenden muss! Aus altem Zeitungspapier oder anderen Papierresten lässt sich Briefpapier einfach selbst schöpfen. Wer möchte, kann auch Blüten, Kräuter oder gut duftende Öle beigeben – oder die Kinder damit eine Weile beschäftigen. Falls du nicht so gerne schreibst, ist natürlich auch ein Anruf bei deinen Freunden eine gute Option.

    Zeit für mich

    Zuhause zu bleiben bedeutet, dass du dir Zeit für dich selbst nehmen kannst und um zu entschleunigen. Du kannst dich mit einem Buch in die Sonne setzen und dich in eine andere Welt ziehen lassen. Im Sommer haben wir in einem Blogartikel einige Buchempfehlungen gemacht, vielleicht ist ja was für dich dabei? Du könntest auch mit Yoga und Meditieren anfangen oder einfach nur daliegen und der Musik wirklich mal zuhören. Nimm dir Stift und Papier und schreibe deine Gedanken, Ziele und Träume auf. Du kannst zwar gerade keine neuen Menschen kennenlernen, aber dafür dich selbst.


    Bewegung daheim

    Und falls du genug entschleunigt hast, kannst du endlich wirklich anfangen, Sport zu machen. Zuhause sieht niemand, wie du schwitzt und dich schwertust und im Internet finden sich viele Übungen, die auch zuhause einfach und ohne Hilfsmittel durchgeführt werden können. Oder du drehst die Musik laut und erfindest deine eigene Zumba-Version. Jetzt hast du endlich die Zeit, die Bewegungsempfehlungen der WHO einzuhalten und dich mindestens fünfmal pro Woche etwa 30 Minuten zu bewegen. Als alternative Bewegungsform bietet sich auch der Frühjahrsputz an. Mit einfachen Hausmitteln wie Essig, Zitronensäure, Soda und Natron kannst du viele herkömmliche Putzmittel ersetzen und tust somit etwas für die Umwelt. Aus nur wenigen Materialien lassen sich Reinigungsmittel auch ganz einfach selbst machen. Wenn dein Zuhause so sauber ist wie nie zuvor, willst du es vor lauter Stolz vielleicht vorerst gar nicht mehr verlassen!

    To-do-Liste abarbeiten

    Wenn du dich zuhause langweilst, hast du keine Ausreden mehr, deine Angelegenheiten vor dir herzuschieben. Fang endlich an, deine Steuererklärung zu erledigen – du freust dich umso mehr darüber, wenn du wieder draußen Sachen unternehmen kannst und dabei den Kopf frei hast. Und wenn du dich eh schon mit Finanzen und anderem Bürokram beschäftigst, kannst du auch gleich auf Ökostrom wechseln. Wieso? Weil du ab deinem Wechsel erneuerbare Energien unterstützt statt Atom- und Kohlekraftwerke. Es sind viele verschiedene Ökostromanbieter zu finden, nutze die Zeit, um dich ausführlich darüber zu informieren. Und was macht eigentlich deine Bank mit deinem Geld? Informier dich doch mal über nachhaltiges Banking! Durch eine Kontoeröffnung kannst du ohne großen Aufwand zum Umweltschutz beitragen und dir dabei sicher sein, dass du nicht indirekt über deine Bank Waffenherstellung oder Kinderarbeit unterstützt. Wenn du dazu Inspiration oder einen letzten Ansporn benötigst, dann schau doch mal bei unserem Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen“ vorbei. Vielleicht möchtest du dich ja sogar an einem unserer Selbstexperimente probieren.

    Bring Ordnung in dein Chaos

    Gibt es einen besseren Zeitpunkt, seinen kompletten Kleiderschrank einmal auszuleeren, als wenn man keine Termine hat? Überleg dir, welche Kleidungsstücke du wirklich brauchst und anziehst und welche du spenden kannst. Probiere alle deine Outfits an und präsentiere sie (virtuell) deinen Familienmitgliedern oder Freunden. Vielleicht kannst du die eine Bluse, die du nie anziehst, ja etwas umnähen oder daraus etwas anderes basteln? Sortiere deinen Kleiderschrank nach Farben und nach Outfits. Und wenn du mit deinem Kleiderschrank fertig bist, kannst du mit allen anderen Schubladen weiter machen. Vielleicht schaffst du es ja jetzt endlich auch, dein Fahrrad zu reparieren?

    Unser Fazit: Auch wenn es zunächst schwer zu glauben scheint, kannst du aus der momentanen Situation tatsächlich etwas Gutes machen und die Zeit als gewonnene Zeit für dich nutzen – versprochen!

     

     

  29. Eine zukunftsfähige Stadt für alle – lasst uns naturnahe Gärten in den Städten schaffen!

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    Im Zuge der Kampagne „Naturnah Gärtnern – für Mensch, Tier & Klima“ des Projekts GrüneLunge starten im März 16 Haushalte in Rheinstetten mit der Umgestaltung ihrer Gärten hin zu naturnahen Oasen– für die Gärtnerinnen und Gärtner, alle pflanzlichen und tierischen Lebewesen und für ein besseres Stadtklima. Aber was ist eigentlich unter einem naturnahen Garten zu verstehen? Wir stellen euch vor, was einen naturnahen Garten ausmacht und welche kleinen und großen Veränderungen in jedem Garten geschehen können.

    Was ein Garten bedeuten kann

    Für uns Menschen: Wer wünscht sich das nicht? Man wird von den ersten Frühlingssonnenstrahlen am Morgen aufgeweckt, vor dem Fenster singen Vögel. Schmetterlinge, Hummeln und Bienen schwirren durch die Luft auf der Suche nach dem leckeren Pollen. Bei dem Blick aus dem Fenster kann man die bunte Blütenpracht bestaunen.

    Bei vielen Menschen löst die beschriebene Situation vielleicht Glück, innere Ruhe oder Zufriedenheit aus. Auch das Arbeiten oder Verweilen in einem solchen Garten kann positiv auf einen Menschen wirken. Das Stück Natur baut Stress ab und lässt Menschen zur Ruhe kommen. Auch auf gemeinschaftlicher Ebene kommt ein Garten zum Tragen. Er lädt zum gemeinsamen Gärtnern, Verweilen und Feiern ein. Zudem kann man den Garten für den Anbau eigener Nahrung nutzen. Das ist nicht nur gut, um ein Gefühl für den Produktionsaufwand von Lebensmitteln zu bekommen, sondern auch für die CO2-Bilanz unserer Nahrung: denn sie ist regionaler, saisonaler und -im Idealfall- biologisch angebaut – direkt vor Ort in der Stadt.

    Das kann ein „konventioneller“ Garten doch auch, werden manche einwerfen. Warum ist der naturnahe Garten, denn nun vorzuziehen?

    Warum ein naturnaher Garten?

    Für heimische Tiere und Pflanzen: Der oben beschriebene Frühlingsmorgen lässt sich in der Realität leider nur selten wiederfinden. Nur wenige Tiere und heimische Pflanzen leben in den Steinwüsten im Vorgarten oder den mit englischem Rasen bestückten Gärten. Zu wenig Nahrung und Lebensraum lässt sich dort finden – und daher verschwinden sie aus unseren Gärten, aus unseren Städten und irgendwann auch auf unserem Planeten. Besonders in Städten wird der Lebensraum von Pflanzen und Tieren durch Gebäude und versiegelte Flächen stark reduziert und in kleine Inseln zerstückelt. Gerade deshalb sind naturnahe Oasen, wie es ein Garten oder eine blühende Verkehrsinsel sein kann, essentiell.

    Fürs Klima: Durch die Bepflanzung der Gärten, aber auch durch den neu gebildeten Humus, wird CO2 gebunden. Die Grünflächen beeinflussen außerdem das Stadtklima positiv – im Gegensatz zu Steingärten. Denn wo Pflanzen sind, kann Wasser in den Boden versickern und die Verdunstung auf der Blattoberfläche kühlt die Außenluft.

     

    Das kleine ABC des naturnahen Gärtnerns

    Ein naturnaher Garten beschreibt einen Garten, in dem Pflanzen, Tiere und Menschen gleichermaßen Lebensraum und Nahrung finden können – das Vorbild ist Mutter Natur selbst. Hier findet ihr ein paar Regeln, die euch helfen, euren Garten naturnäher zu gestalten:

    • Verzicht auf Torf, synthetische Dünger und Pestizide
    • Samen und Pflanzen schlau wählen: Nur heimische, standortangepasste – keine invasiven Arten werden eingesetzt. Dabei gilt: Je vielfältiger das Angebot, desto vielfältiger die Besucher. Durch ungefüllte Blüten und eine versetzte Fruchtfolge gibt es ganzjährig ein großes Nahrungsangebot für Insekten. Biologisches Saatgut wird bevorzugt.

     

    • Vielfältigen Lebensraum schaffen: Durch verschiedene Elemente wird ein Mosaik an Nahrung und Lebensraum geschaffen (z.B. Hecken, Obstbäume, Kräuter-, Gemüsebeet, Beerensträucher, Blühwiesen, Nützlingsunterkünfte,…)

     

    • Natürliche Kreislaufprozesse stärken: Hierzu zählen das Einrichten eines Kompostes, die Nutzung des Regenwassers und bestehender Materialien, sowie die Vermeidung elektrischer Beleuchtung. Auch Pflegemaßnahmen werden eingeschränkt und das Mähen bzw. Schneiden und die Bodenbearbeitung auf das Nötigste reduziert. So wird die Selbstaussaat sowie der Wildwuchs erwünschter Pflanzen zugelassen.
    • Baumaßnahmen naturnah gestalten: Bei der Materialwahl werden natürliche und/oder recycelte Materialien bevorzugt. Bodenaustausch und Versiegelung wird vermieden.

     

    • Natur für uns: Ein Garten dient als Erholungsort, aber auch als ein Ort der Gemeinschaft, in dem gemeinsame Aktionen stattfinden können, gemeinsam gegärtnert und Erträge geteilt werden können.

     

     

    Die naturnahe (Um-)Gestaltung als Prozess und Abenteuer betrachten

    Diese Vielfalt an Aspekten sollte jetzt nicht erschlagend wirken. Denn den Garten naturnah zu gestalten, sollte als ein Prozess gesehen werden – ein Prozess bei dem man eine Vision vor Augen hat und immer wieder eine kleine oder große Veränderung umsetzt. Wichtig ist: Jede kleine Veränderung hat schon einen Effekt.

    Ein naturnaher Garten ist zudem nicht arbeitsaufwändiger als ein konventioneller Garten, da nach der Devise „Zulassen, Zeit lassen, Weg lassen“ gegärtnert wird und viele Pflegemaßnahmen eingeschränkt werden, um mehr Lebensraum in der Natur zu erhalten.

    Wie wäre es beispielsweise, mit ein bis zwei Schritten pro Jahreszeit zu starten?

    Natürlich hat nicht jede oder jeder einen eigenen Garten, der gestaltet werden kann, aber trotzdem hat man einige Möglichkeiten:

    • Bei Urban Gardening- Projekten (wie den Marstall-Gärtnern in der Oststadt) kann man die Verantwortung für ein Beet übernehmen und an der Gesamtgestaltung teilhaben.
    • Möglicherweiße hat euer Wohnhaus einen eigenen Garten. Wenn dieser schon genutzt wird, kann man sich vielleicht mit einbringen – falls er ungenutzt ist, dann wird es höchste Zeit dies zu ändern!
    • Auch auf dem Balkon und auf dem Fensterbrett lassen sich kleine Oasen für zum Beispiel Insekten schaffen.

    Auch in Rheinstetten geht es jetzt richtig los mit dem Erfahrungen sammeln, gärtnern und sich austauschen. Wenn ihr mehr über die Kampagne „Naturnah Gärtnern – Für Mensch, Tier & Klima“ oder auch Tipps zum naturnahen Gärtnern erfahren wollt, schaut mal auf die Website.

    Illustrationen © Nina Witbooi

  30. Unser Podcast „Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel“ ist gestartet!

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    Vor einer Woche, am 28. Januar 2020, haben wir stolz die erste Folge unseres neuen Podcasts „Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel“ veröffentlicht. Um 20 Uhr waren unsere Stimmen zur Premiere auf dem Webstream des Campusradio Karlsruhe und auf UKW 104,8 zu hören. Nun ist die Folge online auf spotify, soundcloud und in der Campusradio-Mediathek dauerhaft abrufbar. Wo er genau zu finden ist, worum es ging und in Zukunft gehen wird und wann die nächste Folge erscheint, erfahrt ihr hier!

    Angewandt forschen ohne Forschungskittel oder Schutzbrille, mitten drin im wirklichen Leben, geht das? Und ob! Seit 2012 forschen wir, das Quartier Zukunft-Team, in der Karlsruher Oststadt gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Stakeholdern, Politik und Stadtverwaltung an einer nachhaltigen Transformation des Quartiers. Der neue Podcast ist eine Kooperation mit dem campusradio Karlsruhe, der insbesondere ein jüngeres Publikum und Studierende ansprechen soll. Er gibt Einblicke in die Reallabor-Forschung und -Praxis zu einem guten und nachhaltigen Leben in Karlsruhe. Wie der Titel des Podcasts „Labor Zukunft – Forschung ohne Kittel“ verrät, geht es darum, Wissenschaft erleb- und hörbar zu machen.

    Neue Folgen alle acht Wochen!

    Alle acht Wochen, immer am letzten Dienstag im Monat, um 20 Uhr geht es ab sofort um Stadtforschung und -entwicklung zum Mitanpacken. In etwa 30 Minuten bietet jede Podcastfolge Einblicke in die Grundlagen und den Alltag transdisziplinärer Nachhaltigkeitsforschung im Quartier Zukunft. Zudem machen sich Forschende zusammen mit Hörerinnen und Hörern auf die Suche nach konkreten Transformationsprozessen vor Ort und liefern Denkanstöße für eine zukunftsfähigere Stadt.

    Worum geht’s in Folge 1?

    In der ersten Folge dreht sich alles um die Frage „Wer sind wir überhaupt und was machen wir?“. Dabei stellen wir nicht nur uns, sondern vor allem die Idee hinter dem Quartier Zukunft und die Reallaborforschung vor. Wir nehmen euch mit in den Zukunftsraum und an Orte der Transformation in Karlsruhe, an denen Nachhaltigkeit schon heute gelebt wird. Außerdem beantworten wir die Frage, was eine nachhaltige Entwicklung ausmacht und warum gerade Städte dabei eine so wichtige Rolle spielen.

    Wir hoffen, dass ihr einige Anregungen für euch, euer Quartier oder eure Stadt mitnehmen könnt!

    Die aktuelle Folge sowie die Verlinkungen zu allen Plattformen findet ihr hier. Viel Spaß beim Anhören! Du hast die Folge schon durchgehört und würdest uns gerne Feedback geben? Dann freuen wir uns sehr, wenn du dir kurz Zeit nimmst und unsere Miniumfrage ausfüllst (3-5 Minuten).

    Die nächste Episode ist für den 31. März geplant – abonnieren lohnt sich also! Sie wird wieder zuerst auf dem Webstream des campusradio und auf UKW 104,8 zu hören sein.

  31. Advent, Advent, die selbstgemachte Kerze brennt – Tipps für eine nachhaltige Vorweihnachtszeit

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    Der Duft von selbstgebackenen Plätzchen, Zimt und Glühwein liegt in der Luft, der Weihnachtsmarkt öffnet wieder seine Türen und spätestens bei den ersten Tönen von „Last Christmas“ ist es klar: die Vorweihnachtszeit ist wieder da. Doch was macht diese Zeit im Jahr so besonders und wie kann ich sie mit meinen Liebsten entspannt genießen während ich gleichzeitig auf meine Mitwelt achte? Ein paar Gedanken und meine Lieblingsideen dazu möchte ich in diesem Blogartikel mit euch teilen.

    von Jana Späthe

    Für mich ist die Adventszeit eine der Schönsten im Jahr. In meiner Kindheit war die Vorweihnachtszeit geprägt von dem spannenden Brauch am Abend vor dem Nikolaustag. Dann stellen Kinder Stiefel vor die Tür oder hängen Strümpfe an den Kamin und hoffen, dass der Nikolaus sie füllt. Warum eigentlich? Der 6. Dezember ist der Todestag des Heiligen Nikolaus von Myra, der den Überlieferungen zufolge sein geerbtes Vermögen unter den Kindern und Armen aufgeteilt hat. Neben Schokolade und Nüssen hat der Nikolaus meine Kinderstiefel jedes Jahr mit Mandarinen oder Clementinen gefüllt. Die verknüpfe ich daher mit dem Warten auf Weihnachten genauso wie den Adventskranz.

    Glücklicherweise haben die leckeren Südfrüchte in der Vorweihnachtszeit Saison, denn ihre Erntezeit ist im Herbst. So können wir auf geographisch nähere Anbaugebiete wie Spanien oder Italien zurückgreifen und die Früchte mit langem Transportweg aus Südafrika im Supermarkt links liegen lassen. Um sie haltbar zu machen, werden Mandarinen und Clementinen jedoch mit Pflanzenschutzmitteln behandelt und anschließend neu gewachst. Der eigenen Gesundheit zuliebe sollte man deshalb Schale und Hände (nach dem Schälen, aber vor dem Essen) gründlich waschen. Am besten ist es natürlich, die leckeren Früchte aus biologischem Anbau zu kaufen.

    Bio, fair, vegan – der etwas andere Schokonikolaus

    Auch auf einen Schokonikolaus in meinem Stiefel konnte ich mich verlassen. Auf unerklärliche Weise schmeckt Schokolade in Weihnachtsmannform ja doch irgendwie besser. Aber, sicher ganz im Sinne des Heiligen Nikolaus, sollen diejenigen, die ihn und seine Zutaten herstellen, fair entlohnt werden. Auch Kinderarbeit ist hier wie bei allen Schokoladenprodukten leider noch immer ein Thema. Schaut mal in Bioläden oder im Drogeriemarkt vorbei, dort findet ihr faire, vegane und biologische Alternativen – ich hab mir schon einen mitgenommen.

    Die Günstigeren sind ebenfalls mit Schokolade gefüllt, die Teureren mit Beautyprodukten, Spielzeug oder Gewürzen. Die Rede ist natürlich von Adventskalendern. Ob für die Kinder, den Partner oder für Freunde, so ein Adventskalender ist ein tolles Geschenk und versüßt uns die Vorweihnachtszeit. Dabei bringen die billigen Adventskalender oft viel Verpackungsmüll mit sich – und das für nicht einmal die Schokoladenmenge einer Tafel! Es geht zum Glück auch anders. Hier findet ihr eine tolle Liste von veganen, fair gehandelten und kreativen Adventskalendern, die schon einiges besser machen. Besonders gut gefallen mir der Gewürz-Adventskalender, der Yoga-Adventskalender und der „24 gute Taten“-Adventskalender. Noch persönlicher wird es natürlich, wenn man den Adventskalender gleich selbst befüllt. Hier eignen sich zum Beispiel selbstgebackene Plätzchen, kleine Briefe, Tee oder eine Einladung auf einen Punsch oder Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt.

    Apropos Glühwein und Weihnachtsmarkt…

    Auf der Seite des Karlsruher Christkindlesmarkt ist eine Liste zu finden, die zeigt, wo auf dem Weihnachtsmarkt ein biologisches, vegetarisches oder veganes Angebot zu finden ist. In Stuttgart und Heidelberg wird es sogar rein vegane Weihnachtsmärkte geben. Toll, dass es inzwischen so viele Alternativen zur klassischen Bratwurst gibt und ein nachhaltiger Weihnachtsmarktbesuch immer einfacher wird!

    Stollen, Spekulatius, Lebkuchen und Co. füllen bereits seit September wieder die Supermarktregale. Aber es geht doch nichts über selbstgebackene Plätzchen! Hier hat man auch selbst in der Hand, was drin ist. In der nachhaltigen Weihnachtsbäckerei können biologische Zutaten konventionelle ersetzen und auch vegane Plätzchen zu backen ist kinderleicht. Der Klassiker bei uns zuhause: Spritzgebäck mit einem Hauch Bittermandelaroma.

    Weihnachtsstimmung für Zuhause mit Kerzenlicht und Tannenzapfen

    Um die Weihnachtsstimmung nach Hause zu holen, werden bei mir jedes Jahr auch die eigenen vier Wände ein wenig weihnachtlich dekoriert. Jedes Jahr neue Deko in der angesagten Saisonfarbe zu kaufen, produziert jedoch vor allem viel Müll. Falls dir die Deko von den letzten zehn Jahren jedoch zu langweilig geworden ist, können zum Beispiel Second Hand Kaufhäuser oder Flohmärkte Abhilfe schaffen. Oder frag doch einfach mal in deinem Freundeskreis herum und tauscht für ein Weihnachtsfest eure Deko. Auch ein Waldspaziergang kann eine tolle Quelle für Zweige und Tannenzapfen sein, die ganz natürlich für  weihnachtliche Stimmung sorgen. So richtig gemütlich wird es für mich aber erst, wenn die erste Kerze angezündet wird. Leider bestehen herkömmliche Kerzen meist aus Paraffin (Erdöl) oder aus Palmöl. Besser sind da Kerzen aus Biomasse. Wenn dann Kerzenreste anfallen, habe ich mir vorgenommen diese zu sammeln, denn daraus lassen sich neue Kerzen selbst machen.

    Ich hoffe, ihr konntet euch aus diesem bunten Ideenstrauß etwas für euch mitnehmen. Ich habe bei meiner Recherche auf jeden Fall einiges gelernt. Habt ihr noch mehr Ideen für eine nachhaltige Adventszeit? Dann freue ich mich in den Kommentaren von euch zu lesen.

     

    Das Quartier Zukunft Team wünscht euch

    eine entspannte und stimmungsvolle Adventszeit!

     

    Zum Weiterlesen

    Blogartikel nachhaltiges Weihnachtsfest

    Wissenswertes für nachhaltigen Glühweingenuss

    Nachhaltige Weihnachtsdeko

    Kinderarbeit für Schokolade

  32. Selbstexperimente starten!

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    Mit einer sehr motivierenden und stimmungsvollen Auftaktwerkstatt sind wir in unsere erste Umsetzungsphase der Selbstexperimente gestartet! Am Abend des 29. Oktober trafen sich über 70 Menschen im Alten Schlachthof 11 um mehr über das Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ zu erfahren und gemeinsam die Selbstexperimente zu mehr Klimaschutz im Alltag zu starten.

    Der helle, große Raum bot einen tollen Rahmen mit kreativer Atmosphäre, um die 15 im ersten Projektjahr entwickelten Selbstexperimente vorzustellen. Sie alle beschäftigen sich mit dem Thema Klimaschutz, und sollen dabei helfen, den eigenen Alltag klimafreundlicher zu gestalten.

    Nach einer Begrüßung durch Colette und der Vorstellung der PraxispartnerInnen und Klimacoaches, wurde das Projekt „Klimaschutz gemeinsam wagen!“ kurz skizziert und die Entstehungsgeschichte der Selbstexperimente erzählt.

    Und dann ging es los

    Im sogenannten „Wandelgang“ gab es rund eine Stunde Zeit, sich alle Experimente genauer anzusehen. Und diese Chance wurde genutzt. An allen Postern gab es Gespräche, anregende Diskussionen und Fragen. Viele nutzten die Zeit auch, um alte Bekannte zu begrüßen und neue Kontakte zu knüpfen.

     

    An jedem Poster konnte man sich die Steckbriefe zu den Selbstexperimenten in gedruckter Form mitnehmen. Hiervon wurde reger Gebrauch gemacht. Alle Steckbriefe findet man zum Download auch hier. Einfach auf den jeweiligen Titel des Experimentes klicken. Zu jedem Experiment gab es eine kleine Postbox, und alle Personen, die sich bereits am Abend selbst für ein bestimmtes Selbstexperiment entschieden haben, konnten hier gleich ihre E-Mail-Adresse hinterlassen und werden von uns nun mit weiteren Infos versorgt. Wer nicht dabei war oder sich erst später entschieden hat –  kein Problem! Wir nehmen die ganzen nächsten 9 Monate noch Anmeldungen für das Starten von Selbstexperimenten entgegen. Schreibt uns einfach!

    Und noch ein paar aktuelle Zahlen

    Für 14 von 15 Selbstexperimenten haben sich bereits Personen gefunden die starten. Insgesamt wissen wir momentan von etwa 70 Selbstexperimenten, die in den nächsten Monaten beginnen werden.

    Unser Newsletter erhält immer mehr Abonnenten und somit wächst unser Netzwerk. Damit können wir mehr und mehr Menschen mit unseren Aktivitäten und Veranstaltungen erreichen. Wenn du den Newsletter auch bekommen möchtest, schreib eine Mail an susanne.veith@kit.edu.

    Wir bedanken uns bei allen die da waren, für die gute Stimmung, für Interesse, Motivation und Fragen.

    Was kommt nun?

    Die nächste Möglichkeit dabei zu sein ist Freitag der 22. November im Zukunftsraum (Rintheimer Str. 46)

    18:00 bis 19:00          Fragestunde rund um die Selbstexperimente

    19:30                           Filmabend mit einem Film, der Mut macht Nachhaltigkeit selbst zu gestalten (Bringt gerne eure Lieblingskinoverpflegung mit)

    Außerdem: unser Team sucht Verstärkung!

    Wir suchen nach einer PraktikantIn, der/die uns für mindestens 3 Monate im Projekt begleitet und unterstützt. Wir bieten abwechslungsreiche Aufgaben in einem transdisziplinären Projekt (von praktischem Anpacken bis wissenschaftlichem Arbeiten ist alles mit dabei) und niedrige Hierarchieebenen in einem dynamischen und offenen Team.

    Du solltest Interesse an nachhaltiger Entwicklung, gelebtem Klimaschutz und Kommunikation haben. Toll wäre zusätzlich Erfahrung in oder Interesse an Öffentlichkeitsarbeit, WordPress und der Programmiersprache R.

    Mehr Infos dazu bei: sarah.meyer@kit.edu.

  33. Freiluftwohnzimmer – Dein Sofa muss an die frische Luft!

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    Der Sommer verabschiedet sich, der Herbst kündigt sich an und die letzten warmen Sonnenstrahlen laden dazu ein, die gewohnten Vier Wände zu verlassen und zusammen mit den Nachbarn die Straßen der Oststadt mit Leben zu füllen! Am Samstag, den 28. September, heißt es ab 14 Uhr einmal mehr: Stühle, Tische, Sofas vor die Haustür – und fertig ist das ‪‎Freiluftwohnzimmer! Zusammen erobern wir den öffentlichen Raum zurück. Mit Kuchen, Kaffee & ein bisschen Zeit für- und mit einander.

    Unser Alltag ist meist komplett durchgetaktet und wir schauen weder links noch rechts. Wissen wir überhaupt wer neben uns wohnt? Wir laden euch ein, einmal aus dem Alltagstrott herauszutreten und mit euren Nachbarn ins Gespräch zu kommen.  Am Samstag 28.September geht das ganz einfach, beim Freiluftwohnzimmer!  Um mitzumachen könnt ihr einfach vor euren Häusern in den Straßen der Oststadt kleine Sitzgruppen einrichten. Stühle, vielleicht ein Sofa, vielleicht ein kleiner Tisch, gerne bestückt mit Keksdose, Blumenvase oder Malsachen für Kinder – einfach schöne Plätzchen um mit euren Nachbarn ins Gespräch zu kommen.

    Das Freiluftwohnzimmer füllt den öffentlichen Raum mit buntem Leben: Menschen kommen zufällig zusammen, unbekannte und bekannte Nachbarn begegnen sich. So werden Straßen und Plätze vorübergehend zum Lebens- und Ruheraum. Wo sonst bloß aneinander vorbei gehastet, eingekauft, geparkt, Wegstrecke überwunden wird, entschleunigen wir für alle sichtbar und machen Pause. Sonne für Dein Sofa! Für gutes Klima in der Nachbarschaft.

    Wann? Wo?

    Die Aktion „Freiluftwohnzimmer“ findet am Samstag, den 28.09.2019 ab 14.00 Uhr vor Euren Haustüren in den Straßen und auf den Plätzen der Karlsruher Oststadt statt. Kerngebiet ist das“Dreieck“ zwischen den Haltestellen Durlacher Tor, Tullastraße und Hauptfriedhof. Wir vom Quartier Zukunft-Team bauen unser eigenes Freiluftwohnzimmer vor dem Zukunftsraum in der Rintheimer Straße 46 auf und freuen uns natürlich über Besuch! Außerdem werden wir mit unserem Lastenrad in der Oststadt unterwegs sein.

    Kleiner Hinweis zum Schluss

    In Absprache mit dem Ordnungsamt gilt: Bitte achtet darauf, VerkehrsteilnehmerInnen (z.B. FußgängerInnen, RollstuhlfahrerInnen, Kinderwagen, AutofahrerInnen) nicht zu beeinträchtigen. Auch die eigene Sicherheit solltet ihr im Auge behalten. Wir bitten Euch außerdem darum, den Ort Eures Freiluftwohnzimmers am Ende des Tages wieder so zu verlassen, wie Ihr ihn vorgefunden habt – oder schöner ;-).

    Wir freuen uns!

  34. Ihr Zuhause ist ein Tiny House – Interview mit Nessa Elessar

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    Warum und wie baut man ein Tiny House? Lisa Koßmann, auf YouTube bekannt als Nessa vom Kanal „Nessa Elessar“, lebt seit Dezember 2018 in ihrem Tiny House auf 23m², das sie zum größten Teil selbst gebaut hat. Den Bauprozess hat sie dabei informativ und unterhaltsam in ihren Videos dokumentiert und ist so zu einer Expertin für das Thema Tiny House in Deutschland geworden. Jana von Quartier Zukunft hat Lisa und ihr Haus, das aktuell noch bei ihren Eltern im Hof steht, besucht und ihr ein paar Fragen gestellt. Viel Spaß beim Lesen des Interviews!

    Was macht ein Tiny House zum Tiny House?

    Eine richtige Definition gibt es so noch nicht. In den USA wurde nun aus baurechtlichen Gründen eine erstellt, aber in Deutschland gibt es noch keine. Meistens spricht man davon, dass sie unter 50qm Wohnfläche haben. Bei den stationären Tiny Houses gibt es da schon einige, die 30-40qm Wohnfläche haben. Die meisten, gerade die auf Rädern, haben so wie meines etwa 25qm.

    Warum hast du dich entschieden ein Tiny House zu kaufen bzw. zu bauen?

    Ich war damals auf Wohnungssuche und habe festgestellt, dass ich mir nichts leisten konnte, wo ich wirklich leben wollte. Ich habe mir dann überlegt, wie ich langfristig leben möchte und ich mir meine berufliche Zukunft vorstelle. Schon damals war mir klar, dass ich nicht nur, um eine Wohnung zu finanzieren, unglaublich viel arbeiten möchte, sondern nur so viel, wie mir selbst guttut, und auch in einem Bereich, der mir guttut. Daher habe ich mich dann entschlossen, einmalig mehr auszugeben, um langfristig weniger zu bezahlen. Der Stellplatz, den ich jetzt in Aussicht habe, wird mich im Monat etwa 250€ kosten plus Wasser, Strom und so was. Das ist aber auch am oberen Limit, was so ein Stellplatz in der Regel kostet, und dennoch deutlich weniger als die Kaltmiete der meisten Wohnungen. Es handelt sich dabei um zukünftige Baugrundstücke, die nun erschlossen und dann erst mal für einige Jahre als Tiny House Stellplätze genutzt werden sollen.

    Was kostet ein Tiny House? Ist es deutlich günstiger ein Tiny House zu kaufen im Vergleich zu einer kleinen Wohnung?

    Das Tiny House wird nicht zentral in einer Großstadt, sondern eher am Rand oder in einer Kleinstadt stehen, daher kann man auch nur diese Preise vergleichen. In Größe eines Tiny Houses gibt es allerdings keine Wohnungen. Bei meinem Haus habe ich sehr viel selbst gebaut, das hat mich 35.000€ und viele Arbeitsstunden gekostet. Genau das war ja auch die Idee, dass ich dabei einiges lerne. Voll ausgestattet beim Hersteller gekauft kostet so ein Haus zwischen 50.000€ und 70.000€. Also immer noch günstiger als eine Wohnung in der Regel. Und man kann es beim Umziehen mitnehmen.

    Du hast dein Tiny House zu einem großen Teil bei deinen Eltern mithilfe der dort vorhandenen Werkstatt gebaut – gibt es eine Alternative für Menschen, die so eine Werkstatt nicht zur Verfügung haben?

    Den Rohbau haben auf einem gemieteten Platz beim Hersteller gebaut. Das wäre bei meinen Eltern auch deutlich umständlicher gewesen. Wenn man nicht zuhause bauen kann, kann man den Platz beim Hersteller auch länger nutzen, das wäre dann eben entsprechend teurer geworden. Aber ja, man braucht den Platz und Leute, die einem helfen können.

    Wie ist das, wenn du dich irgendwann entscheidest mit Partner oder Familie zusammenzuziehen?

    Das muss man sich natürlich im Vorhinein ein bisschen überlegen. Im Moment finde ich es gut, dass, auch wenn man in einer Partnerschaft ist, beide Partner einen Raum haben, in den sie sich zurückziehen können. Das sieht natürlich nicht jeder so und das kann sich auch bei mir wieder ändern. Kinder möchte ich keine. Andere machen es dann so, dass sie sich nochmal ein zweites bauen. Wenn sie Kinder bekommen, bekommen diese dann unter Umständen auch ihren eigenen Raum, das ist dann flexibel. Viele wird das Haus nicht über das ganze Leben begleiten. Nicht, weil das Haus nicht dafür gemacht ist, sondern weil sich Bedürfnisse ändern. Für mehrere Leute auf Dauer ist dieses Haus auf jeden Fall zu klein.

    Wie schätzt du Tiny Houses im Vergleich zu kleinen Wohnungen in Bezug auf Nachhaltigkeit ein? Einerseits punkten sie durch einen geringen Flächenverbrauch und eine kleine pro Kopf Wohnfläche, andererseits lassen sie sich nicht stapeln, sind weniger gedämmt und haben keine direkten Nachbarn, die Wärmeverluste verringern. Wo siehst du da die Vor- und Nachteile?

    Ja, es gibt definitiv zwei Seiten. Es stimmt, die Tiny Houses sind nicht stapelbar, aber sie sind auch nicht für die Großstadt gemacht. Wenn man in die Großstadt möchte, muss man auch in Kauf nehmen, dass man auf sehr engem Raum mit anderen Leuten zusammenlebt, das geht gar nicht anders. Nach meinen ersten Erfahrungen sind die Wärmeverluste hier im Tiny House natürlich höher, das heißt pro Quadratmeter ist der Verbrauch recht hoch, jedoch relativiert sich das durch die winzige Grundfläche, sodass der Verbrauch am Ende nicht höher sein dürfte als in einer normalen Stadtwohnung. Am besten sind die Tiny Houses, die nicht auf einem 3,5 Tonnen Anhänger gebaut sind, sondern mehr wiegen dürfen. Die sind dann extrem gut gedämmt, da gibt es von den Dämmwerten her kaum noch Unterschiede zu anderen modernen Häusern. Das ist bei meinem Haus wegen des Gewichts nicht möglich gewesen. Wenn man nicht so sehr auf das Geld und den logistischen Mehraufwand beim Transport achten muss, kann man da noch mehr Wert drauflegen und das Haus auf einem Tieflader bauen. Der Vorteil an meinem Haus ist, dass es ein Trockenbau ist und ich demnach einzelne Komponenten wie die Dämmung einfach voneinander lösen und austauschen kann. Zudem war es nicht immer machbar auf das ökologischste Material zurückzugreifen, gerade wenn im Bauschritt an diesem Tag eine Entscheidung getroffen werden muss oder das entsprechende Material zunächst lange Transportwege hinter sich bringen müsste.

    Gibt es Projekte, bei denen Tiny Houses in der Stadt stehen und Fläche füllen, die nicht bebaut werden kann?

    Konkrete Beispiele kann ich dazu nicht nennen, aber es gibt Überlegungen in diese Richtung. Einige Städte und Städteplaner machen sich da bereits Gedanken. Es gibt zum Beispiel untertunnelte Flächen, die vom Gewicht her keine ganzen Häuser tragen sollen, die wären für so was geeignet. In einigen Städten wie Hannover und Dortmund sollen in Vierteln Flächen für Tiny Houses entstehen. Inwiefern das jetzt Gelände ist, das normalerweise nicht bebaut werden würde, weiß ich nicht, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die Stadt privilegiertes Bauland dafür nimmt. So habe ich mir das auch von Beginn an vorgestellt, dass man Flächen nimmt, die sowieso vorhanden sind, die aber gerade nicht bebaut werden. Insofern ist es schon eine Form von Nachverdichtung, aber eben nicht in der Großstadt, weil da ist in der Regel nichts mehr unbebaut.

    Für welche Personengruppe ist ein Tiny House das Richtige und wem würdest du eher davon abraten?

    Was ich immer wieder feststelle ist, dass es für sehr unterschiedliche Personengruppen interessant ist. Für manche ist es eben leichter machbar als für andere. Zum Beispiel Studierende, die gerade anfangen zu studieren und weder Ersparnisse noch Zugang zu einer Werkstatt haben, für diese wird es schwer, das finanziell zu stemmen. Oft sind es auch Personen, von denen man es nicht erwarten würde. Zum Beispiel ältere, alleinstehende Personen, die eigentlich ein Haus haben, aber denen es zu groß ist, weil sie mittlerweile allein sind. Sie möchten dann übersichtlicher leben und können sich das Tiny House durch die Vermietung des großen Hauses finanzieren. Also die Interessenten sind recht bunt gemischt. Letztlich ist es eben die Frage, ob man mit dem geringen Raum gut klarkommt und das hat vor allem mit den eigenen Lebensgewohnheiten zu tun.

    Würdest du die Entscheidung wieder so treffen?

    Mit dem heutigen Wissen würde ich den Grundaufbau so machen, dass ich mehr Dämmung haben kann, da ich darin den großen Nachteil des Leichtbaus sehe. Das, was ich mir hier drinnen geschaffen habe, würde ich genauso wieder machen. Die Raumaufteilung ist über so einen langen Zeitraum entstanden und ich habe mir immer wieder überlegt, wie ich das im Alltag nutzen möchte. Die Entscheidung, ein Tiny House zu bauen, war eine der besten Entscheidungen meines Lebens, denn das hat so vieles ins Rollen gebracht und so viele neue Erfahrungen gebracht, das würde ich auf jeden Fall wieder machen.

    Vielen Dank, Lisa, für das Interview!


    Treffen des Vereins Tiny Houses für Karlsruhe

    Du interessierst dich für alternative Wohnformen wie Tiny Houses und verspürst den Wunsch mehr miteinander als nebeneinander her zu leben? Egal, ob Kleinraumwohnen mit oder ohne Räder – der Verein „Tiny Houses für Karlsruhe“ ist eine Anlaufstelle, um Gleichgesinnte zu treffen. Der Stammtisch trifft sich jeden letzten Dienstag im Monat um 19 Uhr im Zukunftsraum.


    Zum Weiterlesen

    www.nessaelessar.com

    YouTube Kanal „Nessa Elessar“

    Verein Tiny Houses für Karlsruhe

  35. Mein Einkaufstag im April 2029 – Visionen einer Karlsruherin

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    Dies ist ein Gastbeitrag von Sandra Schmidt. Die Karlsruherin hat am 12. Mai an der „Ideenwerkstatt für den Klimaschutz“ teilgenommen, bei der erste Ideen für Selbstexperimente erdacht wurden und möchte die Ausbildung zum Klimacoach machen.

     „Negativnachrichten schlagen mir immer aufs Gemüt und blockieren mich. So geht es wahrscheinlich auch vielen meiner Mitmenschen“, dachte Sandra Schmidt und setzte sich vor den Computer. „Einfach mal meine Vision eines optimalen nachhaltigen Lebens in Karlsruhe aufschreiben. Meine ganze Euphorie, meine Träume und Projekte so beschreiben, als ob alles bereits in Erfüllung gegangen wäre!“ Sofort merkt sie, dass das Schreiben beinahe etwas Therapeutisches hat und richtig guttut. Deshalb: Zur Nachahmung empfohlen!

    Nach meinem leckeren Samstagsfrühstück mit dem neuen Brotaufstrich der Fächergärtner, etwas Rauke und einem herrlichen Quinoabrötchen aus dem Oststadt-Holzbackofen schreibe ich den Einkaufszettel und packe die Leinenbeutel und Gläser für meine Einkaufstour. Ich freue mich schon riesig Herrn Lehnhardt und Magda zu treffen um zu erfahren, ob sie die Genehmigung für das Hühnermobil für die Zweitnutzungshühner bekommen haben und wie die Süßkartoffelernte ausgefallen ist. Im Online-Bauernshop sind schon welche angeboten worden!

    Das Lastenrad ist das Transportmittel der Wahl

    Im Fahrradkeller suche ich mir das Fahrrad mit dem mittelgroßen Stauraum aus, so viel brauche ich dieses Mal nicht einzukaufen. Eine tolle Idee von unserer Hausgemeinschaft sechs gemeinschaftlich genutzte Lastenräder anzuschaffen. Vor dem Haus ist schon einiges los! Seit es so wenige Autos gibt, sind die Parkplätze auch zum Fahrradweg geworden und es herrscht ein buntes Treiben.

    Auch das Quartier Zukunft Team ist mit dem Lastenrad unterwegs

    Bunte Gemüsebeete ersetzen nun graue Parkplätze

    Die Parkplätze gegenüber wurden zu Gemüsebeeten umgewandelt und einige Schüler aus der Tullaschule rupfen Unkraut. Das Mädchen mit dem gepunkteten Rock steckt sich verstohlen eine Karotte in den Mund. Ja, die alte Sorte Rodelika schmeckt mir auch am besten! Hoffentlich bietet die Kulturküche diesen Herbst wieder den leckeren Rodelika-Karottensaft an. Ach, es ist einfach herrlich! Es duftet nach Kräutern, das  Efeu, das sich an den Kastanien neuerdings hochrankt, hat viele frische Triebe entwickelt und die Bäume, die vor 2 Jahren zusätzlich gepflanzt wurden, bieten so viel Schatten, dass ich mich selbst bei den heute angesagten 36 Grad wohl fühlen werde.

    Regionales, biologisches Obst und Gemüse soweit das Auge reicht!

    So, gleich bin ich beim Wochenmarkt am Durlacher Tor angekommen. Das Gemüse hole ich am liebsten direkt beim Stand. Ein Plausch mit den Bauern der 1. Generation ist immer nett. Herr Lehnhardt war einer der ersten, der den Anbau in Stutensee auf Bioland umgestellt hat und jetzt auch Urgetreide und Süßkartoffeln anbietet. Nicht nur die Fläche bis nach Bruchsal, auch im Kraichgau und Pfinztal hat sich einiges getan. Die Monokulturen wie Raps- und Maisfelder sind vielfältigen, biologischen Gemüse- und Obstflächen gewichen.

    Das hat damals der Ernährungsrat ins Leben gerufen. Zusammen mit ein paar Landwirten aus dem Umkreis, den letzten Bäckerbetrieben, die damals noch handwerklich gebacken haben, Bioland und der „Grünen Stadt“ haben wir den Regierungsbezirk Karlsruhe zur Bio-Region ausgerufen. Am schwierigsten war es gegen den Widerstand in der Verwaltung anzukommen. Die Alteingesessenen konnten sich einfach nicht vorstellen, dass wir alle etwas mehr Geld ausgeben würden um schmackhafte und fair erzeugte Lebensmittel zu bekommen.

    Die samenfesten Gemüsesorten schmecken mir besonders gut!

    Nachdem mir Herr Lehnhardt freudestrahlend erzählt hat, dass er sogar mehr Süßkartoffeln geerntet hat, als letztes Jahr, gehe ich zu dem Stand der Schrebergärtner. Zucchini, Kohlrabi und Kirschtomaten sind heute im Angebot. Alles natürlich samenfeste Sorten, ökologisch zertifiziert und ein Geschmack zum Reinlegen! Nie hätte ich mir träumen lassen, dass ich im Alter hier in meiner Heimat so gutes Gemüse bekomme. Heidi und Sabine haben heute Dienst und fragen mich, ob ich übermorgen einspringen kann.

    Seitdem der Markt so erfolgreich ist, findet er täglich statt und die beiden sollten bei der Ernte helfen. Mir gefällt die Arbeit am Marktstand und so hin und wieder springe ich gerne ein. Der Jugend, die mittlerweile auch sehr gerne hilft möchte ich jedoch den Vortritt lassen. Einen Wochenmarkt gibt es jetzt in jedem Stadtteil und dieses Jahr soll die so lange geplante Markthalle auf dem Schlachthof-Gelände nun endlich eingeweiht werden! Das ist dann im Winter viel besser für unsere Marktstände.

    Jugendliche aus 16 Ländern kochen gemeinsam in der Kulturküche

    Im Sommer wird die Halle für Gastronomie und Events genutzt. Slow Food-Kochkurse, auch für Schulklassen und Seminare von Ernährungsberatern finden statt. Außerdem kann die Kulturküche Räumlichkeiten nutzen um die großen Mengen an regionalem Bio-Gemüse und -Kräutern zu herrlichen Brotaufstrichen, Eintöpfen und Säften zu verarbeiten. Die meisten Produkte werden unter der regionalen Marke „Von Karlsruhe“ angeboten und werden, wie immer von Jugendlichen aus derzeit 16 Ländern köstlich zubereitet. Letztens hat mich der Kichererbsen-Eintopf, den ich mit Couscous aus Hartweizengries, der neuerdings auch hier wächst, gekocht habe einfach umgehauen!

    Am liebsten esse ich internationale Küche natürlich in der Kulturküche selbst. Hier läuft meist auch Musik aus dem Land, aus dem das Tagesgericht stammt und  manchmal treten sogar Gruppen auf! Jeden Freitag bin ich sowieso dort und spiele mit der 60+ -Band Klarinette oder manchmal gehe ich zum Canasta-Spielen und übe Boule gegenüber auf dem Unigelände. Das Angebot ist riesig!

    Regionale Lebensmittel vorbestellen und im „Von Karlsruhe“-Container abholen – einfacher geht’s nicht!

    Puh, auf dem Markt ist es etwas voll heute! Zum Glück habe ich Nudeln und die Vollwertprodukte schon vorbestellt und brauche sie nur aus dem Fach im „Von Karlsruhe“-Container abholen.  Nun kämpfe ich mich weiter zum Container durch. Der alte Container, der vom KIT konzipiert wurde hat bereits nach kurzer Zeit nicht mehr gereicht. Der jetzige ist 3-stockig, natürlich schön begrünt und mit 100% Ökostrom gekühlt. Meine Mitgliedsnummer eingeben und schon geht die Ausgabetür auf. Meine Bestellung in einem wieder zusammenklappbaren Tauschkorb steht bereit. Hat mein Mann mir nicht noch etwas hinterhergerufen, was ich mitbringen soll?

    Ja natürlich! Das Leinöl ist ausgegangen. Mareike wollte das letzte frisch gepresste Fläschchen mitnehmen nach Kassel. Dort gibt es überhaupt keine frischen Speiseöle, geschweige denn regionales Bio-Gemüse. Manche Gemeinden haben wirklich geschlafen!  Seit der Karlsruher Ernährungsrat den Ausbau der Speiseöl-Mühle auf dem Schlachthofgelände als Priorität gesehen hat, sind genug Spendengelder eingegangen um eine zusätzliche Presse für Leinsamen und eine für Walnüsse zu kaufen. Bis Ende des Jahres müssten sie installiert sein.

    Regionale Lebensmittel mit Fangemeinde in ganz Deutschland

    Obwohl sich die Gemeinde einig ist, dass regionale Lebensmittel auch hier in der Region bleiben sollen, hat sich eine Fangemeinde für die „Von Karlsruhe“-Produkte in ganz Deutschland entwickelt. Derzeit sind wir vom Ernährungsrat dabei zusammen mit Profis für andere Gemeinden Kurse anzubieten. Alle Kurse sind sofort ausgebucht! Wir brauchen unsere Produkte auch für die örtliche Gastronomie, die immer mehr mit den eigenen „Von Karlsruhe“-Zutaten kochen möchte. Kein Wunder, wenn man einmal gekostet hat, wie gut das schmeckt, möchte man keinen Kartoffelsalat mehr von der Metro oder Tiefkühl-Pommes mit Glutamat-Gewürz! Die Gastronomie kann im Regionalladen bestellen, der alle „Von Karlsruhe“-Lebensmittel in Großpackungen in Pfand-Kanistern und-Eimern lagert. Das spart Unmengen an Verpackung und war einmal ein kleines Projekt von Quartier Zukunft in der Oststadt. Heute nicht mehr wegzudenken!

    Auf das Rad geschwungen, noch beim Regionalladen das Leinöl einpacken und zurück geht’s! Wie immer ein herrlicher Einkaufssamstag!

  36. Mittagstischangebote stärken das Miteinander!

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    Ein Gastbeitrag von Karin Hardt, Seniorenbüro Karlsruhe

    Neue Kontakte knüpfen, miteinander ins Gespräch kommen und eine leckere, warme Mahlzeit genießen – das ist bei den Karlsruher Mittagstischangeboten möglich. Gerade für ältere Menschen, die alleine leben sind diese Angebote wichtig, daher freuen wir uns mit diesem Gastbeitrag auf diese tolle Förderung einer sozialen Nachhaltigkeit aufmerksam machen zu können.

    Immer mehr Menschen leben im Alter in Singlehaushalten mit wenig Kontakt zur Nachbarschaft und in das Wohnviertel. Wenn zudem die finanzielle Situation schwierig ist  bzw. Grundsicherung im Alter hinzukommt, wird es schwierig, an sozialen oder kulturellen Erlebnissen teilzuhaben. Dabei kann wohnortnahen Mittagstischen eine wichtige Funktion zukommen. Gemeinsame Mahlzeiten ermöglichen es, beim Essen miteinander ins Gespräch zu kommen und im Umfeld neue Kontakte zu knüpfen.

    Gemeinsame Mahlzeiten für mehr Kontakt im Wohnviertel

    Aber auch aus ernährungs­physiologischer Sicht haben Mittagstische eine wachsende Bedeutung. Besonders bei Senioren in Ein-Personen-Haushalten wird oftmals nicht mehr ausreichend ausgewogen gekocht. Mangelernährung kann die Folge sein.

    Foto: Klaus Lustig (AWO)

    Mittagstischangebote beugen Mangelernährung vor

     Die International Police Association und die BB-Bank haben die wertvollen Karlsruher Mittagstischangebote mit einer Spende in Höhe von insgesamt 5.000 Euro unterstützt. Vier Mittagstischangebote aus Karlsruhe haben bereits eine Spende erhalten.

    Hier gibt es frisch zubereitetes Mittagessen:

    • Mittagstisch AWO Begegnungsstätte Rintheimer Feld: frisch zubereitetes Mittagessen, Kosten 4,50€, täglich, keine Anmeldung erforderlich
    • AWO Bürgerzentrum Innenstadt in der Adlerstrasse 33: jeden Freitag, frisch zubereitetes, biologisches Mittagessen, Kosten 4,50€, 2,50€ mit Karlsruher Pass, Anmeldung erforderlich
    • Begegnungsstätte Oststadt: Montag, Mittwoch, Freitag, frisch zubereitetes Mittagessen, Kosten 4,50€, keine Anmeldung erforderlich
    • DHB-Netzwerk Haushalt: jeden Freitag Suppenbar. Abwechslungsreiches Suppenangebot aus frischen Zutaten und selbstgebackenem Baguette, Kosten 3,50€, keine Anmeldung erforderlich.

    Karlsruher Bürgerinnen und Bürger sind dazu herzlich eingeladen!

    Weiterführende Infos zur Unterstützung im Alltag in Karlsruhe

     

  37. Eine Grüne Lunge für die Stadt

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    Wir Menschen brauchen unsere Lungen zum Atmen – und genauso brauchen wir um uns herum Pflanzen und vor allem Bäume, die uns mit Sauerstoff versorgen. Kein Wunder nennt man städtische Grünflächen und Wälder, wie den Hardtwald in Karlsruhe, auch „grüne Lunge“. Und Bäume leisten noch viel mehr: Sie sorgen für sauberere Luft, indem sie Staub und Dreck filtern, sie sind Wasserspeicher und wirken durch kühlende Verdunstung der Hitzebelastung in der Stadt entgegen. Mit Bäumen  und anderem naturnahen Stadtgrün beschäftigt sich unser neues Projekt „GrüneLunge“ in dem das Quartier Zukunft mit dem Unterprojekt „GrüneLunge im Dialog“ vertreten ist.

    Wir sind uns einig, Bäume leisten einen wichtigen Beitrag für das lokale Klima. Gleichzeitig sind sie durch die Folgen des Klimawandels, wie Trockenheit und Hitze, auch stark belastet und können nicht gesund wachsen. Daher wird bei Neupflanzungen versucht, Arten zu finden, die gegenüber sich verändernden klimatischen Bedingungen widerstandsfähiger sind oder die sich an Veränderung gut anpassen können – die Fähigkeit wird allgemein als „Resilienz“ bezeichnet. Die Ergebnisse nützen der Stadtplanung sowie dem Gartenbau- und Forstamt, die entsprechende Baumarten auswählen können, wenn sie neue Grünflächen anlegen. Da außerdem immer mehr Menschen in Städten leben, steht die Stadtplanung vor der Herausforderung, neuen Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig Grün- und Freiflächen zu erhalten.

    Ein Gemeinschaftsprojekt mit vielen Partnern

    Diesen verschiedenen Anforderungen möchte sich das Projekt GrüneLunge stellen. Dazu haben sich einige Projektpartner zusammengeschlossen. Neben unserem Heimatinstitut, dem Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), sind auch die Städte Karlsruhe und Rheinstetten, die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (FVA) in Freiburg und der Deutsche Wetterdienst dabei. Jeder Partner hat einen anderen Schwerpunkt in diesem Projekt. Unser Unterprojekt „GrüneLunge im Dialog“ soll dabei helfen, ein Bewusstsein für die Wichtigkeit von naturnahen Grünflächen sowohl im urbanen als auch ländlichen Raum zu schaffen.

    Gesellschaftsdialog – Naturnah Gärtnern- für Mensch, Tier & Klima

    Hierzu möchten wir unter dem Motto „Naturnahe Gärten – für Mensch, Tier & Klima“, Bürgerinnen und Bürger in der Stadt Rheinstetten motivieren, den eigenen Garten naturnah zu gestalten. Naturnahes Gärtnern bedeutet zum Beispiel, keinen chemischen Dünger zu verwenden oder statt „Steingärten“ eine bunte Mischung an Blumen und Beerensträuchern zu pflanzen, in denen sich Bienen, Schmetterlinge und viele andere Tiere wohlfühlen und damit zur Biologischen Vielfalt beizutragen.

    Daneben sollen der Spaß und der Verwertungsgedanke nicht zu kurz kommen! Daher soll der Anbau von essbaren Pflanzen ebenso gefördert werden. Beim Pflanzen, Pflegen und Ernten findet gegenseitige Unterstützung statt – eine Gemeinschaft wird aufgebaut.

    Außerdem wird mit verschiedenen Aktionen in Karlsruhe und Rheinstetten zu den Folgen des Klimawandels, Artenschutz und Begrünungsmaßnahmen informiert und mit den Bürgern und Bürgerinnen diskutiert.

    Fachdialog: Mit den beteiligten Ämtern ins Gespräch kommen

    Es soll auch ein Ausgleichskonzept von Ökosystemdienstleistungen zwischen der Stadt Karlsruhe und Rheinstetten entwickelt werden. In einem Fachdialog wollen wir über dieses Ausgleichskonzept mit den beteiligten kommunalen Ämtern diskutieren.

    Forschung zum Anfassen und Mitmachen

    Wie beim Quartier Zukunft üblich, wird also einerseits geforscht – an resilienteren Baumarten – andererseits experimentiert, gelebt und gegärtnert um gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren und auszuprobieren, wie man zum Klimaschutz sowie zu Biologischer Vielfalt beitragen und dabei Freude haben kann.

    Weitere Infos:

    https://www.quartierzukunft.de/forschung/gruenelunge/

    https://www.itas.kit.edu/projekte_saha18_grulu.php

    Bei Fragen zu „GrüneLunge im Dialog“ wende dich gerne an: annika.fricke@kit.edu

  38. Entdeckungstour in der Oststadt – Nachhaltigkeit inklusive!

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    Stadtführungen findest du meistens zäh und trocken? Jahreszahlen kannst du dir nicht gut merken? Musst du bei uns auch nicht! Bei dieser Tour rund um Nachhaltigkeit in Karlsruhe zeigt sich das Format Stadtführung mal von einer erfrischend anderen Seite– klingt gut und gibt’s noch dazu in der Oststadt.

    Das Programm haben einige Studierende des Begleitstudiums Nachhaltige Entwicklung am KIT letztes Jahr entwickelt. Unter dem Titel „Nachhaltigkeitsspaziergang“ erklären sie die Highlights der Oststadt mit Fokus auf Grünanlagen, Transformationsprozesse und das Quartier als Teil der nachhaltigen Großstadt Karlsruhe.

    Was erwartet mich dabei?

    Besondere Orte und verschiedenste Nachhaltigkeitskategorien werden vorgestellt. Einige davon kennst du vielleicht, einige noch nicht. Sehen und lernen kann man beim Spaziergang viel! Warst du schon mal in der Containerlandschaft des Perfekt Futur? Weißt du, wie die Grüne Lunge Karlsruhes funktioniert? Wie viele Bienen leben in einem Baumstamm? Was ist das Karlsruher Modell? Unterschiedlichste und teilweise brandaktuelle Themen wie Mobilität, Entrepreneurship, Naturschutz, Gesundheit und friedliches Zusammenleben in unserer Stadt werden an den Stationen besprochen.

    Welche Orte spielen eine Rolle?

    Tatsächlich haben die Studierenden über 100 Spots in Karlsruhe gefunden, die im positiven oder negativen Sinne mit Nachhaltigkeit in Berührung stehen. Manche sprechen gleich mehrere Nachhaltigkeitsziele an. Der Fokus liegt auf der Oststadt, mittendrin in unserem Reallabor. Denn hier treffen alle möglichen Aspekte für ein nachhaltigeres Leben aufeinander. Die interessantesten dieser Orte wurden zu dieser etwas anderen Stadtführung zusammengefügt. Zwischen Zukunftsraum und Otto-Dullenkopf-Park stoppt man dabei etwa auf dem Schlafhofareal, bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe und am Gerwigplatz. Dabei ergeben sich auch immer mal wieder spontane Stops, an denen jeder seine eigenen Erfahrungen einbringen kann. Übrigens ist eine der Stationen auf dem Rundgang auch unser Zukunftsraum – die perfekte Gelegenheit also, mal bei uns reinzuschauen!

    Die Oststadt mal aus einer anderen Perspektive kennenlernen

    Der Spaziergang hat seit seiner Konzeption schon ein paar Mal stattgefunden und ist längst aus den Kinderschuhen rausgewachsen. Man kann ihn entweder beim Veranstalter stattreisen e.V. im Sonderprogramm (nächster Termin: Frühjahr 2019) als Gruppe oder Einzelperson buchen oder (wenn es schneller gehen soll) direkt bei Quartier Zukunft anfragen. Diese besondere Oststadt-Führung ist auch toll für Schulklassen der Mittel- oder Oberstufe geeignet. Annie und Nicolas waren schon bei der Planung des Spaziergangs dabei und führen ihn noch heute. Die beiden Nachhaltigkeitsexperten wohnen selbst in der Oststadt und können bei jedem Rundgang aktuell berichten, was in Bezug auf Nachhaltigkeit im Viertel so läuft.

     Was hat das Quartier Zukunft damit zu tun?

    Der Rundgang entstand in einem Seminar des Begleitstudium Nachhaltige Entwicklung am Zentrum für angewandte Kulturwissenschaften (ZAK), welches vergangenen Sommer wöchentlich bei uns im Zukunftsraum tagte und hat es kurz darauf in das Programm von stattreisen e.V. geschafft. Hast du Lust, teilzunehmen? Dann melde dich gerne hier an. Wenn du Fragen zum Spaziergang hast, melde dich bei uns – wir leiten diese direkt an unsere Experten weiter.

    Neugierig geworden? Wir freuen uns auf dich!

  39. Lasst uns über Energie sprechen!

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    Wir haben Nachwuchs! Im Sommer 2018 startet ein neues Projekt, das uns die nächsten Jahre begleiten wird. In diesem Blogartikel erfahrt ihr worum es geht, was euch erwartet und wie ihr eure Ideen einbringen könnt!

    Speichertechnologien, regenerative Energien und gekoppelte Energienetze – in Zukunft wird die Welt der Energiesysteme sehr viel komplexer werden. Der Strom in der Steckdose kommt nicht mehr zwingend aus einem Kraftwerk. Werden wir in Zukunft alle zu sogenannten Prosumern, die Strom selbst produzieren und in Smart Homes leben?

    Die Energiewende wird kommen, aber die geplanten Veränderungen werfen so einige Fragen auf. Ein so ambitioniertes und großes Projekt kann nicht ohne Verständnis und Einbeziehung der Bevölkerung klappen. Alle müssen Bescheid wissen, damit wir gemeinsam an einem Strang ziehen können. Genau deswegen soll mit Beteiligung des Quartier Zukunft ein Wissensdialog über die Energiewende starten.

    Dank der Erfahrungen, die wir im Laufe der Jahre in den Reallaboren Quartier Zukunft und Reallabor 131 gesammelt haben, konnten wir dieses neue Projekt gewinnen!

    Herzlich Willkommen „Energietransformation im Dialog“.

    Dieses neue Projekt (kurz „Energiedialog“ genannt) wird zunächst zu einem Teil von Quartier Zukunft und später eine Säule des in den nächsten Jahren entstehenden „Karlsruher Transformationszentrums für nachhaltige Zukünfte“ (kurz KAT) werden, über das wir hier bereits berichtet haben. 30 Monate „Energiedialog“ sind uns sicher. Nach 2 Jahren wird der Erfolg des Projekts untersucht und der Zeitraum – hoffentlich – auf 4 Jahre verlängert.

    Die Ziele, die das Projekt verfolgt sind klar: Wir möchten den Umbau des deutschen Energiesystems der Öffentlichkeit auf neue Weise zugänglich machen und gleichzeitig neue Wege des Mitmachens erschließen. Dafür werden wir den Dialog organisieren, Informationen aufbereiten und bereitstellen und unterschiedliche Akteure zusammenbringen.

    Soweit so gut, aber wie sieht das dann konkret aus?

    Es ist zwar noch nicht alles in Stein gemeißelt, aber ihr dürft euch schon mal auf zahlreiche Info- und Erklärvideos, eine Tour zu nachhaltiger Energie, eine Hand voll Szenario-Workshops, einige transdisziplinäre und transformative Projektseminare, Realexperimente und ein BürgerForum zum Thema nachhaltige Energien freuen. Wichtig ist, dass die Kommunikation keine Einbahnstraße wird. Wir wollen Wissen vermitteln, aber genauso Impulse von euch, von der Gesellschaft, zurück in die Forschung holen und dort fruchtbar machen. So könnte ein Workshop für Haushalte mit geringem Einkommen durchgeführt werden, in dem wir eure Erwartungen und Befürchtungen – bezogen auf die Energiewende – erfahren und Anregungen für Verbesserungen mit euch zusammen herausarbeiten.

    Verschiedene Formate – verschiedene Zielgruppen!

    Mit diesem Projekt weiten wir unsere Zielgruppe über die Grenzen der Oststadt auf ganz Karlsruhe und auch darüber hinaus aus. Es wird Formate geben, die im gesamten deutschsprachigen Raum genutzt werden können. Dennoch wird es auch weiterhin Aktivitäten und Veranstaltungen in Karlsruhe und in der Oststadt geben.

    So divers wie die Formate sind, so divers ist auch die Zielgruppe. Verschiedene Unterprojekte können sowohl die breite Öffentlichkeit als auch spezifische Akteursgruppen wie zum Beispiel Vertreterinnen und Vertreter der Energiewirtschaft oder Industrie adressieren oder Akteure aus der Zivilgesellschaft, Verbraucherverbänden, aber auch Lehrerinnen und Lehrer, Energieberaterinnen und Berater, Studierende, so genannten Early Adopters und, und, und.

    Bleibt das Quartier Zukunft und der Zukunftsraum?

    Heißt das, wir haben uns umorientiert und sind jetzt nicht mehr im Quartier zu finden? Nein, keine Sorge. Wie oben beschrieben – das Projekt Energiedialog wird seinen Platz im Rahmen des Quartier Zukunft finden und soll ab 2020 eine Säule des neu entstehenden KAT bilden. So wird es uns noch mehr Gelegenheit bieten, mit euch, den Bürgerinnen und Bürgern der Oststadt gemeinsam eine nachhaltige Entwicklung und die Energiewende voranzutreiben. Auch der Zukunftsraum wird bleiben und wie gewohnt für Gruppentreffen, Veranstaltungen und Austausch zur Verfügung stehen.

    Wann geht’s los?

    Die Planungen und Vorbereitungen für die vielen Formate beginnen gerade. Im kommenden Jahr 2019 wird einiges davon durchgeführt werden. Bis dahin braucht ihr noch ein bisschen Geduld, aber wir halten euch auf dem Laufenden!

    Bring dich ein!

    Hast du selbst noch eine Idee für ein Projekt oder ein Format, das nicht fehlen darf? Egal ob Einzelperson oder Gruppe, bring dich ein und gestalte mit uns den Energiedialog! Bei Interesse schreib an volker.stelzer@kit.edu.

    Wir freuen uns schon, wenn der Funke überspringt :).

     

  40. Auf den Spuren des Reallabor 131 – Teil II Mobilität

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    Und weiter geht’s mit unserer Blogreihe zum Reallabor 131: KIT findet Stadt, in dem seit 2015 WissenschaftlerInnen und BürgerInnen gemeinsam in der Oststadt Maßnahmen zu einer nachhaltige(re)n Stadtentwicklung erproben. Im vorigen Beitrag haben wir uns mit den Aktivitäten des Projektes Nachhaltiger Konsum befasst. Und auch Teil 2 unserer Blogreihe widmet sich einem spannenden und viel diskutierten Thema der Nachhaltigkeitsforschung: Diesmal dreht sich alles um Mobilität!

    Ein Beitrag von Vanessa Kügler & Sarah Meyer-Soylu

    Teil II: Mobil und menschlich durch die Oststadt

    Unser Lebensstil wird immer mobiler. Dank Smartphone und Internetflat sind wir zu jeder Tageszeit und überall erreichbar. Na klar! Schnell ins Auto oder in den Zug gesprungen und schon sind wir am Ziel. Eine Selbstverständlichkeit, oder? Immer in Bewegung und immer mobil – ob wir wollen oder nicht. Unsere kleinen digitalen Helfer sind dabei bereits fester Bestandteil unserer Alltagsroutine. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – oder wohl eher ein Bequemlichkeitstier?

    Auch auf unseren alltäglichen Wegen durch die Stadt neigen wir weiterhin zur Routine und ärgern uns lieber darüber schon wieder im Stau zu stehen statt über alternative Verkehrsmittel und nachhaltige(re) Reisemöglichkeiten nachzudenken. Warum dieser Widerspruch? Wäre es nicht längst an der Zeit, dass wir uns unser Mobilitätsverhalten bewusst vor Augen führen und die Folgen für unsere Gesundheit und Umwelt vorausschauend – kurzum nachhaltig – darin einbeziehen? Genau hier knüpfen auch die Kernfragen des Projektes „Mobilitätsaspekte“ des R131 an: Wie kann ich mich in meiner Stadt fortbewegen, und meine Umwelt und Mitwelt möglichst wenig belasten? Wie lässt sich unsere Mobilität sozial gerecht und menschlich gestalten?

    Individuell mobil sein
    Unter dem Schlagwort Mobilität lassen sich unzählige Aspekte anführen. Wo also anfangen?

    „Das Unterwegssein in der Stadt belastet zu oft Umwelt und Nerven. Wir denken nach über ein Mobilitätskonzept, das auf Fahrräder, smarte Verkehrsleitsysteme und kollektive Verkehrsmittel setzt.“

    (Zielsetzung des Themenschwerpunkts Mobile Stadt)

    Der Fokus der Aktivitäten im Projekt „Mobilitätsaspekte“ lag auf dem Bereich Alltagsmobilität – und den folgenden drei darunter verorteten Handlungsschwerpunkten:

    • nachhaltige Organisation von Alltagsreisen
    • Integration von Fahrrädern und insbesondere Lastenrädern in unseren mobilen Alltag
    • Untersuchung zentraler Verkehrsknoten und -plätze (Weniger Verkehr, mehr Aufenthaltsqualität!)

    Unsere alltäglichen Reisen und die Verkehrsmittelwahl sind nicht nur Ergebnis von Gewohnheiten, sondern hängen natürlich auch stark von individuellen Faktoren ab: wie unserer körperlichen Fitness, unserem Alter oder dem Bedarf etwas zu transportieren – wie etwa einen Kinderwagen. Hinzu kommt, dass unsere Wahl des Verkehrsmittels zusätzlich beeinflusst wird durch äußere Bedingungen, wie zum Beispiel die Beschaffenheit und Streckenführung bestehender Radwege oder Straßensperrungen, und die bereitgestellte Information über die Möglichkeiten, das jeweilige Ziel zu erreichen.

    Den mobilen Alltag organisieren: Willkommen im Alltagsreisebüro!

    Wie lassen sich all diese unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse verschiedener Nutzergruppen befriedigen und nachhaltig koordinieren?

    Um eine Anlaufstelle für die BürgerInnen der Oststadt zu schaffen und Raum und Gelegenheit zu geben, das eigene Mobilitätsverhalten genauer zu hinterfragen bzw. zu verbessern, hat das R131 in Zusammenarbeit mit ExpertInnen des Instituts für Verkehrswesen (IfV) das sogenannte Alltagsreisebüro im Zukunftsraum eingerichtet . Hier hatten die BürgerInnen seit Anfang 2016 die Möglichkeit eine regelmäßig stattfindende und kostenlose Mobilitätsberatung zu nutzen und sich über lokale Mobilitätsdienste und -apps aufklären zu lassen, um effiziente und nachhaltige(re) Reiselösungen zu finden, die trotzdem den individuellen Ansprüchen entsprechen. Die Einrichtung der Mobilitätsberatung war eine Reaktion auf einen im BürgerForum geäußerten Bürgervorschlag – der aber erst später als gedacht umgesetzt werden konnte. Für die BürgerInnen und uns bedeutete das einen langen Atem. Als es dann endlich soweit war, mussten wir jedoch feststellen, dass das Angebot nicht so gut angenommen wurde, wie erhofft. Daraus wollen wir lernen, um unsere zukünftigen Projekte noch näher an den BürgerInnen und ihren Bedürfnissen zu entwickeln! Du hast Anregungen, Kritik oder sogar eigene Projektideen für uns? Dann besuche uns gern im Zukunftsraum!

    Um die BürgerInnen weiter an das Thema Mobilität und alternative Verkehrsmittel heranzuführen war zudem Anfang 2016 die Mobilitätsausstellung „Von hier nach da“, der BUND Jugend Baden-Württemberg zu Gast im Zukunftsraum. Die Wanderausstellung zeigte der Oststadt inspirierende Ideen und Visionen zu einer neuen Mobilitätskultur. Bei Filmabenden und Vorträgen wurde sich in entspannter Atmosphäre ausgetauscht.

    Es müssen nicht immer 4 Räder sein: Komm schwing dich auf’s Fahrrad!

    Ausschlaggebend für den Fahrradschwerpunkt waren die BürgerInnen und ihre Feststellung, dass der Autoverkehr – stehend und rollend – im Quartier dominiere. Dazu kam unsere Motivation, die Situation für den Radverkehr in der Oststadt zu verbessern und Menschen dazu zu bewegen öfter auf das Fahrrad umzusteigen.

    Gerade für den Transport größerer Gegenstände muss nicht immer gleich ein Auto her. Davon sind wir bereits seit langem überzeugt, weshalb das Thema Lastenrad schon von Beginn an ein Thema bei uns im Projekt war. Wir haben mehrmals versucht eine Förderung aus der Wissenschaft für das Thema Lastenfahrräder zu erhalten, waren damit jedoch nicht erfolgreich. Umso erfreuter sind wir, dass mittlerweile in ganz Karlsruhe Menschen diese Idee teilen und zusammen ein kostenloses Lastenfahrradverleihsystem aufgebaut haben: Lastenkarle! Nur einen Katzensprung vom Zukunftsraum entfernt steht nun seit einigen Wochen ein Lastenfahrrad für jedeN zum Ausleihen zur Verfügung!

    Und auch das R131 geht mobil voran: Mit unserem hauseigenen Lastenrad sind wir auf verschiedenen Veranstaltungen unterwegs und können so schwere oder sperrige Dinge klimafreundlich von A nach B bringen!

    Auf die kritische Beziehung von Autoverkehr und Stadtbild wollen wir auch immer wieder mit unserer Teilnahme am PARK(ing)Day Karlsruhe aufmerksam machen – vor allem auf die enorme Flächeninanspruchnahmei durch parkende Autos in der Stadt und die Frage: Was wäre, wenn wir diese Flächen anderweitig nutzen könnten?

    Passend zu unserem Fahrrad-Schwerpunkt wurde dieses Jahr eine studentische Abschlussarbeit zum Thema alltägliche Fahrradnutzung – vor allem Fahrradparken – in der Oststadt angefertigt. Mittels Fragebogen – online und face-to-face – wurden über 100 Oststädter zu ihrer Fahrradnutzung befragt. Darin wurde unter anderem untersucht:

    • wie häufig die Bewohner ihr Fahrrad nutzen und was sie eventuell vom Fahrradfahren abhält (insbesondere die Autofahrer)
    • was für Maßnahmen es bräuchte, damit sie in Zukunft öfter auf das Fahrrad umsteigen
    • wo und wie die Oststädter ihr Rad abstellen und welche Probleme sich aus dieser Abstellweise ergeben.

    Wer hierzu nun weiterlesen möchte, kein Problem! Hier und am Ende des Blogbeitrags findest du die Arbeit als PDF angehängt.

    In Verbindung mit der Abschlussarbeit und um weiter für das Thema Fahrradfahren und -parken in der Stadt zu sensibilisieren, wurde Anfang 2017 ein öffentlicher Vortrag in der Oststadt im Rahmen des Quartier Zukunft Stammtisch gehalten und über die Ergebnisse der Befragung und die daraus abgeleiteten Handlungsvorschläge diskutiert.

    Mobilität als Modell

    Wie wirken sich eine Sperrung der Straße XY oder eine Shared Space Nutzung auf das Quartier aus? Um solche Fragen beantworten zu können hat das R131 Team ein existierendes Verkehrsmodell der Oststadt genutzt, um Wechselwirkungen der Verkehrsströme sichtbar und nachvollziehbar zu machen und Szenarien abzuleiten.

    Besondere Aufmerksamkeit wurde dem zentralen Verkehrsknoten am Gottesauer Platz geschenkt, für den Umgestaltungsmaßnahmen entwickelt wurden, um die Aufenthaltsqualität dort zu verbessern und damit den Bürgerwünschen in Sachen Flächengestaltung und Parkplatzsituation gerecht zu werden. In einer weiteren Masterarbeit wurden konkrete Aufwertungsszenarien für den Gottesauer Platz ausgearbeitet. Neugierig? Auch diese Arbeit findest du hier und natürlich unten verlinkt!

    Durch die Verkehrssimulationen konnte zwar ein aktuelles Bild der Verkehrsbelastung geschaffen werden, allerdings wurde eine Herausforderung für die ForscherInnen immer deutlicher: die vielen Baustellen! Momentan sind sie in Karlsruhe schwer zu übersehen… Durch den Bau der neuen U-Bahnlinie und damit zusammenhängenden Streckensperrungen und Umleitungen in der Umgebung, ist es aktuell quasi unmöglich den tatsächlichen Verkehr im Gebiet nach Fertigstellung der Kombilösung zu ermitteln. Damit fehlen verlässliche Daten, was das Abschätzen von Wechselwirkungen folglich erschwert und die Durchsetzung konkreter Maßnahmen verhindert.

     Was kommt nun?

    Wie arbeiten wir mit den bisherigen Ergebnissen weiter? Auf der öffentliche Diskussion und Präsentation am 27.06.2016 im Zukunftsraum, haben wir unsere Ergebnisse vorgestellt und viele Anregungen zur Weiterarbeit mitgenommen. Für 2018 wird das Thema Mobilität auf jeden Fall weiter auf der Agenda bleiben! Abhängig von ausstehenden Förderanträgen wird es sogar stärker in den Blick rücken und gemeinsam mit den Themen Ernährung, Konsum und Klimaschutz angegangen werden.

    Und natürlich seid immer Ihr und Eure Ideen gefragt! Lust auf neue nachhaltigere Gewohnheiten? Wir freuen uns wenn Ihr aktiv werdet und Eure Projektideen umsetzten wollt. Meldet Euch doch einfach bei uns (Ansprechparterin ist Sarah Meyer-Soylu: sarah.meyer@kit.edu) oder schaut zu unseren Öffnungszeiten im Zukunftsraum vorbei.

     

    Neugierig geworden? Hier könnt Ihr weiterlesen:

     

  41. Heute parken nicht nur Autos! PARK(ing) Day 2017

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    Hast Du Dich schon mal gefragt, wie deine Straße autofrei aussehen würde? Vergangenen Freitag haben einige Karlsruher und Karlsruherinnen das gemeinsam ausprobiert. Am 15. September fand nämlich, wie jeden dritten Freitag im September, auch in Karlsruhe wieder der PARK(ing) Day statt. Unter dem Motto „Die Stadt ist für die Menschen, nicht für die Autos“ erobern Menschen auf der ganzen Welt Parkplätze zurück.

    Am jährlichen PARK(ing) Day werden Parkplatzflächen belegt und der so entstandene Raum wird kreativ in der Gemeinschaft genutzt. Auch unser Praktikant Janos Siegle war in Karlsruhe dabei und hat die Antwort auf die Frage „Wie sieht meine Stadt autofrei aus?“ für einen Tag miterlebt.

    Ein Beitrag von Janos Siegle

    Es ist Freitagmorgen. Viele Leute sind unterwegs, wahrscheinlich zur Arbeit oder zum Einkaufen. Auch ich bin unterwegs in die Karlsruher Innenstadt, aber aus einem ganz anderen Grund. Ich quetsche mich durch zwischen den parkenden Autos am Straßenrand und denen, die sich von der nächsten Kreuzung zurückstauen und den halben Fahrradweg blockieren. Fast geschafft. Heute will ich mit anderen Karlsruherinnen und Karlsruhern im Rahmen des PARK(ing) Day darauf aufmerksam machen, wie viel Fläche wir in der Stadt den Autos zum Rumstehen überlassen. Allein in der Karlsruher Innenstadt sind das über 10.000 Quadratmeter und da sind die Parkhäuser nicht mitgerechnet. Das entspricht einer Fläche die fast so groß ist wie der Friedrichsplatz. Der PARK(ing) Day ist ein friedlicher Aufruf für eine Veränderung unserer Mobilitätskultur. Das tolle daran ist: jedeR kann mitmachen und das ganz einfach – Parkschein lösen und es sich gemütlich machen.

    Auf geht’s durch die Innenstadt

    In der Lammstraße, neben dem Naturkundemuseum, treffe ich Mitglieder der Organisation Greenpeace an. Sie sind dabei, eine Reihe von Parkplätzen zu möblieren; ich helfe mit. Liegestühle, Gartentische und Campingsessel – alles haben sie dabei, sogar Topfpflanzen und Blumenvasen finden sich im Parkplatzwohnzimmer in der Lammstraße. Auf einem großen, weißen Banner ist das PARK(ing) Day Logo vorgezeichnet, Farben stehen bereit und laden zum  Mitmalen ein. Außerdem gibt es verschiedene Infos zum Thema „Autofreie Stadt“.

    Es geht für mich weiter. Im Passagehof sind nun, nach einigen Schwierigkeiten, die reservierten Parkplätze autofrei. VCD und BUZO haben es sich hier gemütlich  gemacht. Auf einem grünen Teppich laden Gartentisch und Stühle zum Verweilen ein. Als ich nach einer frühen Mittagspause an den Gartentisch zurückkehre, gibt es Nusszopf und Zwetschgen und eine Diskussion über Zwetschgensorten kommt auf. Ein Essenslieferant, der Mittagspause macht und auf sein eigenes Essen wartet, setzt sich mit in die Gruppe. Er hatte schon im Voraus vom PARK(ing) Day gehört und ist ganz begeistert, wie wir den Parkraum gemeinschaftlich nutzen.

    „Ich kann keine Autos mehr sehen!“

    An der Ecke Karlstraße Waldstraße finde ich einen Infostand vom ADFC und autofrei leben!. Doch nur wenige Menschen bleiben stehen oder schauen sich den Stand genauer an. Dafür ist das Verkehrsaufkommen und die Geschwindigkeit an dieser Kreuzung zu hoch – leider. Ein Mann ruft im Vorbeigehen: „Ich kann keine Autos mehr sehen!“, dann bleibt er doch noch kurz stehen und erzählt von seinen vielen Jahren als LKW-Fahrer. Gerade als ich weiter gehen will, parkt eine Frau halb auf der Kreuzung. Ich spreche sie darauf an, dass sie den Rad- und den Fußverkehr behindert. Sie geht schnell weiter mit den Worten, sie muss das jetzt schnell bei der Galerie abgeben. Ich bleibe noch ein wenig länger da, da es mich interessiert, wie lange sie denn wirklich braucht. Keine fünf Minuten später parkt ein großer Lieferwagen eines Caterers direkt hinter der Frau. Den Radfahrern und Fußgängern bleibt nur noch ein schmaler Spalt zwischen den Autos, der Rest der Kreuzung ist blockiert. Etwa 15 Minuten später kommt die Frau zurück und ich gehe zur nächsten Station.

    In der Südlichen Waldstraße treffe ich auf vier Studentinnen, die in der Grünen Jugend aktiv sind. Sie laden mich direkt ein, mich zu ihnen aufs Sofa zu setzten. Mit Schirmen trotzen sie dem – noch – leichten Regen. Den Standort für ihr Sofa, den Klapptisch und die Papphocker haben sie gut gewählt. Denn die Grünen haben im Gemeinderat zum Thema „Autofreie Südlichen Waldstraße“ bereits einen Antrag gestellt. Dieser wurde allerdings abgelehnt. Nach dem ich vom Sofa aus den Verkehr eine Weile beobachtet habe, kann ich nur sagen, zu unrecht. Die Straße hätte ohne Autos so viel mehr zu bieten.

    Ich mache mich wieder auf den Weg zur letzten Station und komme in einen Starkregen. Da bin ich dann echt froh, dass sich die Anstoß die Parkplätze direkt vor ihrem Projektraum „ßpace“ in der Fritz-Erler-Straße hat reservieren lassen. Dort kann ich mich unterstellen und bekomme etwas zu trinken. Als der Regen nachlässt, rollen sie ihre Teppiche wieder aus und machen es sich erneut im Freien gemütlich. Um halb fünf beginnt die Band STILL IN THE WOODS im „ßpace“ ein Konzert – schön.

    Am Ende wieder zurück zum Alltag? – Oder doch etwas Neues wagen?

    Dann ist es für mich auch schon wieder an der Zeit, Heim zu fahren. Ich hatte einen tollen Tag mit vielen spannenden Gesprächen, trotz Regen. Ich hoffe wir haben vielen Menschen zeigen können, dass im aktuellen Stadtverkehr ein Umdenken Einzug halten sollte und sich noch vieles ändern muss. Partielle Fahrverbote und die Einführung einer Citymaut  für Autos halte ich für einen guten Anfang. Auch wer sein Auto teilt oder Carsharing nutzt trägt dazu bei, dass wieder mehr Fläche von den Menschen genutzt werden kann. JedeR kann zu einer neuen Mobilitätskultur beitragen und ein Zeichen setzen und das nicht nur am PARK(ing) Day. Dennoch motivieren solche Aktionen Menschen dazu, sich Zeit nehmen, den Alltagstrott zu unterbrechen und gemeinsam den Autolawinen zu trotzen. So können wir uns auf die Zukunft in den Städten freuen.

    Auf den PARK(ing) Day 2018 bin ich bereits gespannt und ich freue mich dort wieder viele motivierte Menschen zu treffen.

     

    Du interessierst Dich für das Thema Autofrei und willst mehr dazu wissen?

    Hier findest Du weiteren Lesestoff:

    Verkehrsentwicklungsplan Karlsruhe

    Tipps für eine ökologische Mobilität

    Autofreie Städte – Leise, Sauber, Sicher

    Mobilität in Metropolen – Neue Wege durch die Stadt

    Inteligente Mobilität – „Der autofreien Stadt gehort die Zukunft“

     

     

  42. Vortragsabend: “Neue Wohnformen und nachbarschaftliche Netzwerke im Quartier”

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    Der gesellschaftliche und demographische Wandel wird zunehmend von dem Wunsch nach gemeinschaftlichem Wohnen und Leben in funktionierenden Quartiersnachbarschaften begleitet. Alexander Grünenwald, Leiter der BauWohnberatung Karlsruhe, berichtet am 01. Oktober 2015 von den Erfahrungen, die er bei der Begleitung von solchen Wohn- und Quartiersprojekten bei der Entwicklung und Umsetzung gemacht hat. Der Vortrag findet im Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft statt.

    Wohngemeinschaften1

    Herausforderungen für bestehende Wohn- und Lebensformen
    Gesellschaftlicher und demographischer Wandel führen für bestehende Lebens- und Wohnformen für viele Bevölkerungsgruppen zu Herausforderungen. Etwa ziehen durch Migrationsdruck auf dem Arbeitsmarkt viele junge Menschen in Städte, die weit entfernt von ihrem Elternhaus sind. Dadurch werden konventionelle familiäre Fürsorgesysteme erschwert und der Kontakt zwischen den Generationen wird verringert. Gleichzeitig etablieren sich neue Kommunikationsmethoden und mediale Systeme durch rasanten technologischen Fortschritt und jüngere Generationen bewegen sich in anderen soziotechnischen Umgebungen als ältere, die erschwerten Zugang zu diesen haben. Weiterhin besteht ein erhöhter Bedarf, Menschen mit Migrationshintergrund besser zu integrieren und zwischenmenschliche Barrieren und Vorurteile abzubauen. Diese und andere Herausforderungen erfordern die Erprobung neuer Formen des Zusammenlebens und neuer Wohnformen.
     
    Neue Wohnformen und nachbarschaftliche Netzwerke – ein Vortrag
    Nachbarschaftlich orientierte und bürgerschaftlich organisierte Wohn- und Lebensformen sind dabei, sich als Wege aus der sozialen Isolation hin zu mehr Sinnorientierung in neuen Solidargemeinschaften mit zudem handfesten ökonomischen Vorteilen zu etablieren. Auch Kommunen profitieren von diesen Initiativen. Alexander Grünenwald ist Leiter der BauWohnberatung Karlsruhe und hat bereits mehrere solcher Wohn- und Quartiersprojekte bei der Entwicklung und Umsetzung begleitet. Er berichtet anhand von Beispielen über seine Erfahrungen.
     
    Wann und wo
    Der Vortrag findet am 1. Oktober 2015 um 19:00 Uhr im Zukunftsraum in der Rintheimer Straße 46 statt. Die Veranstaltung ist kostenlos. Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

    Begleitend zum Vortrag wird von der Wohnbus-Initiative am 23. Oktober 2015 eine Wohnbus-Tour angeboten, bei der mehrere Wohnprojekte in Ludwigshafen, Speyer und Karlsruhe angefahren und besichtigt werden. Tourdaten und Anmeldeinformationen entnehmen Sie den untenstehenden Links.

    Weiterführende Links
    BauWohnberatung Karlsruhe
    Wohnbus-Initiative
    Infoflyer zur Wohnbustour
    Anmeldung zur Wohnbus-Tour
  43. BürgerForum: Themenausschuss „Leben und Wohnen in der Oststadt“

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    Am 11. Oktober 2014 startet das BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand mit einer Auftaktwerkstatt. Auf dieser Website erfahren Sie in den Tagen bis zur Veranstaltung, welche Themen im Rahmen des BürgerForums besprochen werden. Nach den Themenauschüssen „Energie neu denken – Klima schützen“ und „Stadtgesellschaft im Wandel – Lebensqualität steigern“ folgt mit diesem Artikel die Darstellung des Themenausschusses „Leben und Wohnen in der Oststadt“. Welche Wohnformen wünschen wir uns für die Zukunft? Wie bringen wir die Generationen wieder näher zusammen? Welche anderen Dinge gibt es, die für uns ein lebenswertes Wohnumfeld ausmachen, in dem wir bleiben oder das wir neu beziehen möchten?

    Einige von uns haben sich für die Oststadt als neuen Wohnort entschieden und müssen sich erst einmal zurechtfinden im neuen Stadtraum. Einige von uns wohnen schon länger in ihrem Quartier. Sie fühlen sich wohl in ihrer gewohnten Umgebung und stellen sich die Frage, ob und wie sie ihren Wohnort noch im Alter behalten können. Die Beantwortung dieser Frage hängt sicherlich auch davon ab, ob die nötige Infrastruktur, wie Einkaufsmöglichkeiten, Gesundheitsversorgung, Erholungsräume, öffentlicher Nahverkehr etc. im Quartier vorhanden und gut erreichbar ist. Sie hängt aber vielleicht auch davon ab, ob es eine funktionierende Gemeinschaft in der Nachbarschaft gibt. Kennt man seinen Nachbarn, um ihn zum Beispiel fragen zu können, ob er einem beim Einkauf oder bei der Betreuung helfen kann?

    Welche Wohnformen wünschen wir uns für die Zukunft? Wie bringen wir die Generationen wieder näher zusammen? Welche anderen Dinge gibt es, die für uns ein lebenswertes Wohnumfeld ausmachen, in dem wir bleiben oder das wir neu beziehen möchten? Die Bedürfnisse an unser Wohn- und Lebensumfeld verändern sich im Laufe unseres Lebens, nach Schule und Ausbildung kommt für viele die Zeit der Familiengründung in der plötzlich mehr Wohnraum benötigt wird. Oft finden Familien nur schlecht bezahlbaren innenstadtnahen Wohnraum und wandern ab. Deshalb gilt es zu überlegen, wie Familien und älteren Menschen weiterhin ein attraktives Leben im Quartier ermöglicht werden kann.

    Und: In einer Stadt treffen viele unterschiedliche Lebensstile und Werte aufeinander. Wie kann man den unterschiedlichen Bedürfnissen einer vielfältigen Gesellschaft gerecht werden? Wie können wir sogar voneinander lernen, wie Gemeinschaft stärken? Sie sind herzlich dazu eingeladen, hierüber Ihre eigenen Erfahrungen und Fragen in den Ausschuss mitzubringen, zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu entwickeln.

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    Die weiteren Ausschussthemen werden wie folgt auf der Website des Quartier Zukunft besprochen:

    Sie möchten am BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand teilnehmen? Alle Informationen zur Anmeldung finden Sie unter www.karlsruhe.buergerforum2014.de.

    Weiterführende Informationen

    Website der Stadt Karlsruhe

  44. BürgerForum: Themenausschuss “Stadtgesellschaft im Wandel”

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    Am 11. Oktober 2014 startet das BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand mit einer Auftaktwerkstatt. Auf dieser Website erfahren Sie in den Tagen bis zur Veranstaltung, welche Themen im Rahmen des BürgerForums besprochen werden. Nach dem Themenauschuss “Energie neu denken – Klima schützen” folgt mit diesem Artikel die Darstellung des Themenausschusses „Stadtgesellschaft im Wandel – Lebensqualität steigern“. Weniger – älter – bunter, lauten knapp die Kennzeichen der gegenwärtigen Bevölkerungsentwicklung. Dass der demographische Wandel viele Herausforderungen birgt, denen sich unsere Gesellschaft stellen muss, ist inzwischen mehr als deutlich.

    Weniger – älter – bunter, lauten knapp die Kennzeichen der gegenwärtigen Bevölkerungsentwicklung. Dass der demographische Wandel viele Herausforderungen birgt, denen sich unsere Gesellschaft stellen muss, ist inzwischen mehr als deutlich. Wir sind Teil dieser Entwicklung und bekommen die Auswirkungen einer veränderten Gesellschaftsstruktur schon heute zu spüren. In diesem Ausschuss diskutieren wir den Umgang mit der Thematik speziell in der Karlsruher Oststadt.

    In Anbetracht der sinkenden Geburtenrate und einer wachsenden Zahl an älteren Menschen stellt sich die Frage, wer und in welcher Form sich zukünftig um uns kümmern wird und welche Rolle dabei beispielsweise generationenübergreifende Wohnformen und Nachbarschaften einnehmen. Welche Unterstützungsangebote gibt es schon und an welcher Stelle besteht noch Ausbaupotenzial? Gerade eine bunt gemischte Stadtbevölkerung bietet zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten beim gegenseitigen Versorgen und Kümmern. Menschen aus anderen Kulturen bereichern unsere Gesellschaft, das Zusammenleben im Alltag birgt aber auch Herausforderungen, um ein vertrauensvolles und wertschätzendes Zusammenleben zu ermöglichen.

    Wie können wir unsere Lebensqualität verbessern oder möglichst lange aufrechterhalten? Wie lassen sich Entschleunigung und Stressabbau in unseren Alltag integrieren? Gerade heute, wo wir an und über den Grenzen unserer Leistungsfähigkeit arbeiten, darf unsere eigene auch seelische Gesundheit nicht zu kurz kommen. In diesem Zusammenhang stellen sich vor allem auch die Fragen, was das Leben in der Stadt lebenswert und lebendig macht und wie wir möglichst lange gesund in ihr leben können. Was dagegen sind eher krankheitsfördernde Faktoren und  wie können wir diese vermeiden? Sie sind herzlich dazu eingeladen, hierüber Ihre eigenen Erfahrungen und Fragen in den Ausschuss mitzubringen, zu diskutieren und Lösungsvorschläge zu entwickeln.

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    Die weiteren Ausschussthemen werden wie folgt auf der Website des Quartier Zukunft besprochen:

    • „Leben und Wohnen in der Oststadt“ am Mittwoch, den 01. Oktober 2014
    • „Alltagsmobilität im Blick“ am Montag, den 06. Oktober 2014
    • „Verträglich wirtschaften und arbeiten“ am Mittwoch, den 08. Oktober 2014
    • Energie neu denken – Klima schützen”, bereits online

    Sie möchten am BürgerForum Nachhaltige Oststadt | Zukunft aus Bürgerhand teilnehmen? Alle Informationen zur Anmeldung finden Sie unter www.karlsruhe.buergerforum2014.de.

    Weiterführende Informationen

    Website der Stadt Karlsruhe

  45. Einladung zum Freiluftwohnzimmer

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    Mal vom Alltag ausruhen, mit den Nachbarn ins Gespräch kommen und das Leben vor der Haustüre entdecken: Beleben Sie den öffentlichen Raum vor Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus mit einem Freiluftwohnzimmer, also einem Stuhl, einem Tisch oder einer Sitzgruppe, das Sie ganz individuell gestalten können. Es ist Zeit für eine Pause! Die Aktion Freiluftwohnzimmer findet am 12.7.2014 in den Straßen und auf den Plätzen der Karlsruher Oststadt statt.

    Ihr Freiluftwohnzimmer

    Das Quartier Zukunft lädt alle BürgerInnen der Oststadt ebenso wie weitere Engagierte und Interessierte ein, am Nachmittag des 12. Juli 2014 ein Freiluftwohnzimmer im Stadtraum einzurichten. Stellen Sie Stühle und Tische vor Ihre Haustüre, gestalten Sie eine kleine Sitzgruppe, trinken Sie Kaffee mit Freunden, reden Sie mit Ihren Nachbarn und lernen diese (besser) kennen oder laden Sie Passanten ein, ein paar Minuten bei Ihnen zu verweilen. Lassen Sie die Seele baumeln.

    Entschleunigung, Neue gelebte Nachbarschaften, Belebung des öffentlichen Raums

    Kennen Sie Ihre Nachbarn? Wissen Sie wer in der Wohnung über Ihnen oder im Nebenhaus wohnt? Vieles ist heutzutage in der Stadt sehr anonym geworden. Darüber hinaus: Viel zu oft hastet man im Alltag von Termin zu Termin. Oder man ist in der Stadt unterwegs und kann weit und breit keine Sitzgelegenheit zum Ausruhen entdecken. Es ist Zeit für eine Pause – von der Hektik und Schnelllebigkeit unseres Alltags. Gönnen Sie sich und Ihren Mitmenschen etwas Zeit zum Durchatmen, Innehalten und Kraft schöpfen.

    Mit der Aktion Freiluftwohnzimmer möchte das Quartier Zukunft auf die Themen Entschleunigung, Neue gelebte Nachbarschaften und Lebenswerte öffentliche Räume aufmerksam und in der Oststadt sichtbar und erlebbar machen. Wir möchten dazu anregen, Nachbarschaften wieder aufleben zu lassen und die persönliche Kommunikation zu fördern. Denn wenn sich Nachbarn kennen und gegenseitig unterstützen, kann das eine große Bereicherung sein: im Alltag, wenn man grade keine Zwiebeln im Haus hat, wenn die Kinder mal eine halbe Stunde gehütet sein müssen oder weil das Kaffeetrinken alleine einfach weniger Spaß macht. Neben einer Stärkung des Gemeinsinns und Gemeinwohls werden so letztlich auch Ressourcen geschont.

    Öffentliche Räume in unseren Städten erleben seit einigen Jahren eine neue Aufmerksamkeit, werden dennoch nur bedingt als Aufenthaltsort und Lebensraum wahrgenommen und genutzt. Vielfach dienen sie nur als zu überwindende Wegstrecke. Dabei bieten sie großes Potential für gemeinschaftliches Zusammenkommen und ein aktives Leben. Nutzen Sie den Stadtraum vor Ihrer Haustüre, beleben Sie ihn und machen ihn so ein Stück lebenswerter.

    Wann und Wo?

    Die Aktion Freiluftwohnzimmer findet am Samstag, den 12.07.2014 ab 14.00 Uhr vor Ihrer Haustüre in den Straßen und auf den Plätzen der Karlsruher Oststadt statt. Das Quartier Zukunft Team wird am Freiluftwohnzimmer-Nachmittag in der Oststadt unterwegs sein, Sie in Ihren Freiluftwohnzimmern besuchen und zur Kennzeichnung der Sitzgruppen kostenfrei farbige Schleifen verteilt. Diese können Sie an Ihren Stühlen befestigen und damit für mehr Aufmerksamkeit sorgen. Alternativ können die Schleifen auch ab dem 03.07.2014 im Café GOLD in der Oststadt abgeholt werden (Ludwig-Wilhelm-Straße 12, 76131 Karlsruhe).

    Freiluftwohnzimmer verorten

    Wenn Sie Ihr Freiluftwohnzimmer bereits fest eingeplant haben, können Sie dieses gerne in die unten stehende Übersichtskarte eintragen. So können Sie sicher gehen, dass interessierte Besucher Ihr Freiluftwohnzimmer in der Oststadt finden.

    So funktionert es:  Klicken Sie auf die obrige Karte. Wenn Sie einen Google-Account haben, melden Sie sich mit Ihren Zugangsdaten an. Wenn Sie noch keinen Google-Account haben, dauert das Anmelden nur einige wenige Minuten. Sie können dazu auch Ihre E-Mail-Adresse nutzen, die nicht von Google ist. Klicken Sie auf „bearbeiten“ und nutzen Sie das Pin-Tool und platzieren Sie die Markierung dort, wo Sie planen, Ihr Freiluftwohnzimmer aufzubauen. Sie können Ihrer Markierung einen Titel geben. Dieser kann z.B. „Freiluftwohnzimmer“ lauten oder sich nach dem Motto Ihres individuellen Freiluftwohnzimmers richten. Speichern!

    Wenn Sie den Eintrag nicht selber machen möchten, schreiben Sie eine E-Mail an Alexandra Quint, die den Eintrag gerne für Sie übernimmt.

    Bitte beachten Sie

    In Absprache mit dem Ordnungsamt gilt: Bitte achten Sie darauf, Verkehrsteilnehmer (z.B. Fußgänger, Rollstuhlfahrer, Kinderwägen, Autofahrer) nicht zu beeinträchtigen und achten Sie auf Ihre Sicherheit. Wir bitten Sie darum, den Ort Ihres Freiluftwohnzimmers am Ende des Tages wieder so zu verlassen, wie Sie ihn vorgefunden haben – oder schöner.

    Weiterführende Informationen

    Flyer zur Aktion

    Facebook Event

    Nachhaltig handeln – die offizielle Website der N!Tage Baden-Württembergs 

    Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg beim KIT Zukunftscampus

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Nennen Sie uns Ihre Wünsche und Vorstellungen zur Entwicklung des Quartier Zukunft. Sagen Sie uns Ihre Meinung. Was ist Ihnen besonders wichtig? Was nicht?
Wir sammeln Ihre Äußerungen und werden sie zeitnah auf dieser Website präsentieren, um sie weiter zu diskutieren und in den Entwicklungsprozess des Quartier Zukunft einfließen zu lassen.

Impressum und Datenschutz

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