Veranstaltungen

  1. Wir suchen Hiwi-Unterstützung!

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    Wir suchen Unterstützung für unsere Team!

    Dazu besetzten wir ab dem Sommer (Start: Juni oder Juli 2019) eine Stelle als studentische Hilfskraft im Umfang von 30-50 Stunden/Monat.

     

    Aufgabenschwerpunkte sind:

    • Recherchen und kleinere Datenerhebungen (qualitativ und quantitativ)
    • Mitwirkung bei der Erstellung von Medien (Broschüren, Flyer, Präsentationen, Poster, etc.)
    • Unterstützung bei Veranstaltungsorganisation sowie bei deren Umsetzung im Raum Karlsruhe
    • Allgemeine organisatorische Unterstützung des Projekts

    Allgemeine Anforderungen

    • Interesse an Nachhaltigkeitsthemen, besonders nachhaltiger Stadt- und Quartiersentwicklung
    • Gute Recherchefähigkeiten
    • Sicherer Umgang mit gängigen Office Anwendungen (Word, Excel, Power Point, Outlook)
    • Gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift
    • Gute Organisationsfähigkeiten
    • Zuverlässige, strukturierte und eigenständige Arbeitsweise

    Wünschenswert sind

    • Erfahrung mit Citavi
    • Erfahrungen mit der Transkription von Texten
    • Erfahrungen im Umgang mit WordPress und JavaScript
    • Erste Erfahrungen in der Erstellung von Kurzfilmen

     

    Wir bieten eine frische Arbeitsatmosphäre im Team, einen kreativen, selbstständigen Gestaltungsraum und die Mitarbeit in einem inter- und transdisziplinären Projekt.

    Arbeitsorte sind das ITAS in der Karlstraße 11, 76133 Karlsruhe sowie der Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft  in der Rintheimer Str. 46, 76131 Karlsruhe.

    Die Tätigkeit wird nach dem üblichen Stundensatz für studentische bzw. wissenschaftliche Hilfskräfte vergütet. Eine längerfristige Tätigkeit ist erwünscht.

    Sollten wir dein Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf deine aussagekräftige Kurzbewerbung! (Anschreiben, Lebenslauf, gerne auch Zeugnisse). Bitte sende diese elektronisch ab sofort, jedoch spätestens bis zum 12.Mai 2019 an Helena.Trenks@kit.edu.

    Infos über das Projekt gibt es hier: www.quartierzukunft.de

     

  2. Praktikantin/Praktikant für das Projekts „GrüneLunge“ gesucht

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    Im Projekt „Inter- und transdisziplinäre Entwicklung von Strategien zur Erhöhung der Resilienz von Bäumen in wachsenden Städten und urbanen Regionen“ (GrüneLunge) ist ab Juni / Juli 2019 ein Praktikumsplatz mit Arbeitsschwerpunkt „Entwicklung und Durchführung von transdisziplinären Formaten für einen gesamtgesellschaftlichen Dialog über den Beitrag von Baum- und Grünflächen für den Klimaschutz zu besetzen.

    Aufgabenschwerpunkte

    • Mitwirken an der Konzeption und Umsetzung des Konzepts „Gärten für den Klimaschutz“ (Der Beitrag von privaten Gärten und Grünflächen für den Klimaschutz soll in der Öffentlichkeit von Rheinstetten thematisiert und dabei naturnahes Gärtnern gefördert werden. Menschen sollen motiviert werden, den eigenen Garten naturnah sowie mit essbaren Pflanzen für Mensch und Tier zu begrünen.)
    • Mitwirkung an der Ausarbeitung einer Informations- und Kommunikationskampagne
    • Unterstützung und Mitwirkung bei der Durchführung von Dialogformaten mit BürgerInnen in Rheinstetten und Karlsruhe
    • Recherchen und kleinere Datenerhebungen
    • Allgemeine organisatorische Unterstützung des Projekts

    Allgemeine Anforderungen

    • Interesse an Nachhaltigkeit, besonders nachhaltiger Stadt- und Quartiersentwicklung
    • Interesse an Stadtbegrünungsmaßnahmen, insbesondere an naturnahen Bepflanzungsmöglichkeiten
    • Sicherer Umgang mit gängigen Office Anwendungen (Word, Excel, Power Point, Outlook)
    • Zuverlässige, strukturierte und eigenständige Arbeitsweise

    Wünschenswert sind

    • Einschlägiger Bachelor oder einschlägiges Vordiplom
    • Erfahrungen im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (digital/analog)
    • Erfahrungen im Umgang mit Bildbearbeitungs-und Gestaltungsprogrammen (InDesign, Illustrator, Photoshop)
    • Erfahrungen im Umgang mit WordPress

    Wir bieten eine frische Arbeitsatmosphäre im Team, einen kreativen, selbstständigen Gestaltungsraum und die Mitarbeit in der inter- und transdisziplinären Projektarbeit.

    Arbeitsort ist vornehmlich das ITAS in der Karlstraße 11, 76133 Karlsruhe sowie der Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft in der Rintheimer Str. 46, 76131 Karlsruhe.

    Die Tätigkeit wird nach dem üblichen Praktikumssatz des KIT vergütet.

    Eine Praktikumsdauer von 3-6 Monaten ist erwünscht.

    Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Kurzbewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, gerne auch Arbeitsproben). Bitte senden Sie diese elektronisch bis zum 14.04.2019 an annika.fricke@kit.edu.

    Infos zum Projekt gibt es hier: https://www.itas.kit.edu/projekte_saha18_grulu.php

     

  3. Praktikantin/Praktikant für das Projekts „GrüneLunge“ gesucht

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    Im Projekt „Inter- und transdisziplinäre Entwicklung von Strategien zur Erhöhung der Resilienz von Bäumen in wachsenden Städten und urbanen Regionen“ (GrüneLunge) ist ab Juni / Juli 2019 ein Praktikumsplatz mit Arbeitsschwerpunkt „Entwicklung und Durchführung von transdisziplinären Formaten für einen gesamtgesellschaftlichen Dialog über den Beitrag von Baum- und Grünflächen für den Klimaschutz zu besetzen.

    Aufgabenschwerpunkte

    • Mitwirken an der Konzeption und Umsetzung des Konzepts „Gärten für den Klimaschutz“ (Der Beitrag von privaten Gärten und Grünflächen für den Klimaschutz soll in der Öffentlichkeit von Rheinstetten thematisiert und dabei naturnahes Gärtnern gefördert werden. Menschen sollen motiviert werden, den eigenen Garten naturnah sowie mit essbaren Pflanzen für Mensch und Tier zu begrünen.)
    • Mitwirkung an der Ausarbeitung einer Informations- und Kommunikationskampagne
    • Unterstützung und Mitwirkung bei der Durchführung von Dialogformaten mit BürgerInnen in Rheinstetten und Karlsruhe
    • Recherchen und kleinere Datenerhebungen
    • Allgemeine organisatorische Unterstützung des Projekts

    Allgemeine Anforderungen

    • Interesse an Nachhaltigkeit, besonders nachhaltiger Stadt- und Quartiersentwicklung
    • Interesse an Stadtbegrünungsmaßnahmen, insbesondere an naturnahen Bepflanzungsmöglichkeiten
    • Sicherer Umgang mit gängigen Office Anwendungen (Word, Excel, Power Point, Outlook)
    • Zuverlässige, strukturierte und eigenständige Arbeitsweise

    Wünschenswert sind

    • Einschlägiger Bachelor oder einschlägiges Vordiplom
    • Erfahrungen im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (digital/analog)
    • Erfahrungen im Umgang mit Bildbearbeitungs-und Gestaltungsprogrammen (InDesign, Illustrator, Photoshop)
    • Erfahrungen im Umgang mit WordPress

    Wir bieten eine frische Arbeitsatmosphäre im Team, einen kreativen, selbstständigen Gestaltungsraum und die Mitarbeit in der inter- und transdisziplinären Projektarbeit.

    Arbeitsort ist vornehmlich das ITAS in der Karlstraße 11, 76133 Karlsruhe sowie der Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft in der Rintheimer Str. 46, 76131 Karlsruhe.

    Die Tätigkeit wird nach dem üblichen Praktikumssatz des KIT vergütet.

    Eine Praktikumsdauer von 3-6 Monaten ist erwünscht.

    Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige Kurzbewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, gerne auch Arbeitsproben). Bitte senden Sie diese elektronisch bis zum 14.04.2019 an annika.fricke@kit.edu.

    Infos zum Projekt gibt es hier: https://www.itas.kit.edu/projekte_saha18_grulu.php

     

  4. I’m still dreaming of a green christmas! Tipps für’s nachhaltige Feiern neu aufgelegt.

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    Nicht immer muss man etwas Neues kaufen, um einer geliebten Person an Weihnachten ein Lächeln aufs Gesicht zu zaubern. Und nicht immer muss man einen Blogartikel neu schreiben, um tolle Tipps für ein nachhaltiges Fest parat zu haben :). Entstanden vor zwei Jahren hat dieser Blogartikel nichts von seiner Aktualität eingebüßt und passt mit ein paar kleinen Ergänzungen auch noch 2018. Viel Spaß beim Lesen und Ausprobieren!

    Letztes Jahr zu Weihnachten: Opa hat die Weihnachtsgeschichte gelesen, es wurde„Stille Nacht“  gesungen, alle Geschenke wurden ausgepackt und bejubelt, die Kinder sind glücklich, pappsatt und müde. Eigentlich war’s ein schönes Fest. Und trotzdem: Etwas stört und stimmt nicht. Es ist der Müll auf dem Sofa, unter’m Baum, auf dem Boden, der Müll überall. Eine gigantisch große Landschaft aus Geschenkpapier. Schleifchen. Kärtchen. Goldbändern. Styropor. Verpackung. In diesem Moment fällt die Entscheidung: Nächstes Jahr wird alles anders. Wir wollen nicht mehr. I’m dreaming of a green christmas! Jetzt müssen wir nur noch herausfinden, wie das geht: Weihnachten in nachhaltig.

    Winter 2018: Weil dieses Jahr zu Weihnachten ja alles anders, nachhaltiger werden soll, braucht es diesmal einen Plan. Denn eines wissen wir nur zu gut: Den größten Quatsch kauft man im Stress. Mal eben schnell ein Buch von der Spiegel-Bestsellerliste über die Rolle von Insekten bei der Aufklärung von Gewaltdelikten (wird schon gut sein). Eine CD von der Band, über deren Sänger die Freundin irgendwann mal gesagt hat, irgendwie sei der ja ganz süß. Das Glanzpapier mit den glücklichen Elch-Ehepaaren drauf, das praktischerweise im 1-Euro-Shop an Deiner Ziel-Straßenbahnhaltestelle feilgeboten wird.

    Im Netz trifft man auf genug Leute, denen es ähnlich geht: Sie sind nicht nur partiell angenervt von dem Verpackungswust, sondern von der weihnachtlichen Konsumlawine insgesamt. Kein Bock mehr auf immer mehr! Und sie überlegen sich Lösungen. Es gibt Blogs von MinimalistInnen, die Weihnachten gleich ganz absagen. Artikel von Leuten, die einfach gar nichts mehr schenken. Tipps von KonsumverweigererInnen, die an Weihnachten stundenlange Waldwanderungen machen, bloß, um der Geschenkeorgie zu entkommen. Puh. Nee. Weihnachten wollen wir ja schon. Aber halt anders!

    Wichteln statt Geschenke-Wust

    Los geht die Recherche! Auf einem Umweltportal wird die die gute alte „Wichtel“-Idee vorgeschlagen. Das funktioniert so: Im Bekannten- oder Verwandtenkreis wird im Vorfeld abgemacht (oder per Los bestimmt), wer wen beschenkt. Sprich: Ich ziehe Tante Lotte, meine Schwester Opa Werner. So gibt’s zu Weihnachten keine Materialschlacht, sondern Tante Lotte, Opa Werner und alle anderen bekommen jeweils EIN Geschenk. Das dann aber mit Zeit, Muße und Bedacht ausgewählt worden ist. Die Wichtel-Idee gefällt und kommt auf den „Green Christmas“-Zettel!

    Zeit statt Zeug

    Eine weitere interessante Idee ist „Zeit statt Zeug“.  Das ist ein Projekt, dass dazu ermutigen will, statt dem „fünften Schal, dem zehnten Parfum“ lieber Zeit zu verschenken.  „Nackenmassage statt Schal“, „Basteln statt bestellen“, „Stricken beibringen statt Pullover“ – es gibt Gutschein-Vorlagen mit professionellen Fotos, die man sich direkt selbst ausdrucken kann. Und auch die Möglichkeit, ganz eigene Ideen in ein schönes Layout zu fassen (denn JA, Küsse und Nackenmassagen sind nicht das Geschenk der Wahl für ALLE  Verwandten). Fazit: Egal, ob man nun tatsächlich die Gutscheinfunktion von „Zeit statt Zeug“ nutzen möchte oder nicht: Die Idee, einem lieben Menschen etwas von der eigenen Zeit zu schenken, ist vielleicht nicht neu, aber nötiger denn je. Check. Kommt auf die Liste!

    Gebrauchtes zum Fest: Ein No-Go wird salonfähig

    Will man aber doch lieber etwas „Handfestes“ schenken, so zeichnet sich im Netz ein neuer Nachhaltigkeitstrend ab: Gebrauchtes schenken! Lange Zeit ein No-Go und der Albtraum jedes Knigge-Connaisseurs, wird Secondhand, getragen von der Vintage- und Shabby-Chick-Welle, endlich auch an Weihnachten salonfähig. Eine schöne, handgestrickte Couchdecke vom Flohmarkt, Holzstühle mit Patina, aus dem Sperrmüll gerettet und frisch überzogen, eine alte Schreibtischlampe aus den 60ern – da ist so einiges denkbar. Aber auch das Zweithand-iPhone, bestellt bei Portalen wie „Backmarket“ oder bei Ebay ersteigert, landet bei einigen unter’m Baum.

    Für alle, dies ausprobieren möchten mit der Nicht-Neuware zu Weihnachten: Auf der Website des NachhaltigkeitsExperiments Second Future, dem Second-Hand-Label aus der Karlsruher Oststadt, könnt Ihr kostenlos Aufkleber und Aufnäher bestellen, die Eure gebrauchten Geschenke zum echten Statement machen.

    Geschenke einpacken: Natur schlägt Blingbling

    Hat man nun endlich alle Geschenke parat, kann’s ans Einpacken gehen. Und auch hier sind all jene im Vorteil, die einen gewissen Vorlauf in Sachen Nachhaltigkeit haben: Über’s Jahr gesammeltes Geschenkpapier („Nicht einfach aufreißen, Kind!“) lässt Dich mindestens einen Teil der Geschenke – Zack, zack! – aus dem Stand heraus ökologisch verpacken.

    Aber auch „normales“ Altpapier funktioniert an dieser Stelle gut: Zeitungspapier, verziert mit Tannenzapfen, getrockneten Orangenscheiben, einzelnen Zweigen, Zimtstangen, Origamisternen macht Deine vorweihnachtliche Verpackungsorgie gleichermaßen stylisch wie kompostierbar!

    Wer Altpapier aber partout nicht als weihnachtsfein durchgehen lassen will, kann natürlich auch auf Packpapier, die Königin des stilsicheren Understatements, zurückgreifen. Und bei neuem Geschenkpapier bleibt immerhin die Möglichkeit, auf den „blauen Engel“ zu achten, der Recyclingpapier ausweist. Ach, und wusstest Du schon: Faltest Du beim Geschenkeeinpacken sorgfältig, klappt’s auch ganz ohne Klebemittel wie Tesa. Bunte Wollfäden oder Bast machen dann Deine ökologischen Verpackungskünste perfekt! Auch ziemlich edel: Wer’s wie die JapanerInnen machen will, kann Geschenke in Stoff einwickeln. Geht einfach, sieht kunstvoll aus und heißt: Furoshiki. Sehr schick! Kommt auf die Liste!

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    Die japanische Einpackkunst „Furoshiki“. Schick, schick!

    Last but not least gibt es noch die Super-easy-super-fix-Variante für Mehrfacheltern, die es sofort auf meinen Zettel schaffte: Einen großen Sack für jeden. Alle Geschenke rein. Große Schleife drum. Reihum wird ausgepackt. Wir wünschen entspannte Weihnachten ;-)!

    Hohoho! Lass den Wald ins Haus!

    Weniger Blingbling und mehr Wald macht sich natürlich auch in Deinem Haus ziemlich gut: Orangenscheibenketten und Tannengrün am Regal oder ein Adventskranz ohne Plastikdeko sind zeitlos schön. Unterschiedliche, bereits im Haus vorhandene Kerzen machen das Ganze – eins, zwei, drei, vier – zum Unikat.

    Und der Baum? Da kannst Du richtig klotzen! Gleich notieren: Mit der Zickzack-Schere Bänder aus altem Stoff schneiden und zu Schleifen binden, echte Plätzchen, Papier- und Strohsterne dran, Kerzen aus Bienenwachs oder Stearin statt billiger Erdölprodukte auf die Zweige setzen. Die Elektrovariante: LED-Lichterkette statt Billigblinker.

    Hier gibt es auch noch eine coole Idee für alle Gold-und-Glitter-Freundinnen und Freunde: Trefft Euch doch einfach mal zum Plätzchenessen und Christbaumkugel- und Dekotausch! So kann man kreativ bleiben, ohne alle Jahre wieder alles neu zu kaufen. Unter welchen Bedingungen industriell gefertigter Weihnachtschmuck produziert wird, könnt Ihr übrigens hier lesen.

    adventskranz

    DIY-Adventskranz. Mehr Wald statt mehr Blingbling.

    Dein Tannenbaum? Ein Däne mit georgischem Migrationshintergrund!

    Naturmaterialien, Bänder, Plätzchen – den Baumschmuck ist also geklärt für dieses Jahr. Aber was ist eigentlich mit dem Christbaum selbst? In der Regel sind die Tannenbäume in den deutschen Wohnzimmern in Dänemark gewachsen, unter dem Einfluss von Pestiziden und Düngemitteln als Garanten für einwandfreien Wuchs. Zuvor wurden die Samen in Georgien unter lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen in vielen Metern Höhe von Arbeitern ohne Kletterausrüstung geerntet – der deutsche Durchschnittsweihnachtbaum ist so gesehen also eher ein Däne mit durchaus problematischem georgischem Migrationshintergrund. Überhaupt: Bäume absägen – kann das mit Nachhaltigkeit vereinbart werden? Mhm.

    Im Netz finden sich Leute, die auf den Baum an Weihnachten ganz verzichten oder einzelne Zweige zu Gabenbäumen drapieren. Und dann gibt es noch verschiedene Anbieter und Initiativen, die das Weihnachtsbaumgeschäft ökologischer und fairer machen wollen. Beim Bio-Weihnachtsbaumversand gibt‘s zum Beispiel gesägte Bio-Nordmanntanne aus deutscher Herkunft. Bei „Fairtrees“ kann man dänische Tannen kaufen, deren Zapfen in Georgien unter fairen, sicheren Bedingungen geerntet wurden. Und auf der Website von Robin Wood werden Biobaum-Verkaufsstellen von Tannen aus der Region gelistet. Fairtrees kannst Du übrigens in Gaggenau, Pforzheim und Bretten kaufen. Biobäume bekommst du bei der Bauhauskette Baumarkt in der Oststadt. Immerhin „von hier“ sind die konventionell gezogenen Bäume, die man gemeinsam mit den FörsterInnen zu bestimmten Terminen in den Wäldern rund um Karlsruhe schlagen kann. Und noch mehr Infos rund um den „grünen“ Baum gibt’s bei Utopia.

    Von einem grünen Weihnachtsfest kann man träumen. Oder es einfach ausprobieren.

    Am Ende des Recherchetags zum Thema „Grüne Weihnachten“ stehen jede Menge Ideen auf unserem Zettel und es summt im Kopf. Da sind noch so viele Fragen! Nachhaltiges Weihnachtsessen, was passt da zu uns? Biofleisch? Fleisch vom Metzger? Lieber gleich vegetarisch? Oder gar vegan? Wie die Verwandten überzeugen, zurückhaltend und mit Bedacht zu schenken – ohne sie zu kränken? Baum ja – oder nein? Und wenn – woher? Wie untrennbar sind Weihnachten und das wohlige Gefühl dabei eigentlich mit Konsum verbunden?

    Es ibt wohl keine Patentlösung für ein nachhaltiges Weihnachten . Nur Möglichkeiten. Ideen. Versuche. Aber zuversichtlich sind wir trotzdem, I’m dreaming of a green christmas. Und außerdem werde ich’s einfach ausprobieren.Merken

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  5. Quartier Zukunft gewinnt den Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“!

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    Es gibt tolle Neuigkeiten: Unsere Arbeit im Reallabor Quartier Zukunft wurde mit dem Forschungspreis „Transformative Wissenschaft“ ausgezeichnet! Dieser renommierte Preis wird vom Wuppertal Institut und der Zempelin-Stiftung nun zum zweiten Mal vergeben. Wir freuen uns sehr!

    Der Preis zeichnet Forschungsprojekte aus, die einen gesellschaftlichen Wandel anstoßen. Die wissenschaftliche Arbeit soll transformativ wirken, also Impulse setzen, die Veränderungen in der Gesellschaft auslösen und gleichzeitig die Bevölkerung selbst miteinbeziehen. Deshalb sind besonders transdisziplinäre Forschungsdesigns, die mit Bewohnerinnen und Bewohnern vor Ort zusammenarbeiten, relevant.

    Insbesondere das innovative Konzept des Quartier Zukunft und die lokale Verankerung in der Karlsruher Oststadt überzeugten die Jury.

    Prof. Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts, sagte über unsere Arbeit im Quartier:

    „Das Reallabor in der Oststadt ist eines der am weitesten entwickelten Quartier-Reallabore in Deutschland. In Karlsruhe wird mit vielen innovativen Formaten vorgelebt, wie fruchtbar gemeinsame Wissensentwicklung von Wissenschaft und Akteuren vor Ort für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung sein kann.“

    Zusätzlich zu der Anerkennung erhalten ausgezeichnete Projekte ein Preisgeld von 25.000€ und eine Skulptur aus den Stahlschienen der im Jahr 1898 erbauten Wuppertaler Schwebebahn. Offiziell verliehen wird der Preis am 16. Januar 2019 in Darmstadt während der „Darmstädter Tage der Transformation“.

    Mit dem Preisgeld wollen wir nachhaltige Entwicklung weiter voran bringen!

    Wir standen also vor der Frage: Wie setzen wir es am besten ein? Wie wir letztes Jahr angekündigt haben, ist unser großes Ziel das Reallabor zu verstetigen und ein dauerhafter Ansprechpartner für nachhaltige Entwicklung vor Ort zu sein. Dafür arbeiten wir mit Hochdruck daran das Karlsruher Transformationszentrum für nachhaltige Zukünfte und Kulturwandel (kurz: KAT) zum Leben zu erwecken. Ein großer Teil des Preisgeldes wird zum Startkapital für einen Förderverein des KAT. Damit können wir dann Nachhaltigkeitsinitiativen aus der Zivilgesellschaft unterstützen.

    Eine große Bereicherung ist es, Besuch von Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern aus dem Ausland zu haben, die Inspirationen für die Arbeit hier im Gepäck haben und Ideen aus Karlsruhe wieder mitnehmen können. Genauso möchten wir Geflüchtete unterstützen, die einen Bezug zur Transformationsforschung haben und sich eine Zukunftsperspektive in diesem Bereich aufbauen wollen. Hierfür ist ebenfalls Geld eingeplant.

    Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung. Vielen Dank an die Jury, das Wuppertal Institut, die Zempelinstiftung aber vor allem an alle, die durch ihr Engagement im Quartier zum Erfolg beigetragen haben!

    Übrigens: Im letzten Jahr wurde unser Reallabor Quartier Zukunft bereits vom Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) mit dem Qualitätssiegel „Projekt Nachhaltigkeit 2017“ und als eines von bundesweit vier „Transformationsprojekten“ ausgezeichnet.

    Weitere Informationen

    … zum Transformationspreis des Wuppertal Instituts

    … zur Presseinformation des KIT

    …zur Presseinformation des Wuppertal Instituts

     

  6. Forschungskolloquium Transformation – Perspektiven auf den Wandel

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    Wissenschaft lebt vom Austausch untereinander. Gerade für ein solch großes Projekt wie das von uns geplante Karlsruher Transformationszentrum für nachhaltige Zukünfte (KAT) ist es wichtig, dass wir einen möglichst guten Einblick in den aktuellen Stand der Transformationsforschung und verwandte Konzepte haben. Deswegen haben wir ein Forschungskolloquium ins Leben gerufen, von dem nun nicht nur wir profitieren sollen.

    Die meisten Menschen sind sich einig: Nachhaltigkeit ist wichtig, wir brauchen die Erde und die Ressourcen, die sie uns zur Verfügung stellt. Alle Menschen sollen gut leben können und das noch lange Zeit. Auch die Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN legen klar fest in welche Richtung es gehen soll, doch es bleibt die Frage nach dem WIE?.

    Transformative Forschung will aktiv dabei helfen

    Wenn Forscher sich mit der Transformation beschäftigen, aber ihre Forschung nicht aktiv Teil des Wandels ist, spricht man von Transformationsforschung. Wenn die Forschung auch im Transformationsprozess involviert ist, also aktiv Veränderungen anstößt und in das Geschehen eingreift, ist sie transformativ. Dieses aktive Eingreifen kann zum Beispiel das Veranstalten und Beforschen von Reparaturcafés sein, wie ihr es auch aus dem Quartier Zukunft kennt. Diese Spielart der Nachhaltigkeitsforschung ist vor dem Hintergrund entstanden, dass große Trends wie Digitalisierung, demographischer Wandel und Artensterben die Bedingungen, unter denen wir leben, derzeit stark verändern.

    In dem Forschungskolloquium, das wir gemeinsam mit dem ZAK (Zentrum für angewandte Kulturforschung und Studium Generale) organisieren, geht es nicht nur um Transformationsforschung, sondern auch um verwandte Konzepte wie zum Beispiel die sozial-ökologische Forschung oder transformative Bildung. Jede Disziplin hat eine andere Sichtweise auf die Herausforderungen und neue Ideen. Daher ist es sehr wichtig, ein möglichst umfassendes Bild verschiedener Denkweisen, die zu einer nachhaltigen Transformation beitragen können, zu bekommen.

    Wie kam es zum Kolloquium?

    Das Kolloquium entstand aus dem Gedanken heraus das Quartier Zukunft-Team für den Aufbau des Karlsruher Transformationszentrums (KAT) zu rüsten und zuvor nochmal tief in den aktuellen Wissensstand der Forschung einzutauchen, um ihn in unser Vorhaben einzubringen. Dazu wurden Gäste aus verschiedenen Bereichen und Ländern eingeladen, die uns ihre Expertise näher bringen werden. Da diese Vorträge auch für andere interessant und nützlich sein können steht das Kolloquium WissenschaftlerInnen, die den Einstieg in das Forschungsfeld suchen oder erweitern wollen und Studierenden, die bereits Grundkenntnisse im Bereich nachhaltige Entwicklung haben, offen.

    Wann und wer?

    20.11. 10-12 Uhr
    Katharina Hölscher
    „Ansätze der Transformationsforschung & Sozialinnovation“ WEGEN KRANKHEIT VERSCHOBEN!

    Katharina Hölscher ist Wissenschaftlerin am drift Institut in Rotterdam (Niederlande). Ihre Leidenschaft ist es herauszufinden, wie gesellschaftlicher Wandel in Richtung einer nachhaltigen Gesellschaft von der Regierung unterstützt werden kann. Sie hat Erfahrung mit deutschen und europäischen Forschungsprojekten in der Transformationsforschung.

    STATTDESSEN: Dipl. Ing. Richard Beecroft „Reallabore als Orte transdisziplinärer Forschung und Bildung“

    26.11. 17:30-19 Uhr
    Prof. Dr. Marcel Hunecke
    „Psychologie der Transformation“

    Prof. Dr. Marcel Hunecke ist seit 2009 Professor für Allgemeine Psychologie, Organisations- und Umweltpsychologie am Fachbereich für Angewandte Sozialwissenschaften an der Fachhochschule Dortmund. Zudem lehrt er an der Fakultät für Psychologie der Ruhr-Universität Bochum und dort Mitglied der Arbeitsgruppe für Umwelt- und Kognitionspsychologie. Er hat große Erfahrung mit inter- und transdisziplinären Forschungsprojekten im Bereich der Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung.

    04.12. 10-12 Uhr
    N.N.

    11.12. 10-12 Uhr
    Dr. Bettina Brohmann
    „Governance und Transformation“

    Dr. Bettina Brohmann ist die Forschungskoordinatorin für Transdisziplinäre Nachhaltigkeitswissenschaften, Nukleartechnik & Anlagensicherheit am Öko-Institut e.V. in Darmstadt .

    08.01. 9-13 Uhr
    Blockseminar mit Studierenden

    15.01. 10-12 Uhr
    Dr. Klara Helene Stumpf
    „Transformation und sozialer Wandel“

    Dr. Klara Helene Stumpf ist Leiterin des Forschungsbereichs Klima, Kultur & Nachhaltigkeit (Synchrone Transformationsforschung) am Norbert Elias Center for Transformationsdesign & Research (NEC) der Europa-Universität Flensburg (in Vertretung ).

    22.01. 10-12 Uhr
    Dr. Johanna Kramm & Dr. Oskar Marg
    „Transformation in der sozial-ökologischen Forschung“.

    Dr. Johanna Kramm ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am ISOE im Forschungsschwerpunkt Wasserressourcen und Landnutzung und leitet seit April 2016 zusammen mit Carolin Völker die SÖF-Nachwuchsgruppe PlastX.

    Dr. Oskar Marg ist seit 2016 als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsschwerpunkt Transdisziplinäre Methoden und Konzepte am ISOE tätig.

    29.01. 10-12
    Dr. Mandy Singer-Brodowski
    „Transformative Bildung“

    Dr. Mandy Singer-Brodowski arbeitet an der Freien Universität Berlin am Institut Futur im Arbeitsbereich Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung als Wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ihre Forschungsfelder sind Bildung für nachhaltige Entwicklung, transformative Forschung und transformatives Lernen, an diesem breiten Erfahrungsschatz lässt sie uns in ihrem Vortrag teilhaben

    Wo und wie?

    Das Forschungskolloquium ist offen für interessierte Wissenschaftler und Studenten und findet im Zukunftsraum statt. Für Studierende besteht die Möglichkeit, durch einen Seminarvortrag (inkl. Ausarbeitung) einen Schein zu erwerben und zugleich selbst einen Beitrag zur theoretischen Untermauerung des geplanten „Karlsruher Transformationszentrums“ (KAT) zu leisten. Anmeldungen dann bitte über das Vorlesungsverzeichnis des ZAK.

    Du kannst dich da nicht einordnen, interessierst dich aber sehr für das Thema und bringst schon etwas Hintergrundwissen mit? Dann schreib uns an annika.fricke@kit.edu.

     

  7. Entdeckungstour in der Oststadt – Nachhaltigkeit inklusive!

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    Stadtführungen findest du meistens zäh und trocken? Jahreszahlen kannst du dir nicht gut merken? Musst du bei uns auch nicht! Bei dieser Tour rund um Nachhaltigkeit in Karlsruhe zeigt sich das Format Stadtführung mal von einer erfrischend anderen Seite– klingt gut und gibt’s noch dazu in der Oststadt.

    Das Programm haben einige Studierende des Begleitstudiums Nachhaltige Entwicklung am KIT letztes Jahr entwickelt. Unter dem Titel „Nachhaltigkeitsspaziergang“ erklären sie die Highlights der Oststadt mit Fokus auf Grünanlagen, Transformationsprozesse und das Quartier als Teil der nachhaltigen Großstadt Karlsruhe.

    Was erwartet mich dabei?

    Besondere Orte und verschiedenste Nachhaltigkeitskategorien werden vorgestellt. Einige davon kennst du vielleicht, einige noch nicht. Sehen und lernen kann man beim Spaziergang viel! Warst du schon mal in der Containerlandschaft des Perfekt Futur? Weißt du, wie die Grüne Lunge Karlsruhes funktioniert? Wie viele Bienen leben in einem Baumstamm? Was ist das Karlsruher Modell? Unterschiedlichste und teilweise brandaktuelle Themen wie Mobilität, Entrepreneurship, Naturschutz, Gesundheit und friedliches Zusammenleben in unserer Stadt werden an den Stationen besprochen.

    Welche Orte spielen eine Rolle?

    Tatsächlich haben die Studierenden über 100 Spots in Karlsruhe gefunden, die im positiven oder negativen Sinne mit Nachhaltigkeit in Berührung stehen. Manche sprechen gleich mehrere Nachhaltigkeitsziele an. Der Fokus liegt auf der Oststadt, mittendrin in unserem Reallabor. Denn hier treffen alle möglichen Aspekte für ein nachhaltigeres Leben aufeinander. Die interessantesten dieser Orte wurden zu dieser etwas anderen Stadtführung zusammengefügt. Zwischen Zukunftsraum und Otto-Dullenkopf-Park stoppt man dabei etwa auf dem Schlafhofareal, bei den Verkehrsbetrieben Karlsruhe und am Gerwigplatz. Dabei ergeben sich auch immer mal wieder spontane Stops, an denen jeder seine eigenen Erfahrungen einbringen kann. Übrigens ist eine der Stationen auf dem Rundgang auch unser Zukunftsraum – die perfekte Gelegenheit also, mal bei uns reinzuschauen!

    Die Oststadt mal aus einer anderen Perspektive kennenlernen

    Der Spaziergang hat seit seiner Konzeption schon ein paar Mal stattgefunden und ist längst aus den Kinderschuhen rausgewachsen. Man kann ihn entweder beim Veranstalter stattreisen e.V. im Sonderprogramm (nächster Termin: Frühjahr 2019) als Gruppe oder Einzelperson buchen oder (wenn es schneller gehen soll) direkt bei Quartier Zukunft anfragen. Diese besondere Oststadt-Führung ist auch toll für Schulklassen der Mittel- oder Oberstufe geeignet. Annie und Nicolas waren schon bei der Planung des Spaziergangs dabei und führen ihn noch heute. Die beiden Nachhaltigkeitsexperten wohnen selbst in der Oststadt und können bei jedem Rundgang aktuell berichten, was in Bezug auf Nachhaltigkeit im Viertel so läuft.

     Was hat das Quartier Zukunft damit zu tun?

    Der Rundgang entstand in einem Seminar des Begleitstudium Nachhaltige Entwicklung am Zentrum für angewandte Kulturwissenschaften (ZAK), welches vergangenen Sommer wöchentlich bei uns im Zukunftsraum tagte und hat es kurz darauf in das Programm von stattreisen e.V. geschafft. Hast du Lust, teilzunehmen? Dann melde dich gerne hier an. Wenn du Fragen zum Spaziergang hast, melde dich bei uns – wir leiten diese direkt an unsere Experten weiter.

    Neugierig geworden? Wir freuen uns auf dich!

     

  8. Einfach mal etwas verändern

    2 Comments

    Hast du Lust auf etwas Abwechslung im Alltag? Wir möchten dir gerne eine aktuell laufende Masterarbeit vorstellen, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Personen mithilfe einer Selbstverpflichtung zu einem umweltfreundlichen Lebensstil anzuregen. Das Projekt zeigt bereits erste Erfolge und freut sich über deine Teilnahme.

    Stellst du dir manchmal die Frage, ob du schon alles in deiner Möglichkeit stehende tust, um einen nachhaltigen Lebensstil zu führen? Manchmal braucht es gar nicht viel, etwa einen kleinen Anstoß von Außen, um eine Sache ins Rollen zu bringen. Das Projekt „Einfach mal etwas verändern“ der PH Studentin Julia Werdermann möchte dieser Stupser sein. Die Idee ist ganz simpel. 

    Umweltschutz braucht Veränderung

    Viele unserer alltäglich ausgeführten Handlungen sind Gewohnheiten. Wir fahren meistens mit demselben Transportmittel zur Arbeit, holen uns morgens einen Kaffee-to-go beim Bäcker und greifen seit Jahren zum gleichen Haarshampoo. Gewohnheiten sind praktisch. Denn Routinehandlungen ersparen es unserem Verstand, vor jeder Handlung eine neue Entscheidung treffen zu müssen. Was sich in der Vergangenheit bewährte, wird beibehalten.

    Nun ist es aber so, dass wir in einer Zeit leben, die auf vielen Ebenen Veränderungen verlangt. Neben politischen Veränderungen sind auch wir Einzelpersonen auf unterster Ebene gefragt, da wir durch unser (Konsum-)Verhalten täglich Einfluss auf die Umwelt und das Klima nehmen. Durch Verhaltensänderungen im Alltag können wir einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten.

    Was kann ich mir unter Selbstverpflichtung vorstellen?

    Das Projekt stellt seine Teilnehmer*innen vor die Aufgabe, eine von acht umweltfreundlichen Verhaltensweisen für eine Woche im Alltag zu testen. Diese Methode wird Selbstverpflichtung genannt. Sie soll bewirken, dass die ursprünglich von außen stammende Motivation für eine Verhaltensänderung nach innen verschoben wird – denn: ein freiwillig gesetztes Ziel zu erreichen, macht glücklicher als sich aufgrund eines Gesetzes auf eine bestimmte Art und Weise verhalten zu müssen. Die Masterarbeit möchte untersuchen, wie erfolgreich die Selbstverpflichtung als Methode zur Förderung einer nachhaltigen Zukunft ist.

    „Plastikfasten“ ist beliebt

    Das Projekt läuft von Juli bis August 2018. Bisher haben sich rund 60 Menschen für eine freiwillige Selbstverpflichtung gemeldet. Der absolute Renner unter den Verhaltensweisen ist das plastikfreie Einkaufen, für das sich schon 20 Personen gemeldet haben. Nach der einwöchigen Selbstverpflichtung wird ein Online-Fragebogen ausgefüllt, in dem die Teilnehmer*innen von ihren Erfahrungen berichten können. Eine weitere Befragung folgt vier Wochen später. Für die Aussagekraft der Studie wäre es sehr schön, wenn sich weitere Menschen mit einer Selbstverpflichtung beteiligen.

    Kannst du dir vorstellen, mitzumachen?

    Folgende Verhaltensweisen stehen zur Auswahl:

    • Nur Bio-Lebensmittel einkaufen
    • Fahrrad oder ÖPNV statt Auto nutzen
    • Haushaltsreiniger bzw. Kosmetika selbst herstellen
    • Müll aufsammeln beim Spazieren oder Joggen
    • Plastikfrei einkaufen
    • Produkte beim Einkauf mit einer App auf umweltgefährdende Stoffe prüfen
    • Strom bewusst einsparen
    • Vegan essen

    Zur Anmeldung gelangst du über die Projekt-Webseite  unter der Rubrik „Teilnehmen“. Außerdem findest du dort neben weiteren Informationen zum Projekt auch ein Diskussions-Forum und eine Galerie, die alle bisherigen Selbstverpflichtungen zeigt. Es wäre toll, wenn auch du vorbei schaust und dich für die Teilnahme anmeldest.

    Zum Abschluss noch ein paar Hintergrundinfos: die Masterarbeit trägt den Titel „Einfach mal etwas verändern: Individuelle Selbstverpflichtung als ein möglicher Weg zu nachhaltigem Handeln“. Sie wird von Julia Werdermann, Studentin des Studiengangs „Biodiversität & Umweltbildung“ an der Pädagogischen Hochschule in Karlsruhe geschrieben.

  9. Das 1×1 des nachhaltigen Reisens

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    Der Sommer kommt mit großen Schritten näher und die Urlaubsplanung steht an. Ein Wochenende lang London besichtigen, im Kurzurlaub auf Mallorca die Sonne genießen oder doch gleich mit der Familie zwei Wochen nach Sydney? Oder gibt es nachhaltigere Alternativen?

    Ob nah, ob fern – aktiv oder entspannt – Strand, Berge oder Partymeile, unsere Möglichkeiten heutzutage sind schier grenzenlos. Wir können innerhalb kürzester Zeit ans andere Ende der Welt fliegen und durch Billigfluganbieter wird das auch immer erschwinglicher. Toll, oder?

    Leider haben der Tourismus und die grenzenlose Mobilität auch ihre Schattenseiten. Emissionen, Umweltverschmutzung, Armut und Ressourcenkonflikte – allein der Flugverkehr ist mit bis zu 10% am menschengemachten Klimawandel beteiligt, unberührte Alpenlandschaft weicht dem Massentourismus und Kreuzfahrtschiffe hinterlassen große Mengen an Schadstoffen in die Ozeane. Wie können wir es besser machen? Was zeichnet ein bewusstes, umweltfreundliches Reisen aus? In den nächsten Abschnitten findet ihr die wichtigsten Tipps, quasi das 1×1 des nachhaltigen Reisens!

    Auf dem Boden bleiben

    Die größten Emissionen entstehen bei der An- und Abreise. Sobald man beim Verkehr auf dem Boden bleibt, muss man nur etwa ¼ der Treibhausgasemissionen auf die eigene Kappe nehmen. Klar, je weiter die zu überwindende Distanz, desto schwerer wird es aufs Flugzeug zu verzichten, aber gerade bei näheren Reisezielen in Europa ist es meist kein Problem mit Auto oder noch besser Bus und Bahn anzureisen. Eine Ausnahme gibt es allerdings: Kreuzfahrtschiffe – auch wenn sie nicht fliegen können, sind ihre Auswirkungen auf die Umwelt enorm.

    Auch nach der Anreise sind öffentliche Verkehrsmittel und das Fahrrad die Transportmittel der Wahl. Auf der Busfahrt mit den regionalen Linien lernt man das Land und das tägliche Leben der Einheimischen auch gleich viel besser kennen.

     „Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah“
    nach Johann Wolfgang von Goethe

    Gebirge, Wälder, Seen, Meer, Festungen, Schlösser und wunderschöne Altstädte – Deutschland und Europa haben so viel mehr zu bieten als wir oft denken. Zu oft kennen wir unser eigenes Land und unsere Nachbarländer weniger als weit entfernte Reiseziele. Da läuft doch etwas schief. Wie wäre es mit einem Natururlaub in Thüringen? Wandern und Mountainbiken in wunderschönen Wäldern, Schwimmen in einem von Bergen umgebenen See und ein Besuch in der zauberhaften Tropfsteinhöhle in Saalfeld. Auch eines von Deutschlands schönsten Naturwundern, das Elbsandsteingebirge, bekommt noch viel zu wenig Beachtung. Noch mehr Ideen für unterschätzte Reiseziele in Deutschland gibt es hier.

    Wenn es dann doch mal weiter weg geht, sollten Entfernung und Reisedauer zusammenpassen. Der Flug auf einen anderen Kontinent soll sich schließlich auch lohnen. Die Amerikareise darf dann gerne mal einige Wochen bis Monate lang sein und voll ausgekostet werden.

    Respektvoll in der Natur

    Bei der Wahl der Aktivitäten im Urlaubsland heißt es dann Angebote kritisch zu hinterfragen. Müssen es wirklich Fun- Sportarten in empfindlichen Landschaften sein? Passt das Angebot zu den klimatischen und landschaftlichen Bedingungen? Zur Kultur des jeweiligen Landes? Golf spielen in der Wüste und Jetski fahren durch Mangrovenwälder sind sicher keine gute Idee.

    Dass man als Tourist wie in der Heimat keinen Müll in der Natur hinterlassen sollte, versteht sich von selbst. Wenn du noch einen Schritt weiter gehen möchtest, besorg dir einen Campingwasserfilter. In vielen Ländern kann man das Wasser nicht wie in Deutschland aus der Leitung trinken, da ist der Filter die Lösung, um nicht auf Plastikflaschen zurückgreifen zu müssen.

    Wasser ist knapp?

    Als Tourist kommt man zudem leicht in Ressourcenkonflikte mit Einheimischen. Gerade dort, wo sie sowieso schon rar sind, können Einheimische unter dem Verbrauch von beispielsweise Süßwasser durch den mächtigeren Tourismus leiden. Langes Duschen und jeden Tag Handtücher und Bettwäsche waschen lassen sind dann nicht angebracht. Auch beim Thema Wohnraum stoßen die Interessen von Tourismus und Bevölkerung aneinander. Durch Vermittlung von Ferienapartments über Online-Plattformen können Vermieter potentiell mehr verdienen als durch eine dauerhafte Vermietung, was in manchen Gegenden Mieter verdrängt und bezahlbare Wohnungen zur Mangelware werden lässtAber nicht alles ist negativ, der Tourismus kann dem Gastgeberland einige Vorteile bringen und eine wichtige Einkommenquelle für die lokale Bevölkerung sein wenn wir den Nachteilen entgegensteuern.  Wie schaffen wir es nun, dass die Einheimischen von unserem Besuch profitieren und wir gleichzeitig einen wunderschönen Urlaub mit tollen Erlebnissen verbringen?

    Lokale Angebote statt All- inclusive

    Alles im Rundum-Sorglos-Paket zu buchen ist einfach, aber langweilig und oft profitieren davon nur große Anbieter statt der lokalen Bevölkerung. Mit Labeln wird versucht, ökologisch und fair handelnde Unterkünfte und Angebote auszuzeichnen und die Entscheidung für bewusst reisende Kunden einfacher zu machen. Statt also im nächstbesten Hotelriesen zu schlafen, halte Ausschau nach privaten Hotels und Herbergen, die entsprechend ausgezeichnet wurden. Oft steckt in den kleineren Unterkünften auch viel mehr Landestypisches und man kann sich von den Besitzern gleich die Insidertipps fürs Abendessen geben lassen. Apropos Essen: Probiere dich durch das landes- bzw. regionstypische Essen, genieße das Essen in kleinen Restaurants vor Ort und ernähre dich regional.

    Wie so oft gibt es natürlich auch hier Ausnahmen und schwarze Schafe. Nicht alles Landestypische ist empfehlenswert und nutzt der Bevölkerung und der Natur. So sollte das Urlaubsvergnügen beispielsweise nicht auf dem Rücken von Elefanten stattfinden. Um die gutmütigen Dickhäuter dennoch kennenzulernen, kann man in einem Schutzzentrum Zeit mit ihnen verbringen.

    Du willst mehr wissen?

    Puh…Das waren jetzt doch so einige Punkte, die man beachten sollte. Glücklicherweise bringt uns in vielen Fällen eine kritische Betrachtung der Angebote schon um einiges weiter. Falls du immer noch nicht genug hast oder dein Wissen an der ein oder anderen Stelle vertiefen möchtest, schau mal bei fairunterwegs.org vorbei. Die Plattform bringt ein bisschen Licht in den Dschungel aus Anbietern und Informationen.

    Falls dich vor allem das Thema Mobilität interessiert und du dich sowohl im Alltag als auch im Urlaub nachhaltiger fortbewegen möchtest, schau mal in die Broschüre „Nachhaltig bewegen und reisen“ der Nachhaltigkeitsstrategie Baden-Württemberg. Sie kann hier kostenlos heruntergeladen werden.

    Wenn du Lust bekommen hast, erstmal deine Heimatstadt besser kennenzulernen, können wir auch das Angebot von stattreisen empfehlen. Auch in Karlsruhe gibt es eine Gruppe mit einem vielfältigen Angebot.

    Wohin auch immer deine nächste Reise gehen wird, wir wünschen dir auf jeden Fall viel Spaß und tolle Erlebnisse!

  10. Weniger ist mehr – der Frühjahrsputz: Möglichkeit der Befreiung von Unnötigem

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    Es ist Frühling. Draußen beginnen die Knospen zu sprießen, die Natur erwacht wieder. Nicht ohne Grund wird dieser Schwung des Wandels von so vielen Menschen genutzt, um auch der Wohnung neuen Charme einzuhauchen. Lasst uns den Frühjahrsputz nutzen, um Ungeliebtes auszusortieren und wieder Raum in den eigenen vier Wänden zu gewinnen. Liegen bei dir auch zu viele Dinge ungenutzt herum und nehmen den sowieso schon knappen Platz weg?

    Aus den ungenutzten Dingen resultiert oft ein Platzproblem, zudem schlummern die Ressourcen und der hineingesteckte Energieaufwand einfach im Regal. Da diese Ressourcen bereits verbraucht wurden um das Produkt zu erzeugen, ist es umso wichtiger darauf zu achten was nach dem Aussortieren mit den Dingen geschieht. Häufig landen sie im Müll, beim Sperrmüll oder werden in den nächstbesten Altkleidercontainer geworfen. Das geht besser! Was jemand doppelt besitzt oder schlicht nicht nutzt, benötigt jemand anderes möglicherweise gerade umso mehr. Der mit neuen Anschaffungen verbundene Energie- und Ressourcenverbrauch kann durch einen Tausch einfach vermieden werden. Allein die Herstellung einer Zeitung verbraucht fast so viel Energie wie eine Person am Tag im Haushalt.

    Aussortiert… und jetzt?

    Aber wie schaffen wir es nun, dass all die ungenutzten Staubfänger wieder neue glückliche Besitzerinnen und Besitzer finden? Einige Alternativen möchten wir euch in den nächsten Abschnitten vorstellen. Mit ihnen könnt ihr mit wenig Aufwand Dinge nachhaltiger loswerden und dabei anderen eine Freude machen.

    Mach dir zunächst Gedanken, ob du die Dinge verkaufen oder verschenken möchtest. Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass man auf den Verkauf selbst bei kleinsten Preisen oft lange wartet, wohingegen die meisten Dinge beim Verschenken sofort Abnehmer finden. Verschenken kann man gut auf Plattformen (z.B ebay Kleinanzeigen, quoka) oder auf Social Media (z.B Facebookgruppen). Diese Möglichkeiten eignen sich besonders, wenn es sich nur um wenige oder sperrige Teile handelt. Bei mehreren Dingen lohnt sich auch der Weg in den nächsten Second Hand Shop. Hier sind Sachspenden immer gern gesehen. In Karlsruhe gibt es zum Beispiel die Second Hand Läden der Diakonie oder den Oxfam Shop.

    Der Kleiderschrank quillt über

    Ein großer Punkt auf der Liste von allen Aussortierenden: der Kleiderschrank. Nicht selten haben wir einen ganzen Schrank voll „Nichts zum Anziehen“. Wir nutzen ja doch meist immer dieselben Lieblingsteile. Wenn du mit den selten getragenen Dingen nicht nur anderen eine Freude machen, sondern auch selbst in entspannter Atmosphäre neue Lieblingsteile entdecken möchtest, komm doch mal zu einer Kleidertauschparty. Bei uns im Zukunftsraum findet die nächste am 09. Juni von 15 bis 18 Uhr statt. Das dauert dir zu lange oder du hast an dem Tag keine Zeit? Organisiere einfach deine eigene Party und lade einige FreundInnen und Bekannte dazu ein. Wenn du die Teile verkaufen möchtest, bietet sich auch die Plattform Kleiderkreisel an.

    Wohin mit dem alten Sessel?

    Möbel sind auch so eine Sache für sich. Sie sind sperrig und nicht jeder hat ein Auto, auf das er spontan zurückgreifen kann. Schon deswegen hat sich die Weitergabe über Facebookgruppen oder ebay Kleinanzeigen bewährt. Meist werden die Möbelstücke innerhalb weniger Tage abgeholt. Und was ist schöner als es den glücklichen neuen Besitzern selbst zu überreichen? Auch das Möbellager der Ar­beits­för­de­rungs­be­triebe kommt im Karlsruher Stadtgebiet nach Absprache kostenlos vorbei und holt Spenden ab. Falls die Teile dann wirklich gar niemand mehr möchte, kann man einmal im Jahr kostenfrei einen Sperrmülltermin vereinbaren. Falls man sich an Möbelstücken einfach nur sattgesehen hat oder sie nicht in das neue Farbkonzept hineinpassen, ist auch der Gedanke an eine Umgestaltung bzw. Upcycling nicht verkehrt. Inspiration dafür findet man zum Beispiel hier.

    Bücher, Bücher, Bücher…

    Bücher schaffen oft eine wohnliche Atmosphäre. Wenn man zu viele hat sieht das Bücherregal aber schnell vollgestopft aus. Zudem werden die meisten Bücher nicht mehr als einmal gelesen. Vielleicht liegen auch noch Bücher im Schrank, die man mal geschenkt bekommen, aber noch nie angeschaut hat. Zum Glück gibt es auch hier Abhilfe. Neben den schon angesprochenen Second Hand Läden kann man gerade bei aktuellen, gut erhaltenen Büchern auch Büchereien ansprechen und fragen, ob Bedarf besteht. Zudem gibt es an vielen öffentlichen Plätzen Bücherschränke in die man die Bücher einfach reinstellen kann. Seit letztem Jahr gibt es auch einen Bücherschrank ganz in der Nähe unseres Zukunftsraums neben dem Gerwigbrunnen in der Humboldtstraße Ecke Gerwigstraße. Eine Standortliste aller öffentlichen Bücherschränke in Karlsruhe befindet ihr hier.

    Im Vorratsschrank ist kein Platz mehr

    Auch der Vorratsschrank ist häufig ein Platz mit „zu viel des Guten“. Gerade das, was sich lange hält, hält sich dann auch oft lange am gleichen Ort und wird vergessen. Hier hat es sich bewährt die Dinge, die schon länger hinten stehen  aktiv zu verwerten und die Gerichte daran anzupassen. Rezepte findet man dafür zum Beispiel hier. Wenn etwas doch nicht ganz euer Fall ist, könnt ihr Freunde oder Kolleginnen oder Kollegen fragen oder die Sachen auf der Plattform foodsharing.de oder in entsprechenden Facebook Gruppen weitergeben.

    Wir hoffen, ihr habt nun ein paar neue Anregungen und Motivation zum Ausmisten bekommen! Und nachdem alles durchsortiert und einiges verschenkt/verkauft/getauscht wurde tut natürlich auch der Wohnung eine Komplettreinigung mal wieder richtig gut.Putz- und Waschmittel sind allerdings meist die größten Chemiekeulen im Haushalt und der Umwelt und der eigenen Gesundheit so gar nicht zuträglich – auch hier geht es nachhaltiger. Tolle Alternativen zum Selbermachen und für wenig Geld findest du online, etwa unter smarticular.net.

     

  11. Brauchen wir noch Vorbilder? – Was bewirkt Kleidertausch, Reparaturcafé & Co eigentlich?

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    Seit ungefähr eineinhalb Jahren finden im Rahmen des KonsumCafés verschiedene Veranstaltungen im Zukunftsraum statt. Das neue Jahr ist ein guter Zeitpunkt um ein erstes Zwischenresümee zu ziehen. Haben die Veranstaltungen eine nachhaltige Wirkung? Wie motivierend wirken die Veranstaltungen? Und werden wir wirklich dazu motiviert uns mit unserem Konsum auseinanderzusetzen?

    Ein Beitrag von Valentin Erlenbach

    Im Rahmen des Konsumcafés veranstaltet das Quartier Zukunft verschiedene Formate, wie beispielsweise die regelmäßig stattfindenden „Kleidertausch-Partys“, die jährliche „Pflanzentauschbörse“, oder auch Vorträge zu verschiedenen Konsumthemen. Im Zuge eines forschungsorientierten Projektes an der PH Karlsruhe habe ich mich mit dem Einfluss der Veranstaltungen auf das Konsumverhalten und das Umweltbewusstsein der TeilnehmerInnen beschäftigt. Besonders reizvoll dabei war, dass die Angebote des Konsumcafés das Handeln in den Vordergrund stellen.

    Warum ist gerade das interessant? Vom Wissen zum Handeln

    Um das am besten erklären zu können, hier eine kleine Aufgabe: Versuche folgende Aussagen für dich selbst mit „JA oder NEIN“ zu beantworten.

    Lebensmittel regional und bio einkaufen ist umweltschonend 

    Ich kaufe Lebensmittel ausschließlich regional und bio ein.

    Rauchen ist gesundheitsgefährdend

    Ich rauche nie bzw. habe nie geraucht.


    Die wenigsten werden alle Aussagen mit „JA“ beantwortet haben. Meist stimmt man der ersten Aussage zu. Es geht um das Wissen. Wenn wir allerdings versuchen die zweite Aussage für uns zu beantworten, stimmt diese oft nicht mit der Antwort der ersten Aussage überein. Man könnte jetzt argumentieren, dass das Handeln, welches in der jeweils zweiten Aussage behandelt wird, durch andere Faktoren wie beispielsweise Kosten (Bio-Lebensmittel) oder die Verfügbarkeit beeinflusst wird und hätte damit natürlich auch recht. Jedoch ist der Hauptfaktor, der das Handeln beeinflusst, meistens die Bequemlichkeit beziehungsweise die Gewohnheit etwas auf eine bestimmte Art und Weise zu tun.

    Das heißt, wir wissen oft, dass etwas gut oder schlecht für uns (oder die Umwelt) ist, handeln aber trotzdem gegensätzlich. Diese Kluft zwischen Wissen und Handeln ist ein großes Thema im Bereich der Nachhaltigkeitsforschung und stellt viele vor die Frage: Wie können Menschen erreicht werden, damit sich nicht nur das Wissen, sondern auch das Handeln ändert? Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und ändert, einmal an ein Handlungsmuster gewohnt, nur sehr ungern dieses Verhalten. Um unser Handeln wirklich ändern zu können, müssen wir es auch wirklich wollen. Und dazu brauchen wir einen Anreiz, der uns motiviert.

    Was hat das mit dem Konsumcafé zu tun?

    Nehmen wir das Beispiel Kleidertausch. Bei den Kleidertausch-Partys haben die BesucherInnen die Möglichkeit, zwischen all der Kleidung auch interessante Informationen über die Herstellung der Textilien zu erfahren, wobei aber die Jagd nach weiteren Schnäppchen und einem Schwatz bei Kaffee und Kuchen bei vielen im Vordergrund steht. Und das ist gut so! Denn gemeinsames Handeln und Spaß haben motiviert und kann dazu beitragen neue Verhaltensmuster auszuprägen.


    Das Quartier Zukunft versucht durch die Angebote des Konsumcafés nicht nur einen bewussteren Umgang mit Konsumgütern zu fördern, sondern auch an Kulturtechniken wie Tausch und Reparatur zu erinnern. Gerade Veranstaltungen wie die Kleidertausch-Partys oder auch das thematisch ähnlich ausgerichtete Reparaturcafé des Reparaturcafé Karlsruhe e.V., leben die Tausch- und Reparaturkultur in einem ansprechenden Rahmen vor und laden nebenbei zu sozialen Austausch ein.

    In meinem Projekt habe ich untersucht, inwieweit die Veranstaltungen wirklich zu einer Verhaltensänderung der BesucherInnen beitragen. Mit Hilfe einer Online-Umfrage – wurde der Einfluss der Konsumcafé Angebote, auf die Motivation umweltschonend und sozial gerecht zu Handeln und das Konsumverhalten zu ändern untersucht.

    Was kam heraus? Erste Ergebnisse:

    Fast alle, die an einer Veranstaltung des Konsumcafés teilgenommen haben, fühlten sich durch die Angebote motiviert nachhaltiger und bewusster zu konsumieren, sowie das Prinzip SecondHand, Tauschen und Reparieren auch in anderen Lebensbereichen anzuwenden. Außerdem stieg mit zunehmender Teilnahme an Kleidertauschpartys, die Bereitschaft, Kleidung selbst SecondHand weiterzugeben.

    Wie beeinflussen die Veranstaltungen (VA) unser Handeln in Bezug auf die Weitergabe von Kleidung. Vergleich von Umfrageteilnehmenden mit I: Keinen VA; II: Wenigen VA; III: Vielen VA

    Die Umfrage zeigte auch, dass sich die meisten über die Folgen ihres Konsums bewusst sind und vor allem ein umweltschonender, aber auch sozial gerechter Konsum angestrebt wird. Allerdings wird das Bewusstsein für den Einfluss des eigenen Konsums auf andere Faktoren (wie etwa Natur und Umwelt) nach Aussage der Teilnehmenden nur gering erweitert. Die Motivation sich intensiver mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen wurde durch die Teilnahme ebenfalls nur gering gestärkt. Wo wir wieder beim Konflikt von Wissen vs. Handeln wären.

    Einschätzung des eigenen Konsumverhaltens der Umfrageteilnehmer mit unterschiedlicher Anzahl an Veranstaltungsbesuchen (VA= Veranstaltungen des Konsumcafés). Einfluss des Konsums auf I: Natur und Umwelt; II: Menschen, die direkt an der Produktherstellung in Entwicklungsländern beteiligt sind; III: Andere Verbraucher in Deutschland. Bewertungsskala von 1=stimme gar nicht zu; 5=stimme voll zu.

    Heißt das, Wissen ist für nachhaltiges Handeln gar nicht notwendig?

    Doch ist es. Zwar können wir ausschließlich bio und regional einkaufen, nur SecondHand Kleidung tragen und auch sonst so wenig Einfluss auf unsere Mitwelt haben wie möglich, ohne diese Einstellungen zu hinterfragen. Wirklich sinnvoll nachhaltig zu handeln bedeutet aber uns selbst zu reflektieren und uns unseren eigenen Einfluss bewusst zu machen, Wissen nicht nur anzuwenden, sondern auch zu übertragen und schließlich weitergeben zu können. Denn was bringt uns ein starres nachhaltiges Handeln, in einer Zeit in der sich alles ständig verändert und bestehende Systeme überdacht und transformiert werden sollen?

    Ein erfahrungsbasiertes Wissen, das nicht darauf aus ist irgendwelche Fakten über Umweltthemen auswendig zu lernen, sondern aus Erfahrungen Erkenntnisse zu gewinnen und diese auf andere Dinge zu übertragen, ist also genauso wichtig wie das Handeln an sich.

    Das Quartier Zukunft bietet mit dem Konsumcafé eine fruchtbare Plattform für Menschen, die sich mehr mit dem Thema „Nachhaltiger Konsum“ auseinandersetzen wollen. Das gemeinsame Handeln bzw. das „Vorgelebt bekommen“ motiviert selbst die Initiative zu ergreifen, Mitstreiter zu finden und sich dem Thema weiter anzunähern. Außerdem kann das Erleben des eigenen Einflusses, sowie der soziale Austausch dazu beitragen neue Verhaltensmuster zu bilden und erfahrungsbasiertes Wissen weiterzuentwickeln.

    Wenn du noch mehr zu den Ergebnissen und zum Thema „Nachhaltiger Konsum“ erfahren möchtest, dann komm doch am Donnerstag, 15. Februar um 18 Uhr in den Zukunftsraum (Rintheimer Straße 46, 76131 Karlsruhe). Dort stellt Valentin Erlenbach seine Ergebnisse vor und beantwortet gerne Fragen zu seinem Projekt. Außerdem wird im Anschluss der Film „The true cost. Der Preis der Mode“ gezeigt. Der Eintritt ist frei.

    Plakat Konsumcafé_15.02

     

    Lesetipps:

    Ich bin so „frei“ – warum Konsumgewohnheiten so schwer zu überwinden sind von Sarah Bloesy und Lukas Nalbach

    Wolfgang Ullrich: Alles nur Konsum. Kritik der Warenästhetischen Erziehung. Wagenbach, Berlin 2013

  12. Von 22.12 bis 08.01 halten wir Winterschlaf!

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    Vom 22. Dezember bis 08. Januar hält das Quartier Zukunft-Team Winterschlaf. Diese Zeit nutzen wir um zu Entschleunigen und Kräfte fürs neue Jahr zu sammeln. Das heißt: während unserer Winterpause ruhen unsere Kommunikationskanäle und das Team ist nur eingeschränkt erreichbar. In dieser zeit bleibt auch der Zukunftsraum geschlossen.

    Wir freuen uns darauf 2018 gemeinsam mit euch durchzustarten und bedanken uns für eure tatkräftige Unterstützung im vergangenen Jahr!

    Entspannte Feiertage & einen guten Start ins neue Jahr wünscht,

    Euer Quartier Zukunft-Team.

  13. Auf den Spuren des Reallabor 131 – Teil II Mobilität

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    Und weiter geht’s mit unserer Blogreihe zum Reallabor 131: KIT findet Stadt, in dem seit 2015 WissenschaftlerInnen und BürgerInnen gemeinsam in der Oststadt Maßnahmen zu einer nachhaltige(re)n Stadtentwicklung erproben. Im vorigen Beitrag haben wir uns mit den Aktivitäten des Projektes Nachhaltiger Konsum befasst. Und auch Teil 2 unserer Blogreihe widmet sich einem spannenden und viel diskutierten Thema der Nachhaltigkeitsforschung: Diesmal dreht sich alles um Mobilität!

    Ein Beitrag von Vanessa Kügler & Sarah Meyer-Soylu

    Teil II: Mobil und menschlich durch die Oststadt

    Unser Lebensstil wird immer mobiler. Dank Smartphone und Internetflat sind wir zu jeder Tageszeit und überall erreichbar. Na klar! Schnell ins Auto oder in den Zug gesprungen und schon sind wir am Ziel. Eine Selbstverständlichkeit, oder? Immer in Bewegung und immer mobil – ob wir wollen oder nicht. Unsere kleinen digitalen Helfer sind dabei bereits fester Bestandteil unserer Alltagsroutine. Der Mensch ist ein Gewohnheitstier – oder wohl eher ein Bequemlichkeitstier?

    Auch auf unseren alltäglichen Wegen durch die Stadt neigen wir weiterhin zur Routine und ärgern uns lieber darüber schon wieder im Stau zu stehen statt über alternative Verkehrsmittel und nachhaltige(re) Reisemöglichkeiten nachzudenken. Warum dieser Widerspruch? Wäre es nicht längst an der Zeit, dass wir uns unser Mobilitätsverhalten bewusst vor Augen führen und die Folgen für unsere Gesundheit und Umwelt vorausschauend – kurzum nachhaltig – darin einbeziehen? Genau hier knüpfen auch die Kernfragen des Projektes „Mobilitätsaspekte“ des R131 an: Wie kann ich mich in meiner Stadt fortbewegen, und meine Umwelt und Mitwelt möglichst wenig belasten? Wie lässt sich unsere Mobilität sozial gerecht und menschlich gestalten?

    Individuell mobil sein
    Unter dem Schlagwort Mobilität lassen sich unzählige Aspekte anführen. Wo also anfangen?

    „Das Unterwegssein in der Stadt belastet zu oft Umwelt und Nerven. Wir denken nach über ein Mobilitätskonzept, das auf Fahrräder, smarte Verkehrsleitsysteme und kollektive Verkehrsmittel setzt.“

    (Zielsetzung des Themenschwerpunkts Mobile Stadt)

    Der Fokus der Aktivitäten im Projekt „Mobilitätsaspekte“ lag auf dem Bereich Alltagsmobilität – und den folgenden drei darunter verorteten Handlungsschwerpunkten:

    • nachhaltige Organisation von Alltagsreisen
    • Integration von Fahrrädern und insbesondere Lastenrädern in unseren mobilen Alltag
    • Untersuchung zentraler Verkehrsknoten und -plätze (Weniger Verkehr, mehr Aufenthaltsqualität!)

    Unsere alltäglichen Reisen und die Verkehrsmittelwahl sind nicht nur Ergebnis von Gewohnheiten, sondern hängen natürlich auch stark von individuellen Faktoren ab: wie unserer körperlichen Fitness, unserem Alter oder dem Bedarf etwas zu transportieren – wie etwa einen Kinderwagen. Hinzu kommt, dass unsere Wahl des Verkehrsmittels zusätzlich beeinflusst wird durch äußere Bedingungen, wie zum Beispiel die Beschaffenheit und Streckenführung bestehender Radwege oder Straßensperrungen, und die bereitgestellte Information über die Möglichkeiten, das jeweilige Ziel zu erreichen.

    Den mobilen Alltag organisieren: Willkommen im Alltagsreisebüro!

    Wie lassen sich all diese unterschiedlichen Mobilitätsbedürfnisse verschiedener Nutzergruppen befriedigen und nachhaltig koordinieren?

    Um eine Anlaufstelle für die BürgerInnen der Oststadt zu schaffen und Raum und Gelegenheit zu geben, das eigene Mobilitätsverhalten genauer zu hinterfragen bzw. zu verbessern, hat das R131 in Zusammenarbeit mit ExpertInnen des Instituts für Verkehrswesen (IfV) das sogenannte Alltagsreisebüro im Zukunftsraum eingerichtet . Hier hatten die BürgerInnen seit Anfang 2016 die Möglichkeit eine regelmäßig stattfindende und kostenlose Mobilitätsberatung zu nutzen und sich über lokale Mobilitätsdienste und -apps aufklären zu lassen, um effiziente und nachhaltige(re) Reiselösungen zu finden, die trotzdem den individuellen Ansprüchen entsprechen. Die Einrichtung der Mobilitätsberatung war eine Reaktion auf einen im BürgerForum geäußerten Bürgervorschlag – der aber erst später als gedacht umgesetzt werden konnte. Für die BürgerInnen und uns bedeutete das einen langen Atem. Als es dann endlich soweit war, mussten wir jedoch feststellen, dass das Angebot nicht so gut angenommen wurde, wie erhofft. Daraus wollen wir lernen, um unsere zukünftigen Projekte noch näher an den BürgerInnen und ihren Bedürfnissen zu entwickeln! Du hast Anregungen, Kritik oder sogar eigene Projektideen für uns? Dann besuche uns gern im Zukunftsraum!

    Um die BürgerInnen weiter an das Thema Mobilität und alternative Verkehrsmittel heranzuführen war zudem Anfang 2016 die Mobilitätsausstellung „Von hier nach da“, der BUND Jugend Baden-Württemberg zu Gast im Zukunftsraum. Die Wanderausstellung zeigte der Oststadt inspirierende Ideen und Visionen zu einer neuen Mobilitätskultur. Bei Filmabenden und Vorträgen wurde sich in entspannter Atmosphäre ausgetauscht.

    Es müssen nicht immer 4 Räder sein: Komm schwing dich auf’s Fahrrad!

    Ausschlaggebend für den Fahrradschwerpunkt waren die BürgerInnen und ihre Feststellung, dass der Autoverkehr – stehend und rollend – im Quartier dominiere. Dazu kam unsere Motivation, die Situation für den Radverkehr in der Oststadt zu verbessern und Menschen dazu zu bewegen öfter auf das Fahrrad umzusteigen.

    Gerade für den Transport größerer Gegenstände muss nicht immer gleich ein Auto her. Davon sind wir bereits seit langem überzeugt, weshalb das Thema Lastenrad schon von Beginn an ein Thema bei uns im Projekt war. Wir haben mehrmals versucht eine Förderung aus der Wissenschaft für das Thema Lastenfahrräder zu erhalten, waren damit jedoch nicht erfolgreich. Umso erfreuter sind wir, dass mittlerweile in ganz Karlsruhe Menschen diese Idee teilen und zusammen ein kostenloses Lastenfahrradverleihsystem aufgebaut haben: Lastenkarle! Nur einen Katzensprung vom Zukunftsraum entfernt steht nun seit einigen Wochen ein Lastenfahrrad für jedeN zum Ausleihen zur Verfügung!

    Und auch das R131 geht mobil voran: Mit unserem hauseigenen Lastenrad sind wir auf verschiedenen Veranstaltungen unterwegs und können so schwere oder sperrige Dinge klimafreundlich von A nach B bringen!

    Auf die kritische Beziehung von Autoverkehr und Stadtbild wollen wir auch immer wieder mit unserer Teilnahme am PARK(ing)Day Karlsruhe aufmerksam machen – vor allem auf die enorme Flächeninanspruchnahmei durch parkende Autos in der Stadt und die Frage: Was wäre, wenn wir diese Flächen anderweitig nutzen könnten?

    Passend zu unserem Fahrrad-Schwerpunkt wurde dieses Jahr eine studentische Abschlussarbeit zum Thema alltägliche Fahrradnutzung – vor allem Fahrradparken – in der Oststadt angefertigt. Mittels Fragebogen – online und face-to-face – wurden über 100 Oststädter zu ihrer Fahrradnutzung befragt. Darin wurde unter anderem untersucht:

    • wie häufig die Bewohner ihr Fahrrad nutzen und was sie eventuell vom Fahrradfahren abhält (insbesondere die Autofahrer)
    • was für Maßnahmen es bräuchte, damit sie in Zukunft öfter auf das Fahrrad umsteigen
    • wo und wie die Oststädter ihr Rad abstellen und welche Probleme sich aus dieser Abstellweise ergeben.

    Wer hierzu nun weiterlesen möchte, kein Problem! Hier und am Ende des Blogbeitrags findest du die Arbeit als PDF angehängt.

    In Verbindung mit der Abschlussarbeit und um weiter für das Thema Fahrradfahren und -parken in der Stadt zu sensibilisieren, wurde Anfang 2017 ein öffentlicher Vortrag in der Oststadt im Rahmen des Quartier Zukunft Stammtisch gehalten und über die Ergebnisse der Befragung und die daraus abgeleiteten Handlungsvorschläge diskutiert.

    Mobilität als Modell

    Wie wirken sich eine Sperrung der Straße XY oder eine Shared Space Nutzung auf das Quartier aus? Um solche Fragen beantworten zu können hat das R131 Team ein existierendes Verkehrsmodell der Oststadt genutzt, um Wechselwirkungen der Verkehrsströme sichtbar und nachvollziehbar zu machen und Szenarien abzuleiten.

    Besondere Aufmerksamkeit wurde dem zentralen Verkehrsknoten am Gottesauer Platz geschenkt, für den Umgestaltungsmaßnahmen entwickelt wurden, um die Aufenthaltsqualität dort zu verbessern und damit den Bürgerwünschen in Sachen Flächengestaltung und Parkplatzsituation gerecht zu werden. In einer weiteren Masterarbeit wurden konkrete Aufwertungsszenarien für den Gottesauer Platz ausgearbeitet. Neugierig? Auch diese Arbeit findest du hier und natürlich unten verlinkt!

    Durch die Verkehrssimulationen konnte zwar ein aktuelles Bild der Verkehrsbelastung geschaffen werden, allerdings wurde eine Herausforderung für die ForscherInnen immer deutlicher: die vielen Baustellen! Momentan sind sie in Karlsruhe schwer zu übersehen… Durch den Bau der neuen U-Bahnlinie und damit zusammenhängenden Streckensperrungen und Umleitungen in der Umgebung, ist es aktuell quasi unmöglich den tatsächlichen Verkehr im Gebiet nach Fertigstellung der Kombilösung zu ermitteln. Damit fehlen verlässliche Daten, was das Abschätzen von Wechselwirkungen folglich erschwert und die Durchsetzung konkreter Maßnahmen verhindert.

     Was kommt nun?

    Wie arbeiten wir mit den bisherigen Ergebnissen weiter? Auf der öffentliche Diskussion und Präsentation am 27.06.2016 im Zukunftsraum, haben wir unsere Ergebnisse vorgestellt und viele Anregungen zur Weiterarbeit mitgenommen. Für 2018 wird das Thema Mobilität auf jeden Fall weiter auf der Agenda bleiben! Abhängig von ausstehenden Förderanträgen wird es sogar stärker in den Blick rücken und gemeinsam mit den Themen Ernährung, Konsum und Klimaschutz angegangen werden.

    Und natürlich seid immer Ihr und Eure Ideen gefragt! Lust auf neue nachhaltigere Gewohnheiten? Wir freuen uns wenn Ihr aktiv werdet und Eure Projektideen umsetzten wollt. Meldet Euch doch einfach bei uns (Ansprechparterin ist Sarah Meyer-Soylu: sarah.meyer@kit.edu) oder schaut zu unseren Öffnungszeiten im Zukunftsraum vorbei.

     

    Neugierig geworden? Hier könnt Ihr weiterlesen:

     

  14. Wir gehen in die Sommerpause!

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    Vom 01. bis 31. August gönnen wir uns eine Pause zum Entschleunigen und Kräfte sammeln. In dieser Zeit ruht unsere Kommunikation nach außen und das Team ist nur begrenzt erreichbar.

    Das heißt, dass der Zukunftsraum in dieser Zeit geschlossen bleibt und wir in den sozialen Netzwerken nicht aktiv sein werden. Über unseren Kalender könnt ihr euch natürlich trotzdem über aktuelle Veranstaltungen auf dem Laufenden halten.

    Ab September starten wir dann wieder richtig durch und freuen uns auf viele tolle Veranstaltungen mit euch.

    Wir wünschen euch ebenfalls einen erholsamen Sommer!

    Bis bald,

    Euer Quartier Zukunft.

     

  15. Walkability – Das bewegungsfreundliche Quartier

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    Beitrag von Hagen Wäsche und Lena Panter

    Durch Sport und Bewegung fühlen wir uns besser, außerdem bleiben wir gesünder und obendrein trägt Sport zu einem belebten und lebenswerten Quartier bei. Doch häufig ist es um die Fußgängerfreundlichkeit – die Walkability – im Viertel nicht gut bestellt. Die Walkability-Checkliste ist ein einfaches Instrument, das dabei helfen kann die Fußgängerfreundlichkeit zu verbessern.

    Bewegung ist ein wichtiger Faktor für einen gesunden Lebensstil. Allerdings benötigen wir dafür ein Wohnumfeld, in dem wir uns gerne bewegen. Nicht nur typische Sport- und Spielstätten, sondern v. a. Wege und Straßen, sogenannte lineare Bewegungsräume, spielen dabei eine wichtige Rolle sowohl um gezielt Sport zu treiben, als auch um unsere Alltagswege zurückzulegen. Dabei ist die Gestaltung und Sicherheit von Straßen und Wegen entscheidend, ob wir gerne eine Strecke zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen oder eben auch nicht.

    Bewegungsfreundliche Plätze sind Orte des Miteinanders     (Foto: Michael Bemmerl)  e Breite Wege und eine angenehme Atmosphäre fördern Bewegung (Foto: Lena Panter)

     

    Zu Fuß in meinem Quartier?

    Der dominierende Autoverkehr und wenig attraktiv gestaltete Wege in innerstädtischen Quartieren führt jedoch häufig dazu, dass die Bewegungsmöglichkeiten für Fußgänger und Fahrradfahrer nur wenig Beachtung finden. Die Folge davon sind Bewegungsmangel der Bewohner und eine zunehmende Verinselung der Lebenswelten, wenn z. B. Kinder den Weg zur Schule, zum Sportverein oder zu Freunden nicht mehr selbständig unternehmen können, sondern mit dem Auto gebracht und abgeholt werden.

    Deshalb gilt es, eine bewegungsfreundliche und -fördernde Umwelt für Jung und Alt zu schaffen, in der wir uns alle gerne mit eigener Kraft fortbewegen. Im Übrigen unterstützt ein bewegungsfreundliches Quartier nicht nur die Gesundheit des Einzelnen, sondern trägt maßgeblich zu einer Belebung des Quartiers bei, denn bewegungsfreundliche Wege und Plätze sind auch Orte des Austauschs und des Miteinanders.

     

    Zugeparkte und schmale Gehwege und Barrieren verhindern Fußgängerfreundlichkeit        (Foto: Lena Panter)

    Walkability-Check in der Oststadt

    Im englischsprachigen Raum wird in diesem Zusammenhang der Begriff „Walkability“ genutzt. Er lässt sich am einfachsten mit „Fußgängerfreundlichkeit“ übersetzen. In einem weiteren Sinne beschreibt Walkability die bewegungsfreundliche und -fördernde Gestaltung des Wohnumfelds bzw. des Quartiers. Dabei umfasst er sowohl die aktive Mobilität im Alltag als auch Bewegungsaktivitäten in der Freizeit.Damit dieses Instrument für die Bewohner der Oststadt genutzt werden kann, hat das Institut für Sport und Sportwissenschaft am KIT, basierend auf bereits bestehenden Checklisten aus den USA und Australien, eine Checkliste für Fußgängerfreundlichkeit für unser Quartier entwickelt.

    Die Liste können Bewohner aller Altersklassen nutzen und sie ist natürlich auch in anderen Städten und Gemeinden einsetzbar. Sie ist ein partizipatives und leicht verständliches Instrument, mit dem alle die Möglichkeit haben, ihren alltäglichen Fußweg in den vier Kategorien Fußgängerfreundlichkeit, Komfort, Sicherheit und Zweckmäßigkeit / Vernetzung zu bewerten. Dadurch kann die Qualität der Fußwege eingeschätzt und gleichzeitig mögliche Problemstellen aufgedeckt werden. Am Ende werden dem Nutzer/der Nutzerin Möglichkeiten aufgezeigt, sich aktiv für eine Verbesserung einzusetzen. Die Checkliste unterstützt somit die Bürgerinteressen und kann einerseits verwendet werden um für Fußgängerfreundlichkeit als wichtiges Thema zu sensibilisieren und um andererseits zur Verbesserung der Lebensqualität in einem Quartier beizutragen.

    Du bist neugierig geworden und willst deine Alltagswege checken?

    Hier geht es zum Download der Checkliste für Walkability

    Zudem liegt die Checkliste im Zukunftsraum aus und kann dort kostenlos mitgenommen werden!

  16. N!Tage – Nachhaltigkeit gemeinsam feiern

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    Wir verabschieden die NachhaltigkeitsExperimente nach neun Monaten Projektlaufzeit mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Aus den eingesendeten Ideen sind tolle Projekte entstanden, die wir begleitet, unterstützt und beforscht haben. Die gute Nachricht: Trotz Ende der offiziellen Laufzeit wollen die vier Experimentgruppen weiterhin daran arbeiten die Oststadt ein Stück nachhaltiger zu machen.

    Deshalb heißt es am 21. Mai: lasst uns feiern!
    Das Quartier Zukunft lädt gemeinsam mit den NachhaltigkeitsExperimenten von 14 bis 18 Uhr zu einem bunten Programm in den Zukunftsraum ein.

    Von Theater, über Nähstände und Samenbomben bauen ist alles dabei. Die Gruppen Kreativ-Salon, Second Future, Oststadttreff und Beete & Bienen werden den ganzen Tag vor Ort sein und euch neben tollen Aktionen die Gelegenheit bieten sie mit Fragen zu löchern.


    Ein Erfolg der gefeiert werden muss

    Entstanden sind die vier Projekte im Rahmen des Wettbewerbs „dein NachhaltigkeitsExperiment“ den wir gemeinsam mit der Bürgerstiftung Karlsruhe ins Leben gerufen haben. Worum es uns dabei ging? Um euch! Eure Ideen und Initiativen waren gefragt. Aus den Einsendungen wurden im Mai 2016 schließlich vier Bürgergruppen mit unterschiedlichsten Ideen ausgewählt, die in den letzten neun Monaten ihre Experimente in die Tat umsetzten. Dank der fleißigen Projektinitiatoren entstanden so verschiedenste Räume zum Ausprobieren, Beisammensein und Entschleunigen. Dass die vier Gruppen trotz Ende der offiziellen Laufzeit weitermachen wollen freut uns natürlich umso mehr!

    Nachhaltigkeitstage? Da machen wir mit!

    Welcher Zeitraum wäre passender für unsere Feier als die Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg 2017? Zum fünften Mal finden sie dieses Jahr nun schon statt und wir wollen natürlich mit dabei sein, wenn es darum geht nachhaltiges Handeln verständlich, sichtbar und erlebbar zu machen.

    Darum laden wir euch ein vorbeizukommen, egal ob zum Mitmachen, Informieren oder Quatschen. Neben den Aktionen der Experimentgruppen werden auch weitere Aktivitäten des Reallabors in der Oststadt vorgestellt, wie etwa Forschungsergebnisse des Energieprojekts, sowie des Mobilitätsprojekts oder das Thema „Walkability in der Oststadt“.

    Wir freuen uns auf euch!

    Das Fest ist eine Veranstaltung im Rahmen der Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg 2017.

    Mehr Infos zu den N!Tagen.

     

     

    Kurzbeschreibung der NachhaltigkeitsExperimente:

    NachhaltigkeitsExperiment „Beete & Bienen

    Bei Beete & Bienen geht es um Naschbeete im öffentlichen Raum – und zwar für Menschen UND Bienen. Die Gruppe hat bereits ihr erstes Beet am Gerwigplatz aufgestellt und Bienen am Marstallgelände in einer Klotzbeute angesiedelt. Inzwischen arbeitet die Gruppe in zwei AGs: der eine Teil verfolgt das Voranbringen von Naschbeeten in der Stadt. Der andere Teil konzertiert sich darauf Bienen wieder zurück in die Stadt zu bringen.

    NachhaltigkeitsExperiment „Kreativ-Salon

    Raum und Zeit für Kreativität – darum drehte sich das Experiment „Kreativsalon“, das zu Workshops u.a. mit Musik, Gesang und Theaterspiel einlud. Bis Ende März wurden 15 Workshops im Zukunftsraum durchgeführt, mit sehr positiver Resonanz. Im Anschluss an das Projekt hat sich eine neue Initiative gebildet, in der Teile des Kreativ Salon Teams mitwirken. Der Verein „interKArt“ hat es sich zum Ziel gemacht, Zwischenräume zu schaffen. Er organisiert dazu u.a. ein Festival, das vom 29. September bis 01. Oktober in der Fettschmelze auf dem Schlachthofgelände stattfinden wird. Auf dem Festival soll auch ein Theaterstück aufgeführt werden, für das noch TeilnehmerInnen gesucht werden.

    NachhaltigkeitsExperiment „Oststadt-Treff

    Ein fester Treffpunkt in der Oststadt für Jung und Alt, Zugezogene und Alteingesessene, MigrantInnen und Ur-KarlsruherInnen: Das Experiment „Oststadt-Treff“ lud die Menschen der Oststadt jeden Montag in den Zukunftsraum ein. Daneben fanden monatliche Diskussionsabende und weitere Veranstaltungen wie etwa Lesungen statt. Auch nach Ende der neun Monate wird der Oststadt Treff im Zukunftsraum weiterlaufen. Inzwischen ist er schon fast zu einer Institution geworden.

    NachhaltigkeitsExperiment „Second Future

    Einem Pullover oder Laptop sieht man nicht an, ob er neu oder gebraucht gekauft wurde. Das Experiment „Second Future“ macht die nachhaltige Kaufentscheidung für gebrauchte Produkte mittels eines eigens entworfenen Labels sichtbar. Die Labels wurden bei verschiedenen Anlässen, wie etwa der Lametta oder dem Flohmarkt am Messplatz verteilt und können seit einiger Zeit auch über die Second Future-Website nur zu Portokosten bestellt werden. Auch hier ist eine Weiterführung geplant.

     

  17. Zwei studentische/ wissenschaftliche Hilfskräfte ab Mai gesucht!

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    In unserem Team sind ab Mai 2017 zwei Stellen als studentische oder wissenschaftliche Hilfskräfte mit 30 bis 60 Stunden/Monat zu besetzen.

    Die beiden Ausschreibungen haben folgende Schwerpunkte:

    Studentische Hilfskraft zur allgemeinen Unterstützung der Projektarbeit

    Aufgabenschwerpunkte:

    • Recherchen und kleinere Datenerhebungen (qualitativ und quantitativ)
    • Mitwirkung bei der Erstellung von Medien (Broschüren, Flyer, Präsentationen, Poster, etc.)
    • Unterstützung bei Veranstaltungsorganisation sowie bei deren Umsetzung im Raum Karlsruhe
    • Pflege unseres Pressespiegels

    Allgemeine Anforderungen:

    • Interesse an Nachhaltigkeitsthemen, besonders nachhaltiger Stadt- und Quartiersentwicklung
    • Einschlägiger Bachelor oder Vordiplom
    • Gute Recherchefähigkeiten
    • Sicherer Umgang mit gängigen Office Anwendungen (Word, Excel, Power Point, Outlook)
    • Deutschkenntnisse auf muttersprachlichem Niveau in Wort und Schrift
    • Organisationstalent
    • Zuverlässige, strukturierte und eigenständige Arbeitsweise

    Wünschenswert:

    • Erfahrung mit Social Media Kanälen (Facebook, Twitter)
    • Erfahrung mit Citavi
    • Erfahrungen mit der Transkription von Texten
    • Erfahrungen im Umgang mit WordPress und/oder MailChimp

    QZ HiWi Ausschreibung 2017_03

    Studentische /wissenschaftliche Hilfskraft mit Schwerpunkt Gestaltung und/oder Textarbeit

    Aufgabenschwerpunkte:

    • Gestaltung und Mitwirkung bei der Erstellung von Medien (Broschüren, Flyer, Präsentationen, Poster grafisch und/oder textlich)
    • Blog- und Websitepflege (Recherche und Textarbeit)
    • Unterstützung bei der Veranstaltungsorganisation sowie bei deren Umsetzung im Raum Karlsruhe
    • Allgemeine organisatorische Unterstützung des Projekts

    Allgemeine Anforderungen:

    • Interesse an Nachhaltigkeit, besonders nachhaltiger Stadt- und Quartiersentwicklung
    • Einschlägiger Bachelor oder Vordiplom
    • Sicherer Umgang mit gängigen Office Anwendungen (Word, Excel, Power Point, Outlook)
    • Erfahrung mit Bildbearbeitungs- und Gestaltungsprogrammen (etwa InDesign, Illustrator, Photoshop)
    • Deutschkenntnisse auf muttersprachlichem Niveau in Wort und Schrift
    • Gute Recherchefähigkeiten
    • Zuverlässige, strukturierte und eigenständige Arbeitsweise

    Wünschenswert:

    • (Erste) Erfahrungen im Bereich Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit (digital/analog)
    • Erfahrungen im Umgang mit WordPress und/oder MailChimp
    • Erfahrung mit Social Media-Kanälen (Facebook, Twitter)

    QZ HiWi Ausschreibung 2017_03 Grafik Text

     

    Der Bewerbungsschluss für beide Ausschreibungen ist der 22.03.2017.

    Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen!

  18. Spielend nachhaltig ins neue Jahr!

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    Spiel, Spaß und – Nachhaltigkeit! Der Nachhaltigkeitsspieleabend im Zukunftsraum in der Karlsruher Oststadt geht ab 19. Januar 2017 in die nächste Runde.

    Du hast Lust mal wieder einen Abend in netter Gesellschaft, mit Freunden oder Bekannten bei einem Spieleabend zu verbringen? Die kalte Jahreszeit lädt zu gemütlichen Gemeinschaftsaktivitäten geradezu ein. Und wenn man dabei auch noch neue Leute kennen lernen und obendrein ganz nebenbei etwas lernen kann, warum nicht?  Das geht ab jetzt jeden ersten Donnerstag im Monat ab 18 Uhr im Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft in der Rintheimer Straße 46!

    Nachhaltigkeitsspieleabend reloaded

    Vielleicht erinnern sich einige von Euch noch an das Format aus dem letzten Frühling? Jetzt startet Quartier Zukunft am 19. Januar 2017 mit einer Neuauflage des nachhaltigen Brettspiel-Events. Und ab Februar findet die Veranstaltung dann regelmäßig immer am ersten Donnerstag im Monat statt. Der nächste Termin ist also schon der 2. Februar 2017.

    Wie schon bei den letzten Malen könnt Ihr bei uns jede Menge Spiele ausprobieren, die an den verschiedenen Abenden jeweils ganz unterschiedliche Bereiche nachhaltiger Entwicklung  und Wissenschaft in den Blick nehmen – etwa Energie und Klimaschutz, Umwelt, Technik oder Wissenschaft.

    Kennst Du zum Beispiel das Spiel Genwelt? „Ein Spiel um den risikoreichen Forschungswettlauf in der Gentechnologie“, verspricht die Spielanleitung. Bei dem Spiel geht es um die Manipulation des Erbgutes von Viren, Bakterien, Pflanzen und Tieren und ihre Auswikrungen auf die Umwelt. Oder Siebenpunkt, ein Spiel in dem du in die Rolle eines Bauern schlüpfst und als moderner Landwirt nicht nur um die Erträge deiner Felder, sondern auch umweltverträgliches Wirtschaften und ökologischen Landbau unter einen Hut bringen musst.

    Natürlich könnt Ihr jederzeit auch eigene Spiele mitbringen! Ob alleine oder als Gruppe, Brettspiel-Freak oder einfach nur interessiert – jeder und jede ist herzlich willkommen!

    Tee und alkoholfreie Getränke gibt’s gegen eine Spende im Zukunftsraum. Außerdem freuen wir uns über Knabbersachen und Snacks für alle. Spielend wollen wir die Nachhaltigkeit im Quartier voranbringen, einander kennenlernen, zusammen sein, loslegen.

    Termine im Überblick

    19.Januar 2017:      18:00-21:00 Uhr

    02.Februar 2017:    19:00-21:00 Uhr

    02.März 2017:         19:00-21:00 Uhr

    06.April 2017:         19:00-21:00 Uhr

    04.Mai 2017:           19:00-21:00 Uhr

    01.Juni 2017:          19:00-21:00 Uhr

    16.März 2018:         19:00-21:00 Uhr „Science Games“

    10.Juni 2018:          15:00-17:00 Uhr Familienspieltag im Rahmen der Nachhaltigkeitstage BW

     

    Damit wir besser planen können bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis zum Vortag 12 Uhr an Helena.Trenks@kit.edu. Die Veranstaltung findet statt, wenn sich mindestens 5 TeilnehmerInnen vorher per E-Mail angemeldet haben (Infos ob es stattfindet rechtzeitig im Kalender auf unserer Website). Spontane MitspielerInnen sind auch willkommen.

     

    Der Nachhaltigkeitsspieleabend ist ein Projekt des Quartier Zukunft in Kooperation mit der Lokalen Agenda 21 Karlsruhe, dem Institut für Germanistik, Abteilung Wissenschaftskommunikation am KIT und dem spielecht Spieleverlag.

  19. Wir halten Winterschlaf!

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    Liebe FreundInnen des Quartier Zukunft.

    Vom 22. Dezember bis zum 08. Januar hält das Quartier Zukunft-Team Winterschlaf. In dieser Zeit sammeln wir neue Kräfte, nehmen uns Zeit für unsere Familien und sind nur eingeschränkt erreichbar.

    Wir blicken auf ein erfülltes Jahr 2016 zurück und freuen uns, dass sich im Quartier so viel bewegt hat. Wir möchten die Gelegenheit nutzen und uns nochmal ganz herzlich bei Euch für das letzte Jahr bedanken! Der Motor von Quartier Zukunft seid Ihr, die Menschen, die mitmachen!

    Weihnachten nehmen wir auch zum Anlass uns zu fragen, was wir brauchen um gemeinsam in eine nachhaltigere Zukunft zu starten. Auf sehr amüsante Weise zeigt unser Adventscomic, dass es oftmals nicht sehr viel benötigt um zufrieden zu sein.

    Bisher an jedem Adventssonntag nacheinander auf Facebook enthüllt, können hier nun alle vier Teile der etwas anderen Weihnachtsgeschichte angesehen werden. Vielleicht eine Inspiration?

    Wir freuen uns, Euch 2017 wieder zu sehen!

    Bis dahin frohe Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

    Das Quartier Zukunft-Team

     

    DER QUARTIER ZUKUNFT-WEIHNACHTSCOMIC ZUM THEMA                                                NACHHALTIGER  KONSUM ZU WEIHNACHTEN:

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            Comic von Sophia Schambelon

     

  20. I’m dreaming of a green christmas! Tipps für’s nachhaltige Feiern zum Ausprobieren.

    2 Comments

    Weihnachten 2015: Opa hat die Weihnachtsgeschichte gelesen, „Stille Nacht“ haben wir gesungen, alle Geschenke wurden ausgepackt und bejubelt, die Kinder sind glücklich, pappsatt und müde. Eigentlich war’s ein schönes Fest. Und trotzdem: Da stört mich was, da stimmt was nicht. Es ist der Müll auf dem Sofa, unter’m Baum, auf dem Boden, der Müll überall. Eine gigantisch große Landschaft aus Geschenkpapier. Schleifchen. Kärtchen. Goldbändern. Styropor. Verpackung. In diesem Moment nehme ich mir vor: Nächstes Jahr wird alles anders. Ich will nicht mehr. I’m dreaming of a green christmas! Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie das geht: Weihnachten in nachhaltig.

    Winter 2016: Weil dieses Jahr zu Weihnachten ja alles anders, nachhaltiger werden soll, brauche ich diesmal einen Plan. Denn eines habe ich ja schon längst begriffen: Den größten Quatsch kauft man im Stress. Mal eben schnell ein Buch von der Spiegel-Bestsellerliste über die Rolle von Insekten bei der Aufklärung von Gewaltdelikten (wird schon gut sein). Eine CD von der Band, über deren Sänger die Freundin irgendwann mal gesagt hat, irgendwie sei der ja ganz süß. Das Glanzpapier mit den glücklichen Elch-Ehepaaren drauf, das praktischerweise im 1-Euro-Shop an Deiner Ziel-Straßenbahnhaltestelle feilgeboten wird.

    Im Netz finde ich Leute, denen es ähnlich geht wie mir: Sie sind nicht nur partiell angenervt von dem Verpackungswust, sondern von der weihnachtlichen Konsumlawine insgesamt. Kein Bock mehr auf immer mehr! Und sie überlegen sich Lösungen. Ich lese Blogs von MinimalistInnen, die Weihnachten gleich ganz absagen. Artikel von Leuten, die einfach gar nichts mehr schenken. Tipps von KonsumverweigererInnen, die an Weihnachten stundenlange Waldwanderungen machen, bloß, um der Geschenkeorgie zu entkommen. Puh. Nee. Weihnachten will ich ja schon. Aber halt anders!

    Wichteln statt Geschenke-Wust

    Dann stoße ich auf einem Umweltportal auf die gute alte „Wichtel“-Idee. Das funktioniert so: Im Bekannten- oder Verwandtenkreis wird im Vorfeld abgemacht (oder per Los bestimmt), wer wen beschenkt. Sprich: Ich ziehe Tante Lotte, meine Schwester Opa Werner. So gibt’s zu Weihnachten keine Materialschlacht, sondern Tante Lotte, Opa Werner und alle anderen bekommen jeweils EIN Geschenk. Das dann aber mit Zeit, Muse und Bedacht ausgewählt worden ist. Die Wichtel-Idee gefällt mir! Ich schreib sie auf meinen „Green Christmas“-Zettel.

    Zeit statt Zeug

    Dann lande ich auf der Seite von „Zeit statt Zeug“.  Das ist ein Projekt, dass dazu ermutigen will, statt dem „fünften Schal, dem zehnten Parfum“ lieber Zeit zu verschenken.  „Nackenmassage statt Schal“, „Basteln statt bestellen“, „Stricken beibringen statt Pullover“ – es gibt Gutschein-Vorlagen mit professionellen Fotos, die man sich direkt selbst ausdrucken kann. Und auch die Möglichkeit, ganz eigene Ideen in ein schönes Layout zu fassen (denn JA, Küsse und Nackenmassagen sind nicht das Geschenk der Wahl für ALLE  Verwandten). Mein Fazit: Egal, ob man nun tatsächlich die Gutscheinfunktion von „Zeit statt Zeug“ nutzen möchte oder nicht: Die Idee, einem lieben Menschen etwas von der eigenen Zeit zu schenken, ist vielleicht nicht neu, aber nötiger denn je. Check. Kommt auf die Liste!

    Gebrauchtes zum Fest: Ein No-Go wird salonfähig

    Will man aber doch lieber etwas „Handfestes“ schenken, so zeichnet sich im Netz ein neuer Nachhaltigkeitstrend ab: Gebrauchtes schenken! Lange Zeit ein No-Go und der Albtraum jedes Knigge-Connaisseurs, wird Secondhand, getragen von der Vintage- und Shabby-Chick-Welle, endlich auch an Weihnachten salonfähig. Eine schöne, handgestrickte Couchdecke vom Flohmarkt, Holzstühle mit Patina, aus dem Sperrmüll gerettet und frisch überzogen, eine alte Schreibtischlampe aus den 60ern – da ist so einiges denkbar. Aber auch das Zweithand-iPhone, bestellt bei Portalen wie „Backmarket“ oder bei Ebay ersteigert, landet bei einigen unter’m Baum.

    Für jeden, der’s ausprobieren möchte mit der Nicht-Neuware zu Weihnachten: Auf der Website des NachhaltigkeitsExperiments Second Future, dem Second-Hand-Label aus der Karlsruher Oststadt, könnt Ihr kostenlos Aufkleber und Aufnäher bestellen, die Eure gebrauchten Geschenke zum echten Statement machen.

    Geschenke einpacken: Natur schlägt Blingbling

    Hat man nun endlich alle Geschenke parat, kann’s ans Einpacken gehen. Und auch hier sind all jene im Vorteil, die einen gewissen Vorlauf in Sachen Nachhaltigkeit haben: Über’s Jahr gesammeltes Geschenkpapier („Nicht einfach aufreißen, Kind!“) lässt Dich mindestens einen Teil der Geschenke – Zack, zack! – aus dem Stand heraus ökologisch verpacken.

    Aber auch „normales“ Altpapier funktioniert an dieser Stelle gut: Zeitungspapier, verziert mit Tannenzapfen, getrockneten Orangenscheiben, einzelnen Zweigen, Zimtstangen, Origamisternen macht Deine vorweihnachtliche Verpackungsorgie gleichermaßen stylisch wie kompostierbar!

    Wer Altpapier aber partout nicht als weihnachtsfein durchgehen lassen will, kann natürlich auch auf Packpapier, die Königin des stilsicheren Understatements, zurückgreifen. Und bei neuem Geschenkpapier bleibt immerhin die Möglichkeit, auf den „blauen Engel“ zu achten, der Recyclingpapier ausweist. Ach, und wusstest Du schon: Faltest Du beim Geschenkeeinpacken sorgfältig, klappt’s auch ganz ohne Klebemittel wie Tesa. Bunte Wollfäden oder Bast machen dann Deine ökologischen Verpackungskünste perfekt! Auch ziemlich edel: Wer’s wie die JapanerInnen machen will, kann Geschenke in Stoff einwickeln. Geht einfach, sieht kunstvoll aus und heißt: Furoshiki. Ich find’s schick! Kommt auf die Liste!

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    Die japanische Einpackkunst „Furoshiki“. Schick, schick!

    Last but not least gibt es noch die Super-easy-super-fix-Variante für Mehrfacheltern, die es sofort auf meinen Zettel schaffte: Einen großen Sack für jeden. Alle Geschenke rein. Große Schleife drum. Reihum wird ausgepackt. Wir wünschen entspannte Weihnachten ;-)!

    Hohoho! Lass den Wald ins Haus!

    Weniger Blingbling und mehr Wald macht sich natürlich auch in Deinem Haus ziemlich gut: Orangenscheibenketten und Tannengrün am Regal oder ein Adventskranz ohne Plastikdeko sind zeitlos schön. Unterschiedliche, bereits im Haus vorhandene Kerzen machen das Ganze – eins, zwei, drei, vier – zum Unikat.

    Und der Baum? Da kannst Du richtig klotzen! Ich notiere: Mit der Zickzack-Schere Bänder aus altem Stoff schneiden und zu Schleifen binden, echte Plätzchen, Papier- und Strohsterne dran, Kerzen aus Bienenwachs oder Stearin statt billiger Erdölprodukte auf die Zweige setzen. Die Elektrovariante: LED-Lichterkette statt Billigblinker.

    Und dann bin ich bei meiner Recherche noch über eine coole Idee für alle Gold-und-Glitter-FreundInnen gestolpert: Trefft Euch doch einfach mal zum Plätzchenessen und Christbaumkugel- und Dekotausch! So kann man kreativ bleiben, ohne alle Jahre wieder alles neu zu kaufen. Unter welchen Bedingungen industriell gefertigter Weihnachtschmuck produziert wird, könnt Ihr übrigens hier lesen.

    adventskranz

    DIY-Adventskranz. Mehr Wald statt mehr Blingbling.

    Dein Tannenbaum? Ein Däne mit georgischem Migrationshintergrund!

    Naturmaterialien, Bänder, Plätzchen – den Baumschmuck habe ich also geklärt für dieses Jahr. Aber was ist eigentlich mit dem Christbaum selbst? In der Regel, so erfahre ich, sind die Tannenbäume in den deutschen Wohnzimmern in Dänemark gewachsen, unter dem Einfluss von Pestiziden und Düngemitteln als Garanten für einwandfreien Wuchs. Zuvor wurden die Samen in Georgien unter lebensgefährlichen Arbeitsbedingungen in vielen Metern Höhe von Arbeitern ohne Kletterausrüstung geerntet – der deutsche Durchschnittsweihnachtbaum ist so gesehen also eher ein Däne mit durchaus problematischem georgischem Migrationshintergrund. Überhaupt: Bäume absägen – kann das mit Nachhaltigkeit vereinbart werden? Mhm.

    Im Netz lese ich von Leuten, die auf den Baum an Weihnachten denn auch ganz verzichten oder einzelne Zweige zu Gabenbäumen drapieren. Und dann gibt es noch verschiedene Anbieteter und Initiativen, die das Weihnachtsbaumgeschäft ökologischer und fairer machen wollen. Beim Bio-Weihnachtsbaumversand gibt‘s zum Beispiel gesägte Bio-Nordmanntanne aus deutscher Herkunft. Bei „Fairtrees“ kann man dänische Tannen kaufen, deren Zapfen in Georgien unter fairen, sicheren Bedingungen geerntet wurden. Und auf der Website von Robin Wood werden Biobaum-Verkaufsstellen von Tannen aus der Region gelistet. Fairtrees kannst Du übrigens im Hagebaumarkt Ettlingen, Hertzstr. 3 kaufen. Biobäume aus heimischen Wäldern werden in der Region leider nur in Landau angeboten. Immerhin „von hier“ sind die konventionell gezogenen Bäume, die man gemeinsam mit den FörsterInnen zu bestimmten Terminen in den Wäldern rund um Karlsruhe schlagen kann. Zum Beispiel im Waldklassenzimmer am  17. Dezember.

    Von einem grünen Weihnachtsfest kann man träumen. Oder es einfach ausprobieren.

    Am Ende meines Recherchetags zum Thema „Grüne Weihnachten“ habe ich jede Menge Ideen auf meinem Zettel und es summt in meinem Kopf. Da sind noch so viele Fragen! Nachhaltiges Weihnachtsessen, was passt da zu uns? Biofleisch? Fleisch vom Metzger? Lieber gleich vegetarisch? Oder gar vegan? Wie die Verwandten überzeugen, zurückhaltend und mit Bedacht zu schenken – ohne sie zu kränken? Baum ja – oder nein? Und wenn – woher? Wie untrennbar sind Weihnachten und das wohlige Gefühl dabei eigentlich mit Konsum verbunden?

    Ich bin ein bisschen erschöpft und sicher, dass es keine Patentlösung für mein grünes Weihnachten 2016 gibt. Nur Möglichkeiten. Ideen. Versuche. Aber zuversichtlich bin ich auch. I’m dreaming of a green christmas. Und außerdem werde ich’s einfach ausprobieren.

    Wenn Ihr Lust habt, mit uns über Weihnachten, Nachhaltigkeit und Konsum zu sprechen, Eure Ideen und Erlebnisse zu dem Thema zu teilen, kommt doch einfach am 10. Dezember 2016 ab 15:30 Uhr im Zukunftsraum vorbei! Wie hat sich Weihnachten über die Generationen verändert, die Atmosphäre, die Wünsche, die Gerüche, die Geschenke? Was ist uns wichtig? Wir essen Plätzchen, trinken Punsch, basteln Weihnachtskarten. Und haben’s gemütlich.

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  21. Ausschreibung! Öko‐Dorf‐Innovationen für den urbanen Raum

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    Das Team von Quartier Zukunft sucht WissenschaftlerInnen mit Interesse an Öko-Dorf-Innovationen für den urbanen Raum, die sich um ein Stipendium / eine Promotion am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse in Karlsruhe bewerben möchten!

     

    oekodorf

    Die Gemeinschaft Schloss Tempelhof bei Dinkelsbühl. Was können Städte von Öko-Dörfern wie diesem lernen?

    Themenfeld:

    Ökodörfer sind Pioniere nachhaltiger Entwicklung und ein Hort nicht‐technischer und technischer
    Innovationen. Sie bestechen durch einen im Vergleich zu Städten enorm geringen Energie‐ und Ressourcenverbrauch.

    Da Städte und ihre Bewohner aber für 70‐80 % des globalen Ressourcenverbrauchs
    verantwortlich sind, stehen diese im Fokus, wenn es um die Frage geht, wirksame Strategien
    zur Energie‐ und Ressourcenschonung zu entwickeln und umzusetzen.
    Ziel der Promotionsarbeit ist es, die Übertragbarkeit nicht‐technischer wie technischer Innovationen
    aus Ökodörfern auf städtische Kontexte zu untersuchen. Inwieweit und wie lassen sich die Errungenschaften
    von intentionalen Gemeinschaften auf eine heterogene Stadtgesellschaft und verschiedenartige
    urbane Kontexte übertragen, sich in einem städtischen Quartier implementieren? Welche Rolle
    spielen die nicht‐technischen (sozialen, kulturellen, ökonomischen und mikro‐politischen) Gegebenheiten
    einer intentionalen Gemeinschaft auf deren technische Innovativität und Energie‐ wie
    Ressourceneffizienz?

    Ausgehend von den Betrachtungen zur Übertragbarkeit sollen Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger
    abgeleitet oder, wenn möglich, in Form eines transdisziplinären Experiments Schritte
    zur Übertragung in Karlsruhe gegangen werden.

    Rahmen:

    Die Promotion ist eingebunden in die Arbeiten und Projektgruppe des Quartier Zukunft – Labor Stadt
    und erfolgt am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) des KIT – im Rahmen
    des Kooperativen Promotionskollegs Energiesysteme und Ressourceneffizienz (Enres).
    Die Promotion erfolgt im geistes‐, sozial‐ oder kulturwissenschaftlichen Bereich und vorzugsweise an
    Fakultäten des KIT. Es gelten die Bestimmungen der jeweiligen Promotionsordnungen sowie die Satzung
    des KIT zur Landesgraduiertenförderung. Das Promotionsstipendium wird nach Landesgraduiertenförderungsgesetz
    auf drei Jahre gewährt (1.468.‐ €/Mon.). Ggf. ist ein Zuverdienst als wissenschaftliche
    Hilfskraft möglich. Angestrebter Beginn der Promotion: baldmöglichst, spätestens Februar
    2017.
    Bewerberinnen und Bewerber müssen neben einem guten bis sehr guten Masterabschluss (oder
    vergleichbaren Abschluss) der entsprechenden Fachrichtung, geeignete Vorkenntnissen und hohe
    Motivation vorweisen. Das kooperative Promotionskolleg steht insbesondere (aber nicht nur) Absolventinnen
    und Absolventen von Hochschulen für Angewandte Wissenschaften offen. Ihre Bewerbung
    sollte mindestens ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben mit einer Beschreibung Ihrer Vorkenntnisse,
    Interessen und Motivation, einen Lebenslauf, sowie Kopien von Zeugnissen und Abschlüssen
    etc. enthalten. Den akademischen Abschlüssen sind Notenspiegel beizulegen. Wenn Sie zu den o.g.
    Arbeitsgebieten bereits eigene Ideen haben, so können Sie diese schriftlich auf bis zu vier Seiten skizzieren.
    Bewerbungsunterlagen können bis zum 15.12.2016 per Email oder postalisch eingereicht werden an:

    Oliver.Parodi@KIT.edu

    Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)
    Oliver Parodi
    Karlstr. 11
    76133 Karlsruhe

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  22. Wir und unsere Dinge. Von VerbraucherInnen zu GebraucherInnen unserer Produkte?

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    Jeder in Europa lebende Mensch besitzt durchschnittlich 10 000 Gegenstände – Tendenz steigend. Antje Di Foglio aus dem Quartier Zukunft-Team ist Produktdesignerin und beschäftigt sich seit Jahren mit dem Altern von Dingen. Sie hat eine nachhaltige Vision: Lasst uns wieder zu GebraucherInnen unserer Produkte werden.

    Der kleine Jonas nimmt in der ersten Woche ohne Mama sein Kuscheltier mit in den Kindergarten. Opa Karl weigert sich mit Händen und Füßen dagegen, den alten, zerschlissenen Läufer im Flur wegzuwerfen. Die Dinge und wir – da ist doch etwas zwischen uns, eine Beziehung, eine Verbindung, ein Knistern.

    kuscheltier

    Wenn wir und unsere Dinge eine gemeinsame Geschichten haben: Die Besitzerin dieses Eisbären ist 25 Jahre alt. Foto: Antje Di Foglio.

    Tatsächlich sind die Sachen, mit denen wir uns umgeben, mehr als bloße Gebrauchsgegenstände. Der Schrank im Schlafzimmer, meine Jeans, die Wände meines Elternhauses, die kleine Mauer im Garten: Unsere Dinge sind Identitäts- und Ankerpunkte in der Welt und helfen uns dabei, uns selbst zu verorten. Wer bin ich und wo befinde ich mich gerade? Wir können uns durch sie ausdrücken, finden an ihnen Halt. Aber was, wenn die Dinge in unserem Leben immer mehr werden? Und wir sie immer schneller ersetzen, austauschen, wegwerfen, neu kaufen? Was tut das mit uns und unserer Welt?

    Dinge werden hergestellt, um verbraucht zu werden

    „Heutzutage werden Dinge hergestellt, um verbraucht zu werden“, stellt Antje, die an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe studiert hat, fest. Während klassische Materialien wie Holz, Metall, Porzellan, Leder, Leinen in Würde altern und Generationen überleben können, würden heute hauptsächlich Stoffe verwendet, die mit der Zeit unansehnlich und schadhaft werden. Shirts aus Polyacryl, Sideboards aus Pressspan, das Sofa aus Kunstleder: „Diese Materialien altern nicht. Sie gehen kaputt.“

    Dahinter stehe einerseits ein Wirtschaftssystem, das auf „geplante Obsoleszenz“, also den eingebauten Defekt in Produkten, setze, so Antje. Und andererseits ein längst verinnerlichtes, westliches Konzept von Ästhetik. „Das ist das hellenistische Weltbild, in dessen Tradition wir stehen und uns bewegen“, erzählt sie. „Es geht immer um Perfektion und um Jugend! Produkte heute sollen schön, glänzend, makellos sein. Es geht um die persönliche Optimierung durch‘s Mehr-machen und Mehr-kaufen.“ Schön, das bedeutet neu. Und was nicht mehr neu ist, das kann weg.

    Wabisabi statt alles neu

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    Vergänglichkeit in Gold: Die japanische Technik Kintsugi. Foto: Wikipedia.

    Eine alternative Sehgewohnheit, Ästhetiklehre, Philosophie hat Antje in Japan entdeckt: „Wabisabi“ heißt sie und integriert das Altern, das Unperfekte, Unvollständige und Vergängliche, findet Schönheit darin. Ein Holzboden mit tiefen Kerben von der jahrzehntelangen Benutzung durch eine Familie. Eine kunstvoll, aber sichtbar ausgebesserte Jacke. Ein kaputter Porzellanteller, den man unter Zuhilfenahme von flüssigem Gold wieder zusammengefügt hat. „ Bei Wabisabi geht es um Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit“, sagt Antje. Den Dingen ist es erlaubt, eine Geschichte zu erzählen. Man darf ihnen ansehen, dass sie in Gebrauch sind, gebraucht werden und mit ihren Menschen zusammenleben.

    „Die armen Wichtel von Yiwu“

    Tatsache ist: In den letzten hundert Jahren ist unsere Bindung an die Dinge verloren gegangen durch die Trennung zwischen Herstellung und dem Konsum von Produkten, zwischen den HandwerkerInnen, ArbeiterInnen und Kaufenden. Ein weltweites Phänomen, das Billiglohnländer zur Textilfabrik und Werkbank des Westens gemacht hat: Bizarre Berühmtheit erlangt haben etwa die Weinachtsdörfer in der chinesischen Provinz Yiwu. Zwei Drittel allen Weihnachtsschmucks stammt von dort. Ohne zu wissen, was sie da eigentlich herstellen, arbeiten Wanderarbeiter dort im Akkord für Hungerlöhne; „ die armen Wichtel von Yiwu“, nannte die FAZ die hier beschäftigten Menschen. Und veröffentlichte Fotos des chinesischen Fotografen Chen Ronghui, der einen Vater und seinen Sohn während der Arbeit abgelichetet hat – in roter Farbe und Chemikalien stehend, die Köpfe notdürftig geschützt durch Weihnachtsmannmützen.

    yiwu

    Weihnachtsmützen wie diese kommen fast immer aus der chinesischen Provinz Yiwu.

    Ist Yiwu überall? Vielleicht kann man es als Sinnbild sehen für die Beziehungslosigkeit, in die wir zu unseren Dingen geraten sind. Und die vergiftete, fernöstliche Weihnachtsidylle führt uns die Auswirkungen dieser Abkoppelung deutlich vor Augen: Mensch und Umwelt werden ausgebeutet für Produkte, die nicht gekommen sind, um zu bleiben. Alle Jahre wieder enden sie auf der Müllkippe. Alle Jahre wieder kaufen wir sie neu.

    Von VerbraucherInnen zu GebraucherInnen?

    Aber: Was kann man als VerbraucherIn tun? Und welches Potenzial für Veränderung liegt im Selbstverständnis der Produzierenden? Antje jedenfalls sieht hier beide Seite in der Verantwortung – und glaubt daran, dass ein Wandel möglich ist. „Wir als GestalterInnen agieren in einem komplexen und weitverzweigten Spannungsfeld und besitzen eine große soziale und moralische Verantwortung, der wir uns nicht entziehen sollten, nicht entziehen dürfen. Wir GestalterInnen arbeiten ja eigentlich  für Menschen und an Beziehungen, geben Halt in einer chaotischen Welt durch unsere ästhetische Ordnung der Dinge. Produkte müssen nachhaltiger, ökologischer, menschenfreundlicher werden. Es darf keine Gestaltung um der Gestaltung Willen geben.“ Was würde passieren, wenn wir Dinge wieder mit Respekt betrachten, die Arbeit und Sorgfalt der HerstellerInnen anerkennen und achten? Wenn wir uns mit Dingen umgeben, die mit uns altern und leben dürfen – würden wir dann nicht erkennen, dass man gar nicht so viel Neues braucht?

    „Mit welchen Dingen lebe ich gerne zusammen? Mit welchen Dingen verbindet mich etwas? Das könnte man sich selbst einmal fragen“, sagt Antje. „Wer so einkaufen geht, wird auch Dinge zu sich nehmen, die er mehr wertschätzt und liebt und mit denen er langfristig zusammenleben will.“ KonsumentInnen, so glaubt sie, suchten zunehmend nach dem Echten, Wahrhaftigen, nach Authentizität und Sinn. „Die Ressourcen gehen zur Neige, in wenigen Jahrzehnten werden die Erdölvorkommen erschöpft sein. Es wird sich ein neues Verständnis des Konsumenten herausbilden. Vielleicht könnte man es so sagen: Wir müssen von VerbraucherInnen zu GebraucherInnen unserer Dinge werden.“

     

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    Antje Di Foglio hat an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe Produktdesign studiert. In ihrer Diplomarbeit „Spuren der Zeit“ hat sie sich mit den Beziehungen und Emotionen beschäftigt, die Menschen mit Produkten eingehen – und ihrer Bedeutung für Kultur und Gesellschaft. Die Arbeit liegt in gebundener Form im Zukunftsraum aus – Ihr dürft gerne reinlesen!

    Bei Quartier Zukunft möchte Antje den Menschen und BürgerInnen Wege zeigen, wie man schon im Kleinen aktiv eine Veränderung für sich und andere bewirken und Konsum anders gestalten kann. Wir finden nämlich: Kaufen hat eine Wirkung – auf Mitwelt, Umwelt, Nachwelt und uns selbst. Im neuen Jahr wollen wir dazu beitragen, Konsum bewusst, nachhaltig und lokaler zu gestalten und an Kulturtechniken wie Reparatur und Tausch erinnern. Gemeinsam mit Euch wollen wir uns Gedanken darüber machen, wie nachhaltiger Konsum in der Karlsruher Oststadt aussehen könnte. Hier auf unserer Website, Facebook & Twitter halten wir Euch auf dem Laufenden!

     

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  23. Zero Waste – null Bock auf Müll

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    Zero Waste – ein Begriff geistert seit geraumer Zeit durch die sozialen Netzwerke und Zero Waste-Blogs sprießen wie Pilze aus dem Boden. Aber was meint der trendige Begriff eigentlich genau? Wir waren im Netz unterwegs und haben Euch Infos über eine Bewegung mitgebracht, die im Internet ihren Anfang genommen hat und längst „viral geht“. Über Länder- und Kontinentgrenzen hinweg denken junge Menschen über ihre Lebensweise nach und werfen bemerkenswert viel Engagement und Kreativität in die Waagschale bei dem Versuch, Nachwelt und Planet so wenig Müll wie möglich zu hinterlassen.

    zerowaste

     Zero Waste around the world

    Shia aus Bochum wäscht sich die Haare mit einem Gemisch aus Wasser und Roggenmehl. Bea aus Mill Valey, Kalifornien, putzt sich die Zähne mit einem Zahnpulver, das sie selbst aus Natron und Stevia herstellt. Olga aus Köln und ihre Familie benutzen statt Klopapier eine „Popobrause“, die an den Wasserhahn des Waschbeckens angeschlossen werden kann. Und Natasha aus Kapstadt, Südafrika, geht nie zum Bäcker ohne ihren Brotbeutel. Was Zero Waste-BloggerInnen weltweit gemeinsam haben ist: null Bock auf Verpackungen, null Bock auf Plastik, null Bock auf Müll.

    Eine Utopie wird zum Lifestyle

    Aber jetzt mal ehrlich: „Null Müll“ – wie soll das funktionieren? Tatsächlich ist Zero Waste gegenwärtig ein Ideal, eine Utopie und die Zero-Waste-Bewegung der Versuch einer Annährung ans Null-Müll-Ziel. „Zero Waste“ meint also eher eine Einstellung als eine wörtlich gemeinte Praxis, eine Art Lifestyle, eine neue, nachhaltige Art der Lebensführung. Und die Zero Waste-PraktikerInnen? Sie sind sowas wie die PionierInnen einer ganz neuen, unglaublich einfallsreichen Dimension der Müllvermeidung.

    Sechsmal „R“

    Refuse, reduce, reuse, repair, recycle, rot – auf Deutsch: zurückweisen, reduzieren, wiederverwerten, reparieren, recyceln, kompostieren – sind dabei die sechs goldenen Regeln der Zero Waste-Bewegung. Wir haben das mal für Euch zusammengefasst:

    Refuse: Das Mülleinsparen fängt für Zero-Waste-AnhängerInnen bereits im Geschäft an und erfordert vor allem das nicht immer einfache Einüben des Neinsagens: Neinsagen zur Plastiktüte, zum Werbegeschenk, zum Hochglanzwerbeflyer und dem kleinen Plastikspielzeug aus der Apotheke mit der Lebensdauer einer nicht mehr allzu rüstigen Eintagsfliege.

    Reduce: Was brauche ich wirklich? Bewusster (Nicht-)Konsum spart Müll, schafft Übersicht und Platz für die wirklich wichtigen Dinge im Leben, glauben die Zero-Waste-ExpertInnen.

    Reuse: Secondhand statt Fast Fashion, Pfandgläser statt PET, Menstruationstasse aus Silikon statt Wegwerfbinden, Stoffwindeln statt Pampers: Zero-Waste setzt auf Wiederverwertbares statt auf Cradle-to-Grave-Produkte.

    Repair: Reparieren statt Kaufen bedeutet natürlich auch: Reparieren statt Wegwerfen. Ergo: Weniger Müll! Übrigens: Reparieren und Spaßhaben kann man prima verbinden; zum Beispiel bei unserem ReparaturCafé in der Karlsruher Oststadt ;-).

    Recycle: Wertstoffe wie Papier, Plastik, Metall, Holz und Glas recyceln! Die gute alte Mülltrennung gehört natürlich auch bei Zero Waste dazu.

    Rot: Essens- und Gartenabfälle sind kompostierbar und sollten nicht auf der Müllkippe landen. Wer keine Biotonne hat oder mal was wagen möchte, kann sich sogar auf dem Balkon mittels einer witzigen Wurmkiste selbst darin versuchen, aus Küchenabfällen mit der Hilfe der kleinen, buddelfreudigen Tierchen Blumenerde herzustellen.

    Abschied von „immer so gemacht“

    Zero Waste ist eine Bewegung, bei der jedeR mitmachen kann und die kreativ statt dogmatisch versucht, eine Kultur der Nachhaltigkeit ganz praktisch voranzubringen. Neugierig wird „das haben wir doch schon immer so gemacht!“ hinterfragt und neue Strategien einfach ausprobiert. Das, was man dabei gelernt hat, wird prompt an die Netzgemeinde weitergegeben. Weil Zero Waste auch viel mit Do-it-yourself zu tun hat, gelingt dabei natürlich nicht alles auf Anhieb und so manche Idee hat Ihre Kinderkrankheiten. „Habe jetzt dein Rezept für selbstgemachtes Spülmittel ausprobiert. Leider geliert es so heftig, dass ich es nicht mal aus der Flasche herausgequetscht bekomme“, schreibt eine Userin in der Kommentarleiste eines Zero Waste-Blogs. Manchmal kann es aber auch ganz einfach sein – zum Beispiel, wenn es gar keine Null-Müll-Alternative braucht: „Bei der Zero Waste-Umstellung fing ich an zu recherchieren und stieß darauf, dass Wattestäbchen sogar schaden!“, schreibt Bloggerin Shia auf ihrem Blog „wastelandrebel“ zum Thema Q-Tipps. „Sie können das Trommelfell verletzen und statt das Ohr zu reinigen, schiebt man damit nur das Ohrenschmalz sowie andere Verschmutzungen tiefer in das Ohr, was zur Bildung eines Propfens vor dem Trommelfell führen kann!“ Q-Tipps gibt’s im Bad von Shia jetzt einfach nicht mehr. „R“ wie „Reduce“.

    Probiert doch auch mal Zero Waste-Ideen im eigenen Alltag aus! Wenn Ihr mehr wissen wollt über die junge Bewegung und neugierig seid auf kreative Anti-Müll-Strategien, seid Ihr auf diesen Blogs richtig:

    www.zerowastefamilie.de

    www.zerowastelifestyle.de

    www.zerowastehome.com

    www.zerowastemunich.com

    www.wastelandrebel.com

    www.trashisfortossers.com

     

    Und hier findet Ihr noch mehr Zero-Waste-Bloggerinnen – weltweit:

    http://wastelandrebel.com/de/zero-waste-bloggers/

     

    Bücher über Zero Waste und Müllvermeidung gibt’s natürlich auch, zum Beispiel diese hier:

    Shia Su: Zero Waste. Weniger Müll ist das neue Grün

    Bea Johnson: Glücklich leben ohne Müll!

    Anneliese Bunk, Nadine Schubert: Besser leben ohne Plastik

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  24. Grün statt Grau! Fassadenbegrünung in der Karlsruher Oststadt

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    von Katrin Beer, Redaktion: Nikola Schnell

    Altbauten im Jugendstil, an denen sich frisches Grün emporrankt, sehen schön aus und sind typisch für die Karlsruher Oststadt. Aber was hat Fassadenbegrünung eigentlich mit Nachhaltigkeit zu tun? Und wie gehe ich am geschicktesten vor, wenn ich meinem Haus oder der grauen Mauer im Hinterhof die Extraportion Grün verpassen will? Am Europäischen Institut für Energieforschung (EIFER) hat man das Potential von Fassadenbegrünung für eine nachhaltige Entwicklung am Beispiel der Karlsruher Oststadt untersucht.

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    Efeubegrünung in der Oststadt. Foto: P. Laborgne

    Mehr Grün in der Stadt sieht nicht nur schöner aus, sondern könnte tatsächlich die Nachhaltigkeit eines Viertels voranbringen, so die Studie der EIFER-FoscherInnen aus Karlsruhe. Klar: Zunächst binden die Pflanzen im städtischen Umfeld CO2 und leisten damit einen Beitrag zu Klimawandelanpassung und Klimaschutz. Darüber hinaus kann städtisches Grün aber noch mehr: Es kühlt und reinigt nämlich die Umgebungsluft, speichert Wasser bei Starkregen, bietet einen Lebensraum für Tiere und wirkt sich nachweislich positiv auf das Wohlbefinden der Menschen aus. Wer also mit einer begrünten Fassade gleichermaßen etwas tun will für Laune und Klima im Viertel, liegt grundsätzlich richtig. Doch welches Modell eignet sich für mich? Wie sind die spezifischen Vorrausetzungen für Fassadenbegrünungen in der Karlsruher Oststadt?

    Fassadenbegrünung – wie funktioniert‘s in der Oststadt?

    Die Karlsruher Oststadt ist durch eine gründerzeitliche Baustruktur, die sogenannte Blockrandbebauung, geprägt. Viele Häuser wurden im Jugendstil gebaut und haben aufwendig gestaltete Frontfassaden, die sich deshalb eher für punktuelle Begrünungen eignen. Allerdings findet man im Quartier auch einige neuere Gebäude mit teils großen, blanken Betonflächen. Hier könnten Fassadenbegrünungsprojekte auch im größeren Stil realisiert werden, frei nach dem Motto: Grün ist das neue Grau! Nicht zuletzt haben auch die Innenhöfe der Oststadt großes Potenzial, Pflanzen eine urbane Heimat zu geben: Fassadenbegrünungen könnten hier zusammen mit weiteren Begrünungs- und Gestaltungsformen dazu beitragen, eine höhere Aufenthaltsqualität für die Menschen zu schaffen, die hier wohnen  – und dabei einen Beitrag zur Klimawandelanpassung leisten.

    Beispiel Efeu: Klassische Fassadenbegrünung mit Kletterpflanzen

    Wer aufmerksam durch die Oststadt spaziert, dem fällt auf, dass die meisten Fassadenbegrünungen hier mit bodengebundenen Kletterpflanzen wie Efeu bewerkstelligt werden. Kein Wunder: Efeu ist der Klassiker unter den „Fassadenkletterern“, trägt ganzjährig zu einem grünen Stadtbild bei, bietet Lebensraum für Pflanzen und Tiere und schützt die Bausubstanz vor Witterungseinflüssen wie Regen und Strahlung. Da die Pflanzen die Fassade beschatten, halten sie  außerdem das Gebäude kühl. Die Isolationswirkung kann dazu beitragen, die Energiebilanz eines Gebäudes zu verringern.

    Praktisch: Da Efeu eine selbstklimmende Pflanze ist, wird keine Rankhilfe benötigt. Auch die Installations- und Wartungskosten sind eher gering. Fassadenbegrünungen mit Efeu sind in Deutschland sehr verbreitet und stellen im Hinblick auf Kosten und Nutzen eine effektive Möglichkeit der Begrünung dar. Allerdings: Mehrjährige Begrünungen müssen sorgfältig geplant werden, damit sie dauerhaft Freude bereiten. Und: Für eine Efeubegrünung sollte eine Fassade frei von Fugen oder Rissen sein, da lichtfliehende Wurzeln ansonsten die Bausubstanz beschädigen und Kosten verursachen können.

    Beispiel Living Wall: Wandgebundene Fassadenbegrünung mit neuen Systemen

    In Städten weltweit werden derzeit sogenannte Living Walls installiert und manch einer träumt vom hippen, grünen Hingucker im eigenen Vorgarten. Hier wurzeln die Pflanzen nicht im Boden, sondern Pflanzengefäß, Pflanzsubstrat und das Versorgungssystem für Wasser und Dünger befinden sich an der Wand.

    Viele Studien belegen die hohe Effizienz der Living Walls, was die Verbesserung des städtischen Mikroklimas betrifft. Da sie bewässert werden, befeuchten und kühlen sie die Umgebungsluft intensiver als klassische Formen der Fassadenbegrünung. Jedoch sind Material- und Energieverbrauch deutlich höher als bei bodengebundenen Systemen mit Kletterpflanzen; Installation und Wartung müssen von Fachleuten durchgeführt werden. Living Walls sind also vergleichsweise teuer und keine Do-it-yourself-Projekte und wurden von den ExpertInnen der EIFER-Studie deshalb im Hinblick auf Nachhaltigkeit im Stadtviertel eher kritisch gesehen.

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    Living Wall im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe. Foto: K. Beer

    Beispiel Hopfen: Do-it-yourself Fassadenbegrünung mit Nutzpflanzen

    Für erste eigene Begrünungsversuche eignen sich einjährige, pflegeleichte Pflanzen. Sommergrüne Pflanzen wie der Hopfen, verschiedene Windenarten oder auch Nutzpflanzen wie Bohnen oder Kiwi können bedenkenlos an Wände, Mauern oder auch Zäune angebracht werden, da sie keine großen Kräfte entwickeln und so keine Gefahr von Bauschäden besteht. Die Pflanzen benötigen in der Regel eine einfache Rankhilfe, beispielsweise eine Schnur oder ein Gitter.

    Do-it-yourself-Systeme können gemeinschaftlich angelegt und gepflegt werden. Genau wie Urban Gardening Projekte bieten vertikale Begrünungsprojekte deshalb die Möglichkeit zu sozialem und kulturellem Austausch  – und machen einfach Spaß! Bei der gemeinschaftlichen Anlage und Pflege können sich Menschen, die mitmachen wollen, kennenlernen. Werden Nutzpflanzen eingesetzt, leisten diese Begrünungs-Projekte außerdem einen Beitrag zur lokalen Versorgung.

    Hopfen hat einen relativ hohen Wasserbedarf, ist aber ansonsten pflegeleicht und daher auch für Begrünungs-AnfängerInnen geeignet. Die Materialkosten für eine Hopfen-Pflanzkiste mit selbstgebautem Bewässerungssystem betragen etwa 25€.

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    Hopfenpflanzen mit selbstgebautem Wasserspeicher vor dem Zukunftsraum.

    Lust auf Grün statt Grau? Hier gibt’s die Infos!

    Gibt es in Deiner Wohnumgebung kahle, graue Wände oder ungenutzte Innenhöfe? Vielleicht hast Du ja Lust, auch ein kleines Begrünungsprojekt starten? Hier gibt‘s Infos zu den Möglichkeiten städtischer Begrünung:

    • Wer in der Karlsruher Oststadt seine Wohnumgebung begrünen will, kann sich an das Förderprogramm Hof-, Dach- und Fassadenbegrünung des Gartenbauamtes wenden (http://www.karlsruhe.de/b3/freizeit/gruenflaechen/hdf.de). In diesem Programm werden eine Beratung am Objekt und die Erstellung eines passenden Begrünungskonzeptes kostenfrei angeboten. Des Weiteren gibt es eine finanzielle Förderung bis zu 4.000€ pro Anwesen.
    • Das Projekt „Offene Pforte“ stellt gelungene Begrünungen in Karlsruhe vor. Mehr Infos dazu gibt es hier: http://www.karlsruhe.de/b3/freizeit/gruenflaechen/offene_pforte.de.
    • Wer sich für urbanes Gärtnern in Karlsruhe interessiert, kann sich an die „Schwarm Farm“ Initiative (https://schwarmfarmkarlsruhe.wordpress.com), die „Fächergärtner“ (http://www.faechergaertner.de/) oder den „Initial e.V.“ (http://initial-karlsruhe.de/) wenden.
    • Zahlreiche Informationen über interkulturelle und urbane Gemeinschaftsgärten in ganz Deutschland sowie über weitere Nachhaltigkeitsthemen hat die „Anstiftung Ertomis“ zusammengetragen (http://anstiftung.de). Hier findest Du diverse Anleitungen für eigene Begrünungsprojekte.
    • Die Fachvereinigung Bauwerksbegrünung betreibt seit kurzem ein Infoportal zum Thema Gebäudebegrünung (www.gebaeudegruen.de) mit Infos zu verschiedenen Begrünungssystemen und vielen anschaulichen Beispielprojekten. Zu Potentialen und Wechselwirkungen von Gebäude, Begrünung und Energie wurde ein anschaulicher Leitfaden erstellt (http://www.irbnet.de/daten/rswb/13109006683.pdf).

    Dieser Artikel basiert auf einer Masterarbeit im Fach Geographie, die im Rahmen des Quartier Zukunft am European Institute for Energy Research (EIFER/KIT) angefertigt wurde. Bei Interesse an der Arbeit kannst Du Dich gerne an das Quartier Zukunft-Team wenden.

     

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  25. Sommer, Sonne, Pause!

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    Wir machen Pause, entschleunigen, sammeln Kräfte. Vom 09. August bis zum 12. September 2016 ruht deshalb unsere Kommunikation nach außen und das Team ist nur begrenzt erreichbar.

    Übrigens: Auch wenn wir in den sozialen Netzwerken während unserer Sommerpause nicht aktiv sind, könnt Ihr Euch über unsere Veranstaltungen mithilfe des Kalenders auf dem Laufenden halten.

    In den Spätsommer starten wir dann nach der Pause mit jeder Menge Mitmach-Veranstaltungen der vier NachhaltigkeitsExperimente!

    Wir wünschen Euch ebenfalls Sommer, Sonne, Pause.

    Bis bald!

    Euer Quartier Zukunft-Team

    Sommerpause_neues Datum

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  26. Das NachhaltigkeitsExperiment BEETE & BIENEN macht die Oststadt essbar – und bringt sie zum Summen!

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    Mit tollen Ideen, wie Gemeinschaft und Entschleunigung in der Karlsruher Oststadt vorangebracht werden können, überzeugten die Teams von BEETE & BIENEN, KREATIV-SALON, OSTSTADT TREFF und SECOND FUTURE die Jury von „Dein NachhaltigkeitsExperiment“: Ab sofort werden die vier Gewinnergruppen ihre Konzepte mitten drin im realen Leben der Oststadt erproben. Vorab gibt‘s für Euch aber jetzt schon mal mehr Infos zu den einzelnen Projekten. Diesmal stellen wir vor: Das „summende“ NachhaltigkeitsExperiment „Beete & Bienen“! 

    Beete& Bienen 6

    Beete & Bienen präsentieren ihr NachhaltigkeitsExperiment auf dem Straßenfest in der Oststadt.

    Sowieso klar: Ohne Bienen gibt’s keinen Honig. Dass wir aber in existenzielle Not gerieten, gäbe es die fleißigen Tierchen nicht, ist vielen gar nicht bewusst. Denn Tatsache ist: Gut 80 Prozent unserer Nutz- und Wildpflanzen werden von Bienen bestäubt. Alles hängt zusammen: Pflanzen, Bienen, Menschen.

    Das NachhaltigeitsExperiment BEETE & BIENEN stellt sich in Zeiten des weltweiten Bienensterbens auf die Seite der gestreiften HonigspezialistInnen und will im öffentlichen Raum der Karlsruher Oststadt Naschbeete anlegen, die Menschen und Bienen gleichermaßen Nahrung anbieten. Außerdem sollen in einem weiteren Schritt Bienenbehausungen, auch Beuten genannt, aufgestellt und Honigbienen im Stadtraum angesiedelt werden. Die HobbyimkerInnen und StadtgärtnerInnen von BEETE & BIENEN wollen auf diese Weise zeigen, dass Menschen, Pflanzen und Bienen miteinander zu tun haben, zusammengehören und diese Symbiose für die BewohnerInnen erlebbar machen. Beeren, Kräuter, Obst und Gemüse sollen mitten in der Oststadt wachsen und gedeihen, zum Probieren einladen, den Oststadt-Bienen einen Lebensraum bieten und sie mit Nektar und Pollen versorgen.

    Verantwortung übernehmen

    Starten wird das Beete & Bienen-Team zunächst mit zwei bis drei Standorten für Naschbeete und Bienenbeuten. Dabei soll sich in den Beeten alles finden, was das Herz begehrt: „Da lässt sich schon eine ganze Reihe von naschbaren Früchtchen erdenken, so beispielsweise Johannisbeeren, Stachelbeeren, Erdbeeren, Jochelbeeren, Himbeeren aber auch kleine Obstgehölze wie Pfirsiche, Aprikosen, kleine Äpfel und Birnensorten, Pflaumen. Einfach alles, was in unserem Klima sowieso gedeiht, aber leider bislang viel zu wenig Berücksichtigung bei der Gestaltung von Grünflächen in Karlsruhe fand“, erzählt Urban Gardening-Spezialistin Nadine Neblung aus dem Projektteam. Hinweistafeln auf den bespielten Flächen sollen den PassantInnen Infos über die Naschbeete, deren Pflege, Bienen an sich und Stadtimkerei im Besonderen geben. Dabei ist es auch eines der Ziele des Experiments, genau jene verlässlichen, gemeinschaftliche Strukturen zu schaffen, die es braucht, um sich gut um die Pflanzen und Tiere zu kümmern.

    Sich gegenseitig klug machen

    Bei Beete & Bienen geht es auch um Wissensvermittlung und darum, sich gegenseitig klug zu machen: Jeder kann Wissen einbringen oder sich im Zusammenhang mit dem Experiment Wissen aneignen und dieses dann weitergeben. Auf diese Weise soll konkretes Know-How zu Stadtimkerei und Gartenarbeit zusammengetragen und vervielfältigt werden. Zum Imkern, beim Bienenbeuten- und Beetebauen kommen die Menschen aus der Oststadt mit den GärtnerInnen und ImkerInnen von Beete & Bienen zusammen, tauschen sich aus, besuchen Workshops und  lernen einander kennen.

    Beobachten, entschleunigen, in Kontakt kommen

    Wenn sich die OststädterInnen dann demnächst gemeinsam um Beete kümmern und entspannt das Treiben der Bienen am Flugloch beobachten, sind sie dann auf einmal ganz nah dran an den natürlichen Zusammenhängen. „Die Bienen als Volk agieren nicht wie einzelne Insekten, sondern wie ein Superorganismus. Das läßt sich ständig neu beobachten. Die Bienen agieren als einzelne ‚Gehirn‘-Zellen eines großen Ganzen“, erklärt Rainer Romer aus dem Beete & Bienen-Team. Um den direkten Ertrag von Obst, Kräutern, Honig geht es Beete & Bienen übrigens nicht vorrangig. Sicher: Die Naschbeete sollen alle dazu einladen, ein paar Beeren zu stibitzen oder ein Zweiglein Rosmarin mitzunehmen. Beim Naschen miteinander ins Gespräch zu kommen, ist dem Projektteam jedoch viel wichtiger; Kinder und Menschen allen Alters sollen erleben können, wie Früchte wachsen und an ihrem Gedeihen mitwirken dürfen. „Wir möchten dazu beitragen, den öffentlichen Raum für Menschen und Insekten zu einem angenehmen Lebensraum zu machen, an dem man sich treffen, austauschen und entspannen kann“, sagt Beete & Bienen-Imkerin Katrin Sonnleitner. „Uns geht es auch um das Bewusstsein, dass die Stadt allen Bewohnern gehört und sie zusammen noch lebenswerter gestaltet werden kann.“

     

    Das NachhaltigkeitsExperiment BEETE & BIENEN interessiert Dich? Hier kommen Deine Infos:

    • Die AG Beete trifft sich JEDEN ERSTEN MITTWOCH, 18.00 Uhr, im Zukunftsraum in der Rintheimer Straße 46.
    • Die Gesamtgruppe Beete & Bienen trifft sich JEDEN DRITTEN MITTWOCH im Monat um 18.00 Uhr ebenda. Ihr seid herzlich willkommen!

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  27. Verabredet mit Deinem Viertel: Wir stellen Euch das NachhaltigkeitsExperiment OSTSTADT-TREFF FÜR JUNG UND ALT vor!

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    Mit tollen Ideen, wie Gemeinschaft und Entschleunigung in der Karlsruher Oststadt vorangebracht werden können, überzeugten die Teams von BEETE & BIENEN, KREATIV-SALON, OSTSTADT TREFF und SECOND FUTURE die Jury von „Dein NachhaltigkeitsExperiment“: Ab August werden die vier Gewinnergruppen ihre Konzepte mitten drin im realen Leben der Oststadt erproben. Vorab gibt‘s für Euch aber jetzt schon mal mehr Infos zu den einzelnen Projekten. Diesmal stellen wir Euch das NachhaltigkeitsExperiment „Oststadt-Treff für Jung und Alt“ vor.

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    Die „Oststadt-Nachbarschaft“ veranstaltet jeden Monat Picknicks an wechselnden Orten in der Oststadt.

    Mein Viertel: Ich kenne die Straßen, Häuser, Plätze wie meine Westentasche und weiß mit absoluter Sicherheit, wo es das beste Schoko-Eis zu kaufen gibt. Aber wer wohnt eigentlich neben, über, unter mir? Und wer gegenüber? Der „Oststadt-Treff für Jung und Alt“ will sich hier kümmern, Begegnung möglich machen und seinen Beitrag dazu leisten, aus dem Stadtteil ein Zuhause für alle zu machen. Mit Riko Burgard, einem der Initiatoren, haben wir über das Experiment gesprochen.

    Die Nachbarn kennenlernen? Viele wissen einfach nicht, wie sie’s anstellen sollen

    „Uns ist aufgefallen, dass in der Stadt viele Leute ihre Nachbarn nicht kennen, aber gerne kennen würden. Sie wissen nur einfach nicht, wie sie’s anstellen sollen“, erzählt er. 2014 hatte sich deshalb eine buntgemischte Truppe von Leuten bei der Bürgerversammlung zusammengefunden und die Arbeitsgemeinschaft „Oststadt-Nachbarschaft“ ins Leben gerufen, die seither jeden Monat Picknicks an wechselnden Orten in der Oststadt veranstaltet. „Bei den
    Picknicks habe ich festgestellt, dass viele sie inzwischen kennen, dass es viele Leute toll finden und immer wieder neue dazu kommen.“ Grund genug für die Oststadt-Nachbarschaft, ein weiteres Experiment zu wagen: Den „Oststadt-Treff für Jung und Alt“ ins Leben rufen und als einen Ort etablieren, der über die Quartiers-Picknicks hinaus eine regelmäßige Gelegenheit bietet, Menschen aus dem eigenen Viertel kennenzulernen.

    Begegnung als Herzstück des Experiments

    Begegnung möglich machen – auch solche zwischen Menschen, die Unterstützung benötigen und solchen, die Unterstützung gewähren können – ist das Herzstück dieses NachhaltigkeitsExperiments. Zugezogene finden schneller Anschluss, Alleinerziehende oder Eltern mit Kindern können auf ältere Menschen treffen, die Zeit haben, geflüchtete Menschen lernen OststädterInnen kennen, die sich auskennen und bei der Integration behilflich sein können. Das Programm des Treffs soll unter anderem Spiel- und Handarbeitsangebote, Hobby-Präsentationen, gemeinsames Lesen, Tauschmärkte für Pflanzen und Kleidung umfassen. Angedacht sind außerdem das Teilen von Obst- und Gemüsekisten, die Diskussion stadtpolitischer Themen und kleine Konzerte in Zusammenarbeit mit der Musikhochschule.

    Ein Gefühl von Zugehörigkeit und Zuhause

    Der Oststadt-Treff als Verabredung des Viertels mit sich selbst bedeutet auch: sich Zeit nehmen, zu sich kommen, entschleunigen, sich als Gemeinschaft finden und ausprobieren. „Da geht es auch um ein Gefühl von Zugehörigkeit“, meint Riko Burgard. „Ich gehöre hierhin. Wenn ich irgendetwas brauche, kann ich jemanden fragen und wenn ich ein Anliegen habe, gibt es irgendjemanden, der sich dafür interessiert.“ Die Initiatoren können sich sogar vorstellen, dass eine gelebte Nachbarschaft im urbanen Raum dem eher städtischen Phänomen des Vandalismus vorbeugen könnte: „Dort, wo man sich Zuhause fühlt, macht man in der Regel nichts kaputt.”

    Die Straße ist jetzt nicht mehr anonym

    Welchen Unterschied eine aktiv gestaltete Nachbarschaft im eigenen Leben machen kann, hat Riko Burgard im Zusammenhang mit den Oststadt-Picknicks schon selbst erfahren: „Für mich ist es so, dass ich jetzt viele neue Leute in der Oststadt kenne. Ich kannte vorher zwar auch schon viele, aber nicht in der direkten Nachbarschaft. Wenn ich über die Straße laufe, treffe ich Menschen, mit denen ich mich kurz unterhalte, und ich habe das Gefühl, für mich hat sich etwas verändert. Es ist persönlicher geworden, die Straße ist nicht mehr anonym, ich kenne da jemanden, ich kenne dort jemanden. Und es fühlt sich ein bisschen mehr nach Zuhause an.“

     

    Aufgepasst: Die Eröffnung des Oststadt-Treffs findet am 12. September um 18 Uhr im Zukunftsraum in der Rintheimer Straße 46 statt. Ab dem 19. September startet dann der reguläre Oststadt Treff für Jung und Alt: Immer montags, 15-18 Uhr im Zukunftsraum!

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  28. Ein Secondhand-Label „made in“ der Karlsruher Oststadt: Das NachhaltigkeitsExperiment SECOND FUTURE will Wandel sichtbar machen

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    Mit tollen Ideen, wie Gemeinschaft und Entschleunigung in der Karlsruher Oststadt vorangebracht werden können, überzeugten die Teams von BEETE & BIENEN, KREATIV-SALON, OSTSTADT TREFF und SECOND FUTURE die Jury von „Dein NachhaltigkeitsExperiment“: Ab August werden die vier Gewinnergruppen ihre Konzepte mitten drin im realen Leben der Oststadt erproben. Vorab gibt‘s für Euch aber jetzt schon mal mehr Infos zu den einzelnen Projekten. Diesmal präsentieren wir stolz: Das NachhaltigkeitsExperiment „Second Future“! 

    SecondfutureYes

    Veronica Falius, Laura Jungmann und Jonas Baumhauer sind das Team von „Second Future“.

    Es gibt eine einfache Möglichkeit, nachhaltiger zu leben und Ressourcen zu schonen: Secondhand kaufen! Egal ob Kleidung, Bücher, Möbel oder Elektrogeräte, für alles gibt es heute ein riesiges Angebot aus zweiter Hand. Allerdings kann ich dem Shirt der Studentin, die mir in der Straßenbahn gegenüber sitzt, nicht ansehen, ob es neu beim schwedischen Textilriesen oder aber gebraucht auf dem Flohmarkt gekauft wurde. Die Idee hinter dem NachhaltigkeitsExperiment Second Future: Die Kaufentscheidung für gebrauchte Produkte visualisieren!

    „Ich habe  mich während meines Produktdesignstudiums an der HfG in Karlsruhe schon länger mit dem Gedanken auseinandergesetzt, wie man mit Gestaltung andere Effekte erzielen kann als vorrangig den Konsum anzukurbeln“, erinnert sich Jonas Baumhauer, der zusammen mit Veronica Falius und Laura Jungmann das Secondhand-Label aus der Oststadt ins Leben rufen will. „Als ich dann während der Proteste gegen Stuttgart 21 auf Zugfahrten immer wieder beobachten konnte, wie wildfremde Menschen ins Gespräch kamen, weil sie Aufnäher, Buttons oder Schlüsselbänder mit dem Logo der Projektbefürworter oder -gegner trugen, kam mir der Gedanke, über ein Symbol für Secondhandwaren die Leute zu Gesprächen und Diskussionen anzuregen.“

    Secondhand zu kaufen ist nicht nur günstig, sondern auch verantwortungsvoll

    Dabei geht es dem Second Future-Team darum, einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Lebensweise eine Plattform zu geben, den Kauf von Gebrauchtem zu bewerben und voranzutreiben. Mit Aufnähern, Aufbüglern und Siebdruckvorlagen soll jede und jeder die Möglichkeit bekommen, seine Secondhandschätze selbst mit einem „Label“ zu versehen, wie das die großen Konzerne und Firmen mit ihren Logos tun. Veronica Falius: „Secondhand zu kaufen ist nicht nur günstig, sondern auch verantwortungsvoll, da es Ressourcen schont und man die Produkte so lange benutzt, wie es noch geht. Secondhand-Objekte müssen sich neben ihren „Firsthand-Kollegen“ nicht verstecken!“

    Verschiedene Aktivitäten rund um das Label werden in Zukunft Gemeinschaft im Quartier anzetteln: Geplant sind gemeinsame Siebdruckaktionen auf Flohmärkten und bei Reparaturcafés, Gesprächs- und Diskussionsrunden über die Herstellung unserer Kleidung und der damit verbundenen Ressourcenverschwendung und eine Modenschau. Umgesetzt werden soll das NachhaltigkeitsExperiment in Kooperation mit lokalen Geschäften und kleinen Betrieben vor Ort: „Wir wollen die Oststadt unterstützen“, so Jonas Baumhauer, „die realen Menschen, die sich nur einen Steinwurf von unserer Wohnung entfernt befinden.“

    Secondhand entschleunigt und macht Spaß

    Die MacherInnen von Second Future wollen mit ihrem Projekt auch zur Entschleunigung des Lebens im Stadtteil beitragen. Sie sehen das Gebrauchtkaufen als Alternative zur atemlosen Jagd nach dem neusten Trend und als einen Weg, Einfluss zu nehmen auf die beschleunigten Strukturen von Handel und Wirtschaft.

    Und dann macht Secondhandkaufen natürlich auch einfach Spaß! Auf ihren Schatzsuchen und Beutezügen werden GebrauchtkäuferInnen immer immer wieder mit Dingen belohnt, die auch deshalb ganz besonders sind, weil sie eine Geschichte haben: „Mein Mischpult habe ich mir auch gebraucht gekauft und wieder in Schuss gebracht“, erzählt Jonas Baumhauer. „Neu hätte ich mir das nicht geleistet und die paar Kratzer und Macken stören mich überhaupt nicht. Im Gegenteil, ich finde es schön, dass vor mir schon andere Spaß damit hatten.“

    Ihr findet, die geplanten Aktionen von Second Future klingen spannend? MitmacherInnen können sich ab jetzt bei uns melden oder sich via Facebook, Twitter und Blog auf dem Laufenden halten!


     

  29. Vorhang auf für Euch! Das NachhaltigkeitsExperiment „KREATIV-SALON“ lädt zum Musizieren, Tanzen & Theaterspielen in den Zukunftsraum ein

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    Mit tollen Ideen, wie Gemeinschaft und Entschleunigung in der Karlsruher Oststadt vorangebracht werden können, überzeugten die Teams von BEETE & BIENEN, KREATIV-SALON, OSTSTADT TREFF und SECOND FUTURE die Jury von „Dein NachhaltigkeitsExperiment“: Ab August werden die vier Gewinnergruppen ihre Konzepte mitten drin im realen Leben der Oststadt erproben. Vorab gibt‘s für Euch aber jetzt schon mal mehr Infos zu den einzelnen Projekten. Los geht’s mit dem NachhaltigkeitsExperiment „Kreativ-Salon“! 

    Theaterspielen, Tanzen, Musizieren, Singen, in Gemeinschaft etwas Neues schaffen – darum dreht sich das NachhaltigkeitsExperiment „Kreativ-Salon“ von Daniela Kastner, Kristjan Tamm und Roman Hernitschek. Der Plan: Alle zwei bis vier Wochen werden die drei Kreativ-ExpertInnen eine Einladung aussprechen und den Zukunftsraum in der Rintheimer Straße 46 in eine musische Werkstatt verwandeln.

    Jeder kann mitmachen

    Jeder kann mitmachen – das ist der angehenden Theaterpädagogin und den beiden Musikern dabei besonders wichtig, erzählen sie uns. „Keiner muss Angst haben, Kasperletheater vormachen zu müssen oder bloßgestellt  zu werden“, versichert Daniela Kastner. „Wir werden mit viel Spaß an die Sache herangehen. Was wir wollen, ist eine Bereicherung für die Menschen in der Oststadt sein.“

    Der Kreativ-Salon im Quartier wird sowohl offene Treffen als auch konkrete Workshops anbieten. Eventuell sollen die Schwerpunkte Theater, Tanz und Musik noch erweitert werden: Um eine Schreibwerkstatt oder die Bereiche bildende Kunst und Fotografie. Im Fokus steht bei allen Angeboten auch immer die Entwicklung von Wissen und Fähigkeiten. „Da kann man viele positive Effekte in den eigenen Alltag mitnehmen“, erklärt Daniela Kastner, die hauptberuflich an der Lidellschule in der Oststadt als Lehrerin arbeitet. „Zum Beispiel können Theaterübungen ganz viele Prozesse anstoßen und handfeste Fertigkeiten entstehen lassen.“ Was im Kreativ-Salon passiert, soll außerdem in Form von Sammlungen, Ausstellungen, Videos und Fotocollagen für die TeilnehmerInnen festgehalten werden.

    Nachhaltigkeit funktioniert nicht ohne Kreativität

    Und was hat der Kreativ-Salon in der Oststadt mit Nachhaltigkeit zu tun, mit Gemeinschaft und Entschleunigung? „Kreativität setzt eine Offenheit für Neues voraus“, ist sich Gitarrist, Dirigent und Musikpädagoge Kristjan Tamm sicher. „Und wenn man Nachhaltigkeit schaffen will, braucht man genau diesen offenen Raum.“ Auch auf dem Weg in Richtung Nachhaltigkeit gehe es schließlich darum, innovativ zu sein und neue Wege zu finden. Sänger und Musikpädagoge Roman Hernitschek findet außerdem: „Wenn man sich in einer Gruppe kreativ beschäftigt, dann stärkt das die Gemeinschaft. Und letztlich entschleunigt die Konzentration auf etwas ganz anderes dann auch den Alltag.“

    Und was bedeutet Kreativität für das „gute Leben“ des Einzelnen? „Obwohl am Anfang des kreativen Prozesses Nichtwissen und Unsicherheit stehen, weil man ja noch gar nicht weiß, was am Ende dabei herauskommen wird, setzt beim Arbeiten ab einem bestimmten Punkt eine gewisse Ruhe und Freude ein“, sagt Kristjan Tamm. „Und das sind beides Qualitäten, die für mich eigentlich das gute Leben ausmachen.“

    Habt ihr auch Lust auf mehr kreative Momente in Eurem Leben und Eurem Quartier? MitmacherInnen können sich ab jetzt bei uns melden oder sich via Facebook, Twitter und Blog auf dem Laufenden halten!

  30. Da will was aus dem Ei: Die Gewinner-Ideen von „Dein NachhaltigkeitsExperiment“ stehen fest!

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    Trommelwirbel – es ist soweit! Bis zum 12. Juni 2016 haben wir von Quartier Zukunft in Kooperation mit der Bürgerstiftung Karlsruhe Menschen gesucht, die Gemeinschaft und Entschleunigung in der Karlsruher Oststadt anstiften wollen. Wir haben uns über jede Menge Post von Euch gefreut  – und sind nach unseren Jury-Tagen stolz und glücklich, heute die NachhaltigkeitsExperimente bekannt zu geben, die in der Oststadt in den nächsten neun Monaten Zukunft anzetteln werden…

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    NachhaltigkeitsExperiment „Beete & Bienen“

    Yummy: Die Oststadt wird essbar! Bei Beete & Bienen geht’s um Naschbeete im öffentlichen Raum – und zwar für Menschen und Bienen! Beeren, Kräuter, Obst und Gemüse sollen mitten in der Oststadt wachsen und gedeihen, zum Probieren einladen, unseren Oststadt-Bienen einen Lebensraum bieten und die summenden Bestäubungsexpertinnen mit Nektar und Pollen versorgen.

    Der Gemeinschaftsaspekt: Zum Imkern, beim Bienenbeuten- und Beetebauen kommen die Menschen aus der Oststadt mit den GärtnerInnen und ImkerInnen von Beete & Bienen zusammen, tauschen Wissen und Erfahrung aus, lernen sich kennen und erleben die Oststadt als unseren gemeinsamen Lebensraum. Alles hängt zusammen: Pflanzen, Bienen, Menschen…

    Das Entschleunigungsplus: Das Arbeiten mit Pflanzen und Bienen geschieht im Einklang mit dem Rhythmus der Natur: Alles braucht seine Zeit, alles hat seine Zeit. Beschleunigung funktioniert hier nicht! Erwachsene und Kinder machen eine Pause auf ihren alltäglichen Wegen durch die Oststadt, um Obst zu pflücken oder Bienen zu beobachten…

     

    NachhaltigkeitsExperiment  „Kreativ-Salon“

    Raum und Zeit für Kreativität – darum dreht sich das Experiment „Kreativsalon“, das zu Musik, Gesang und Theaterspiel im Zukunftsraum und darüber hinaus einladen wird.

    Der Gemeinschaftsaspekt: Zusammen Musik machen, Theaterspielen, musische Projekte verwirklichen: Der Kreativ-Salon möchte den Menschen in der Oststadt das Angebot machen, gemeinsam schöpferisch zu sein, sich selbst und die anderen neu zu entdecken und die gemeinsame Verbundenheit als Quelle für Energie und Innovation kennenzulernen.

    Das Entschleunigungsplus: Kreativität braucht Zeit. Der Kreativ-Salon will ein Raum sein, der Entschleunigung, Konzentration, Zu- und Hinhören möglich macht.

     

    Nachhaltigkeitsexperiment „Oststadt-Treff“

    Ein fester Treffpunkt in der Oststadt für Jung und Alt, Zugezogene und Alteingesessene, MigrantInnen und Ur-KarlsruherInnen: Das Experiment „Oststadt-Treff“ will die Menschen der Oststadt jeden Montag im Zukunftsraum einander näher bringen. Daneben sind auch Diskussionsabende und weitere Veranstaltungen geplant.

    Der Gemeinschaftsaspekt: Der „Oststadt-Treff“ möchte als feste Institution Begegnungen möglich machen – auch solche zwischen Menschen, die Unterstützung benötigen und solchen, die Unterstützung gewähren können. Zugezogene finden schneller Anschluss, Alleinerziehende oder Eltern mit Kindern können auf ältere Menschen treffen, die Zeit haben, geflüchtete Menschen lernen OststädterInnen kennen, die sich auskennen und bei der Integration behilflich sein können. Das Programm des Treffs soll Spiel- und Handarbeitsangebote, Hobby-Präsentationen, gemeinsames Lesen, Tauschmärkte für Pflanzen und Kleidung und vieles mehr umfassen.

    Das Entschleunigungsplus: Der Oststadt-Treff will ein Ruhepunkt sein und eine Gelegenheit, sich füreinander Zeit zu nehmen.

     

    Nachhaltigkeitsexperiment „Second Future“

    Einem Pullover oder Laptop sieht man nicht an, ob er neu oder gebraucht gekauft wurde. Das Experiment „Second Future“ will die nachhaltige Kaufentscheidung für gebrauchte Produkte visualisieren und helfen, Gleichgesinnte zu finden: Via Secondhand-Label, das Wandel sichtbar macht!

    Der Gemeinschaftsaspekt: Siebdruckaktionen, das Aufnähen und Aufbügeln von Logos, Gespräche und Diskussionsrunden, die die Herstellungsbedingungen unserer Kleiderberge zum Thema haben: Mit verschiedenen Aktionen rund um das Thema Mode soll Gemeinschaft angezettelt werden und auch ein Bewusstsein für die Belange jener Menschen geschaffen werden, die in Billiglohnländern unsere Kleidung nähen.

    Das Entschleunigungsplus: Second Future versus Fast Fashion: Wenn wir nicht ständig dem neusten Trend hinterhecheln und dauernd auf der Suche nach neuen Produkten sind, entschleunigt das unser Leben. So können auch die Menschen in der Oststadt ganz praktisch Einfluss auf die Beschleunigungsmechanismen in Wirtschaft und Handel nehmen.

     

    Liebe Bewerberinnen und Bewerber, wir bedanken uns aufs Herzlichste für alle Einsendungen! Und sind gespannt auf die nächsten neun Monate mit Euch und Euren NachhaltigkeitsExperimenten. Wir freuen uns auf Eure Flausen!

    Für alle, die gerne mehr erfahren wollen: Die eingereichten NachhaltigkeitsExperimente werden am Montag, den 4. Juli, um 18.30 Uhr im Zukunftsraum bei unserer öffentlichen KICK OFF-Veranstaltung zu sehen sein! Mehr Details dazu finden sich in unserem Kalender.

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  31. „Da ist Kreativität gefragt.“ Der Physiker und Philosoph Armin Grunwald über Entschleunigung, Gemeinschaft und die Rolle der Wissenschaft auf dem Weg dorthin

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    Armin Grunwald beschäftigt sich am Karlsruher Institut für Technologie unter anderem mit Technikethik, Technikphilosophie und den Bedingungen für eine nachhaltige Entwicklung. Im Rahmen von DeinNachhaltigkeitsexperiment haben wir mit ihm über die Links zwischen Gemeinschaft, Entschleunigung und Nachhaltigkeit gesprochen. Und wollten wissen, ob und auf welche Weise die Wissenschaft zur Förderung von Entschleunigung und Gemeinschaftsbildung beitragen kann…

     Armin Grunwald Bild

     

    Quartier Zukunft: Herr Grunwald, was bedeuten denn die Begriffe Gemeinschaft und Entschleunigung für Sie?

    Grunwald: Also vom Wort her gedacht – das Wort Entschleunigung ist ja ein Kunstwort. Dass wir das überhaupt benutzen, dass es jemand erfunden hat und dass es auch noch so viel Anklang findet, liegt ja daran, dass es den Gegenbegriff  Beschleunigung gibt.

    Der Ausgangspunkt von Entschleunigung ist das Unwohlsein mit der Beschleunigung

    Und dahinter steckt dann auch irgendwo die Wahrnehmung vieler Menschen, dass die Beschleunigung, die wir ja in vielen Lebensbereichen beobachten, spüren, unter deren Einfluss wir stehen, als problematisch wahrgenommen wird. Also ein Unwohlsein mit einer dauernden Beschleunigung, deswegen reden wir über Entschleunigung! Und damit kann ja dann vom Wort her nur gemeint sein, dass man aus der Beschleunigung rausgeht. Das ist für mich noch nicht die Entdeckung der Langsamkeit mit Watzlawick oder wem auch immer, es ist einfach ein Abbremsen, ein Anhalten eines gefühlten, dauernden Beschleunigungsvorganges, so dass am Ende vielleicht, wenn man in physikalischen Termini spricht, eine konstante Geschwindigkeit steht.

    Quartier Zukunft: Um dann einen eigenen Rhythmus zu finden?

    Grunwald: Ein Gleichgewicht, so kann man das vielleicht metaphorisch beschreiben.

    Quartier Zukunft: Und Gemeinschaft? Was heißt das für Sie?

    Grunwald: Gemeinschaft ist für mich ein Begriff aus dem Bereich, wo Menschen miteinander leben und ich sehe ihn ein bisschen als Gegenbegriff zu Gesellschaft.

    Im Gegensatz zum Gesellschaftsbegriff ist Gemeinschaft konkret: Dass man seine Bezüge hat zu anderen Menschen

    Gesellschaft ist eben ein Abstraktum, ein Konstrukt. Und Gemeinschaften, das sind Konstellationen von Menschen, die bestimmte Lebensbereiche teilen, die sich in einer Gemeinschaft mit anderen beheimaten, sozial beheimaten, die persönliche Bezüge ausprägen, die vielleicht in einer Gemeinschaft auch ein gemeinsames Ziel verfolgen oder eine ganze Gruppe von gemeinsamen Zielen, die also etwas gemeinsam haben. Und im Gegensatz zum Gesellschaftsbegriff ist es das Konkrete. Dass man eben seine Bezüge hat mit anderen Menschen.

    Quartier Zukunft: Und was haben Entschleunigung und Gemeinschaft für Sie mit Nachhaltigkeit oder nachhaltiger Entwicklung zu tun?

    Grunwald: Das ist nicht ganz so leicht. Was die Entschleunigung betrifft: Wir haben im integrativen Konzept*  immerhin bei den institutionellen Regeln eine dabei, zu der man einen Bezug herstellen kann. Das ist die Regel zur Reflexivität, die besagt, man braucht, um nachhaltig sein zu können, Zeit, um sich über die Folgen Gedanken machen zu können.

    Für nachhaltiges Handeln braucht man die Zeit, sich über die Folgen des Handelns Gedanken machen zu können

    Und man braucht auch die Möglichkeit, die Ergebnisse des Nachdenkens wiederum in die Handlungen zurückführen zu können. Und wenn die Beschleunigung, die ja in vielen Lebensbereichen stattfindet, dazu führt, dass diese Zeit nicht mehr da ist, dann ist eine ganz zentrale Voraussetzung für Nachhaltigkeit weg. Es gibt ja Leute, die vermuten, dass die große Banken- und Weltwirtschaftskrise vor ein paar Jahren mit einem solchen Effekt zu tun hatte. Dass über Milliarden Entscheidungen in Sekundenschnelle getroffen werden mussten und dann sind eben solche Dinge passiert. Das ist vielleicht ein Beispiel für ein nicht-nachhaltiges Geschehen durch zu viel Beschleunigung.

    Quartier Zukunft: Und wenn wir jetzt den Gemeinschaftsbegriff im Kontext von nachhaltiger Entwicklung sehen?

    Also da könnte ich mir nur zwei Relationen vorstellen. Zum einen ist Gemeinschaft, das In-Gemeinschaft sein mit anderen, erst einmal eine Ressource für Nachhaltigkeit. Also das Beheimatet-sein, das Diskutieren mit anderen, mit denen man in Gemeinschaft, in Gemeinschaften lebt, ist eine Ressource, aus der nachhaltiges Denken und Handeln entstehen kann und auch oft entsteht. Viele Gemeinschaften im Bereich Zivilgesellschaft haben ja dann auch die Nachhaltigkeit entsprechend hier und da weitergebracht.

    Gemeinschaft ist eine Ressource für Nachhaltigkeit

    Umgekehrt kann ich mir auch vorstellen, dass Nachhaltigkeit als Postulat  in den verschiedenen Themenbereichen, die es überdeckt, dazu führt, dass Gemeinschaft, dass Gemeinschaften entstehen. Dass Menschen sich unter einem Thema, einem Ziel, das mit Nachhaltigkeit zu tun hat, versammeln und etwas gemeinsam in die Hand nehmen. Und ich kann mir da vorstellen, dass gerade in Stadtteilen dann auch eine solche gemeinschaftsförderliche Wirkung gemeinsamer Zielsetzung im Bereich Nachhaltigkeit durchaus nicht nur wünschenswert ist, sondern auch passiert.

    Quartier Zukunft: Wir befinden uns hier ja an einem wissenschaftlichen Institut. Welche Beiträge kann denn die Wissenschaft Ihrer Meinung nach zur Förderung von Entschleunigung oder Gemeinschaftsbildung beitragen?

    Grunwald: Da bin ich ein bisschen skeptisch, weil Aufgabe der Wissenschaft ja zunächst die Erforschung ist und nicht unbedingt die Intervention in gesellschaftliche Bereiche. Mit der Erforschung kann jedenfalls bereits eine Menge erbracht werden, was zu einer Förderung beitragen kann, man kann nämlich Modelle entwickeln. Ich stelle mir nur mal als Beispiel vor, wenn die Wirtschaftswissenschaftler es schaffen würden, Wettbewerbsmodelle zu entwickeln, die nicht eine dauernde Beschleunigung verursachen. Es ist ja mittlerweile im globalisierten Wettbewerb so, dass sich Konkurrenten weltweit beobachten und jeder der Erste sein will. Und das ist eine der Hauptquellen der ganzen Beschleunigungsgeschichte. Und da wäre es an der Wissenschaft, Modelle zu entwickeln, wie Wettbewerb eben auch auf eine andere Weise funktionieren kann. Da ist dann Kreativität gefragt!

    Die Wissenschaft kann Modelle liefern – und da ist Kreativität gefragt

    Und analog dürfte es bei Gemeinschaft Hinweise aus dem Bereich der Sozialwissenschaft geben, worauf man achten muss, welche Fehler man nicht machen sollte und so weiter. So kann Wissenschaft auch faktisch helfen. Ändert aber nichts daran, dass das Praktische, die Umsetzung von Entschleunigung oder Gemeinschaft, von den Menschen selbst in die Hand genommen werden muss – zu denen die Wissenschaftler dann natürlich auch hin und wieder gehören. Und da gibt’s sicher Brückenbauer, die in der Lage sind, das, was in der Wissenschaft aus der Forschung zu lernen ist, in die Praxis umzusetzen. Dabei kommt es dann allerdings auch auf Glaubwürdigkeit an. Und wenn Wissenschaftler über Entschleunigung forschen, sollten sie zum Beispiel nicht dauernd ihre eigene Publikationstätigkeit beschleunigen! (lacht) Also wir stehen ja selbst in diesem System und unter dem Druck, dauernd mehr und schneller zu arbeiten.

    Quartier Zukunft: Kann man Entschleunigung oder Gemeinschaft eigentlich einüben? Gibt es in Ihren Augen etwas, das jeder selbst tun kann?

    Grunwald: Man kann ja nicht an allen Ecken und Kanten dieser Welt etwas ändern. Also wir können uns jetzt nicht einfach hinsetzen und sagen: Wir ändern das Wirtschaftssystem. Sondern da gibt es Zwänge, die werden auch noch eine Weile laufen und in denen muss man die Regeln einhalten, sonst fliegt man raus.

    Wir brauchen Inseln, die Platz lassen, anders zu leben

    Und da ist es dann romantisch, wenn man über Entschleunigung redet. Aber dann ist es umso wichtiger, wenn man in einem solchen System drin ist, dass man Inseln schafft, wo man eben auch anders leben kann.

     

    Armin Grunwald ist Physiker, Philosoph und Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), an dem er außerdem einen Lehrstuhl für Technikphilosophie und Technikethik inne hat.  Außerdem leitet er das Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) in Berlin.

     

    (*Das Integrative Konzept nachhaltiger Entwicklung ist ein wissenschaftliches und ethisches Konzept, das die Helmholtz-Gemeinschaft am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) in Karlsruhe entwickelt hat. Es formuliert Regeln, die dabei helfen sollen, Nachhaltigkeit möglich zu machen. Armin Grunwald bezieht sich im Interview auf die Reflexivitätsregel, die besagt: „Institutionen müssen dazu beitragen, eine über die Grenzen partikularer gesellschaftliche Bereiche hinausgehende Reflexion gesellschaftlichen Handelns insgesamt zu ermöglichen.“ )

     

     

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  32. Kleidertauschparty im Zukunftsraum

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    Ja doch: Der Sommer ist da! Und pünktlich zum Start der T-Shirt-Saison bietet sich wieder die Gelegenheit, den eigenen Kleiderschrank zu entrümpeln und neu zu bestücken. Bereits zum dritten Mal können Kleidungsstücke, Accessoires, Taschen und Schuhe im Zukunftsraum getauscht werden. Die Veranstaltung möchte ein Zeichen setzen gegen Fast Fashion und im kreativen Tausch von Textil das gemeinsame Miteinander fördern. Ihr seid herzlich eingeladen, vorbeizuschauen! Über Kuchen, Knabbereien und alles, was sonst von der Hand gegessen werden kann, freuen wir uns!

    Wann?

    Samstag, 25. Juni, 15:00 Uhr

    Wo?Zukunftsraum für Nachhaltigkeit und Wissenschaft, Rintheimer Str. 46, 76131 Karlsruhe

  33. Schwing mit der Welt! Der Soziologe Hartmut Rosa über Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Auswege aus der Beschleunigungskrise

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    Schneller, höher, weiter, verdammt zum ewigen Dynamischsein: Hat die kapitalistische Steigerungslogik uns zunächst Wohlstand, Frieden und Demokratie gebracht, strampelt die Wachstumsgesellschaft heute maximalbeschleunigt und seelisch ausgebrannt der großen Krise entgegen. Für den Soziologen Hartmut Rosa ist die Ursache unseres Scheiterns Entfremdung, die er denkt als eine zunehmende Beziehungslosigkeit zur Welt. Aber vielleicht ist der Hoffnungsfunke ja die menschliche Begabung zu knisternder Resonanz… Wir haben mit dem Zeittheoretiker für Dein NachhaltigkeitsExperiment über Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und Auswege aus der Beschleunigungskrise gesprochen.


    © juergen-bauer.com

    © juergen-bauer.com

    Warum ist die Wachstumsgesellschaft so eine grandiose Versagerin, wenn es um Gemeinschaft geht? Und warum klappt’s bei ihr partout nicht mit der Nachhaltigkeit? Für Hartmut Rosa sind das Symptombilder ein und derselben Krankheit, nämlich der jeden Lebensbereich erfassenden, sozialen Beschleunigung.

    Und die ist ihrerseits eng verwoben mit unserem wachstumsbasierten Wirtschaftssystem: Während wir durch unser Leben rasen mit dem Ziel, den Wachstumsmotor auf Teufel-komm-raus am Laufen zu halten, sind uns Welt und Mitmenschen zur reinen Ressource geworden. Wir rennen, rennen, rennen – und „Entschleunigungsoasen“ wie Yogastunde, Urlaub oder Weihnachten dienen lediglich dazu, uns fit zu kriegen für die nächste Beschleunigungsrunde.

    Auf der Strecke bleibt für Rosa dabei die Resonanz, das heißt das empathische „Mitschwingen“, der lebendige Austausch, die Verbindung zwischen dem Einzelnen und seiner Welt. Wir können uns die Dinge, Menschen und  Handlungen, die uns umgeben, nicht mehr „anverwandeln“  – und bleiben leer und entfremdet zurück. Sind wir zu schnell geworden, um uns von etwas berühren zu lassen, mitzuschwingen, empathisch gestimmt und glücklich zu sein? Antwortet uns die Welt nicht mehr? Hartmut Rosa denkt: ja.

    Trotzdem gibt es die Hoffnung, durch resonanzsensibles Fühlen und Handeln etwas zu ändern, die Welt zum Sprechen zu bringen und ihr auch wieder antworten zu können. Schwing mit der Welt! Sollte uns Resonanz gelingen, sind für Hartmut Rosa Gemeinschaft und nachhaltiges Handeln nicht nur denkbar – sondern die logische Konsequenz.

     

    Quartier Zukunft: Herr Rosa, Quartier Zukunft möchte mit „Dein NachhaltigkeitsExperiment“ Gemeinschaft und Entschleunigung in der Karlsruher Oststadt voranbringen. Was bedeuten denn in Ihren Augen Gemeinschaft und Entschleunigung für das Individuum, die Gesellschaft, für so etwas wie das „gute Leben“?

    Rosa: Da gibt es tatsächlich einen engen Zusammenhang zwischen Entschleunigung und Gemeinschaft, wobei mir da wirklich wichtig ist, deutlich zu machen, dass ich kein Entschleunigungspapst oder Entschleunigungsguru oder so etwas bin. Und ich glaube sogar, wenn Sie so einen Wettbewerb ausschreiben oder wenn immer mehr Menschen von Entschleunigung träumen, dann geht’s ihnen ja nicht wirklich nur um Langsamkeit. Langsamkeit ist ja kein Selbstzweck. Ein langsamer Notarzt oder Feuerwehrwagen bringt nichts und eine langsame Achterbahn ist ehrlicherweise katastrophal, weil dann stürzt das Ding ab! Und eine langsame Internetverbindung ist auch nicht toll! Also: Wenn Menschen von Entschleunigung reden, dann meinen sie was anderes! Und ich glaube, was sie da eigentlich meinen, ist eine andere Art, oder die Möglichkeit auf andere Weise mit der Welt in Kontakt zu kommen.

    Anverwandlung heißt: mit der Welt schwingen, statt sie zu benutzen

    Die Entschleunigungsbewegung wird eigentlich getrieben von der Sehnsucht, auf andere Weise in der Welt zu sein. Das heißt anders – und die Hoffnung ist  meistens: intensiver – in Kontakt zu treten mit anderen Menschen, da haben Sie sozusagen den Gemeinschaftsaspekt, aber auch mit den Dingen, mit denen wir umgehen und mit dem Ort, an dem wir leben. Und dafür verwende ich den Begriff der „Anverwandlung“. Ich glaube, die Hoffnung und der Wunsch, der dahintersteht, wenn man „Entschleunigung“ sagt, liegt darin, sich Dinge so zu eigen machen zu können, dass sie einen berühren oder erreichen und dass man auch merkt, man verändert sich in der Auseinandersetzung damit. Man macht sie sich zu eigen nicht im Sinne von „Aneignung“(„Das habe ich jetzt auch noch bei mir im Schrank liegen, das habe ich abgehakt!“), sondern im Sinne einer Anverwandlung als etwas, das mich prägt, was mir was bedeutet, was mir etwas sagt.

    Die Heimat und das Stadtquartier als Weltausschnitt, der mir etwas sagt und der mich angeht

    Wenn man Gemeinschaft sagt, liegt ja, gerade wenn‘s um Stadt geht, der Heimatbegriff nahe. Und ich glaube, Heimat ist nicht einfach und schon gar nicht notwendig der Ort, von dem man herkommt – der kann oft ganz öde sein. Heimat, das ist ein anverwandelter Weltausschnitt, den man sich so zu eigen gemacht hat, dass er geradezu zu sprechen beginnt. Wir sagen dann ja auch: Das sagt mir was! Das spricht mich an! Und ich glaube, darum geht es. Und so bin ich auch dahin gekommen, zu sagen, das Problem mit der Beschleunigung ist nicht einfach die Geschwindigkeit – die ist in vielerlei Hinsicht sehr schön, die Erfahrung auch lustvoll – aber wenn wir so schnell handeln müssen und Räume so schnell durchqueren und sich die Nachbarn so schnell ändern, dass wir keine Chance mehr haben, sie uns in diesem Sinne anzuverwandeln, dann haben wir ein Problem damit. Und den Gegenbegriff zur Anverwandlung, oder zur Resonanz, den nenne ich Entfremdung, und diese kann natürlich auch dadurch entstehen, dass ich das Gefühl habe, ich habe überhaupt nichts mitzureden, mitzugestalten. Die Welt verändert sich um mich herum – vielleicht im Stadtteil oder in der Stadt – ohne dass die Veränderung irgendeinen Bezug zu mir hat, da tritt dann Entfremdung ins Spiel. Also ich glaube, getrieben wird die Entschleunigungsbewegung von dem, was ich Resonanzhoffnung nenne, oder das Verlangen nach Resonanz, dass wir uns die Dinge anverwandeln können. Und das umfasst eben auch eine spezifische Form der Sozialbeziehung. Gemeinschaft bedeutet nämlich, dass es uns gelingt, im Umgang miteinander so etwas wie Resonanzbeziehungen aufzubauen, dass wir das Gefühl haben, wir gehen einander etwas an, wir erreichen uns gegenseitig.

    Quartier Zukunft: Kann man Gemeinschaft und Entschleunigung eigentlich einüben? Also zum Beispiel im Zusammenhang mit unserer Quartiersarbeit – aber auch im Leben jedes Einzelnen? Glauben Sie, dass das möglich ist?

    Rosa: Nicht so einfach. Denn unser Zeitumgang und auch unsere Beziehungsformen hängen eben nicht nur am Einzelnen; wir sind immer eingebettet in zeitliche Strukturen oder auch in soziale Strukturen, die wir nicht alleine bestimmen können. Deshalb sind mir Ideologien suspekt, die sagen, ja, wenn Du nur die richtige Achtsamkeitstechnik hast oder von mir aus das richtige Zeitmanagement, dann klappt das schon. Und genau das klappt eben nicht. Was die meisten Menschen ja meinen mit Entschleunigung, ist, dass sie nicht so gehetzt sein wollen. Man hat heute bei den allermeisten Verrichtungen ja das Gefühl, dass man schon zu spät dran ist und dass man sich bitteschön beeilen soll. Zeitknappheit ist ein generelles Problem! Und das hat überhaupt nichts mit dem Tempo des Lebens zu tun. Das ist mir wirklich wichtig zu sagen! Dieses Gefühl, dass uns die Zeit knapp ist, hängt nicht von der Geschwindigkeit, mit der wir Dinge tun, ab, sondern: Zeitknappheit ist eine Empfindung, die entsteht, wenn es ein Missverhältnis gibt zwischen der Zeit, die wir brauchen, um die Dinge auf unserer To-do-Liste zu erledigen und der Zeit, die wir zur Verfügung haben.

    Wir sind nicht zu langsam, wir haben explodierende To-do-Listen

    Und daraus kann man lernen, dass diese Sache mit der Entschleunigung eigentlich nicht am Tempo, mit dem wir Dinge erledigen, liegt, obwohl wir immer denken, ich muss halt ein bisschen schneller werden, dann klappt’s schon. Genau das ist eine Illusion, weil die To-do-Liste schneller explodiert als unsere Zeitspartechniken wieder einsparen können. Aber diese To-do-Liste, die haben wir nicht alleine in der Hand. Die wird im Kollektiven, in Lebensformen und Institutionen geprägt, so dass man sehen kann: Es ist nicht unbedingt gar nichts, was man tun kann als Einzelner, aber es ist auch nicht so, dass man die Probleme einfach individuell lösen kann. Trotzdem glaube ich, wir können die Bereitschaft in uns fördern oder Bedingungen schaffen, die es uns möglich machen, in Resonanz zu treten. Von dieser Seite können wir auch anfangen, ein bisschen an uns zu arbeiten und ein bisschen wegsteuern sozusagen von der Effizienz und Steigerungsorientierung und hin zu einer Orientierung, die versucht, resonanzsensibel durch die Welt zu gehen.

    Quartier Zukunft: Und das wäre für Sie dann eine Form von „Einübung“? So können Sie sich vorstellen, dass das möglich wäre?

    Rosa: Ja. Genau genommen lautet ja meine neue, etwas veränderte Position: Wenn wir fragen, wie wir unsere Zeit verbringen, dann zielen wir eigentlich auf die Frage, wie wir unser Leben leben wollen oder umgekehrt. Und in allen diesen Hinsichten sind es eben zweiseitige Geschehnisse: Es gibt eine Weltseite, und die können wir nicht alleine verändern. Es gibt aber auch eine Subjektseite – und an der können wir beginnen zu arbeiten, indem wir versuchen, die Beziehung so zu gestalten, dass wir uns Dinge zur Heimat machen können, wenn Sie so wollen, dass Gemeinschaft entsteht, sodass wir diese Haltung einnehmen, die wir mit dem Begriff Entschleunigung verbinden.

    Quartier Zukunft: Sie haben ja jetzt von der Welt- und der Subjektseite gesprochen. Und das ist ja auch ein Thema, das gerade im Diskurs um Nachhaltigkeit immer wieder auftaucht. Also einmal, was kann ICH tun und was muss sozusagen GLOBAL getan werden. Was hat für Sie Entschleunigung mit Nachhaltigkeit zu tun? Hat das für Sie überhaupt etwas miteinander zu tun?

    Rosa: Ja, das hat schon etwas miteinander zu tun! Aufgrund solcher Fragen bin ich zu meinem Begriff der Weltbeziehung gekommen. Bei Nachhaltigkeit geht es ja wirklich um die Frage: Wie beziehen wir uns auf Welt, was machen wir damit? Und wir stellen fest, dass wir Natur vor allem als Ressource betrachten oder vor allem auch behandeln. Etwas, das wir nützen wollen. Und ich glaube, seit 200 Jahren, seit es die Moderne gibt, ist das unser kulturelles Programm: mehr Welt in Reichweite bringen. Sie sehen das ganz praktisch, wenn Sie sich beispielsweise das Transportwesen vor Augen führen. Also eigentlich geht das schon mit dem Fahrrad los, das auch eine moderne Erfindung ist: Wenn ich ein Fahrrad habe, habe ich noch das Nachbardorf in Reichweite und kann abends mal hinfahren. Und wenn ich ein Moped habe, kann ich schon in die nächste Stadt fahren, und wenn ich ein Flugzeug habe, kann ich nach London usw. Dieses In-Reichweite-bringen gilt für alle Hinsichten: Mit einem Smartphone zum Beispiel habe ich eben kommunikativ alle meine Freunde immer in Reichweite und das gesamte Weltwissen und alle Bücher. Also: Welt in Reichweite bringen ist der große Traum der Moderne, und die Natur wird uns dabei zu einer Ressource, die wir eben nützen. Und ich glaube, dieses In-Reichweite-bringen hängt ganz stark mit Aneignen statt Anverwandeln zusammen. Also: Dinge verfügbar machen.

    Ein schwer erklärbares Missverhältnis zwischen Umweltbewusstsein und Umwelthandeln

    Das Problem ist jetzt, dass wir seit langem ja ein unfassbares oder schwer erklärbares Missverhältnis finden zwischen dem Umweltbewusstsein und dem Umwelthandeln beobachten. Wir reden ja eigentlich seit dem Club of Rome-Bericht ununterbrochen von Nachhaltigkeit und verabschieden die tollsten Programme. Ich würde fast zynisch sagen: Bis jetzt, zur Pariser Klimakonferenz, wird immer wieder versprochen, dass wir jetzt mit der Nachhaltigkeit ernst machen. Aber wenn Sie sich die De-facto-Emissionen angucken oder das, was man ökologischen Fußabdruck nennt, dann stellen Sie fest: Es ist eigentlich egal, was wir sagen, das uns angeblich wichtig ist, und wie viele schöne Protokolle wir verabschieden, wir verschwenden immer mehr Ressourcen. Und das müssen wir irgendwie erklären: Woher kommt dieses Missverhältnis? Ich glaube, es kommt daher, dass wir da, wo wir ehrlich sagen, uns ist Natur wichtig, Nachhaltigkeit ist ein Wert für uns, letztlich diese Natur, unsere Umwelt als eine Resonanzsphäre konzeptualisieren oder auch wahrnehmen. Dass Natur etwas ist, das bewahrenswert ist, das zu uns in Beziehung tritt, das zu uns sogar sprechen kann oder sprechen sollte in gewisser Weise. Aber diese Haltung setzen wir nicht in unsere Praktiken um, weil wir in unserer Praxis Natur nur als Ressource betrachten und dabei dann sagen, wir müssen „Ressourcen schonen“.

    Es geht darum, die Welt zu uns in sprechende Beziehung zu setzen

    Und ich glaube, dieses Ressourcenschonen gelingt uns so nicht, wenn wir nicht dahin kommen, eine andere Beziehung zur Welt, zu den Tieren, zu den Pflanzen, zu unseren Wohnquartieren, zu den Stoffen aufzubauen. Diese Form von Beziehung müsste das sein, was ich mit dem Begriff einer Resonanzbeziehung zu beschreiben versuche. Dinge zum Sprechen bringen, sie nicht uns einfach aneignen im Sinne von verfügbar machen, sondern anverwandeln im Sinne von zu uns in eine sprechende Beziehung setzen. Wenn es uns gelingen würde, diese Art von Beziehung, die man mit dem Begriff der Gemeinschaft auf der sozialen Ebene durchaus fassen kann, wieder zu realisieren und zu beleben, dann glaube ich, dass es fast automatisch zu einem nachhaltigen Umgang mit Natur kommen würde.

    Quartier Zukunft: Herr Rosa – vielen Dank für das Gespräch. Und Ihre Zeit.

     

    Der Soziologe und  Politikwissenschaftler Hartmut Rosa lehrt Soziologie an der Universität Jena und ist Direktor des Max-Weber-Kollegs in Erfurt. Er beschäftigt sich mit sozialer Beschleunigung und ihren Folgen, ist Vordenker einer Soziologie der Weltbeziehung und denkt vor dem Hintergrund der vielfältigen Krisen unserer Wachstumsgesellschaft nach über die Möglichkeiten eines „Change by Design“ statt des drohenden „Change by Desaster“. Zuletzt ist bei Suhrkamp sein Buch „Resonanz: Eine Soziologie der Weltbeziehung“ erschienen.

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  34. Sonne für Dein Sofa! Einladung zum Freiluftwohnzimmer in der Karlsruher Oststadt

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    Am 3. und 4. Juni finden die Nachhaltigkeitstage Baden-Württemberg statt. Und die Oststadt ist dabei! Am Samstag, den 04.06., heißt es ab 14 Uhr einmal mehr: Stühle, Tische, Sofas vor die Haustür – und fertig ist Dein ‪‎Freiluftwohnzimmer! Zusammen erobern wir den öffentlichen Raum zurück. Mit Kuchen, Kaffee & ein bisschen Zeit für einander.

    Wie können in unserem durchgetakteten Alltag Räume geschaffen werden für Gemeinschaft und Entschleunigung? Probier’s mal mit Gemütlichkeit – und einem „Freiluftwohnzimmer“! Wir laden Euch herzlich dazu ein, vor den Häusern in den Straßen der Oststadt kleine Sitzgruppen einzurichten. Stühle, vielleicht ein Sofa, vielleicht ein kleiner Tisch, gerne bestückt mit Keksdose, Blumenvase oder Malsachen für Kinder – ihr habt bestimmt gute Ideen!

    Die Aktion Freiluftwohnzimmer will, genau wie Dein Nachhaltigkeitsexperiment, Zukunft anzetteln: Indem wir neue Modelle städtischen Zusammenhalts ausprobieren und Entschleunigung im urbanen Raum einüben. Sich Zeit nehmen, innehalten, in Beziehung treten mit anderen – genau das ist nämlich dringend nötig, nimmt man es ernst mit der nachhaltigen Entwicklung.

    Zusammen statt zu wenig Zeit

    Das Freiluftwohnzimmer füllt den öffentlichen Raum mit buntem Leben: Menschen kommen zufällig zusammen, unbekannte und bekannte Nachbarn begegnen sich. So werden Straßen und Plätze vorübergehend zum Lebens- und Ruheraum. Wo sonst bloß aneinander vorbei gehastet, eingekauft, geparkt, Wegstrecke überwunden wird, entschleunigen wir für alle sichtbar und machen Pause. Sonne für Dein Sofa! Zusammen statt zu wenig Zeit…

    Wann? Wo?

    Die Aktion „Freiluftwohnzimmer“ findet am Samstag, den 04.06.2016 ab 14.00 Uhr vor Euren Haustüren in den Straßen und auf den Plätzen der Karlsruher Oststadt statt. Wir vom Quartier Zukunft-Team bauen unser eigenes Freiluftwohnzimmer vor dem Zukunftsraum in der Rintheimer Straße 46 auf und freuen uns natürlich über Besuch! Die Karlsruher Schule der Nachhaltigkeit ist übrigens auch dabei und bringt ihre Fotobox mit; werdet kreativ und fotografiert Euch und Eure Sicht auf das Thema Nachhaltigkeit! Außerdem werden wir mit dem Lastenmobil in der Oststadt unterwegs sein, Euch in Euren Freiluftwohnzimmern besuchen und zur Kennzeichnung der Sitzgruppen – wie schon beim letzten Freiluftwohnzimmer – kostenfrei farbige Schleifen verteilen.

    Minigolf & Grillfest

    Plus des Oststadt-Freiluftwohnzimmers 2016: Die Minigolf-Anlage im Alten Schlachthof (zwischen Tollhaus und Futur Zwei);  sie kann zwischen 14.00 – 18.00 Uhr von Euch bespielt werden! Und ab 18 Uhr lädt das Quartier Zukunft-Team zum gemeinschaftlichen Grillen vor dem Zukunftsraum ein. Wir sorgen für Grill, Besteck, Geschirr – Essen und Trinken bitte selbst mitbringen. Bei schlechtem Wetter findet ein Picknick im Zukunftsraum statt.

    Kleiner Hinweis zum Schluss

    In Absprache mit dem Ordnungsamt gilt: Bitte achtet darauf, VerkehrsteilnehmerInnen (z.B. FußgängerInnen, RollstuhlfahrerInnen, Kinderwagen, AutofahrerInnen) nicht zu beeinträchtigen. Auch die eigene Sicherheit solltet ihr im Auge behalten. Wir bitten Euch außerdem darum, den Ort Eures Freiluftwohnzimmers am Ende des Tages wieder so zu verlassen, wie Ihr ihn vorgefunden habt – oder schöner ;-).

    Wir freuen uns!

  35. „Da fehlt ein Modell für die Stadt!“ Menschen aus der Oststadt über Gemeinschaft und Entschleunigung

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    Die Bewerbungsphase zu „Dein NachhaltigkeitsExperiment“, das Gemeinschaft und Entschleunigung in der Karlsruher Oststadt anstiften soll, läuft! Und während wir gespannt auf Eure Post warten, wollen wir die Gelegenheit nutzen, Euch, die Bürgerinnen und Bürger, zu Wort kommen zu lassen. Was bedeutet Gemeinschaft und Entschleunigung für Euer Leben? Und was hat das Ganze mit Nachhaltigkeit zu tun? Beim letzten Quartier Zukunft-Stammtisch hatten wir Gelegenheit, ein wenig ins Quartier hineinzuhorchen.

    Um die Tischtennisplatte, die im Zukunftsraum an diesem Tag als ‚Stammtisch‘ fungiert, sitzen ein Dutzend Leute. Es gibt Kekse und Tee – und eine Bitte von uns, dem Quartier Zukunft-Team: „Wir fänden es toll, wenn ihr als OststadtbürgerInnen und –bürger ein bisschen darüber erzählt, was das für euch überhaupt ist: Gemeinschaft und Entschleunigung!“

    Mhm. Alle wirken noch etwas befangen, aber schließlich traut sich ein junger Mann und macht den Anfang. „Gemeinschaft – für mich hat das mit Spaß zu tun, mit Gesellschaft und damit, bei Leuten zu sein.“ Eine junge Frau wirft ein: „ Für mich geht’s da auch einfach um ein beruhigendes Gefühl, das mir sagt, dass auch noch andere da sind.“ Relativ schnell ist man sich einig: Obwohl es alle begrüßen, dass man in der Stadt nicht ‚reinpassen‘ muss wie in so manchem Dorf und sich zurückziehen kann, wann immer einem danach ist – Gemeinschaft und Zusammenhalt, das vermissen viele StädterInnen. Aber wie man es anstellt, mehr davon ins eigene Leben zu holen, das weiß man oft nicht. „Die große Frage ist das Wie!“

    In Kontakt kommen mit Fremden – in Baden gar nicht so leicht…

    Und im Badischen scheint dieses „Wie?“ den Einzelnen hin und wieder vor ganz besondere Herausforderungen zu stellen. „Ich komme aus Norddeutschland“, sagt  einer der Herren, „und da ist das leichter! Hier in Karlsruhe will man sich nicht gegenseitig auf die Nerven gehen und es ist schwerer, an die Leute heranzukommen.“ Die Runde ist sich in puncto badisches Sozialverhalten nicht völlig eins. Dann wird das ständige Kommen und Gehen in einem Universitätsviertel wie der Karlsruher Oststadt in den Blick genommen: Kontakte zu halten, so etwas wie eine urbane Gemeinschaft zu entwickeln, werde durch die Unstetigkeit im Bekannten- und Freundeskreis nicht gerade einfacher.

    „Da fehlt ein Modell für die Stadt!“

    Außerdem seien in unseren Städten die Mechanismen des beschleunigten Wirtschaftssystems besonders deutlich zu spüren, meint einer der älteren Herren. Den städtischen Raum versetze dieses „Höher, schneller, weiter!“ in permanente Hektik. Sind wir zu schnell und zu effizient geworden für Gemeinschaft? „Hektik verhindert Gemeinschaft“, sind sich jedenfalls auch die Jüngeren am Tischtennisplatten-Stammtisch einig. „Denn Gemeinschaft hat mit Initiative zu tun – und dafür braucht man Zeit!“ Aber wie kann diesen Erschwernissen zum Trotz urbane Gemeinschaft gelingen? „Da fehlt ein Modell für die Stadt!“, findet der junge Mann vom Anfang. „Zum Beispiel Anlässe, die dazu geeignet sind, sich kennenzulernen und aufeinander zuzugehen.“ Manchmal aber, so überlegen die OststädterInnen, reiche auch schon ein kleiner Schritt und ein wenig Mut, um sich näher zu kommen: Etwa nach dem Einzug von Tür zu Tür zu gehen und sich den neuen NachbarInnen vorzustellen.

    Entschleunigung hat nicht nur mit Yoga, sondern auch mit „sich einlassen“ zu tun

    Wenn Stress und Hektik der Bildung und dem Erhalt von Gemeinschaft entgegenstehen, ist Entschleunigung vielleicht ein Weg, städtischen Zusammenhalt möglich zu machen? Das macht für die BürgerInnen Sinn. „Entschleunigung hat für mich zum Beispiel auch mit Zuhören zu tun.“, erklärt einer der Männer. „Und nur, wenn man sich Zeit nimmt, können Kontakte intensiv werden.“ In der Stadt ginge die Tendenz hingegen eher dahin, 1000 Dinge gleichzeitig tun zu wollen – und dabei nicht selten aus dem Takt zu geraten. „Für mich geht es bei Entschleunigung auch darum, meinen eigenen Rhythmus zu finden“, erklärt eine junge Frau. „Und um Entscheidungen: Was ist mir eigentlich wichtig?“

    Im Laufe des Gesprächs wird in diesem Sinne immer klarer: Entschleunigung hat für die Runde nicht nur mit naheliegenden Schlagworten wie Entspannung und Yoga zu tun, sondern bedeutet auch: sich auf Ausgewähltes ganz einzulassen, statt ein riesige Menge an Dingen ein bisschen zu tun. „Sonst kommt man nämlich nach einem vollen Tag nach Hause und ist trotzdem total unzufrieden!“ Leicht umzusetzen ist Entschleunigung in einem komplett beschleunigten Umfeld hingegen nicht. „Mir hilft es da, zu gärtnern, raus zu kommen, mit Pflanzen umzugehen“, berichtet die junge Frau, die für das Sich-entscheiden plädiert hat. „Da kann man nämlich nix beschleunigen. Die haben ihren eigenen Rhythmus, richten sich nach den Jahreszeiten und dem Takt, den die Natur für sie vorgesehen hat.“ Auch beim Essen könne man sich vornehmen, sich Zeit zu lassen und ganz bewusst wahrzunehmen: Was esse ich da eigentlich? Wie genau schmeckt das?

    Und die Nachhaltigkeit?

    Was aber haben Gemeinschaft und Entschleunigung mit nachhaltiger Entwicklung zu tun? Zuerst denken wir alle an Nachbarschaftshilfen und Sharing-Modelle, die in Gemeinschaften besser funktionieren und einem uferlosen Konsum entgegenwirken können. Denn: Braucht wirklich jede Mietpartei eine eigene Bohrmaschine, einen eigenen Akkuschrauber, die ganz persönliche Heißklebepistole? Aber auch Entschleunigung hat für alle am Tisch sehr direkt mit Nachhaltigkeit zu tun. „Viel arbeiten und viel schnell und teuer einkaufen – das gehört doch zu unserem Lebensmodell!“, ruft einer der Herren aus. „Nachhaltige Entscheidungen, sich nachhaltig verhalten, das braucht dagegen Zeit!“ Die Runde denkt dabei an die Stunden, die es ‚kostet‘, Kleidung selbst herzustellen statt Sweatshopware zu kaufen. Oder auch an den langen Atem, den es manchmal braucht, ein passendes, gebrauchtes Möbelstück aufzustöbern. Und einer sagt: „Klar, da geht es oft schneller und einfacher, in den nächstbesten Laden zu gehen und neu zu kaufen.“

    Trotzdem steht am Ende das optimistische Gefühl, Sachen anders machen zu können. Dem eigenen Rythmus folgen, sich bewusst für oder gegen Dinge entscheiden, sich Zeit für andere nehmen, „von dem Gespräch heute abend nehme ich einige Gedanken mit nach Hause“, sagt einer der Männer beim Gehen . Und eine junge Dame aus dem Quartier Zukunft-Team, die gerade ihren Umzug nach Karlsruhe vorbereitet, hat sich etwas ganz Konkretes vorgenommen. „Ich werde einen Zettel ans schwarze Brett im Hausflur hängen, der mich ein bisschen vorstellt.“ Es gibt viele Möglichkeiten, anzufangen…

    Hast Du Ideen, wie man Gemeinschaft und Entschleunigung in der Karlsruher Oststadt anstiften und leben könnte? Und Lust, diese gleich umzusetzen? Hier findest Du alle Infos zu „Dein Nachhaltigkeitsexperiment”! Einsendeschluss für alle Bewerbungen ist der 12. Juni 2016.          

    Alle Infos und den Termin zu unserem nächsten Quartier Zukunft-Stammtisch findest Du hier.

  36. Warum Nachhaltigkeit Entschleunigung braucht – Gedankenskizze Part II

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    Mit effizienter Technik und Arbeit wollen wir der Zeit beikommen, indem wir sie einsparen. Seltsam nur, dass es sich dabei so anfühlt, als hätten wir immer weniger davon. Aber um über diese Merkwürdigkeit nachzudenken, fehlt uns, so scheint es, die Zeit. Genau wie für einen achtsamen und bewussten Umgang mit der uns umgebenden Welt. Warum nachhaltige Entwicklung und Entschleunigung zusammengehören.

    Die Zeit scheint wirklich tückisch zu sein. Ständig muss man auf sie aufpassen und zusehen, dass sie nicht zwischen den Fingern zerrinnt, sinnlos vertan wird oder auf die eine oder andere Art abläuft. Achtung: Termin, Frist, Limit, Deadline! Wir müssen uns beeilen, denn am Ende soll schließlich alles gelingen und endlich gut werden. Das nächste Projekt, das nächste Jahr, das Leben und natürlich – die Zukunft.

     „Die Zeit läuft “ – eine kulturelle Sehgewohnheit?

    Aber wo befindet sich eigentlich diese Zielgerade mit dem Preis, auf den wir alle zuhecheln? Muss man sich sputen, um das gute Leben zu erwischen? Rennt uns die Zeit davon? Auch wenn es sich für den westlichen Menschen nach Gehirnverrenkung anfühlt: Die Vorstellung, dass Zeit linear abläuft – das heißt wie ein Pfeil von der Vergangenheit über die Gegenwart in eine große Zukunft weist – ist genau das: eine Vorstellung. Eine Art kulturelle Sehgewohnheit des Abendlandes, die unter anderem zu tun hat mit dem Christentum und seiner Jenseits-Ausrichtung, aber auch mit der Industrialisierung und der damit verbundenen Neu-Taktung von Arbeit.

    Zyklisches Zeitempfinden

    Vor der Industrialisierung waren die Menschen im Rahmen des Rhythmus tätig, den die Natur vorgab – und der war vor allem geprägt von Wiederholung und Zyklus. Klar war: Man kann noch so oft an einer Olive zupfen, reifer wird sie davon doch nicht! Man orientierte sich an den Jahreszeiten, dem Tag-Nacht-Rhythmus, der „rechten Zeit“ dafür, Dinge zu tun. Säen, ernten, Heu einholen, die Tiere füttern; die Widerkehr des Gleichen stand im Mittelpunkt des Zeitempfindens, nicht die Unwiederbringlichkeit einmaliger Chancen.

    Spannung und Entspannung – das ist Lebendigsein

    Dann die Wende. Neue Techniken und Maschinen ermöglichten die Emanzipation vom Rhythmus der Natur – die Erhöhung der Taktzahl in der Produktion von Gütern und damit auch im Leben der Menschen war die Folge. Aber bei all den Erleichterungen, die die scheinbare Loslösung von den Bedingungen der Natur mit sich gebracht hat, bleiben Rhythmus und Takt doch immer Phänomene, die aus Spannung und Entspannung erwachsen. Das bedeutet: Wo nur noch Spannung ist, gibt es irgendwann gar keinen Takt mehr. Was bleibt ist Verdichtung bis hin zum Kammerflimmern; ein Zustand, der kaum noch „lebendig“ genannt werden kann.

    Nachhaltigkeit braucht Zeit

    Die Art, wie wir gegenwärtig mit unserer Umwelt und Mitwelt umgehen, hat viel mit Beschleunigung zu tun. Während wir Myriaden von „Sachen machen“, unserer Umgebung fortwährend Dinge antun, sind wir zu schnell geworden, um überhaupt gründlich darüber nachdenken zu können! Eine Kultur der Nachhaltigkeit fordert das Gegenteil: Sich Zeit nehmen. Weil Verstehen und Verständigung Zeit benötigen. Weil Nachhaltigkeit als Handlungsorientierung und Praxis etwas Neues ist und geübt werden muss. Weil es Zeit braucht, sich des eigenen Tuns bewusst zu werden und es gegebenenfalls zu ändern. Und weil ich Zeit aufwenden muss, um mit meiner Welt und meinem Gegenüber achtsam umzugehen.

    Entschleunigung kann man üben

    Entschleunigung braucht gesellschaftliche Relevanz abseits von Symptombehandlungen wie Burn-Out-Präventionskursen. Tatsache ist, dass unsere Ökonomie eine Ökonomie der Beschleunigung ist. Unsere Gesellschaft ist eine Gesellschaft der Beschleunigung. Und diese Strukturen wirken bis tief  in unser Zusammenleben, Denken und die Wahrnehmung von Zeit hinein. Aber auch wenn der Versuch, aus der eigenen Kultur und Sozialisation „hinauszuschauen“, ein Kraftakt ist: Alternative Zeitvorstellungen und -empfindungen kann man ausprobieren und kultivieren. Das Gegenwärtigsein kann man üben. Einen Rhythmus kann man finden. Und man kann lernen, in all dem Betrieb Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Ganz langsam.

    Du willst in diesem Sinne etwas verändern und #ZukunftAnzetteln? Im Sommer 2016 findet das Projekt  Dein Nachhaltigkeitsexperiment” statt, das Gemeinschaft und Entschleunigung in der Karlsruher Oststadt anstiften will. Genaueres erfahrt ihr ab dem 02. Mai hier bei uns auf der Homepage sowie über Facebook und Twitter. Wir freuen uns auf MitmacherInnen und eure Ideen!

     

  37. Verlängert: Studentische/ wissenschaftliche Hilfskraft für die Entwicklung einer digitalen Projektkarte gesucht

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    Das „Quartier Zukunft – Labor Stadt“ sucht eine

    studentische/wissenschaftliche Hilfskraft (m/w) für die technische Umsetzung einer digitalen Nachhaltigkeitskarte für die Karlsruher Oststadt

    am Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), KIT.

    Frühstmöglicher Einstiegszeitpunkt Mai 2016 / Dauer und Umfang nach Absprache.

    AUFGABEN

    •  Entwicklung der Datenstruktur für die digitale Karte in Kooperation mit dem Projektteam
    •  Umsetzung des Tools als Webapplikation und (MySQL-)Datenbank
    •  Ausführliche Dokumentation und Vermittlung des groben technischen Hintergrunds an das Projektteam

    Die Karte soll die Nachhaltigkeitsaktivitäten in der Karlsruher Oststadt abbilden und BürgerInnen die Möglichkeit geben, die Karte mit zu erweitern. Die Anzahl der Points of Interests – dargestellt durch Marker auf der Karte – beläuft sich bisher auf etwa 100. Diese sollen in mehrere Kategorien einsortiert und zusätzlich mit Attributen, nach denen selektiert werden kann, ausgestattet werden. Ein detailliertes Konzept der Karte wird derzeit ausgearbeitet.

    IHRE QUALITÄTEN

    •  Programmier-Kenntnisse, insbesondere im Bereich Webentwicklung (JavaScript, CSS, HTML), Datenbanken (vorzugsweise SQL), sowie nach Möglichkeit im webbasierten Kartenmanagement (OSM)
    •  Idealerweise Kenntnisse im Bereich User Experience und GUI-Design

    ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN

    •  Einschlägiger Bachelor-Abschluss oder Vordiplom
    •  Gutes Deutsch in Wort und Schrift
    •  Organisationsfähigkeit und -talent
    •  Interesse an Nachhaltigkeitsthemen, besonders nachhaltiger Stadtentwicklung
    •  Zuverlässige, strukturierte und eigenständige Arbeitsweise

    Wir bieten eine frische Arbeitsatmosphäre, einen kreativen Gestaltungsraum und die
    Mitarbeit in der inter- und transdisziplinären Projektarbeit im Team des Quartier Zukunft.
    Technisches Know-How in den Bereichen OpenStreetMap und Webentwicklung ist im Institut
    vorhanden, wodurch eine Ansprechmöglichkeit für Fragen und ggf. Hilfestellung besteht.

    Arbeitsort ist das ITAS in der Karlstraße 11, 76133 Karlsruhe oder der „Zukunftsraum für
    Nachhaltigkeit und Wissenschaft“, Rintheimer Straße 46, 76131 Karlsruhe.

    Die Tätigkeit wird nach dem üblichen Stundensatz für studentische bzw. wissenschaftliche
    Hilfskräfte vergütet.

    Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, freuen wir uns auf Ihre aussagekräftige
    Kurzbewerbung (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse).
    Bitte senden Sie diese per Mail bis 25. April 2016 an andreas.seebacher@kit.edu und
    helena.trenks@kit.edu

  38. Gretchenfragen: Was hat das KIT mit Nachhaltigkeit zu tun?

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    „Nachhaltigkeit“ ist lange schon in aller Munde, als Begriff in die Jahre gekommen und etwas abgegriffen, immer öfter auch als gewinnträchtiges Feigenblatt missbraucht. Schon wird die x-te Generation neuer Begriffe durch die Gassen getrieben. „Zukunftsfähig“, „generationengerecht“, „enkeltauglich“ u. ä. soll einem nun das Thema ‚Nachhaltigkeit‘ schmackhaft machen. Als sei Nachhaltigkeit eine Modeerscheinung, eine Welle, die vorübergeht, ein Lebensstil, eine Gesinnung, die man sich zueigen machen kann oder nicht.

    KITOLiver2

    Weit gefehlt, in dreierlei Richtung: Erstens sind die Ziele, Herausforderungen und Aufgaben dahinter aktueller denn je, werden künftig drängender. Klimawandel, Flüchtlingswellen, riesige Plastikmüllinseln im Ozean zeugen davon. Zweitens wäre die Tragweite einer wirklich verwirklichten Nachhaltigen Entwicklung, so wie sie seit dem Brundtland-Report über die Vereinten Nationen propagiert wurde und wird, gewaltig, ein kultureller Wandel und menschheitsgeschichtlicher Schritt, der in seiner Dimension eher mit der Einführung der Demokratie, der Säkularisierung oder gar dem neolithischen Umschwung zum Ackerbau vergleichbar wäre. Und drittens geht das Thema Nachhaltigkeit nicht vorüber, wird uns nicht mehr loslassen, im Gegenteil: langfristig ist eine Nachhaltige Entwicklung unausweichlich. Wir könnten uns gar zurücklehnen. Kommen wird sie so oder so, die „Große Transformation“. Die Frage ist nur wie, mit wieviel gesellschaftlichen und ökologischen Verwerfungen sie einhergehen wird – und mit wieviel Würde und Wohlstand wir durch sie hindurchkommen werden. Das liegt auch in unseren Händen, unserer Einsicht, Voraussicht, Vernunft, unserem Wissen und Willen zur Gestaltung.

    Was aber hat das KIT damit zu tun? Viel.

    Das KIT betreibt Forschung, schafft Wissen. Gerade auch als Forschungszentrum der Helmholtz-Gemeinschaft, die sich um ‚große und drängende Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft‘ kümmert, sollte möglichst viel davon unmittelbar und mittelbar einer Nachhaltigen Entwicklung dienen. „Innovation“ lautet ein weiteres Standbein des KIT. Eine gelebte Nachhaltigkeit wäre total innovativ, bzw. bedarf dringend vielfältiger Innovationen – technischer, aber auch gesellschaftlicher (wie wir sie z.B. mit dem „Quartier Zukunft“ anstreben). Nachhaltigkeit ist des Weiteren essenziell eine Frage von Bewusstheit und Bildung – und das KIT eine renommierte Bildungs- und Ausbildungsinstitution mit weltweit gutem Ruf. Hier werden Führungskräfte der Zukunft ausgebildet. Dass dies ohne eine explizite Bildung für Nachhaltige Entwicklung geschieht, ist eigentlich undenkbar, zumindest aber unverantwortlich.

    Forschung, Bildung und Innovation, all das fußt auf dem Innenleben des KIT als Betrieb, Institution und kulturellem Organismus. Was innerhalb der Unternehmung KIT im Bereich des Sozialen, der Ressourcenschonung oder des Umweltschutz geschieht, wirkt auch nach außen, wird nach außen getragen und wird auch von außen gesehen. Man schaut auf das KIT. Das KIT ist vielfältig Vorreiter und Vorbild. Für Glaubwürdigkeit und Integrität ist es von nicht zu unterschätzender Bedeutung, wie das KIT seinen Betrieb im Innern organisiert, wie es mit MitarbeiterInnen, mit Papierressourcen, Biodiversität und seiner Energieversorgung umgeht. Auch wenn die Hürden noch so hoch, die Aufgaben für eine Nachhaltige Entwicklung – auch innerhalb des KIT – noch so vielfältig erscheinen: jeder Beitrag lohnt sich, trägt Schritt für Schritt zur großen Transformation bei.  Diese Schritte müssen gesehen und mehr werden! Auf dass sich das KIT – seiner Verantwortung bewusst – verstärkt den Anliegen einer nachhaltigen Entwicklung im Innen und Außen widmen möge.

     

    Der Originalartikel ist erschienen im „Campus-Kurier“, dem Newsletter des  KIT- ZUKUNFTSCAMPUS.

     

  39. 7. ReparaturCafé mit Nähworkshop in der Oststadt

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    Es ist wieder soweit! Das siebte ReparaturCafé steht an. Gemeinsam kaputte Gegenstände reparieren, Neues dazu lernen, nette Menschen treffen, Kaffee und Kuchen genießen. All das zeichnet das ReparaturCafé in Karlsruhe aus, am 7. November von 12.00 – 18.00 Uhr bereits zum siebten Mal. Dieses Mal zusätzlich mit einem Workshop: HosenTaschen – aus der alten (Jeans-)Hose wird die neue Einkaufstasche.

    Was, wann und wo?

    Das nächste ReparaturCafé findet am 7. November 2015 in der Zeit von 12:00 bis 18:00 Uhr im Kinder- und Jugendhaus der Oststadt (Rintheimer Str. 47, 76131 Karlsruhe) statt. Das ReparaturCafé in Karlsruhe ist kostenfrei. Geld- und Kuchenspenden sind willkommen! Für eine bessere Planung bitten wir um eine Mail an kuchen@reparaturcafe-karlsruhe.de.

    Dieses Mal wird in der Nähwerkstatt ein Workshop angeboten werden, bei dem gemeinsam aus alten (Jeans-) Hosen schöne und praktische Einkaufstaschen hergestellt werden. Eine Teilnahme ist nur mit vorheriger Anmeldung möglich: hosentaschenworkshop@reparaturcafe-karlsruhe.de

     

    Hinweise

    • Bitte bringen Sie aus Rücksicht auf die Reparateure nur saubere Gegenstände (geputzt/gewaschen) zur Reparatur mit.
    • Bitte bleiben Sie während der Reparatur Ihres Gegenstandes vor Ort und helfen Sie mit, wo Sie können. Das ReparaturCafé möchte Wissen weiter UND reparierte Gegenstände zurückgeben.
    • Bitte bringen Sie entsprechende Ersatzteile mit, wenn Sie bereits wissen, wo der Fehler liegt. Im ReparaturCafé sind diese nur sehr begrenzt vorhanden.
    • Es kann nicht immer alles repariert werden, manche Dinge würden den Zeitrahmen sprengen, anderes ist schlicht nicht möglich. Die Einzelentscheidung liegt bei den Reparateuren.

     

    Neu!

    Das ReparaturCafé Karlsruhe ist ab sofort mit einer eigenen Website vertreten: http://reparaturcafe-karlsruhe.de

    Und auch die Mail Adresse ist neu: info@reparaturcafe-karlsruhe.de

     

    Der Hintergrund

    Wer kennt das nicht – die Lieblingstasse fällt auf den Küchenboden, das Fahrrad hat kein Licht mehr und die Nähmaschine produziert nur noch Fadensalat. In diesem Moment steht man vor der Frage, ob man zum nächstbesten Geschäft fährt, um schnell ein neues Produkt zu kaufen, oder ob man sich die Mühe machen sollte, das alte Produkt zu reparieren – Nur wie?

    In unserem siebten ReparaturCafé in Karlsruhe möchten wir mit Ihnen deshalb nicht nur ein Zeichen gegen das Wegwerfen und den vorschnellen Neukauf von defekten Gegenständen setzen. Es ist auch Hilfe zur Selbsthilfe: Reparateure und die Besitzer der kaputten Gegenstände reparieren gemeinsam. So kann in geselliger Runde bei Kaffee und Kuchen Wissen weitergegeben und beim nächsten Mal ein Radio oder Pullover vielleicht ohne Hilfe repariert werden.

    Beim siebten ReparaturCafé wird es wie gewohnt vier verschiedene Werkstätten geben:

    • Näh-Reparaturwerkstatt
    • Fahrrad-Reparaturwerkstatt
    • Elektronik-Reparaturwerkstatt
    • Holz-, Keramik- und Metall-Reparaturwerkstatt

    Kaffee, Tee, Limonade, Kuchen und Brezeln sorgen für die nötige Energie, Kreativität und Geselligkeit.

     

    Das Quartier Zukunft und das ReparaturCafé Team freuen sich auf Sie!

  40. “Ich zeig Dir mein Karlsruhe!“

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    Würden Sie gerne internationale MitbürgerInnen aus Karlsruhe kennenlernen, mit denen Sie Ihre Zweitsprache oder wenig genutzte Sprachkenntnisse wieder aufleben lassen und denen Sie Ihren Lieblingsplatz in Karlsruhe zeigen können?  Das Projekt „Ich zeig Dir mein Karlsruhe“ ist ein Angebot im Rahmen der diesjährigen Feierlichkeiten zum 300. Geburtstag von Karlsruhe und wird vom International Scholars and Welcome Office (IScO) des KIT betreut. Es bietet die Möglichkeit des internationalen Austauschs und der interkulturellen Begegnung in der Stadt.

    Internationale Neubürger und Gäste können ihre neue Umgebung auf eine besondere Weise kennenlernen und erleben: Bei gemeinsamen Ausflügen mit Karlsruhern, die ihnen gerne ihre Lieblingsorte in der Fächerstadt zeigen.

    Karlsruher Bürger, die gerne internationale Neu-Karlsruher kennenlernen und eventuell mit ihnen ihre jeweiligen Fremdsprachenkenntnisse erproben möchten, treffen hier Leute, mit denen sie gemeinsame Interessen teilen – sei es kulturell, beim Sport oder im Bereich Freizeit – und nehmen die Neuangekommenen zu gemeinsamen kleinen Ausflügen mit: zum Kanu fahren auf der Alb oder durch die Rheinauen, zur  Chorprobe, zum schönsten Spielplatz, zum besten Kuchen in Karlsruhe, zum Lieblingsbiergarten…

    Unterstützung bekommen „Gastgeber“ und Gäste von Tutoren aus dem Projekt-Team um KIT Internationales:
    Zu jedem Ausflugsangebot eines „Gastgebers“ finden sich Kleingruppen, die in einer gemeinsamen Sprache kommunizieren können, und eine kleine Tour zu einem besonderen Ort in oder um Karlsruhe unternehmen. Nach dieser ersten Tour kann aus jedem der Teilnehmer gern auch ein neuer Gastgeber werden.

    Wer einen Ausflug anbieten möchte, nimmt Kontakt über die Web-Seite KA300 Stadtgeburtstag  auf. Das Projektteam bietet für die Ausflugs-Anbieter auch Tipps und Unterstützung bei Planung und Organisation ihres Ausflugs an. Beschreibungen der Ausflüge werden auf der Webseite veröffentlicht, zu denen sich Interessierte dann anmelden können.

    Vom 31. Juli bis zum 11. September stehen so jede Woche unterschiedliche Ausflüge an, zu denen sich Interessierte mit den Anbietern am Pavillon im Schlosspark treffen. Von dort aus kann die Tour direkt gestartet werden. Bei größeren Unterfangen kann hier vorab noch weiter gemeinsam geplant und organisiert werden.

    Auch alle Akteure aus der Oststadt können gerne Stadtspaziergänge oder andere Ausflüge rund um die Oststadt anbieten.

    Kontakt:

    International Scholars & Welcome Office (IScO)
    Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

    Jederzeit per E-Mail unter Stadtgeburtstag@intl.kit.edu
    Sowie telefonisch Dienstags, 9-12 Uhr
    Telefon: +49 721 608-48349

Kontakt

OK

Vielen Dank für Ihre Idee

Sagen Sie uns Ihre Meinung

Was geschieht mit meinen Wünschen zum Quartier Zukunft?

Nennen Sie uns Ihre Wünsche und Vorstellungen zur Entwicklung des Quartier Zukunft. Sagen Sie uns Ihre Meinung. Was ist Ihnen besonders wichtig? Was nicht?
Wir sammeln Ihre Äußerungen und werden sie zeitnah auf dieser Website präsentieren, um sie weiter zu diskutieren und in den Entwicklungsprozess des Quartier Zukunft einfließen zu lassen.

Impressum und Datenschutz

Impressum und Datenschutz

Das Projekt "Quartier Zukunft" ist ein Projekt des Karlsruher Instituts für Technologie. Dienstanbieterkennzeichnung im Sinne von §5 Telemediengesetz (TMG)

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